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Jüdische Rundschau · 1922-11-14 · Heft 90 (14.11.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 90 (14.11.1922)
Date
1922-11-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Kr. 00 JUED1SCHE RÜHDÖdrtAÜ Seite 507 Der dritte tschechoslowakische Zlcufctentag Von tinterein Korrespondenten, F. W. Prag, 0. November. Will m4n den Eindruck des dritten tschechoslowakischen Zionistentages, der am 1. und 2. November in Mähr.-Ostrau stattgefunden hat, zusammenfassen, so muß man sagen: Es war keine Tagung der Erneuerung; aber eine Tagung der Befestigung, Mau hörte nichts von neuen Problemen, und man suchte keine neuen Lösungen; aber man verbesserte und sicherte die alten. Man war sich über die Fehler klar geworden, die bisher gemacht worden waren, und man traf die nötigen Veranstaltungen, um sic in der nächsten Periode zu vermeiden, lieber die Arbeiten, welche die Exekutive vor hat, geben die drei größeren Referate Auskunft, welche die Exekutive auf dem Zionistentag halten ließ, das allgemeine politische Referat Dr. Hugo Hermanns, das Palästinareferat von Alex. Feig und das Jugend- und Kulturreferat von Landesgerichtsrat Dr. Wagner. Auch diese Referate brachten keine neuen Ideen, aber sie atmeten den Geist ernster, aufbauender Arbeit in den bisherigen Bahnen und zeugten von wirklicher Erfahrung und Sachkenntnis. Eine nennenswerte Opposition gab es auf diesem Zloiiistcntaß nicht. Nur die Frage: ״Was ist die Aufgabe des Zionistcntagcs: soll er die großen Wcltproblcme des Zionismus behandeln oder nur die inneren dringenden Angelegen heilen der tschechoslowakischen Organisation?" r-4 lösten einen heiligen Kampf der Meinungen aus. Dr. Margulics bemängelte cs, daß dem Zionistentage nicht diese großen politischen Probleme, oder wenigstens eines zur Be* ratung vorgelegt worden war, während Dr. Ruf eisen alt der Sprecher der Landesexekutive es $ls die wichtigste Aufgabe des Zionistcntagcs bezeichncte, vor allem die r.otwendigen Voraussetzungen für eine gedeihliche zionistische Arbeit in unserem Lande zu schaffen. Dies schien auch die Meinung des Zionistcntagcs zu sein, in dessen Debatten die allgemein-zionistischen Probleme nicht viel Widerhall fanden. Aber auch die oppositionellen Strömungen in der zionistischen Organisation der Tschechoslowakei fanden auf dem Zionistcntag keinen adäquaten Ausdruck. Die Führer unserer beiden Ornppcn — wahrheitsgetreuer müßte man sagen, die Wortführer der beiden oppositionellen Ideen — waren nicht erschienen. Das ist zu bedauern. Denn,. wenn auch die Austragung dieser Mcinungsdifferenzen die Arbeit des Zionistentages wesentlich erschwert hätte, so hätte sic ihn doch vor eine größere Aufgabe gestellt: eine Synthese entgegengesetzter politischer Ansichten über den weiteren Weg unserer Bewegung zu finden. Die beiden oppositionellen Richtungen lassen sich vielleicht folgendermaßen charakterisieren: Der HapoCl-Hazatr vertritt in unserer Organ!־ salion die Forderungen der Jugend und des radikalen Zionismus — insbesondere, was die kulturelle Seite betrifft Eine solche Opposition ist notwendig, denn eine Bewegung braucht einen radikalen Flügel, um ein richtiges Gleich־ gewicht zu haben. Leider halte der Hapoel-Hazalr seine oppositionelle Kraft durch zwei nicht sehr glückliche Enunziationen vor dem Zionistcntag geschwächt, und auch die Sprecher des Hapocl-Hazair auf dem Kongreß schienen durch die an diese Enunziationen geknüpften und durch ihre Wirkung notwendig gewordenen Erklärungen vom Wcscntliehen abgedrängt. Ebenso gesund für die Bewegung, wie die treibende Opposition des radikalen Flügels, ist die andere, die hemmende Opposition, die ich die des wirtschaftlichen Oe- Wissens nennen möchte. Sie ist in der Weltorganisation deutlich zu verspüren, hat in Deutschland bereits recht klare Formen angenommen und wird bei uns insbesondere von Norbert Adler vertreten. Auf dem Zionistcntag freilich wurde man an diese Opposition durch nichts als die Rede — Dr. Hantkes erinnert, welche In ihren Hauptteilen eine sehr glückliche Polemik gegen diese Opposition war. Dr. Hantke wandte sich hauptsächlich gegen die vier Haupt־ ingriffspunlcte dieser Opposition, den Vorwurf der übermäßigen Betonung der Kultur im Aufbau, der Förderung sozialistischer Gedanken, der Mißstände im Beamtentum, und der zu geringen Förderung der Privatinitiative. Es haben »ich hier, wie man sieht, verschiedene Momente zusammengefunden; am wesentlichsten schcijit uns aber die verschie־ denc psychologische Einstellung zum Aufbau־ Problem zu sein, die diesen Anschauungen zugrunde liegt: die eine, welche mit dem Elan der national-kulturellen Idee rechnet und erwartet, daß dieser Elan durch seine schöpferische Kraft auch die wirtschaftliche Bedeutung «ich erzwingen muß und —י die andere,, welche diesen Erwartungen das skrupulöse Oewlsr.cn des soliden Kaufmanns cntgcgcnstcllt, der lieber mit Realitäten, als mit Elans rechnet. Es ist interessant, daß die Erfahrung — in dieser Beziehung haben wir ja schon welche! — beiden Anschauungen recht gibt. Der ersten insofern, als tatsächlich dem Elan der fdee um ein Vielfaches mehr gelungen ist, als kaufmännisch-wirtschaftliehe Voraussicht je zu kalkulieren und hcrvorzubring'tn vermoclit hatte; welche zionistische Institution könnte nicht von diesem — man möchte beinahe sagen — Urprinzip der zionistischen Arbeit Zeugnis ablegcnl Für die zweite Anschauung spricht wieder, daß andererseits doch nie so viel erreicht worden ist, als man sich vorphnntnsiert hat, und daß durch diese Rechenfehler schon viele wirtschaftliche Schädigungen und auch schwere Hemmungen der Bewegung entstanden sind. Schon daraus geht hervor, daß es für unsere Bewegung nur von Vorteil wäre, wenn unserer Elan- Wirtschaft überall eine kleine Dosis Wirtschaftsclan beigemessen wäre. Beim Zionistcntag selbst sind nun auct diese Gegen- *ätze nicht zutage getreten. Daß sie deshalb nicht am 'Verke waren, ist damit nicht gesagt; man darf annehmen, daß sie Im Schoße der Exekutive, resp. des Zentralkomitees *um Austrag gekommen sind und auch weiter wirksam bleiben werden. * Der wesentliche Erfolg dieses Zionistcntagcs ist die Innere StSrkung der Organisation. Es War eine Tagung, bei der die stark gefühlte Gemeinsamkeit des Zieles, der Sorgen und der Hoffnungen die Verschiedenheit der politische» oder religiösen Ucbcrzcugung deutlich überwog. Dies sei ein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung der zionistischen Bewegung in der Tschechoslowakei! Mk. n Seit der vorläufigen Festsetzung unserer Abonne• mcntsgcbfilircn für des 4. Quartal d. J. sind, wie unseren Lesern aus ilircr Tagespresse bekannt geworden Ist, neue außerordentliche Druck- und Paplerprelserliöhuogen In Kraft getreten. Der Druckaufnchlag betrug nach Fest- Setzung der ikbonncmentsgcblihrcn im September 60%, Im Oktober 50%, Im November 75% and Int Dezember Ist bei der heutigen Entwicklung mindestens mit einem Aufschlag ig gleicher Höhe zu rechnen. Der Papierpreis ist in den letzten Monaten uro mehr als 200% gestiegen. Daß die allgemeinen Bctriebiunkostcn an־ gefähr In gleichem Umfange gestiegen sind, resp. im Dezember weitcrstclgcn werden and daß vom 15. November ab bereits eine neue große Portoerhöhung in Kraft tritt, sind ebenfalls bekannte Tatsachen. Mit Rücksicht auf den besonderen Charakter unseres Blattes haben wir von einer Festsetzung der Gebühren in dem aich aus den gestiegenen Unkosten ergebenden Maße bei weitem abgesehen, umsomehr sind wir darauf angewiesen, die nunmehr für die Lieferung im 4. Quartal geltenden Bezugs* preise von sämtlichen Lesern unverzüglich za erhalten. Die Gebühren betragen! für Deutschland für Einzclobcnncntcn im Postbezüge. . . 320, bei Zusendung durch Streifband .... 520, für Bezieher im Sammciabonn. der Ortsgruppe 280,— ״ für die Bezieher in Estland, Lettland, Litauen (mit Rücksicht aaf die besonders erhöhten Portosätze). 820,- * für alle übrigen Länder bleibt der Abonncroentsprcis unverändert. Wir fordern hiermit alle Rundschankommissare In den Ortsgruppen auf, die Gebühren für das laufende Quartal in Höhe von 280,— Mk. oder diejenigen Gruppen, die die vorläufigen Gebühren von 125,— Ml. bereits eingefordert haben, die Restbeträge tn Höhe von L55.— Mk. unverzüglich cinzukassicrcn und an ans abzuführen. Wir sind nicht in der Lage, bei den gegenwärtigen katastrophalen Verhältnissen auf den Eingang der Ge* bühren warten zu können. Alte Elnzclabonnenten verständigen wir hiermit davon, daß ihnen eine Nachnahme über die nachzazahlendcn Gebühren zugehen wird, am deren prompte Einlösung wir bitten. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir bei Nichteinlösung der Nachnahme zur Einstellung der Lieferung gezwungen sein werden. Von dem prompten Eingang unserer ausstehenden Abonnements* gebühren hängt das Weitcreracheincn unseres Blattes ab. Verlag Jüdische Rundschau Berlin W!5, Süd»liehe Sir. 8. Zionistcnstcuer - Eingänge im Oktober 1922 Gezahlt von M. Personen M. Personen Atienatcin 875.- 4 Hlndenburg 960,— 2 Ascliaffcnburc'1 000.— 1 1 Icppenhcim 500.— 1 Berlin 49 385,— 85 Karlsruhe 1 325.— 3 üoi/enburg׳ 220.—, 1 Kattowitz 2 00().— 1 Brandenburg ,-.(׳15 2 Kiel 400.— 1 Bremen 1 0/5.— 3 Köln 1 610— 7 Breslau Landau 3 000.— 1 (Krictcrn) 200.— 1 Landsbcrg 290.— 1 Breslau 32 800.— unspez. Leipzig 38 250— 33 Castrop 200.— 1 Limburg 600.— l Chemnitz 12 487— 40 Magdeburg 16 800.— 24 (davon 3060.— f. 1921) Mnssow 400— l Cöthen 700— 2 Marburg 2 000— 1 Dortmund 600).— 10 Menden י 400— t Dt.-Eylau 40— 1 Messingwerk 200— 1 Elierswaldc 200— 1 Nürnberg 2 711.25 unspez. Eydtkuhncn 1 610— 4 Pc neun 50— i Erfurt 125_ 1 Pforzheim 275— 1 1011־1 1 (03— 1 Plauen 450— 2 Freiburg 2 140— 2 Püschen 60.— 1 Frankfurta.M , 4 450— 4 Ratlbor 1 810— 4 Fulda 3 025.— 3 Rybnik 300— 2 Glindow 117.50 1 Saarbrücken 6 850— unspez. Oreifcnberg 210— 1 Trier 2950— 3 Guben 250— 1 Wclnheim 200— 1 Hamm 800— 2 Wesel 500— 2 Heilbronn 705— 3 Wiesbaden 9 530— 14 Hersfiki 120.- 1 Zülpich 245— 1 Gesamtsumme: M. 214 830.75. Die Eine Chaiuz *Woche in Amerika ״Hilachdutli“ begann eine umfangreiche Aktion In Amerika zur Schaffung eines ״Keren Hechatuz“ (Cha lmim-Fontls), Eine Reihe zionistischer Persönlichkeiten wurde für die Aktion gewonnen. En wurde ein allgemeine» Komitee zur Vorbereitung einer Hechaluz-Woche In ganz Amerika zur Stärkung des Chaluzim-Fond» gebildet. (J. C. B) Der Keren Kajemeih L’jisrael im Jahre 1921 'י Von Dr. Erwin Michel, Berlin. »ן. י־ Im zweiten Abschnitt de» Jabreibericht» wird über die Verwendung der Mittel de* K.K.L. Rechenschaft gegeben. Diese Darstellung zeigt, wie eingang» gesagt, daß. das Berichtsjahr das bedeutsamste seit Begründung de» Natio•' nalfonds gewesen ist. In diesem Jahre wurden die größten; Bodenkäufe seit Beginn der zionistischen Kolonisation über- Haupt durchgeführt. Der ländliche Bodenbesitz des K. K. L.; hat sich 1021 mehr als verdreifacht. Er betrug Im Jahre 1919 21200 Dunam, im Jahre 1020 22 500 Diinam, im Jahre 1021 73014 Dunam. Ein noch deutlicheres Bild über die Bedeutung der Ictztjährigen Bodenkäufe gibt folgende Gegenüber-' Stellung: Die Bodenkäufe In den Jahren 1002 bis 1920 betrugen 22 500 Dunam, im Jahre 192t 50544 Ounam. 1 Bel den Erwerbungen ländlichen Boden* kommt im wesentlichen der Kauf im Emek Jesreel (Galiläa) in Betracht. Dort wurden zwei größere Komplexe im Gcsamtausmaß von 41160 Dunam erworben. Nicht uninteressant sind die bei' diesen Käufen mit den arabischen Pächtern getroffenen Abmachungen. Hiernach wird den auf den erworbenen Böden ansässigen arabischen Pächtern eine Fläche von 100 Dunam pro Familie für sechs Jahre verpachtet und Ihnen zugleich ein Optionsrecht zum Erwerb dieser Fläche nach Ablauf der Pachtzelt zum jetzigen Einkaufspreis eingeräumt Bet Nichtausnutzung des Optionsrechtes geht die freigewordene Fläche endgültig tn das Eigentum des K. K״L. über. Mit einigen arabischen Pächtern wurde überdies vereinbart, daß, sie bei freiwilligem Verzicht auf vorgenannte Rechte vom K.K. L. eine entsprechende, im Einvernehmen mit der palästtnensischen Regierung festgesetzte Vergütung erhalten. Diese Regelung trägt sehr wesentlich zur friedlichen Oe* »taltung der jüdisch-arabischen Beziehungen bei, weil bei dem Ücbergang des Bodens in jüdische Hände nicht eine Verdrängung, *ondern die Schaffung einer selbständigen ,Wirtschaft der Araber ermöglicht wird. Neben dem ländlichen Boden *ind aber auch höchst wichtige städtische Komplexe erworben worden, von denen insbesondere zwei Erwerbungen bedeutsam sind: In Jeru- » 11 e m wurde von dem griechischen Patriarchat ein um« fangreiches Grundstück im Ausmaß von 200 000 Quadratpik (1 Quadratpik 0,562 •״ m) für 45000 Pfund erworben und so die Möglichkeit für die Entstehung eines neuen jüdischen Stadtviertels mit 120—150 Häusern geschaffen. In Talpiotir bei Jerusalem sind weitere 45 Dunam längs der Elsenbahn nach Jaffa In das K. K. L.-Eigentum übergegangen,' so daß nunmehr der drückenden Wohnungsnot in Jerusalem wird gesteuert werden können. Zu dem gleichen Zweck hat der K.K. L. bei Tcl-Awlw 167 Dunam für 21000 Pfund gekauft, so daß die Errichtung der geplanten 200 Häuser,; die ein neues jüdisches Stadtviertel bilden sollen, zur Tat werden kann. Die erwähnten Käufe, durch welche die, Schaffung neuer jüdischer Stadtviertel in Jerusalem und Jaffa gesichert wird, bilden einen vielversprechenden Anfang für die Entwicklung einer zielsicheren städtischen Bodenpolitik des K. K. L. Die städtischen Böden, von denen der ICK.I, bisher nur 33 500 Quadratpik besaß, sind durch den Neuerwerb von 550 000 Quadratpik im Jahre 1921 demnach nunmehr auf 583 500 Quadrat pik »angewachsen. Auch aut dieser Gegenüberstellung ersieht man die Bedeutung der Ictztjährigen Käufe. Die großen Bodenkäufe stellen naturgemäß an den K. K. L. weitere erhebliche Anforderungen,‘ da die notwendigen Amctiorationcn sehr bedeutende Mittel in Anspruch nehmen. Insbesondere kommen hier die genauen topographischen Aufnahmen, Chausscebautcn, Umgrenzungen, Ent- und Bewässerung usw. in Frage. Für alle diese Arbeiten wurden allein in den letzten drei Monaten des Jahres 1921 17 000 ägyptische Pfund überwiesen. Erhebliche Aufwendungen entstanden dem K.K.L. im Berichtsjahr auch durch Neuaufforstungaarbeite* und durch die Pflege der schon bestehenden Pflanzungen, ln neun Pflanzungen stehen insgesamt 400000 Bäume, was ungefähr der Zahl der gespendeten Bäume entspricht, ■o daß seitens des K. K. L. die Verpflichtungen gegenüber den Spendern als erfüllt angesehen werden können. Einen kleineren Budgetposten nahmen noch Ausgaben für den Bau von J e m e nltcnHäusern und für Reparaturen an den Bczalel« Häusern in Anspruch. Einen Ueberblick über die Oesamtinvestitionen des K. K. L. im Jahre 1920 ergibt folgendes Bild: Ira Berichtsjahr hat der K. K. L. nach Palästina insgesamt zirka 178000 Pfund oder 4y, Millionen Goldfranc» überwiesen. Bi* auf einen Restbetrag, der auf das Jahr 1922 vorgetragen wurde, iat die'Gesamtsumme verbraucht worden. Sie verteilt »ich auf folgende Arbeitsgebiete: Bodenerwerb , , . . Amelloratkm , , . , Aufforstung . Sonstige Arbeiten auf K. K. L.-Boden Verschiedenes (Darlehen usw.) *. , , Hieraus ergibt sich, daß M ״/» der Oesimtlnvestitionen auf Bodcnenverb und die eng dazugehörige Amelloratioa’ entfielen. Diese Tendenz, alle Mittpl unsere» Volksschatzes auf den Erwerb und die Amelioratlon de» Bodens zu konzentrieren, entspricht durchaus den Aufgaben des K. K. I״, wie sie auf der Londoner Jalircskonfcrcnz Im Juni 1920 klar bezeichnet wurden. Der K. K. L. hat sich alt Träger der jüdischen Bodenpolitik In Stadt und Land von allen anderen Arbeiten und Verpflichtungen gänzlich zu befreien, um seine gesamten Mittel und Energien auf den Erwerb palästinensischen Bodens zu konzentrieren. Im Berichtsjahr sind ferner die alten Siedlungen auf K. K. I.-Bodcn kräftig w eiteren (wickelt w׳orden, und auch auf dem neuerworbeneu Gelände zeigt sich bereits neues Leben. Seit dem Karlsbader Kongreß sind hier nicht weniger als fünf neue Siedlungen entstanden, und weitere kolonisatorische Gründungen sind im Entstehen begriffen. Wenn auch der Bericht dieses Jahresergebnis mit einem gewissen Stolz und mit sichtlicher Befriedigung verzeichnet, so will er sich doch von jeglicher Selbsttäuschung über die Bedeutung des Erreichten fernhatten. Er schließt mit einem Diagramm, aus welchem klar hervorgeht, wie beschämend wenig selbst das durch größten Opfermut und durch Aufwendung aller Encr. gien Geschaffene ist, gemessen an dem hohen Ziel, dem wir zustrebep. Das Diagramm zeigt in rücksichtsloser Klarheit, daß der jüdische Bodenbesitz 111 Palästina mit »einen 420 Quadratkilorpetern nur 2 ״/« und der K. K. L.-Bcsiti mit *einen *L S. Nr. 89. » 1 » * a # P.׳d. 132.725 17.000 9.065 4.290 14.768 n m *> >‘j .0. I* ׳' B t ' 11« i;* ti a!t״ c 1ד' tp״! t 0־ IM p; 11 1 c*J1 n'1 '(״/ H.f .־׳.>׳, י D C, k cl■ de!י cr!: t: י \vh 1• , 1■ ' 11i; Ir:!;v ‘i י. > r; 1! 2 't l '5 C |י <1C i■? i i i ו j l < > <

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