Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (5.1.1923)
- Date
- 1923-01-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 2 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr, i/2 Zum neuen Jahrgang | Mit der heutigen Nummer tritt die ״Jüdische Rund■ sdtmt“ in ihr 28. Jahr ein. Wie die Verhältnisse in Deutschland nun einmal liegen, ist damit zu rechnen, daß — wie alle Zeitungen — auch die ״Jüdische Rund• Eschau" mit erheblichen Schwierigkeiten technischer und wirtschaftlicher Natur zu kämpfen haben wird. Die ungeheuren Erschwerungen und Verteuerungen der Her- Edcllung, unter denen die Presse zu leiden hat, sind zju oft besprochen worden, um hier wiederholt״ zu werden. Eines aber wollen wir nicht unterlassen: Wir wollen an unsere Leser und Freunde appellieren, daß Sie uns ihre Treue bewahren und uns helfen, diese schwere Zeit zu überdauern. Da wir in der Diaspora keine lebendige jüdische Gemeinschaft besitzen, da die verschiedenartigen Lebensintcrcssen uns zersplittern und das Leben in der Organisntion nur einen unvollkommenen Ersatz bietet, ist es notwendig, den Zusammenhang mit allen Mitteln , auszubaucn. Zu den wichtigsten Bindemitteln gebürt die jüdische Presse. Die ״Jüdische Rundschau" ist für jeden, der den Zusammenhang mit der zionistischen Bewegung aufrecht erhalten will, der die Ereignisse fn der jüdischen Welt verfolgt und über die brennenden jüdischen Probleme der Gegenwart sich ein Urteil bilden will, die unentbehrliche Informationsquelle. Die Redaktion hat sich gerade im abgclnufcncn Jahre bemüht, den redaktionellen Teil nach besten Kräften aus zubauen. Neue Rubriken und Beilagen wurden eingerichtet, worunter an erster Stelle die Palästinabcilage, die von einem hervorragenden Fachmann redigiert wird, zu nennen ist. Unsere Leser haben dadurch einen Einblick in die fortschreitende Entwicklung gewonnen, die immer mehr jüdische Kräfte an sidi zieht. Die zionistische Zeitung ist auch das beste und wirksamste Mittel, unsere Gedanken in weite Kreise zu tragen. Obwohl ihr Inhalt nicht unmittelbar auf Propaganda berechnet ist, obwohl gerade die Erörterungen der ״Jüdischen Rundschau“ zutn Teil jene Kenntnisse voraussetzen, die nur aktive zionistische Arbeiter besitzen, wirkt sie doch propagandistisch, denn die Gewalt der Tatsachen, die aus ihren Berichten, auch dem bninformierten Leser gegenübertreten, der Einst der Erörterung und die Geschlossenheit des auf ein festes Ziel gerichteten Willens müssen auch auf den ferner• stehenden Juden Eindruck machen. Die ״Jüdische Rund- Schau“ ist unsere beste Waffe, sie bietet die Möglichkeit, Sn dieser erregten Zeit, in der das Judcnproblem stärker als früher wieder alle Kreise ergriffen hat, unsere Ge• danken in die Ocffcntlichkeit zu tragen, unsere Lösung der Judenfrage, die in Wahrheit die einzige Lösung ist, der jüdischen und nichtjüdischen Welt zu zeigen. Das werdende jüdische Palästina, von dem liier beneidet wird, die Anzeichen der Selbstbestimmung, der neuen jüdischen Haltung, müssen in höherem Maße als bisher auch nach außen bekannt gemacht werden. Daher ist die Verbreitung der ״Jüdischen Rundschau“ eine der wichtigsten zionistischen Aufgaben. Wir wollen nicht unterlassen, beim Eintritt In den neuen Jahrgang unsere Leser und Freunde an diese Aufgabe zu erinnern. Wir haben in der letzten Zeit eine wichtige technische Neuerung durchgeführt, indem wir den Verkauf der Rundschau bei allen öffentlichen Zeitungsskllcn in Berlin veranlaßt haben. Wir hoffen, daß dadurch unsere Zeitung in weitere Kreise gelangen wird, müssen jedoch unsere Leser bitten, ihre Freunde und Bekannten auf diese Tatsache aufmerksam zu machen und sie zum* fleißigen Bezug der ״Jüdischen Rundschau“ aufzufordem. Wir sind überzeugt, daß unsere Leser und Gc• Sfnnungsgenossen uns auch im neuen Jahre treu ziit Seite sichen und die Uebcrwindung der technischen Schwierigkeiten erleichtern werden. Verlag und Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“. Vor der A.־C.־ Sitzung Die Situation, in der diesmal das AcUons-Comite z;1 seiner Beratung Zusammentritt, ist außerordentlich ernst. Wieder, wie schon »0 oft in der kriscnrcichcn Zeit dar letzten Jahre, steht im Vordergrund der Schwierigkeiten nidit die politische, sondern die wirt• *chaftiiche Lage. Zwnr sind audh politisch in den meisten Ländern, die für die Paiästinasache von Bedcutung sind, in den letzten Monaten wesentliche Vcr- Änderungen vor sich gegangen, doch besteht gegenwärtig keine Gefahr, daß die auf Grund des Mandates begonnene Entwicklung abgebrochen wird, soweit über• haupt bei der schwankenden Weltlage irgendeine politische Konstellation mit Sicherheit abgeschätzt werden kann. Kaum zu bezweifeln ist aber, daß auch unsere politische Stellung immer mehr und mehr von unserer positiven Wirlschaftsleistung abhängen wird. Selbst gegnerische Kräfte wären nicht imstande, unsere Position zu erschüttern, wenn diese Position in sich gefestigt wäre und unsere aufbauende Arbeit für sich selbst spräche. Umgekehrt wird uns die beste politische Kon• stcllation nichts nützen, wenn der tote Punkt nicht überwunden wird, wenn nicht endlich das jüdische Volk die erforderlichen Gelder geben wird. Die Karlsbader Jahreskonferenz hat das vom Kongreß beschlossene Budget wesentlich verkürzt; noch In Karlsbad entspannen sich heftige Kämpfe um Vergrößerung einzelner Budgetposten, trotzdem der Budgetreferent darauf aufmerksam machte, daß diese Kämpfe bei der gegenwärtigen Finanzläge rein akademischer Natur sind, Heute sind mehr als vier, Monate 6eit der Jahreskonferenz verflossen, und ia diesen yiex. Monaten hat, sich die . Finanzlage Unsere 2eüun$j Ist von jetzt ab in Berlin in den Bolvahofslmchhondltingcn, den Buchharsdlungcn der Stadt-, Hoch- und Untergrundbahnen und in ollen Ztliungslrioilrcn zu haben, Der Einzelpreis beiräfii gegenwärtig 60.— Mark. verschlechtert statt verbessert. Audi das verkleinerte Budget konnte bisher nicht gedeckt werden, und viel• leicht wird das Actions-GoiuitS sich wieder ernsthaft mit der ßiHigcffrage befassen und neue Kürzungen vornehmen müsse«., Noch wissen wir nidit, was die Exekutive vomischtagen gedenkt. Der FLnanzrcfcrent und Organisator des J. C, T., Dr. Haipcrn, war in den letzten Monaten in Palästina, doch ist übcT die Ergebnisse seiner Reise noch nichts veröffentlicht worden. Es ist anzunehmen, daß er dein A.*C. berichten wird, und man braucht kein Prophet zu sein, um voriicrzusagen, daß dieser Bericht ziemlich ungünstig lauten wird. Zugleich mit Haipcrn war Wcizmatin im Lande und hat diesmal eine ziemlich kühle Aufnahme gefunden. Wir haben schon auf einige palästinensische Pressestimmen hingcwicse-ii, die gegen Weizmann Vorwürfe erhoben, und brachten auch den Trinkspruch Achad Haarns, der nüchtern und trocken die Tatsache konstatierte, daß Weionann diesmal die Herzen in Palästina nicht gewinnen konnte, weil er mit leeren Händen kam. Die Lage in Palästina Ist außerordentlich sdiwer. Wir haben schon «nlängst einen Aufsatz aus der paiästitiensischc« Presse wiedergegeben, der die Situation der Landwirtschaft beklagt, der gerade in den entscheidenden Monaten des Jahresbeginns die zur An- Schaffung von Sämereien und Inventar notwendigen Betriebsmittel fehlen, so daß die Landwirtschaft immer wieder dazu verurteilt ist, unzulänglich zu arbeiten, unrentabel zu bleiben, was dann den Eindruck erweckt, als ob die landwirtschaftlichen Arbeiter Almoscncmpfänger wären. Gerade am Anfang des Arbeifcsjahrcs, nach den Feiertagen und vor Beginn der Regenzeit, tritt gewöhnlich eine völlige Stagnation in dem Geldzufluß ein. Der Grund dafür ist vielleicht darin zu sehen, daß gerade im Sommer Immer die großen zionistischen Wcltkonferenzen stattfinden, die nicht imr die Aufmerksamkeit und Arbeitskraft der aktivsten Zionisten aller Länder in Anspruch nehmen, sondern auch die zionistischen Arbeiter von der Stätte ihrer Wirksamkeit nbzichen, zu große!» Reisen zwingen und die Kontinuität ihrer Tätigkeit unterbrechen. Die Folgert zeigen sich dann in den verminderten Gcldetngäitpen der Herbstmoiiate. Besonders in Amerika, dem für die Gcidaufbringung wichtigsten Lande, sind die Herbstmonate fast ungenützt verstrichen. Das amerikanische Keren Hajc.ssod-Biiro hat zwar die während der Frühjahrs- Kampagne gezeichneten Beträge eingezogen, aber die Eröffnung der neuen Kampagne ist zu lange hinausgeschoben worden und erst mit Dr, Lcvins Ankunft einigermaßen wieder in Gang gekommen. Da Amerika mit eigenen Kräften die Keren Hajcssod-Kampagnc nicht hinreichend durch Zufuhren imstande ist (der Tod Peter Schweitzers bedeutet auch liier einen unersetzlichen Verlust) mul da ein Mann, selbst von der Arbeitskraft Dr. Lcvins, die Aufgabe nicht bewältigen kann, so ist cs die wichtigste und unauLchkbbare Aufgabe der zionistischen Zentrale, die amerikanische Delegation zu verstärken und die Keren Hajcssod-Propagaitda zu intcnsivicrcn. Eine neue Verkleinerung des Budgets würde für die wichtigsten Zweige unserer Palästinaarbeit beinahe einer Einstellung gleichkommen. Andererseits ist cs natürlich eine wertlose Fiktion, ein Budget auf dein Papier zu haben, das nicht gedeckt werden kann. Die Parole, die anrugeben ist, kann mir heißen: Größere Anstrengungen als bisher, unbedingte Deckung des kleinen Budgets. Diese Anstrengungen dürfen natürlich niclit auf Amerika beschränkt bleiben. Auch in den europäischen Ländern sind lange noch nidit alle Quellen ausgesdiöpft. Auch in den europäischen Zentren sitzen jüdische Kapitalisten, die in Goldwährung redmen und die imstande wären, einen ziemlich bcträchtlidicn Teil des Budgets ohne große Opfer zu decken. Es muß gelingen, auch diese Kreise zur Volksarbcit hcranzuziehen, überhaupt den Kreis der Keren Hajcssod-Zahler zu vergrößern. Niemals vielleicht war die Finanzlage so brennend wie In diesem Moment. Von mancher Seite wird die Lösung der Finanzfrage von dem Zustandekommen des jüdischen Weltko 11 grosses erwartet. Diese Hoffnung Ist gewiß zumindest insofern berechtigt, als durch die Kongreßbewegung die Palästinastimmung in den weitesten Volkskreisen voll entfacht werden soll, als dadurch neue aktive Kräfte geweckt werden können, die natürlich dann auch in den finanziellen Leistungen des Volkes zum Ausdruck kommen. Aher unseres Erachtens wäre es übereilt, jetzt scliou Hoffnungen auf den noch ungeborenen Kongreß zu setzen. In diesem Augenblick haben wir keine Möglichkeit, die Lasten von den Schultern der Zionistischen Organisation auf irgendwelche bcstehende oder zu bildende Körperschaften zu überwälzen. Die Zionistische Organisation hat bisher die Arbeit geleistet, sie hat das schwere Amt und die Verantwortung für den Aufbau Palästinas auf sich genommen — auf sich nehmen müssen, da niemand anderer da ist, der dies tun könnte — nun müssen die Zionisten die matericilen Bedingungen schaffen. Es darf nicht wieder Vorkommen, daß ein prominenter geistiger Führer des : nationalen Judentums dem Fresidenten der Zionistischen Organisation in Palästina selbst vorwerfen muß, daß er! ohne Geld gekommen' Ist. Die Zionisten, die bei Kon* ‘ gross ca und ilinlkäicn Anlässen den Führern* zuzujubeln pflegen, die nach San Remo Straßeimmzügc und Massendemonsirationen veranstalteten, dürfen ihre Führer nicht 111 ehr dieser Situation aussetzen. Wenn nicht die jü* disclic Arbeit i 11 Palästina, wenn nicht unsere wichtigsten Positionen zu einer Katastrophe getrieben werden sollen, so 111 uß noch in dieser spülen Stirn de die Erkenntnis cinsctzen, muß die üpierwilligkcit durchbrechen und die große Volksbewegung für den wirklichen Aufbau Pa• lästinas endlich beginnen. Sie zu entfesseln, müssen alle zentralen und lokalen Kräfte der zionistischen Bewegting eingesetzt werden. Wie lange noch wollen wir warten? Alle Sitzungen und Tagungen können nidit helfen, belfert können wir allein, jeder einzelne Zionist, der seine Pflicht tut. Nicht vom Actions-Comite haben wir Rettung zu erwarten, die Rettung ist in unsere Hand gegeben, R. W. 6rcz־I9rael Von der arabischen Delegation Die arabische Delegation ist von Lausanne in Londoa elngeiroltcn. Die Delegierten werden versuchen, ihre Angclegenhdt dem Staatssekretär für die Kolonien vorziilcgcn. In einem der Presse übermittelten Kommunique äußert sich Kasim Pascha, das Mitglied dieser Delegation, folgendermallen: ״Wir sind nach England gekommen, um unsere Ansichten der britischen Regierung vorruiegen, da seit unserer letzten Anwesenheit eine neue Regierung die Aemter übernomine!» hat und wir davon überzeugt sind, daß diese Regierung den patä sti nc ns isc hc n Arabern und dem ganzen arabischen Volke mit mehr Sympathie g e ge n überst eh t und gewillt ist, in Palästina ebenso wie in England geordnete Verhältnisse zu schäften. Del Kongreß palästinensischer Araber in Nablus hat auf seiner Sil rang im August das Mandat zurückgewiesen, da das Volk nicht bei der Wahl der Man• datannsclit in Uebcrcinstimmung mit dem Art 22 des Völkerbundpaktca gefragt worden ist, ebensowenig auch In bezug auf diejenigen Bestimmungen des Mandates, die ausschließlich zugunsten der Zionisten getroffen worden sind. Durch Art 22 ist der Mandaiarmacht nur das Recht gegeben worden, zu beraten und zu helfen, während die gegenwärtige Vcrwal• tung in Palästina regiert, als ob es eine Kronkolonie sei. Die einzige Lösung der gegenwärtigen Schwierigkeiten für England wäre es, wenn cs sein Wort halten würde, das cs bei verschiedenen Gelegenheiten den» König Hussein von Hcdschas. ־und dem arabische« Volk gegeben hat. Durch dieses Wort bat sich England verpflichtet, dem arabischen Volk hei der Erlangung seiner Selbständigkeit behilflich zu sei«, Das Volk in Palästina steht auf dem Standpunkt, daß es britischen Rates und britischer Hilfe bedarf; aber diese Hilfe und dieser Rat dürfen ihm nicht zwangsweise aulerkgt averden. Das Volk von Palästina muß sich frei äußern können, und das kann nur geschehen, wen« es seine VJn• abhänglgkeit erhält, Dana mag irgendein Vertrag zwischen England und Palästina abgeschlossen werden. Wenn die Araber die Unabhängigkeit erhalten, wird man den Juden ebenso wie den anderen erlaube!!, in das Land chm!wandern, soweit das Land aohuhniciähig ist »md *0• weit die Einwanderer dem Lande nützlich sind. Alle I tu in i gratiunst ragen dürfe!» ausschließlich der Kompetenz der nationalen Regierung unterstehen, die Gesetze in der Immi» grations frage. erlassen wird. Was das jüdische Nationalhcim anbetrifft, wie es in der Ralf our-Dcklaration vor• gesehen ist, so lehnt das arabische Volk von Palästina ent* schiede!» ab, dem zuzustimrnm. Die Araber empfinden, daß die Juden In das Land kommen, tun sie zu beherrschen und nicht, 11111 Seite an Seile mit itincra zu leben, wie sie cs vor dem Kriege taten. Und «ine so stolze und unabhängige Rasse wie die Araber kann eine derartige Unterdrückung naturgemäß niemals erdulden. Es gibt heule starke türken• freundliche Stimmungen in Palästina, die durch Englands Verhalten groß gezogen worden sind. England hat die Araber gezwungen, sielt den Türken an die Seite zu stellen. Die Lausanncr Konferenz stieß auf große Schwierigkeiten. Aber ich denke, daß sie doch zu einer Verständigung in den Fragen des Nahen Ostens führt, soweit es die Türken betrifft. Das Beispiel der Türken war ein sehr zur Nachahmung anreizendes Moment, und bei den Arabern ist das Oefühl sehr verbreitet, daII sich alle Araber vereinigen müssen, wie es die Türken gclan haben, wenn sic irgend etwas von den Mächten erreichen wollen. Die lehre, die sie von dem Beispiel der Türken erhalten haben, besteht darin, daß die Türket» die Wiedererlangung Ihrer Macht dem Schwerte verdanken, und obwohl die Wcstmlchte zurzeit glauben, daß die Lehre der Türken von den Nachbarn nicht angenommen werden wird, befürchte ich doch, daß cs für Europa noch manche Unruhen im Nahen Osten geben wird, Die Lösung, die wir zu unterbreiten haben, würde den britischen Steuerzahler von den finanziellen Lasten Palästinas befreien, da ja, wenn itn Lande eine nationale Regierung errichtet werden wird, man weder britische Truppen, noch Irgendwelche Gelder aus dem britischen Staats• schätz benötigen wird. Solange die gegenwärtige Verwaltung in Palästina bleibt, muß der britische Steuerzahler jedes Jahr damit rechnen, einen großen Ausgabenetat für Palästina be• willigen zu «»Basen, und dieser Etat wird von Jahr zu Jahr größer werden־." Emir Abdullah in Jercsalem Jerusalem. (J.C.B.) Emir Abdullah von Transjor* danien, der auf der Rückreise aus England seinem Vater, König Hussein, ln Mekka einen Besuch abstattete, Ist am 23. Dezember in Jerusalem eingetrollen. Er wurde auf dem Bahnhof von Sir Herbert Samuel empfangen und Ist dann im Rcgieriingshaiisc als Gast des Obcrkommissan abgestiegen. Emir Abduliah begibt stell von hier demnächst nach Amman, der Hauptstadt von Transjordaaien.