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Jüdische Rundschau · 1923-01-09 · Heft 3 (9.1.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 3 (9.1.1923)
Date
1923-01-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 10 JUEDISCHERUNDSCHAU Nr. 3 05,ten hin evakuiert worden sind;. eine Anzahl von ihnen hat glücklicherweise nachher den Rückweg nach Litauen wsv, gefunden. Berufsstatistik des jüdische« Arbciterfilrsorgc.imtes, die der Herr Minister heute vorgetrngen hat, will Herr Jir. Kaehler mit echt wisseiisetiafllkher Uründlichkcit duiclt dm Uri et eines anrmvmcn Stadtverordneten widerlegen. Dali lien• l)r. Kaehler kein Politiker ist, hat er auch dadurch bewiesen, daß er den jüdischen Organisationen vorße werfen hat, sie!nachten den Ostjmlcn das Leben in Deutschland 711 behaglich. Herr Dr. Kaehler scheint niemals in der off entliehen Wohlfahrtspflege gearbeitet zu haben oder er verliciinlicht die Erfahrungen, die er dabei gewonnen hat Er wüßte sonst, daß die stärkste und finanziell beste üftenlliehe Wohlfahrtspflege noch mitcr dem Ksistctmniuiininti bleiben muß, uml daß die Behaglichkeit, die das iiiüischc Arbcitcrfürsorge.amt oder andere Hilfsorganisationen «c« Ostjuden bieten könnten, sdiou aus finanziellen Gründen heute nicht geboten werden kann. Hat sieh Herr Dr. Kaehler, haben sich die Cbrigen Herren niemals die Frage vorgclcgt, weshalb denn, obgleich die Verhaltnissc liier *nicht behaglich sind, trotz der dauernden l’oli/eischikanc», trotz der öffentlichen lnvektiven, die sieb die Ostjuden sogar von den Demokraten sagen lassen müssen, _ weshalb dennoch bei den O s1 j u d c n der Zug nach dem Westen bestellt?. Ciechrtc Versammlung, dieser Zug lisch dem Weste« liiuß doch eineu tieferen Grund 11,ו heu, und ich glaube, ich ן kann den Grund nennen: die Ostjude 1t haben eine alte Sentimentalität und sie haben noch die Vorstellung, daß das Deutschland, das sie jetzt vorfinden, noch das geistige Deutschland «ei, das ihnen einst der Führer Europas und nanientlicti der Lichtträger für den Osten war. Es ist kein Zufall, «JaA Sic beinahe in jeder ostjüdisdten Bibliothek als Hauptwerk in der deutschen Sprache Schülers Werke finden. Aus Schillers Werken — Tausende von Ostjuden weiden cs Ihnen bestätigen — lernen die jungen Leute unter den Ostjuden die deutsche Sprache, und wie cs für die Madame de Staiil einmal ein Deutschland Schillers in ul Goethes gab, so ist heute noch für sehr viele Ostjuden das Deutschland Goethes und Schillers das in ihrer Aulfasstini! allein existierende. Aber nein, sagt Herr vo!1 Eyncrn, die rsiiuc Frage hat mit geistigen Dingen nichts zu tun, cs ist cia Wohnungs- und Ernä 11 r u ngs p r ob Icin nicht »irr vom deutschen, sondern auch vom ostj irdischen Standpunkt aus, und er knüpft danyi die Frage: arbeiten diese Elemente in produktivem Sinne? Die Zahlen des Herrn Ministers, und die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Scholem, die sieb t auch nui genaues Zahlenmaterial stützen, widerlegen Herrn Abgeordneten von Eyncrn; ich brauche darauf nicht zurück■ zukommen. Aber ich war doch erstaunt, elaö er aus dem I reichen Material, das Herr Sdvoicm votgetragen bat und das auch in den Händen des Herrn von Eyncrn ist, aus dem reichen Material von Berichten der Gewerksdutten j nur einen einzigen weniger günstigen Satz des Berichtes einer ן Lokalstclle der Hirsch-Üunkcrschcn Oewcrkvcrcinc verlesen hat. Ich kann nicht /«geben, «dali das eine gewissenhafte! Zitiermethode ist, und es spricht nicht dafür, daß Herr I von Eynern dem Problem wirklich mit dent Willen zur Ge• reehtiÄeit zulcibc gehen will. Herr Abgeordneter Fischbcck lut sich bei der Be•! snrcchuiig der wirtschaftlichen Schädigungen, die er den Ostjuden zur Last legt, namentlich über die ü 01 dank aufs stellen ausgelassen. (Sehr riditigl bei der D.-nat. V.-P.J — Sehr richtig! Gestern ist mir die ״Deutsche Zeitung“׳, , Morgenausgabe vom 28. November 1922 in die Hand gc• | fallen. Man sollte doch ann«Innen, daß die ״Deutsche; Zeitung“ sich der Ostjuden erwehren und ihre Wirtschaft• . liehe Tätigkeit nicht unterstützen würde. Schlagen Sie die ״Deutsche* Zeitung“ auf, meine Dame« und Herren. Sie finden in dieser einen Nummer IT Anzeigen von Goldankaufs.• I stellen. (Heiterkeit und Rufe: Hört, hört! bei der Vor. Soz.-Dem. P.) Ich glaube, die ״Deutsche Zeitung“ hält* selbst erkennen können, daß eine Anzahl der Inhaber der Goldankaufstellcn penetrant jüdische Namen tragen. Aber das Gold der Ostjuden stinkt der ״Deutschen Zeitung“ auch nicht, und sic nimmt cs gern. Auch Herr Abgeordneter Fischbcck hat sich den Aufsatz des Herrn Dr. August Müller im 8״-UI1r-Abc11dblatt" in wesentlichen Teilen zu eigen ״cmacht. Ja aber, Herr Ab• geordneter Fischbeck, wenn Sie f11 r de« freien Handel ein treten — und das sage ich auch Herrn von Evncra, der die Wirtschait von allen polizeilichen Zwangs• niaßnrihmcn befreien will, — dann muß man auch die Ko•#• Sequenzen des freien Handels mit in den Kaut nehmen, dann kann man cs nicht verhindern, daß auch unenvünscbie Elemente, die den Handel teils gar nicht verstehen, teils atier besser als die deutschen Händler und Schieber, sieh mit in den freien Handel einschaltcn. Herr Abgeordneter Dr. Kaehler hat gerade aus den wirtschaftlichen Erwägungen heraus — und darin sind ihm Herr von Eyncrn wmf namentlich Herr Fischbeck gefolgt — einen Appell an die in Deutschland eilige• deutsenten Juden gerichtet, Herr Fischbeck war es! ja wohl, der sich mit lauter Stimme seiner Parteifreunde j annahm, der zahlreichen deutschen Juden, wie er stete, die beste Patrioten seien und die er vor den Ostluden schützen müsse. Mir fiel bei dieser innigen Seelcnge,nciit• schaft zwischen Herrn Dr. Kaehler und Herrn Fischbcck der Vierzeiler eine« Juden namens Heinrich Heine ein: Ach, Ihr habt midi nie verstanden, Selten auch verstand ich Euch; Nur, wo wir im Kot uns fanden, _ Da verstanden wir uns gleich. (Heiterkeit.) Wo sich Herr Abgeordneter Dr. Kaehler mit Herrn AI»• geordneten Fischbcck in der Aufwcckung der niedrigste!! Instinkte der Bevölkerung treffen kann, da vereinigt sich die Deutschnationale VolKspartei mit der Demokratischen Partei. Herr Dr. Kaehler ist auch gegen die Handwerker• Genossenschaften der Ostjuden au (getreten, die unter dem Patronat jüdischer Organisationen gegründet worden seien. Er sagt: wenn man solche Handwcrkergenossei»• schatten gründet, so hält man ja die Ostjuden im Lande fest. Und nun rufe ich Herrn L>r. Kaehler, den National- Ökonomen, auf, nicht den Menschen Dr. Kach!er. Man kann es ihm nie recht machen. Gibt sich ein Ostjude einer 1t«• produktiven Beschäftigung■ hin, so heißt es: Raus mit ihm! Bemühen sich aber Organisationen, de«! Ostjuden zu pro• duktivieren, ihn in eine Genossenschaft einzupassen, ihm genossenschaftliche Grundsätze und Soli dar» täisgciühl eine«• pflanzen und ihm ein wirtschaftliches Streben beizubriuge«, dar! nicht auf Unterbietung, sondern auf den gleichen Lohn mit anderen freien Arbeitern geht, so ist *s Herrn Dr. Kaehler wieder nicht recht; denn man halt ja damit die Leute im Lande fest! Also folgt daraus, nach Herrn Dr. Kachicr, daß man die Leute auf die Bahn des Schicberhims dräng«! muß: denn von heule auf morgen kann man sie nicht 'hinauswerien; es ist nur! einmal die Eigenart dieses durch den Krieg cröffncten Wanderung«probte!»$, daß die Einwaa&e־ rungsländer ihre Grenzen dicht geschlossen halten •—. Irgendeine Zeit bieibe■ also viele bei »ns Im Lande, und produktive« Zwecken «oll in an si e nach dem Willen des Herrn Dr, Küetilcr nicht zuführen; also bleibt ihnen, wiederum nach dem Willen des Herrn Dr. Kael«l*׳r, nur das S c 11 i e h e r t u m. Das ist die Logik des Herrn Dr. Kaehler. L's ist ja nicht so, meine D.inicn und I Icrrea, daß man einfach die Grenze» zumaeht um!, wem! ilenimI» jesiuiud über die Grcii/en kommt, dafür sorgt, 11,111 er ,ודור ii.ujislcn 'Tag an der Wcxtgrenze wieder hinausllicßt, Vielmehr geht die Vamh'rimg, die sich über Jahrzehnte erstreck:»! wird, mit gewissen Pausen vor sich, dcieii Länge nie hl das llcii! sehe Heid! oder Preußen bestimmen kann; vielmehr ist der Verlauf uml die Schnelligkeit der Wanderung im wesentliche» von Faktoren abhängig, z. B. von der Oreu/speirc, die die Latentes In,aten und andere itochvaluUrisdich St«,»teil den Wandernden ntiferlegcn. Es wird also Immer Zeitspannen geben, wo sich in Deutschland Elemente au 111.11 teil müssen, die ihm unerwünscht sind, und für diese Zwisclic«Zeiten!11 «II vorgesorgt werden. Da gibt es, vom dcirtsdicn will• schaft liehe 11 Standpunkt aus gesehen, gar kein besser ei Mittel als das, die ״wandernde“ Bevölkerung mehr produktive«! Berufen rtmiffiliren, sic von der Straße und de« Schieber• getegenheiten wegzuführen. Das jüdische Arbeiterffirsorgeamt, das beute wiederholt genannt worden Ist, hat sich in groll«! 1n Umfange und mit gutem Erfolge dieser Tätigkeit hinge gehen, und die etwa LjOOO jüdischen Berg- und lUittcnnrli-cifer und die etwa 5000 jüdischen Landarbeiter, über deren gute Eigen- ■schatten Ihnen vorhin der Herr Abgeordnete Si'halcm so cr!rötrliche Zeugen genannt hat, bilde« ein Rul 1111*51! Inlfc des' jüdischen Arheitertünorgcamtes und der übrigen cinsichiigen jüdischen Organisationen in Deutschland, Aber zu ticty ein• sichtigen Organisationen in Deutschland rechne ich eicht die deutsch-jüdischen Kreise, als deren Wortführer heute der Herr Abgeordnete Fischbcck hier aufgetreten ist, (Sehr richtigI fad der Vor. So/.-Dcm. P.) ln diesem Zusammenhänge möchte ich ati den Herrn Minister eine besondere Bitte richten und seine AnFmcrks.inibeit nochmals auf etwas lenken, was ihm Ja wall rsebeinlieh schon bekannt ist. Es sind Bestrebun gen Bel ,mit liehen Stellen im Reiche im Gange, die Prodi! KtivferiMig; zu erschwere», indem man sie ganz besonderen ZuhsstinRs«, Melde- und Arbcitskartcnbcstimniungen unterwirft. Wir 11*1.1 men so «)1■« grotesken Zustand: wer mit der Absicht liierlierkoinrnt, unser zahlreiches Schicbcrhun zu vermehren, und die in'itigcn Geldmittel hat, um sich auf Schleichwege« eine Wohin!«g *Hier unerlaubte Vorteile anderer Art zu vctscl!aIten, der untersteht jenen Schikanen nicht; wenn aber der einfache jüdische Arbeiter hierher kom 1»! t, 11 in zu arbeiten, dann wird er besonderen Be-!.ר slip ungen von amtlicher Seite aus jre setzt. Ich meine, es ist, auch vom deutschen Standpunkt ans gesdien, wirklich nicht sinnreich, die Zuführung osipdischcr Arbeiter zur Arbeit zu erschweren; anstatt sic z« eifekliteni. Di« Gewerkschaften haben in diesem Punkt« 11 ist!«r ihre Schuldigkeit getan. Ich hoffe, es wird nicht der Fall eintreten, daß cs den Aintsstcllcn, von denen ich spreche — sie sind im Reich zu finden — getingen wird, di« Gewerkschäften von ihrem vernünftigen Standpunkt ahasibrlnge« oder sie auch nur nn ihm irre zu macnett, Die *leintsüie Arbeiterbewegung wird, wie ich überzeugt bin. Immer an den Grundsätzen gesunder tntcrnafionalität festluMccf. Cwnnclsiitzen. wie sic namentlich auf dem Stuttgarter Kongreß von 1907 als die Meinung des international org-misierte« Proletariats fcstgestcllt worden sind, und nach diesei» Cirundsitzen muß man wohl dafür sorgen, daß die cinwandeniden Arbeiter sogleich von Arbeiterorganisationen nulgc14 11 gen und in sie eingcglicdert, nicht aber, daß sie als Arbeitet zweiter Klasse unter ein besonderes Frcimlenrccht gestellt werden. Geehrte Versammlung, schließlich hat Herr Dr. Kaehler noch «inen, wie ihm schien, wichtigen Grund Ihr die Aus- Schließung der Ostjuden angeführt, er bezeichne* ihn mit den Worten hygienischer Bolschewismus. Er■ wollte damit wohl andeuten, daß das deutsche Volk von besonderen Krankheiten, von Epidemien, bedroht sei, wenn cs den Ostjuden Tür und Tor öffne. Ich ginnt)«, die schlimmste Epidemie, diu wir jetzt in Dculsclilanl hibrn, ist die Alkoholpest (sehr richtig! links); sie schädigt »111 Augenblick die deutsche Bevölkerung wobt weit mehr, als <lic ansteckenden Krankheiten, die wir in Deutschland Eiabcu. Möge Herr Dr. Kachicr mit seinen volksliygicniselten Sorge« hierbei aufangen; er wird bei der Dt'kiiiiij»( 11 ng der Alkoüolpcst an den Ostjuden sehr energische Bundesgenossen haben, Denn, was Sic auch sagen möge«, Herr Df. Kaehler, in diesem Punkte werden Sic vom hygienischen Bulsclcwasmus nicht sprechen können. Alkoholrein oder alkaliolt!!511lg sind alle Ostjuden. Wenn Herr Dr. Kaehler einmal bcii •de« ihm nahestehenden Kreisen der Stmlciitcnschait und unter seinen (Abgeordneter Dr. Wey!: Parteifreunden!) — nein, ich bin Rar_ nicht so enfreiindlich — in den wirts«!,iHlklten Kreisen, _ als deren Wortführer er hier anllailt, mit der Bekämpfung der Alkoholpcst an fangen wollt«, würde er sich ein größeres Verdienst um die deutsche Wirtschalt und um die deutsche Moral erwerben, ah «durch die Ausschließung der Ostjuden. (Sehr riditigt links,) Ich muß in diesem Zusammenhänge 7.u Herrn Abgeordneten Fischbcck ein Wort über die ״kulturelle Minderwertigkeit'* der Ostjuden sagen. Diese Behauptung droht zu einer fahle cotivenwe der Unwissenheit und der Denkfaulheit zu werden. Jeder gliubt siel! berechtigt, von einer kulturellen Minderwertigkeit der Ostjuden zu sprechen, der nichts vwi de« geistigen Be-tlin ״imgen und Bedürfnissen kennt, die das Leben «kr OstjipJen bs> herrschen. Mit vielen eingedeutsriliten Juden äußert auch Herr Fisdibeck eine solche helekligcnde und der WalH־11־eit ins Gesicht schlagende Auffassung.' Idi muß sdrwi sagen: Herr Fischbeck hat wirklich kein« Ahniing ן von den Dingen, über die er redet. Unter de« Ostjuden gibt es kaum einen Analphabeten; alle Iminen lesen, , zyeir nicht die Schrift, die ‘wir in der Schule lerne 11, aber I eine andere Schrift, mit einem sehr rcioheti Sdi.riflliiin; itmncrhit» 1 ist in dieser Schrift die Bibel g« * c h rieben. Sie sind beherrscht von sittlichen Traditionen, die wiederum zum ״roßen Teil aus der Bibel geschöpft sied, Ach, was soll ich liniert «larüber sagen, ich werde |luten v-orlcscu, was kein Jmlenfjieur.d; aber ein Mann gesagt hat, der dasselbe von ■sich sagen konnte wie Lassallc, daß er jede Zeile schreibe bewaffnet mit der ganzen Bildung seines jatirluuidcrti I Id« werde Ihnen vorlcscn, was ■ Paul da Lagardc gerade über diese Frage in seinen deutsche» Schrilles Gesamtatisgabe letzter Band Seite 23 im Aufsatz ״Ueber die fegenwäriigen Aufgaben der deutschen Politik“ sagt: Die jüdische Religion besteht vielmehr «!tun(11 aus dem festen, allerdings höchst sonderbaren Glauben an den wir«- fietiren Wert der eignen Nationalität — <kr Dömlel der großen Nation — damit meint er Frankreich — ist unschuldiges Kinderspiel gegen den jitdisdiei» Rassenliachmut —־. solcher Glaube hilft viel. Sadatm E1«s(ct11 sie aus der Uebcrzcugung, daß jeder Augenblick de* Lebens iwdt einem göttliche« Gebote eingerichtet werde« inulk ■Diese Gebote dünke« uns vielfach äußerst lci1Kli1<d>« aber sie Laben d«- jiwkn gewöhnt, stell witer der Zuctzt zu stellen, slcü at ibm nerken, stets entsagen r« könne«. Und die Kult clxr Akiiselicn und der Natiwrtcn lieft in der Zucht 11!1(1 elo ז (Jgi k r!fl 1l:1«״kcit, Dazu kommt ilirin a!1 Dritteg die Poesie Jrs jiulsfJmi Kuilns, v»!r allem die Sihbathfeicr, an w«tirns Alariantii *1es inncrcii Mensr'nen, das allein den' Jtxloii ihr m «loses Leben ertraglurgaiuctit tut uml ertragbar iiwchl, , . , Nun Rairl® Tcrs.1 itnnhmg, wenn nach dem Zeu,׳:nW tliasca a!Kg<s|11*Hl1 »»eii jj»wlc!1_׳;r11״ers das (11׳ cll»is<:11:11 uml g«isti:;cn Cint 11111,1 gm «I cs |iiisdien Volkes sind, d.inti ist cs doch «Ine Vcrnws«lu•®, jn» ec kt sctilimmcr, «s ist eine ״rauenlose Besc 11 r y ml 1 h«i t, von der 111 i nderwertigen Kultur d« r >0 st j!»de« zu sp reellen, Es ist das aber d i c י c I b«e I) di crl! el>u n r, die w.rm 1n«i im Kriege off i/i!■ Ile (laifcäjc ri*3־rn iriul ״narr ganzes Volk gehabt li.ihcn. frt ist #c*׳,*,llic U.«t*r<wh.il/nng der gegnerische» Kräfte, die dann zu s«> IuBr.f.:«c11 ZusammenIrriiclieii, ,11»וור und vor allen Dinge« auf gäiaii,c»» Gebiete, geführt tut, wie wir sie erlebt habe«. G־.mb so ccjiiW.j cS! — darüber tSusdi«!» Sie sich nidit ־—, daß Herr Alreordreler FischiK’ck mit Esel51«IV,ritten auf ihnen hem1ntj«tem cliwirr, si n ■tdic Ostjuden denn dock niditt Amerika, hat el 11,11141 dm H.nulcIsvcrtrag zwischen Rußland uml Amerika gckiiiHfigt. weil «IE nis'iisdie i-tegieruny t-s gewagt halte, allem Ai 11 erikwc 1 jjjjnI: oTier Abst.'iinnsm!׳׳ d. 11, einem ()׳;Ijirdat die Li«Kim m 1־ frvcigeni. Herr Abpcordn-cler I;ischtK-ck 1111U die hitiltcr ähr« stehenden WirtsdiaiUkret-e, desgteiciivn die Freim«l c des Bierrm Alz,>o>111»«Icn von Eyncrn richten den tllicl( auf die 1 »!זrSIwMi*':sehe Hilfe, dir: dem deutsche״ Volke koiuiiicji solI. 11.11 kisclritzcn Sie den Einfluß der anieri. ka ח i *c h« ח!■des nicht! Wenn es immer und immer wieder in «kt W*dI Iwkannt ■svirct, daß mm! (ti-e Freunde und Vcrwandlcn ckffselbcn Juden, die in Amerika eine sehr widiiigc |>0litiscI1c 11n.1l Iimi1ak־> Rolle spielen — sie haben auch immer rrncli Faani-äcraangchörigc in Osten — in Deutschland besdiimpII »mhL imirt all«״ Mütehi der I\4izeisd1ikanc 11 ad des wirud1a((3icluoa lik-ykotts bckäinpM, so könnt« eine Neigung der ,1111cri4 tusch*!! I’altik, Deulsdiland 2u helfen, siel» stark eitisdiriinl ein und wcrtüimncra (Hört, bürtl rechts.t Diese Eniügiingcn führen zu den! G*H!»k1e internationaler Politik, «fas s«lw■ Iltrr Ali־!!ister Severing berülirt h.u. Me Dcutsdicr! I 1:11m1 iu •riuc Irredenta, uni midk einmal detrtsd*- natkinalcr AusüruaRsw׳rive zu bedienen, wucriöstc, d. 11. versju*«1/1׳« Valtskile jr! IVicav, in der T sdodiostowakci, in Italien, arm Elsa! und an nundicn andern Stellen. GI.11d>en Sic wirklich, 1 bi swl die Lage dieser Dmlsdien verbessern werde, wcn!1« Siie liirinicr wieder vor aller Wett sagen, Deutschland kuruic nicht ■ni I der Hand roll Ost;mlen ferligwcrdat, löime sic geislig nuitl wirtscliaftlicli nicht ertragen? Ist es 1'iclldclit BEera! A l!y(־ordneten Fisdibeck und Herrn von Eyncrn lEhiiat (;«׳orlen, wie ddt die IXutschcn in Polen Bei den I d t** n Wahlen nun groftm Sejm \xrt1atU3* liabr«? Die Deufcdia 1 and dort, wie Sic wissen, eine dt» »ationalaa AWndiraiwil e u, und de 1mt»nnlen Mui'lerlicitcn 11,1 Her« sltli «lerl rfüitr d.r kd/ten Walilcii zu einer ()embntduflsliste zi!saaiBienfiCBsHCoscei 1, also auch die Juden zusammen mit den Ucutsdica. U3e Liste der nationalen Minderheiten hat int ganze» ein»» ED Abgeordnete in den Sejm geschickt; davon sind «1wa *I® Jude□ mul etwa 20 Deutsdic^ Sic ersehen au* diesen Zalikui, 8I4B ohne ehe Mitwirkung der jüdischen Wählerinassrn d!« ileulsdac sutioiulc Mir!!Ic־rl!eii dort einf.idi ohna Vertuhmw gchlieik», aum Srlnvdf,־c11 vcrurh-iSt gewesen wäre, oder, iliiums ,1 nsgcdiiickt, die deutsche nalioiuIc Minderheit in Pole# ist Jt־i rite■ Wahlen von «te« Juden in das polnische Parlament aesdleppt worden. Wie soll cs aut die ifcreitschatt zur Fortsei rring ritwscr Bundes^cnosscnsdi .1 (1 zwischen Jurte« 11114 Dc1rt1«l« n wirten, wenn nun Liier, knapp 1<X> Meilen vom , Sitze dieses ÜTahlbüridnisses ab, -erklärt: di« Ostjuden sind «in M«ar!icnsclisLä.ri ®it dem die Deutschen überh.nqrt iiidit * atiskomines! kö«a!a»3 OinütKn Sic, Herr A!»geordneter \xm Eyncrn, 0*1 er gllaohcn Sic, meine Herren von den Deutsch- »ationntc«, die leutccJe« Interessen im Auslände seien eia Porte Hanl aicry dal» Se darin 90 berumwükn?! Sei! ließ ich die liieiischllctie Seit« dieser Sache 1 sie mir 15 n««c ns |-| rrm Dr, Kaehler, Herr# A!»;geordneten Fischhecl mxl jrrgm;Herrn Abgeordneten von Em׳r11 von neuer« Betont werde*, «נו*)״ auch Herr Minis! er Sc wring sich das schwere Miiiaikai sd w Herrn Abgconli icten Fisdihcek zt1ge»>gen 11.1t, indem ta 11111■ n Menschen von inensrhlidi.m Rücksichten sprach. IJc drrläfirlsc iVitfass-ung von Siulsdikeit beruiit ir« wcscntlidicn auf 4ie1u Worte: ta twam a-,1. Das iKsleutct: du »ftiM iiM jwlrr Lidendvti Krc.imr clidi selbst erkennen, mur dauiL wirsä 11.1 die riditigc Einstellujig im Denken, im Hauch■ In, in der I!Klsbercitscliaft lullen, — Die Deutschen werden sl!31 «I.,1ui1j «wohnen müssen, wie die Würfel des Schicksals »11a ci law .11 gefalle« sind, in dem Juden auch das Wacsi m crlUtn מז dan es gilt: ta twam asi. Was die Juden «rirhm 11■ *trawamgenen Wanderungen, an Leiden im Kriege 1!cid rach lern Krie׳״«, es könnte einmal auch d eit I« cl <s $. S cD! f cd s a I Werden, besonders wetm die Dingc sich «0 enSndckeln, wie Itc־rr Minister Severin;! voller Sorye uns rarcerd 11 nct hat. Uml ich gkuthe, Herr Mmtster Scverb 1g HHia nitt riiescr Besorgnis nidit allein. Arthur Sdiuc|»cnllauer, den die Dculsdtiiafioinilcn mit Stolz unter clic JukihrcgnBi■ zählen, hat ein 111:1» die Juden den 11 ans ohne L mm d wniicr ien Völkern genannt, Johann, der König ■vom EinrUnJ, ■1w»d*c -sjiottivriw so genannt, weil er sei« Land verloren harte, »n!§ Silcopcnliaucr verniet das auf die Juden an. Ah die Juden «I* Lina verloren, riilitte* «e kaum so viel Millionen,, wie• cs K«»te selion Dcutsdie sind, Hic 'dir Land verloren 1141!c-11 ■rrl jetzt 111 der Irredenta. unter fremden Völker# *roliinai. IW*«־«m <!,1* cintritt» was sich ereigne« kann uni, wie ich iürditc, auch ereigne« wird: wenn ljcutsdilaml ge71v»11u׳T13 sein *mel, ALiilioiien irod aher Millionen Menschen in ■andere l-in;ier zu schicke1!, daun sind diese Deutschen in »orb viel hoii tacan AlmRc ״Hans 0h1*c Land1' unter den Völkern,' als es die Jnd-ai jetrrfs gewesen sind. Dan« wird ein großer Kreis *Ient hImr M t-msc 11 cii das Schick5,1] der Juden als eigenes Sdtichsnl t<1!ftianten!8«׳,! scheu, *lall das d<irische Seliicksal, unter anckreu Dtljusriaigc» und Verhältulsscii, nur die Ab- Wandelung־ d«s jiLJisdich Schicksals ist. lcli vyisiHlC 'Iinn dem d«!tsdi«1t Volkstum di« Kräfte, *Tie das ju ci i 9« V 0! ks 111 r!1 fast in einer zwei- 1 au se n-ijjä h r i R er! Entwicklung als ״Hans ohne Land“ l!-c w »31.11 und bewährt hat Nur dann wird sich das Denls׳cüi Ich bi alj Deiitaditmn erhallen, Darm werden cs die Juda! sei*, die *Um ins Unglück geratenen deutschen BrnJer nadh *Ocmi SdiDksnls-wort 4'1״ twam »si“ die lultreiche Hatitl m icl ic®, di« licuU der clcufsclie Miim-citsdi dem Ostjuden nicht Kich*1! will- Es ist das pesdiiciitliche Verdienst der Jinirn, «icB!I «1idn»llHr sein zu können. Es ist das Schicksal der JuleiL*1,1.11 s.k iisnucr mit inbrünstiger Liebe und Verehrung an lgc sehen It1K!*m stlList zu den Läiukru, ivo de durch Po’.izcj• sdiikatien, sviräscl'alLlLriien Boykott und Ziirückweisiuige« aller Art die scMänii»si*■ Quälereien erlitten iulrcn. Idi bin übet* zeugt, <1 n'eritiB äniiiil die Generationen •von Ostjuden, die nach uns kaninien״ •de« deutsclicu leidenden Mitmenschen . nidit ct1tg«il*a1 was 4er Herr AbgewJucte Dr. Kachlet und seine Parka 1üwl was Herr Fischbcck tu ad seine ungcistigai Brüder an den Osliiileu!׳csündigl liaben. (Lcbiiafter Bcuall bei dar Vw, 5־ש«0י[>« n. P.)

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