Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 83 (20.10.1922)
- Date
- 1922-10-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 552 JUEBI SCHI! RUNDSCHAU Nr, 13 Deutschland Grundsätzliches zur zionistischen Gemeindepolitik Anläßlich der Verordnung des Sächsischen Kultus- Ministeriums haben wir uns an dieser Stelle mit der Frage beschäftigt, ob für die deutschen Juden das politische Bündnis mit bestimmten politischen Oruppcn naturgegeben sei und haben diese Fragen verneinen zu müssen geglaubt. Es hegt nahe, im gegenwärtigen Augenblick, wo wir in Berlin im Laufe des Winters teilweise Neuwahlen in der Gemeinde haben werden, auch einmal die Frage zu!erörtern, wie wir Zionisten uns zu den anderen j ü - d i s c 11 e n Gruppen verhalten, die heute in den Repräscntantenversammlungcn und in Vorständen der jüdiscliat Gemeinde sitzen. Es ist ein Beweis für die seltsame Situation des deutschen Judentums, daß heute in den Gemeindestuben Liberale, Konservative und Zionisten sitzen, Gruppen, die von einem ganz verschiedenen Standpunkt aus zum Judentum Stellung nehmen. Konsequenter wäre es, wenn wir entweder nur Liberale und Konservative oder nur Zionisten und Nichtzionisten hätten, wenn wir also entweder die religiösen Fragen zum Schiboletli machen würden, an dem sich die Partcinicinungen trennen, oder die allgemeinen Fragen des Judentums, insbesondere die nationale. In Wirklichkeit sind ja die Gegensätze zwischen Liberalen und Konservativen nicht einmal religiöser, sondern großenteils nur nodi ritueller Natur. Beide Riehtungen entstammen Anschauungen, die aus dem emanzi* pierten, sich bereits im Assimilationsprozeß befindenden Judentum stammen. Beide Richtungen sind nicht zurück- Zufuhren auf Anschauungen, die im Judentum vor der Emanzipation lebten. Das liberale Judentum wird gctragen von dem Gedanken einer zeitgemäßen Anpassung der Inhalte und Formen des Judentums an die uns umgebende Kultur, Wissenschaft und Bildung. Die Konservativen, die nicht weniger in deutscher Kultur und Bildüng wurzeln und ebensowenig gewillt sind, irgend etwas aufzugeben, was im Laufe der letzten 100 Jahre auf das deutsche Judentum gewirkt hat, wünschen doch, in den Formen des jüdischen Lebens und Gottesdienstes den Zusammenhang mit dem historisdien Judentum! stärker zu betonen. Aber sie sind unendlich weit von jenem ganzen Judentum entfernt, das unsere Vorfahren vor der Emanzipationsbewegung besaßet! und das in manchen Teilen des Ostjudentums noch heute lebt. Wir Zionisten sind bei diesem Gegensatz nidit in erster Linie interessiert. Wir haben stets einen Unterschied zu machen verstanden zwischen der Assimilation als einer bewußten Tendenz zur Aufgabe, jüdischen Volkstums und der Assimilation als der drohenden Folgewirkung des Lebern im nichtjüdischen Milieu. Wir haben stets in schärfster Weise gegen alle Versudie gekämpit, die von liberaler Seite gemacht wurden, um den drohenden Assimilationsprozeß zu fördern. Wir haben stets alle Versuche unterstützt, die dahin gerichtet waren, Dämme gegen die Flut der Assimilation zu bauen, den Gottesdienst zu beleben, jüdische Schulen zu schaffen, die hebräische Sprache zu pflegen. Aber wir unterscheiden uns grundsätzlich von jenen beiden Gruppen. Auch der Zionismus ist nicht vorstellbar ohne die Emanzipation, ohne die innige Berührung des jüdischen Volkes mit der Kultur und dem Leben des modernen Europa. Aber der Zionismus lehnt es ab, das Problem, das dem in der europäischen Umwelt lebenden Judentum gestellt ist, auf •dem Wege eines Kompromisses aus der Welt zu schaffen. Wir glauben an keinen Weg, der die nationalen Wesensteile des Judentums vernachlässigt und ein Gemisch von deutscher Kultur und jüdischer Tradition zu schaffen sucht, bei dem es im Grunde nicht so entscheidend ist, welche Bedeutung man noch der Tradition beimißt. Unser Streben ist, wieder zu einem ganzen J udentum zu gelangen, zu einem wirklich jüdischen Volksleben auf allen Gebieten, auf denen ein Volk zu leben pflegt, und wir glauben nicht, daß das in der Zerstreuung möglich ist. Wir haben aber auch längst erkannt, daß bei aller Entschiedenheit, mit der unser Blick nach Palästina gerichtet ist, wir doch die Aufgabe haben, hier zu wirken, das Judentum des Galuth so stark wie möglich zu machen, um auf diesem Wege jenes Reservoir lebendig zu erhalten, aus dem noch für lange Zeit die Kräfte für Palästina fließen werden und in das hinein, wie wir hoffen, dereinst die Ströme sich ergießen können, die ein neues und starkes Leben in Palästina dem Galuth senden wird. 1 Hält man sich diesen Gedanken wieder vor Augen, so erkennt man auf der einen Seite die grundsätzliche Trennung zwischen unserem Standpunkt in Gemeinde• Angelegenheiten und dem der, anderen Gruppen. Die Forderung der jüdischen Volksgemeinde ergibt sich für uns mit zwingender Notwendigkeit. Auf der anderen Seite aber wird klar, daß zwischen uns und den konservativen Grupp-cn eher eine Möglichkeit für ein Zusammengehen gegeben ist, als zwischen uns und den Liberalen. Wir wünschen zwar die Fbrtentwicklung, glauben auch, daß die jüdische Kultur, <hc im ganzen Mittelalter sich in sündigem Flusse bc■ fand, auch weiterhin sich zu entwickeln haben wird, Aber wir glauben nicht an die Möglichkeit, in um historischer, größtenteils von nichtjüdischen Gedanken beherrschter Form dies tun zu können, wie cs die heu* tigen Liberalen versuchen. So führt es häufig dazu, daß die konservativen das noch bestehende Judentum mühsam erhaltenden Elemente und die revolutionären Kräfte des׳ J Zionismus, der ein völlig anderes Bild vom Judentum zu , verwirklichen sticht, sich im Leben der jüdischen Gemein- \ den zusaminchfindcn, jene, weil sie alles erhalten j wollen, was an jüdischen Werten, Inhalten und Formen i noch lebendig ist, wir, weil wir die Erhaltung der j Diaspora mit einem möglichst eterken Judentum für ן «ine Voraussetzung für den Aufbau von Palästina halten,; und die Entwicklung ln Palästina noch nicht so weit ) gediehen ist, um uns die Möglichkeit zu geben, wirklich! mit neuen Inhalten neue Formen zu schaffen oder, mit 1 anderen Worten gesagt, dar. historisch gewordene Juden• I tun! in einer Weise fortzubilden und zu entwickeln, die : der jüdischen Vergangenheit würdig ist. Wenn auf der. «inen Seite bei den Konservativen C3 stell um die einfache Erhaltung des überlieferten Judentums handelt, wenn auf der anderen Seite bei den Liberalen die■ Fort- «ntwicklung des Judentums auf Grund fremder Gedanken •und ohne Verständnis für die Zukunft geschieht, so wollen wir die Fortentwicklung des Judentums als ein Ergebnis eines wieder erstarkten jüdischen Lebens im jüdischen Milieu Palästinas. Das Bündnis, das etwa heute in der Gemeinde zwischen Zionisten und Konicrvativen bestellt, ist kein notwendiges, kein naturgegebenes, aber die Gemeinsamkeiten beider Richtungen sind Grund genug, und die Differenzen, die beide Riehtungen vom Liberalismus trennen, sind bedeutend genug, um auch künftig ein Zusammengehen möglich zu machen. Fritz Löwenstein. Die Berliner Gcracindcwehfcn Die Wahlen für die Rcpräscirtantcnversammfung der Berliner Jüdischen Gemeinde sollen, wie verlautet, bis Dezember verschoben werden. Wie wir erfahren, werden von verseiltedenen Seiten aus den Kreisen der beteiligten Parteien Versuche gemacht, zu einer Vereinbarung zu gelangen, um einen Wahl* kampf zu vermeiden, der gerade Im kommenden Winter nicht erwünscht wäre. Oegcn einen Wahlkampf wird vor allem geltend gemacht, daß die großen Mittel, die von allen Parteien aufgewendet werden müßten, besser für die notleidenden jüdi• sehen Institutionen verwendet werden könnten, und daß anderer• scits auch die öffentliche •Auseinandersetzung mit den nun einmal in jedem Wahlkampf unvermeidlichen Schärfen in der gegenwärtigen ohnedies erhitzten politischen Atmosphäre Berlins neuen Zündstoff schaffen könnte. Die Verhandlungen wegen des Kompromisses gehen von der fast allgemeinen Ucbcrzeugung ans, daß sich auf Onmd der Erfahrungen das voraussichtliche Ergebnis eines Wahlkampfes beinahe mit völliger Sicherheit Voraussagen läßt. Die Aussichten zu Kompronußverhandlungen werden noch verschieden beurteilt, doch wird schon in den nächsten .Tagen eine Entscheidung fallen müssen. Von dem ״Poale Zion'LBüro In Berlin erhalten wir nach• stehende Zuschrift: Anläßlich der bevorstehenden Repräsentantenwahle« zur Jüdischen Gemeinde Berlin haben bekanntlich Besprechungen' über ein evtl. Kompromiß stattgefunden. Die Jüdisch-Sozialdemokratische Arbeiterpartei Poale-Zionin Deutschland, die bekanntlich an den verflossenen Ocmelndewahlcn mit einer eigenen Liste teilgcnommcn hat, legt Wert darauf, mitzutcilcn, daß sie zu diesen Besprechungen bisher nicht cingelade» worden ist und an ihnen bisher auch keinen Anteil genommen hat. Sie beabsichtigt auch diesmal wieder, mit einer eigenen Litte in den Wahlkampf einzugreifen. Ein amerikanisch ־ Jüdisches Büro in Berlin Das ,,Jüdische Morgen Journal", New York (״The Jewish Morning Journal“), eines der größten amerikanischen jiddischen Tageblätter, hat dieser Tage in Berlin ein Europäisches Büro eröffnet. Das Blatt folgt damit dem Vorbild mehrerer großer amerikanischer Tageszeitungen, wie ״Chicago Tribüne“, ״New Yorlt-Herald“ usw., die schon längere Zeit in Europa eigene zentrale Büros haben, die nicht nur den Interessen der genannten Blätter dienen, sondern auch ein Treffpunkt für alle Europa bereisenden Amerikaner sind. Das Morgenjournal ist das erste jüdische Blatt, das einen ähnlichen Versuch unternimmt. Sein europäisches Büro in Berlin soll aber nach den Intentionen seiner Oründer nach die besondere Aufgabe haben, einen engeren Kontakt zwischen europäischem und amerikanischem Judentum schaffen zu helfen. In den Räumen des Büros soll ein Treffpunkt für Juden beider Weltteile sein, wobei sich vielfach Gelegenheit zu ganz persönlichem Meinungsaustausch bieten wird, der eine gegenseitige Annäherung nur fördern kann. Scllstverstündlich wird das Büro auch den amerikanischen Landsleuten alle Informationen und die für Reisen in Europa heute nötigen Winke erteilen und ihnen insbesondere bei der Herstellung einer schnellen Verbindung mit ihren Angehörigen in Ost• curopa behilflich sein. Auf der anderen Seite steht das Büro allen europäischen, insbesondere osteuropäischen Juden zur Verfügung, die Informationen über Amerika brauchen oder ihre Angehörigen in Amerika ausfindig machen wollen, Das europäische Büro,־ das von unseren! Redakteur besichtigt wurde, ist angenehm eingerichtet und ־enthält ein Lese* zimmer, wo jüdische und amerikanische Zeitungen aufliegen. Der tatkräftige Leiter des Büros, Herr Zukermann, der bereitwillig jedem Besucher Aufklärungen gibt, erklärte sich auch bereit, die Räume eventuell für Sitzungs zwecke gelegentlich zur Verfügung zu stellen. Wir begrüßen die Vertretung des amerikanischen Blattes in Berlin und betrachten das Unternehmen als' einen Beweis, daß das Bctltirfnis nach gegenseitiger Annäherung , zwischen aiucrikani•. schem und europäischem Judentum auf Heiden Seiten deutlieh empfunden wird. Wir hoffen und wünschen, daß den Gründen! des Berliner Büros des ״Morgenjournal“ Ihre Ab• sicht, zu diesem Ziel beizutragen, gelingen wird. Das europäische Büro des ״Morgenjoumal“ befindet sich in der Breites Ir, 8/9, 10 der Nähe 'des Schloßpiatzcs, tm *ehemaligen Ocbäudc der ״׳Freiheit“. 1 Der Sisßtsgerldiisliol über den Antisemitismus In den vom Präsidenten des Staatsgcrichtshofes,Hagןn, vorgetragenen Gründen für das inzwischen ergangene, aus de•! Tageszeitungen bekannte Urteil gegen die RaJicnaiimördtJ heißt es wörtlich: ״Hinter den Mördern und Mordgehilfen aber erhebt!<־ der Hauptschuldige der vc r a n t wo r tun g 810 ' fanatische Antisemitismus sein verzerrtes Qtslcht Ein Beispiel dafür ist, daß er Juden als solche ohne Rück, sicht auf die Person schmäht und so Mordinstinklc jn "‘י klare und unreife KCofc sät. Möge der Opfertod Kathen״,״' der sich wohl bewußt war, welchen Gefahren er mit Ucbel.’ nähme seines Amtes entgegentrat, mttec die Aufklärung, i', diese Verhandlung über die schrecklichen Folgen gewusst» loser Verhetzung gebracht hat, und mö״c schließlich Brief der ehrwürdigen Mutier des edlen Toten dazu dient» die verpestete Luit in Deutschland zu reinigen.“ 1 Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für ji. Angeklagten begründete der Kcichsgcrichtsliof wie folgt: {j, kann dahinstehen, ob antisemitische Gesinnung überhanpt”ah politisches Moiiv angesehen werden kann, aber auch politische Verbrechen können in der Ausführung und in den Bewer. gründen gemein und ehrlos sein; das trifft hie, in vollem Maße zu.“ Ukraine Verbot konfessioneller Schalen Moskau. (J.C. B.) Das Justizdepartement der ukraini. sehen Sowjetregierung erläßt eine Verordnung, nach welcher sämtliche rel i giöscnu»d1tonfessio<1ellen$chu|eg für Kinder und jugendliche unter 18 Jahren zu schließen sind. Alle Kreisbehörden wurden aufgefordert, die Verordnung sofort zur Ausführung zu bringen und jede Verletzung derselben zu bestrafen. In der Verordnung werden Chcdarim und Jeschi, both ausdrücklich als unter das Verbot fallend genannt. Auslieferung einer Pogrombande verlangt Moskau. (J.C. B.) Die ukrainische Sowjetregienu* richtete eine Note an die polnische Regierung, in welcher die Auslieferung einer Räuberbande gefordert wird, welche im ver. gangenen Sommer in Podolicn operiert hat, am 10. September abermals aus Polen cingcdrungcn und dann wieder nach Polen geflüchtet ist. In der Note wi id u. a. mitgeteilt, daß die Räuber in Wctscliowki drei Juden, in Jewtuschkowo einen Juden er• mordet, ferner in Makow und Letitschew die jüdischen Häuser ausgeplündert haben. Der Führer der Bande ist der Ataman Oeltschewski. Ditaqen Die bisherigen Resultate der Sejmwahlea Kowno. (J.C.B.) Obwohl in ganz Litauen die Wahlen schon am 12. Oktober beendigt waren, liegen bis heute noch keine endgültigen Resultate vor. Nach offiziellen Mitteilungen sind bis jetzt die Wahlresultatc aus mehreren Wahlbezirken mit insgesamt!/* Millionen Wählern festgcstellt. Aus diesen Ziffern kann man ersehen, daß die herrschende Partei der .christlichen Demokrat ca 37 % der Stimmen, die Volkssozialisten 20 »0, die Sozialdemokraten ungefähr 10 0',״, die Vereinigte j ü dische Wahlliste 8 °/0, die Polen 7 0/0, die linke Arbeiter• gruppe (Kommunisten) 7*/0, die konservative Gruppe ״Po• schanga" 4 °/0 der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt haben. Es läßt sich schon heute fcststcllcn, daß die Christ• liehen Demokraten ihre bisher überwiegende Mi• jorität verloren haben und daß im künfligen Sejm eine sehr starke linke Opposition auf den Plan treten wird. Die Polen, die mit zwei Listen (Bürgerlicher Block und Arbeiter• block zu einem technischen Wahlblock vereinigt) zur Wahl gosch ritten sind, haben, obwohl sie an Bevöllcerungszahl weit hinter den Juden zurückstehen, die gleiche Anzahl Stimmen wie die Juden aufgebracht. Wegen der Unentschlossenheit mancher jüdischen Kreise gingen zahlreiche jüdische Stimmen durch Zersplitterung verloren. In den größeren Städten, wie z. B. in Kowno, sind überhaupt nur 50 °/0 der jüdischen Wähiei zur Urne geschritten. Die allgemeine Wahlbeteiligung erreichte 60 °/0. Die Zahl der jüdischen Deputierten kann vorläufig noch nicht angegeben werden; bisher ist ein jüdischer Deputierte! hn Kownoer Kreis sichergestcilt. Auf die jüdischen Parteien verteilt sich das Stirn• mcnvcrhältnis wie folgt: In Kowno: Zionisten 3307; Orth» doxe Gruppe ״Achduth“ 1051; Folkistcn 875. Ita Schawli! Zionisten 1280; Aciiduth 199; Folkistcn 248. In Keidang: Zionisten 650; Achduth 87; Folkistcn 13. Das gleiche Ver• hältnis besteht in den anderen Wahlkreisen. Es gibt keine jüdischen Professoren Kowno. (J.C.B.) Wie die Schulabteilung des Mini• steriums für jüdische Angelegenheiten mittcilt, haben sich auf die drei freien jüdischen Lehrfächer an der litauischen Uni- .versität in Kowno bis jetzt keine Professoren gemeldet, so daß mit der Wahrscheinlichkeit zu rechnen Ist, daß in diesem Semester die Fächer für jüdische Literatur, Geschichte und semitische Sprachen unbesetzt bleiben. 60. Geburtstag Rüben Bralnini. Im Oktober findet in New York aus Anlaß des sechzigsten Geburtstages des hebräisehen Schriftstellers Rüben Br a in in, eines der Pioniere der modernen hebräischen Literatur, eine große Festlichkeit statt, an welcher sich die Vertreter des jüdischen Schrifttums in Amerika hervorragend beteiligen. ג1זז bri B*1 C< Sa uni aß! M« Ve! wii lttl Bei ent spr es» die all ' Re d e 1: (AI׳ I Die, Me g־« trei; WP mit• SC 1 Na*. Int Dil, köi b« De, jü.‘ >1 jirt de.. de! H ge• an irr di ן m! bc ,J U w rr. » Auswanderung aus Argentinien nach Palästina Buenos Aires. (J,C. B.) Das offizielle Organ der zionistischen Organisation Argentiniens stellt fest, daß sich in den letzten Jahren in Argentinien ein starker Drang zur Emigration nach Palästina bemerkbar macht. Eine Anzahl argentinischer Juden sind bereits früher nach Palästina abgewandert, aber erst jetzt nimmt die Bewegung breitere Formen an. Die zionistische Zeitung regt die Bildung von Emigration sgreppen an. Landsmannschaft Odessaer Juden in Schanghai. I״ Sdianghai wurde eine Landsmannschaft dort wohnender Odessaer Juden zwecks Geldsammlung für die jüdischen Opfer der Hungersnot in Odessa gegründet. Die Landsmann• Schaft hat bereits durch eine Spczialabordnung einen größere» Lebensmittcltransport nach Odessa abgeschickt. (J.C.B.) Hitachduth-Konferenz in Polen. Die erste Land«• konfereuz der Hitachduth in Polen findet vom 22. bis o. Oktober in Warschau statt. (Ziko.) Das Joint Distribution Committee hat die Summe von 10000 Dollar für das Hilfsverk in Smyrna zur Verfügung gestellt. n J lr, v; il t V: V i v c 1,