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Jüdische Rundschau · 1922-11-03 · Heft 87 (3.11.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 87 (3.11.1922)
Date
1922-11-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 576 Onissby Göre, Kolonie Unierstaotssekretär 1, November (Tel. d. ״J. R.“). Ormsby stützer der prozionistischen London Gore, ein zuverlässige 1׳ Unters Palüsfinapolitik, ist rum U n t e r s t a .־» t s * c k re t ä r für die Kolonien ernannt worden. Orimby-Gore, einer der besten Kenner des Orients und Palästinas unter den englischen Politikern, der auch zur Zeit der ersten Zionist Commission in Palästina war, ist wiederholt öffentlich für den Zionismus ein!re treten, ln dem großen Meeting in Aibert-Hall im Juli 1920 war er einer der Redner. Zuletzt lat Ormsby ■Gore in der Unterhaus• debatlc am 4. Juli energisch die prozionistischc Politik verteidigt iiml auf die geistige Bedeutung des Zionismus im Sinne der Bibel hingewiesen. Sein Eintritt ins Kb'oiiialamt kann als Symptom dafür übegrüßt werden, daß auch die neue englische Regierung an der Palä'.tina-Politik der Errichtung der jüdischen Heimstätte festzuhalten gedenkt. ] U E D I S II V:i RuH DSC11/.U Nr. B7 i Nr. 1 Die ־ - i I . i U w it gröflcre Gefä »rdtmg der jüdischen Ansprüche »l« ,׳ J i Churchill über die Pnlastina-Polilik der neuen Regierung London. (J.C.B.) In einem Schreiben an eine liberale Vereinigung in der Provinz äußerte sich Mister Churchill über die Palästina-Politik Großbritanniens u. a. wie folgt: ״Mau behauptet, ich trüge eine persönliche Verantwortung für unsere Unternehmungen in Mesopotamien und Palästina, so daß die Führer der neuen Regierung von dieser Verantwortung frei wären. Eine solche Behauptung ist der Wahrheit diametral entgegengesetzt. Bonar Law und Lord Curzon waren beide Mitglieder des Kriegskablnetts zur Zeit, da die Verpflichtungen im Orient übernommen worden sind. Ich war damals nicht Mitglied des Kricgskabinells, ich diente unter diesem Kabinett gewissermaßen nur in einer technischen Position. Durch eine damals angenommene konstitutionelle neue Bestimmung ist die ganze Verantwortung für die Politik allein dem Kriegskabinett aufcrlcgt worden. Erst Anfang 1921 kam ich in eine faktische Berührung mit den Angelegenheiten des Nahen Ostens. Zu dieser Zeit betrügen die Gesaintausgaben für Mesopotamien und Palästina 45 Millionen Pfund jährlich. Lord Curzon übte damals die allgemeine Kontrolle über alle Angclegcnheflcn des Nahen Ostens aus. Das Kabinett hat dann diese Verantwortung von ihm auf mich übertragen und in der Zeit der Periode meiner Verwaitung gelang cs mir, die Ausgaben von 45 Millionen zunächst auf 30 und dann auf 11 Millionen Pfund Sterling (im laufenden Jahr) einzusehränken. Alle meine Absichten waren darauf gerichtet, die Ausgaben im kommenden Jahre auf weniger als 6 Millionen Pfund 2u bringen. Das ist mein einziger Anteil an der Angelegenheit von Mesopotamien und Palästina. Sollten nun die Herren* Bonar Law und Lord Curzon beschließen, die Zusagen und Ver- Pflichtungen, die in bezug auf diese Länder gemacht worden sind, zu brechen, so werden diese Herren ihre eigenen Zusagen und ihre eigenen Verpflichtungen, nicht aber die meinen, brechen. Ich glaube aber nicht, daß sie etwas Aehnliches tun werden.“ Emir ein A A b (111 «,»..er. ars נ:׳ Kolli 11 11 ב mul er des ,.Jfivteli Ei.r'Cizmig des Emirs li'.hrt Lat. Emir Abdullah ׳־:in 1. von HeJnriia**. Er Fcir.nl, wurden 1914 von inopel zurückgehalten, als Mcl.kn, 1103 jetzigen Königs Prinzen Abgeordnete des Die Gerüchte von Riicktrittaabslchten Lord Retdinga London. (J. C. B.) Der ״Tim«s"-K0rrespondent in Allahabad telegraphiert unter dem 27, Oktober: ״Ich erhalte von autoritativer Quelle die Nachricht, daß die in London veröffentlichte Mitteilung, Lord Reading beabsichtige nach ' London zurückrukehren, völlig unbegründet ist." I ״Times" ergänzt dieses Telegramm durch die Mittdlung, daß laut einer fn London eingegangenen tclegraphisehen Nachricht Lord Reading zurzeit an einer leichten Magenerkrankung laboriere, sich aber bereits auf dem Wege der Genesung befinde. ' J. Opatoschu: In polnischen Wäldern Es fällt ein bißchen schwer, diesem Werke gegenüber einen — wie man sagt — Standpunkt cinzunehinen. Es wird uns seltsam zu Mute, wenn wir es lesen (hier müßte der Setzer einen Druckfehler machen): leben! Denn das ist Leben; Leben im elementarsten Sinne des Wortes, und zugleich im erhabensten; ein berauschendes Gefühl stürmt durch unser Gemüt; uns wurde bisher so etwas noch nie geboien; es erfüllt unser von Verlangen glühendes Herz; es fällt wie ein lauer Frühlingsregen auf unsere durstverbrannten Lippen; es bringt uns das Wort, darauf wir so lange und sehnsüchtig warteten. Der erste Eindruck?—: Es ist überwältigend; eine Uebcrraschung, ein freudiges Erstaunen 1 Welche Macht des Gestaltcns; welche Wucht von visionär und episch kraftvollen Bildern; und der jüdische, ach, ein so noch nie dagewesener jüdischer Inhalt, von dessen Hauch uns so wohl, so hoffnungsvoll, so episch ruhig ums Herz wird! י Ich habe eben zum zweiten Male «las Wort ״episch“ gebraucht, also doch schon eine Art literarisdhen Standpunktes eingenommen: Dieser Roman ist die Ilias unserer chassidischen Vergangenheit; unsere r, dcrni es war eben der Chassidismus, aus dem die gesamte jüdische Bewegung unserer Zeit entsprtmgcn ist- Und Chassidismus kt in seinen Quellen ein Kampf um geistigen Halt, um Inhalt, eine Tat, die den Menschen als eine Möglichkeit göttlicher Offenbarung ansieht und die Kraft besitzt, den göttlichen Funken, der in jedem Menschen irgendwo glimmt, zu einem Feuer zu entfachen, das mit seinem Widerschein den Himmel rötet. Chassidismus ist Glaube ar» die Kraft eines Einzelnen, der Gott mit seinem Willen zwingen kamt, die Menschen zu erlösen, der allein Bnotesaer in Cherubim verwandeln kann. Es ist eine Ideologie, di« um die Erlösung des Menschen kämpft, die also dadurch die höchst« Offenbarung ur.se rcs nationalen Denkens und Fühlens Ist» Darum vergleiche ich dieses Buch mit der lila*, die ein nationales ^Erziehungsbiith war. Ich hätte es auch die Odyssee nennen können. Denn es sind darin nicht nur die Heldenkämpfe, die blutigen Anstrengungen unseres Geistes im Kampfe mit der Welt der Materie; es sind auch darin die Verirrungen Anläßlich der Ankunft «1• Ck folg«•! in London criisnc Clironiele“ an die Entwickln: ah Fürsten von Tra:1־.;ord״;; ist der zweite Sohn des ICöu und sein Bruder, der jcf?ir;<! den Türken ah Geisel in Ko:r.|r,ni Bürgen für die Treue des Emirs von Hussein. Nominell waren die zwei türkischen Parlaments für die Stadt Meid«. Als die Türkei 1915 in den WcHkr'cg oinlrat, erhob si;11 der Emir von Mekka gegen die Zentralgcwalt in Konstantiuogel und wühlte Abdullah, der alle Cicwar» lilicit ein« Orient.alir.lien Diplomaten besitz», zu seinem Minister für A11:c\värli״e An1 elegcnhcitc.il, der ihn insbesondere in den Verhandlungen mit tlcn britischen Behörden vertreten sol'te. Er führte auch die Verhandlungen wegen des bekannten Mc. Maiion-Vcrtragc־. von 1915/16. Abdullah hat sieh nicht nur als Diplomat, sondern mich nl* Soldat außerordentlich bewährt; er hat den ersten revolutionären Akt gegen die Türkei geleitet uni nachher .1 n viel«» militätischen Unterndunmigen teilgcnommcn. Als 1918, nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages, die Frage der Auswahl eines Herrschers von Mesopotamien von den britischen Behörden behandelt wurde, wurde Emir Abdullah hierfür in Aussicht genommen, aber die weitere Entwicklung der Geschehnisse modifizierte diesen Plan. Fcisal war von den Franzosen aus Syrien vertrieben worden, und man mußte nun für den jüngeren Bruder, der schon den Königstitcl führte, einen neuen Platz, suchen, zumal geltend gemacht wurde, daß er zum Beherrscher eines Landes wie Mesopotamien besser geeignet sei als sein älterer Bruder. Die britische Regierung hielt cs aber dann für nötig, Abdullah zu entschädigen, um einer Eifersucht zwischen den beiden Brüdern vorzubeugen. Sie übertrug Hw» daher die Regicrur-g des östlichen Palästina mit der Aufgabe, unter den Beduincustämmeii Ordnung zu schaffen. Der Emir war von diesem Vorschlag befriedigt und wurde anläßlich des Besuches Churchills ir» Palästina in seinen Posten ah Beherrscher von Amon und Mo ab bestätigt. Frankreich war mit dieser Eriedi- ״ung nicht sehr zufrieden, besonders da der Emir-sich mit einer Anzahl junger arabischer Ratgeber umgab, die während Fcisals kurzer Herrschaft in Damaskus bei ihm gewesen waren. Frankreich fürchtete daher, daß das südöstlich an Syrien angren- /ende Gebiet ein Herd der politischen Agitation gegen die französische Herrschaft in Syrien sein könnte, Frankreich sah es nicht gern, daß die zwei Sohne König Husseins, der sich König der Araber nannte, Gebiete nörlich und südlich Syriens beherrschen. Nach Verhandlungen zwischen Sir Herbert Samuel und General Gouraud wurde das Abkommen bezüglich des Schutzes politischer Flüchtlinge mit Zustimmung Abdullahs auf Trans Jordanien ausgedehnt. Ferner wurden die extrem antifranzösischen Ratgeber Abdullah* entlassen und Rlcfa Pascha cl Rikkabi zum Ministerpräsidenten ernannt. Rikkabi, der der» Emir nach London begleitet, war ein tüchtiger General der türkischen Armee und rug’.cich ein glühcnJcr arabischer Patriot. Aus dem letzteren Grunde wurde ihm kein höheres Kommando zuteil trotz seiner militärischen Fälligkeiten. Als Allcnby Syrien besetzte, wurde er gefangen genommen und leistete später den Engländern wertvolle Dienste. Er wurde Gouverneur des• östlichen besetzten Gebietes um! nach der Ernennung Fcisal* zum König von Syrien sein Premier. Nach Fcisals Sturz b'ieb Rikkabi zunächst in Aegypten und wurde sieben oder acht Monate danach Abdullahs Rcgierungschef. Er ist ein erfahrener und gemäßigter Politiker, der ruhige diplomatische Methoden einer heftigen Agitation vorzieht. Durch diese Methoden hatte er auch Ertrüge, indem er durchsetzte, daß die Ungültigkeit der Balfour* Deklaration für Transjordanien auf Antrag Dalfours selbst ausgesprochen wurde. Rikkabi erhielt wertvolle Unterstützung von seinem englisclicn Ratgeber, Mr. Philby. Diesen» ist vor allem die letzte Abänderung des Mandates bezüglich des Osljordaulandcs zuzuschreiben. Die Aenderung, di« von der jüdischen Presse und den zionistis hen Führern fast schweigend hingenommen wurde, hält der Mitarbeiter des ״Jewish Chronlcle“ für eine Agitation der englischen ' Anli/.ionis'.cn. v'v Abdullah hat ii» der Preise erklärt: ״Trra•»״»JonJattie1י' ■ unabhängig von Palä-tiua, cs hat eine eigene Regien»«■1.^ ׳ keinerlei Beziehung zu der Regierung von Jerusalem, in! 1111 c «1er gemeinsamen Grenzlinie.“ Dazu bemerkt <j'Z ״Jcwish Chronide“: ״Es ist zweifelhaft, ob diese Au(fav,Ur, von den britischen Behörden geteilt wird. Transjordanie« j,i nur das Hinterland des westlichen Palästina und ist poliii!.: nicht stark genug, um wirtschaftliche Maßregeln für die g/J' Wicklung des Landes zu treiien. Die Tatsache, daß Sir Gi'iy-/ Clayion, der ncucriianntc Staatssekretär für Palästina, na:n/■ des Kolonialniinisters die Verhandlungen mit «1cm Emir beweist, daß atfeh fürder eine politische Verbindung zwisein׳- den beiden Gebieten besteht.“ Der Mandatsraub in Litauen ן׳ Kovvno. (J. C. B.) Durch die originelle Wal!!. 3 nrithmefik der Christlichen Demokraten und ihrer neuen 1 politischen Freunde, die Volkssozialistcn, wurden, wie f; bekannt, die Parteien der nationalen Minderheiten sowie die anderen kleinen Parteien in Litauen des größten Teiles i ihrer bei den Sejm wählen errungenen Mandate beraubt, ji Die rechte progressive Gruppe verliert'durcli die Ent.'i Scheidung der Hauptwahlkommission ihre samt-1 liehen Sitze; die Juden erhielten statt der sechs I errungenen Mandate bloß zwei Sitze zugesprochen; f die Polen erhalten zwei Sitze statt fünf; die Arbeiter-1 liste erhielt drei Deputierte statt sechs; die Deutschen! einen Deputierten statt drei; die Russen wurden ihres [ einzigen errungenen Mandates für vcrluslig erklärt. Die den Minderheiten und kleinen Parteien entzogenen Mandate .wurden künstlich zwischen den Nationaldcmokraten und Vojkssozinlisten verteilt, so daß diese Parteien zusammen über SO «'0 der Sitze im Sejm verfügen. Die Christlichen Demokraten haben durch diese Wahhnachinatioii trotz ihrer Niederlage 'ihre frühere Stärke — 50 <Y0 der Sejmsitze — erreicht. Die Repräsentanten der nationalen und politischen Mindcrhcitspartcien haben in einer gemeinsam abgehaltcncn Sitzung beschlossen, daß, wenn die Entschcidüng der Hauptwahlkoinmission nicht annulliert wird, sämtliche Minderheiten den Sejm boy. kottic ren werden, in diesen Tagen wird sid» eine Delegation der nationalen Minderheiten zum Präsidenten der litauischen Republik begeben, um mit ihm die Lage zu bespredien. Schließung von Schulen in Palästina Jerusalem. (J. C, ES.) Die letzten Sitzungen der Zio- 1 nistisclicn Erziehungskommission waren dem Thema ״Erspar- $ nissc" gewidmet, da, wie bekannt, die Karlsbader Jahre»• j konferenz das Schulbudget für das kommende Jahr auf j 70 000 Pfund, statt, wie projektiert, auf tOO 000 Pfund fest■ ן gesetzt hat. Die Oekonomie mußte sich also auf 30 000 Pfund ' erstrecken. Der ״Wand Hachinuch" (Komitee für Erziehungswesca in Palästina) löste die Frage auf die Weise, daß er in diesem Jahre di« Schließung von fünf Kindergärten und die Verminderung der Zahl der Kindergärtnerinnen in den großen Städten, ferner die Schließung von vier Volksschulen, endlich eine Verkleinerung der Subventionen für die Spezial- und Fachschulen angeordnet hat. Die auf diese Weise gemachten Ersparnisse werde« *ich auf 17 000—18 0C0 Pfund belaufen. Der ״Waad Hachinuch“ hofft, in diesem Jahre etwa 5000 Pfund an Schulgeldern cinzunchmcn und das restliche Manko durch Reduzierung der Lchrcrgchältcr um 8—10 «,'» auszugkichen. ren ut »roßen dem k die 'k heute ו der g< mehr 1 siegt.' Juden die j» am rm .1«י dl für u11 N, leben \ Ä unter ivoofe! | an ahl schaft f der j 1 LärHe ln 1 (1,19 « 1 Ir V , ׳!»:»( Ir ii 133 65 Ir 03 00£ 1 (i ’ן ordne f:׳ Kar l 4׳ Oroßj 1 Zu <»1< ׳1׳ Odra 7762; Uradi XIX. Lclpa Die unseres Volksslrcben» auf dem Ozean des Dasein!, wo Stürme uni •unreine Kräfte wüten. Uni wir schöpfen daraus auch die Ueberzetigung, daß wir die Träume unserer Vergangenheit nicht am Alten haften lassen dürfen, sondern sie müssen uns vorauscilcn auf dem neuen Wege der Zukunft. Jawohl! Wir müssen |dbst unsere alten Schlösser und Türme (und Häuschen) in Brand stecke;», auf daß sie uns den neuen Weg erleuchten. t Es ist also das erste jüdische Epo;. Es wurde vielfach behauptet, 1ms Juden fehle überhaupt der Sinn für das Epische, wir hätten keinen epischen Dichter aufzttwcisei», und man brachte «lie.c ltetenu,>lu׳»,t( mit Vorliebe in Zusammenhang mit der j'dJischcn Sprache, die man als ״Jargon“ oder ״Kauderwelsch“ verspottete. Wer von diesen Kritikern 1:0:11 ein Herz Im Leibe hat wr.l mutig genug ist, die Wahrheit cinzugeMehen, wird vor dieser dichterischen Schöpfung und dem schon durch seine Klangfülle faszinierenden Jiddisch kapitulieren müssen. Man hat gesagt, Jiddisch mii.-.ao als unsere Goluserbachaft, als Krankheitsrest unserer Dinr.pora-Vcrg uigcnhcit «inst verschwinden, wie eben ein Krankheitsrcst zu verschwinden pflegt. Aber wir haben die feste Ucbcrzeugmig (und dieses Buch verstärkt sie uns), daß unsere Entwicklung schon längst in das Stadium der Gesundung eingc'relcn i$h und es ist dis größte Symptom dieser Gesundung, daß alles, was uns an Materie zur Verfügung steht, in den Händen unserer Dichter zu geist'ger Wirklichkeit, zu kulturellen’ Werten »imgcstnllet wird. Dieses Buch, das auf keinem jüdischen Tiiche "fehlen sollte, ist stärkster Beweis. es Horizonte. Was noch Neue Morgen dämmern 811 u: gestern keine Kraft hatte, rieh zu o:־:־;;b,U:n, dai sekmettert heut« in die Welt wie!*«w.uncn'tek.ill, wie Frühliitgs'äulcn, das mm neuen Leben ruft. Martin Buber Isst u!;1 die di;;wlti!־d;c Gedankenwelt, den philosophischen Gehalt des CliawUHmus vor Augen ge- «!.: die clur.-idizche Epoche so;über, c.l; ob sic nicht XIX. Jalirt.ir.c v, r״:k:)l!•'״■: iisütrialtcrürtie;d;s!1, ׳־i:K du Cd.;;.vadkiiiiis eine '1 :׳de Kraft, eine Sillenvoa CKK,h!c:1 im.1׳ Träumen, ein führt, aber trotzdem fremd, fast so unnahbar rcg hundert wäre, sondern!>'י<;׳•,־ Zeit. Hier sehen wir er:.:’!; Lebensform ge wes :ח war, «. richtung, eine poetische Wcl Auflehen des unsterblichen Ewigen Juden, ein Leben 1 Hier tritt uns» der Chassidismus, seine Gedanken, Glauben, Gclühlr, mit seinem Gut und Bose, mit seinen Siegen und Verirrungen »oll urvi lebendig entgegen, ln diesem Buche tritt zum ersten Male diese Wc’t menschlich an unser Herz. Die Geschichte des Mortchci, der als Abkömmling eines robuster», in den polnischen Wäldern lebenden Geschlechtes, in die Welt geht, mit den ewigen Problemen des Judentums und der Menschheit (Mortchris Anteilnahme an den Befreiungkämpfen der Polen) ringt, und durch alle Himmel und Höllen des Lebens geht, um sdiließiich sich nach dem Westen n» sehnen, von wo die Zukunft kommen soll, das Ist das fleischgewordene .Sinnbild umeter Vergangenheit, und ist auch tugleich ein Wegweber der Tat, der Zukunft. Es ist ein Manifest der Tat, das nicht mit Worten sprich, sondern uns Gestalten aus Blut und Knochen zeigt, ein Manifest« das, statt im» Vorwürfe zu machen, ganze Welten vor u»'• cnlrol't, das, statt uns Lehren und Ideale zu predigen, uns unsere unniitlelbare Vergangenheit wie ein lebendiges BW vor Angen führt. Die Menschen, an die das Buch sich richte!! -die Herzen, für die c: geschaffen wurde, sie werden den Ruf verstehen. Spört ihr, wie neues Leben durch unsere Jahrtausende alten Aden» puHt? Bald wird dieses Leben wie ein Gießbad» rauschen, cs wird Fchcnblöckc und entwurzelte Eichen über Wasserfälle und tiefe Täler reißen, bald wird es ln die vvcile» Ebenen dringen, Moraste reinigen und stehende Seen hiiircißcti, hin in den blauen Ozean, Hört ihr, wie sich etwas ln unserem Blute regt? Dies Etwas wird Al'es werdet», die Sümcekugel wird als eine Lawine in dis läler hindnJonnern und wecken, wecken ... Seht ihr, wie da vor unicren Augen sich das Wunder vollzieht? Unser Gesten» loht liier und leuchtet wie eine Feuers• fcrimcf, die die dunkle, stcrncnlose Nacht in einen *onnenhellen Tag verwandelt. ,. Aber die Feuersbrunst wird bald vorbei sein, und aisbad wird alles als eine graue, kalte Asche in den Staub sinke». Was dar»;»? Wer offene Augen hat, und lesen kann, wird in diesem Buche die unairbleib'ich« Antwort licrausfülikn können- Ueber der» Blättern des Romans vo;1 J. Opatoschu habe Rh den Traum der jüdischen Zukunft, den Glanz der Geräte (akobs geträumt ... 1,wi Schwei4 l In D mehl schal sond! eine Kt «1 ihm ' sein» Syml sie 1 er zi I Vllf l'unl nicht er h Hofr deck Karl! in sil ז• m< Vier Karl; der ן i 1־ y wie; UCQ Mr, 1 (>•״ ׳■׳ •Ix n nd f'׳rc n־ י' ,ut •'■ni

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