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Jüdische Rundschau · 1922-10-27 · Heft 85 (27.10.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 85 (27.10.1922)
Date
1922-10-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Judenproblem ־— Palistinaproblem Von Dr. Jacques Adler, Leipzig:. in den Strömungen der Weltpolitik, in der Mannig- (jlligkeit des Entstehens und der Lösung der nationalen und kultm■eilen, der sozialen und ökonomischen• Spanmingen ist der Zionismus das Phänomen, das allen Versuchen der Begriffsbestimmung, der Einordnung in ei» System, der vergleichenden Bewertung besonders kräftig widerstrebt. Für alle unbequemen Dinge, die nicht so leicht hinciitpassen wollen in das herkömmliche Schema politisdtcr Definitionen, hat das kritische Urteil des Alltags für gewöhnlich zwei Arten der Abfertigung bereit: entweder als Bagatelle oder als Utopie, die eine in ihrer Anwendung genau so grausam wie die andere. Bagatelle ist in internationalen Verhandlungen ein Objekt, das möglichst nur für die eine Partei Haupt-;aclie, für die andere aber Nebensache ist und außer diesen beiden Parteien überhaupt niemanden interessiert. Bagatelle ist eine Sache, deren Regelung man den unmittelbar Beteiligten — von denen zumeist der eine goß, der andere klein ist — überläßt, weil sie für die Allgemeinheit, wie man sagt, nichts bedeutet. Eine politische Angelegenheit zur Bagatelle stempeln und demgemäß behandeln, ist eines der für den Betroffenen gcfähiliclicu Manöver der Diplomatie. Die letzten Tage Iiabcn uns dafür ein besonders schmerzliches Beispiel gebracht .־ Die Bagatellisierung der ungarischen Juden- (rage bei der Aufnahme Ungarns in den Völkerbund mich dem Prinzip, das schon bei der Ausführung der Beschlüsse der Berliner Konlerenz von 1878 hinsichtlich der jüdischen Staatsbürgerrechtc in Rumänien galt: Es wird sich schon alles irgendwie von selber zum Besten wenden. Ist der Zionismus in der Perspektive der Welt- Politik eine Bagatelle? Er könnte cs zunächst vielleicht «in, wenn Zionismus im ganzen nur das Problem der Besiedlung und modernen ökonomischen Entwicklung Palästinas durch jüdische Koionistengruppen wäre, denn schließlich ist ja Palästina, für sich allein betrachtet, nur ein!deines Land und darum ein Unternehmen wie ttwa die Besiedlung Kanadas oder der Bahnbau durch Zcntralafrika oder die Industrialisierung großer indischer Distrikte von an sich weit höherer Bedeutung. Aber und das ist ausschlaggebend — vielleicht mir gerade Palästina wird weltpolitisch nicht nach Flächeninhalt und Einwohnerzahl gemessen, sondern vor allem bcwertet als einer der wichtigsten Teile des arabisch-zivifeierten Verbindungsstückes zwischen dem Mittclinecrgebiet und der Indischen Ozean-Sphäre der britischen Weltmacht, zwischen Port Said und Aden, zwischen Malta und Sokotra. Und wäre also Zionismus auch nur Khlichtweg Palästina-Aufbau ohne jede allgemeinnationale Prätension, nur Vorhaben einer Ansiedlung von Juden auf einem kleinen Territorium, er dürfte weitpolitisch doch nicht Bagatelle sein, weil eben dieses Land, dieses von ihm auserkorene Siedlungsgebiet Palastina ist, die Brücke zwischen Syrien und Aegypten, die Pfoite vom Mittclmccr nach Mesopotamien und dem Hauran, die östliche Flanke des Suczkanals. Ein Zionismus, der gerade an diesem Brennpunkt des Ver- Hhrs und der Maclitentfaituiig die charakteristische Struktur des Morgenlandes sozial und kulturell, technisch «d ökonomisch entscheidend verändert und gegenüber den Nachbarländern .schart differenziert, ist wcltpolitisch nichts Geringes. Zionismus indessen ist mehr •1's Palästina-Aufbau, mehr als ein Kolouisationsuntcr-!!chincii, das neben den jüdischen Kolonisatoren zu- 1״dist nur die unmittelbaren Interessenten des zu beücät'lnden Landes beschäftigen könnte. Zionismus ist Bewegung, die den abnormen Zustand des Zer- 5P'iUcrtstins, der unfruchtbaren Atomisierung der jüdi- ®sehen Nation dadurch beseitigen, dadurch wieder ins Positive wandeln will, daß sie die Kräfte all der zer- 5heuten Individuen dieses Volkes zu dem Zwecke zus-umitcufaiit, in Palästina, der historischen Volksheimat, '־ifilcr das nationnlkulturclle lebenspendende Zentrum י5׳ errichten. Der Auseinandersetzung mit dem Zio- 1"‘;inus, (Jen Rufen seiner Werbung und der Auswir- '!,1Jff seiner Erfolge bleibt iieutc kaum ein Jude ent- ז«*(, Juden aber wohnen beute in allen Ländern, 11‘Ostens als ein politisch und sozial wichtiges Element, ו a's Träger bedeutsamer wirtschaftlicher oder kul« "«!!זן Funktionen, bisweilen — wie in der nordamerika- "״chen Union — als Zünglein an der Wage der poli- 11dien Entscheidungen. Der Zionismus, der all diese jweii, (||c verschiedenen Staats* und Wittschafts- ׳!*•'mcinsdiaftcu der Erde an bedeutsamer Stelle cinge- '1Kt sind, im Innersten ergreift und ihrem Willen die Hichtmig alJf t!as cjgenc Volkstum und dessen Fort- ״®■Lind gibt, kann der Weltpoiitik nicht gleichgültig *לי• Wc erdumspannende, allen fünf Kontinenten'ge* ^saine Bewegung des Zionismus ist für ein Land um höher cinzusdiätzcn, je größer in ihm der jüdische?tc'1 am öffentlichen Leben ist. Dies erklärt vollauf m 5Hllimjjnahme beispielshalber des Präsidenten Har• fULDrsCME RUNDSCHAU di.ig mxl des Senators Loci ge. ZionUnun ist walnlicli keine Cagalellc. Ist Zionismus Utopie? Utopisch isl!״,der Weltpolitik eine Bewegung, die zwar in großen Massen starke Gefühle erregt und gewaltige Energien frei macht, aber doch nicht das Geplante erreicht, einfach deshalb, weil sic des bestimmten positiven Zieles ermangelt. Es gibt Bewegungen, deren Ziel wohl positiv ist, aber doch in so weiter Ferne und hinter so mächtigen Mauern von Schwierigkeiten liegt, daß man an seiner Erreichbarkeit zweifeln möchte. So erklärt cs sich, daß Gegner solcher Bewegungen, wie etwa des Sozialismus, ein leichtes Spiel haben, wenn der Beweis der ״Utopie“ mit einem gewissen Scheinerfolg geführt werden 8611. Utopie, im Sinne großen Wollen» ohne klares Ziel, viel versprechender Gebärde ohne erfüllende TV t, ist dem modernen Zionismus vom unbefangenen Kritiker nicht naclizusagen, denn mit dem mächtigen idealen Antrieb der jüdischen Sammlung und Wiedergeburt verbindet er die Realität eines wirklidikeitsgemälkn, auf das Mögliche, auf die natürlichen Gegebenheiten eingestellten Aufbatiprogramms für Palästina. Der Zionisrnus, der die volle Kraft schwingender Begeisterung in den festfuneüerjen Institutionen des Keren Hajessod und Keren Knjemeth zu starker Wirkung konzentriert, ist für die Weltpoiitik keine Utopie. Die zwingende logische Verbindung, die er zwischen dem zwcilatiseiidjülirigcn Judenproblem und dem für diese Generation aktuellen Pnlästinaproblcm!!erstellt, enthebt den Zionismus jeder Befürchtung, als bedeutungslos übergangen oder als unausführbar abgetan zu werden. Indem er die befriedigende Lösung einer der kompliziertesten, inneren Spannungen, die offen oder latent fast in einem jeden Kulturstätte existiert, durch eine großartige kulturelle Leistung in einem der internatio• nalen Politik sehr wichtigen Lande vollzieht, indem er die brachliegenden staatsschöpferkelten, organisatorischproduktiven Energien wieder einer ihnen angemessenen Aufgabe zufiilut, dem Genie des jüdischen Volkes aufs Neue den Weg normaler Entwicklung und Betätigung eröffnet, wird der Zionismus, das Problem der künftigen' Geistesrichtung■ von dreizehn Millionen Menschen in allen Erdteilen, das Problem des einheitlichen Aufbaues einer modernen Kultur aus idealistischen Beweggründen in einem bisher vernachlässigten, durch seine Lage aber bedeutsamen Lande, zum weltpolitischen Faktor, mit dem man rechnen muß. Und mit dem man auch tatsächlich rechnet, ohne weitere theoretische Versuche seiner Definition anzustellcit, die an seiner Singularität naturgemäß abprallen müssen. ' . Aus der weltpolitischen Anerkennung des Zionismus als Lösung des internationalen Judcnproblcms wie auch des internationalen Palästinaproblcms, aus der Ancrkennung seiner Ziele als notwendig, als berechtigt, als bedeutsam und als erreichbar, sind die prozionistischen Erklärungen der einzelnen Großmächte in den Jahren 1917 bis 1922, ist schließlich als Dokument des intcrnationalen Rechtes das vom Völkerbund ratifizierte Pa• lästinamandat liervorgcgaugcn, <las der Zionistischen Or• ganisntion die Stellung der ״Jcwisli Agency“, der Völkerrechtlich selbständigen diplomatischen Vertretung des jüdischen Volkes in Sachen des Palästina-Aufbaues konzediert. Der Artikel XXVII der Instruktion des Königs von England an den Oberkommissär in Palästina, der ihn auf die Normen der britischen Palästinapolitik im Staue der Förderung der jüdischen Einwanderung und Ausied* hing verpflichtet, leitet sacht vom Abschluß der Völker• und staatsrechtlichen Grundlegung schon zur verwaltungsrcclitliclicn Praxis über. Der Zionismus hat weltpolitische Geltung erlangt, ist ein fester Posten geworden im Internationalen Kalkül, eine Tatsache, die man nicht mehr abstreiten kann. Für diesen Erfolg schuldet das jüdische Volk, durch den Zionismus zu neuen Möglichkeiten der nationalen Würde und des produktiven Schaffens hingeführt, dem Begründer der politischen Aktion, Theodor Hcrzl, und seinen heute wirkenden Nachfolgern, Chaim Weizmann und Nalimit Sokolow, samt Ihren Getreuen tiefen Dank. Weltpolitische Geltung ist aber kein stabiler Besitz, dessen mau sich dauernd ungestört erfreuen kann. Der Anspruch auf sie muß tagli eil aufs Neue bcwiesen, das Rcciit durch Ausübung behauptet werden. Dazu bedarf cs nicht militärisch-politischer Machient- Wicklung oder auch nur entsprechender Allüren, sondern einfach der positiven aufbaucndcn Leistung und des nie ermüdenden Willens. . Die Großmächte haben den politischen Wescuskern des Zionismus erkannt. Nun ist «3 an der Zeit, daß auch bei den Juden die Erkenntnis «allgemein wird, daß man ihn weder als Bagatelle nach als Utopie abweisen, daß inan weder für die Paiiistiuakolonisatiou auf das Imponderabile der jüdischen Erneuerung noch für die Lösung der Judenfrage auf das historische Kulturzentrum ln Ercz-Isracl verzichten darf. Nationaljudcntum ohne Palästina bleibt — vom historischen Gesichtspunkt der jüdischen Gemeinschaftaus — eine romantische Utopie, Palästinawerk ohne Teilnahme und Ergriffenheit der jüdischen Seele eine philanthropische Bagatelle. Ein Zionisrnus, der den jüdischen Menschen ganz erfassen und erfüllen»׳ aber auch seine Kräfte aktivieren soll, kann den großen religiösen, sozialen und kulturellen Fragen, die das Judenproblem aiismnclicii, die die Singularität und den objektiven* Wert des Judentums begründen, ebensowenig sich entziehen wie den harten Realitäten politi• scher und wirtschaftlicher Dotnilflrbeit in Palästina. Es ist eigentümlich, wie mühevoll, wie. nur Schritt für Schritt dje Einsicht vom wirklichen Wesen des Zionismus, von seinem kulturellen Idealismus und kolo* nisatorischcn! Realismus miteinander verknüpfenden Doppeln,־.t.ir den Jliefen der Gegenwart nuhcrgcbrncht werden kann. Dieselbe Einsicht, die den führenden Staatsmännern aller großen Länder so schnell und so gründlich aufgegangen ist. Die Ursache hiervon wird w'0111 darin zu suchen sein, daß die viclliundcrtjährige Zersplitterung und Einordnung in andere Interessengebiete das konstruktive politische Denken der Juden in eigener Sache hat cinsclilunimcrn oder einrosten lassen. Dieses poetische Denken, das wohl die Einreihung in die großen menschlichen und zwischenstaatlichen Zusammcnliangc anerkennt, innerhalb der gegebenen Gren» zen. aber das Dasein der Gemeinschaft frei auf der originalen Grundlage der ererbten Eigenart auf baut, dieses kluge Abwägen eigener' und fremder Interessen, eigener mul fremder Rechte und Imponderabilien, diese politische große Intuition und weise Mäßigung zugleich, deren Besitz den Staatsmännern, die wir zum Glück in diesen entscheidenden Jahren haben, Ihre schönen politischen Erfolge ermöglicht hat, muß zum jüdischen Allgemeingut werden, auch deshalb, well häufiger als Glied eines jeden anderen Volkes der einzelne Jude als Repräsentant seiner Nation genommen und deren politischc Reife nach seinem Verhalten gewertet wird. Der Zionismus, der in der Synthese von Judcnvolk und Palästina ein der Midien und Opfer, der Begeisterung und der seelischen Hingabe würdiges Ziel gesetzt hat, leistet hierdurch die Erziehung der jüdischen Ge• mciwschaft zur weltpolitischen Mündigkeit, zur Bewährung des ihr durch die ״Jcvvish Agency“ bewiesenen internationalen Vertrauens. Die Jutfenfrage in der Slowakei Da» Präsidium des jüdischen Volksvcrbandes für die Slowakei und der Vereinigten jüdischen Parteien sprach in Prcllbtirg (Bratislawa) bei dem neuen Minister für die , Slowakei, Dr. Kallcy, vor, um Ihn anläßlich seiner Ernennuug zu begrüßen mul ihm die Wünsche der slowakischen Juden vorzutragen. Die jüdischen Vertreter wiesen darauf hin, daß bei den letzten Wahlen in der Slowakei 45 000 Stimmen für die jüdische liste abgegeben wurden, ohne daß die Juden infolge des ungünstigen Wahlgesetzes ein Mandat bekommen hätten. Der Minister gab in seiner Antwort seiner Genugtuung Ausdruck, daß die slowakische Judenheit cnd. lieh zu ihrem nationalen Bewußtsein erwacht ist. Er bezeichnet den Weg des Volksvcrbandes ah die einzig rieh• tige jüdische Politik. Er versprach, auf eine Abänderung des Wahlgesetzes zur Beseitigung der erwähnten Ungcrechtigkeit hinzuwirken. Der Minister betonte schließlich, die Juden mögen von ihm nicht erwarten, daß er sich ihr Wohlwollen dadurch erkaufen sverdc, daß er eigennützige Wünsche einzelner Juden fordere; die berechtigten Wünsche des Gesamtjudentums würden jedoch stets Verständnis bei ihm finden. Sechs jüdische Deputierte im leitlindiichcn Sejm RIß®• (J. C. B.) Nach den letzten Nachrichten sind In dem neuen lett'ämlischcn Sejm sechs Deputierte gewählt wotden. Zwei von ihnen (die Herren Dubin und Wittenberg) gehören der Agudas Jisrocl an, einer (Herr Nurok) dem Mi», raclii, einer (Herr Fisclmiann) der nationaldcmokratisclicii Gruppe, einer (wahrsclteinlidt der bisherige Deputierte Dr, Hclimann) dem Z ei re• Zion und einer dem ״Bund״, ״liniea“ gegen jüdische Organisationen Riga. H.C. B.) in einer der letzten Nummern der Mos• kauer jüdisch-kommunistischen Zeitung ״Eines“, in we'chcr die Zukunftsform des Jdgeskom (Jüdisches gesellschaftliches Komitee in Rußland) fortgesetzt wird, konimt der Verfasser zu dem Schlüsse, man müsse aus Jdgeskom eine weitverzweigte autoritative Organisation schäften, die nicht nur Werkzeug, sondern auch Idee sein soll, während zur gleichen Zeit de« jüdischen Organisationen verboten werdest soll, eine öffentliche Tätigkeit auszuüben. ״Die Ukraine ist nur deshalb voll mit jüdischen Gesellschaften, weil di« ukrainischen Genossen energielos sind und keinen guten Willen zur Macht haben." z Rücktrlttsubsicht Lord Reading? London. (J. C. B.), Der Vizekönig von Indien, Sir Rufu» Isaacs, Lord of Reading, beabsichtigt aus persönlichen Odin• den von seinem Posten zurückzutreten. Zum Prozeß der Zeifre-Zlon (Eine Resolution der Berliner Organisation Hapoel-Hazair.) Die Berliner Ortsgruppe des Hapocl-Hazaär ersucht un« um Veröffentlichung narbst eilender Resolution, die in der Gruppcnbersammliuig am 21. d. M. gefaßt worden ist: ' ״Nach Anhörung des Referates von Chawer Arje Bert Jisrael über die Zionistenverfoigungen in Sowjetrußland und J über den Prozeß gegen 37 Qenossen unserer Partei vor dem j kcvohttioivsiribiinal in Kiew protestiert die Berliner Organisation Hapoiil-Hazalr aufs schärfst« gegen die I>01itlk der Sowjctiitslauzcn, die gegen die Freiheit der jüdischen Volksnahen gerichtet ist und vor allem gegen die gewissenlose und unverantwortliche Tätigkeit der Jüdischen Sektion, die diese!,olitik Inspiriert. Zugleich kao.1 sie nicht umhin, darauf hinzuweisen, wie verderblich die Wirkung ist, die die bekannten militaristischen Bestrebungen des Herrn Jabotinsky und sein berüchtigtes Abkommen mit der Petljuraregierung auf die außenpolitische Stel ling des Zionismus gegenüber der russischen Regierung ausgetibt haben und fordert nacitdrückllcli die endgültige De*- avouicrung dieser Bestrebungen durch die politisch verantwörtlichen Instanzen de* Zionismus. Die Versammlung bi ligt die Haltung unserer verhafteten un.l verurteilten Genossen und drückt ihnen ihre Anerkennung und Solidarität aus. ' Sie stellt fest, daß die soziale, ökonomische und kulturelle Tätigkeit unserer Oenossen Zci're-Zkm in Rußland ln vollem Einklang steht mit den Grundprinzipien unserer Bewegung Und de» ganzen zionistischen Sozialismus.“ Zum Schluß wird der Zentrale Waad aufgefordert, der jüdischen und nichljiklisclien, vor allem der sozialistischen Ocffcntllclibeit alle notwendigen Informationen über unsere Bestrebungen zu vermitteln.

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