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Jüdische Rundschau · 1922-11-21 · Heft 92 (21.11.1922) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 92 (21.11.1922)
Date
1922-11-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 02 Seife 610 blühe« eines jüdischen Palästina zu fördern. Wir sollten in Palästiivi nicht mir materielle Vorteile suchen, sondern auch die traditionellen Ideen des Judentums aufs Neue verwirklichen. Ferner fand gelegentlich des Auleiilh,altes von Mr. Sol. K0'‘.c11l)kx>n1 eine Aussprache statt, wiche der Herstellung eines ständigen Kontaktes zwischen dem Komit c e und der U r a 11 d c i s - O r u p p c gewidmet war. 111 austiihrlichen Darlegungen beseitigte Mr. Koscnbloom die l!nklaiiicitcn, welche bis jetzt hinsieluHcli der S t c 11 u 11 g 11 a hm c cl e r Uratsdcis-Gruppc zu gewissen wichtigen 1'ragen geherrscht haben. Es ist nicht ausgeschlossen, führte er aus, cl.ill die ItraiKleis-Cmippc den immer wieder auf genommenen E i 11 i g u 11 g s b e 111 ü h u 11 g e n mit der Zeit Folge gehen und sich der offiziellen Zionistischen Organisation wieder anschließen werde. Er bestätigte die Auffassung des Vereinigen Berliner Komitees, daß in diesem Falle die Kooperation mit dem Vereinigten Komitee eine noch festere Grundlage finden würde, da das letztere auf dein Boden der Z io - nistischcn Organisation steht und sich im Rahmen derselben zu betätigen gedenkt. Völlig unzutreffend sei die Ansicht, daß die Brarukis-Omppc sich ausschließlich für wirtschaftliche Arbeiten in Palästina interessiert und daß ihr alle anderen großen Prohlcme des Pa'ästinnwcrkes, besonders das politische und das kulturelle, ferne liegen. Hinsichtlich der Palii s t i na-Po- I i t i k teilen Mr. Roscnbloom und seine Freunde die Anschaumig des Vereinigten Komitees, daß man bemüht sein müsse, eine frcumhihaftliclie Verständigung mit den Arabern durch direkte Verhandlungen und alle anderen ge• eigneten Mittel herbeizuführen. Er selbst habe in Palästina dafür gesorgt, daß nicht nur den Juden, sondern auch den Arabern wirtschaftliche Vorteile gesichert würden. Was das kulturelle Problem betrifft, so könne der wirtschaftliche Aufbau nicht als Hauptzweck, sondern nur als Mittel mr Verwirklichung der grollen kulturellen Aufgabe des Judentums in Palästina betrachtet werden. Es wäre völlig zweck- und sinnlos, wenn die Juden nach Palästina heimkehrcr» wollten, ohne sich vorznnchmcn, dort wieder echte, ganze Juden zu werden. Heute sehen wir Menschen, die keine Juden sind, oder Juden, die keine Menschen sind. Es fst aber notwendig, daß wir in Palästina wieder zu jüdischen Menschen werden. Den Weg dazu hat uns Esra gezeigt, als er nach der Rückkehr aus Babylon dem Volke die Bibel wieder vor las. Die Wiederbelebung der allen jüdischen Weltanscliauung muß unser Ziel sein. Auch die Observanzen müssen vir nicht als leere Formeln, sondern!, als lebendige Symbole unserer elbischen Pflichten wieder auffassen lernen. Nachdem die volle Ucbcrcinstimniung dieser Gesichtspunkte mit dem durch das Vereinigte Komitee vertretenen I*r0gramn1 fcstgestellt worden war, bemerkte Mr. Rosenbloom, daß die Brandeis-Gruppe keineswegs einer praktischen Zusammenarbeit mit ähnlich denkenden Gruppen des Auslandes ablehnend gegenübersiehe. Er äußerte sich eingehend über die Mitlcl und Wege zur Herstellung eines dauernden Gedankenau statisch cs, sowie einer eventuellen Kooperation zwischen den Vertretern der zionistischen Reorganisation»- hewegung und der Bratidcis-Gruppc. Den Beginn einer Küchen Zusammenarbeit bildet bereits die Verbreitung der Nossigsehen Broschüre ״Zionismus und Judenheit“ durch das von de Haas geleitete Büro der ßrarweis-Gruppc in New York. Die Gründung einer jüdischen Völkcrbundsliga. Wie der J. C. B.-Vertreter aus autoritativer Quelle erfährt, ist das Statut für die künftige jüdische VölkcrbundsUga bereits fcrliggestellt. Der Entwurf wird gegenwärtig von einer juristischen Kommission des Komitees der jüdischen Delegationen einer Revision unterzogen und soll demnächst dem Gencralrat der Völkcrbundsligen zur Bestätigung vorgeiegt werden. q-y * •* w'*'r* , '** , * <■#׳ ä v ׳••* *i £8 '-״ ü in •*י V . ■ ׳ •«י äs» .־ ■ / y BUfOi Berliner 7non5s(incl»c► Vorolnljjim;?, Berlin C 19* Soydftlfltf•!• B Tolpfl»ons ZfntruiA »114/13 * rn«tach4c]A0tt<» No, 12093 , Berlin NW 7, ITnMcnvorwftUr.flr' drr I). Z. V. Mittwcoli, 400 22. Xovomb** ' »iNndU 8 Üb* Ürappe 0»t, in don UrBcmsfvhn, Oolffnffsldn? Otraß*?.11 Darr Dir. imnr.M*rgullo*1 Avir^r^•» drr /Hoaiitluchea Bewc?:aßft iu Donnoretegf, don 23. Novtunbnr ebendli 8 Uh* Urappe סאrd im der <1(14. Oemolnde. Roioaitf. 5H lierr Dr, tiUiuoifc: ״Kü*Ule Arbeit Sa der 11• Z. Y.“ Gropf« fttd in der Kottbueer lUanso, Kottbuiar Dhxam ©0, KftheKoiiboeer BritolrO, Herr Dr. Heiss Nagler! 91״• jBditclte •Biptiudb&ffagsjif, Wtsea •■< SH•!• de• UUa tteits בית ועד עברי ברליו עורך ביזם ההטישי, 23 לנובמבר באולם Sekubert-Sial. Btiow.tr, 104, *m NallondorfpDte הרצאת הרד חיים גרינברג על הגועא: ״׳צגי.מורדי עולם: איוב ו ס ר 1 מ י ת א י ס "._ההתחלה בשעה « בדיוק. IIipoSI ilu.tr, im lloim Ltalorutr. 13t, jodnn Mittwooh, ebeade Ton (Hi Uhr Sltiunr d«1 10k»15» IVaint Ton 810־ ükr! Kar• Ton C11. Arlo.omff! Tiioorle *ad ChiUüIi 41• •oilnlUtl.obon Zlonlitau•. Sdgs ✓מיי־י 1 tu 11■ » t* *" ך-יי* ך• Mittwoch, den 29. November, ebenda S Uhr In der Aula der 4. Pfllchtforlblldunnaseiiule, QoorgenitraBa 30/11 (Bahnhof Prlcdrkl־Ä’4ßf3) Uo!?G[?orj von Herrn Moses Scfiaplro cuj Palästina (Mltslled des Waad poci mcrkaslt des Gdud haawodah) Uber: jfteiieriiüiiSülii Ei c;״״״n3vE‘::Su0ce::3“. Keren llajcssod Hagen. Das hiesige neutrale Keren Hajessod-Ko* m it ee hatte für Montag, den 13. No%־e naher, eine Versammlung im Hotel ״Deutsches Haus" cinbcrulen. Die Sitzung wurde eliuci Herrn JustiZrnt Nassau, den Vorsitzenden der jüdisclie-i Gemeinde, eröffnet. Der Redner des Abends, Herr Rabb. Dr. Norden, Elberfeld, gab einen historischen Rückblick auf die Entwicklung des Pa'ästina-Gcdankeiis und scliiklcrlc die große Bcdculiing der Keren Hajessod-Arbeit für Gegenwart und Zukunft. Seine begeisterten Worte fanden reichen Beifall. Herr Siinson regle die Unterstützung der jüdiscli enArbeiterf ürsorgcstcHcii an alsNcbcnaufgabc neben der großen Keren Hajessod-Arbeit. Herr Weinberg, Vorsteher der Gemeinde-Repräsentanz, richtete dann einen warmen, zu Herzen gehenden Appell an die Gcmcindcmitglicdar, die Aktion nach Kräften zu fördern, und berichtete über die Vorarbeiten in Hagen. Herr Dr. Grüneberg, Elberfeld, überbrachte die Grüße des Keren Hajcssod-Präsidiium und wies auf die erzieherische Bedeutung des Keren Hajessod hin. Es sprachen noch ia der Diskussion die Herren Dr. David, Dr. S a c k h e i 111, Dr. -S t a r g a r d t c r und Dr. R o s c n b a u m für die Gründung einer Ortsgruppe des Keren Hajessod in Hagen. Es wurde beschlossen* eine persönliche Sammelaktion in der Gemeinde durchzuführen, ln später Stunde wimie die Ver- Sammlung, die einen nachhaltigen Eindruck hintcrlassen hat, durch Herrn Weinberg geschlossen. E. L. Der Ausweis des Jüdischen Nationalfonds kann aus technischen Gründen erst am Freitag, den 24. N<>. vember, erscheinen.; MittcIIßngen des Technischen Ch&Iuzsekrdarlats Offene Stellen: Vier sehr gute Au>bildung9111öghchkeilen als Monteure un׳J Motorfuhrer für Chalu/im, die bereit» über eine mindestens zweijährige Ausbildungszeit als Sd1k»ser verfügen. Gesuchte Stellen: Für einen Seifensieder, ferner dörfliche Lehrstellen für Schmiede, Stellmacher und Zimmerleute. Das erste Rundschreiben des deutschen Hechahrz gelangte in diesen Tagen zur Versendung. Da viele Exemplare in folge Wegzugs der Adressaten ohne Angabe der neuen Adresse zurückkommen, bitten wir alle Interessenten, sich bei uns zu melden, die das Rundschreiben zu empfangen wünschen. Technisches Chaluzsekretariat, Berlin W 15, Sächsische Str. 8. Der Jüdische Jugendverein ״Hechawer" veranstaltet am Mittwoch, den 22. November, eine gemeinsame Wanderung. Treffpunkt 91/* Uhr, Schlesischer Bahnhof, Bahnsteig, mit Fahrkarte nach Erkner. Gäste willkommen. Wochenkalender. Sonnabend, 25. November, 5. Kislew 5683, ThoHotli, Nacht 4,49. Schluß des redaktionellen Teils. Geschäftliche Mitteilung Wohl die schnellste zwischen Amerika und Mittel- und Osteuropa bestehende Schiffsverbindung ist die, welche die Cunard-Linic im Anschluß an ihren wöchentlichen Expreßdienst New York—Cherbourg—Southampton eingerichtet nat Der von den Dampfern ״Mauretania" ״Aquitania“, ״Berengaria“ versehene Dienst New York—Cherbourg—Southampton dürfte zurzeit der schnellste Ozeandienst der Welt sein. Bei Ankunft des Schnelldampfers in Southampton werden die nach Mittel- und Osteuropa reisenden Passagiere von dem bcrciilicgendcn Anschhißdampfer übernommen und in vierzigsündiger Seefahrt nach Brunsbüttel, iu Hamburgs Nähe gebracht. Diese Dampfer bieten insbesondere auch für die Passagiere 3. Klasse (kein Zwischendeck) eine vorzügliche Reisegclegcnheit. Ein englisches Visum ist auf dieser Route nicht erforderlich, ln Brunsbüttel wird der Dampfer von Beamten der Cunard-Linic erwartet, die tele graphisch von der Zahl und den Reisezielen der Passagiere in Kenntnis gesetzt, für deren schnellste Weiterbeförderung alles Erforderliche vorbereitet haben. Vcrlretcr aller mittel- und osteuropäischen Nationale täten haben sich sehr lobend über diesen ausschließlich auf da« Wasserwege und von erstklassigen Dampfern versehenen Dienst ausgesprochea Poisslina-Gruoiiionas (!:crcn-nciassoiD lv. Bankkonto: DarmstMter u. Nationalbank, Borlin, Schinkelplatz 1*4. Poatieheekkento: Berlin Nr. 104951. Ihr• Verlobung geben bekennt Trude SCIJmaim Salo Pick?rUS.rxlori (Kr. Bkrolilsn) Bmleu r v.. Dfl*1«ldorf Cim GcItihoU Leo Abi V•rieb*• MerehoMhven KGS3 KSIn J r % v Waller a. Qrcle Schmul, g«b. Brook ■•lg«s thr•"^ Vorm .hliinc an Bttlin-WUneriilorr, Im Nor*mb«r 1CZZ Berliner Str. 1SI J -- f Oerherd and Allee Holdhclm, geb. B.glneky geben ihre Vermahlang bekennt Obnrlottenbarg, lm November 1922 KenUtr. IB4 e j Vv.. Josef Tisdiler Rahe! TUthlcr, geb. Spiegel V «rmhhlte Berlin, den 11. November 1039. r Dl» glOcklleho Oebart lbree *w«(ten Sohn••*^!eigen hocherfreut en ReültianvreU Dr, Weller Flidier n. ZreaKrne, geb. Keteeaetein Barmen, den IS. November 1918 ^BiogoMtr, OS -J Ankauf I Pianos, Flüfisi, PerserunüdsuuciisJcpDlslie Herbiler, GSbemlra(e 20 r eie 10 n: NoUtmloit 8CW. Din •le nkOcrReD.een. SchwcstcrH-Goldberser KV? 8». UndenctrnSe 8II Ankauf Verkauf Pianos FiUßi! Parsar■ topplctia PerssrOracis Htrtr, FaUataitr. 9, Atu־a(! Karlürat 0104. 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Kiode rdru״kere( 4funnjg'»w8rhe#fuS• Freuüonthal, HrealAu, Oo«tho«tr»8e11 4#^%..., Vomotwortl. Bodaktciaf; iiobert Weltocb. ISezUa W.JüdiKh®Bt1ad»cbMG. m. b.Ji״ Xkiriin W 16. Vcrv.n:, 1141151־; ym ßk-Aisiv i, d, j Borünor Orlüanten- und Goldv/arcn- Ges. m. b. H. BERLIN YJ fU Frladrlchstr. «1 U J *• L L>elpxig«r Str. X'.■ Samstag und Falartaga caeenioasan 1זיידז!!ל!י׳<ז?ו ^i׳I unvorblndlleh« PreU&DStellun? ftfr fcul liflidUli uiü Auzolgon In der Jüd, Rnnducbsu 11511׳: it. tk*41a.l. Atj»,.V«rw. Jüdisob« RuadsobaaO.gk Ik. ttM Swit• W. 16» MobsUalm Ski. 8• r r ■ \ r-;״ Red•’ Dien: Rast. ne eit• 1! 1׳ ן K oic t täte l rufe 1 r;e r u8 r (A.; <ie־: Lud disr nie* de! |!1 I *V ii. t i;i (ii! Km Mi Le V,' Ii;

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