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Jüdische Rundschau · 1923-01-30 · Heft 9 (30.1.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 9 (30.1.1923)
Date
1923-01-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 44 Gesundheitspflege gute Gesundheit bedeutet und daß Oesumllicit Wohlfahrt schafft.“ Die arabische Bmilkerung hat rasch auf sanitäre 111stitutioneii und hygienische Pläne reagiert und mit dem Gcsiimlhcitsdcpartemcnt ia dessen Kampf gegen Schmutz, und Krankheit zusammen gearlieitcl. Die jüdischen Kolonien haben gleichfalls sehr beträchtliche Foitscliritle in hygieuhchcr Bezielumg gezeigt, von deren Wert viele von ihnen Erfahrungen in Europa gesammelt hatten. Sic haben eigene Leistungen bei der M.dariabckämpfimg aufzuweisen, und mit Unter- Stützung der Aciztcorganisation 1111־ J - .1 wurde ärztliche Aufsieht für Schulkinder und medizinische Hilfe für Einwanderer- Inger und Kolonien im allgemeinen beträchtlich entwickelt. Die Einwanderer haben entsprechend ihrer Herkunft aus gemäßigteren westlichen Klimata! zweifellos mehr als die älteren Kolonisten und die arabische Bevölkerung unter internen Krankheiten, Malaria und Infektionskrankheiten gelitten, aber eine bessere Hygiene der Lager verbunden mit Gewöhnung an das Klima und die örtlichen Bedingungen hat bereits viel zur Bekämpfung dieser Krankheiten beigetragen. Interessante Einzelheiten werden über die Anstrengungen gegeben, die gemacht werden, um Trachom und Malaria zu bekämpfen; mit Bezug auf das ersterc wird no$ aber berichtet, daß kaum erst die Anfnngsschritte gemacht sind, Die folgenden Details werden über den jüdischen sanitären Dienst gegeben: ׳ ״Die amerikanische zionistische Aerztcvercimgung (Hadassa) hat den größten und einen der bestorganisierten freiwilligen Spitalsdienstc im Lande. 5200 Patienten wurden in den Spitälern in Jerusalem, Jaffa, Safcd und Tibcrias aufgenommen und 335 223 Patienten wurden ambulatorisch behandelt. Außerdem führen ihre ärztlichen Beamten Kliniken und beaufsichtigen Desinfektion, Hygiene und Antimalariamaßregeln in gewissen Kolonien und Einwandcrcrlagcrn. Das Rothschild-Spital in Jerusalem ist das größte des Landes und besitzt eine wichtige Pflcgcrinncnschulc, bakteriologische Laboratorien, Röutgcncinrichtung und besonders angcschlosscnc zahnärztliche dermatologische und augenärztliche Kliniken.“ Die Wasserleitungen sind noch ungenügend, insbesondere in Jerusalem, wo Hausanschliisse so gut wie gar nicht existieren. Justizwesen. Die Zulassung des Hebräischen als Verhandlungssprache vor Gerichten wird erwähnt und es wird gesagt, daß seine ||Banf1»«PCT»»res presse - Rundschau Wirkung des deutschen Antisemitismus im Auslände In einem Augenblick wie diesem, wo die Vorgänge der Ruhrbesetzung das Schicksal Deutschlands wieder in den Mittelpunkt der europäischen Politik geschoben haben, ist cs nur selbstverständlich, daß aucli die inncrpolitischcn Vor• ginge in Deutschland die Aufmerksamkeit der Welt auf sich richten. Insbesondere ist es die antisemitisch-reaktionäre ,Welle in München, von der im Ausland viel Notiz genommen wird und die natürlich nicht gerade dazu beiträgt, Deutschland die Sympathien zu verschaffen, deren es heute nötiger bedarf als je. Wir nehmen in diesem Zusammenhang Notiz von einem Bericht des ״Daily Telegraph“ vom 19. Ja• nuar 1923 unter der Uebcrschrift ״Reaktion in Bayern. Antijüdischc Agitation“. Der Bericht meidet Vor- Bereitungen zu Judenpogromen in Bayern und stellt fest, daß die Situation in Berlin als sehr ernst angesehen wird. Ob die Beschuldigung bestimmter Persorten als Urheber der Münchner Bewegung, wie sie im ,,Daily Telegraph“ vorgenonunen wird, richtig ist, entzieht sich unserer Kennt• nis. Jedenfalls ist cs von Wichtigkeit, daß man in Deutschland von dieser Wirkung der Judeniietze auf das Ausland rechtzeitig Kenntnis nimmt. ״Gemeinschaft“ In der neuesten Nummer der ״Sozialistischen Monatsheft e“ findet siel! ein Aufsatz von Lisbeth Stern, betitelt ״Von Gemeinschaft“. Der Artikel gellt von dem Aufsatz von Duma Trietsch aus, von dem wir seiner• zeit Kenntnis genommen haben, und untersucht den in der modernen Erziehung und Jugendbewegung so wesentlichen Begriff der Gemeinschaft. Der sehr lesenswerte Aufsatz ist gerade auch für uns, speziell für unsere Jugendbewegung, von Interesse. Wir geben nachstehend einen Absatz daraus wieder: ״Nicht auf die Gemeinschaft überhaupt, auf den Kern, efen die gcmeinschaftsbildendc, produktive und gestaltende Kraft heute hat, auf den muß es ankommen. Das Gefühl der Gemeinsamkeit ist ja doch nur Ausdruck dessen, daß ich und mit mir unendlicli viele sich an einen Lebenskern ankristallisicren, dessen Kraft auch unsere Kraft nur,macht. Wenn wir an die alten Gemeinschaften denken, an die Kirche im Mittelalter oder die Kreuzzüge, dann spricht man von bestimmten Gedanken als ihrem Kern. Aber ich denke mir, der Kern war weit ursprünglicherer Art. Vielleicht war cs nur eine bestimmte Beziehung, das Verhältnis des Menschen zu seinem Leben, das im Mittelalter zum Jenseitigen ging und dann in der Neuzeit ein suchendes blieb innerhalb der Welt. Jetzt ist aber dieses Verhältnis wieder ein anderes geworden. Ich kann darum auch an die produktive Kraft vcm eigentlichen Religionsgemeinschaften heute nicht glauben, ihr Aufschwung scheint mir mehr Irrung im Suchen nach Gemeinschaft überhaupt als Aufschwung der Religion. Was jetzt die Menschen verknüpft, was jetzt fortwirkende Kraft hat, ist, glaube ich, ausschließlich die Arbeit. Die Arbeit, die auf Leistung und Gegenleistung beruht. Es ist das natiirlieh nur als der allgemeine Nährboden gedacht, der die verschiedenen Einzclgruppcn versorgt. Gleichmäßig bestimmend für sie alle ist aber, daß die Zentrierung nicht auf den einzelnen gerichtet sein darf. Alle die vielen religiösen oder aus religiösem Urgrund stammenden Sekten scheinen mir jetzt nur so weit lebenskräftig, wie irgendeine Arbeit sie zusammenhält So bei den Zionisten, bei den Quäkern, der Heilsarmee und auch bei den Wandervögeln. Wogegen alle Vereinigungen, die durch ein bloßes gedankliches Moment wirken wollen: der Pazifismus, Völkerbund, die Weisheitsschule, daneben wie Totgeburten wirken, an deren Existenz, man nicht recht glaubt Anders steht es um die wahrhafte Idee, die ja nicht etwa intellektuelles Ergebnis, sondern EI JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr,! Ni Verwendung ״eine tatsächliche und nicht bloß akademische" ist. Sehr forderlich war die Einrichtung von Landgerichts• hofeii und des Grundbuches. Dazu gehörte die Registrierung der tatsächlichen Eigentümer an Stelle^ der nominellen, die bisher infolge der früheren Praxis figurierten, die. sich durch die türkischen Rcchbrbesehränkimgcn für Ausländer ergeben hatte. Der Bericht stellt fest, daß die meisten den jüdischen Ansiedlern gehörenden Böden auf die Namen von wenigen einzelnen registriert waren, die die türkische Staatsbürgerscltaft besaßen, und cs wurden Schritte unternommen, um jeden rechtmäßigen Eigentümer in die Lage zu versetzen, einen Rcclitstitet auf sein Land zu erhalten. Die Organisation des rabbinischen Rates wird erwähnt, welcher von der Regierung als die einzige rabblnischc Autori• tat anerkannt wird. Besondere Fortschritte werden für die Aufdeckung und Bestrafung von Verbrechen auf Grund besserer Polizeimaß• nahmen IcstgestcUt Landwirtschaft Der die Landwirtschaft behandelnde Abschnitt stellt die Tatsache fest, daß von der anbaufähigen Fläche Palästinas (1 820000 Hektar) zirka 3(10000 Hektar Ackerbnulaml brach liegen. Dafür werden verschiedene Gründe angegeben, doch wird großes Gewicht auf die Einführung moderner Methoden gelegt, wenn Palästina in die Lage versetzt werden soll, mit anderen Produktionsländcrn zu wetteifern. Es wird er* wähnt, daß Sumpfböden der Jewist! Colonisation Association und jüdischen Kolonien zmn Zwecke der Trockenlegung und Bebauung verpachtet wurden. Einwanderung. Die Berichtsperiode umfaßt den Zeitraum, In welchem die Einwanderung eingestellt war. Die Gesamtzahl der Ein- Wanderer in Palästina vom 3. Juni 1921, wo die Einwanderung wieder eröffnet wurde, bis zum 31. Dezember 1921 betrug 4861, wovon 4784 Juden waren. Verschiedenes. Abschnitte des Berichts befassen sich mit dem Post-, Telegraphen• und Eisenbahnverkehr, und cs wird auch Erwäimung der Arbeit (Jcs arcltäologischcn Departements gemacht. Dan Bericht ist ein Kartellen beigefügt, welches die bestehenden Straßen und Eisenbahnen, sowie die für die nächste Zeit geplanten Straßenbauten darstellt. ,j* ■ •■ •׳ ■■ ־•» — schöpferisches Erlebnis ist, die darum auch das Leben umschafft, den ganzen Menschen ergreift und, alte Bindungen lösend, neue Gemeinschaft bildet.“ Osljudenfrage Zu dieser Frage nimmt in der ״C.-V.-Zeitung" vom 25. Januar Dr. Bcrtiiold Haasc Stellung. Der Artikel ent• wickelt die Grundsätze des Arbeiterfürsorgeamtes bei der Behandlung der Ostjudenfrage und spricht ihnen die Billigung des Ccntralvcrcins aus. Der dann folgende Absatz, der otfen• bar diese Billigung des Näheren begründen will, hebt frei• lieh diese Billigung großenteils wieder auf. Die Gegenüber• Stellung des ״hochkultivierten deutschen Juden“ und der ״durch ihr Gebaren und ihre rückständige Zivilisation unangenehm auffallenden Ostjuden" bedeutet eine Beleidigung des jüdischen Volkes, die sich der Ccntraivcrein, der angeb• liehe Wal,rer der jüdischen Ehre, nicht zuschulden kommen lassen durfte. Immerhin rückt der Ccntralvercln deutlieh von dem Hobrcchtschcn Artikel in der ״K&lirischen Zeitung“ ab, wobei er freilich aus nicht zu erkennenden Gründen der Hoffnung Ausdruck gibt, daß dieser Artikel nicht die Meinung des Verbandes der nationaldeutschen Juden darstellt. Das Lst inzwischen durch den Abdruck seines Artikels in den ״Mitteilungen des Verbandes der nationnklcutschen Juden“ deutlich geworden. Am bedaucrlichsten aber ist an dem Artikel des Contralverclns, daß cs cs nicht für notwendig hält, auf die Vorgänge in München cinrugchcn und zu erklären, ob er die von seiner Münchner Ortsgruppe abgegebenen Acußerungen zur Ostjudenfrage billigt. Qui tacet, consentirc videtur. Die Jüdisch ■ Nationale Frauenvereinigung Von Frau Hedwig Meycr-Lübke. Vorbemerkung. Dieses kurz zusammcngcfalite Programm enthält ii'ne reiche Fülle von Erweiterungsmöglichkeiten, an dessen Ausbau sicli viele von uns in treuer Hingabe beteiligen können. Im besonderen ist es die Chaluzfiirsorge, die eine gesinnungstüchtigc, groß angelegte Frauenaktion erfordert, von allen, auch von denjenigen, die aus nuzucrkcniicndcn berochtigten Gründen den praktischen Arbeiten fernblcibcn müssen. Durch um so reichere Spenden und Werbearbeit in ihren Kreisen werden auch sic ihre Mitarbeit bekunden müssen. Wir fordern die Frauen und Mädchen Deutschlands auf, anläßlich des 1. Februar eine durchgreifende Sammlung für die Cltaluzim zu unternehmen, sic wird ein Zeugnis sein für das volle Verständnis unserer Zionistinnen, für die Erleichten: 11g derjenigen zu sorgen, die für unsere Kinder Stein um Stein ‘in Palästina aus dein Wege wegräumen. Die Hinausgehciidcn soffen gestärkt werden durch das beglückende Bewußtsein, daß jüdische Mütter und Schwestern tätig am Werke sind, für sic und Palästina mit Opfern an Zcff und Geld helfend einzutreten. Die Verf, Am 1. Februar werden cs 23 Jahre, daß die Jüdische Nationale Fraucn-Vcrcinigung ins Leben gerufen wurde. Ringcml gegen Vorurteile und Anfeindungen hat sie in immer gleichmäßiger Zähigkeit die Mitarbeit der zionistischen Frauen gefordert. Um eine Interessengemeinschaft in der sozialen Arbeit, um eine gefestigte Gcsiunungstftchtigkcit hat sie gekämpft, eine starke Beeinflussung der jüdischen Jugend hat sie jahrzehntelang systematisch getrieben. Alle diese Aufgaben waren auch in der Art der Handhabung den ersten Jahrzehnten der jungen zionistischen Bewegung durchaus angemessen. Der Krieg und seine veränderten Folgcerschcimmgen forderten aber noch andere praktischere Tagesaibeiten. Die Jüdisch-Nationale Fraucn-Vcrcinigung wurdeauch dem gerecht. Aus ihrer Mitte heraus entstand unter ihrer Leitung durch unermüdliches Arbeiten das FlüchtUngshchn — schwer kämpfend mit der Existenzsorge, wurde es mehr und mehr durch die Not und Notwendigkeit de* Vorhandensein , absolute« Durchführung und Aufrechterhnltuiig gezw!,• Um dieses Werk gut gelingen zu lassen, legte die j״■'• Nationale Fraucn-Vcrcinigung ihre propagandistische 1 js und Werbearbeit sowie alle sonstigen Ziele und WünsgH andere Hände — voraussetzend, daß von dort aus dit ,י sprochcne Weiterarbeit geleistet werden würde. Das Flüchtlingshcim gelang und wurde zu einer eiv 111 sich gefestigten Organisation. Ein Werk dar Meng ‘ liebe, ist cs heule ein Zufluchtsort für die Kinder,! das Ahasverlos früh zu tragen begonnen haben, es is'; ׳ Trost für die Mütter, die ihrem eigenen Fletsch und ■' das schützende Dach des Elternhauses nicht zu gebe« 1 mögen. Es ist ein jüdisches Heim in des Wortes wah:;’ Bedeutung, ein Heim, weil die Kinder sich heimisch d ‘ den jüdischen Geist fühlen, der sic allzeit umweht, f Während ein Teil der bisherigen Führerinnen der(■’ disch-Nntionalcn Fraucn-Vcrcinigung damit vollauf bes׳.'•’ tigt war, fehlte ihnen die letzte innere Befriedigung, sie bekümmert cinsahen, daß die eigentliche Idee ihre!! santmcnsrhlusscs verloren ging, ohne daß irgendeine ar,' Gemeinschaft sich fand, die zionistische Frauen und M.ül י zu gemeinsamer Arbeit verband und aufforderte. Eine g!f zionistische weibliche Generation blieb der praktischen Fra/ arbeit fern und erst die heutige aus dem Blau-Wciß-B:! hervorgegangene weibliche Jugend, die bereits durch!1 Altersgrenze dem Bunde entwachsen ist, hat es zu e j produktiven, vielversprechenden sozialen Arbeitsbcreitse! gebracht liehe statt: der zwar ja *1 deru ist < des Weil Ijend von Nr. i <Se weiß roge Ter*; gesd über m In all den Jahren hat es sicherlich nicht an Kritiken ן fehlt, die der Jüdisch-Nationalen Fraucn-Vercinigung t|* andere Arbeitsweise empfahlen und deren gutgemeinte V| ^arj schlage gern befolgt worden wären, wenn dieselben KrilJ j ihre eigenen, sicherlich besserer! Methoden auch prakt J* frcs״ durchzuführen bereit gewesen wären. Aber dem war nicht l\ gje Von der Berechtigung der Kritik überzeugt, von der N* j wendigkeit einer neuen Arbeitseinstellung schon durch »3 por(! erweiterten und großzügigen Forderungen der allgemeiTtj ücm zionistischen Bewegung durchdrungen, jedoch ohne über Anzahl dafür interessierter Frauen zu verfügen, traten die Ha ad hörigen Leiterinnen resigniert in den Hintergrund — wartey wann Berufenere die verlassene Arbeit aufnehmen würd um sic besser und der Zeit angemessener auf die r wendige gesunde Basis zu führen. ן In dieser Zeit des Wartens wurden Anzeichen des pf tischen Lebens der jüdischen allgemeinen Frauenbc»{ gung sichtbar, die das aktive Hervortreten eines abst! jüdisch n a t i 0 n a 1 e n Zusammenschlusses verlangte. Sc: J die Mitarbeit an dem Interesse der Ostjuden und tief Kindcrcrzichung in pädagogischer und kultureller Him;j erforderte stürmisch eine straff zusammengefügte zionisth: Frauenarbeit. Zu gleicher Zeit sah man die Histadruth Nase: in London entstehen, in deren Karlsbader Sitzung ki Jikliscli-Nntionalc Fraucn-Vcrcinigung vertreten war, die u. den Stand der gesamten zionistischen Frauenwelt Deuts lands einen Bericht zu geben imstande gewesen wäre. E der kommenden Tagung (z. Z. des kommenden Kongress wird es Vorbehalten sein, einen geordneten Bericht iil die nationale Frauenarbeit Deutschlands entgegenzunehrc Und gleichzeitig begannen in dieser Zeit des Süße: ruhigen Wartens Woche für Woche unsere Pioniere ü! Berlin nach Palästina zu wandern, gut besorgt auf a1 Gebieten dcF Ordnung ihrer Papiere, schlecht besorgt r weiblicher Fürsorge Von inneren Sorgen um den Mangel an Pflichterfüllui.; mod der zionistischen Frauen getrieben, trat die altbewährte Ml die arbeiterin, Frau Lina Wagner-Tauber, mit der ihr eiget I ״I»Ü1 Elastizität und der Schwungkraft ihrer Seele noch einr|j eine mahnend an uns heran und bat um noch einen Versuch ן meinsamer Arbeit. Wir haben ihn unternommen, und zwar s|| als der Basis des folgenden Arbeitsprogramms, von dem »f| Brei hoffen, daß cs auch den übrigen nationalen Frauen-Vcreiijj Bret gungen, sowie den einzelnen unorganisierten zionistisch;^ K. J FrdJien innerhalb der Organisation eine Anregung und Aulhi« Sun! zu einer erneuten ersprießlichen Arbeit sein wird. Die 0l!j* 1״es derung der Arbeit zerfällt in I. Soziale Arbeit, II. Chaluz-Fürsorge, III. Propaganda. Um für diese Arbeiten den dazu erforderlichen Stur von Frauen und Mädchen zur Verfügung zu haben, sind Gruppe« der B. Z. V. aufgclordcrt worden, VcrtrauensdauTj zu wählen, unter deren Führung die propagandistische Tä(J| keit innerhalb ihrer Gruppen sich derartig zu gestalten Hi|j daß sie die verschiedenen sozialen Arbeiten unter den sHj zur Arbcitsbcrcitschaft meldenden Frauen und Mädchen na;|| ihren eigenen Wünschen verteilen. mod es! men Jedi nod Erh als In : das eine .11 •* ׳״tiimuiui . Namentliche Listen waren angefertigt und durch *to 1'״n jeweilige Vertraucnsdamc an eine Zentralstelle weiter gebe« worden, die wiederum die Eingliederung in die e״| zelnctt Abteilungen besorgte. In Anbetracht der Zeit- «׳־. Gcldvcrhiiltnissc und besonders mit Rücksicht auf die bere bestehenden sozialen Schöpfungen, ist jede Art von ן-׳»א gründung im Augenblick zurückgedrängt worden, um *[•; alle Kräfte in den Dienst der Vorhandenen zu stellen,; deren Gehobensein wir ohnehin ein starkes Interesse HabCj ln nachstehenden Institutionen ist soziale Arbeit zu leiste.־^ Chaluzfürsorge (Beratung und Versorgung durchreisen*! Chaluzim), j, Flüchtlingsheim, Wiesenstraße (Ucbernahme von Pflegscluj! teil, Erteilung von Stunden und Voriescn), |p Klndcrflüchtlingshcim, Auguststraße (Halbtagsarbeit, SK‘| dengeben, Ausbessern), JE; Arbeiterfürsorgeamt (Ermittlungen, Uebemahme von P^l schäften), j»; Jüdische Hilfe fürs jüdische Kind (Uebemahme von Pfts•;׳ schäften, Ermittelungen), , ,(3 Kinderhort und Kindergarten, Oipsstraße (Halbtagsarbeit nich sind von WaiHiiiitMim anal», j c dJ 3.,״ , . .. ,* V ‘יי־־ץ ך-י *"*■*-fr ^l %^ p*n 40m*"״* ץיי—■ *-p ץ■**‘*‘•'*^ r״״’! jn י ן ■; j k I1.Ü. I.aJ Ü d r׳, **MMiwfc* »-ilrWiA

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