Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 85 (27.10.1922)
- Date
- 1922-10-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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»i .״. \ K Seite 560 worden. Dieses Ereignis dürfte wohl in der zionistischen Welt gewaltiges Aufsehen machen und große Erregung Jicrvomifcn. Aber nicht nur wegen der (len Verurteilten und dem ganzen Zionismus zugefügten Ungerechtigkeit bedauern wir dieses Ereignis. Wir bedauern es auch dämm, weil wir wünschen wurden, daß zwischen der mosi;;dien Regierung, dem russischen Volke und dem zu nationalem Leben siel ו durdikiiinpfendcii jüdischen Volk bessere Beziehungen bestünden, als cs heute der Fall ist. Unbeeinflußt von der aus den verschiedensten | Lagern gegen Räterußland geführten Propaganda, betrachten wir das bolsdicwistisclie Rußland als einen ernsten, weltgeschichtlich bedeutsamen Versudi der Aufrichtung einer neuen und gerechteren Ordnung, einer Umbildung der Wirklichkeit nach der Idee; ganz unabhängig von den realen Diskrepanzen, die ein so ungellcures Ringen mit ungeheuersten äußeren und inneren Widerständen mit sich bringen muß. Sofern ein soldies Streben seiner Idee treu bleibt, kann es nicht feindselig und verständnislos einer Bewegung gegciiübcrstchcn, die ähnliches, nicht dem Eigennutz des Einzelnen, sondern der Idee einer besseren Ordnung des Ganzen dienendes Streben auf einer anderen Ebene zum Inhalt liat. Darum geben wir auch die Hoffnung nicht auf, daß audi in den Kreisen der Sowjetregierung, wenigstens an den entscheidenden Stellen, allmählich eine Revision der Halbing zum Zionismus vollzogen wird, wofern nur die Zionisten audi ihrerseits verstehen werden, ihre Sache in das rechte Lidit zu rücken und den oft gegen sie sprechenden Sdicin zu entkräften. Denn die Gereditigkcit verlangt es, daß wir cinsehen, daß manche Geschehnisse im zionistischen Lager und vor allem die Haltung einzelner Zionisten geeignet waren, auf Seite der revolutionären Macht Bedenken und Mißtrauen licrvorzurufen. Aber nichts berechtigt dazu, die Handlungen solcher Personen dem Zionismus aufs Konto zu schreiben und ihn sdilcchthin ein für allemal als konterrevolutionäre Bewegung abzustempeln, Gerade die Tätigkeit der Zeire-Zion war vielfadi praktischer Sozialismus, der selbst von Sowjet- Organen anerkannt wurde (kommunistische Clialuz- Siedlungen usw.) Die Erklärung liegt aber ganz anderswo. Die treibende Kraft, die den Sturm gegen den Zionismus entfesselt hat, ist der innere jüdische Feind. Die jüdische Sektion der kommunistischen Partei ist die durch den politisdien Umschwung im jüdischen Leben zur Madit gelangte kleine Gruppe der alten Todfeinde des Zionismus, die sidi jetzt dafür rächt, daß sie durdi 20 Jahre zur Machtlosigkeit verurteilt war, ein winziges, im jüdisdien Leben bedeutungsloses Häuflein. ' Diese Jcwsekzia ist die für jüdische Angelegenheiten in Rußland heute zuständige Instanz ■und sie tobt sich aus im schrankenlosen Krieg gegen alle jüdisdien Kulturinstitutc, gegen die hebräische Sprache, gegen die jüdische Religion, gegen den Zionismus. In diesem Zusammenhang ist eine Erklärung von hohem Interesse, die ein in London weilendes Mitglied der russischen Regierung der Redaktion des ״Jewish Chronicle" gegeben hat. De Erklärung besagt, daß die Sowjetregierung selber die Metlioden des jüdischen Kommissariates durchaus nidit billigt, vorläufig sei aber die Regierung gezwungen, dem jüdischen Kommissariat freie Hand zu lassen, in einem späterem Zeitpunkt werde diese Stellung vielleicht geändert werden. Wir beanspruchen keine Privilegien, wie unser Freund Dr. Bdiinsom in seinem Artikel in unserer heutigen Nummer ausführt; aber wir dürfen nidit übersehen, daß bei der gegen die jüdischen Institutionen gerichteten Aktion tatsächlich da Sonderfall vorlicgt, da einerseits diese Verfolgungen vom jüdischen Kommissartet inszeniert sind, andererseits das Judentum nicht nur in konfessionellen Einrichtungen, sondern in seinem nationalen. Bestand gefährdet ist. Eine Macht, die der Befreiung der unterdrückten Massen, der Freiheit der Menschheit zu dienen unternimmt, darf nidit der Freiliciisbewegung eines Volkes, das nach langer Sklaverei die Fesseln der äußeren und inneren Knechtschaft aus eigener Kraft abzustreifen unternimmt, mit dem Stecken des Büttels in den Arm fallen» Die voraussichtlichen Wallrcsultate in Litauen Kofifl. (J.GB.) Das Organ der litauischen Volks- Sozialisten ״Lictuwas Schinias“ gibt auf Grund der bei ihm cingelaufcnen Wahlnachrichtcn folgende bisherigen Wahlresultate bekannt: 3S Christliche Demokraten, 15 Volkssozialislen, 7 Sozialdemokraten, 6 Polen, 6 Kommu• nisten, 1 Krogressist (״Paschanga1‘), 2 vom deutechrussisclicn Block, 6 Juden. Gegenüber der mitgcteiltcn Zahl von 6 jüdischen Deputierten sind noch Zweifel geboten; vorläufig kann man nur auf 3 sichere Mandate zählen. Aus Mariampol und Sciuulen stehen noch die Wahl• rcsultate aus. 1111 Utiancr Wahlkreis soll nach zuverlässigen Nachrichten ein jüdischer Deputierter gewählt worden sein. In Teische reichten die Christlichen Demokraten einen Protest gegen das jüdische Mandat unter der Vorgabe ein, der technische Block zwischen den jüdischen Parteien sei zu spät geschlossen worden, und (ordern als die Partei die, welche die meisten Reststimmen auf sich vereinigt hat, das protestierte jüdische Mandat für sich. Zusammen fassend läßt sich sagen, die Zahl der jüdischen Deputierten werde nicht weniger als 4 und nicht mehr als 6 betragen; das endgültige Resultat ist aber erst Ende der Woche zu erwarten. Für die hebräische Universität Der Präsident des Waad Lcumi (Jüdischer Nationalrat)* Herr David Ycllin, besuchte Paris und London, um für die in Jerusalem zu errichtende Fakultät für Philosophie und Humanistik Förderer zu gewinnen. Auf der in Paris unter Vorsitz des Grand Rabbin von Frankreich, Dr. Levy, stattgefundenen Beratung wurde die Gründung eines Komitees zur Förderung dieser Fakultät geschaffen. Das Komitee hat die Verpflichtung übernommen, für fünf Jahre alljährlich 3000 Pfund für diesen Zweck zu widmen. Zu dieser Summe trägt• Baron Edmond de Rothschild allein 2000 Pfund jährlich bei. JU EDI SC! HF: RUMP SCHAU II.*) Nachdem wir fe;A־;:..'feilv i:ai:.:;1, < 1.1 fl gegen den Maasser Gründe orgruiimtorircli-{ .׳clnii.-.clicr oder orgaiiisaforisch-juristirdrr Art nicht d tg,; wendet werden können, bleibt noch di!ו Frage i;1! 1!t.|er:;uol!rn, ob der Maasser nicht seiner hclinqd.icn IJmltireiifülirbnrkrit wogen zum' Scheitern verurteilt ist. Da raus, ergibt sich die zweite Frage, was gegebenenfalls getan werden muß, um die Durchführung des Maasrcr' möglichst sicherzustiilcn. Daß sachliche Gründe nicht vorhanden sind,' die den Maasser undurchführbar macken würden, wurde bereits bewiesen. Es bleibt aber die Tatsache, daß eine sehr große Zahl Zionisten den Maasser offen oder versteckt nicht zahlen, und daß ganze Verbünde das Maassergesetz nicht beachten. Demgegenüber muß betont werden, daß cs bereits jetzt keineswegs wenig Zionisten gibt, die das Gesetz des Maasser für sich anerkennen und sich ihm unterwerfen, und daß auch eine Reihe von zionistischen Verbanden von ihren Mitgliedern die Zahlung des Maasser nach der Maasscrorclnimg strikte verlangen. Es zeigt sich also zum mindesten, daß 11er י Maasser durchgeführt werden kamt, es läßt sich feststellen, daß dort, wo er ernst und streng verlangt wird, der Ernst zionistischer Auffassung, der aus der Alterkennt mg des Maassers spricht, sich höchst günstig in der Vertiefung der zionistischen Idee äußert und daß der Gesamterfolg der Keren Hajessod-Aktion, insbesondere die Heranziehung der nichtzioiiisüsclicn Kreise, dort die größten Erfolge gezeitigt hat, wo die Zionisten auf dem Boden des Maasser sichen, z. B. in Deutschland, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Bulgarien u. a. Man kann also keineswegs behaupten, daß es nicht möglich ist, das Maassergesetz bei den Zionisten durchzuführen. Man kann nur sagen, daß es Zionisten gibt, die sich ihm nicht ■unterwerfen wollen. Diese Zionisten wollen die Maasscrsicuer nicht bezahlet;, sie ist ihnen zu hoch, ihr Geld ist ihnen zu lieb, die Bedürfnisse der Zionistischen Organisation sind ihnen nicht so stark zu Bewußtsein gekommen, daß es sie zwingen könnte, ihren finanziellen Verpflichtungen gegen die Organisation naclizukonimen, obwohl, wie wir fcstgcsteilt haben, dies keineswegs eine starke Belastung ihres Einkommens oder Vermögens bedeuten wurde. Wir wollen und wir dürfen mit dieser Anschauung nicht allzu scharf ins Gericht gehen. De Freude am Besitz und die Stcuerscheu sind zu verbreitete, man möchte fast sagen zu natürliche menschliche Eigenschaften, als daß wir erwarten dürften, sie in zionistischen Kreisen nicht vorzufinden. Man mag und man muß die Tatsache bedauern, daß 25 Jahre zionistischer Geschichte, daß die glänzende politische Entwicklung der letzten Jahre und die furchtbare Not Palästinas und der Organisation nicht ausgereicht haben, um diese Gefühle in andere, unserer nationalen Ucberlieferung mehr entsprechende zu verwandeln. Und man kann und man muß sich alte Mühe geben, um eine solche Umwandlung der Gefühle herbeizuführen, aber das ist alles, was wir im einzelnen Falle tun können. Weder stehen uns irgendwelche Zwangsmaßnahmen zur Verfügung, um Mitglieder der Zionistischen Organisation, die sich der Maasscrpflicht offen oder unter Vorwänden entziehen, zu ihrer Einhaltung zu zwingen oder sie für die Nichteinhaltung zu bestrafen, noch wäre es, selbst wenn wir über solche Mittel verfügten, angebracht, sie in Anwendung zu bringen. Zionismus bedeutet zu einem guten Teil ein Erziduingsproblcm, und es ist di« Aufgabe der Zionistischen Organisation, ihre Mitglieder allmählich zu dem Maß von Hingabe zu erziehen, das die zionistische Aufgabe von ihnen verlangt. Hat diese Erziehung noch nicht ausgercicht, so müssen wir sie verstärken. Damm ist auch jede Art moralischer Unterscheidung, sozusagen in gute und schlechte Zlonisten, jede Verrufscrkliinmg gegenüber dem Zionisten, welcher sich der Maasscrpflicht entzieht, nidit am Platze und muß abgefeimt werden. Alle Kraft zionistisdicr Beeinflussung soll auf ihn angewandt werden, aber nur das. Wir haben soviel Zutrauen zur Wirkung der zionistischen Idee auf Nichtzionistcn, wir müssen erst recht das Vertrauen haben, daß sie ihren läuternden Einfluß an den Mitgliedern der Organisation erweist. Eine ganz andere Frage aber taucht auf, da, wo es sich um die Verwendung der Zionisten zu Zwecken «kr Organisation handelt. Hier muß vor allen Dingen festgestellt werden, daß eine Betrauung mit zionistischen Aufgaben niemals unter dem Gesichtspunkt des ״Kowcd“ erfolgen darf. Die Zionistische Organisation hat keine Ehrenstetten zu vergeben. Sic verteilt ihre Aemtcr lucli sachlichen Erwägungen auf Grund der Eignung; da, wo es anders geschieht, ist es falsch und sollte möglichst’ bald rektifiziert werden. Die erste Voraussetzung aber, die ein Funktionär der Zionistischen Organisation erfüllen muß, ist die der vollkommensten Einstellung auf die Gesetze und ltedürfnissc der Organisation. Gerade weil der Zionismus sich erziehcrisdgerwdr.cn muß, ist das Beispiel für ihn von so besonderer Bedeutung. Nur der hat das Recht, im Namen der Zionistischen Organisation Forderungen aufzustellen, der selbst bewiesen hat, daß er den Anforderangen der Organisation nachkomint, Anderenfalls muß sein Postulat wie eine Blasphemie wirken und ist nur geeignet, die Forderung zu kompromittieren. Es ergibt sich also die Konsequenz, daß nur der irgend eine hervorgehobene Stellung iwrerlrilb der Zionistischen Organisation, insbesondere eine Füllt־erstelle einnchmcn darf, der das Maasccrgesdz anerkennt und ihm nachge- *) Siehe Nr. 13. Nr. 85 ■Ir. t kommen isl. Wie kann jemand den Maasser verteil״.. ' der ihn selbst nicht gibt? Indem Gesinnungsgctus’״’ ‘ ‘ die die Maawcrpiiidit nicht .־mcrkemien, in I'imktitj•. 1r" t sldiimgcii der Zionistischen Organisation berueln werde•' zwingen wir sie offenbar, die Durchführung einer;ן’,'' I wichtigsten Aufgaben ihres Amtsbereichs, des i gcr.et/cs, zu iinicriassen, d. 11. wir sabotieren da* Gele p; das wir uns' selbst gegeben haben. Das ist tirttfuij^ vollkommen unmöglich. Di ist darum klar und immer klarer werden, daß, solange das Maassergescu gilt, nur derjenige ein Funktionär der Zionistischen Or. * ganisution auf irgendwelchem Posten sein kann und scin darf, der dies Gesetz in vollem Umfange anerkenn! Die Sache ist so klar, daß eigentlich darüber nj^! gesprochen ra werden brauchte, und es ist eine der ־■ bedauerlichsten Erscheinungen der letzten Zeit, daß dies« 1 Folgerung nicht denen selbstverständlich ist, die sp t angcht; nämlich denjenigen unter unseren Gesinnung;".! genossen, die Maasser nicht zahlen und dabei Funk. I tionärstcllungeu innerhalb der Organisation bekleiden Hier liegt tatsächlich eine Quelle der Desorganisation' der organisatorischen und moralischen Zersetzung vor" aber sie ist nidit im Maasser begründet. Sic beruht lediglich darauf, daß diejenigen unter uns, die nidit die innere Kraft besitzen, sich von dem Gclde zu trennen das das Gesetz und die Notwendigkeit der Organisation von ihnen verlangt, zum Teile audi nicht die Kraft besessen Italien, sich von ihren zionistischen Aemtcrn zu trennen, als sic die Voraussetzungen nidit mehr erfüllten, unter denen diese Betrauung erfolgt war, nämlich daß sic willens und imstande seien, für die Durch• führuug der zionistisdien Gesetze und für die ErfülUtn״ der zionistischen Notwendigkeiten zu wirken. Da wfr aber einmal vor dieser Erscheinung stehen, so muß in aller Ruhe gesagt werden: Es ist nidit erlaubt, es ist organisatorisch unmöglich, daß jemand eine führende Stellung in der Zionistischen Organisation einninimt, der den Maasser nicht zahlt und nicht für seine Durchsetzung eintritt. Diejenigen unserer Freunde, die in dieser Lage sich befinden, mögen erkennen, daß sie vor einem Ge- Wissenskonflikt stehen, den sie nach der einen oder anderen Seite lösen müssen. Eine Entscheidung muß getroffen werden: Entweder man zahlt den Maassc^ oder man resigniert. * Noch einmal muß betont werden: Es ist alles andere als teilte Entehrung, die liier verlangt wird. Aber zur Führung können nur Tapfere gebraucht werden. Vor der Reihe können nur Vorkämpfer steilen. Und da mm einmal diese Folgerung, die selbstverständlich sein sollte, bei uns noch nicht selbsiverstündlich ist, und da es klar ist, daß •das böse Beispiel, das gerade von führenden, den Maasser nicht zahlenden Zionisten ausgeht, recht eigentlich das Hindernis ist, das sidi der Durchsetzung des Maassergcdankens und der Intensivierung und der Extensivicrung der Keren Hajessod-Aktion entgegenstellt, so können wir die Forderung nur begreiflich finden, die in letzter Zeit in wachsendem Maße erhoben wird: Daß alle diejenigen, die sich zur Wahl in ein führendes Amt der Zionistischen Organisation stellen, daß alle, die in leitende oder repräsentative Positionen bei uns berufen werden, vorher die feierliche Verpflichtung ־ abgeben müssen, daß sie die Maasscrpflicht anerkennen und für ihre Durchsetzung eintreten. Das ist altes andere als Gewissenszwang, denn niemand wird gezwungen, Führer zu sein. Das ist das einfache und anständige Mittel, das wir anwenden müssen, um der Organisation diejenige Verwaltung nt geben, die von dem Geist der Desorganisalion frei, berufen und fähig ist, die Gesetze der Organisation durchzuführen. Das gleiche Verlangen, das wir an^den Einzelnen stellen, müssen wir natürlich auch an'die Verbände richten. Wenn mir der Führer sein darf, der den Maasser zahlt, so darf nur das Kollegium Leitung sein, das entschlossen ist, den Maasser durchzuführen. Es ist unmöglich, daß cs zionistische Verbände gibt, deren Vorstand den Maasser systematisch nidit erhebt oder gar die Maar.scrforderttng sabotiert. Wenn das zulässig sein soll, würde das wirklich die Zerstörung der Organisation bedeuten. So wie der Einzelne begreifen muß, daß et nicht geeignet ist, FMtrer zu scin, wenn er den Maasset nidit gibt, so müssen die Vorstände, die den Maassc! nicht erheben wollen, verstehen, daß sic kein Recht mehr haben, an der Spitze der Verbände zu bleiben. Die Maasserfrage muß im Mittelpunkt der Beratungen der nächsten Ddegiertcntagc all unserer Verbände stehen. Es tniiß selbstverständlich sein, daß jede Verbands- Konferenz nicht nur ausschließlich solche Mett sehen 1« die leitenden Stellungen beruft, die sich bindend verpfliditen, sich dem Maassergesetz zu unterwerfen,sondern daß sie auch nur solche Leitungen einsetzt, die es ausdrücklich als ihre erste Pflicht anerkennen, den Maasser durchztisetzeti. All das klingt im ersten Augenblick hart, und wit verstehen, daß nicht nur Trägheit und liebgewordcne Rücksicht auf inenschlidhe Empfindlichkeiten sich dagegen attftehneti, sondern daß die strikte Durchführung unseres Verlangens sehr oft mit rauher Hand in Verhältnisse und Beziehungen umgreift, an deren ungestörtem Fortbestand sehr viel gelegen sein mag. Und doch müssen wir uns sagen, daß gegenüber den furchtbaren nin• tcriellen Notwendigkeiten Palästinas und den zwingenden Bedingungen der Organisation alles zurücktreten muß׳ was aus überkommener Kowed-Gewolinhcit, unsacli• lieber Rücksicht, veralteter Tradition deren Erfüllung «ntgcgenstelif. Mehr als je brauchen wir eine schlagkräftig11 Organisation, und wir mögen dem Maasser dafür dankbar sein,, daß er uns die Möglichkeit gibt, Ordnung zu schaffen. Eine Organisation so streng aufgebaut, v"'' ,.s 11 in wird <i ר n Kra ' Al v/n:; "׳׳ darum■' dal»!׳ ■־ ״v.-rel lte je! v.vim < v׳ir sc dögik wenn Wir V ihn v< zutrele torisch nach s sowoh nittß י wird! das G> sich il für un t schon ist ntu l-ligli rr.cnic k'jpii;» in get 1 — va zu ge mehr heute wie & in de; ge wot Anilin die W verfol scliwi tmvci!leset < iqerf ׳•r.tct Staat! leute, weite arbei nicht grapl iur! der I orgii trüst׳ PaUis warte habe verfa Kan1| 1 Ford '. der; Znki Ol• gl ' sütu Kdq La tte in di der 1 darr; won ur.d Jrnlt K-tZI tirnTi Frei in ן dies samt; ״• Ktii! litis! auß dort! utul legt I! ntu ' Pot; fä 11; tl!1j er v! t!n{ Lai' י Pi« ä'O; r׳«l ־ Pa] I 4■ '"4 s‘jl 4| .F| I 1 ,:i .1 #!׳