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Jüdische Rundschau · 1923-01-12 · Heft 4 (12.1.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 4 (12.1.1923)
Date
1923-01-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 10 JUEDISCHERUNDSCHAU Nr. 4 zendc Perspektiven tmd schwierige Ocgenwart, ebenso die wirtschaftliche. Sowie Palästina in die internationale poli• tische Gemeinschaft cingctrcicn ist, so aiuch in das inu•!■- nationale Wirtschaftsleben, daher ist d.c Krise heute natöili.ii, solange das Land nicht zu einer entsprechenden En hvic klung gekommen ist. Zum Beispiel ist der Wert der einst so beriihmtcn palästinensischen Grtrcidesortcn heute gering, denn das australische Mehl gelangt mit geringeren Spesen man Haifa als das inländische Mehl nach Jerusalem und kommt sogar billiger als das mit billiger Arbeit erzeugte arabische Mehl. Wenn ,wir heute einen Hafen bauen, so ist das vorteühaft wegen der Erleichterung des Exportes, aber nach• teilig wegen der Erleichterung des Importes, weil Palästina noch nicht mit dem Weltmarkt konkurrieren kann. Daher kann das Land weder auf Industrie noch auf Landwirtschaft allein aufgebaut werden, sondern auf einer S y n - these, und die Bedingungen für deren Entwicklung müssen geschaffen werden. Die Aufgabe, die uns bei der Schaffung dieser Bedingungen zufällt, ist die Aufgabe, die sonst ein Staat zu erfüllen 11.1t, nur daß wir nicht das Geld haben wie der Staat. Der Keren Hajessod muß alle Vorbereitungsarbeit erfüllen, die not wendigerweise der Privatinitiative v o r n ־־. ״ g e 1.1. Nuris, Benjaminiah, Nahalal, die Versuchsstationen in Tel-Awiw und Ben-Schemen — das sind die ersten /.eilen in dem neuen Organismus. An keinem Orte der Welt wird auf einen Quadratkilometer soviel Energie, Idealismus und Initiative verwendet wie hier. Die Arbeit wird mit Schmerzen und mit Liebe getan, und unsere Sache ist e3, die Mittel tu schaffen, um sie zu vergrößern. Ich will schließen mit einem Wort von Anatole France: Die Zukunft ist verhüllt vor jedermann, auch vor denen, die sic bereiten, die an ihr bauen und an sie glauben. ״Äpdas jisroel“ und Weltkongreß Die Agudas Jisroel hat in ihrer Tagung in Breslau beschlossen, für den Monat EluI die Knessioh Gedauloh einzubcrn'fen. Dies ist der agudistischc Wcltlcongrcß, der die endgültige Weltorganisation der Agudas Jisroel schaffen soll. Mit großem Pathos kündigt die Presse der Agudah das Ereignis als die ״erste interterritoriale Heersdiau der orthodoxen Judenheit“ an. Diese Ent- Wicklung im orthodoxen Lager ist außerordentlich intcrcssant für den zionistischen Betrachter. Denn es kann kein Zweifel darüber bestellen, daß die Entwicklung, die sich hier vollzogen hat, unter dem starken Einfluß der zionistischen Bewegung vor sielt gegangen ist. Der Gedanke der Organisierung der jüdischen Massen, der Schaffung einer allwcltlichcn jüdischen Organisation, der Gedanke, daß jüdische Politik überhaupt nur dann möglich ist, wenn sic nicht auf gelegentlicher Fürsprache von Einzelpersonen, sondern auf der gesammelten Kraft eines starken politischen Machtfaktors, des Volkes selbst beruht, wurde zum ersten Male durch Herz! proklamiert. Damals!tat sich im jüdischen Lager eine extreme Gegner- Schaft gegen diese Idee erhoben, weil man aus den altgewohntten Anschauungen sich nicht befreien konnte, •weil man den Gedanken einer jüdischen Organisation oder eines jüdischen Weltkongresses gar nicht zu fassen wagte. Selbstverständlich kam diese Gegnerschaft auch aus jenen orthodoxen Kreisen, die heute in der Agudah sich ein Zentrum geschaffen haben. Besonders wurde der Einwand laut, daß eine solche Unternehmung dem antisemitischen Schlagwort von der IntcmationaUtät des Judentums Nahrung geben und Zweifel an dem jüdischen Patriotismus erregen könnte. Da sielt unglücklicherweise die Juden das Gesetz ihres Handelns stets von außen vorschrcibcn ließen, stets von allerlei Rücksichten und Befürchtungen gehemmt waren, hatte dieses Argument eine durchschlagende Wirkung in den liberalen und ortkodoxen Kreisen, die damals die Einheitsfront gegen den Zionismus bildeten. Die zionistische Bewegung ist über diese Kreise hinweggeschritten und ihren Weg gegangen, sie hat es vermocht, das Volk aufzurütteln und die Anfänge einer nationalen Selbstbesinnung, die Anfange einer nationalen und volkstümlichen Politik zu, schaffen. Die Zionisten allein haben nidit nur die Gegnerschaft der nichtjüdisdien Welt, sondern auch die Gegnerschaft der jüdischen Gegner auf sidi genommen und haben ihren Weg bis zum Ziele verfolgt. Heute, mehr als 25 Jahre nadi dem eisten Ziouistenkongreß, wird nun die Trennungsorthodoxie auf einen ähnlichen Weg gezwungen. Sic will ein politischer Faktor werden und sic hat bereits gelernt, daß dies anders als durch Schaffung einer Organisation nidit möglich ist. Allerdings darf kein Zweifel darüber bestehen, daß der Weltkongreß, den die Agudas Jisroel einberuft, schon begrifflieh durch eine tiefe Kluft vom zionistischen Kon greß getrennt ist. Der Gedanke Henris war cs, das ganze Volk für dne politische Aktion zu organisieren. Er wollte alle Ansdiauungs- und Meinungsdifferenzen zurückstellcn und dne Front nach außen schaffen, die die Möglichkeit einer jüdischen Volkspolitik zur Lösung der Judenfrage eröffnet ln dieser zionistischen Organisation hatten orthodoxe Juden genau so Platz wie ausgesprochene Freigeister. Schon zu Anfang der Bewegung haben sich große Rabbiner und orthodoxe Führer begeistert Herzls Ruf angeschlossen, und heute ist dn großer Teil der Orthodoxie im Misrachi innerhalb des Zionismus organisiert, während auf der anderen Sdte die Zionistisdie Organisation auch die radikalen Elemente der Palästina-Arbeiterschaft umfaßt. Die Ein* heit des Volkes ist der Grundgedanke, auf dem die Zionistisdie Organisation beruht. Ganz anders bei Agujdaa Jisroel. Hier ist nicht Einheit die Losung, sondern Trennung. Eine Organisation der Orthodoxie wäre nur dann logisch, wenn sie sich einem höheren Ganzen einfügt; sonst verliert sie jeden politischen Sinn und muß infolge ihrer separatistischen Natur notwendigerweise, und zwar um so mehr, je stärker sie is^ der Politik des. jüdischen Volkes Schaden zufü-ca. Die Politik, die die Agudah in der letzten Zeit matM, fct sysicni.״,tisch darauf gerichtet, ehe iimerjüdisdicu Fragen vor ein äußeres Forum zu bringen, statt sich innerhalb des Judentums an einer organischen Willen .Bildung 2*1 beteiligen, die daun die Grundlage der jüdischen Politik böte; nie tritt außerhalb, sie versucht die unglückselige Desorganisation des jüdischen Volkes dazu zu mißbraueheu, um immer wieder die Lcgiümationsfrage aufzuwerfeu, immer wieilcr als ein selbständiger Faktor ihr Prestige zu wahren, wobei es ihr ganz gleichgültig ist, ob die niditjüdischcn F.iktoren diese Tatsache zur Schädigung jüdischer Interessen aiisnülzcn. Ein klassisches Beispiel war die Intervention der AgudLslen bei Nortlicliffe, die trotz aller späteren Dementis, die doch höchstens die Motive der Delegation, keineswegs aber die ciugetreteuen Folgen berichtigen konnten, der jüdischen Position ungeheuren Schaden brachte; denn die nntijüdischcn Faktoren benutzen natiirlieh immer die willkommene Gelegenheit, die eine jiidisdte Gtruppe gegen die andere •mszuspicien. Zu diesem Spiel bietet die 'politische Unreife — um nicht ein schärferes Wort zu ־gebrauchen —י der; Agudah immer wieder die Möglichkeit 1 Audi jetzt wieder ist die Agudah mit einer Kundgebiuig gegen die jüdische Einhcilspolitik hervorgetreten. Bekanntlich hat die Zionistisdie Organisation, nachdem das von ihr polllisch für das jüdisdre Volk erstrebte Ziel errcidit worden war, den folgcxidiligen zweiten Schritt getan: die Arbeit zur Verwirklichung des Zieles, dessen politische Voraussetzungen sic geschaffen hat, dem ganzen Volk zu übergeben. Die Zionistisdie Organ»- satfcm hat den Beschluß gefaßt, einen jüdisch enWclt* kongreß für den Aufbau Palästinas ehizuberufen. Bei der Einberufung will die Zionistisdie Organisation alle denkbaren Kautelcn sdmffen, um etwaiges Mißtrauen zu überwinden und die volle Loyalität der Zionisten, die eine ״Monopolstellung" für sich nie er* strebt haben, sondern denen diese Monopolstellung von den untätig zuschaucnden oder hindernd entgegentreten* den Teilen des jüdischen Volkes aufgedrängt wurde, zu erweisen. Gegen diesen . Vorsdilag hat sld» die Agudah jetzt atisgesprodien. Sie verwirft, wie der 19״* raelit“ schreibt, das ״gefährliche, lärmende Spektakulum ein« demokratischen jüdischen Weltkongresses“. Sie ist offenbar der Ansidit, daß die ״Knessioh Oedauloh“, der vo!1 ihr cinberufcne Weltkongreß, weniger gefüllt lidi ist und weniger lärmend verlaufen wird. ״Die Knessioh Gedauloh ist jisroeis Weltkongreß“, ruft der Leitartikler der ״Agudahblätler“ begeistert aus. Dort ... ״redet euer Herz, das für Tluuro schlügt und für Gott und für Zion und für Wirtschaft.“ Mit diesem neuen und jedenfalls originellen Sdiladitruf ״Für Gott und Wirtschaft“ geht also Agudas Jisroel an die Ein* berurtmg iIrres Weltkongresses. Wir fürchten, daß dabei für Gott ebenso wenig herauskommen wird, wie für die Wirtschaft. Die orthodoxen Massen des jüdisdien Volkes, deren Herz für die Einheit des Volkes und für Erez- Israel sdilägt, werden endlich der Bevormundung der separatislisdien Führer, deren geistiges Zentrum fern von den Volksmassen Ücgt, sidi entziehen. Für sic gilt nidit, was für den Mann der ״Agudah-Blättcr“ gilt, der in die eine Wagsdiate die ״liebe zura heiligen Lande und zum jüdischen Volk in seiner Gänze“ legt, in die andere Wagsdiaic aber die ״Tlu1u.ro“, und die erste Wagsdiaic hinaufsdincllen läßt. Die jüdischen Massen wissen, daß die ״Thauro“ selbst diese Scheidung nicht will, daß sie sogar, wenn sie wlrklidt gefragt würde und nidit vielmehr zum politisdien Werkzeug degradiert würde, unbedingt die erste Wagschale sinken lassen würde, denn ״Liebe zum heiligen Lande und Liebe zum jüdischen Volk in seiner Gänze“ sind die Grund* lagen von Israels Existenz, die der ״Tliauro“ über alles gellt. Noch sdiöner wird die Politik der Agudah durch den Breslauer Bcsdiluß über Jewish Agency dm* rakterisiert. Dort werden als Bedingungen einer Teilnähme der Agudas Jisroel nicht nur die ״paritätische Zusammensetzung“ gefordert, d. h. die Agudah will die Hälfte der Sitze bekommen, die andere Hälfte sollen alle anderen zusammen haben, sondern die Resolution fordert audi, daß jede Majorisicrung in religiösen Angelegenheiten ausgeschlossen wird und obendrein die Agiirias Jisrocl die Entscheidung darüber zti fällen habe, w eiche Angelegenheiten als ״religiöse“ zu bezeichnen sind. Diese Formel bildet eine so groteske Plattform, daß u. E. kein Verhandlungspartner darauf eingchcn kann. Denn wenn die Agudah, die ohnedies vorgibt, nur religiöse Interessen zu vertreten, die religiösen Angelegenheiten, deren Umfang sie selbst bestimmen will (d. 11. also wahrscheinlich weit mehr als die wirklich religiösen Angelegenheiten), von der Kompetenz ausschließt — womit wir übrigens einverstanden sind, da die Jewish Agency niemals als rabblnlschcs Gericht gedacht war —• wozu dann noch die paritätische Zu* snmmcnsetzung? Solche Beschlüsse führen der Lösung des schwierigen Problems keineswegs nätier, sie sind vielmehr ein Beweis dafür, daß die Agudah, getreu ihren separistischen Prinzipien, jede Zusammenarbeit sabotieren will. Es bleibt nichts anderes übrig als der Appell an das Volk. Unsere Zeitung iii von jetzt ob in Berlin In den Babuhofsbudihondtungen, den Buchhandlungcn der Stadt-, Hoch- und Untergrundbahnen und In allen Zeitungskiosken zu haben. Der Einzelpreis betragt gcgcnwSrtiQ Dienstag 40 Hark, Freitag 00 Mark. presse ־ Rundschau Dir Jewish Agency, Das Organ der Ln•1141,׳ Ztouist Federation, ״Zioni ׳,< Review״, London, veröffentlidit in seinen kf/ten Niimnus One Aufs.it/rcilK■ über die interne zionistische I'olitik v׳• einer umyuaitJiteii IVciöiifidikeit, deren Eingcweihthdt <1 Restriktion besonders hervorhc'bt Der Artikel geht aus v« der Karlsbader Konferenz und charakterisiert zunächst!: imgeJiemir uchwicrigc Finanzlage in l'aliiMina. Das ursprui:; liehe Budget von 5 Mißioncn Pfund jährlich wurde auf <■ Zehnte!!ieral>:jcset/t, tmd es muH zugegeben werden, daß!■ audi noch eine 1u1;*cJ1cure Anstrengung bedeutet, wt «!<- Zionisten allein eine fialbc Million Pliind jähriiai fiu1 ־, , Keren If.ijcssod zu bekommen, ganz alvn-sehen von י,ח1ו Beiträgen zu anderen /aonistischrn IVhkIs. Wenn aber k; Eiunalmtcn nicht rrlieblidi vergrößert werden, dann wird •״, wichtigste Arbeit, n'unlidi Immigration und Kolonisation, /. einem gefährlichen Stilist,■]ml gebracht werden. Es kt eh Tatsache, daß die!;warnte Last der Erhaltung des net».; Jisrliuw auf die Schultern der Zioni Ich gefallen ist. D, Zionistisdie Organisation «mißte ihre Verwaitungskosten .11.! .; ein Miniimini cmschränken, das Londoner Büro hat wertvoä Beamte entlassen müssen. _ In dieser Hinsicht war die Tätigt•:;• ׳ des Leiters des Organisations-Departements, Herrn Lidithcln, , die undankbarste Aufgabe von alten Ressorts der Exekutiv»' ־ aber sie hat sch ökonomisch sdir bewährt Die finanz ׳, ׳! IIauptsdivvicrigkcit legt aber üt Palästina, und solang«; die luden Amerikas und Englands und anderer! hoch vaiutaricher , Länder nicht ihre, Pflicht! tun, sind diese Probleme unlösbar. : Der Korrcs|x>ndcnt geht dann auf die Frage der Jewish Agency über. Die Zionistisdie Organisation ward jede Per■ treiung einer anderen jüdisdien Körpersdiaft in der jewish Agency begrüßen, wenn diese Vertretung verbunden ist ins: einer entsprechenden Uebernahme von Pf liehten und Lasten. Ohne Erfüllung dieser Bedingung könne dn Eintritt kr die Jewish Agency nicht beansprucht werdest, ferner nriis« die Zionistisdie Organisation auch ausgesprodicne *; Antizionisten ablchncn. In Betracht komme etwa die lca. ln ן diesem Punkt bestehen ans di einend Mci nun gsv er schic- I denh eiten zwischen Dr. VVeizinann und seinen j Kollegen in der Exekutive. Es gibt gewisse, scharf 1 «mrissene Pläne, <iic von den verschiedenen Seiten zirm Aus- 1 gangspunkt ihrer Politik gemadtt werden. Dr. Wcizmann 1 ist der Ansicht, daß, — ungeachtet der überragenden Steilung * der Zionistisdicn Organisation bei der Errichtung der jüdischfl nationalen Heimstätte — die Größe der Aufgabe die vor- 1 einigte Anstrengung der gesamten Judenhcit I erfordert und daher in der Jewish Agency alle diejenigen kol* s lektiven und indivkiudlen Kräfte konzentriert werden müssen, 1 die das notwendige Prestige und die materiellen Ressourcen *| der gesamten Judcnlieit darstcr.on. Gleichzeitig würde der jtklisdie Weltknngrefl die Idee zun! Ausdruck bringen, daß f der Aufbau Palästinas mehr ist als eine Parteifrage und unter j die Verantworilidiküit des ganzen Volkes fällt. Man kann kaum sagen, daß MdmmgsrcrscWednihcitenj11 darüber bestehen, daß eine Zusammenarbeit der Zionistisdicn j. Organisation rnit anderen jüdischen Körpcrsdtaften er - f. wünscht wäre. Aber es bestellt auf der anderen Seite ein |; starker Gefiihl, daß die darauf gesetzten lloffr.;1.rm1t zu einer Enttäuschung führen werden. Bisher hätten nur die Zionisten | die materiellen Lasten gctra;jen, und alle Versuche der Zu- |;, sammcnaibeit mit Nirhtzionistcn seien gesdicitcrt. Audi ^Ji״• * jenigen Nichtzionisten, die ihre Sympathie für den Aufbau | PaLrstinas erklärt haben, zeigen eine Bemerkenswerte Zurück- J ha ln mg in ihrer Tätigkeit für die Sache. Selbst eine Körper- 1 sdkift mit 90 viclvcrsprediender Gesinnung und mit ciMt ' «o gewaltigen Finanziellen Itotcnz, wie cs der ״Economic Board for Palestinc" ist, hat alle Erwartungen enttäuscht, obwol;! | seine Beiträge mir für ständige Anlagen und nidit für laufend!• pj Ausgaben gegeben werden sollten. Der Board of Dcptrties un i 'f die Angto-jewisU-Awociation haben zwar SympatJiicn für die ״ jüdisch - nationale HcimstäSlcn ausgesprodien; aber soldie Ri- Solutionen haben nicht mehr als eine moralische BedcuUmg, Wenn man die jüdischen Lehrer in■ Palästina mit Sympathie bezahlen könnte oder die jüdisdien Immigranten durdt Re• Solutionen zu einer EigcnexLstenz. gebradit werden könnten, dann könnten wir zufrieden sein. Aber obwohl wahrsdieinlidt niemand au diese Mctbo׳je glaubt, fülilt dod\ die reiche eiv.disch-jüdisdtc (roneiiisdiaft ihr Gewissen durch die bloße Annahme \on Sympathie-Kcsoliitioncn beruhig,ti Auf der anderen Seite stellt eine Körpcrscliaft wie die lca, die zwar sehr wertvolle Arbeit leistet, aJxu־ cs verzieht, ihre eigenen Wege zu gehen, statt sich mit einer demokratisdvcu Organisation wie der zionistisdicn zu verbinden. Wer also, fragt man, wird zu «kan vorgesdilagencn Weltkongreß kommen? Di«■ Zionisten wenien <ia sein, ferner einige wenige halbnationate Organisationen von geringem Einfluß und einige Kör!>ersdtaften ohne Geld, die ihre'Sympathie zeigen wollen. Die Agudas Jisroel wird vicUcidit kommen, aber ihr einziges Interesse ist ilir Anspnidt, die Orthodoxie zu repräsentieren. Inzwisdien werden die Kräfte der Zionisten absorbiert durdt eine lUusion zur selben Zeit wo alle ihre Anstrengungen für Palästina erforderlich sind. ■ Dieselben Sdtwierigkciten ■werden geltend gemacht nege.n den Vorsdilag, die Jewish Agency möge nur zum Teil von der Zionistischen Organisation besetzt werden. Dies war die Klee von Justioe Brande is, wcldicr meinte, daß die Zionistisdie Organisation ihre Aufgabe erfüllt hat und nun durdi eine andere Körpersdiaft oder eine Vcrcinigung von Körperschaften abpclöst werden soll. Dr. W<-i׳- ' mann staml dainaN («• t auf «lern Iknien der Zionistisdie 11 Organisation, deren ungeteilten Fortbestand er für uuetläßlich hielt für den Aufbau der itklisdi-nationalen Heimstätte. Es wäre eine Ironie der Gesdiichte, wenn Dr. Weizmarm mm B>־andris folgen würde in derselben Frage, die sie einst ausemaneiergcfiiiirt hat. Es bestellt kein Zweifel, daß Dr. Weizmamis großes Ansehen in der Organisation seinen Ansdiauungen eine Bcdeuutng gibt, die in keinem Verhältnis steht zu den erwähnten Meinungsverschiedenheiten. Es wäre von weittragenden Folgen für die zionistische Zukunft, wenn der größte Führer seit IlerzI in diesem Punkt von seiner Exekutive nicht die Unterstützung bekäme, die er zu erwarten berechtigt ist. * In der Berliner ״Jüdischen Presse", dein Zentralorgan des deutschen Misrachi, bespricht A. B. die Be* Schlüsse der Breslauer Agudah־Konferenz. Der Verfasser erklärt, die Agudah nabe die Sachlage vollkommen Verkannt, Wie liegt die Sache? ״Die Zionistische Organisation beschließt die Einberufung eines Weltkongresses, uin ״ihre vorläufige Monopolstellung a!3 beendet zu erklären" tmd jeden» Wähler'des Wclncongrcsses <lie Einflußnaluue auf die neue Zusammensetzung der Agency zuzugestclicn, und die Agudah leimt in einem Atemzug die Bcte.iigung am Weltkongreß ab und verlangt gleichzeitig (vor» wem?), eiaß die Forderung erfüllt wird, die die Zionfstisdio Organisation aus eigenstem freien Willen von «übst erfüllt hat. Sie lehnt den Weltkongreß ab und erklärt, Bedingungen nufstcllen zu wollen, unter denen ihr eine Wät-Wirtscham- Konferenz mögliclt ersdiemt. Sahen die Verfasser der Re• Solution nicht, daß cs sidi hier um zwei Dinge handelt, «im nicht das Mindeste mit einander zu tun haben? Ein« Wirtschaftskonferenz der an Erez-lsrael inlercssicrten Organie sationcn ist ti. E. jederzeit tmd unter jodet Bedingung möglich! ja, es ist sogar relativ gleichgültig, ob cs sich dabei uiQ

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