Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 11 (6.2.1923)
- Date
- 1923-02-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. li JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 01 t! als 1i , 'Cfiscl|E.: , er® üb,; ,"'״1)!יי M.W;׳ licli d,j!n Jtej; k00rt!; Unoljc‘ , Steril l ~~ d: 1 Wc1!.j; *Irilfe-J ־ י¬¬ nie?'״ י inüg*;! T * 1!.־,. d unter! : IHR de:,1 : *tisdier, ״ äticlitci: 1 {c reih! ' ammtii. ׳ miv:,;:; Nicht• ז I“ i 1 Wenn : cs atu- Jie eij(-! «nisehc ktionca; handca , Misten, i tischen; noriert,; letzten j aittem, j ׳oriiber!renzen; Cänipfe!' ,esliali) : Je (Shell ’■ tr Er■; licht; Kreise Isiinas misckj ms ist! *ragen j tinvdt; I dies• I ' ju- - j׳c״<m!י ,Welt•!! 'dafür ■־ bilden und ׳ Inter-; nsidit 1' trete; j diese £, - . Ismus I! «dien 1 ihrer i.itio- , iöse } t1״ng Ij ndes• ף ästen smus 1 rolei! s in crer• fion tbetv eise. *die 1 1 —!!den;;kn-; zu-; Zeit tial- 4 ri,:e lennal• len. tcr* hr sg« ca der fcmd tu jü* fie!st ei ii n Weizniann über die arabisch׳־jüdischen Beziehungen Ein Vertreter der Londoner ״Times“ hatte mit Dr. Weizniann eine Besprechung über dessen Eindrücke von seinem kür.'licltcn Besuch in Palästina. Die Acußerut1״cn Dr. Wcizmanns erschienen in der ״Times“ vom 26. Januar. Weizniann ging einleitend auf die Gerüchte von seinen Rücktritts absich teil ein und erklärte, daß einzig seine geschwächte Gesundheit in ihm den Gedanken an einen Rücktritt hatte aufkemmen lassen; aber er würde auf jeden Fall bis zum Zusammentritt des Zionistenkongresses ausharren. Ueber die Verhältnisse In Palästina führte Dr. Weizmann u. a. aus: Ich hielt mich ungefähr sechs Wochen in Palästina auf und verbrachte nahezu die ganze Zeit bei dem High Coimnissioner. Ich hatte Gelegenheit, fast alle palästinensischen Fragen zu studieren und zu behandeln und die Arbeit in Augenschein zu nehmen, die in den letzten zwei Jahren, in denen ich nicht mehr in Palästina war, geleistet worden ist. Ich hatte auch reichlich Gelegenheit, mit Arabern aller Partcischattic* rangen zu sprechen, von den Extremisten bis zu den gemüßigt Konservativen. Die Beziehungen zwischen den Arabern und Juden sind meist mir von lokaler Bedeutung. Außerhalb von Jerusalern, Haifa und Nablus macht sich diese Frage fast gar nicht bemerkbar. Die jüdischen Kolonien, vor allem die, die wir erst unlängst angelegt haben, bcfinden sich in ziemlich unruhigen Bezirken, umgeben von muselmanischen und christlichen Dörfern, einige auch an der Grenze von Tra 1s;ordanicn. Deshalb findet man so zahlreiche Beduinenstümme in ihrer Nachbarschaft. Die erst vor 16 Monaten gegründete Siedlung Nuris ist ausschließlich von neuen Siedlern bevölkert, die noch sehr wenig arabisch verstehen und mit der Lebensweise des Landes noch nicht vertraut sind. Und doch׳ war es dort noch zu keinem einzigen Zwischenfall zwischen ihnen und d c 11 N a c h b a r n gekommen. In dem erst 14 Monate alten Malul in der Nähe von Nazareth sind die Beziehungen zu den arabischen Nachbarsicdiungcn ganz besonders gute, so weit, wenn die Araber irgendetwas benötigen, z. 13. landwirtschaftliche Geräte, sic rieh an die jüdischen Kolonisten wenden, und umgekehrt. Sic pflegen gegenseitige Gastfreundschaft, leihen einander Wasser usw. Ich will nicht leugnen, daß Furcht und Mißtrauen bei den Arabern existieren, genährt durch Propaganda auf Grund der politischen Ereignisse, wie r. B. den kenulistischen Siegen, dem Bolschewismus, dem Wechsel der Regierungen in Italien und Großhritanuicii und auch die Lausanner Konferenz. All, diese, Momente führen zu einer Unstabilität der Lage nicht nur in Palästina, sondern im ganzen Nahen Osten überliaupt. Gerade diese Unsicherheit ist es, die zu den Erschütterungen beiträgt; aber der Beginn einer politischen Stabilität im Nahen Osten läßt sich bereits bcmerken, und ich zweifle nitht, daß eine kluge und vernünftige Administration normale Beziehungen zwischen Juden und Arabern herbeiführe 11 wird. Palästina macht eine ernste wirtschaftliche Krise durch, die Juden und Araber in gleichem Maße betrifft. Palästina ist dem Weltmarkt erschlossen worden. Kanadisches und australisches Mehl und Butter konkurrieren erfolgreich mit palästinensischen Produkten. Die Folge davon ist, daß es den Fellachen immer schwerer wird, Ausgaben und Einnahmen in Einklang zu bringen. Der Import übersteigt derzeit um ein ganz Bedeutendes (len Export. Wenn nicht Geld von außen hercinkommen würde und wenn nicht das Land so weit entwickelt wird, daß cs auf dem Weltmarkt Konkurrenzfähigkeit erlangt, dann könnte die wirtschaftliche Lage Palästinas recht ernst werden. Nun ist das einzige von auswärts kommende Geld bisher nur jüdisches Geld. Ich glaube, daß die Juden — ich rede nicht allein von den Zionisten, sondern von allen Juden in der Welt — jetzt im Durchschnitt in der Form von öffentlichen und privaten U!1kr11t_׳lurmngcu ungefähr 2 Millionen Pfund im Jahr in Palästina investieren. Von diesen 2 Millionen ziehen die Amber in großem Ausmaße Nutzen, und diese sind cs, die die Diskrepanz zwischen Import und Export erträglich machen. Wenn die von außen kommenden politischen Störiingcn aufhören würden und die Juden ihre Mitarbeit mit den Arabern wie bisher fortzusetzen in der Lage bleiben, dann würde bald jedes Mißtrauen verschwinden und das Land sielt in Frieden und Ruhe entwickeln können. Was das Verhältnis der Juden zur britischen Verwaltung betrifft, so ist dieses meiner Ansicht nach besser als vor zwei Jahren. Auf beiden Seiten ist man geduldiger, würdigt man ernster die Probleme und zeigt den guten Willen und den Wunsch Zu Zusammenarbeit. Wir haben wohl einige Beschwerden, so vor allem wegen der strengen Vorschriften bczüglidi der Einwanderung, aber im allgemeinen konnte ich feststellen, daß die gegeneeitigea Beziehungen jetzt viel besser sind als vorher. (Ziko). Die ״Unruhen in Jaffa'1 Die uns jetzt vorliegenden palästinensischen Zeitungen bringen gen am: Schilderungen über die Vorfälle, die das J.C. 15. als ,,Uimnicn'•' bezeichnet halte. Es geht aus diesen Esrichten hervor, daß cs räch!;1! kleinere Anrempchmgcn von Juden auf Grund falscher Gen’khte' gehandelt hat. Das Bulletin der Palästinensischen Z i o 11 i«{i s c 11 e n Exekutive belichtet i'.ber diese Vorfälle folgendes: infolge der Ermordung des ehemaligen Polizcloffiriers Tewtik Bei, der im arabisch-jüdischen Viertel in der Mansliich- Straße von einem unbekannten Meuchelmörder erschossen: worden war, herrschte 3,11 17. Januar abends und am folgenden Tage unter der arabischen Bevölkerung Jaffas äußerste Erregung. Der Mörder ist bisher nicht eruiert worden. Die Polizei hat eine Reihe von Verhaftungen sowohl von Arabern als auch von Juden vorgenommen. Am Begräbnis, das am 18. Januar stattfand, beteiligten Bich zahlreiche Araber; silmtlicke Läden waren geschlossen, 90 daß das normale Leben in der Stadt still stand. Ein Teil der Menge versuchte, den Sarg zum Zeichen des Protestes in das RegicntngsgebntKla zu bringen, wurde aber daran durch Polizei und Gendarmerie, die die Ordnung nufrccht hie!ton, gehindert. Ein oder zwei Juden, die dem Lcidicnzug begegneten, wurden vom Pöbel angegriffen, konnten sich aber in Sicherheit bringen. Ernsthatte Zusammenstöße sind nicht erfolgt. Die Aufregung hatte ihren Grund in unter den Ambern verbreiteten falschen Oerückten, wonach die Juden an Tewfik Bei einen politischen Racheakt begangen hätten. Die Erregung glättete sich jedoch gleich nach der Beerdigung, und Freitag, den 19. 1״ war die Stadt wieder vollkommen ruhig. Man braucht wohl kaum zu betonen, daß die Gerüchte jeder Grundlage entbehren und anscheinend' nur von poütisdicn Agitatoren verbreitet worden sind. Eüie Untersuchung ist im Gange. (Ziko.) Einstein In Palästina Am 1. Februar wird, wie J.C.B. meldet, Professor Einstein in Palästina cintreffcn und als Gast von Herbert Samuel im Regicrungsgebäudc wohnen. Wie Professor Einstein seinerzeit vor seiner Abreise nach Japan der Redaktion der ״J. R.“ mitzutcilcn die Güte hatte, beabsichtigte er, auf seiner Rückreise aus Japan für kurze Zeit nach Palästina־ zu fahren, um wenigstens einen ersten Eindruck vom Lande mitzunehmeu und um sieh dort mit Fragen der hebräischen Universität zu beschäftigen. Professor Einsteins Absicht geht dahin, bald nach Deutschland zuriiekzukehren, um dann im Herbst einen längeren Aufenthalt in Palästina zu nehmen. Die jiidlsciie Einwanderung In Palästina 1922 Jerusalem. (J. C. B.) Wie dem Londoner J. C. B. seitens des englischen Koloniaiininisteriums mitgetcilt wird, sind im Laufe des Monats Dezember 1922 614 jüdische Immigranten in Palästina cingetroffcn. Die allgemeine Zahl der jüdischen Immigranten im Laufe des Jahres 1922 beträgt 7814 Personen, nämlich 3285 Männer, 2446 Frauen und 2113 Kinder. Seitdem Im September 1920 die neue Verordnung über die Immigration nach Palästina, die bekanntlich die jüdische Immigration beträchtlich cinschränkt, in Kraft getreten ist, sind 20658״ jüdische Immigranten durch die Vermittlung der Zionistischen Organisation, sowie auf anderem .Wege nach Palästina gelangt. Zusammensetzung der städtischen Bevölkerung Jerusalem. (J. C. B.) Wie schon telegraphisch mitgeteilt, wurden auf Grund der Volkszählung in Palästina 83 791 Juden, 73 014 Christen und 69 890 Muselmanen festgestellt. Der Rest verteilt sich auf kleine orientalische Nationalitätcii, so daß die Gesamtbcvülkcrung Palästina* 757182 Seelen beträgt. Nach den Städten verteilt sich die Bevölkerung wie folgt; Jerusalem: 13 413 Muselmanen, 33971 Juden, 14629 Christen. Jaffa (Tel-Awiw inbegriffen): 20 699 Muselmanen, 20152 Juden, 6850 Christen. Haifa: 9377 Muselmanen, 6230 Juden, 6862 Christen. Ti benag: 2096 Muselmanen, 4127 Juden, 422 Christen. Safed; 5431 Muselmanen, 2986 Juden, 343 Christen. Die ״Adresse“ des jüdischen Volkes Amsterdamm (JPZ). Mit Dr. Weizmann Ist Colonel Wedgwood, der Vizepräsident der englischen Arbeiterpartei, in Holland gewesen, um dort an großen Versammlungen des Keren Hajessod tcilzunehnten. So hat Wedgwood schon zweimal seine Dienste dem KHJ. für Propaganda außerhalb Englands1 zur Verfügung gestellt. Die erste große Versammlung fand in dem großen Konzertgebäude in Amsterdamm am! 20. Januar statt. Den Vorsitz führte Bürgermcistcrstcllvcrtreter Dr. Vos, der Wedgwood als den Verteidiger aller humanitären Interessen und Weizmann als den größten jüdischen Führer feierte. •Wedgwood erklärte, die prozionistische Haltung Englands׳ sei nicht nur auf das Bedürfnis der Wahrung eigener Interessen zu?ückzuführen, sondern auch auf den Wunsch, dem Osten Befreiung und Demo■ kratic zu bringen. Das ganze liberale und fortsch ritt lieh e England stehe hinter dem Zionismus und gegen den Antisemitismus. In England werde die Stellung eines Mannes nach seiner Adresse beurteilt. Deswegen geben Leute, die in Elendsvierteln wohnen, Adressen im Westen an, wo sie zu erreichen wären. Das jüdische Volk sei ein Volk ohne Adresse und müsse, um sich Achtung zu vorschaffen, In Palästina eine geographische Adresse finden. Sollten ober die Juden von der ihnen gegebenen Möglichkeit nicht Gebrauch! machen können, so wäre dies von der größten Aktionskalender der Z.V.f. D. Der 4. Aktions-Kalender der Zionistischen. Vereinigung für Deutschland erscheint am 16. Februar. Wir fordern hierdurch alle Ortsgruppen auf, uns ihre Veranstaltungen während der letzten Arbeitsperiode bis spätestens Montag, cteit 12. Februar, aufzugeben. Zionistische Vereinigung für Deutschland. j Keren Hajessod unter Ostjuden Zusammen mit der verstärkten Keren Hajessod-Arbelf unter den Zionisten hat in Deutsdiiuml eine Aktion eingesetzt) die bisher stark vernachlässigt wurde. Es handelt sich tm die Erfassung! oat jüdisch er Kreise für den Keren Hajessod, die speziell in Berlin bisher niemals geglückt war. Der Grund hierfür war der Mangel an ge• eigneten Persönlichkeiten, die imstande waren, diese Arbeit in der richtigen Weise durduutühren. Seit einigen Wochen hat die Keren HajessodnZentralc Herrn Dr. Helfmann mit der Arbeit unter den ostjüdisdicn Kreisen in Deutschland betraut, und cs kann gesagt werden, daß cs Herrn Dr. Helfmann schon in kurzer Zeit gelungen ist, Erfolge zu erzielen, die die bisherigen Ergebnisse unter den deutschen Juden weit übertreffen, Er wurda hierbei von einer Anzahl Herren unterstützt, und es gelang ihm auch, in allen Städten, wo er im Aufträge der Keren Hajessod-Zcntralc die Arbeit in ostjüdisdicn Kreisen organi* sierfe, Herren zu finden, die die Arbeit In den Orten weitenfülvrcn. Es kamt nidtt genug betont werden, daß die Arbeit unter den Ostjuden für die Gesamtergebnisse des Keren Har jessod von außerordentlicher Bedeutung ist, da es sich zeigt) daß die ostjüdisdicn Kreise .gewillt sind, tatsächlich ansehnlich!* Beträge für Palästina herzugeben. ר , ״ Eine Schande Der Tod Max Nordaus hat in der gesamten jüdischen und niditjüdischen Presse ein lautes Echo gefunden. Wie es der Bedeutung des Mannes zukam, hat man überall Nordaus europäischer Leistung gedacht und hat, wie cs selbstverständlich war, seine entscheidende Bedeutung für die zionistisch« Bewegung gewürdigt. Dein Centrai-Verein blieb cs vor! behalten, in seinem Blatte einen Naclmif zu schreiben, de* es beinahe fertig bekommt, den Zionismus Max Notdaus seinen Lesern zu verschweigen. Er verkörpert nach Ansicht des Ccntral-Vercins wie kein zweiter die deutsch-jüdische Kuitursynthesc. Dabei wird zwischen Gedankenstrichen cingcüigti ״mag er sich später auch dem Zionismus zugewandt haben.1.' Dann werden eingehend die ״Konventioncltcn Lügen" und die ״Paradoxe" besprochen, Nordaus jüdische Schriften als Dokumente eines restlosen Kampfes gegen uralten Wahn und haltlose Rassefhoorien gekennzeichnet (Nordau als Central- Vereinter), und das ist alles, was das Blatt des größten Werbandes deutscher Juden über Max Nordau zu sagen hat Uns scheint, man wollte einen Beweis geben, daß die von Nordau bekämpften konventionellen Lügen in der paradoxen Form des Ceinral-Vereiitä noch immer lebendig sind. Sieg der J&dlschnatlonaka ln der Kaltaigeraelade Przemysl Przemysl, 2. Februar. (Tel. der ״Wr. Morgcnztg.'ßj Bei den heute tattgefundenen Wahlen zur Kultusgemeirde erhielt die jüdischnationale Liste 13, die Liste der Vereinigien Parteien (polnische Sozialdemokraten, Liebermann, Agudah, Chewra Kadischa und Jadcharuzim) 11 Mandate. Somit haben die Vereinigten jüdischnationalen Parteien (Zionisten, Misrach^ Jüdischnationalc und Kaufmännische Organisation) die Majorität erlangt. Bei Beginn der Wahlkampagne haben sämtliche jüdische Parteien, die während der letzten Sejmwahlen zusammengingen, einen einheitlichen Wahlblock geschaffen. Inj letzten Momente haben jedoch die Agudisten den Wahlpakt gebrochen und sicli mit den Sozialdemokraten vereinigt Jmuarheft des ״Juden“ Soeben Ist das Januarheft der Zeitschrift ״Der Jude" erschienen. Die neue Nummer bringt u. a. bemerkenswerlc Beitrag« von Dr. Walter Preuß und Dr. Hugo Bergmann (beide Jerusalem) zu Fragen des Autbaus in Palästina. Dr. Walter Preuß behandelt die Od ud Haawodah, deren soziale Auffassungen und erzieherische Prinzipien eingehend unter» sucht und geschildert werden. Hugo Bergmann berichtet an» läßlich der bevorstehenden Konferenz der Histadruth Hapoalitq über die wichtigsten Fragen der palästinensischen Arbeiter» Schaft, ihre parteimäßige Gliederung, ihre fachlichen Pro* blcmc und ihr Verhältnis zur Zionistischen Organisation, Moses Bellinson hat die Tatsache des Ausscheidens von J abotinsky aus der Zionistischen Organisation rum Anlaß genommen, um die in russischer Sprache erschienenen Schriften Jabotinskys (eine Sammlung von Feuilletons und ein Vers» ilrama) einer Betrachtung zu unterziehen. Beiiinso!» versucht in interessanter Weise zu zeigen, daß Jabotinsky stark von de* reaktionären Zeit beeinflußt ist, die nach der ersten russischen Revolution von 1905 einsetzte und in der er seine schrittstellcrische und politische Tätigkeit begann. Beilinson glaubt, daß die Bejahung der Gewalt, die schroffe, ablehnende Kritik am zeitgenössischen Judentum lind andere charakteristische Merkmale der Persönlichkeit Jabotinskys am besten aus der damaligen Zeit erklärt werden können. Die reichhaltige Nummer bringt ferner aus der Feder von Eduard Strauß, Frankfurt a. M., den Wortlaut seines zweiten Vortrags ״Zur Geschichte des Christentums“, der sich diesmal in tiefgründiger Welse mit Paulus beschäftigt. — Das Abonnement des ״Juden" kostet jetzt in Deutschland vierteljährlich 1000 M. .Anmeldungen zum Abonnement sind zu richten an den Jüdl» sehen Verlag, Berlin NW 7, Dorotheens tr. מ. Tragik. Wciznibinn sprach von oeinen Palastinnerfahrungen» üu üülJ