Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 83 (20.10.1922)
- Date
- 1922-10-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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lirntrr strn rwn rrscrrA13>* A* A ,«* A׳. 4/ 'v׳H/*( ״>-. )•״־! Der Unterzeichnete Finanzauschuß, der vom Delegiertentag in Kassel gewählt worden ist, hat sich eingehend mit der Frage beschäftigt, in welcher Weise die Einnahmen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland dem gesunkenen Geldwert und zugleich dem vergrößerten Aufgabenkreis, der sich insbesondere aus der Notwendigkeit intensiver Propaganda-Tätigkeit ergibt, angepaßt werden können. In Übereinstimmung mit dem Landesvorstand sind wir einmütig zu dem Ergebnis gelangt, daß die Zionistensteuer in noch weit höherem Maße als bisher die finanzielle Grundlage der Arbeit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland werden muß. Damit sie zu dem wirksamen finanziellen Instrumente, das uns unerläßlich ist, ausgestaltet werden kann, ist eine Vermehrfachung ihrer bisherigen Ertrage erforderlich. Diese wird nur herbeigeführt werden können, wenn nicht nur der Kreis der Zionistensteuerzahler erheblich vergrößert wird, sondern auch die bisherigen Zeichner ihre Zeichnungen ganz wesentlich erhöhen. 055=0 Unter den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen ist ein Wirtschaften mit einem Jahresetat ganz unmöglich. Die Zionistcnstcuer muß deshalb in Zukunft vierteljährlich gezeichnet und erhoben werden. Wir haben eine Arbeitskommission eingesetzt, die jedes Vierteljahr einen Index feststellen wird, nach welchem sich die neuen Zionistensteuer• Beiträge erhöhen oder, falls etwa die Kaufkraft des Geldes wieder größer werden sollte, ermäßigen. cRas Für das IV. Quartal des Jahres 1922 haben wir die Steuerstufen wie folgt festgesetzt*. 1. Stufe ... I 200 M. vierteljährlich I 3. Stufe .... 1000 M. vierteljährlich 2. Stufe .... 400 M. vierteljährlich I 4. Stufe .... 2000 M. vierteljährlich ] 5. Stufe .... 3000 bis 5000 M, vierteljährlich und mehr. Wir richten an alle Gesinnungsgenossen die dringende Aufforderung, unverzüglich auf Grund der vorstehenden Festsetzung ihre Zionistensteucr-Erklärung für das IV. Quartal des Jahres 1922 abzugeben und sofort auch den Steuerbetrag an die Zionistische Vereinigung für Deutschland (auf Postscheckkonto Berlin 8091 oder durch Postschecküberweisung) einzuzahlen. Wir hoffen und erwarten mit Bestimmtheit, daß jeder Gesinnungsgenosse sich selbst darüber Rechenschaft ablegen wird, in welche Steuerstufe er sich nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen einreihen kann. Diejenigen Gesinnungsgenossen, die bisher Zionistensteuer überhaupt nicht gezahlt haben, werden angesichts der schwierigen Situation, die sich aus den gegenwärtigen Geldverhältnissen für unsere Organisation ergibt, sich nunmehr unverzüglich zur Zahlung der Zionistensteuer entschließen müssen. Die Gesinnungsgenossen aber, die bisher bereits Zionistensteuer gezeichnet und gezahlt haben, werden — soweit irgend möglich ־— nicht nur ihre bisherige Zeichnung nach Maßgabe der vorstehenden Festsetzung dem gesunkenen Geldwert anpassen, sondern darüber hinaus sich noch in eine höhere Steuerstufe als bisher einreihen müssen. , G=0 Wir bitten unsere Gesinnungsgenossen, sich vor Augen zu halten, daß die Erhöhung der Zeichnung, die jetzt durchgeführt werden muß, nur scheinbar eine Erhöhung ist. Die Kaufkraft der neuen Zionistensteuer wird bei der großen Mehrzahl der Gesinnungsgenossen — trotz sehr erheblicher Erhöhung des Papiermarkbetrages — noch immer niedriger sein als die Kaufkraft der bisher von ihnen gezahlten Betrage. Wenn die Zionistenstcuerzeichner sämtlich nur den Betrag in Goldmark zahlten, der im Frieden durchschnittlich für die organisatorischen Zwecke der Zionistischen Vereinigung für Deutschland gezahlt wurde, so wäre unser Etat vollkommen gedeckt! Wir wissen, daß das angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht erreichbar ist. Aber jeder Gesinnungsgenosse sollte, bevor er seine neue Zionistensteuer-Erklärung abgibt, gewissenhaft prüfen, inwieweit es ihm möglich ist, seine Zeichnung der gesunkenen Kaufkraft des Geldes anzupassen und so die Fortsetzung unserer Arbeit und die Aufnahme neuer produktiver Arbeiten zu ermöglichen. . «* ׳ ...... Zionisten l Sichert die Arbeit unserer Organisation! Zeichnet und zahlt ZionistensteuerI ׳ * .־־■ , ■;י* * ־ *•■״׳'־■ י\ ד .ן . Der Finanz-Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Dcuisdilandi 1 ל V ••־׳•׳■ Georg Gerson, Berlin .r ״ Berthold Cohn, Berlin, Isaak Feuerring, Berlin, Siegfried Hirsch, Halberstadt, Alfred Jarislowsky, Berlin, Alfred Landsberg, Wiesbaden, Boris Leibowitsch, Hamburg, Willi Lipschitz, Berlin, Erwin Michel, Berlin, Meinhold Nussbaum, Nürnberg, Bruno Perl, Berlin, Willy Preis, Berlin, Alfred Schwarz, Berlin, Simon.Strauss, Cassel, Louk Tumpowsky, Leipzig, Jacob Wolff, Frankfurt cuM.