Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 12 (9.2.1923)
- Date
- 1923-02-09
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 64 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 12 Leitung war für ihn von Anfang an nicht der richtige Platz.“ Einen etwas anderen Standpunkt scheint der Misrachi einzunchmcn. In einem kurzen Artikel von L(azarus) B(arth) wird nach einer Würdigung der Persönlichkeit Jabotiuskys in der ״Jüdischen Presse“ betont, daß der Widerstand auf dem Kongreß gegen ihn besonders von der Linken kam und mit seinem Legionsplan zusammenhing, wahrend charak• tcristischerweise die palästinensischen Sozialisten nicht mit jiircn Genossen im Gahith iibcrcinstimmtcn, eine Darstellung, die nicht vollständig richtig ist. Diese Antipathien gegen ihn hätten sich durch die Petijura-Atfärc gesteigert, so daß auf der A.-C.-Sitzting bereits eine Stimmung gegen Hin vorhanden avar. Seine Kritik der politischen Lage sei aber in vielen entscheidenden Punkten zutreffend, wovon auch seine Gegner überzeugt seien. Der Artikel schließt mit einem Appell an Jabotinsky, die Organisation in diesem schwierigen Augenblick nicht im Stich zu lassen und erinnert an das Beispiel Zangw’ills, dem es auch nicht gelungen sei, außerhalb der Organi• *ation etwas zu erreichen. Ganz anders dagegen urteilt die dem Misrachi nahe• stehende ״Neue Jüdische Presse“ in Frankfurt a. M,, die es begrüßt, daß die Berliner A.-C.-Sitzung das getan habe, was der Kongreß in Karlsbad nicht gewagt hat, nämlich Jabotinsky abzuschüttcln. Der Artikel schließt mit den Wor־ ten: ״Wir hoffen, daß damit innerhalb der gesamten zionistischen Politik eine entscheidende Wendung vor sich gehen wird und daß man überall zu einer offenen, eindeutigen, d. J1. aber einer mutigen Politik kommen wird. Der Fall Jabotinsky ist hoffentlich ein für allemal erledigt. Möge der Geist dieser Entscheidung sich überall bei uns durch• ectzcn.“ Von ulchtzlonlstischen Organen erwähnen wir den agudistischen ״Israelit“, der die Meldung von Jabotiuskys Austritt mit den kurzen Worten kommentiert, man könne die Zionistische Organisation dazu nur beglückwünschen. Sehr interessant ist die Stellungnahme des ״J e w i s h O u 3 rd i a n“, der bei aller Anerkennung der Persönlichkeit Jabotiuskys doch glaubt, daß sein Ausscheiden ein Segen für die Organ!• sation sein werde. Jetzt werde Wcizmann in vollem Einver• nehmen mit der Organisation seine vernünftige, einsichtsvolle Politik fortsetzen können. >r JbnA J. * jiS ' 0 חי >or. ‘ ו! ף n W״׳i JiuJ Max Nordnus Abkunft Vor kurzem wendete sich einer der Mitarbeiter der ״W. M.-Z." an Dr. Max N 0 ז d a u mit der Bitte um Bekanntgäbe seiner Familicndaten, die er für Zwecke der Genealogie benötigte. Dr. Nordau antwortete mit folgendem Brief: 14. rue llenncr Paris 21. Juni 192Z Hochgeehrter Herr! Ich sende Ihnen gern die genealogischen Notizen, die Sic wünschen. Meine Mutter hatte nur einen kurzen Stammbaum aufzuweisen. Sie hieß Sara Rosalie Nelkin und war 1812 in Riga geboren. Ihr Vater wurde häufig beim Spitznamen ״der Preuß“, höflicher ״Reb ltzig Prcuß“ genannt. Meine Mutter zog früh mit den Eltern nach Wilna. Sie ging nachher als Lehrerin nach Warschau und nach Krakau und gelangte spater nach Pest, wo sie 1845 von meinem Vater, der dort als Witwer mit vier Kindern lebte, geheiratet wurde. Ich bin am 29. Juli 1849 in Pest geboren, eine Schwester am 13. Juli 1851. Am 11. April 1873 wurde mein Name durch ein Dekret vom ungarischen Minister des Innern in Nordau geändert Unsere Mutter ging mit mir und meiner Schwester zuerst von Mai 1876 bis November 1878 nach Paris, und nach einer kurzen Rückkehr nach Budapest übersiedelten wir endgültig 1830 nach Paris, wo die Mutter im Jahre 1900 starb. Mein Vater Gabriel Südfeld wurde im Jahre 1799 in Krotoschin, Posen,, geboren und ist 1872 in Pest gestorben. Er hatte drei Brüder und eine Schwester. Mein Großvater Oscr Südfeld wurde 175S in Krotoschin ge boren, hat später in Breslau gelebt und ist 1832 infolge der dortigen Cholcracpidemic gestorben. Der Name Süd■ icld wurde von einem Vorwerk bei Krotoschin von meinem Urgroßvater Siincha Südfcld erworben. Die preußische Re■ gierung befahl damals den Juden, Familiennamen anzunebmen, und zwar die Familienväter jeder Familie verschiedene Namen. Bis dahin hatte man nur einen ״Rabbi Simcha ben Mosche“ gekannt. Der älteste Sohn wurde Wiener benannt, weil man die Familie gewöhnlich ״die Wiener“ nannte. Simcha wurde 1719, sein Vater Mosche 1686 geboren. Mosches Vater, Rabbi Jossef, übersiedelte nach Krotoschin. Er wurde gewohnlich mit dem Namen ״Min hagcruschln de Vicna“ (״einer der Verjagten von Wien“) achtungsvoll genannt. Rabbi Jossef war einer der ausgewiesenen Juden, die Kaiser Leopold der Erste seiner spanischen Gattin zuliebe aus dem Lande verbannte, Rabbi Jossef war aus Salonlk von der Wiener Jeschiba eingeladen worden. Nach der Ausweisung im Jahre 1670 wurde er von einem der Lehrer dieser Hochschule, Rabbi Auerbach, nach Posen mitgenommen und etwa zwei Jahre später wurde er als Sekretär der Gemeinde von Krotoschin angcstclIL Rabbi Jossefs ältester Sohn, Rabbi Mosche, wurde sein Amtsnachfolger als Rendant oder Notar der Gemeinde, ln Krotoschin verblieb die Familie Wiener von 1684 bis 1692. Der jüngere Bruder wurde Südfeld genannt und *eine Söhne zerstreuten sich in der Welt Uebcr Rabbi Jossef den Salonikier hinaus will sich die Familiengeschichte nicht fortsetzen. Wir wissen vielerei von Saloniki, Venedig, Neapel, Tunis, Toledo und Segovia über uns zu erzählen, auch sogar den Pumbarada und noch weiter zurück, aber die Chronik ist unbestimmt, anderes sogar äugen■ tcheinlich Legende. Ich ziehe vor, nur Authentische* anzugeben. Ich bin, hochverehrter Herr, Ihr aufrichtig ergebener Dr. M. Nordau. Diese genealogischen Mitteilungen Nordau* über seine Vorfahren haben sich — soweit sie überprüft werden konnten י-י als richtig erwiesen. Unveröffentlichte Artikel Max Nordau» ״Haaret‘ kündigt die Veröffentlichung von vier 'Artikeln Dr. Max Nordau* an, die bis jetzt noch nirgends veröffentlicht waren. Die Artikel behandeln das arabische Problem und das Problem des jüdischen Nationalismus. Sie wurden von Nordau während seiner Exilzeit in Madrid vor vier Jahren geschrieben. _ ׳ ׳! « ׳ y י <! , ׳ ׳ ־ ׳* «1■ ■י •.. t• ״ r» * Im Zionistischen Klub in Berlin sprach am 6. Febrtnr 1923 1 lcrr Salir.an Rubaschoiv über seine Eindrücke in Polen. Wir geben nachfolgend einige Qedankcngänge des fesselnden Vortrags wieder, bei dein der Redner einleitend bemerkte, daß cs sich um keine endgültigen und erschöpfenden Urteile handelt: Die schwierigen Verhältnisse, die sich auf zionistische« WclHagunge« vielfach ergeben, beruhen darauf, daß man von einer einheitlichen jüdischen Weltbewegung Im Augenblick nicht sprechen kann, sondern daß die Tendenzen, die Problem• Stellungen und Losungen in jedem Lnndc verschiedene sind. Bis zum Kriege war das 6 Millionen starke russische Judentum der beherrschende Faktor im jüdischen Leben. Seitdem dieser Faktor nicht mehr existiert, sind 3 bis 4 Millionen Juden Polens das Reservoir geworden, aus dem der Aufbau unseres Landes zu erfolgen hat. Uebcr die Probleme und die geistige Haltung der •Juden dieses Landes, insbesondere über die Hab sing der Intellektuellen und der Jugend wW Mi sprechen. Als ich vor drei bis vier Jahrein zur Zelt der •inmaligcu Sejmwählen, in Polen war, empfanden zwar di״ jaden allgemein die Notwendigkeit eines Kampfes für ihm OMchbcrcchtigung, aber über die Art des Ka:npfc9 waren sie sich nicht im klaren, cs herrschte eine große Unbeivolfcnlieit. Man kennte sich nicht die Verhältnisse anderer Länder zum Vorbild nehmen: sowolU die Assimilation nie der Widerstand nichtjüdischer Kreise gegen die Gleichberechtigung sahen in Rußland und Dcutschlaqd ganz anders aus als in Polen. In Rußland kämpften nicht nur die Jude«, sondern die gesamte nichtjiUlischc Freihcitshcwegwig für die Gleichberechtigung der Juden, später auch für ihre nationalen Rechte. In Pulen dagegen war bis zu den Kreisen der Sozialdemokratie (P. P.S.) die Gieiclibcreditigang der Juden eine keineswegs entschiedene Frage, für die Majorität sogar eine zu ungimstcn der Juden entschiedene. Vor allem hat Polen eine Assimilation sui gcricris. Die Ideologie und das Ziel der Assimilation war in den verschiedcnen Ländern ein ganz verschiedenes: ln Ungarn z. B. wollte man die Assimilation 11m ihrer selbst willen ohne alle Nebenzwecke, in Deutschland wollte man durch sic den Anschluß an die Kultur, die Menschheit, den Fortschritt, das 19. Jahrhundert finden. In Polen brauchte man, um zur Kultur zu gelangen, nicht über die pdfliische Assimilation zu gehen. Rußland und Deutschland waren ja in der Nähe, die hebräische und jüdische Literatur boten ebenfalls Möglichkeiten. Die Idcologie in Polen war eine ganz andere: Assimilation um der polnischen Freiheit willen, dieser gc■ rechten Sache. Wer diese tiefe und echte Liebe zur Be• freiung Polens nicht kennt, wird die polnische Assimilation falsch beurteilen. Man kann diesen Typ ln Romanen von Schalom Asch finden. Was nach dieser Befreiung kommen solle, war Sache der Illusion. Der polnische Grundbesitzer ließ sich gern die Unterstützung sozialdemokratischer Arbeiter oder Juden gefallen, obwohl er wußte, daß für sic die Bcfreiung Polens noch mit anderen Zielen verknüpft war. Aber er dachte sich: was nach der Befreiung kommt, darüber werden wir nachher sprechen, heute können diese Träume eine Encrgfc• qncile für den Befreiungskampf sein. So gab Cs denn in Polen Fälle von einer derartigen Assimilation, wie sie in keinem anderen Lande existiert. Noch vor fünf Jahren führte diese Assimilation das Wort. Jetzt fand ich, daß diese Art der Assimilation mit ihrer idealislisclien Ideologie völlig verschwunden ist. Polen steht d.1, frei, ohne jede Be• drohung von äußeren Gegnern. Es besteht kein Vorwand mehr, den Juden ihre Rechte vorzucnthaltcn. Und nun wiederholt sich die russische Judcnpolitik. Die Folge ist, daß bei den Juden eine Enttäuschung und Verzweiflung von solchem Um• fange besteht, daß man nach historischen Erfahrungen cigcnfs lieh erwarten sollte, daß aus dieser Verzweiflung Kräfte für die nationale Selbstbcfrciung entstehen könnten. Aber davon ist noch nichts zu verspüren. Es wäre jedoch ganz falsch, zu glauben, daß die Assimilation in Polen tot ist. Es fehlen ihr alle guten und starken Seiten. Aber die Assimilation als objektive Tatsache schreitet ungeheuer schnell fort. Vor fünf Jahren sprach man in den jüdischen Kreisen russisch. Als Rußland zerfiel und die russische Sprache sich nicht halten konnte, glaubten wir, daß jiddisch und hebräisch an die Stelle des Russischen treten würden. Aber es ist anders gekommen. Uebcrall hat sich das Polnische durchgesetzt, sogar in Gebieten, wie in Bialystok und Baranowitschi, wo es kaum Polen gibt, spricht jeder kleine jüdische Händler polnisch. Audi in Wilna hat man, sobald die Angliodcnmg au Polen fcslstancf, sofort den Weg zur polnischen Sprache gefunden. Es ist ein neuer Fall jenes ״Rcsidcmzpatriotismus“, jener Anpassung an das kulturelle Milieu der Hauptstadt, auch wenn man dort nicht wohnt, das wir so oft in der jüdischen Geschichte beobachten können. ׳ Neben der Assimilation sinA drei Hauptbestandteile des polnischen Judentums zu unterscheiden: Zionisten, Orthodoxie und Arbeiterbewegung. Der Zionismus Ln Polen hat in den letzten Jahren Erfolge von einem Ausmaß gehabt, wie sie früher nicht vorzustellen waren. Die Sdiekelzahlcrzahl vergrößert sidi ständig, der ״Haisit“ ist das gclescnste Blatt im polnischen Judentum geworden. Die Wahlkampagne hat die jüdischen Massen stark aktiviert, hat die Zionisten nicht mir als die Führer des Judentums, sondern sogar als die Führer der gesamten Minderheiten erscheinen lassen. Dennoch, wenn man in zionistische Versammlungen kommt, spürt man keinen frisclum Luftzug und sicht keine Jugend. Die Massen sind nicht zionistisch, aber sie sind von einer glühenden Palästina• Sehnsucht getragen. Als ich die Nachricht von der Bestätigung des Mandates erhielt, begab ich mich 11» die Meinen Gassen des Warschauer Ghetto, uml zu »dien, wie die Telegramme des ״Ha int“ wirkten. Es war ein wirklicher nationaler Jubel, Aber die Zionisten verstanden ihn nicht zu nutzen. So steht denn die Zahl der organisierten Zionisten in gar keinem Ver- MItnis zur Zahl derjenigen, (Me bei den Wahlen zum! Sejm den Zionisten folgten. Wenn man über die polnisdte Orthodoxie Spricht, muß man scheiden zwischen einer europäischen Orthodoxie die eine richtige politische Partei bildet und an die man im allgemeinen denkt, wenn man von der potnisdhea Orthodoxie spricht Aber wichtiger ist di« *Rctere. Ich war bd einem Rebbe und *ah» daß der Chassidismus besteht wie vor 25 Jahren. Es war ein gewöhnlicher Sibbatb. Hunderte von Juden drängten sich dort md, was da» Charakteristische war, dort waren junge Mensdicn von 18 und 20 Jahren. Es H .wi*kud»e Iraditktfv wM füfito Za,dd^ kirn führt, zu denen auch die Väter und Großväter gingen. Noch ein anderes ist zu erwähnen. Das ist die M u s s ar. bewegung. Hier handelt es sich um eine wirkliche religiös Neusdiöpfung, die, im Gegensatz zur bisherigen Methode <J(. Jcschiwoth, der! Nachdruck auf das ethische Problem und di׳ elbischen Bücher der jüdischen Literatur legt. Diese lk»t.; ßimg ist in Rußland entstanden. Als die Bolschewisten ihtt. Verbote gegen die jüdische Religion erließen, waren cs z׳,y; Gruppen, die mit Todesverachtung wie unsere Vorfahren i£ Mittelalter getrotzt haben. Das waren die Zionisten, v<* allem die Zeirc-Zion und die Vertreter des Hebräischen einet, selts und die Träger der Mussarbcivcgung. Sic sind schiicßliti; nach Polen gekommen, haben sich über das Land zerstreut und üben einen großen Einf.uß aus. Wie jede echte Religion handelt es sich um Auflehnung, um Ketzerei gegenüber detj Gewordenen. Die Mussarbcwegung vermag einen ungeheures Fanatismus großzsrzichcn, auch gegen uns, auch gegen Er». Jisrocl, weil sie die jüdische Religion nicht geachtet findet Der Begriff der jüdischen Arbeiterbewegung war früher nur ein Abstraktum. Es gab IV>a!e-Zkm, Bund, S.S.. aber keine einheitliche jüdische Arbeiterbewegung. Jetzt i,~. eine derartige Arbeiterbewegung, ein geistiges Element, d.« | über den Parteien steht, entstanden. Der jüdische Sozia«., mus war stets durch zwei Elemente charakterisiert, die es! in anderen sozialistischen Bewegungen nicht oder nicht in j dem Maße gibt: durch eine Gläubigkeit, die keinen Zweifel.an’ der Verwirklichung des sozialistischen Ideals kannte und durch : die Sehnsucht nach der sozialistischen Tat. Das erklärt <kn : großen Erfolg des Kommunismus und die Einflußlosigkcit, zu; der sidi nilc sozialistischen Gruppen verdammt sahen, die den ן Kommunismus nicht mitmachen konnten. Aber dieser Glaube an den Kommunismus ist verloren gegangen, als man von der von Lenin inaugurierten neuen kapita'istischcn Wirtschaft*. Politik in Rußland hörte. Jetzt herrscht eine große Krise; in der Arbeiterbewegung, hervorgerufen durch die Enttäuschung Über das Versagen des Kommunismus. Die Entwicklung des öoius hat dahin gelührt, daß das Judentum jedes Landes seine eigene Psyche entwickeln kann. Der litauische Jude ist in.c'.lcktualistisch, rationalistisch, skep• tisch. Sein Ideal ist der große Gelehrte, der Lamdan. Das polnische Judentum ist ganz, anders. Es ist viel kindlicher, gläubiger, naiver. Sein Ideal ist nicht der Gelehrte, sondern der große, reine Mensch. Auch der einfachste polnische Jude, der selbst kein Lehen in dieser Reinheit führt, sieht sein Ideal darin. Der polnische Jude wird den Parteien Gefolgschaft bei Wahlen und anderen Gelegenheiten leisten, aber sic werden ihm nie die Erfüllung seiner Ideale bedeuten. Die Erfüllung dieses Ideals erblickt der polnische Jude in etwas anderem: in dem Chaluz, in dem reinen Ideal des auibmienden und arbeitender: Palästina. Nr v jfldlSC , tlVCIl Kunde iiiigcä Die l ob che den t Daiizl daß I 1 ’o'.on juhlbi «lisch( E sich ( «Lei( West( sind ן"4'« an St; heut« koinn kurrc : Ansd; Warn J ihres Israt 1 sind, und; Ding und Agoi; des; mit ‘ habe ■ habe indii < und I weil I säclv * Gew | psy< ז hier I und ' 1 Gali ]Wische Leichen für die Anatomie Warschau. (J. C. B) Die polnischen Stud'erendcn der Warschauer medizinischen Fakultät haben vor einiger Zeit den Beschluß gefaßt, daß, wenn d.c jüdischen Studenten nicht bis zuin 8. Januar dafür sorgen werden, daß auch jüdische Leichen dem anatomischen Institut der Universität zugeiührt würden, man dann den jüdischen Medizinern den Zutritt zum Institut verwehren werde. Die jüdischen Studenten erklärten, es sei nicht ihre Aufgabe, sondern die der Anatomieverwaltung, Leichen für Studienzwecke zu beschaffen. Die Christ liehen Studenten erklärten sich damit einverstanden, die Be- Schaffung der Leichen den administrativen Behörden zu überlassen, betonte:, aber nochmals, daß sie streng darauf achten würden, daß der Anatomie jüdische Leichen überwiesen werden.. Der Rektor der Universität und der Dekan der medizinischen Fakultät erließen eine Warnung an die Stu• dicremlen, daß für den Fall der Wiederholung der Aus• schreitungcn im Zusammenhang mit der Forderung nach jüdischen Leichen das anatomische Institut geschlossen werden würde. Zetre Zion und Poale-Zfon In Polen Warschau (J. G B.). Die in Warschau abgehalfcne vierte Landeskonferenz der polnischen Zeirc Zion-Partei hat eine Resolution angenommen, in welcher die Vereinigung der beiden jüdischen Arbeiter-Weltorganisationen, Zcire Zion und Poalc /.ton, gefordert wird. Es wurde beschlossen, die lokale Vereinigung der beiden Parteien in Polen sofort zu vollziehen. Von der Unken Poale Zion י*.i g a. (J, C. B l Der Auflösungsprozeß der linken Poale Zaon m Rußland schreitet rapid vorwärts. Wie ״Emcs“ mitteilt, hat sich die Minsk er Organisation ״Jekape“ (jüdischkommunistische Partei ״Poale Zion“) dem Beschluß der 3. Konferenz (Streichung des Palästinapassus im Programm) unterworlcn. Sechs führende Mitglieder wurden ausgeschlossen, unter ihnen ein gewesenes Mitglied des Zentralkonutecs der Partei. In Baku hat sich die gesamte Jekapc-Orglnisation ein• . < cr russischen ■kommunistischen Partei angeschlossen. Ai«.-.ic..^ewcr Jckapc-Organisation, die zuletzt nur noch 50 Mitglieder gezählt hat, ist der russischen Partei beigetreten, wobei 6 Mitglieder aus der Partei ausgetreten sind. .c Charkow er linke Poale-Zion־Organisation ist nach einstimmigem Beschluß der russischen kommunistischen Partei beigetreten. Die Arbeit der ICA in Rußland Wie der Sonderberichterstatter des J.CB. ln Rußland CThihrt, sind die Schwierigkeiten mit Bezug auf die Verwirk* ‘*d,unf der Ica-K©nzcsso״cn für die Einrichtung von 5 oC afts*alten aus dem Wege geräumt worden, so daß die endgültige Ratifizierung in kurzem be vorstellt Die I“ "at “!rem Vertreter in Moskau, Herrn Leon Sack, die Summe von 3 Millionen Francs für die Kreditoperationen 5״ Verfügung gestellt Es wird beabsJchögt sofort nach Ratifizierung der Konzession 100 Kreditanstalten hauptsächlich in der Ukraine zu eröffnen und die dort bereit* bestehenden Kreditanstalten zu unterstftzen. Die jüdische Zentralbank in Litauen Kowno. (J.GBd Die jüdische; Zentralbank In Litauen hat neue Aktien in der Oesamthöhe von einer Million W*־״ Ein großer Teil, dieser 5umm« ist bereit« durch Zeichnung gedeckt! . . - S t! K ii h « V i < i ו ג