Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 10 (2.2.1923)
- Date
- 1923-02-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 50 JUEDISCHE RUNDSCHAU ..I Keren Hajessod und Maaßerordnung Von Dr. Georg Wöllstein, Saarbrücken. Vorbemerkung: Wir stellen den nachfolgenden Vorschlag zur IXikussioJi. Die zuständigen Instanzen des Keren Hajes**! werden sidi mit der Anregung bcschäftigen» Die Red'., Das Zentralkomitee hat sich in seiner letzten Sitzung erneut mit der Frage des M.1a<*cr bcsdüifiigt und bat eine Maasscr-Ordnung lierausgcgeben, die unter möglichster Be riteksklitigung der Geldentwertung den Forderungen des Keren Hajessod einigermaßen gerecht werden soll. Obwohl schon in der Zentralkomitee-Sitzung, wie aus der ״Jüdischen Rundschau11 und aus dem Zirkular an die Ortsgruppen ersichtlich ist, sehr schwerwiegende Bedenken £c£i n diese Neuregelung gemacht wurden, möchte ich doch noch einmal die Grtindc zusammenfassen, die mir zu zeigen sehe inen, daß diese Maasser-Ordntmg durchaus nicht ausreichend ist. Die Geldentwertung des vergangenen Jahres war so rapide, daß es uns heute weh tut, überhaupt noch das Wort Maasscr in den Mund zu nehmen. Der Maasser des Einkomme ns des Jahres 1922 ist in den weitaus meisten Fällen 60 gering, daß er durchschnittlich dem entsprechen würde, was man bei unverfälschter Maasscr-Ordnung in den ersten zwei bis drei Monaten des Jahres 1923 zu zahlen hätte, selbst wenn die Geldentwertung keine weiteren Fortschritte macht. Hier drängt sich uns die Frage auf, ob wir in der Tat iiocli berechtigt sind, das Wort Maasscr, das für uns eine große erzieherische Leistung sein sollte, in den Mund zu nehmen. Wir Zionisten haben uns, das muß leider ausgesprochen werden, nicht ehrlich gemacht, trotzdem ich glaube, ein!) nach der jetzigen Maasscr-Ordnung ein sehr großer Prozentsatz, mindestens der featbccoldetcu und der freien Berufe ehrlich Maasscr zahlen wird, da Maasscr heute eine Bagatelle und kein Opfer kt. Die Frage, die nach den mir gewordenen Informationen im Zentralkomitee lebhaft er• örtert wurde, war die; Wie verhindern wir cs, daß infolge dieser rasenden Geldentwertung die Mittel, die wir in Deutschland für Palästina aufbringen, um gerechnet in Pfund wesentlich kleiner werden als im Vorjahre, und die Fordening, die aufgcsteilt wurde, daß der Maasscr für das Jahr 1922 bis zum 28. Februar 1923 bezahlt werden muß, ist ein begrüßenswerter Weg, jedoch die Lösung ist sic nicht. Ich glaube, daß wir heute zu anderen Resultaten kommen müßten. Die erste Forderung, die zu stellen wäre, ist die, daß der Keren Hajessod nicht mehr jährlich, sondern vierteljährlich bezahlt werden muß. Von den festbesoldeten und den freien Berufen ist das ohne » weiteres zu erreichen. Schwierig bleibt die Frage bei den selbständigen Kaufleutcn, die nur einmal im Jahre Bilanz machen und daher im Laufe des Jahres tatsächlich nicht wissen, was sic verdient haben. Es wäre eine Ungcrechtigkeit, wenn man nach dem nicht sehr schönen Vorbild der deutschen Steuern den Festbesoldeten den Maasser gewissermaßen abziehen würde, während man den Kaufleutcn den Gewinn einer zwölfmonatigen Geldentwertung einfach schenkt leb glaube daher, daß man folgendes erwägen soll: Alle diejenigen, die ihr Einkommen monatlich oder vierteljährlich übersehen können, zahlen ihren Maasscr vierteljährlich. Die Kaufieute hingegen zahlen nicht 'Maasser vom Einkommenj sondern vierteljährlich den Maasser vom Verbrauch. Am Ende des Jahres wird festgesteltt, um wieviel größer ihr Einkommen war als ihr Verbrauch, und diese Summe ist ln den ersten zwei Monaten des nächsten Jahres nachzuvcrstcucriu Die liier vorgcschlagene Lösung ist nicht so unsozial wie sie aussicht. Man kann folgendes cinwcndcn*. Derjenige, der solide lebt und sich größere oder kleinere Gelder spart, würde demgemäß wesentlich weniger zu zahlen liahciif wie der Mann mit einem großen Verbrauch. Ferner kann cingewandt werden, der Festbesoldctc, dessen Einkommen meist nur begrenzt ist und selten eine größere Kapitalbildung ermöglicht, muß, falls die Geldentwertung in Deutschland weiter gehen sollte, mit verhältnismäßig gutem Gekie zahlen, während der meist besser gestellte selbständige Kaufmann an der Geldentwertung zuungunsten des jüdisehen Volkes verdient. Die Gründe stimmen nicht. Denn wenn ein Kaufmann heute so töricht sein sollte, die Erspnrnisse in deutscher Papiermark hinzulegen, so kommt er ohnedies für eine nennenswerte Maasscrzahlung nicht in Betracht. Wenn er jedoch seine nicht verbrauchten Einkiinfte in Waren anlegt, so fruktifiziert der Keren Hajessod an der Steigerung der Ware. Sollte hingegen im Laufe des Jahres eine Wirtschaftskrise eintreten, die vielleicht zu einem Steigen der Mark oder zu einem Sinken der Preise fuhren könnte, so würde man im nächsten Jahre mit dem geringeren Markbetrage, den der Kaufmann alsdann zu zahlen hälfe, eine ähnliche Menge englischer Pfund kaufen können, wie heute zu dem höheren Markbetrage. Bei Befolgung meines Vorschlages wäre erreicht: t. Der Keren Hajessod würde von drei zu drei Monaten eine dem Stande des englischen Pfundes wenigstens einigermaßen gerecht werdende Einnahme erzielen. Er würde 2. in den Monaten Januar und Februar eine dem tatsächlichen Einkommen der Kaufleute entsprechende Nachzahlung erreichen. Es ist dringend nötig, daß die zionistische Deffcntlichkeit sich mit diesem Problem näher befaßt Die zionistische Situation in Palästina ist heute ernster als je, und ich glaube, jeder ehrliche Zionist wird zugeben, daß sie zum größten Teil durcii unsere Schuld so ernst ist Das jüdische Volk hat vollkommen versagt Der Keren Hajessod ist imstande gewesen, Spenden zu bekommen, nicht Opfer. Bei den Zionisten, wengistens bei einem kleinen Teil, hat er Opfer erreicht. Wenn wir wollen, daß er auch diejenigen erfaßt, die ihrem materiellen Verhältnisse nach am meisten dazu in der Lage wären, werden wir den vorgcschlagenen oder einen ähnlichen Weg gehen müssen. Gegenüber diesem Vorschläge nlmh'ch versagen samtliehe bisher von kaufmännischer Seite angeführten Gründe. Man kann nicht mehr sagen, daß man das Einkommen nicht übersehen kann. Man kann aber auch nicht mehr sagen, daß die Last untragbar sei, weil man bei der heutigen In jedem Ost muß die All!irrere Inserenten! Infolge der grcfjca Preis5tcl£crunjjen teilen wir uns genötigt, unseren Inscrotca - Tarif zu crliölica. — Ab 1. Februar beträgt der Frei• der acJ1i(׳;c4pu!Jenen Nonpareillczcilc IGO Mark, Verlag Jüdische EnadsAau G. m. b. H. Berlin W 15, S&diiliche Sir. 8, Kapitaiverknappung jeden Betrag oder gewaltige Kapitalien zur Aufrcchtcrhaltung des Geschäftes braucht. Denn hier wird vierteljährlich jeder Verbrauch individuell getroffen, d. h. mit anderen Worten: Es wird vierteljährlich das versteuert, was inan sich selbst in Anbetracht seiner eigenen Geschäftsläge auszugeben gestattet. Wer sich erlauben darf, 200000 M. aus dem Geschäft zu entnehmen, darf sich eben auch erlauben, 220 000 M. hcrauszuziehen, oder er muß, wenn dies die Tragkraft seines Geschäftes übersteigt, den entgegengesetzten Weg wählen, nämlich, daß er in Anbetracht der Tatsache, daß ihn jede einzelne Ausgabe, die er macht, 10 <y» mehr kostet, wie jeden anderen Menschen, nur 180000 AL verbrauchen darf. Indes ist auch diese Lösung nicht vollkommen. Es könnte zirm Beispiel bei einer groß einsetzenden Wirtschaftskrise der Fall eintreten, daß trotz glcichblcibendcr Höhe des Pfundes die Waren wesentlich weniger wert werden. Mir scheint aber, daß man keine vollkommen befriedigende Lösung finden kann, und daß wir deshalb gezwungen sind, eine Lösung zu suchen, die der Forderung, die der Keren Hajessod an uns stellt, wenigstens vorläufig und wenigstens so gut als möglich gerecht wird. Bei einer Aenderung der Wirt״ sebafishß« würde das Zentralkomitee alsdann verpflichtet sein, neue Richtlinien für die Maasscrzahlung herauszugeben. Die Keren Hajessod Konferenz in Breslau Am Sonntag, den 14. Januar 1923, fand in Breslau eine Konferenz des Keren Hajessod statt. Der Sitzungssaal des Provimiailmidtags im Landeshause der Provinz Schlesien war dicht gefüllt; die führenden Juden Breslaus haben an der Tagung tcilgenommcn. Schon die Einladung zur Konferenz zeigte das Interesse für den Aufbau Palästinas: sie war von prominenten Mitgliedern aller Parteien unterschrieben, unter anderem von dem greisen Vorsitzenden der Gemeinde, Herrn Eduard Sachs. Herr Oskar Wassermann eröffnete als Vorsitzender des Präsidiums des Keren Hajessod die Sitzung mit einigen Worten des Dankes an die Einladenden und Eingcladcnen und führte daun etwa folgendes aus: Wie das gegenwärtige Elend des deutschen Volkes zeige, daß Glück und Zukunft Deutschlands von der Einigkeit der Nation abhänge, so sei er überzeugt, daß das Oeschick der deutschen Judenschaft und des Judentums von der Einigkeit der Juden abhänge. Der Keren Hajessod habe die Aufgabe, diese harte fehlende Einigkeit hcrzustcUcn. Es müsse daher einiges über Entstehung und Wesen des Keren Hajessod gesagt werden. Bei Beendigung des Weltkrieges hatten die Zionisten den. Vorteil gehabt, die einzige umfassende, internationale Organisation im Judentum zu sein. Deshalb habe der Völkerbund mit dem Zionismus — der sich übrigens seiner Schwäche bewußt war, verhandelt, freilich mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß die Zionisten sich für den Aufbau Palästinas die Mitwirkung der!lichtzionistischen Kreise der ganzen Judenheit sichern sollten. Der Keren Hajessod sei eine Organisation, die vom Zionismus geschaffen sei, aber den Zusammciischluft aller KräÜe im Judentum für den Aufbau Palästinas bewirken solle. Es sei falsch, den Keren Hajessod mit dem Vorgeben zu bekämpfen, daß er eine zionistische Institution sei und bleiben müsse. Seine Verfassung sichere vielmehr den Nichtzionisten alle Möglichkeiten; nichts stehe iin Wege, daß ihr Einfluß ein überwiegender sein könne. Welches Interesse hätten nun die Nichtzionisten, vornehmlieh in Deutschland, in dieser Bewegung besonders hervorzutreten? Müßten wir nicht erst an Deutschland, nicht erst an die jüdischen Institutionen in Deutschland denken? Versündigten wir uns nicht, wenn wir Mittel nach dem Ausland schickten, anstatt sic im Inlandc zu verwerten? Diese Einwände seien nicht stichhaltig; das Judentum sei keine nationaie Kirche und dürfe es nicht werden. ״Wir schädigen damit das Judentum, schädigen damit uns, schädigen damit Deutsch-!and,“ Wenn wir jüdischen oder nichtjüdischen Menschen hülfen, sollten wir uns nicht einbiiden, etwas für das Judentum zu hm. Dem Judentum nützten wir nur, wenn wir uns allgemeinen jüdischen Bestrebungen anschlicßcn, Deutschland könnten wir nicht nützen, wenn wir in falscher Bescheidung auf Binnenwirtschaft eingestellt bleiben, wenn wir kein Geld ins Ausland gäben. Jede deutsche Maschine, jeder in Deutschland ausgebildete Mensch würbe im Ausland für Deutschland. — Im übrigen sei die Mission der Juden, in der Welt eine internationale im Sinne der Verbundenheit mit den Juden der Weit, mit den jüdischen Ideen, die Weltideen seien. — Aus diesen Gründen müßten wir mit den Zionisten zusammenarbeiten; als Nichtzionist habe er mit solcher Zusammenarbeit die besten Erfahrungen gemacht. Die Zusammenarbeit mit den Zionisten habe nicht zur Voraussetzung die Aenderung von Ansichten, von Ideen. Es har.■die sich um einen Zweck verband. Aber die Zusamme,larbeit würde davor schützen, daß sich irgendwo einseifige Tendenzen breit machten. Jüdisch-völkische Fanatiker seien nicht sympathischer als deutsch-völkische. Aber niemand von uns würde je Bedenken tragen, mit den radikalsten Antisemiten In gemeinsamer Abwehr gegen das Unrecht anzufcämpfcn, das Deutschland angetan werde. Sollte cs da schwerer sein, mit den Zionisten zusammenzugehen? Warum? Weil die Zionisten heim Aufbau Palästinas andere nationale Ziele hätten, als wir? Wir haben im Grunde zunächst das gleiche Ziel, Palästina aufzubaucn; das Stück Weges, das wir gemeinsam gehen könnten, sollten wir gemeinsam gehen. 14 ti y*1 /aCiüüOQ groll _ 1-זא . "11י"■"■ ml 11 nriur1111 ־־■־H.1.1U virn 1 .. .1111 . יי״■* Sonst könne Palästina nicht aufgebaut werden, wtdt» uns noch für die Zionisten. Wir wollten im Grunde alle dasselbe. Die deutschen ]., sollten sich die Führung der Oesamtjudenheit nicht *:s Hand nehmen lassen. Sie sollten für Erhaltung de» ■sm sehen Geistes wirken und müßten daher Anteil nehme den aktuellen, die Wcltjudcnhcit bewegenden Ideen, b, _ ~ge!mm : hätten wir keine geistigen Inhalte des Judentums mehr, ' '( sei erstarrt und müsse aufgeweckt werden, ln Deutsch!!; ן__• ,י.; Unmöglich. Palästina, wo die Vcrgnngculicit auf Sc1 11* und Tritt sid! mit der Gegenwart verbindet, sd der cj5; kt 1 Ort, wo das Judentum sich wieder erneuern könne.!■ 1 schaftlich könne man Juden aus dem Osten besser viel!1 ׳ nach Argentinien, nach Amerika senden; dem Judentum gib , [>t־r! I sie verloren. Für das Judentum seien sie nur von Nutzt! ji-lier_ ii! : Palästina, Wenn das Judentum seine ganze Kraft eins;• »ipcrabV׳ werde ihm die Besiedlung Palästinas einmal zum Jungbrut, *j!1cr *J! werden, werde es dort neue Kraft und neuen Einfluß! uns und auf die Jugend gewinnen. y|'11(1 a!|e Nur dadurch würde man de« immer fortschreitct1 \ .;׳r״ndfr. Assimilationsprozcsscs Herr werden. Die Anwesenden hir <:!0 iiuhr durch ihr Erscheinen den Willen zum Judentum gew, jed 0י׳*י ״Aber wa» ist Ihnen Judentum? Es erschöpft sich ia <. ,1 rez-jsr. Sorge um ein Krankenhaus, uin Kranke, Notleidende. . ist Menschlichkeit, zu der das Judentum erzogen hat. A> 7''^ J(rj es ist kein Judentum.“ Die jüdische Tradition ginge ״ •זß loren. Ohne neue Ideale sei in Deutschland das Juden(•!,,״(! at: nicht zu erhalten. Es käme auf das große Ziel an, (,J4das 11 man dem Judentum stecke. Palästina brauche uns, aber tj. »mtcr d wir brauchten Palästina. Wenn wir uns aus der Bewegt׳ i 2m aicschlösscn, ginge nicht das Judentum zugrunde, nein, a1, K<1«pcr*. das Judentum ginge uns verloren, wir schieden aus d״»,cht'יי־• Judentum aus und wenn nicht wir, so unsere Kinder, um»-״s,״r M' Enkel, Und ich rufe den deutschen Juden mit Mordcchai t -,|(1’יז0ו,ו ״Wenn Ihr abseits steht in heutiger Zeit, so w- Kl( 1 ein Retter dem Judentum von anderer Seite erstehen, *1, ,*״hntei Ihr und Eure Familie, Euch und Euren Familien geht L e .uemu Judentum verloren." <}säincn Lebhafter Beifall dankte dem Redner; dann fort!« יי! Generalkonsul Landau die Anwesenden auf, sich am Kerc /״r! Hajessod, der ihm Herzenssache sei, zu beteiligen. ~ t .s'j1[ . Aufträge der Zionistischen Vereinigung sprach Redakteur Kr %!cr ’ ka Glaser. Er wies auf die ehrliche Bereitschaft der hi‘ ^״ , nisten zur Zusammenarbeit mit jedem hin, dem der Aufb! j,! Palästinas am Herzen liege. Nicht durch Kompromisse, dun c1ne y< * Verzicht auf Ideale, nicht in Worten und Begriffen köcj, *Basis» j die Einigung der Judenheit erfolgen, sondern in gerat» K.liahk sanier Tat. — Herr Dr. Fritz Kahn, der als letzter l:!ist, die ( Referenten zu Worte kam, warnte in großzügiger historisch, >*ten *> Betrachtung die deutschen Juden davor, in dieser Schick« ßcmaf stunde zu versagen. Dann sprach Oskar Wassermann in seine t kurzen Schlußwort aus, was fast alle, die diese Tage:, ״,!)׳,tut : miterlebten, empfunden haben mögen: ״Wenn die deutsch ״cn * י Juden die Fähigkeit verloren haben sollten, Geschichte 1!?״?mn. machen, so werden sie Geschichte erleiden müssen.“! Falle An die Konferenz schlossen sich gesellige Zusammenkunft’ sd1<>n bei führenden Juden Breslaus. Die sofort eingelcitetcn Sams _! Iungcn ergaben an deutschen und ausländischem Ocld ute sofort verwertbaren Waren bisher mehr als 17 Millionen Marl'/ J,5, t Verbot der Keren Hajessod ־ Sammlungen in Lttbiio Warschau (J. C. B.). Der Woywodc von Lublii erließ ein Verbot der weiteren Sammlungen für den Ken: Hajessod. Das Verbot sieht im Zusammenhänge mit ein»], vorangegangenen Hetze der polnischen Presse gegen den Ken" Hajessod. Den Leitern der Keren Hajessod-Aktion wüte der Vorwurf gemacht, daß sie polnisches Nationalvermöge polenfrcmdcn Zwecken zuführen. Da die Warschauer Zentrale des Keren Hajessod für gar, Polen legalisiert ist, erscheint das Lublin er Sammelverlv gesetzwidrig. Jialicn ander! und ז sie di zdner möge zipieil E s:11 aft entwi darin, ',dien kapiti noch C Der amerikanisch - jüdische Kongreß gegen das Mexikoprojekt New York. (J.C. B) Die Exekutive des Amerikanisch jüdischen Kongresses hat die Möglichkeiten einer jüdischer. Einwanderung in Mexiko durch einen besonderen Ausschul auf das Sorgfältigste prüfen lassen. Die Exekutive des Kon grosses veröffentlicht nun den Beschluß, der von Dr. Stephd S. Wise als Vorsitzenden! des Kongresses, Joseph Baron des als Vorsitzendem des Spezialkomitces für Mexiko-En Wanderung und dem Sekretär der Exekutive, Richard gezeichnet ist. Darin heißt cs u. a,; Nacii einer mehrmonatigen gründlichen Prüfung der Mi terie, der Korrespondenz mit sachkundigen Personen, da Studiums wichtiger Dokumente amtlicher und nichtamtliche; Art, der Konsultierung von autoritativen Sachverständigen, die das Problem gründlich studiert haben, teilen wir n unserem Bedauern mit, daß wir in dankbarer Würdigung dei Vorschlages der mexikanischen Regierung nicht darii glauben, daß Mexiko für eine irgendwie bc• trächtlichc Zahl jüdischer Einwanderer der■ zeit aufnahmefähig wäre. Unter Einwanderung ver■ stehen wir die Möglichkeiten, für große Teile unseres Volke* in den schon bestellenden Handels- und Industricuntcrnch mitngen Erwerb zu schaffen. Es tut uns leid, sagen zu müssen, daß Mexiko für ein! solche Einwanderung nicht in Betracht kommt. Abgesehen davon, ist die Verwirklichung der Koionisationsplänc de mexikanischen Regierung, die bereit wäre, den Kolonist» Landstrecken zur Verfügung zu stellen, mit unüberwind• liehen Schwierigkeiten verbunden. Abgesehen von den ve» verschiedenen Seiten zu crw׳artenden Hindernissen muß aud damit gerechnet werden, daß die Realisierung des Plan» unverhältnismäßig enorme Summen verschlingt. Angesichts all dieser Tatsachen haben wir den Beschluß gefaßt, daß der mexikanische Kolonisationsvorschlag undurd!■ führbar ist. Wir betrachten es daher als Pflicht, unser! Brüder in Osteuropa davor zu warnen, die kostspielige und gefährliche Reise nach Mexiko zu unternehmen. |:Tat5 die s Von alier Autle immc aus , «k r * unat» schal kanc als < •Tat* Grnr >, 11,1 Allgi eine! iiclin Uiuft einci geli! zent sind gern gern sich Wen vert Pro Aus bei 'vcrl aus tJClll ׳ des; Gri ■׳ sidi kur, Stm8