Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 92 (21.11.1922)
- Date
- 1922-11-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seit« 600 w: m ||; in: Jii Sü |§. 113 |||i Ü i| «!1 l®S ןן!fit :!§Ä }':;#} iitf: fcj ו! זו OUbc• cm tat i יגוז jtid iicn nie ufc י" fr ich־ len in״• y,\ "’•ff ten die 1C1» die :11c 'ericit :cn 1er «n rte :.'11 1.1t ht, iTt im nis ies j jü• 5!ur 1 1 mit ־; I! ׳ Icit ) ■11ז eit- J die für י )13 I 1ml; ind 3 md uii 1er• i 01c; reu 11״• I .15, 1 kn eri־-c de• Vf• Je* *ft, Ha Nf.02 Deutschland Aus der Berliner Gemeinde Interpellation über den Artikel des Herrn Ksreskl in der ״Jüdischen Rundschau“ Von unserem Berichterstatter, Es gibt noch immer Vorst,■»ndsmitglicdcr und Repräsent.mten in der Berliner Jüdischen ücmcinde, die trotz: der 1frf.ahrungrn der letzten Jahre des naiven Glaubens sind, da ft sicli auch noch dem Einzüge der Minoritäten in die Verwaltung gar nichts geändert hat. Mit Zähigkeit klammern sic sich au die {ixe Idee, daft Vorstand und Repräsentanten- Vers.inlnilung noch immer jene Homogenität von ehemals anfweisen müßten, die mit Indolenz verfluchte Aelinlichkcit hat. Sie können cs nicht begreifen, dall auch Vorstandsniitglicder, die ihren Auftrag nicht von der Gnade irgendeines Klüngels erhalten haben, sondern sich voll und ganz• als frei gewählte Vertreter der Gemeinde fühlen, unter Um- Ständen sich vcranlalU sehen können, an die Oeffcntlichkeifc zur Abhilfe von Mißständen direkt zu appellieren. Dieser Weg Ist, wie noch erinnerlich sein wird, von dem Vorstandsmitglied, Herrn Direktor Karcskl, kürzlich beschriften worden. In Nr. ftl der ״Jüdischen Rundschau" hat er unter dem Titel ״Tin Kapitel aus der Sozialpolitik der Jüdischen Gemcindc" einen Auf:,atz veröffentlicht, dem folgender Tatbestand zugrunde lag. Durch eine gewisse Gleichgültigkeit, welche an maßgebenden Stellen gegenüber der sozialen Fürsorge Im allgemeinen, speziell der Fürsorge für die Ostjuden, unzweiflhaft vorhanden ist, war es dazu gekommen, djiß, trotzdem eine Anzahl von Bewerbern fiir freie Räume irti alten jüdischen Krankenhause vorhanden war, eine Beschlagnahme dieser Räume seitens des Magistrats erfolgte. In den sodann geführten Verhandlungen wurde seitens der verhandelnden Bcamten mit dem Magistrat ein Abkommen getroffen dahingehend, daO dem Flüchtlingshcim, über dessen bcdcutungsvolle Tätigkeit alle Kenner nur einer Meinung sind, die von ihm innegehabten; auf eigene Kosten hergestclltcn Räumlichkeitcn fortgenommen und dafür minderwertige Räume zur Verfügung gestellt werden sollten, wobei allerdings weniger vom Magistrat als von den beteiligten Beamten der Hoffnung Ausdruck gegeben wurde, daft der Magistrat eine Instandsetzung der neuen Räumlichkeiten vornehmen wurde. Dieses Abkommen, das in Abwesenheit der Herren Dr. Sandler und Kareskl getroffen worden war, wurde von diesen rach den Ferien zum Gegenstand einer Interpellation Im Gemeinde-Vorstand gemacht. Die beteiligten fiemeindobeamten hatten in längeren Ausführungen ihren Standpunkt zu rechtfertigen gesucht, und nach ihren Ausfühnmgen mußte der Vorsitzende aus beruflichen Gründen die Sitzung verlassen, worauf, ohne daß den Interpellanten Gelegenheit zu einer Erwiderung gegeben wurde, trotz der noch vorhandenen Beschlußfähigkeit die Sitzung einfach geschlossen wurde. Herr Kareski kündigte sofort an, daß er, nachdem man seine Rechte in der Vorstandssitzung in dieser Weise verkürzt hatte, sich an die Ocffentlichkeit wenden würde, was er auch in dem erwähnten Artikel tat. Der Vorstand sandte dann, offenbar auf Inspiration der beteiligten FLamten, denen die Sache doch etwas peinlich zu werden begann, eine ziemlich lendenlahme Erwiderung ein (s. Nr. 67), der gegenüber Herr Kareski in seiner Erwiderung zeigen konnte, dafl sie nichts anderes als eine Verschleierung der Tatsachen enthalt. Diese Vorgänge wurden von liberaler Seite zum Gegen• Stande einer Interpellation in der Rcpräscntantcn-Vcrssinmlung Re macht, die aus technischen Gründen erst jetzt zur Beratung gelangen konnte. Obwohl es jedem klar ist, daß gerade' In dieser Frage für die Herren Kareski und Dr. Sandler keinerlei Parteiintcresse maßgebend war, so glaubten doch die Interpellanten, diese ihnen günstig erscheinende Gelegen• heit zu einem Vorstoß gegen die Vertreter der Volkspartei benutzen zu können. Sie fanden dabei eine lebhafte Unter• Stützung an Herrn Kammergerichtsrat Wollt, durch dessen Schuld der Orlfentliclikcit da» nicht sehr «Greuliche Schau• spiel geboten wurde, daß Vorstandsmitglieder gegeneinander in der heftigsten Weise vor der Rcpräscnlantcn-Vcrsammhing polemisierten, Herr KamnicrgcrlchUrat Wolff sprach davon, daß das Vorgehen des Herrn Kareski ״disziplinwidrig'׳ sei und unter Umständen den Gegenstand eine» Disziplinär• Verfahrens bilden könnte. Für die Vorstandsmitglieder als mittelbare Staatsbeamte bestehe eine unbedingte Schweige• Pflicht. Wurde schon dieser rein formal-juristische Standpunkt (die ganze Diskussion wurde von dt׳n Vertretern der Gegen• Seite nur mit formal-juristischen Argumenten geführt) ah grundsätzlich nicht akzeptabel von unseren Freunden und auch von den Konservativen zuriiekgewiesen, weil sie eben in so außergewöhnlicher! Situationen es für ihre Pflicht halten, derartige die jüdische Ocffentlichkeit aufs eminenteste berührende Angelegenheiten nicht hinter den Kulissen aus• zutragen, so konnten sie in der Sache selbst, d. h. in der Behandlung der Sozialpolitik, seitens der jüdischen Gemeinde mit durchschlagenden Beweisen zeigen, daft bei gewissen aiuführemicn Organen Innere Hemmungen vorhanden sind, die es ihnen nicht ermöglichen, mit der Wärme und der Energie für die Sache einzutreten, die notwendig ist, um den Schwierigkeiten und Hindernissen, die cs gerade auf diesem Gebiete so häufig gibt, entgegenzutreten. — Es hätte niemals zu einer Beschlagnahme der Räume im Krankenhause und dem faulen Kompronilß mit dem Magistrat kommen können, wenn man von vornherein die vorliegenden Anträge auf Uebcrlnssung von 'Räumlichkeiten nicht lässig behandelt und schließlich, als cs zu spät war, «ich zu den Zugeständnissen auf Kosten des Flüchtlingshcim» hctbelgclassen hätte. Beweis dafür ist, daß in einem ähnlichen Falle durch Anrufung des Ministers beschlagnahmte Räume der Gemeinde sofort freigegeben wurden, ferner daß nach dem Erscheinen des Aufsatzes des Herrn Kareski man sich nicht begnügte, bei einer unteren Instanz gegen die Beschlagnahme Einspruch zu erheben, sondern sich direkt an den Minister gewandt hat, Auf welch haltloser Basis die Behauptungen der beteiligten Herren Gcitieiiidebcamte« beruhen, zeigt der Umstand, daft der Magistrat erst kürzlich erklärte, er denke gar nicht daran, die dem Flüchtlingshcim ztigedijditcn neuen Räume auf seine Kosten zu renovieren, Plötzlich Ist es möglich geworden, mit Ernst und Energie »n die Dinge heranzutreten, und es ist dank dem Aufruf der Ocffentlichkeit zu erwarten, daß das f luchtllngshelm nunmehr ungestört ln seinen Räumen wird bleiben können. — Die Ausführungen der Interpellanten, insbesondere die Kassandrarufe einiger .älterer Herren, welche ein» ganze Ocmcindcßchäudc angesichts solcher Differenzen schon Zusammenstürzen sahen, machten ebenso, wie die Recht• fertigungen der Gcmcindebcamten, nur schwachen Eindruck. Eine glänzende Satisfaktion wurde unseren Freunden, insbeson• dere Herrn Kareski, dadurch zuteil, daft Herr Eugen Caspary, der leider infolge vorzeitigen Schlusses der Debatte nicht zu Worte kam, die Erklärung abgab, daß, wenn er gesprochen hätte, er die sachlichen Ausführungen des Herrn Kareski in vollem Maße bestätigt hätte. Die Debatte wurde ohne Irgendwelchen Beschluß beendet, aber es ist Grund, anzunchmcn, daft In Zukunft derartige sträfliche Lässigkeiten nicht mehr Vorkommen werden. In derselben Sitzung wurde, von den Vertretern der jüdischen Volkspartcl Im Anschluß an eine Anregung der Konservativen' wegen der Mazzothversorgung der Vorstand ersticht, angesichts der kolossalen Preise, welche Voraussichtlieh für Ma 7zoth im nächsten Jahre gefordert werden dürften, einen Kredit für die bis zum 1. Dezember d. J. zu zahlenden Vorschüsse an Minderbemittelte zur Verfügung zu stellen. Wie wir hören, hat der Gemeinde-Vorstand aus Unverstand• liehen Gründen diesen Antrag abgclchnt, Zionistischer (Jruppenverband Obcrsclilcslen Zuut ersten Male flach der Abtrennung von Polnisch- Ohcrscltlesien tagte der Gnippenverband Oberschlcsien — infolge der notwendig gewordenen organisatorischen Umgcstallung stark verkleinert, aber Immer noch lebensfähig »- am 5. November in Üculhcn, Die Tagung war gut besucht, auch aus dem abgetretenen Teil waren eine Anzahl Oe• slnnutigsgenosscn erschienen. In ihrem Mittelpunkt stand das Referat über die politische Lage von Herrn Dr. Arthur H a n t k c - Berlin, den wir nach langer Ab- Wesenheit wieder bei uns begrüßen durften. Anschließend berichtete flerr Rcgicrungsrat Dr. M a r c u »• Breslau über die in den nächsten Wochen geplante Arbeit für den Keren Hajessod in Oberschlcbicn, für die er sich frcundlichst zur Verfügung gestellt hat. Eine Aufführung des Palästinafilms in den einzelnen Ortsgruppen soll sie einlcitcn. Eine besonders lebhafte, aber klärend wirkende Debatte, ins• besondere mit den anwesenden Vertretern des Blau-Wcifl, knüpfte sich an das Referat des Gesinnungsgenossen J. P i 11 czo w er- Ratibor über die Wege und Ziele der Jugendbewegung. Zum Schlüsse wurden die Dezernate Im Oruppenverbände zum Zwecke einer besseren Orgaitlslciung der Arbeit neu verteilt Am Ahend sprach Herr Dr. Hantk« in öffentlicher Ver• Sammlung über den Zionismus und die deutschen Juden, Wir möchten auch an dieser Stelle Herrn Dr. Hantke herzliehst danken, von dessen Besuch wir uns eine starke Be• tebung unserer durch die politischen Verhältnisse der letzten Jahre schwer In Mitleidenschaft gezogenen Arbeit versprechen, Tagung des deaticlien Hcclisluz Wir erhalten.folgende Mitteilung zur Veröffentlichung: Der deutsche jlcchaluz soll sämtliche In Deutschland weilenden Chnlu/im umfassen und gewissermaßen als Gewerkschalt der Chaluzlm fungieren. Auf dein Praktikantentag am 29. September Ist ein provisorischer Vorstand des Hcchnliiz. gewählt worden, der bis zur Einberufung des ersten deutschen Chaluztages die Verantwortung für die gesamte Arbeit trägt. Die endgültige Konsolidierung soll auf dem Chaluztag erfolgen, der am Donnerstag, den 14., und Freitag, den 15. Dezember, in ■ ßerUu »uttUndet und folgende Tagesordnung umfaßt; 1. Eröffnung und Vorlage der Geschäftsordnung; 2. Bericht über die Tätigkeit de« provisorischen Vorstandes! 3. Referat über Wesen und Aufgaben des deutschen Hcchaluz; 4. Referat über unsere Stellung zum Welthechaluz; 5. Referat über die Organisierung de» deutschen Hcchaluz. ft. Wahl des Vorstandes; 7. Diversa. Am 17. Dezember findet in Berlin die Weltkon• fereiiz des Hcchaluz statt; auf der sämtliche Landesverbände des Hcchaluz verfreten sein werden und zu der der deutsche Hcchaluz ebenfalls seine Vertreter senden muß, die auf dem deutschen Chaluztag noch bestimmt werden müssen. Es ist sehr wichtig, daß sämtliche Chaluzlm In Deutsch• laiul ihre Delegierten zur ersten deutschen Chaluzlagung senden. In einigen Städten sind bereite lokale Gruppen gegründet worden, die Ihre lokalen Delegierten wählen und entsenden. Die Leitung des Hcchaluz hat bla jetzt noch nicht alle!in Frage kommenden Chawerim und Städte erfassen können und bittet sämtliche Chaluzlm, die noch keiner dem deutschen Hcchaluz a»geschlossenen Gruppe angehören, sich umgehend mit Ihm in Verbindung zu setzen, zwecks näherer Information über die Teilnahme und die Wahlen zum deut• sehen Clialuztng. Das Büro des deutschen Hcchaluz befindet sich Berlin N 24, Augustatr. 17, Zimmer 18. * Es wird beabsichtigt, in der allernächsten Zelt technische Kurse fiit Chaluzim ebzurkhien, Wir bitten um Anmeldung zur fcSnahme an das Uiino des Heduluz. Berlin N., August• straffe 17, oder an das Chaluzsekretariat, Berlin W., Sächsische Strafte 8. Studenten der tedmischen Hochschulen oder Ingenieure und Lehrer, die gewillt sind, bei diesen Kursen Unterricht im Rechnen und elementaren Zeichnen zu erteilen, wollen sich bei den Jüdischen Arbeitsamt melden. Zionistisches Seminar dci K. J. V. Berlin fm Dezember eröffnen wir ein zionistische* Seminar, dag regelmäßig am Sonnabend in den Räumen des K. J. V* KurfürstciMtr. 150, stattfinden wird. E» sdl hier Gelege 1111cIt geboten werden, Spczinlfragcn des Zionismus wissen sch ältlich zu bclundclu. De einzelnen Vorlesungen, die Im Jamtar noch Ergänzungen erfahren werden, müssen von den Teilnehmern regelmäßig besucht werden. De Vorlesungen beginnen nlnkt* liat. f ür die Teilnahme sind Einlaßkarten erforderlich, 111c unentgeltlich vom Büro des K. J. V. abgegeben oder nach vorheriger Porloeiivcndung zugcsamlt werden. Programm für Dezember. Dr. M, Blleski: Das Siaatsrccht Palästinas und seine Völker• rechtliche Grundlage. (Völkerbund ssnandat, Palästinatuart.iat, Verfassung Palästinas), achttägig, am 2., 9. und 15, Dezember, 6'/«--7 Uhr abends. Dr, Hob. Well sch: Strömungen im Zionismus (Achtel Haant, Biibcr usw.), ach!tägig, am 2., 9. und 16. Dezember, 7y» bis 8 Uhr abends. Dr. F. L. Meyer: Colloquium über füd. politische Frage«, jüd. Parteien, Ostjudenfrage in Deutschland, jüst. Politik in Deutschland, vierzehntägig, am 2. und 16. Dezember, 8*/«—10 Uhr abends. Dr, Abvm Sandler: Die sanitären Verhältnis« bi Pa- Iästin.1, einmalig, am 9. Dezember, 8•'«—10נ/י Uhr abend* Angekündlgte Vorlesungen für J an ua r/Fe br.: Dr. Jacob Jacobsohn: Geschichte der Emanzipation. Dr. Meisl: Allgemeine Abhandlung über jüdische Geschichte. Dr. H. M, Well : (Thrnfa noch unbestimmt). Der Plan für diese Vorlesungen wird noch veröffentlicht K.J.V. Berlin, KirrfurMcnstr, 150, Tel. Kurfürst 1095. Eine hebräische Tigung C61 5 a. RI1. Sonntag, eien 12. d. M., ha! hier Im Sitzung*• »aal der Gemeinden, Roonstr. 50, eine vom Waad Ibri in Westdeutschland cinberufcnc hebräische Rezirkstagung stattgefunden. Nach einer hebräischen Begrüßung durch Herrn ,Nürnberg. Cöln, hielt Herr Dr. Sackheim Hagen, seinen Vortrag über ״die hebräische Bewegung״ Dr, Sackheim entwickelte ein Arbeitsprogramm, tun das Hebräische m verbreiten. Dem Hebräischen muß ein weiterer Platz in den Schulen ringeräumt werden. Durch Vorträge und Vcranstal* tungen roll auch die deutsche Jugend mit der modernen hebräischen Literatur bekannt werde״. Der Redner wies zum Schluß darauf hin, daß die Verbreitung des Hebräischen auch in den inchtjüdisdicn Kreisen von eminenter politischer Bec]Mitling für die Stellung der Juden in Deutschland werden kann, ebenso wie die Verbreitung des Hebräischen in der Emclie der H»m1ani»tcn und der Reformation zur Verbesserung der Lage der Juden beigetragen hat. An Stelle des vorhinderten Dr, Eschclbaclicr, Düsseldorf, sprach dann Herr Rektor Coblenz, Cöln, über ״das Hebräische in der Schule" und stellte fest, daß ii* der Collier Jüdischen Volksschule das Hebräische citvcn entsprechenden Platz im Lehrplan cinnimmt. Er stellte die Forderung auf, daß die jüdischen Kinder zuerst in die siidische Volksschule geschickt werden. In den Mittelschulen muß für eine Vermehrung der hebräischen Stunden gesorgt werden. I» Jugend muß in «er Schule coriei hebräisches Interesse und Kenntnisse erhalten, daß sic später durch Lektüre sich weiter foribiklcn können. Die Litern müssen angeregt werden, das hebräische Streben der Kinder zu fördern, nicht, wie es oft der Fall ist, daß die Eltern den» Hebräischen verständnislos gegenüberstehen. Reicher Bel lall folgte den Ausführungen der beiden Referenten. Herr Lehret Reinhard, Cöln, der die Versammlung leitete, unterstützte warm die vor» den Referenten aufgestellten Forderungen, n de« Diskuss on sprach Herr Rabbiner Dr, Kober (hebrausch), der die religiöse und erzieherische Bedeutung des Hebräischen unterstrich, sowie Herr Rabbiner Dr. Caro, welcher die Ein• führung von hebräischen Prival/irkdn empfahl. Es sprachen noch die Lehrer Baum, Freimark und Stuft. Goklberg, Schey und Nürnberg. De Sitzung war gut besucht und Hat gezeigt, daß es dem Waad-Ibri gelingt, das Interesse für das Hebrä* ischc in weiten Kreisen zu wecken. A. B. Vom ״Vereinigten Berliner Komitee ffir zionistische Reorganisation“ erhallen wfr narhdehemlcn Bericht: Auf Einladung von Dr. Lew»|1, Direktor des Norddeut״ «eben Bankverein«, I>r. Alfred Nossig und Wladimir Temkin fand In Berlin eine Besprechinig ln Sachen eine» Wirt• sch ältlichen Palästina-Unternehmens s^itt, welches das genannte Komitee in Gemeinschaft mit anderen Jüdischen Gruppen plant. Der Besprechung wohnte das auf der Rückreise vor» Palästina nach Amerika bc* griffen« bekannte Mitglied der Brandcis-Oruppe, Mr. Sol Rosenbloom, bei. Ferner waren prominente Persönlichkeilen aus der Berliner russisch-jüdischen Ko'onie die Herren David Margolin, Paenson, S. Schallt; als Vertreter des ״Binjau Haare/.״ R.-A. Dr. Köllens eh er, sowie die Herren H. Böhm, F. Bernstein und Abramson als Vertreter der Wolffsohn Gesellschaft anwesend. Nach einem einleitenden Bericht von Dr. Noisig über den Charakter des geplanten Unternehmens, referierte der vor kurzem aus 1’aUisiitvi zurück,qekeltrte Dr. N. Honig über die wirtschaftliche Lage in Palästina. Es wurde zur Kenntnis genommen, daß bis jetzt nachstchemk Gruppen an dem Unternehmen sich zu Ivcleiligen bereit sind: Die Wolffsohn-Geselfschalt, die neutralen jüdischen Organisationen: ״Allgemeine jüdische Koloivisaboiw-Vörgaiiisxtäin', tmd ״Hilfskomitee für Palästina", vertreten durch Kommerzienrat Gcrsoi» Simon und Herrn Aids A. F. Marcus, Direktor der Deutschen Union bank, die ״Palästina-Zentrale (1er Agudas Jisroel" ,ln Frankfurt a. M., repräsentiert durch Dr, Oppenheimer, ffr. Jaqties Chapiro (Paris), Vertrauensmann des Baron Edmund Rothschild, sowie mehrere große Firmen in Berlin uwl Hamburg. Den Mittelpunkt der Beratungen bildete eine längere, schaltvolle Ansprache des Vertreters der Brandeis- Gruppe, Mr. Rosenbloom stellte die Methoden dar, nach denen die Brandels-Gruppe sich in Palästina wirtschaftlich helätigt und fordert die AnwevenJcii auf, in ähnlicher Weise wrzxigehen. Wenn es and» durchaui berechtigt und rationell sei, bei dem wirtschaftlichen Aufbau Palästinas von dem kommerzieilen Prinzip amztigclicn, so müsse man sich doch gleichzeitig auch aou den großen nationalen und sozialen Gesicht*• punkten feiten lauen und gewisse Opfer bringen, um das Auf- T' “ tt’ÄKR"״’l־.־r. ״'".T”"' '״TR1•!** ׳,"י"■״,.-'יי 5 -J " ... **t•", ל*". .־־ "* ’ In jedem Ort muß die durchgeführt werden! 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