Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 5 (16.1.1923)
- Date
- 1923-01-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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f f i Ip" P f־^ i I!־׳ I 1 I I :1 I I 1 I 1 i 1 I 1 I :1 :1 4 M 1 ן *1 Seite 22 ] U E D I S C Ff E RUNDSCHAU '*o 8cI1 mt v* *i .״ i, ״L o) ח׳י! ז4׳״׳י j• M ׳<■«*•' * * I Memorandum an das A.-C. Wir bringen das von Dr. I nric Unterzeichnete Momorandum in gekürzter Wiedergabe. Infolge der Schwierigkeit in der Deckung des FludgGs für S6S2 kamen wir ■ noch im T.atifc des Schuljahres zur Ucberrengimg, daß wir für das Jahr 5583 das Budget werden reduzieren müssen. Fünf Monate vor Jahresabschluß begannen wir damit, die Richtlinien für die Kürzung festzu .־teilen. Fs war unser Bestreben, daß die Volksschulen, die der Grundstein der Erziehungsarbeit int Lande sind, 1115;;liehst wenig durch die vorzunehmcmlci! Reduktionen geschädigt würden. Daher besciiRicseit wir mir ,,an den linden zu kürzen“ und Re* duktionen auf Kosten der Kindergärten, der höheren Schulen und der Arbeit in Syrien vorz tt n eh 111 e n , andererseits die Einnahmen aus den Schulgeldern zu vergrößern und auch die Lehrer einen Teil zur Deckung brisletxrn 7.11 lassen. Wir glaubten, bei großer Anstrengung, die Arbeit bei einer Reduktion von £ 25.000 einrichten zu können, aber die Karlsbader Konferenz kürzte unser Budget um £ 30.000. Es mußte also unsere Arbeit eine weitergreiiende Zerstörung cileidcn als wir voraiissnlicn. A. Reduktionen: 1. Kindergärten: Wir schlossen 9 Kindergärten, (2 in Jerusalem, 1 in Jaffa und 6 in den Kolonien). Desgleichen verminderten wir die Anzahl der Kindergärtnerinnen irt den Städten (Jerusalem, Jaffa und Haifa) durch Verschuld• rung von Klassen in den Kindergärten, litt ganzen wurde die Zahl der Kindergärtnerinnen gegenüber 3632 um 2') vermindert. 2. Volksschulen: Die Reduktionen sind: a) Ver m i n d c ru!1 g d c r L e 11 re rz a 111: In den Dorfschulen setzten wir das Prinzip fest, daß »111 Durchsclinitt nicht weniger als 30 Schüler auf je einen Lehrer entfallen; in den Städten, wo es die KLisscnräumc gestatteten, teilten wir sogar bis 60 Schiller einer Klasse zu. b) Verschmelzung von Klassen und von Anst alten: In manchen Schulen haben wir Klassen zusammengezogen.' In Tibcrias verdingten wir die Mädchen- und Knabenschule in eine Anstalt. Dies rief zwar starken Widerstand seitens der Bevölkerung hervor, aber die Kot zwang uns, cs dennoch durdmifidiren. Audi in Saffed vereinigten wir die untersten Klassen der Knabenschule mit denen der Miideben schule. c) Schließung von Schallen: Wir schlossen die Schulen in Kf.ar-Un'ah, Porinh und gaben unsere Arbeit in Sidon auf. 7 d) Kü r zun g ei n zel ner Budgets: Wir verminder• ten <fasr Budget der Schule in Sichern uml das der Erzielmiigsanstallcn in Damaskus. 3. H öh c re Schule n: Wir vemiinderten unsere Subvenfion an die höheren Schulen; die Reduktion beträgt £110() für das Gymnasium in Jaffa, und je £ 500 für das Gyninasium in Jerusalem und die Realschule in Haifa. 4. Lehrerseminare: Durch Verschmelzung von Klassen und Verminderung der Untcrrielitsstundcnzahl gelang cs um;, am allgemeinen Lehrerseminar, dem Lehrerseminar des ״iViisrachi“ und dem Lehrerinnenseminar und Kindergärtnerinnenseminar in Jaffa• insgesamt £ 1200 zu erspare״. 5. Fachschulen: Wir verminderten das Budget des ״Bezalcl" um £ 200.—. Deir Musikschule in Haifa strichen wir die Subvention gänzlich, der Musikschule in Jaffa setzten wir dieselbe auf £ 10.—, der in Jerusalem auf £ 25.— monatlich fest. Durch diese Reduktionen verminderte sich die Zahl der Lehrer in den Schulen im ganzen um etwa 55. 6. Handwerkoschulen: Wir strichen die Subvention der Mädthenhandwerkssclmle in Jaffa und kürzten diejenige der Nähsdmle in Jerusalem. 7. Arbeiterabe 11 dkursc: Das Budget für Arbeiterabemlkurse und kulturelle Arbeiten (in 56S2 monatlich £ 142) wurde gestrichen. Demgegenüber setzten wir für drei Schulen für A rbeiterkinder in Kwuzoth insgesamt £ 23.— monatlich fest ft. Allgemeine Reduktionen: Wir vemiinderten die Ausgaben für Sekretariat und Sdiulbediemmg und reduzierten die für allgemeine’Ausgaben bestimmten Beträge (Möbel, Lehrmittel, 'Baureparatur u. dgl). Alle diese Reduktionen, “die insgesamt £ 18 428 aus machen, treffen meistenteils die Lehrer, deren Zahl sich um etwa 80 vermindert hat. Bei Entlassungen von Lehrern berücksichtigten wir: a) die Lehrbefähigung, b) die Zahl der Dienstjahrc in unseren Anstalten, um iiicht unser Budget durch Zahlung hoher Entschädigungssummen zu belasten. Wir müssen feststellen, daß die Mitteilung über bevorstehende Entlassung, die seinerzeit allen Lehrern schriftlich zugcsdiickt wurde, niciit nur keinen Nutzen gebracht, aindem 1111 Gegenteil in Lehrerkreisen ganz unnütz große Aufregung hervorgerufen hat. De Entschädigungssummen, die wir den entlassenen Lehrern zu zahlen verpflichtet sind, betragen etwa £ 500.—. Es wäre billig, daß dieser Betrag nicht auf Kosten des Erzichmigsbudgcts für 5683 bezahlt wird, sondern aus dem B'.c'grl für allgemeine Ausgaben der Zionistischen Exekutive. Herr Nai<!itsd1 hat dies tn der Karlsbader Konferenz zugesagt, und wir hoffen, daß das Actkms-Gomitd wiiese Ausgabe hewilligen und sic außerhalb des Budgets des Erzicliungs- Departements einsetzen wird. Folgen der Reduktionen. Infolge des Sdiließens iwi Kindergärten sind viele Kinder ohne Erziclumg und ohne Aufsicht geblieben. Die Aufgabe unserer Arbeit in Sidon und dopen Reduktion in Damaskus machen einen großen Teil unserer bisherigen erzic! 1erisdi-kulturellen Errungenschaften daselbst zunichte. Unsere Bestrebungen, die hebräische Sprache zu verbreiten und sie audi dort zur Umgangssprache zu machen, wurden unterbunden, und alles, was wir bisher durch unser« Arbeit in den Gemeinden von Damaskus und Sidon an Erziehung des jungen Geschlechts und dessen Ertüchtigung für das Leben■ erreicht haben, wird vergeben. De Verminderung des Budgets der Volksschulen zwang uns, dichtbcsclz.tc Klassen zu sdiaffcn. Dcsc Einridifumg erschwert sehr die Arbeit des Lehrers, wirkt schädigend auf die Gesundheit der Kinder und auf die Ergebnisse des Unterrichts, und cs leidet darunter die gesamte innere Arbeit der Schule. Die Streichung des Budgets der Abendkurse hat zur Folge, daß das Tempo unserer Arbeit an der Wiederanllebung unserer Sprache als Umgangsspradie der Volksmassen und deren Erlernung durch die Neu• ein Wanderer verlangsamt wird. B. EI n n ahme n, a) Schulgeld. Dns Schulgeld, das unsere Schulen einbringen, slcigt von Jahr zu Jahr, wie aus folgender Tabelle ersichtlich: 5079 56S0 5681 56)32 £ £ 45 £ Kindergärten 528.003 925.150 1600.515 1 223.735 Volksschulen 3 380.803 4 412.750 7 959.806 10 531.6)3 Höhere Sclnden 2367.413 4 816.712 6 428.280 10 015.1־W Lehrerseminare 60.000 343.060 612.5% 598.210 Fachschulen 60S.301 1 523.272 2 789.436 2 013.755 Total ' 7 033.665 12 080.884 19 439.772 24 453.531 Wir machen alle möglichen Anstrengungen, um die Einnahmen zu vermehren, wir sind aber schon beinahe an der Grenze »!!gelangt, und es wird nicht mehr möglich sein, die Fimulimcn um einen namhaften Betrag zu vergrößern. Das Schulgeld wird von Jahr zu Jahr regelmäßig steigen, nicht aber sprungweise. Der Betrag von über £ 24,000.—, den im J als re 5632 das Schulgeld ciijgcb rächt hat, ist hoch genug für den palästinensischen Jischuh, der größtenteils aus Leuten besteht, die erst unlängst eingewandert sind und die sich noch nicht ini Lande eirizurichten vermöchten. De Leistung Ft groß, wenn man bedenkt, daß Jerusalem allein, dns seit jeher gewohnt ist zu bekommen, nicht zu geben, im Jahre 5682 an Schulgeld £ 4830 eingezahlt hat. Einigemal traten wir an den Wand Lcinni heran, damit uns dieser helfe, die Einnahmen aus dem Lande 711 vermehren, aber auch der Wand Leumi glaubt nicht an die Möglichkeit einer namhaften Vermehrung der Einkünfte. Eine Wendung zum Besseren kann in dieser Beziehung nur dann eintreten, wenn unseren Ocnuimien das Recht zuerkamit wird, den Einwohnern Steuern aui'ztilegeti. Dieses Recht wurde aber dem Waad Leumi bis jetzt nicht zuerkannt. In diesem Jahre sind wir im Begriffe, den Versuch zu machen, Leuten, die keine Kinder in unseren Schulen haben, freiwillige Steuern zugunsten des Erz:ehun״swcrkes aufznerlcgcn. Nach unserer Schätzung kann uns diese freiwillige Steuer in diesem Jahre weitere £ 10000.— e'mbrinjpn. Mit diesem Betrage lioficn wir Im laufenden Jahre die Einnahmen um £ 4000,-• zu vermehren, darunter £ 1000.— vom Waiscn-Komitee als Schulgeld für die Waisen, die in unseren Schulen erzogen werden. b) Anteil der Regierung. De Regierung erkennt unsere Schulen nicht ate RegiertengsatiBfalten an und sieht sie nk Privatannlaltcn ah. Dnhcr zahlt sie uns mir eine kleine Subvention, im gleichen Verhältnis ai anderen Privatschulen im Laude. Vo׳r einem Jahre (5681) bekamen wir von der Regierung £ 2675,—, im Jahre 56S2 £ 2210.—. Unsere Fordonuig an die Regierung ist, daß sie unseren Sdmlen denjenigen Teil ihres Erzlehungsburifjcta rucrteilt, der dem prozentuellen Anteil der Juden an der Lamksbcvölkenmgszahl entspricht. De Regierung verausgabt für Erziehung £ 110.000.--, und da vir 20 ס/י der Bevölkerung sind, gebahren un3 mindestens £ 20,000.—. Würde unser politisches Departement mit dieser innrerer Forcfenrig bei der Regierung Erf 4g haben, so könnten wir das Erziclumgsbudigct bedeutend entlasten. Wir fordern von der Regierung, daß sie unsere Schulen (.11s Regierung-«chulen anerkennt .und daß dicscllxn nach wi'; vor unter der Leitung der Zionistischen Exekutive bleiben. Wir wollen der Regierung erweitertes AuNchtsrccht eiiirätimen; die Regierung ist nber damit nicht einverstanden; sie wäre bereit, ihren Anteil an unserem Budget etwas zu vergrößern, icdodi unter der Bedingung, daß einige Schulen ihr restlos übergeben werden. De Regierung verspricht zwar, An unsere Abonnenten! Wir verständigen hierdurch unsere Abonnenten davon, dass wir die Ahonnemcntsgcbühren In Deutschland für das 1. Quartal 1923 jetzt endgültig auf Mark 1600.— für Einzelabonnenten und auf Mark 1500.— für die Abonnenten, die die Jüdische Rundschau Im Samr.icSnbonnenient beziehen, festgesetzt haben. Wir sind nur dcshftlh In der Lage, die Abonnementsgebühren so niedrig zu halten, well wir noch über einen zu günstigen Bedingungen eingekauften Papier- Vorrat verfügen. Die Aufrechterhaltung unseres Betriebe« ist aber bei den ständig wachsenden Unkosten In erhöhtem Masse da von abhängig, dass die Abonnementsgebühren pünktlich cingehen. Wir fordern daher hierdurch die Schatzmeister der Ortsgruppen und Vereine, die Sammelabtinncments bei uns bestellt haben, dazu auf, die restlichen Gebühren in Höhe von Mark 920.— für jedes bestellte Abonnement schleunigst •Inzuziehen und zur Abführung zu bringen. — Von allen Einzel- Abonnenten werden wir die Postgebühren ln Höhe von Mark 950.— zuzüglichMahnspescn durch Nachnahme erheben falls die Nachzahlung nicht bis zum 19. d. M. an uns direkt überwiosen worden Ist.— Wir bitten um pUnktlicha Einlösung der Nach* nähme, da nur in diesem Palle die Welterlfeferung bis zum Schlüsse des Quaitnls erfolgen kann. , Verlag ״jüdische Rundschau“ Berlin W15, Sächsische Strasse 8 Bankkonto: Darmslfidier und Nsllonalbsnk für Deutschland, Deponiten lau je W 15 Karfütalcndamm 52 Postscheckkonto: Berlin 17392. -Fa Nr. 5 Nr die hebräiidie Sprache als Unlemciilsspräche nicht anzutasten, wir haben aber keinerlei Gewißheit, daß sie nidrt den Un‘ -. 1־i1i1tc|11a11 11:14 den naiionalcn Geist unserer Schulen antavn wird. 3‘rotz. all dein wären wir zu Konzessionen bereit, we,^ die Re״len111p eilten mehr «xlcr weniger namhaften Teil unsere, Erzielningslindgets auf räch tiehuieii würde. Die Regierung ist aber nur geneigt, ihren Anteil «in ein geringeres zu ver• größmi, etwa uni £ 2000.—, und um des kleinen Betrage■; willen können wir selbstverständlich nicht darauf eingrhea, ihr die Sclmlcn atrszuliefcrn und deren normale Entwicklmi'; zu gefährden. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit der Regierung sind «och nicht abgesdrlossen. c) Beisteuer der Lehrer zur Deckung des Defizits. Nach ,allen Reduktionen und nachdem wir (tu maximale zu gewärtige wie Vermeilrtuig der Schulgeldtm! Spendendnri,•ihnien eingesetzt batten, drohte uns dennoch eäi Defizit im diesjälirlircn Budget In ihrer Qciwtral versammln!!•,׳ lialnm die Lehr(1• bcsrlilcKscn, das Defizit bis mm Betrag• von £ 506.— selbst zu decken, welcher Betrag von ihr; t! Gehältern im Lauf« des Jahres sbniziuhen ist. Bemerkt muß werden, «laß die Gehälter der Lehrer gar nidrt hoch sind, daß sie viel niedriger sind als diejenigen intelligenter Arbeiter in anderen Berufen. Das Grundgehalt der Kindergärtnerin ist £ 8.—, des Volkssdmlldircrs £ 10.— und des Oberlehrer t £ 15.—; dns Maxin1.11geh.1It ist doppelt so hoch nach 17 Dcnstjnliren. Das Leben im Lande ist zwar billiger geworden, aber nicht in dein Maße, daß die knappen Lehrcrgehäl er tnn vieles verkleinert werden könnten; trotzdem erklärten rieh die Lehrer mit der Reduktion ihrer Gehälter einverstanden. Ko Verteilung wird unter Berücksichtigung der materiellen Verhältnisse jedes diizeliieii Lchrcrä van der Leitung des Lehrverb,׳widee durcligcführt wcrdciL C Die gegenwärtige Lage. Da* A.C ist verpflichtet, an** dieser Lage einen Ausweg zu finden; die Mittel zu finden, daß den Lehrern die Gellälter gezahlt werden, entsprechend der Verpflichtung der Zionistisehen Organisation. Der Waad Hachimicli (Erziehungskomitoe) hat im vorigen Jahre vorgeschlagen, daß U*m erlaubt werde, einen Separatfonds für das SchnJwerk zu gründen. De Karlsbader Konferenz lehnte es ab lind übernahm die volle Verantworturig gegenüber den Lehrern, sowohl für die Schuld vom vorigen Jahre als auch für das diesjährige Budget von £ 70.000,—. Die Zionistische Organisation kann sich daher dieser Verantwortung nicht entziehen, und sie muß die Wege finden, iluen Verpflichtungen den Lehrern gegenüber nachzukominien 1n1d «las ungestörte Weiterbestehen der Schüler! zu ermöglichen. Der Waad Leumi hat folgende Beschlüsse gefaßt 1״. Der Waad Leumi beschließt, Schritte zu unternehmen um die 6I!entliehe Meinung über die Lage der Schulet I aufzuklären und um eine größere Beteiligung de 1 jüdischen Bevölkerung an den Ausgaben fü 1 das Sch ul werk zu erreichen. Zu diesem Zweck beschließt der Waad Leumi: Einleitung einer Propaganda, um die Zahl der Schulgeld zahlenden Schüler zu erhöhen, Abhaltung von Besprechungen mit den in Betracht kommenden Komitees und Gruppen, um sie zu finanzieller Beteiligung an dem Erzichungsverk zu veranlassen, Erhebung einer Steuer von aller denjenigen, die keine Kinder in den Schulen haben und deshalb keinen Beilrag zum Schul werk geleistet haben. Dese Steuer soll sofort eingezogen werden. 2. Der Waad Leumi richtet an die Regierung die dringendcAuffordcrung.die dem Erziehungsdcpartcinent der Zionistischen Organisation unterstehenden Schulen a'j jüdischnationale Schulen in der jüdischiiationalen Heimstätte anztterkennen und sic entsprechend ihrer Stellung im Lande zu subventionieren. Der Waad Leumi wird notwendigenfalls Versammlungen ei!!berufen, damit 6iedie?•: Forderung an die Regierung stellen. Dieselbe Forderung sollte auch von den verschiedenen Stadt- und Kolonievcr- Wartungen erhoben und von der Zionistischen Organisation unterstützt werden.“ Die Organisation der Lehrer äußert sieh zu diesen Resolutionen u. a. wie folgt: ״Obwohl die Lehrer der jüdischen Schulen vier oder fünf Monate lang kein Gclnlt erhalten haben, haben sie bisher ihre Posten nicht autgegeben, um die 13 (DO jüdischen jungen und Mädchen nicht im Stich zu lassen. Unzählige Versammlungen haben stnttge(linden, wo bitterste Klagen und heftigste Debatten immer zu dein Resultat geführt haben, es müsse etwas geschehen. Der Immer erneut auflauchendc Vorschlag eines General,(reiks wurde immer wieder abgcleiint. Die Meinung ging dahin, daß ein Generalstreik!(ein Geld schaffen könne und daß ein solcher Streik die materielle Not der Lehrer niciit lindern, aber den unschuldigen Kindern unbcrechcnbaren Sclnden zu fügen werde.“ Nachdem dann die einzigartige Bedeutung des hebräischen S-huhverks für den Aufbau des Landes auseitianilergeseUt wird, heißt es weiter: ״Niemand In Pnlästi'in kann leugnen, daß die Regierung für die matcrielie,Wohlfahrt der palästinensischen Einwohner jeder Rasse und Religion sorgt. I:s bleibt deshalb ein um so größeres Geheimnis, weshalb die Regierung nicht berücksichtigt, in welchem proportioiicllen Verhältnis sic für die Bedürfnisse der Bevölkerung zu sorgen hat. Es ist außerordentlich anzuerkennen, «lall die Regierung Schulen für diejenigen eröffnet, die bisher des Segens einer geordneten Erziehung entbehrter. Die für Erzieiiung'szweckc bestimmte Summe im palästinensischeu Budget der Regierung übersteigt 100003 Pfund. Wi’ ist es zu reciiifertigru, daß davon nur?500 Pfund ab Subvention für die jüdischen Schulen gegeben werden, wo doch die genaue Statistik erweist, daß diese Subvention mindestens 23000 Pfund betragen müßte? Wenn man berück- *iehtigt, daß das Haupteiitkommen der Regierung die Steuern des l.,indes sind und wenn man weiß, daß die Juden zu diesen Steuern ebensoviel beitragen wie ihre Nachbarn, so erscheint auch diese Summe noch als geringfügig.“ * ' Der Waad Leumi hat an die Sitzung des Aetions-Comltes nach Berlin ein Memorandinn eiiigercicht, In welchem Teilnähme ה n der politischen Arbeit der Paläatina-Exekutive gefordert wird und gegen die Haltung der Regieren־; gegenüber «Jen Juden protestiert wird. Leut Gol Kisch, der politische Mitarbeiter der Exekutive, ist aus Kairo zuriiekgekchrt, wo er Unterrc«lungen mH den arabischen Führern hatte. Er ist mit dem Fortschritt seiner Mission sehr zufrieden. 111a " iwtj nir •rd Itirii fe)ÜC -j cr