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Jüdische Rundschau · 1922-11-10 · Heft 89 (10.11.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 89 (10.11.1922)
Date
1922-11-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Mit : war Leben lamm und cliaft, •aphic raiur- Vor•!nskin tmen, (leite, ege״• oriuls und Tat• sehen s er• , der «'cu.׳'י 1וו!י,׳], Ein• Orgie eihen iente .nie״, nler• :dien Zio• Entr an td in mit• rUEDTSCHE RUNDSCHAU Seife 589 Nr. 89 Dringende Mahnung Der Parlamcntaris'inm hat sich auf der Grundlage entv■ickclt,_ daß die Vcreannnhiug der Stände für sidi das Recht in Anspruch naht», Mittel zu bewilligen lind zu versage״. Das gab den Parlamenten die Möglichkeit, die Politik ihres Landes auf das stärkste zu beeinflussen, indem sic einer Regierung, die ihnen nicht gefiel, die Mittel versagten, indem sic «inen Krieg, den sic nicht führen wollten, durch Verweigerung der Mittel unmöglich machten. Im Sleiieibewiiligungs• und VerwcigcnuigsrccJit liegt die Grundlage jeder ik'tuckratic, die Grundlage jeder Organisation, die das Mitbcstimnmngsrecht aller ihrer ,Mitglieder ancrkcimt. 1 Die Zionistisclie Organisation ist vom ersten Tage an auf der Basis der Demokratie errichtet worden. Sie begann mit dem ersten Kongreß und sie hat niemals Perioden ditrchztmiachcn gehabt, in denen ernsthaft versucht wurde, das Recht der demokratischen Gewalt• Körperschaften als oberste Instanz irgendwie zu beschneiden. Das ist es ja, was jeder Lciiung, jeder Exckulive erst die Möglichkeit ruhiger befruchtender Arbeit gibt, daß hinter ihr die Gesamtheit der Gcr.inmmgsgenossen sieht, die sic in legaler Weise gewählt haben und ihr Verl rauen critgcgcnbringen, Der letzte deutsche pScicgiertcnlag hat in erfreulicher Weise dokumentiert, daß der deutsche Zionismus einig ist. Die gegenwärtige Leitung unseres Landesverbandes verdankt ihr Entstehen nicht einem harten Kampfe, wo eine Gruppe gegen die andere siegte, sondern einer einstimmigen Wahl des Llegierleiitages, die aut Schlüsse einer Tagung erfolgte, auf welcher alle Gegenstände unserer Arbeit besprochen und gokl.iit wurden. Die neue Leitung der Z. V. f. L>. durfte somit an die Arbeit mit dem Gefühl hcrangclign, dm:11 die tatkräftige Unterstützung der deutschen Zio• nisten gewärtigen zu können. In der Tat ist das Arbeitsgebiet unseres Landesverbandes beute größer denn je. Die Arbeit für den Keren linjessed soll uns im kommenden Winter in zu•!:ehmenriem Maße die Mitarbeit der Nichtzionisten zuführen, und es sali in jeder Weise versucht werden, das Pal;vtmaintCTesf.e des deutschen Judentums weiterhin zu |,cK;1 und zu stärken. Unabhängig davon haben wir int Sinne der Beschlüsse des Dekgiertentages uns wiedenint der Propaganda zugewandt tmd wollen versuchen, das deutsche Judentum von neuem zur Stellungnahme in den ׳’,cl’en Fragen zur gegenwärtigen jüdischen Situation za zwingen. Wir sind dabei von der Vorstellung geleitet worden, daß cs möglich sein wird, für diese agitatorische Tätigkeit auch Formen anztiwcnden, die sich in der Keren I iajessod-Arbeit bewährt halten. Wir werden also lamftig nicht nur in großen ölfontlichcn Versammlungen, die auch weiterhin bcizubeltallcit sind, unseren Standpunkt vor der jüdischen Welt vertreten, sondern werden;«׳.ich versuch«'n, in kleineren Kreisen uns mit Nicht- |i׳:ni?!11־.׳ a 11:; zu sprechen tmd sie ganz für uns zu gev,innen. Wir werden unsere Macht im deutschen Judentum zu stärken suchen, indem wir weiterhin an Ilcrzls Programm arbeiten, die Gemcindestuben zu erobern und (imch unseren Einfluß auf die jüdischen Gemeinden mit allem Nachdruck die kulturelle., speziell die hebräische Arbeit zu fördern haben, mit der die deutsche Landsmaini'chaft von Jahr zu Jaltr sich mehr vertraut gemacht hat. Unsere Stellung in der jüdischen Welt erfordert es aber auch, daß wir die nichtjüdische Welt ständig über* unsere Tendenzen aufkiärea und uns das Maß an Verständnis und Sympathie sichern, ohne daß unsere Arbeit zu vielen Reibungen ausgesetzt wäre. Die Durchführung dieses Aktionsprogramms ist ein Ergebnis von Beratungen und Beschlüssen des Dcle- . — «' I ..... .י וווו■ ■!■■■ — .. An unsere Leser! Seit der vorläufigen Festsetzung unserer Abonnemenisgebühren für das 4. Quartal d. J. sind, wie unseren Lesern aus ihrer Tagespresse bekannt geworden Ist, neue außerordentliche Druck- und Papierprciscrhöliuugcn in Kraft getreten. Der Druckaufschlag betrug nach Feit- Setzung der Abonrementsgebühren im September 60%, im Oktober 50%, im November 55% und im Dezember ist bei der heutigen Entwicklung mindestens mit einem Aufschlag in gleicher Höhe zu rechnen. Der Papierpreis Ist in den letzten Monaten um mehr als 200% gestiegen. Daß die allgemeinen Betriebsunkosten ungefähr in gleichem Umfange gediegen sind, resp. Im Dezember weitersteigen werden und daß vom 15.November ab beicits eine neue große Portocriiöliung in Kraft tritt, sind ebenfalls bekannte Tatsachen. Alit Rücksicht auf den besonderen Charakter unseres Blattes haben wir von einer Festsitzung der Gebühren in dem sich aus den gestiegenen Unkosten ergebenden Maße bei weitem abgesehen, umsomehr sind wir darauf angewiesen, die nun• mehr für die Liderung im 4. Quartal geltenden Bezugspreise von sämtlichen Lesern unverzüglich zu erhalten. Die Gebühren betragen: für Deutschland für Einzciabonncnlcn im Postbezug«, . , 320,— Mk. bei Zusendung durch Streifband .... 520,— ״ für Bezieher imSanunelabonn. der Ortsgruppe 280,-- M für die Bezieher in Estland, Lettland, Litauen (mit Rücksicht au! die besonders erhöhten Portosätze). 820,— ״ für alle übrigen Länder bleibt der Abonnementspreis unverändert. Wir fordern hiermit alle Rundschaukommissare in dtn Ortsgruppen auf, die Gebühren für das laufende Quartal in Höhe von 280,— Mk. oder diejenigen Gruppen, die die vorläufige« Gebühren von 125,— Mk. bereits «lngefordert haben, die Restbeträge ln Höhe von 155.— Mk. unverzüglich ciniuknssicrcn und an uns abzuf&hren. Wir sind nicht in der Lage, bei den gegenwärtigen katastrophalen Verhältnissen auf den Eingang der Ge• bülircn warten zu können. Alle Einzclabonncntcn verständigen wir hiermit davon, daß ihnen eine Nachnahme über die n&chzuzahlendcn Gebühren zügelten wird, am deren prompte Einlösung wir bitten. Wir machen darauf aufmerksam, daß Wirbel Nichteinlösung der Nachnahme zur Einstellung der Lieferung gezwungen sein werden. Von dem prompten Eingang unserer ausstehenden Abonnementsgebühren hängt das Weitererscheinen unseres Blattes ab. Verlag Jüdische Rundschau Berlin W15, Skhsliche Str.8. giertentages. Ais Exekutive des deutschen Zionismus gellt heule der Landesvorsfand an die Arbeit. Er darf sich sagen, daß der deutsche Zionismus dabei hinter ihm stellt und mitzuarbcilcn gewillt ist. Das ist nidit nur das Ergebnis der sachlichen Aussprache gewesen, die sich an die Referate anschloß, das ist nidrt nur zum Ausdruck gebradit worden durch die einstimmige Wahl der Exekutive, sondern vor allem aiiclt durch die Beratun gen der Finanzkommission und durch die von ihr ein* gebrachte und angenommene Resolution, Denn wie jedes Parlament hat auch unser Dclegicrientng das Recht und die Pflicht, über die finanzielle Gestaltung unserer Arbeit zu beraten und zu beschließen. Sein Beschluß ist für die deutschen Zionisten bindend. In den zwei Monaten, die' seit dem Dclegicrtcntag verflossen sind, haben sielt die wirtschaftlichen Verhalt-' nissc in Deutschland katastrophal entwickelt. Der Wert der deutschen Mark ist immer mehr gesunken, die Preise steigen demgegenüber ins Ungemessene, Mancher Zeitungsbetrieb, manche Organisation sind gezwungen, ihre Arbeit cinzustcllcn oder sic wenigstens außctxmicntlich cinzuschränkcn. Die deutschen Zionisten wissen, daß uns keinerlei andere Fonds zur Verfügung stellen, daß wir nicht imstande sind, uns anders Geldmittel zu beschaffen als durch die Oplerwilligkcit unserer Mitglieder. Die deutschen Zionisten wissen aus dem Bericht der. Revisionskommission, daß der Apparat der Z. V. f. D. mit der größten Sparsamkeit arbeitet, ■und sie wissen aus diesem selben Bericht unparteiischer und sadtverständiger Männer, daß eine Ausdehnung und intcnsivierung unserer Arbeit nur möglich ist, wenn die deutschen Zionisten ihr möglichstes, tun. Leider ist die Zahl un* screr Gesinnungsgenossen gering, die bei jeder neuen Steigerung der Preise sofort daran denken, daß sie auch ihren Beitrag, den sic zu den finanziellen Lasten des deutselten Zionismus entriditen, erhöhen müssen, und nidtt sehr groß ist die Zahl derjenigen, die ihre Zionistenstcucrbciträgc in einem Maße erhöht haben, daß ihr heutiger Beitrag an Geldwert etwa dem ־vom Anfang de* Jahres entspricht. Die Situation ist eine bedrohliche geworden und sic wird es von Wodte zu Woche mehr werden. Vor allem ist die Gefahr dieser Situation, daß sic den Apparat der Z. V.f. D. zwingt, sielt ,ganz auf die Frage der Geldbeschaffung׳ einzustcllen, daß jene Unge* störtlicit und Ruhe, in der allein fruchtbar gearbeitet werden kann, verschwindet, und daß cs immer zweifei• haftcr wird, ob wir imstande sein werden, die uns vom Dclegicrtcntag übertragenen Arbeiten durchzuführen und den Aufgaben gerecht zu werden, die wir in der entscheidenden Zeit, in der wir uns befinden, zu vollbringet» halten. Es ist keine erfreuliche Tätigkeit, auf diese Dinge hinweisen zu müssen, alter cs ist erforderlich, tun Schlimmeres, um eine Katastrophe zu ■verhindern. Wer den Zweck will, muß die Mittel wollen. Wer Zionist ist, wer am Aufbau des jüdischen Palästina mitwirken will, muß die Zionistische Organisation erhalten, die die Trägerin dieses Aufbaues ist. Wenn nicht genügend Zionistcnstcucr eingeht, muß die zionistisclie Arbeit in Deutschland und ihr Erfolg schwer darunter leiden. Wer, als deutscher Zionist den deutschen Dclegicrtcntag mit* gewählt liat und ihn ab seine Vertretung anerkennt, wer wünsdit, daß der deutsche Zionismus die einflußreiche Stellung, die er heute im Judentum Deutschlands cinnimmt, behauptet und befestigt, wer wünscht, daß wir neue Menschen erziehen und hcranbildcn, daß wir unseren Gedanken in immer weitere Kreise des deutsche* Juden« tums tragen, der zeige es durch Mitarbeit, zeige es aber auch in Opferwilligkeit für unseren Landesverband. Während der Jahre, die er in Montreal verbrachte, war «er der Mittelpunkt aller jüdischen Tätigkeit in Kanada, so• »0111 der allgemeinen wie der lokalen. Durch die von ihm terausgegebenen Zeitungen wirkte er auf die Aktivität der kanadischen Juden ein. Sein ständiges Drängen und seine pcisönliche Mitarbeit brachten hervorragende Resultate für die Lntwickhmg des kulturellen Lebens der kanadischen Juden. Seitdem er in New York ansässig ist, widmet er ebenfalls einen großen Teil seiner Zeit der jüdischen Sache. Als ein Jude mit warmem nationalem Herzen kann er sielt nicht in der Literatur einschlicßcn, wo die jüdische Renaissancebcivegung aktive Mitarbeit überall erfordert. Es ist nur natürlicli,' daß Braimn in unserer nationalen Bewegung steht, deren Führer llcrzl selbst eia Schriftsteller war und der beinahe alle hebräischen Autoren angeboren. Freilich beurteilt Rüben Brainin alle Dinge in erster Linie vom Stand- Tunkt der Interessen der hebräischen Literatur, lirainin neigt zur Extravaganz. Er hat sich als Autor auf den verschiedensten Gebieten betätigt, und, was bedcutungs- 'oller ist, sich auf allen ausgezeichnet. Wenn man seine 'K'erkc liest, so empfindet man, daß er bei Beschränkung seiner Energien auf nur einen Zweig der Literatur auch s״f die Literatur anderer Völker hätte Einfluß gewinnen können. Aber Brainin hat eine gebefreudige Natur, und!» gewährt ihm Befriedigung und Glück, allen Nöten der Zeit entsprechen zu können. Sein sechzigster Geburtstag *ci!:t ihn uns noch jung und aktiv, mit Energie zur Teil- ״ahme am öffentlichen Leben, ewigen Dinge« zugcwnnd!, der hebräischen Sprache und Literatur. Brainin in Berlin Die hebräische Monatsschrift ״Hatoren״ in New York gibt anläßlich des G0. Geburtstages Brainin* eine Sondernummer heraus, die von Dr. Nahum 5 10 u t zech linier Mitwirkung von Professor David Neu mark und Dr. Jurow redigiert ist. (lirainin selbst ist bekanntlich Re- ' daktcur des ,,Hatoren". da er jedoch gerade krank war, jjcnütrten seine Freunde die entstandene Lücke, um die Sondernummer cinzuschicbcn.) Das sehr gut ausgestattetc 11־oft enthält Beiträge von etwa 25 Mitarbeitern sowie cm |«״au«s Verzeichnis seiner Schriften, die in einer grollen Gesamtausgabe erscheinen sollen. Das Festkomitee, deut eine große Zahl Persönlichkeiten des jüdischen öffentlichen Lebens .׳!!!־:chören, sicht unter dem Vorsitz von Josef Baronclcs, Sekretär ist der Verfasser des von lins Viedcrgcgebcnc« Arlikels, II. Sc hei win. In seinem Heil rag, der persönliche liriniicriingen enthält, schildert Professor David Ncutnark auch das hebräische Lehen, das sielt in Berlin um Brainin konzentriert hat. Er schreibt: ״Im Jahre 1895 ühcrsiedcltc Brainin von Wie« nach Charlottcnburg, wo alle Mitglieder des früher erwähnten literarischen Kreises wohnten, darunter auch ich. In kurzer Zeit wurde lirainin der Mittelpunkt unseres Kreises. Sein Hans stand allen weit offen, cs war im wahrsten Sinne ein Sammelpunkt des geistigen Lebens. Stu• deuten und Studentinnen der Berliner Universität waren seine ständigen Besucher, und laute Diskussionen über verschiedene literarische Gegenstände, über ökonomische, soziale und politische Probleme erfüllten sein Hans, Zwar sprach man meist russisch, dessen icl! nicht mächtig bin, aber da ich etwas polnisch und ruthrnisrii verstehe, konnte ich de« Oe• sprächen folgen, zumal Brainin mir zuliebe auch hebräisch, deutsch oder jüdisch sprach. Ich war damals ein helnintloser Student und fand in Brainin* liatm eine zweite Heimat, die mir in vollem Sinne die Familie ersetzte. Fast jeden Tag war ich bei ihm; er und seine Frau waren 7.11 mir stets liebenswürdig, und ich fand Vergnügen am Spiel mit seinen Kindern, vor allem aber war sein Haus für mich ein geistiges Zentrum, wo ieli eine Krolle Zahl von Studenten traf, die dort ebenso wie ich yclbst ein Rendezvous fanden. Brainin war damals Mitarbeiter der Tiwchla und de* Aclüasnf und einiger hebräischer Zeitschriften in Rußtand. Seine Hoffnmtg, die Zeitschrift ״Mimisrach uimnianrnw“ erneuern 7.1! können, erfüllte «sich nicht, aber ich war der Genosse seiner literarischen Plane. Ich erinnere mich noch seines Artikels ״Was sollen wir tun?״, der einen ungeheuren Eindruck nuf mich machte, In diesem Artikel schilderte Brainin das jüdiscltc Leben in der Diaspora in allen seinen Verzweigungen und deckte in einer scharfsinnigen, tiefgründigen Unter- Buchung die Unzulänglichkeiten der verwickelten Leben«;- Bedingungen des Oalutii auf. Macht« dieser Teil des Artikels auf mich den Eindruck kraftvollen Realismus und exakter wissenschaftlicher Durchdringung der Materie, so schienen mir doch die Vorschläge, nie Brainin zur Heilung dieses Zustandes machte, eine träumerische Illusion. Iniicj hat Brainin damals vieles vorhergesagt, was Inzwischen verwirklieht wurde oder gerade jetzt in Verwirklichung begriff«» ist. Damals aber schien cs mir ein schönes Märchen, ein süßer Traum... Wahrhaftig, das war überhaupt der Eindrucks den damals die ganze hebräische Literatur auf mich machte, wie ich sie in dein Hause Brainins kennen lernte, in jenem geistigen Zentrum, das sich um Brainin in Chanottenbarg Krlstnlllsic rt hatte." t Ein Weltkongreß des jüdischen Theaters Warschau. (J. C. B.) Der Warschauer Verein jüdische! Schauspieler beschloß,die Einberufung cmesaUwcltHchen Kongrosses Jüdischer Schauspieler tmd während der Kongreßtage'eine Ausstellung | ü d I 9c h e ז Theaterk u n s t nt arrangieren. Jüdisches Theefer In Kowno. Nachdem die litauische Regierung vor einiger Zeit einer hier weilenden russischen Thcalcrlruppc die Veranstaltung von Vorstellungen in russisdic# Sprache verweigert hat, hatten sielt Angehörige dieser Truppe, unter denen mehrere Juden sind, zu einer jüdischen Theatertruppe vcrcilägt, die denuiäclist mit der Vera!»• staltung!חסי Vorstellungen in jüdischer Sprache beginnen wird. (J.C. B.) Das Moskauer Jüdische Theater■. Die Saison 1922/23 der Moskauer Jüdische!» Kantmcrspiele wird mit Goldfadens Stück ״De Kischulmarlieriu" (Die Zauberin) eröffnet werden. Die musikalische Bearbeitung stammt vom Vorsteher der Jüdl* sehen Gesellschaft für Volksmusik Kissclhof. die Ncubcarbci* tung wurde von M. Littwak-of und J. Dobrtiscitln vorgenotnmen. Böcherschau Hebräische Klndcrbllchcr. Im Verlag Tarbut, War• schau, Granizna 9, erschienen drei illustrierte Hefte für Kinder: ״Der Müller, die Müllerin und die Mühlsteine" ״Die vier Geistern" und ״Das Kätzchen, das vergessen hat wie man Speise fordert". Die Texte sind einfache Fabeln in ziemlich einprägsamer Sprache; die Zeichnungen sind sehr gut, aber leider nicht für Kinderbücher. Es kann nicht oft genug darauf verwiesen werden, daß Zeichnungen für Kindernugen möglichst anschaulich, scharf Umrissen, plastisch 8cm müssen; die kubistisclie Expression des Ifcrm Kahane zeugt von nicht üblem Talent, aber in einem Kinderbuch Ist sie fehl am Ort. Bei künltigen Publikationen sollte der Zweck mehr in» Auge behalten werden. W.

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