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Jüdische Rundschau · 1923-02-02 · Heft 10 (2.2.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 10 (2.2.1923)
Date
1923-02-02
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 48 JUEDISCHE RUNDSCHAU dieses Teiles der Resolutionen cfcs Herrn jabotinsky irgend etwas von dem liistorischen Geist des Basler Programms aufge• geben wurde, nicht nur, weil die Exekutive und das A.-C. dieses Programm liodiluilt, sondern weil überhaupt darüber nicht abgestiinmt werden kann. Hierauf wird der zweite Teil der Resolutionen einstimmig angenommen. Zum dritten Teil ergeben sidi einige Meinung'*- Verschiedenheiten. Herr Ruliasdiow schlägt vor, diesen Ab* safz in zwei Teile zu teilen, was sid1 als unmöglich heraus• stellt. Herr Kaplan beantragt, diesen Teil der Kommission nochmals zur Beratung ztirückziigcbcn, was abgctchnt wird. Schließlich wird der!Hinkt 3a mit 8 gegen 5 Stimmen angenommen. * Nach der Verlesung des Briefes von Jabotitiskv, durch den ef seinen Austritt aus der Exekutive und der Organisation erklärte, nahm das Wort Dr. H a!11 k e. Namens des A. C. weist er die im Briefe gegebene Darstellung, wonach die Politik der Exekutive, die durch die angenommenen Rcaoluttonen des A.-C. gutgeheißen wurde, als eine Verletzung des Basler Programms bezeichnet wird, entschieden zurück. Grün bäum beantragt, daß auf dieses Schreiben eine Antwort im Namen des A.-C. erteilt werde. Als Vorsitzender der Rcso'uitioiiskoiiiinission und der Untersuchungskommission in der Angelegenheit Jabotinsky-Slavinsky hält er cs für notwendig, die in dem ״Schreiben Jabotinskys enthaltenen Be- Häuptlingen zurückzuweisen und richtigzustcllcn: 1. Es ist nicht richtig, daß die Kommission und das A.-C. den im Schreiben des Wand Lcumi enthaltenen Notruf imbeachtet ließen, im Gegenteil, man hat beschlossen imd dies mich in der Resolution zum Ausdruck gebracht, daß die vom Waad TIaicmni erhohenen Wünsche und Forderungen duich die Exekutive verwirklicht werden. 2. Es ist nicht richlig, daß die Beschwerden gegen die palästinensische Regierung nicht berücksichtigt wurden. Herr Sokolow hat im Namen der Exekutive ausdrücklich erklärt, daß alles, was nötig ist, geschehen wird, uni die Forderungen des palästinensischen Jischuw mit der größten Energie bei der englischen Regierung durchzusetzen. 3. Die Frage der Entsendung einer Delegation des A.-C. an den High Commisskincr wurde in der Sitzung vom Dezember 1921 erledigt. Es wurde fcstgcstcltt, daß für eine solche Entsendung die Zeit zu vorgerückt sei und eine frühere Entsendung der Delegation sei durch verschiedene Umstände, wie 7. B. die Erkrankung Samuels usw., verhindert worden. 4. fn bezug auf die Forderung, keine antizionistisclicn oder antisemitischen Element׳: in der palästinensischen Verwaltung zu dulden, verweise ich darauf, was ich zum ersten Punkt gesagt habe. Der ietzte Punkt im Schreiben Jabotinskys, daß die Stellungnahme des A.-C. eine Verletzung des Basier Programms bcdeute,ist eine unerhörte Beschuldigung, die ich mit keinem Wort kennzeichnen kann. Ebenso unerhört ist die Behauptung, daß unsere Beschlüsse nicht im Einklang stehen mit den Prinzipien des Zionismus. Rubaschow: Ich konstatiere, daß kein Wort im Briefe Jabotinskys den wirklichen Tatsachen entspricht Dieser Brief lut nichts zu tun mit den angenommenen Resolutionen des A.-C״ sondern es ist meine innerste Ucbcrzetrgtmg, daß der Brief nur geschrieben wurde, und der Rüdetritt Jabotinskvs nur erfolgt ist, weil er (Jabotinsky) ridr weigert, vor der Kornmission, die die Angelegenheit SlawinsJcy zu untersudien hatte, zu crsdieinen. In einer späterem Bemerkung bei clor Keren Hajessod» Debatte kommt Herr Ruhasdnow nochmals auf den Fall Jabotinsky zurück und erklärt, daß Jabotinsky durch seinen Rücktritt von der Exekutive audi seine Stelle als Direktor des Keren Hajessod verloren hat und eine Wiederwahl aus• gesdiiosscR sei. Nr, 1 Jabotinskys Standpunkt Elnlntervievrdes ״Rasswjet“. per ״Rasswjet“, das Organ des Merkas der russischukrainischen Zionisten, veröffentlicht ein Interview mit Jabotinsky, dem wir folgendes entnehmen: ״ich stellte Herrn Jabotinsky folgende Fragen: 1. Was haben Sic in der Exekutive getan? 2. Die Ursachen Ihres Rücktritts aus der Exekutive. 3. Die Qrüwfe Ihres Austritts aus der Zionistischen Organisation. Jabotinsky antwortete: Der Bericht über meine Tätigkeit in der Exekutive vom 15. September 1021 bis nun 18. Januar 1923 wird sehr kurz sein. In dieser Zeit habe ich, wenn man die Zeit, die ich in Amerika, in Italien und Palästina verbracht habe, abzieht, tatsächlich mit der Londoner Exekutive zusammen im ganzen nur etwa 3 Monate lang gearbeitet. Der Hauptteil der Tätigkeit der Exekutive vollzog sich daher ohne meine Anteilnahme. Ich nehme auf mich die volle Verantwortung für folgende Schritte der Exekutive: 1. Am 1. Dezember 1921 wurde der britischen Regierung im Namen des Präsidenten der Organisation eine Note eingcreicht mit dem Vorschlag der Wiederbcrsteliung der jüdischen Bataillone in Palästina. 2. Im November 1922 faßte die Exekutive einen Beschluß, die vollständige Legalisierung der ,Hagart ah‘ zu erstreben unter der Bedingung der Einrichtung einer festen Organisation mit Disziplin, Staat und syslcmatischer Ausbildung. 3. Im gleichen Monat stimmte ich nach einer ansführtichen Unterhaltung mit Col. Kisch für seine Einsetzung als politischen Vertreter der palästinensischen Exekutive. 4. Ich übernehme die volle Verantwortung für die w o u un *> u ns c r«s Einvetständnisscsmitdem י" c\v,b.״,ch. scit«n8 d«r Londoner Exekutive. Das Weißbuch wurde mir zuerst am Abend meiner Rückkehr aus Amerika vorgelcgt. Mir wurde gesagt, daß die Rcgierung unsere Zustimmung noch in derselben Nacht fordertc mit der Drohung einer Revision des § 4 des Mandats. (Art. über die fewish Agency.) Den Ton des Weißbuches fand ich erniedrigend, aber der Ton offizieller Litciatur interessiert mich im allgemeinen wenig. Ich hätte jedoch niemals die Erklärung unseres Einverständnisses untersehrieben trotz irgendwelcher Drohungen, wenn das Weißbuch auch nur eine Zeile enthielte, die bei juristischer Analyse unser Ke,״ . a״* ■'",’jühliche Bildung einer jüdischen Mehrheit in Palasbna aussrhbeßen würde. Solche Sätze enthält das Weißbuch nicht, und alles übrige ist nicht wesentlich. ln den Sitzungen der politischen Kommission des XII. Kongresscs forderte ich energisch die Absendung einer Delegation, die Sir Herbert Samuel unsere Unzufrieden- ו*" sc^cr Politik darzuiegen und auszufraren Hatte, 00 er zu radikalen Acnderungen seiner Politik bereit ist und seine Antwort der Exekutive und dem Actions- Comitö vorzulegen gehabt hätte. Ich lehne daher jede Veraniwortung dafür ab, daß dieser Kongreßbeschluß nicht ausgeführt wurde. ArÄ'.Sd1ll'll!nfliP:1-lch Wnzu» .da0 während meiner Arbeit mit der Exekutive nur in zwei Punkten ernst- O,!”* Meinungsverschiedenheiten hn Schoße dieses Gremiums sich erhoben. 1. Die Frage unserer Stellungnahme zum Plane der arabischen »־ oacra tion. Dr. Weizmann verhält sich zu diesem Plan nut wohlwollendem Interesse, die übrigen Mitglieder der Londoner Exekutiv« außer nur voitkommen ablehnend. Jch unterstützte in dieser Beziehung den Standpur! kt Dr. W e i z m a 11 n s . obwohl ich an cbm Erfolg derartiger Unterredungen nicht glaube, doch halle ich es für mit/licli, sic aufrichtig und mit Wohlwollen nt führen, um ein für allemal fcsi/ustdleu, oh im gegenwärtigen Moment eine objektive Möglichkeit zu einem Ucbcrclnkommen mit den Arabern bei voller 'und tatsächlicher Garantie für die Sicherheit der zionistischen Interessen im Lande besteht oder iricht. Der zweite Punkt der Meinungsverschiedenheiten, die Frage d e r cinzu sc 11 tagenden Taktik a n g e - siclits der politischen Lage, die in Palästina sic 11 heran «gebildet hat. Diese Mclmingsvcrschiedenlieft hat zu meinem Austritt aus der Exekutive und aus der Organisation geführt. Die politische Lage in Palästina halte ich für vollkommen unerträglich. Was auch immer der nebelhafte Ausdruck ,nationale Heimstätte‘ bcdculen möge, so kann doch keinesfalls darunter dtt Land verstanden werden, in dessen Verwaltung due sehr sichtbare und oft leitende Rolle Antizionisten und sogar Antisemiten spielen. Dem Actkms-Comitö hat eine klare und bittere Klage des Waad Letitni über diese Lage Vorgelegen. Ich verstelle nicht, wie man auf sie so hat reagieren können, wie es die Resolution des Actions- Coinites tut. Der Wand Lcumi erhebt keinen Anspruch auf die Führung der politischen Geschäfte der Organisation. Aber in einem ist seine Autorität unbestreitbar. Er ist der beste und vollkommenste Sachverständige in der Frage, was tatsächlich In Palästina vergeht. Angesichts dieser Expertise können die persönlichen Eindrücke des Präsidenten der Organisation wälvrend eines kurzen Besuches mir den sehr relativen Wert von Beobachtungen eines intelligenten Touristen haben. Ich halte cs für durchaus möglich, die im Briefe de* Waad Lcumi gekennzeichnete Lage im Lande radikal zu verbessern. Alle Unterhaltungen darüber, d,1B die Situation allen Einwirkungen unzugänglich Weiht, halle ich für leere Worte, ohne daß man deswegen England den Krieg erklären muß. Es Hegt gar keine Ursache vor, die Regierung eines Kulhir- Volkes a!s einen Wegelagerer daramtclien, mit dem man ohne Waffen in der Hand nicht diskutieren könne. Im Mandat ist gesagt, daß England sieh verpflichtet, das Land in solche administrativen Bedingungen nt bringen, die die Entwicklung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk fördern, und daß England sich verpflichtet, nach Möglichkeit die kompakte Siedlung von Juden auf dem Lande zu fördern, einschlicßlieh der Staats!,indercicn. Dies sind die Punkte des Mandates, von denen aus wir unser Recht geltend machen müssen, ohne irgendwie Krieg zu erklären. Doch dazu ist notwendig, den Weg einer festen und unbeugsamen Hartnäckigkeit ein- Zuschlägen. Wenn man sein Recht auch eitlem sehr kultivierten Gegner gegenüber vertritt, so muß man auch solche Forderungen aufstcllcn, die diesem Verhandlungsgcgncr unbequem und unangenehm sind. Man muß diese Forderung stellen und vertreten, und wie unangenehm sie iltm auch sein mögen, wenn unser offensichtliches Recht ihre Quelle ist, so wird der britische Verhandlungsgcgncr sic atn Ende doch stets bewilligen. Aber unsere gegenwärtige Takiik bestellt darin, niemals auf den Forderungen zu bestehen, bei deren Vorlegung der Partner das Gesicht verzieht. Wozu dieses Euch geführt hat, seht Ihr selbst. Unsere gegenwärtige Taktik erinnert an Rapicrfcclitcrei. Wenn das Rapier auf weich trifft, dringt es tief ein, aber wenn cs auf einen Hornknopf oder ein Zigarrenetui aufstößt, so verbiegt cs sich, sind die Sache ist fertig. Diese Tanzkünste haben wir nicht nötig. Was wir nötig haben, ist eine Feile, die regelmäßig und unabänderlich arbeitet. Und das ist die einzige politische Taktik, die die Engländer achten. Die Legende, als ob ich auf jeden Fall den Weggang Samuels erstrebte, •ist tatsächlich eine Legende, feil erstrebe eine radikale Acndcrimg der Taktik Samuels und werde sehr glücklich sein, wenn er sich bereit erklärt, diese Aenderung selbst durchzuführen. Aber mit einem Regime h la Kcrcnskj sich zufrieden zu geben, unter dessen Fittichen feindliche Kräfte bequem wachsen und sich konsolidieren können, bloß weil dieser Kercnski ein Jude ist, eine solche Taktik halte ich für verderblich und unzulässig. Die Phrasen, daß für uns ni-cht Politik wichtig ist, sott• dern nur Ockonomik und konstruktive Arbeit, diese Phrasen kann ich auswendig, und sie haben mit der Sache nichts zu tun. Unsere Ockonomik basiert größtenteils auf freiwilligen Spenden, dem Keren Hajessod. Und auch die Privatunlcrnchmutigen in Palästina erhalten, wie allen bekannt ist, ihr Kapital vorläufig in der Hauptsache nicht so sehr auf Grund einer Aussicht auf Dividenden, wie aus nationaler Begeisterung, Dies kann man bedauern, aber es ist so. Daher sind Enthusiasinus, Glauben, geistige Frische und .ähnliche Imponderabilien die Grundlage unserer ganzen Ockonomik und unserer gan- 7cn Aufbauarbeit. Die Sache betrifft dabei nicht so sehr die Stimmung der Massen, die das Geld geben, sondern vielmehr die Stimmung jenes kleinen Hcerhantens zionistischer Arbeiter in den verschiedenen Ländern, die an die Türen der Juden zu klopfen kommen, um das Geld nt sammeln. Zu sagen, daß die politische Ln״e in Palästina auf den Elan dieser Mitarbeiter vollkommen einflußlos ist, heißt, den psvehoiogisehen Augenschein ablcttgncn. Wenn in der ganzen Welt die Vorstellung anfkomint, daß in Palästina jene Ordnung herrscht, wie sie im Briefe des Waad Lcumi gekennzeichnet ist und, das ist das schlimmste, daß die Zionistische Organisation sogar sich damit nbfindet. Dann kann der zionistische Sammler keine Begeisterung mehr auibringcu, und damit ist unsere ganze Ockonomik erledigt. Auf Grund zwdeiniialhjiihrigcr Erfahrung in der Keren Hajessod-Arbeit sowohl an zentraler Steile als auch ais Sammler erkläre ich offen und klar, daß die gegenwärtige Taktik uns unfehlbar zum finanziellen Bankerott führt. Und das Unglück ist nicht so sehr die Handlungsweise der fremden Verwattun״, als das ,Nichtwidcrstrchen‘ unserer eigenen zionistischen ,Rrgicrungsgcwalt*. Wenn der einfache Sammler wüßte, daß seine Führer standhaft und fest kämpfen, so würde auch er eine andere Haltung einnehmen und der Aufschwung seiner Energie würde seinen Ausdruck finden im Zustrom von Mitteln in unsere Kasse. Wenn er dagegen den Eindruck gewinnt, daß die Führer sich zufrieden gehen mit einer Liquldation fast bis zum Nullpunkt, so wird er unfehlbar in Resignation und Apathie verfallen. Jetzt ist der Vorschlag gemacht worden, fast alle Mit- Rheder der Exekutive und des Acfions-Comitös in die Landsmannschafien zu schicken und Geld zu sammeln. Ich wünsche ihnen allen Erfolg und hoffe, daß cs ihnen gelingt, die lokalen Mitarbeiter zu elektrisieren, 80 daß wir wenigstens das Budget decken. Aber Galvanisierung Ist kein System und wird nicht für lange helfen. Und die Verwandlung von Führern in nomadisierende Mosrimlochiin ist Rauhwirtschaft, die der Organisation teuer zu stehen kommen wird. Alle diejenigen irren, die glauben, daß ich nichts weiter vor habe, als der Exekutive Opposition zu machen. In diesem Falle hätte teil ruhig in den Reihen der Organisation bleiben können. Weiter: wenn ich auch fernerhin die Exekutive ,bessern* wollte, so wäre am besten, in ihr' zu bleiben, da ich in wenigen Monaten meiner Mitarbeit 111 diesem Gremium den Eindruck gewonnen habe, daß es nie imstande ist, etwas zu tun, wogegen ich energisch aufstehe, Daher beschloß ich, wegzugehen. Ich beabsichtige nicht, mit der Exekutive zu diskutieren. ■Ich will unabhängig von ihr handein, nach außen wirken und, wenn cs ge- Uugt. die Organisation vor vollendete Tat־ Sachen *teilen. Dabei weigere ich mich »elbstwty■ lieh, nicht nur irgendwelcher Autorität Rechnung zu ti; noch weniger, den Meinungen irgendwelcher Parlciorgir.« Es handelt sich hier überhaupt nicht um die Excb cs handelt sich um die Organisation, in der idi bei dcö r sichten, die ich habe, aus folgenden Gründen nicht - länger hätte bleiben können. Nach dem § 4 des Manila* die Zionistische Organisation als ,Jewish Agency‘ nur so i! anerkannt, als die englische Regierung die Vcrfassunt׳. Zionistischen Organisation ais zweckentsprechend anctli. Es erhebt räch logisch erweise die Befürchtung, daß die fasstrng, bei der ein Mitglied der Partei, ohne au'/ut*. dem Willen ihrer Organe zuwiderliindcln kann, sehr [. als nicht zweckentsprechend angesehen werden kann, würde die Lage der Zionistischen Organisation als A׳״ erschüttern. Dies wünsche ich nie 111, und dieses rein patrioi Motiv ist im gegebenen Moment die einzige Ursache rnt Wegganges aus der Organisation. Bei den bestehenden ׳, hültnissen muß jeder so handeln, der nicht nur kritis will, sondern die Absicht hat, die Partcidisziplin aktiv, durchbrechen. Und das will ich. Nr. tl in «' iinrbtif irUtag- ,:.bei» י!schnitt' -.!inoch *hen C Kg übe ic er ' .habt ,irden. |c, mit udentui u ihr« :11 ihre nlstische Aber außerdem habe ich bereits lange gezweifeit, .* ^cr in den Reihen der Zionistischen Organisation nie, hon c ich Platz finden kann. Seit mehr als 20 Jahren bin ich ab . j Zionist. Außer Vorwürfen und Anschuldigungen ist mir b, ■?1!° , nichts entgegengebradit worden. Damit bin ich länger t\'■i<lcn. . zufrieden. Es ist möglich, daß die Oppositiotnstcllung, ׳, fiat siel ich zurzeit cinnchme, nicht endgültig ist. Wenn ich s: Richtun. werde, daß ich auch ais unabhängiger Arbeiter mich £־*,u1dlu1 den Zionisten nicht auf einem Wege befinde, so werde *׳damals die letzte Konsequenz ziehen und für immer von der b' 1״<lentu fläche der zionistischen öffentlichen Tätigkeit verschwir,J iaten i Aber das bitte ich ein für allemal zu begreifen: P;jsj, ausführen und Beihilfe leisten werde ich nicht, wenn die*,. . Pläne nicht meine Pläne sind. Weder in der C f™V’ ganisation, noch außerhalb ihrer Reihen kann ich mir t. jaiirclar Situation vorstclien, hei der ich irgend etwas volllfihr Ziomsn was mir mein ,delphisches Orakel' nicht befiehlt. Je, *tudent Orakel, das jeder Mensch in seiner Brust bat. Von die die Ju: Stellungnahme wird mich kein Appell an die öffcntl;: JU crzi! Meinung abbringen. Die Aufgabe des Publizisten und; Politikers, wie ich sic aufiassc, besieht nicht darin,; öffentliche Meinung zu ,befolgen' oder sie ,auszudrücken׳, % dem sie zu führen und, wenn ihr wollt, sie zu zwing; Wenn die Kraft reicht, werde ich cs machen, wenn nicht, i:!> ehrlicher, ganz abzutreten.“ Jtlassisc Irren - i'.stisch Gesamt Standet 4cm 8 6rez-I9rael Wahlsieg der ״Achdath Haawodah" Jerusalem. (J.C. B.) Die soeben beendeten Wahl in die palästinensische Gewerkschaftskonferenz erbracht einen durchschlagenden Erfolg der ״Achduth Ha wod ah“ und eine Niederlage des ״Hapoe Hazai r“. Die Konferenz soll am 1. Februar eröffnet werden. der Pa; fischen ׳ tnann ׳ - | ,,prakti! Wirtschaft * Kongreß der palästinensischen Araber Jerusalem. (J.C.B.) Die palästinensischen Aral Kölner , berufen eindn Kongreß ein, der über die Organisierung 6 Grenz« wirtschaftlichen Kräfte der Araber und über die Wege 1!elbst : ökonomischen Entwicklung der arabischen Bevölkerung , Roloni Lande beraten soll. Hauptpunkt der Tagesordnung vr *0r d die Erörterung der Landwirtschaft in Palästina sein, t stärkte jetzt insofern eine schwere Krise ciurchinaclit, als Gctrc! geford aus anderen Ländern, z. B. aus Kanada, in Palästina billig Mögüi gekauft werden kann, ais das heimische Getreide. , Patästi Der arabische Wirtschaftskongreß soll am II. Felm: die lr eröffnet werden. | im l P. 1.1 ,Palast .Lcitun im Je, das rc auf ih nistisc ' ab. I 1 die ji': | Die Einnahmen des Keren Hajessod nlstisc Die Gesamteinnahmen für den Keren Hajessod bis zicjder T : 31. Dezember 1922 betragen 67290-1,9,11 Pfund. Zu die«'!seiner Summe haben 48 Länder bcigelragcn. Die wichtigsten bejZirkel! j tragenden Länder sind: Amerika mit 437 000 Pfund (5: viel < gerundet), Kanada 46 000, Südafrika 27 000, Polen 230' revoli Deutschland 17 000, England 16 000, Argentinien 16M für d ן Tschechoslowakei 15000, Russisch-Ukrainischer Merkas 11 (XM scheie Rückgang der Nationalfond• Sammlungen [jji1n ,, Jerusalem. (J.C. B.) Aus dem Hauptbüro des JÜAN weg sehen Nationalfonds in Jerusalem wird mitgctcilt:! schab Da der Keren Kajemcth den Beginn seines Finanzjahre! < indivi in Anpassung an den jüdischen Kalender, auf den 1. Oklofct,! Enge festgesetzt hat, ist diesmal über die vorausgehenden dn j verm ersten Quartale 1922 zusammenfassend zu berichten. 1><ן j nistis : Spendenertrag stellt sich auf £ 64 200. Dies bedeutet, geger:; den über den £ 90000 aus der gleichen Zeit des Vorjal1re:J sch* ein Minus von 30 CA>. Als Gründe dieses cnipfintilichc Wort Rückganges sind die fortschreitende Valutaentwcrhuig in fast.; er s! allen Gebieten Zentral* und Osteuropas, die Wirtschaft•!; ist e krise auch in vielen anderen Ländern, die mannigfache:; Schri jüdischen Wohlfahrtsaktionen und die weltuni fassende PropE} von ganda des Keren Hajessod anzuführen. j j ״Jüd -- I ' pr*R nicht Bede in d< ״Vo! ein 1 Publ über Eine ״P» erhi« infai erka zu 1 nisc! erkli Ru 1 unte Blat aber tn z das Jerusalem. (J.C.B) Das französische Pressebüro k;! erst, Damaskus veröffentlicht dn offizielles Dementi der in (RE besc dortigen arabischen Presse kürzlich aufgetauchten Meldungen!; wfcl wonach die französische Regierung der Idee eines vereinigte“ ,) zwe transjordaimcli-syrisclicn Staates unter der Herrschaft wir Emirs Abdullah sympathisch gegenüberstehe. Zur Stellung der Klerikalen Rom. (J.C.B.) Der katholische Journalist VerceS'j hatte mit Dr. Weizmann während seines letzten Awj cnthaltes in Italien eine Unterredung. Jetzt veröffentlich’! er in allen katholischen Blättern einen Aufsatz über diü Begegnung, in welchem er die subjektive Aufrichtigkeit <k: Zionisten anerkennt, ihren Glauben und ihren IdcaUsitrt5 bewundert. Er hält aber seine Opposition «kr Bcwc!u::; gegenübc ׳ aufrecht und formuliert den katholischen Starepunkt f« Igcndcnnaßcn: ״England nützt den Zionismus rut um dort zu ernten, was cs nicht gesät hat. Es ist 6k natürlich, daß dort, wo England Opposition findet, d'#( auch dem Zionismus gilt. Wir verlangen die Aufrcchterhalturi unserer traditionellen Rechte vom katholischen Standpunkte■ Es darf keiner Großmacht erlaubt sein, unter dem VorwaoA von National Home für die Juden, dort zu ernten, wo unsef* Väter gesät haben.“ Ein Dementi

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