Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 10 (2.2.1923)
- Date
- 1923-02-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seils 52 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr,ו Nr. Zentrale In «U diesen Funktionen das richtige treffest werde, Ist nach allen bisherigen Erfalirungcn sdtwer anzunchmcn. Diese Fragen prinzipiell zu bespreSten, ist hier nicht der Ort. Jedenfalls kann gesagt werden, daß hier eine der wesentliebsten Schwächen der niarxistisdien Theorie und der mar• xistischen Praxis (Rußland!) liegt * Wir haben diese Bemerkungen Herrn Dr. Preuß zur Rückäußerung übersandt und erhielten von ihm folgende Antwort, auf die zurückzukommen wir uns Vorbehalten. Die Red. 1. ״Die Kapitalsbeschaffung für Industrien, die längere Zeit zur Amortisation der Gebäude, Maschinen usw. brauchen, könne nur schwierig durch die Arbeiterbank geschehen.“ Alle diese Fragen werden noch immer zu sehr mit europäischem Auge gesehen. Wie schon Schocken richtig bemerkte, handelt cs sich in Palästina iin wesentlichen um Mittel und Kleinindustrie. Die Investierung industrieller Kapitalien wird auch weiterhin nur Schritt für Schritt vor sich gehen können. Schon bisher hat die Arbeiterbank in einzelne Kooperativen wie ״Carmcl“ in Haifa Geld hineingesteckt Man denkt aber auch an andere Quellen. Der Misrad l’Awodoth Ziburioth beabsichtigt, im Anschluß an seine öffentliche Bestätigung als Genossenschaft Aktien (ohne Stimmrecht) auszugeben und ein Stammkapital zu erwernen. Es ist durchaus wahrschein• lieh, von anderen Banken auf der Grundlage dieses Stammkapitals dann auch langfristige Anleihen zu erhalten, die zur Schaffung neuer notwendiger Industrien (Steinbrüche, Fabriticrung von Drainagcröhrcn, Tischlereien u. a.) dienen können. 2. ״Die Verteilung des Gewinnes könne nicht monatlich erfolgen.“ Das ist richtig: Die betreffenden Stellen in meinem Aufsatz waren auch so zu verstehen, daß auf der Grundlage der monatlichen Abrechnungen (die in den verhältnismäßig kleinen Betrieben (5—100 Arbeiter( leichter fcstgcstcllt werden können) jeweils zu einem bestimmten Termin, evtl, jährlieh die Verteilung erfolgt. Das ist übrigens keine prinzipielle, sondern eine Zwcckmäßigkcltsfragc. 3. Prinzipieller ist der dritte Einwand, daß es ״schädlich sei, 75 <yo der Ucbcrschüssc an die Zentrale abzuführen“. Hier liegt in der Tat ein Orundunterschicd in der Auffassung vor. Gerade Palästina ist ein Musterbeispiel für die Schäden individueller Betriebsführung. Die unbekannten Faktoren (Arbeit, Absatz, Kapitalbeschaffung) sind hier außerordentlich groß. Der Privatmann sucht den leichtesten Weg: und so sehen wir in Palästina, daß — die Masse des Privatkapitals — nicht in industrieller Produktion, sondern im Häuserbau angelegt wird, gerade eine solche Anlage ist aber Volkswirtschaitlich in Palästina heute durchaus schädlich, .wo der Häuserbau erst im Anschluß an die Industrialisierung erfolgen sollte. Die heutige große Krise ist größtenteils eine Folge dieser verfrühten Anlage, so berauschend auch die äußere Entwickiung Tel-Awiws erscheint. Die Industrialisierung Palästinas bedarf, wie dies Beispiel zeigt, planmäßiger Förderung. Auf der anderen Seite darf man wiederum nicht europäische Vorbilder anlegen. Ich habe in meinem Aufsatz schon darüber gesprochen, daß es in dem verhältnismäßig kleinen Umfang, in dem man in Palästina Industrien gründen wird und gründet, nicht schwer für eine Zentrale ist, unrentable Betriebe stillzulegen. An keiner Stelle habe ich angedcutct, daß Ueber- Schüsse gutgelciteter Betriebe dazu dienen sollen, nicht lebensfähige zu stützen. Im Gegenteile ließe sich evtl, darüber sprechen, entsprechend der Höhe des Gewinnes noch bcsdndere Prämien über •25 0/0 hinaus zu erteilen. Die Ueberschüssc der Arbeit müssen gerade im kapitalarmen Palästina in ganz anderem Maße als bisher zur Stützung lebensfähiger Betriebe und zur Neuanlage dienen. Wir sehen aber auf Schritt und Tritt, daß gerade der Privatmann in Palästina sein Kapital nicht riskiert, sondern unproduktiv verwendet (d. h. seine Privatbediirfnissc befriedigt, die in Palästina heute nicht produktiv sind, wie sie es zu anderer Zeit und für andere Zeit noch sein können). So ist die planmäßige Industrialisierung ein brennendes Bedürfnis. Der Träger dieser Industrialisierung kann aber nur die Arbeiterschaft sein (vergl. dazu und zum folgenden auch meinen Aufsatz über ״ücdud Awodah“ in einer der folgenden Nummern des ״Juden“). 4. Eng damit zusammen hängt auch der vierte Einwand, daß es für eine Zentrale schwer zu entscheiden sei, wie ״die Kapitalsbildung aus Ueberschüsscn und die Versvendung angesammelten Kapitals volkswirtschaftlich richtig erfolge“. Selbstverständlich wird in dieser Frage nur so zu verfahren sein, daß die Zentrale, die ja selbst großenteils aus de״ Genossen der einzelnen Betriebe zusammengesetzt ist, nur in engster Anlehnung an den Betrieb Vorgehen wird. Andererseits ist nur die Zentrale in der Lage, den Umständen entsprechend volkswirtschaftlich richtig zu urteilen. Daß gerade der private Unternehmer in dieser Hinsicht besonders einsichtig verfahre, Stimmt nur insofern, als eben eine entschiedene Leitung da sein muß; daß sie aber gerade ״privat“ sein muß, stimmt nur bedingt. Gerade in Palästina hat der private Unternehmer vielfach sehr falsch disponiert (ich bin gerne bereit, die Namen bankerotter Betriebe anzugeben; man sollte auch in Europa einmal eine solche Statistik des Bankerotten gemeinwirtschaftlicher Betriebe gcgcnüberstellcn): das Entscheidende Ist aber, daß die Privatleute in Palästina ihr Geld vorwiegend unproduktiv anlegen. Es lassen sich wohl Wege finden, in den kleinen Verhältnissen Palästina bei sorgfältiger Trennung der Funktionen, großer Selbständigkeit der einzelnen Betriebe und bei fachmännischer Leitung der Zentrale, alle Vorteile der Privatinitiative ohne deren überwiegende Nachteile auszunutzen. Das Beispiel des ״Marxismus“ oder Rußlands beweist Par nichts; wir haben in Palästina weder den Boykott der achleutc zu fürchten, noch die Obstruktion der Bauern, noch die Attacken des gesamten Kapitalismus; es handelt sich «uch nicht darum, plötzlich Riesenindustrien zu enteignen, sondern von unten her planmäßig Industrie zu entwickeln. Ob das marxistisch ist oder nicht, ist ganz gleichgültig; es gt der Weg der gesamten Arbeiterschaft des Landes, des Faktors, der am versagen gerade des Privatkapitals im Lande «einen Weg immer mehr erkennt. Miszellen lm Dezember 1922 hat die ״Geulah" zwei wichtige Land kaufe bei Tel-Awiw (Terrains Kerem Sheikn Ali) gemacht, wodurch der Ocincindcpark um 1000 ma vergrößert werden kann. Die gesamte Fläche umfaßt 144.000 Quadratpick, liegt 30 m über dem Meeresspiegel, während Tei-Awiw nur 14 m hoch liegt Der Palestine Development Council gab 250000 Dollar für Hypothekenkredite auf die Häuser der Vorstadt Bone Baith bei Tel-Awiw. Neue öffentliche Arbeiten: Straße Ludd—Karkilieh—Tulkeretn, Ausbesserung der Straßen Haifa—Akka—Ras El Nakura, Haifa—Nazareth (Abschnitt Jeida) und Weg durch Jetnn, ferner auf erstgenannter Straße eine Anzahl von Brücken und Wasserleitungen. Die Verwendung des Keren Hajessod In Nr, 8/9 des Mitteilungsblattes des ״Binjan Haarez“ empfiehlt Herr Leopold Loewenthal eine Reorganisation des K. H. J. Im Gegensatz zu den sclnerzeitigen Vorschlägen von Br.uulcis den K. H. J. als Spendenfonds nur für gemeinnützlge Zwecke zu verwenden und alle wirtschaftlichen Unternehmimgcn (Investments) auf privatem geschäftlichen Wege ausführen zu lassen, betont Loewenthal, daß cs nötig wäre, den H a u p 11 c i t des K. H. J. zu Zwecken zu benutzen, welche einigen, wenn auch niedrigen, Ertrag liefern (Kolonisation)*). Daun konnte viel leichter eine größere Menge von Zeichnern herangezogen werden. Denn die Zertifikate stellten eine vcr/.insbarc Kapitalanlage dar und könnten auch ohne weiteres auf der Börse verkauft und belieben werden. Wenn das dem Siedler vom K. H. J. bcigcstclltc Inventar bis zur vollkomincnen Abzahlung Eigentum des K.H, J. bleiben würde, 80 wäre vom banktechnischen Standpunkt die Sicherheit der Zertifikate voll gegeben. (Hier macht die Redaktion eine zweifelnde Anmerkung.) An diesem Vorschlag Ist zunächst interessant, daß ans Kreisen, die sich selbst als der Brandcls-Gruppc nahestehend bezeichnen, Vorschläge -kommen, die gerade das unterstützen, was Brandeis als kardinalsten Fehler in der Struktur des K. H. J. gerügt hat: die Vermengung von Ausgaben für gemeinniitzige Zwecke mit solchen für mehr oder minder rentable Unternehmungen. Im Prinzip ist daher Loewenthal auf Seite der heute noch offiziell gültigen und von den Kongressen genehmigten Richtlinien für die Verwendung der K. H. J.-Geldcr. Allerdings scheint das nur so, weil Loewenthal die Ansicdlungsarbcit nur unter der Voraussetzung als privatwirtschaftlich nutzbar (sicher, bclehnbar, rentabel) ansieiit, wenn der K. H, J. sic unternimmt. Deshalb ist er gezwungen, diesem auch eine privatwirtschaftliche Tätigkeit zuzuweisen, wovon er rückwirkend einen stärkeren Zufluß von Geldern erwartet. Wollen wir seine Vorschläge sachlich prüfen, so erfordert das eine nochmalige Untersuchung der Erfordernisse des K. H. J. in Palästina. Die Wichtigkeit des Gegenstandes und der Umstand, daß gerade diese Frage fortwährend mit jenen nichtzionistischen Kreisen diskutiert werden muß, die für den K. H. J. gewonnen werden sollen, mag verzeihen, daß manches oft Gesagte wiederholt werden muß. Ruppin teilt bekanntlich die Anlagen in Palästina in drei Kategorien ein: 1. Allgemein nützliche, wirtschaftlich nicht profitable, wie Sanität, Schulen usw.; 2. unbedingt rentable, wie Fabriken, Versicherungsgesellschaften, Hypothekenbanken usw.; 3. zweifelhaft rentable. Hierher gehören landwirtschaftlichc Kolonisation auf neu zu erschließendem Terrain, Klcinindustrien als Pionierarbeit usw. Sicher, und weder von Brandeis, noch von Loewenthal bestritten, ist, daß der K. H. J. die Gelder für die Anlagen sub 1. geben muß. Allerdings schaltet Loewenthal das Sanitätswesen ganz aus, doch ist cs zweifellos, daß der K. II. J., solange es nicht gelingen wird, was immerhin mög lieh wäre, die Gelder für diesen Tätigkeitszweig anderweitig aufzubringen, die nötigsten Ausgaben dafür bestreiten muß, Was 2. anbetrifft, so sind im Prinzip alle einig, daß rentable Unternehmungen auf geschäftlicher Basis, und nicht vom K. H.J., finanziert werden müssen. Vielleicht ist es aber besser, wenn wir statt müssen ״müßten“ sagten! Denn es hat sich leider gezeigt, daß Palästina nicht immer darauf warten kann, ob das, was geschehen ״müßte“, auch wirklich geschieht. So hat der erste Hypothekenkredit vom K. H. J. gegeben werden müssen, ebenso das erste Geld für die Vorarbeiten zum Rutenberg-Projekt. Hier zeigt es sich schon, daß die nationalen und kolonisatorischen Notwendigkeiten sieh nicht in ein Schema pressen lassen, nicht einmal in ein solches, das von prinzipiellen Gesichtspunkten ans aufgestellt wird. Auch wollen wir uns gar nicht darüber täuschen daß auch manche ״geschäftliche“ Gründungen gar keinen privat wirtschaftlichen Antrieb hatten. So sind z. B. die Anstalten der Brandeis-Oruppo, die auf streng geschädlicher Grundlage arbeiten, zutn größten Teil finanziert von — gemeinnützigen Fonds, wie Joint u. dgl. Dies ist ganz besonders charakteristisch. Es zeigt aufs deutlichste, wie wenig heute das private Kapital als rein gcwinristrcbcnde:; Palästina als Nutzungsobjekt ansieht, und daß wir deshalb nicht glauben dürfen, cs genüge, rentable Anlagen in Palästina in die Sphäre der Privatinitiative zu ״verweisen“ und cs sei damit auch schon für sie gesorgt. Bei aller Hochachtung für das streng ökonomische Denken aller Verfechter der Privatinitiative für Palästina, scheint cs, daß diese für die völlige Besonderheit des Palästinaaufbauproblems nicht die nötige Blickschärfe haben. Was die Anlagen sub 3. betrifft, so ist Loewenthal mit der offiziellen Meinung einig, daß der K. H.J. sic finanzieren muß. Er unterscheidet sich aber von der offiziellen Auffassung in zwei Punkten. Erstens scheidet er alles aus, was nicht Landwirtschaft ist. Es gehören aber in diese Kategorie viele andere Dinge, die der K. H. J. alimciiticrcn mußte, wenn er genügend Gelder zur Verfügung hätte, z. B der Kredit für kleinere Industrien, der von der A. P. C. und anderen Kommerzbanken nicht gegeben werden kann, weil die Garantien nur in der Person des betreffenden Industriepioniers gelogen sind. Wie widrtig aber gerade dieser, der, ausgcrüstet mit Fachkenntnissen, aber geringem Kapital, zahlreiche neue Industrien in Palästina einführt, für das Land ist, hat Schocken in seinem Referat vortrefflich ausgeführt. Zweitens glaubt Loewenthai, die landwirtschaftliche Koloni satten unter die unbedingt sicheren und rentablen Anlagen zählen zu können — so daß sie für ihn nicht unter Kategorie 3, sondern unter 1 gehören — will er doch Zertifikate darauf basieren. Hier liegt die Differenz zwischen seiner und der offiziellen Auffassung, nicht ln der Sache selbst, denn der K. H.J. gibt tatsächlich — siche die Konsolidierung der 13 Nationalfondsfarincn und die neue Ansicdlungstätigkcit Gelder für Inventar von landwirtschaftlichen Siedlungen. (Daß Loewenthal auch den Bodenkauf vom K• H. J. besorgen lassen will, ist unbegreiflich, da ja der N.-F. noch immer besteht. Uebrigens würde der K. H. J., wenn er einmal genügend Mittel hätte, dem J. N.-F. für Bodenkauf statutengemäß 20 »k!. Eingänge überweisen.) Es ist nach allen Erfahrungen! verständlich, wie Loewenthal bei dem heutigen Ansic material, das nicht über Geld, sondern nur über Ideals' verfügt, und bei der Tatsache, daß es lange Jahre b!!!, bis eine Rentabilität zu erwarten ist — wobei der Kg. nicht nur Inventar, sondern wahrscheinlich auch den t!h Betriebskredit wird geben müssen, — darauf rechnen \t 6 Vo Amortisation ries Investitianskapitals von Anfang zu erhalten und auf diese fragliche Einnahme eine Sicherheit aufbaiien will, daß er sogar von der Möglich, börsentnäßigen Verkaufs der Zertifikate spricht. Es ist :/ gens interessant, daß Loewenthal selbst, obzwar er v1 ״privatwirtschaftlichen“ Standpunkt spricht, davon redet, j die banktechnische Sicherheit der Zertifikate auch darin,, geben ist, daß die Siedler keine Materialisten, sondern oi fähige Idealisten sind. Loewenthal scheint die Psycho!׳,, von Bankdircktorcn nicht recht zu kennen. Wenn er;J anführt, daß die Sicherheit des Inventars in der Größe;! K. H.J. gelegen ist, so wäre auch hier zu wünschen,( unserer Sache zuliebe sich die Denkweise dieser Ocsellsch! klasse radikal ändern würde. Welche Erfahrungen wir s züglich des Vertrauens der Bankwelt zu zionistischen Qk düngen gemacht haben, scheint Loewenthal nicht zu wi? Er versuche cs einmal, das Interesse der Bankwelt etwa!, die P. L. D. C. zu erwecken, die ein privatwirtschaftlich ן arbeitendes Institut ist und einen Geschäftszweig betrt von dessen Rentabilität die Banken längst überzeugt sind! Ein Wort noch zu dem Prozentschema von Loewenfr Wie es sich in deir bisherigen K.H. J-Arbeit gezeigt hat, ist unmöglich, von vornherein eine absolut bindende pro«: mäßige Einteilung für die Verwendung der K. H.J.-Gele aufzustellcn. Da man einerseits die Summe der Eingang über die man verfügen können wird, nicht im vorhinein keu: deren andererseits stets eine ״ideale Konkurrenz“' von dringende \ PCf)rj noch dringenderen und als am dringendsten qualifiziert:. | Notwendigkeiten vorliegt (darunter auch viele unvorhesg! | schcnc), die Befriedigung heischen, so kann man das Pro«:, | bier Schema nur sehr unvollkommen einhalten. Das hat bist!» f f besonders die Landwirtschaft sehr schmerzlich fühlen müsse \ fahre Was aber den Inhalt des Schemas von Loewenthal b * trifft, so ist es, nach allen Erfahrungen, wie zu zeigt: versucht wurde, nach zweifacher Richtung ungeeignet. Erste darin, daß auf Verwendung der Gelder vorwiegend zu la;; wirtschaftlichen Kolonien hin Zertifikate nicht ausgegebr werden können und daß solche auch nicht den von ik: gewünschten Grad von Marktgängigkeiten haben würde:; Zweitens kann der K. H. J. die anderen Zwecke, die i gegenwärtig alimentiert (und zu alimentieren vorhat, l } gäbe er über größere Eingänge als heute verfügen wird), nie:; cs K zugunsten jenes Schemas aufgeben, weil er sonst leben: wichtige Teile des Aufbaus, deren Versorgung kein, andere Seite übernehmen würde, im Stiche lasst: würde.! Wie die Dinge heute liegen, hat sich die Arbeit da K. H. J. zwangsweise, infolge der zu geringen Einnahme־,! ei« 1 I. a n 1 י sei»•׳; >.V i r t! wird Uiitw• stand. ausgc ' fllg.*d mach! außer lästln. ' nuiba , ander Rclor vor a '־ des 1 ־ begri festet E mit d liehe vorstohne Exp : die F - zu sc Palas ן Grup ׳! Soc! S soll I 1 Eaehl! ökon•׳ 1 au* I gen f und 1 völke lande damit der l liehet eriick wickl, 2 so entwickelt, daß gerade nur das allernotwcndigste je- ן f:0״c schicht, ein Zustand, der kcine.Seitc befriedigen kann, wedtr»1 sion, Beleg Komi zum diese unter die ß das j zu ei die S Date! der! die t lndue weite *) Der Vorschlag Loewenthal« lautet: 10 % für .Werbungs» und Verwaltungsausgaben der Ge- Seilschaft, ' 20 ס/״ Schüfe und landwirtschaftlicher Unterricht. Unterbringung der Siedler im Empfangshafen und Transport an die Arbeitsstellen, 30 «/ס Ankauf von Land, 40 0/0 Beschaffung des notwendigen mobilen und ltnmo■ btlca Kapitals. v vom prinzipiellen, noch vom praktischen Gesichtspunkt as.{ An diesem Zustand ist nur dann etwas zu ändern, wem, seine Eingänge gesteigert werden würden. Dies wäre atu: ganz ohne Ausgabe von Zertifikaten möglich, wenn blcj die Zionisten ihre Pflicht täten. Daß eine Million orgar.. sierter Zionisten durchschnittlich nicht mindestens eine Milli« Pfund per Jahr aufbringen könnte — das ist woh! niemand: fraglich. Jede Diskussion darüber, wie man durch Lock«־ gen von Verzinsung usw. — die sehr problematischer Natu sind und, wenn sie sich auf die Dauer als trügerisch u ' weisen sollten, dem K. H. J. unwiderbringlichen Schaden zu 4 fügen würden, — beweist uns nur, daß es bisher nod{* nicht gelungen ist, diese Mindestleistung der Zionisten n|' erzielen. 1׳ Wird dies einmal der Fall sein und der K. H. J. jährlich über mindestens eine Million Pfund verfügen, dann wird, es möglich und nötig sein, über das Verwendungsschcnu« neuerlich prinzipiell zu diskutieren. De Vorstellung Loewea•: thals, daß umgekehrt die Aenderung in der Verwendungsj art der K. H. J.-Gclder eine Erhöhung seiner Einnahmen nach:: sich ziehen könnte, erscheint, wenigstens, nach seines Vorschlägen dazu, als unrealisierbar. A. B. I - Die Frage des Hafen« von Jaffa [ Vor einigen Wochen hielt Ing. Tolkowsky in de! Handelskammer von Jaffa ein Referat über die Frage d«j Hafens von Jaffa, über die er durch lange Zeit Matcrim, gesammelt hatte, auf Grund dessen er gemeinsam mit einem; Komitee ein Projekt ausarbeitete und dem High Commissionct vorlcgtc, in diesem waren drei Bauperioden vorgesehen. In der ersten wurde bloß der Bau eines kleinen Hafen!‘ von 30 Fuß Tiefe, genügend für fünf Schiffe von zirki 5000 Tonnen und eine beliebige Anzahl kleinerer vorgesehen, Die Kosten ^wurden auf zirka 500000 Pfund geschätzt, dieJ. Bauzeit auf drei Jahre. Mit der Ausführung wäre dasj dringendste Bedürfnis gedeckt. Der Plan kalkulierte eis Einkommen von verschiedenen Hafengebühren und ent■ eignete!« Land, welches genügen würde für 2 °/0 Zinses und eine 30jährige Amortisation des Anlagekapitals, da! ׳als Anleihe von der Regierung aufgenommen werden sollte Ein englischer Experte, der,den Plan untersuchte, schätzte die Kosten auf 600 003 Pfund und veranschlagte weitere 100 C00 Pfund für verschiedene Hafenausrüstung, wie Krane usw., zusammen also 700 000 Pfund. Er hielt es für nötig! mit den Bohrungen und Untersuchungen sofort zu beginnen.( Mr. Churchill hat bei seiner Anwesenheit in Jaffa erkürt,: die Regierung habe kein Geld für den Bau, würde aber,{ falls das Komitee solches verschaffen könne, die Sache aktiv! unterstützen. Tolkowsky unternahm daraufhin eine Reise! nach England und interessierte einige Freunde ernstlich für) das Projekt. Inzwischen waren in Palästina neue Projekte• für den Hafenbau aufgetaucht, und schließlich erklärte die Regierung, daß eher der Hafen von Haifa' ausgebaut werden{: sollte, Tolkowsky führte in mehrfachen Eingaben an die/ Regierung aus, daß beide Häfen gebaut werden müßten.: Daraufhin wurde von der Regierung mitgetcilt, daß ein neuer» Sachverständiger von Europa kommen werde, um die Frage* zu studieren. — Die Handelskammer faßte eine Resolution*( worin sic aussprach, daß ein Ausbau bloß des Hafens von Haifa den ganzen Scchandcl von Jaffa abzichcn und damit der größte Teil der Bevölkerung dieser Stadt ruiniert werde» würde. Pro je entw> Bede der 1 find« Wirt! war sione nehn erteil!eitui; Sa!d1 1 des des auf , zu G die . Kräf den Qu» Situ« eutst zu! Perl n־,eh «Oe Oek« kein aus* Nut; das übel «riet geh! vor! Org ׳ ein« * zttffi Wa«; am und , fors :in« ‘sei Vor Pall Wof Me« daß ein Tr*