Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 11 (6.2.1923)
- Date
- 1923-02-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 62 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 11 Ercz-Israel Von Emil Levy. Im Leitartikel einer mir zugesandten Nummer der Zeit• Schrift des ״Binjan Haarei" wird ״zur Erwägung gestellt״, den Konüiktsstofl zwischen Juden und Arabern dadurch zu verringern, daß man die Erinnerung an den gemeinsamen Stammvater in den Vordergrund rücke und statt Ercz-Israel, fortan — Ercz-Abraham sage. Ich hege nicht die geringste feindselige Tcnclcn gegen den Binjan Haarcz und will gern glauben, daß diese Gruppe mit ihrer Kritik bestehender Zustände hier und da im Rechte sein mag. Nicht darauf kommt es an, sondern auf die psychische Einstellung, Wenn der obenerwähnte Vorschlag in einem offiziellen Leitartikel des ״Binjan Haaret“ zur Erwägung gestellt werden konnte, so ist dies ein Symptom seelischer Orumlcinstellung, welches genügt, um zahllosen Zionisten den Beitritt zum ״Binjan Haarcz“ unmöglich zu machen. Nicht von der praktischen Bedeutungslosigkeit des vorgebrachten Argumentes soll hier gesprochen werden. Als ob die Großgrundbesitzer in einem ״Ercz-Abraham“ ihre persönlichen Interessen weniger energisch verteidigen würden als in Ercz-Israell Schlimmer scheint mir der Mangel an Würde und Selbstvertrauen, der aus dem Vorschlag spricht. — Zum verzweifelten Mittel eines ״Schinui haschem“ wird im Judentum bekanntlich nur in Fallen höchster Not die Zuflucht genommen, wenn ein Kranker so schwer darniedcrliegt, daß er dem Tode nahe ist. So weit aber sind wir Gott sei Dank noch nicht, und zum ״Schimi haschem“ liegt kein Anlaß vor. Wir brauchen für das jüdische Volk in Palästina Stärkungsmittel, denn seine ganze Krankheit besteht in Unterernährung. Und auch in ״Ercz-Israel“ werden die Nachkommen Isaaks und Israels friedlich zusammenwohnenj im Geiste ihres gemeinsamen Stammvaters. Ncinl Daß aber der Klang des dreimal heiligen Namens ״Erez-Israel“ in eurem Herzen keine Flamme zu wecken scheint, das erfüllt mich mit Trauer, ihr Brüder vom ״Binjan Haarcz“! ־— Daß alles, was Israel in der Vergangenheit für sein Land, und aus dem Geiste seines Landes heraus für die Menschheit geleistet hat, daß alle Arbeit in der Gegenwart, daß alle Zukunftshoiinungen sich nicht zu dem glühenden Bekenntnis vereinigen: Erez-Israel in allem Wechsel und Wandel, — daß ihr mit der Heiligkeit und Ewigkeit dieses Namens Opportuuitätspolitik treibt, — das ist cs, wovor ich mit Bestürzung stehe. Saget nicht: Name sei Schall und Rauch. Auch eine Fahne ist mehr als ein Fetzen Tuches, wie Herzl ausgeführt hat. Der jüdische ״Sehem“ hat seine Seele. Der Name Erez-Israel hat seine Seele, und Palästina ist uns nur als Erez-Israel Fahne, Heiligtum, das Land, für welches wir Opfer bringen und uns zu opfern bereit sind. ' Nicht im Sinne nationalistischen Dünkels. ״Erez-Israel“ ruft uns zur jüdischen Arbeit im Dienste aller. Und setzet den Berliner 710nist1sche Vereinigung Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im Blüthncrsnnl, Lütrowstraßc /6 זי,* יהי■ ütäü!£K:ä|■ usai• täiü nl׳M unter Mitwirkung von ELSE LASKER-SCHÜLER, ARNO NADEL, ANDREAS WEISSGERBER, am Klavier Herbert Sandberg. Karten rum Preise von M. 275,— bl» 5500— erhältlich ■n allen Thentetkrmen von Wertheim, im Büro der B, Z. V., Seydelstroßo 3, Ewer - Buchhandltmg, Kneiebeckstraßo 154, Buchlmndlung Rosenberg, Grenadieratralio 38. « *־®׳״fr **׳*׳״ך ^<f״. X ungeheuerlichen Fall, daß die Juden der ganzen Welt ausgestorben oder nusgerottet wären bis auf einen einzigen, der in einem versteckten Erdenwinket zum Sterben sich anschickt, noch sterbend müßte der letzte Repräsentant unscics Volkes flüstern: Erez-Israel. Mag die Welt das heilige Land nennen wie sie will, für uns Juden wird cs Erez-Israel sein um! bleiben. Zu Purim bereitet der Jüdische Nationalfonds in der ganzen Welt wieder eine große Aktion für den UodeuerwerU in Palästina vor. Auch in Deutschland werden bereits in vielen Orten die Vorarbeiten für die Durchführung dieser Aktion getroffen. Das Gelingen dieser Aktion hängt einzig und allein von der Arbeitsfreudigkeit der Vertrauensleute des Nationalfonds und aller Zionisten ab. In jedem Ort, in dem auch nur ein Zionist wohnt, muß die Purim-Aktion durchgeführt werden. Wir erwarten, daß jeder seine Pflicht tun und sich umgehend mit der Zentrale des Nationalfonüs in Verbindung setzen wird. Dringender als je ist gerade heute die Notwendigkeit, für Palästina Geldmittel aufzubringen. Paläsllna - Amt München Mit Rücksicht auf die wachsende Zahl der jüdischen Auswanderer nach Palästina hat sich das Palästina-Amt Berlin entschlossen, für die Länder Bayern und Württemberg eine Zweigstelle in München zu schaffen. Das Palästina-Amt München wird den Auswanderern in allen Paß- und Reiseniigeicgcnhciten, insbesondere im Verkehr mit den Behörden, seine Dienste zur Verfügung stellen. Gleichzeitig mit dem Palästina-Amt besteht die Chaiuzlmfürsorge, eine rein gemeinnützige Organisation, die sich der in München durchreisenden Auswanderer annimmt, für deren Verpflegung und Weiterbeförderung tätig ist. Das Palästina-Amt München befindet sich Rothmundstrafic 6/1. (Geldsendungen können auf das Postscheckkonto Paul Grünbaum Nr. 15029 geleistet werden.) Dk Ortsgruppen Wochenprognmni der Kölner zionHlsclieti Vcreinlrunj Das Sekretariat, Alte Wallgasse 31, ist geöffnet Wochen, tags von 11 —',gl Uhr vormittags und von 5—7 Uhr nachmittags, Montags und Mittwochs von 5-9 Uhr abcmls1 Sonn- und Feiertags von 10 -12 Uhr vormittags. — l>lt, Vorstandssitzungen finden jeden Donnerstag im Sekretariat statt. G1’Rinnm1;;r.gcmH.;e11 sind willkommen. — Wir bitten alle Cölner ücsinmmgsgenoi. .en, uns, soweit das noch 1!;ch; gesehi lu־n ist, folgende Betrage zu uherwd.cn: ״Jüdisch{ Üumlsdiau1501 ״) M. [i!r das erste (diiaital, Beitrag Januar ■ 300 M., Schekel 200 M. In Anbetracht der lieiiligcii Ver. hältnissc erwarten wir von jedem, daß er uns durch so. i fertige Einzahlung unterstützt, /mini auch das Weiter, erscheine״ der ״Rundschau״ hiervon abhängt. Am Zionisten. Stammtisch trefien sieh Samstag n.ichiniltags ah 3 Uhr Gt. sinnimgsgcnossrn im Stndtkaffcc, 1. Stock. I b r i a. Jeden, Samstag, 1 /> Uhr abends, versa11n:1־׳!n sicli alle Freur.de der hebräische!! Sprache im Heim, Cacilicnatr. 18/22. Landsberg a. W. Am 21. d. M. wurde hier in den Kammcrlühispielcn durch um׳.• re.Ortsgruppe der Palästinanlm vorgetiilut. Der Erfolg war sowohl in ideeller wie in materieller i Hi.!sieht ein über Erwinen glanzender. Wir werden Voraussicht- : lieh nach Abzug aller Unkosten dem jiidi ־.eben Nationaüoml* ׳ einen Uebcrschuß von IMSÜOO M. überweisen können. ’• Stuttgart. Im Rahme״ einer von der hiesigen ürtsgrupe . veranstalteten AbeiidtmtcrliiUiiiig sprach Herr Benzion Fett ■ aus Berlin über Gcgeinvarisaufgaben. Vom Gesichtspunkt der heutigen Erfordernisse ms beleuchtete er die Geschichte des Zionismus von «!essen Anfängen ווה imd sprach insbesondere ausführlich über die politischen Ereignisse der letzten Zeit lind die wirtschaftliche Lage der Aufbauarbeit, Der Redner fand mit seinen vorzüglichen Ausführungen grollen Beifall, ׳ Als Erfolg des Abends i;o!mtc ein bedeutender Betrag an den Jüdischen Nationalfonds abgeführt werden, Mcssinjjwcrk bei Ebcrswalde. Anfang Januar fand hier eine kleine Feier statt, um von neun landwirtschaftlichen Praktikanten Abschied zu nehmen, die inzwischen nach IVustina abgefahren sind. Das Lelirgut in Messingwerk verdankt beknnntlich seine Entstehung und sein Fortbestehen Herrn Siegrmind Hirsch, der hier ein Mu-tergut für die Ausbildung landwirtschaftlicher Praktikanten für Erez-Israel geschaffen hat, Cunard See Transport Gesellschaft m. b. H. ״Tyrrhenia“ am 30. Januar in New York cingetroffen. VVochcnkalcnder: Sonnabend, 10. Februar, 24. Sch’bat 5633, Jitliro, Ncuniomlverkiindigung (Adar), Nacht 5,51; Freitag, lö. Februar,. 30, Sch'bat, 1. Tag Roseti chodcsch, 1, Neumondtag,_ Schluß des redaktionellen Teils. SSiOfO E.V. Bankkonto: Darmstäüter u. Nationalblink, Berlin, ßchinkelplats 1-4. Postscheckkonto: Berlin Nr. 304051. Red und lieh Au>l< Dar halt« Unti zion lidtk Bev rsiosiiiia-Grüiiiiisfiüs (Here:! Gri Ncltf Rublntieln Hortiz Hörowill Verlobte /Köln a. Rh, im Januar 1928. ,1Lodz Alsdorf ki Statt Kartenl Greil WiluhlmUl * Leopold Rapopori Februar 1933 Mftnchoa Yetlobt» Wittenberg» (Ba»t P&m.) r V. Ing. Wladimir Satktnd Frau tarab Salklnd, gab. KAoinmann Voiboiratet Berlin, 1. Februar 102$ Leo und Lola Herrmann geb, Wahl felgsn die Geburt ihrer Tochter Ruih an. 0 n d 0 n , Januar 1923. Anbaut Vorkaut Pianos י FiUfloi Pflpsepleppiciio » Brllslon Haror, BcrllnW, Pollontr.O, Anrat! Kurliirnt 0101 i SÜcm J il 1111111111 Hisrachl-Jugendgarten Breslau, Ausbildung für junge Mädchen im Gartenbau, Hauswirtschaft, Kleintierzucht. Eröffnung 10. April. Nähere» zu erfahren bei nilsracni - Zcmraiüiiro. Berlin :120, manQiioupiatz 1. «u Hjäbr. JIMclion per aof1״t K0«uoht. Daraoa mit 11a,;- jibrlijcn Zomgiii••«» Trollou ■Ich melden. Kolloßdorf Sr.07, Apotheker C. L. Herrmann Neatjnapelkof Bohutenburgriag % J r ר SDie glütfltdjc ©eburi eines SoIjneS geigen an Dr. ©iegfeieb $!0 jeö u. gr. ®I atgaute 0*b. Cvlfjol 18trIin-5UfoIa6jcc, beit 31,3anuar 1923, . 1' ..... ..—...■im......—.■INI — IIout«, Froitng, 5 Uhr morgen•, entfchlief «»»ft unsere Ut.be Mutier, GroBmnttor and Schwuler. Fron ltabbinor Mirjam Auerbach geh. Bplio-Ookn tm 7t. I,eben«jel1re. TbekU Auerbach, Lehrer Jeeob Auerbach und Freu, Heinrich Auetbick-V.««en and Frau, l’rof. Hr. Helarlcb 1,0■«• and Frau Johanna pab. Anarbach, Dr. Iaracl Anerb»h und Frau, Dr. Kilo• Aaerbach-Halfa «ad Frau. Heinrich Margellt■ und Frau Nanny geh. Auerbach, Zwälf Kakelkladar. Hilf tarkl geb, Spiro-Gohn ala Schwaiter. Berlin, den 9. Fabrnar 1623. Tüchtiger bil&nx- und abschlußsicherer gewandter ,1יך“ן זן ץ▼ ■י,. יי j 1 u'&dOiiiuiiU mit nur •Bereuten Referenzen von bedeutender Berliner Metallgroßbftndlung zum baldigen Antritt gesucht. Offerten unter C. 829 an die JUdiiche Rundjchau, W 15, Sächsische Str. 8, Für n«ng«prÜD<Icto Pftlaitina Akticngotoll• «ebaft werden gosacbti Slonotvplstinnon mit «ngUaoben und Tran• 1ö*i»cb<m fcprftchkofint« nigien. FomerVoiooUrc und LcbrlinÄc. Ucrioho erbölan unter C. 230 an die ״Jüd. Enndichatt", W 15, Stichsiich© 6tr. ä. 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