Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 84 (24.10.1922)
- Date
- 1922-10-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2652410-2652483--15279-2673735- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Irkutsk 1× ep/2294887
- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
- Ukraine 1× ep/1001131
OCR text
li 11 fii ■י■ r Seite 550 lUHiiiJ.׳; H iü R U; AU Nr. 84 ■nicht erspart werden können und sje wird wieder große!Ansprüche an unsere Leitung in London stellen. Angesichts der neuen Lage wird u. E. überlegt werden müssen, ob Dr. Weizniann die Paiästinareisc, die er bin 3. November antreten sollte, nicht aufschieben muß. Denn seine Anwesenheit in London dürfte jetzt unerläßlich sein.! : | So wicldig auch die Haltung der neuen Regierung gum Zionismus für uns sein mag, so sind wir doch bereits aus dein Stadium licrausgckommen, in dem die englische Palästinapolitik lediglich eine Angelegenheit!des Kabinette war. Durch den Beschluß des Unterliauscs vom 4. Juli ist die Richtung dieser Politik parlamentarisch fcstgelegt. Bei diesem Beschluß haben bekanntlich nicht nur die Oruppcn der Regierungs- Scoaiition, sondern große Teile des Parlaments nach rechts und nach links für die Palästinapolitik der Rcgicrung gestimmt. Vor allem hat auch die Arbeiterpartei geschlossen!diese Politik unterstützt. Es hat sich gezeigt, daß das Ziel unserer Politik in hohem׳;Maße erreicht ist: Die jüdischen Ansprüche auf eine nationale Heimstätte in Palästina1 zu einer Sache zu machen, die über den Parteien steht. Unsere Sache ,wirkt kraft ihrer Gerechtigkeit, kraft ihrer menschlichen und internationalen Notwendigkeit, kraft der großen Idee, die hinter ihr steht. Diese menschliche Wirkung ist nicht gebunden an einzelne Parteien, auch nicht an einzelne Völker; 1 sie spricht zu allen Menschen, sie heischt von allen Menschen Antwort im Namen der Gerechtigkeit und der Zukunft der Menschheit. Darum1 ist unsere Sache nicht abhängig vom Wohlwollen einer Gruppe oder einer bestimmten Macht. Vielmehr glauben;:wir, daß jede Macht, die uns' hilft, unser Ziel zu ver- :wirklichen, damit der Menschheit und der Entwicklung der Welt — und daher auch sich selbst — dient. Darum suchten wir die Türkei ftir unsere Sache zu gewinnen* 'lals sie über Palästina zu bestimmen hatte; darum fordern wir diese Unterstützung von England, in dessen Machtbereich beute Palästina liegt. Darum fordern wir Sympathie und Unterstützung von allen Völkern, darum begrüßen wir die Unterstellung Palästinas unter den Völkerbund. Durch die Bestätigung des Mandates Ist :Englands Verhältnis zur jüdischen Heimstätte in :Palästina nicht mehr eine interne Angelegenheit Englands, sondern internationale, von allen Völkern garanliierte Verpflichtung. Unsere jüdische Politik aber muß dine Politik 1 des guten Einvernehmens mit allen Völkern sein. Und darüber hinaus betfachten wir les als die Hauptaufgabe unserer Politik, jenes Volk zu gewinnen, mit dem — wie immer der Souverän Palästinas heiße; — unsere Zukunft im Lande auf Gedeih und Verderb verbunden ist, das arabische Volk.;Sofern man überhaupt etwas Vorhersagen kann, kann bis; , wahrscheinlich angenommen werden, daß die 'unionistische Regierung noch stärker als die bisherige einen Ausgleich zwischen arabischen und jüdischen Interessen in Palästina anstreben wird. Auf diesen ,Ausgleich selbst hinzuarbeiten ist auch für uns von!entscheidender Wichtigkeit. , Je fester unsere Position in Palästina selbst wird, je mehr Realitäten, wirtschaftliche und kulturelle Positionen wir im Lande schaffen, desto weniger werden Ereignisse, die ganz außerhalb unserer Sphäre liegen, auf unsere Sache zurückwirken können. P , R. W4 c ■;# Rücktritt Joseph Cowens? London. (J.C.B.) Der Londoner Korrespondent ideS J.C.B. erfährt, daß Herr J06eph Cowen von (seinem Posten als Mitglied der Exekutive der Zionisti- Ischen Weltorganisation endgültig zurücktreten (wird. Herr 'Cowen hat sein Rücktrittsgesuch schon ,Vor mehreren Monaten cingereicht, es jedoch' zurüclcgczogen, um seinen Posten bis nach der zionistischen ijahrcskonfercnz zu behalten. Nun, da die Konferenz vorüber ist, beschloß er, seinen Rücktrittswunsch cadgültig zu verwirklichen.!!י Herr Cowen bleibt aber mit der zionistischen Exekutive auch weiter in engem Kontakt und behält seinen Posten als Leiter des Keren Hajessod-Komitces für Engfand bei. C o m in 1111 i q 116 der '״Al 1 w e111 i ehe 11 des Hauptbüros zionistischen Arbeit!- H i t n c 11 <1 « t“. Die öffentlichen Arbeiten In Palästina Wie das bei der Allgemeinen Jüdischen Arbcitcr-Örganisation in Palästina bestehende Amt für öffentliche Ar• beiten berichtet, sind gegenwärtig bei Bau-, Tischler- und jMctallarbcitcn in Stadt und Land 1485 Arbeiter beschäftigt, bei Straßenbauarbeiten, Bodenassanierungen, Trockenlegung der Sümpfe und dergleichen 2170. Während der letzten Bausaison hat obenerwähntes Amt den Bau von 325 Objekten für 160000 Pfund übernommen und zwei große Spczialwcrk- Stätten errichtet, eine mit den neuesten Maschinen ausge- ■stattete Tischlerei in Tet-Awiw und eine Werkstattc zum Mahlen von Steinen und Erzeugung von Blöcken, Stufen und dergleichen. In der Genossenschaft der Organisation befinden sich derzeit ungefähr 55 Steinhauer, die das Fach im letzten Jahr erlernt haben, 75 Steinhauer, von denen ein Teil die Arbeit auf eigene Verantwortung ohne Aufsicht besonderer Fachleute auszuführen vermag, 100 Arbeiter, die Steine hauen können, während Hunderte von Arbertom das Bauen, Pflastern und Tünchen gelernt haben. Dieses Arbeitsgebiet ist für die Juden um so wichtiger, als bisher darin tausende nichtjüdischer Arbeiter beschäftigt sind. ,v p a r t c 1 Das Hauptbüro der ״rliüicliutite in Berlin sendet uns nachfolgendes Commur.ique נ In Anbetracht de/ Verurteilung von 37 <Jcr.or.oei1 der zionistischen Arbeitspartei ״Zci're-Zio»“ (Hiiachdui) Rußland!» durch das Revolulioustribi:!־.:.! in Kiew, 11,'iit cs das Hauptbüro der llitachdiit für notwendig, sich mit der folgenden Aufkl.’inmg an die jüdische und jiiciitjCdischc (?Öffentlichkeit zu wenden. Anfang Mal versammelte sich In Kiew die ordentliche jahreskonferenz der z.c'irc-zionistisdien Partei, des russischen Landesverbandes der Hiiachdut. rdlk'i ist die zionistische Bewegung i!» Sowjctrußland nicht legalisiert, so daß die Konferenz illegal zusammciiirci:» mußte. Durch die Spioiiagctütigkcit der Jewscktion (Jüdische Sektion der Kommunistischen Partei) Ist die Konferenz kurz vor dein Schluß ihrer Tagesordnung von den Beamten der G. P. U. (außerordentlichen Kommission) verhaftet worden, so daß die Genossen gezwungen waren, Ihre Arbeit im Gefängnis* ־zu Ende zu führen. Das Uiiteisuclnmgsverfaliren hat so geringes Belastung?- material zu Tage gefördert, daß die verhafteten Genossen nach einem Monat entlassen wurden, und cs war sogar Grund genug vorhanden, anztmehmen, daß das Verfahren werde eingestellt werden müssen. Aber die Jewscktion, die an der Inszenierung eines großen politischen Prozesses gegen die ״jüdische Konterrevoiution“ brennend interessiert war, hat durch Druck auf die Kreise der Sowjetregierung die Durchführung des Verlalirens durchgesetzt;! r! Der Prozeß, der Ende August in Kiew stattfand, hat innerkalb den jüdischen Volksmasr.cn ein hohes Interesse und lebhafte Teilnahme hervorgerufen, die gerade im Verlauf der letzten Jahre die hohe Bedeutung der r.ationnlen und sozialen Arbeit ’der Zei'rc-Zion in Rußland und der Ukraine besonders hoch zu schätzen gelernt haben. Vier Tage hindurch hat das Revolullcmsfribuna! sich' angestrengt, das ״konterrevolutionäre Wesen“ der zeirc-zionistischen Bewegung zu enthüllen, um irgendwie wenigstens das vorbereitete und von der Jewscktion inspirierte Urteil zu begründen. Die Anklage hat mit der phantastischen Argumentation gearbeitet, die eine wie auch immer geartete Verbindung zwischen den Angeklagten und den militaristischen Best rebungen des Herrn Jabotinski konstruiert oder ihre Beziehung zu den Abmachungen zwischen Herrn Jabotinski und Pdijtrra fcststcllt, obwohl auch die weiteste Oeffentlichkcit zur Geniige darüber informiert ist, daß gerade unsere Partei, von ihren zentralen Körperschaften aus und in allen ihren Lokal- Organisationen, die dort erwähnten Bestrebungen aufs schärfste bekämpft und zu dem verantwortungslosen Versuch eines Abkommens mit der Pogromregierung eine ausgesprochen feindliche Stellung cingcnommen hat. Dagegen sind die übrigen Punkte, auf die sich die Anklage stützt, in keiner Weise phantastisch. Unsere Genossen haben während des Prozesses weder ihre Stellung zu Palästina noch auch ihre Arbeit auf dem Gebiete der Erneuerung unserer nationalen Kultur verleugnet. ״Unsere Schule muß national, ihre Unterrichtssprache hebräisch sein“, haben die Genossen vor den! Gerichtshof erklärt Man hat die Genossen fernerhin dos ״Verbrechens“ beschuldigt, Anhänger der national-personalen Autonomie zu sein. Unsere Genossen haben nicht einmal zu leugnen versucht, daß die national-personale Autonomie eine der Hauptforderungen der jüdischen Volksmassc in der Diaspora und unseres Pro■ gram ms darstellt. Dennoch mußte ob« Venlrtcilung auf Grund dieses Sach׳ Verhaltes unmöglich erscheinen, sobald nicht das geringste aktenmäßige Material vorlicgt, das auf eine Bestrebung zum Umsturz der in Rußland bestehenden Ordnung hindcutct, Und trotzdem hat man sich mit diesem Material und diesen Beweisen begnügt, um unsere Genossen teils zu Längerer Zwangsarbeit und 12 von ihnen sogar zu strenger Isolicrliaft zu verurteilen. Nicht das Urteil an und für sich, das im Verhältnis zu anderen vielleicht noch ■nicht als allzu hart bezeichnet werden kann und nicht die Gefahr, die unseren Genossen droht, rerursacht die tiefe Empörung in unserer Bewegung in alten Ländern. Unsere russischen Kameraden haben mehr als einmal Verfolgungen und Zwangsmaßnahmen unter dem znristi sehen Regime wie unter der Herrschaft der konterrevolutionären Generäle erlebt, In unterer Erinnerung kbt noch frisch das Gedächtnis jener Genossen, die als Mitglieder der jüdischen Selbstwchr die Opfer der Denikiitsehcn f tecre geworden sind und der 2ö erschossener» ,,Zc'irc-Zion“ von Pmsk, deren Schuld darin bestanden hat, daß sie versucht haben, eine Hiifsorgani sation für die wirtschaftlich zusnmmengcbrochcnc jüdische Bevölkerung zu schaffen. Der Schwerpunkt des Prozesses von Kiew liegt nicht ini Urteil, sondern im Prozeß selbst, Das war kein Strafprozeß, sondern ein Akt politischer Rache seitens der Jewscktion, die ihre Machtlosigkeit gegenüber der nationalen Bewegung der jüdischen Volb.massen erkannt hat, In Kiew hat man nicht die 37 Genossen, sondern unser gemein sames Ziel, das Ideal der nationalen und sozialen Befreiung des jüdischen Volkes verurteilt. Unsere russische ßruderpartei ist unter den schwersten Bedingungen diesem Ideal treu geblieben und wird es auch in Zukunft bleiben. Sie hat nach der Rcproduktivicrung des jüdischen Volkslebens, nach der Erneuerung unserer nationalen Kultur und Sprache, nach dem Aufbau cL..'■; jüdischen sozlalistisehen Zentrums m Pal;!:t'.ua, nach der Cranlslerung unserer Arbeitcrpionicre für diese.!! Au»>.m <־;■:׳.i. H:,;-, eie hat hartnackig die konstruktive Kilfcleirte,״' ״.־.* die halb verwüsteten Städte und Städtchen der Ukrdu; organisiert, sie hat die jüdische Sclbstwehr zum Kampf gegen c'c!» Bar.dillsmus geschaffen, an den Aktionen ״egen die Hungerkatastrophe teilgenommen, eine Anzahl ländlicher und städtischer Arbeitergcnossenschaften gebildet usw. Diese ganze Arbeit, die unter tlea unerhört schweren Bedingungen der illegalen Partei«;»,tau geführt werdet! muß, versucht man .113 die , jüdische KtwtcrRvoJülioa״ hiiraistellen. Wir appellieren r.icht ms diejasi; Strafrichter unserer Bc.wc;p::vg. va» r, dk* Gerechtigkeit bei <!■;;!«?,!,;•-;1er de mente des jüdischen Volkes w.ite■;׳;,׳:; Villa den jüdischui, Ate . teu U!!and werden allem zum Trotz ihre Arbeit fort sehen. Aber wir wünschen, daß die jüdische und die niclitjiiclischc Ocffer>tiehkeit der ganze» Welt, vor allem die Sozialisten aller Länder die Grundlage» für die gerechte Bewertung einer in Wahrh;it reaktionärer» Politik finden, der jedes Mittel recht ist, nRI die Freiheitsbewegung des jüdische» Volkes zu ersticken. Zar Lnjjc der Jeden in Sowjet-Rußland (J. P.Z.) Ein hochgestellt«1? jüdisches Mitglied da russischen Regierung, das kürzlich 1-ondon besuchte, te.ltc einem russische!» Freunde interessante Tatsachen be/ngiid! des jüdischen Lebens in Rußland und der Ukraine mit, die der ״Jcwish Chroniclc“ veröffentlicht, Darnach müsse ein scharfer Unterschied zwischen dem jüdischen Leben in den beiden Ländern gemacht werde». In Rußland und speziell in Mos. kau, wo jetzt 200,003 Juden leben, genießen dieselben nicht nur volle Rechte, sondern machen auch gute Geschäfte. Es gibt viele reiche Leute unter ihnen, deren Wohlstand bcträclu. liehe Summen selbst in Pfuml oder in. Dollars ausmacht. Während in Rußland die Juden nicht in den Hunger-Distrikten wohnen, habe» die Juden in der Ukraine unter dem Hunger und Massakern zu leiden, Der Eutscheid der Sov.־jct-Rcj»icrun״ eclocli, die Po g rom - B a nd i ten als Mörder und nicht als politische Verbrecher zu behandeln, hat cs ermöglicht, sit der strengsten durch das Gesetz zugclasscncn Strafe zu unterwerfen. Solche Maßnahmen führen zu ihrer allmählichen Ver• tilgung. Der Wiederaufbau i» der» jüdischen Ortschaften sei bereits im Gange. Der Sowjctrrgienwg mißfallen die Methoden des jüdischen Kommissariates und sic widersetzt sich der Unterdrückung jüdischen Kultur- und. Gemeindelebens, fur welche die jüdischen Kommissariate allein verantwortlich sind. Ihre Tätigkeit mag in einem späteren Zeitpunkt unterdrückt werden, aber gegenwärtig hat die Zcntralregicning ihre Hände nicht frei, um eine Kampagne gegen die jüdischen Kommissäre zu führen. Die jüdisch-kommunistische Sektion führt durch die ihr gehörende Presse den Kampf gegen die nichtkommunistischen Juden mit Energie fort. Zurzeit bekämpft sie die Gesellschaft Idgcskom (jüdisches gesellschaftliches Ko. mitee), das für die jüdische Gcsamtwohlfahrt sorgt. Die jüdisch-kommunistische Presse glaubt, daß die Gesellschaft keine Berechtigung hat, für besondere jüdische Spitäler, Dar. lehcnskassc!» usw. könnte das jüdische Kleinbürgertum selbst sorgen, die Kiutlcrhilfc müsse sielt aber absolut in den Hindin! der Kommunisten befinden. Die kommunistisch-jüdische Zd. tung ״Emcth" in Moskau bezichtigt den Zionismus der koiitcr•׳ revolutionären Gesinnung. Sie begrüßt die Verurteilung der Zclrc-Zion in Kiew, sowie die Liquidation des Hcchaluz. Nicht nur die bürgerlicher» Zionisten, sondern auch die von ihnen inspirierten sozialistischenOrgani. sa t io n e n müßten verschwinden, ln Minsk und Moskau sind wiederum Repressalie!» g^gen die Zionisten vorgekommen. Es soll gegen hervorragende Zionisten ein Prozeß vorbereitet werden. Einer der Führer ist bereits verhaftet worden, andere habet» sich dieser Gefahr durch die Flucht entzogen. All diese Verfolgungen werden infolge des politischen Druckes der jüdischen Kommunisten auf die Sowjctrcgierung veranlaßt Auch gegen die orthodoxen Kreise werden strenge Maßnahmen getroffen. Ende September hat die Regierung auf Wunsch der jüdischen Kommunisten die Schließung aller jüdischen religiösen Schulen m Tschernigow verfügt. Auf der anderen Seite sind die jjddischistischen, vor» den Kommunisten unterhaltcncr» technischen Lehranstalten und Elementarschulen in Gefahr, geschlossen zu werdet», Da ir» letzteren nicht mehr russisch gelehrt wird, könne!» die Absolventen nicht in die höheren russischen Schulen ausgenommen werden. Die jüdischkommunistischen Kreise sind daher bereit zu konzedieren, daß in diesen Schule!» auch in russischer Sprache Unterricht erteilt wird. Auf der ״unparteiischen Arbeiter-Konferenz*, die 19 Odessa, in Anwesenheit von 420 Delegierten abgchaUen wurde, ist u. a. n;uch die Frage wegen des Kampfes mit dem Kkrw kalismus und Kleinbürgertum behandelt worden. Auf V0& schlag der jüdischen Sektion svurde eine Resolution angenommen, den ״Makkabi“ zu liquidieren» Verbot zionistischer Ictatigang in Irlcotsk Moskau. (j.C. B.) Bis in die letzte Zeit hinein wir Irkutsk die einzige Stadt m <Ie!1 Sowjetrepubliken, in der di« zionistischen Organisationen legalisiert untf deren Betätigung nicht behindert war. Ernte August haben die Zionisten in Irkutsk die Behörden 11m die Bcwil'i.gurvg gebeten, aus Anlaß des 25-jälirigcn Jubilätims des 1. Ziomsteckongrcsses eine öffentliche Versammlung zu veranstalten. Die Behörden haben aber die Bewilligung ver-, weigert, und die Gcsuchstcilcr wurden verhaftet. Nach zwo tägiger Haft wurde» die Verhafteten befreit, wobei sic »w verpflichte» mußten, sich in Zukunft jeder zionistischen Betätigungzuenthalten. Saatgetreide für die jüdischen Kolonien in Rußland Moskau. (J. C. B.) D'.e Gesellschaft lea sandte w* einiger Zeit durch die Vermittlung der Nanscn-Organisaüo! 10 000 Pud (1 Pud ~ 16 kg) Snatgetreide .11» die jüdischen landwirtschaftlichen Kolonien In Siklrußland und in der Ukraine. Der Ica-Verirctcr in der Ukraine, Herr Lubarsky, verteilte das Saatgetreide unter die jüdisdien Kolonisten gegen die srhnnliehe Verpflicht!!!!«*, den Gegenwert für das Getreide in Rate״ abzuzahlen. Aus Anlaß dieser Verteilung entstanden Meinung*• Verschiedenheiten zwischen dem 1 ca-Vertreter und dem Vertreter der ukrainischen Regierung, Herrn Baschkowitsc״. der sich gegen eine Ausfotgung des Getreides an die Kolonisten in dieser Form aussprach und die Kolonisten zwingen wo.ltt das Saatgut persönlich in bar zu bezahlen. Das Saat gut wim gegenwärtig durch die lokalen Hilfskomitees unter Beteilige? vo!» Vertretern der Nansen-Organisation und des Idgeskom verteilt, wobei den Kolonisten keine schriftlichen Verpm®׳ tungsschrciben abgefordert werden. die vg! EICH imaßcn, ir nicht!1 sich diejenigen Eiediu keinerlei Rückhalt Ctetotecrt M Rtel- ' ' Propaganda für weißen Terror In Rumänienln dt« letzten Tagen wurden zahlreiche von Professor Vergib!» pescu Unterzeichnete Flugblätter in großer Anzahl in riiinänien verbreitet. Die FlugVättcr rufen zur Gründung einer Christlichen National liga auf, welche nach da■ Beispiel uivJ den Methoden der ״Erwachenden Ungar«“?,nC” sc:׳c1»anntcn ,.Christlichen Kurs“ in Rumänien inauguriere voll Der Verfasser des Flugblattes empfiehlt eine enge »er־ bi ruh mg mit den Rudapestcr Führern des weißen Terrors. L׳v ’ttdische Föderation hat sich wegen diese* Vorfalls an ®ן cgienuifjj gewandt und uni Gegenmaßnahmen ersucht (J-'׳■״״' wÄ tun» clui Ein n!n tal lieh ver( der rirU tli< rc. die‘. Die pun־ die sich. die bild Oe» dies ven: 000 che ied fm we tun wu des re , hu! En nie E!r es me sin mli üb! he! gel ׳ da! ein ge«, Lo Zu; ena in 1׳ Kl. Tr1 eit י ge: Sit »hi tre im1 du Za 11a ( lir be zu; VC V Lc Ä׳; dir ht di fr׳' K a ■ V׳ ra TU vSi r> H d