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Jüdische Rundschau · 1922-10-17 · Heft 82 (17.10.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 82 (17.10.1922)
Date
1922-10-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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׳ Seite 540 11 JL U und schädliche Einmengung Ueberfl Von 0 s t g a I i z i s c 11 e r Seite, Einer überflüssigen und schädliche« Einmengung machte sich i>r, Alfred Nossig im Morgcnblatt des ״Berliner Börsen• Courier“ vom 10. Oktober schuldig, indem er in der Streitfrage der staatlichen Zugehörigkeit Ostgalizicns so/.usagen von der liühcren Warte des fernwohnenden ״Kenners“ die Partei der Polen ergriff. Wünsche und Neigungen sind schlichlieh Geschmackssache und es soll mit l>r. Nussig nicht deswegen gerechtet werden, daß er es geradem als sclbstvcrstiiiKllieh betrachtet, daß Ostgalizien polnische Provinz werde. Aber mau muß von einem AAann, der ja auch als jüdischer Politiker gelten will, unbedingt mehr Takt und Rücksichtnahme auf die jüdischen Bewohner der betreffenden Provinz verlangen, die unseres Wissens niemals Herrn Dr. Nossig zur Stellung, nähme aufgefordert haben. Dr. Nossig stellt in seinem Aufsatze Behauptungen auf, die von den Ukrainern den Juden aufs Schuldkonfo gesetzt werden könnten, umsomehr als diese Angaben direkt irreführend und falsch sind. So behauptet er, daß sich die ukrainischen Bauern ״während der Kriegswirren der Hcrrcnländercien bemächtigt hatten“, ferner daß ״polnischerscits eine rührige Tätigkeit entfaltet wurde, um die ukrainischen Parteien versöhnlich zu stimmen“ und schließlich, daß ״wenigstens für gewisse ukrainische Kreise der Gedanke einer Verständigung mit den Polen in den Vordergrimd tritt“. Die Juden in Ostgalizien beobachten in der Frage der staatsrechtlichen Stellung des Landes strikteste Neutralität, verlangen jedoch als drittgrößte Nation im Lande die Anerkennung ihrer nationalen Rechte und Berücksichtigung ihrer Wünsche bei der endgültigen Regelung der Landesverfassung. Sogar die jüdischen Parteien in Polen versagen sich ihren ostgaluischci» Volksgenossen zuliebe jede Meinungsäußerung über die Frage Ostgaliziens. Dr. Nossig aber kennt in dieser Hinsicht keine Rücksichtnahme und läßt seiner Feder freien Lauf, ohne auch nur mit einem Wort zu erwähnen, daß in Ostgalizien Juden leben (notabene 14 0״ der Gcsamtbcvölkcrung!) und ohne licrvorzuhcben, daß diese ostgalizischcn Juden aus gewichtigen Gründen sich jeder Stellungnahme zum polnisch-ukrainischen Streit cntlvaltcn und auch von der Regierung Kcsjicklicnmg ihrer nationalen Rechte fordern. Line solche Stellungnahme, die vielleicht mancherorts im Osten als ״jüdische“ airfgefaßt werden könnte, muß von den ostgalizischcn Juden direkt als ein Rüekcnstoß empfunden werden. Herr Dr. N o ss i g , der schon früher bei schien ״Ver• mitthrngsvcrsuchcu" zwischen Polen und Juden wenig glücklich war, wird auch für diese neue Taktlosigkeit keinen Dank ernten.; Wenn diese Art Judenpolitik für die von Dr. Nossig geführte ״zionistische Reformbewegung" (so nennt sie sich selbst) charakteristisch ist, dann scheint uns diese sehr bcdcnklich. Die polnischen Wahlen Im Wahlbezirk Lemberg werden vom jüdischnationalcn!Wahlblock an den ersten Stellen Dr. Leon Reich, Dr. David Schreiber, Rosa Melzcr und Ing, Katzlcr, im Wahlbezirk Drohobyez Dr. Leon Reich, Dr. Michael Ringel, Redakteur Frostig, Dr. Sllbcrschcin, im Wahlbezirk Tarnopol-Zlaczow Dr. Leon Reich, Abgeordnetcr Heinrich Reizes, Zwi Heller kandidieren. Von jüdischen Parteien kandidieren noch der Bund, die Poale- Zion und die vereinigte jüdisch-sozialistische Partei. Von der H i t a c 11 d 11111 werden auf den L.istcn des Blocks der nationalen Minderheiten Dr. Wilhelm Berkelh a m m c r und Advokat L e w in s o h n kandidieren. ׳׳ ln Wtlna werden von den Jüdischnationalen kandidieren: Dr. Wygodski, Elcascr Kruck, Adolf Gordon und Sachs. Die jüdischen Kandidaten figurieren auf der ersten, dritten und fünften Stelle der Wahlliste des Minoritätenblocks. Rabbiner Rubinstein kandidiert im Wahlbezirk Bialy• stock an erster Stelle zum Senat und als Listenführcr des Mindcrheitenblocks im Wahlbezirk L i d a. , Verfolgung hebräischer Volksschulen Aus Warschau wird geschrieben: Mit Beginn des Schuljahres haben einzelne Schulkuratorien eine systematische ,Kampagne gegen die Eröffnung der hebräischen Volksschulen begonnen. Insbesondere worden die hebriiisdien Schülern vom Sciiulkuratorium für Polesicn und Wolhynien verfolgt. Die Kuratorien haben alleih in Wolhynien bisher von den bcstehenden •11 hebräisdien Volksschule!» nureint bewilligt, Die untersagten Schulen konnten begreiflicherweise den Schul■ unterricht nicht aufiielimen und die Behörden haben bereits mit der Requirierung der Schullokahtäteu begonnen. 111 Pruszany hat die Schulverwaltung das *chullokal der liebmisclien Schule, in dem sich auch' eine Abteilung der im vorigen ,Jahre legalisierten hebriiisdien Kulturgcsellschaft ״Tarbutk“ befindet, requiriert. Aehulidic Requisitionen wurden auch in anderen Städten durciigefiihrt und die Lokalitäten zumeist den polnischen Schulen übergeben. Obzwar die meisten Schulen bereits seit dem Jahre 1910 den Schulb'ctrkb aufrechtcrlialtcn, werden sie von den Schttlinspektorcir irfit ׳der' Begründung gesperrt, daß in den Schulen mir die polnische Unterrichtsspräche zugclnsscn werden könne. Die Leitung der Tarbuth hat bereits Schritte eingcleitct, um diese Maßnahmen, die die Existenz da« hebräischen Schulwcrkes ernstlich bedrohen, abzustellen. . . . . Nach dem Bankett des Keren Wegdwoods veröffentlichte das 0 Daily Hcrald“, eine Zuschrift von Zwei Jüdische Sejmabgeordnctc in Riga gewählt Riga. (J.C, B.) Nach dem vorliegenden Ergebnis der Wahlen in den lettischen Sejm wurden im Rigaer ,Wahlkreis zwei jüdische Abgeordnete gewählt: ein Vertreter des jüdischen nationalen Wahlbloeks mit 6782 Stimmen und ein Vertreter der Agudas Jisroel mit 4726 Stimmen. Die Liste der Zeirc-Zion hat nur 474 Stimmen auf sich vereinigen können, so daß kein Vertreter dieser Partei im Rigaer Wahlkreis gewählt worden ist. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Wahlen in Dü nabürg sollen dort die Liste der Agudas Jisroel 1600, der Zeirc-Zion 1000, des jüdischen nationalen Blocks 600 und des Bund 200 Stimmen auf sich vereinigt haben. Lijcssod an der 1. Licnl.-Col. iron Wil Colonel ,The , i a 111 s, worin es heißt: ״Colonel WegdwooJ 11.1t erklärt, die Lnbour- Party stehe hinter der Bewegung, die aus Palästina eine Heimstatte für das jüdische Volk machen will. Wenn das die offizielle Haltung der Labour-Party ist, daun erlaube ich mir zu bemerken, daß sie allen G r 1111 d 8 ä t z c n der Arbeiterpolitik, wie ich sie verstehe, ins Gesicht schlägt. Die Politik dos Palästina-Mandats geht darauf hinaus, das Land •im Interesse der Juden zu regieren, bis die Juden eine Majorität geworden sind und man die Kontrolle clnschränkcn kann, um sie aus Palästina einen unabhängigen Staat machen zu lassen. Wir folgen also in diesem Fall mehr Gefühlsmomeuten als einer gesunden Einsicht, wenn wir Vorschlägen, alle Grundsätze zu verleugnen und das Land im Interesse einer privilegierten Minderheit zu verwalten.“ Darauf veröffentlichte Cccil L’Eslrangc Malonc, das bekannte sozialistische Mitglied des ,englischen Parlaments, im ״Daily Herakl“ vom 5, Oktober, einen Brief, in dem cs St: ״Die Emigration der Juden nach Palästina bedeutet emo Hebung des Lebensstandards der arnbisehen Arbeiter und eine Steigerung der Märkte für die arabischen Bauern, Sie bedeutet auch die Einführung von Arbcitcrgildcn, Gewerkschaften mul der kooperativen Idee, die die Araber schon jetzt gierig ii.ieliahmci», wie man bei einem Besuch Palästinas feststcllcn kann. Die jüdischen Arbeitergilden haben bis jetzt über 100,000׳ Pfund in Kontrakten und Bauarbeiten!!״!gesetzt. In diese Summe ist die Arbeit der landwirtschaftlichen genossenschaftlichen Kolonien nicht cingcschlossen. Millionen von Juden streben nach einer wahren materiellen und geistigen Heimat. Nur ein Bruchteil kann unmittelbar eine Heimstätte in Palästina finden, aber in den 30 Jahren vor dem Kriege sind ungefähr 100 030 Juden dort cingcwaiidcrt. Die Bestimmungen des Mandates sorgen für eine ‘Einwanderung in einer Art vor, die so völlig unparteiisch ist, daß nicht ein Schatten einer Möglichkeit einer Vertreibung oder einer anderen für die Araber schädlichen Handlung besteht. Ich bin sicher, daß die Arbeiterpartei mit ihrer Unter• Stützung der Idee einer jüdischen Siedlung in Palästina im Recht ist.!!!! Ein arabisches Blatt Zur Reise Emlr'&bilullfths cintrcten werde, zu sprechen. :!13(5 Arafccr 20! der Konferenz des Hallen Ostens Jerusalem. (J.C. B.) Die palästinensisch-arabische Exekutive hat beschlossen, eine Delc11:011׳,;׳ zur Konter ' des Nahen Ostens zu entsende״. er.! in Cliaclinnt Dcschi Halm - Nalioum Botschafter in Paris! (J. P, Z.) Der ehemalige Grand-Rabbi!» der Türkei, Hain!,׳ Kahoum Effendi, der von einer Reise aus Angora, wol!in von der Nationalversammlung berufen worden war, nach parjs zurück-gekehrt ist, wurde vom französischen Premier, l0׳,:;.,.;e empfangen. 1 Wie der ״Donr Hayom“ zu melden weiß, hat Nohoum Paris erklärt, daß die Angora-Regierung dem ן!|ן vorgclcgtcn Abkommen zustimmen wird. sei höchstwahrscheinlich, daß Chaim Nahoum zum Botschaf. erder.T. ürkei in Paris oder in London ernannt werden wird,; ■ ן ׳ •' tiilfsaktio□ für Smyrna (J.P. Z.) Auf Vt rnidassung des JDC in New York hat sich eine jüdische Mission .1:1 ltord eines amerikanischen Tor•! pedobootes nach Smyrna begeben, um eine Hilfsaktion misten der Juden zu organisieren, die unter den letzten um »cilvo'.len Ereignissen zu leiden hatten. Diese Mission wird jn Verbindung mit deai Hilfs-Komitee des Nahen Ostens arbeite», Auf Weisung der holländischen Regierung ha| ein holländischer Dampier 63 jüdische Familien von Smvrna an Bord genommen und sic nach Konstantinopcl gebracht Wo der Dampfer verbleiben! wird1, bis die Verhältnisse in Smymj wieder normal sein werden und cs möglich «in wird, geeignet Untcrkiuiftsmöglichkciveu für die Flüchtlinge dort zu finden. Es war diesen Familien nur für Jom-Kinpur erlaubt, die Stad! zu betreten- Sämtliche Kosten dieses Ili.fswerks werden von der holländischen Regierung getragen. , , , 6rez-18rael gegen den arabischen Boykott Die arabische Zeitung ״Lissan el Arab“ widmet dem Beschlüsse des arabischen Kongresses, einen Boykott gegen die jüdischen Kaufleutc zu proklamieren — dessen Ausführung, wie gemeldet, zwecks entsprechender Vorbereitung aufgcschobei! wurde — einen überaus kennzeichnenden Artikel, in dem cs heißt: -Die Vorkämpfer dieser Bewegung ■dachten nicht daran, ob die Bevölkerung Palästinas in ihrer heutigen Situation in der Lage ist, die schwere Last zu ertragen, die ihr gewisse Leute atifcrlcgen wollen. Als der arabische Kongreß in Nablus über den Boykott diskutierte, wurde dieser von Leuten gefordort, die sich auf Handel nicht verstanden, Hingegen hat ein bekannter arabischer Kaufmann, Reschid Chap Ibrahim, auf den dadurch drohenden Schaden hingewiesen. Es ist zu bc• merken, daß dieselben Leute, die als erste die Proklamierung des Boykotts jüdischer Waren auf dem Kongresse forderten, einen Monat vorher den Juden Böden für bedeutende Summen verkauft haben. Dieser Umstand beweist zweierlei: die Unmöglichkcit, den Boykott zu proklamieren, und den Irrtum, in dem sich gewisse Leute befinden. Außerdem wissen wir, daß, kaum daß der arabische Kongreß geschlossen worden war, einer seiner Delegierten nach Jerusalem kam und in einer nichtarabisclicn Bank um eine Anleihe von 400 ägyp• tischen Pfund anslichte. Dem Direktor der Bank, der ihn an den Plan des autijüdischen! Boykotts erinnerte, antwortete er lächelnd: ״Nein, ihr seid nicht die Leute, gegen die man einen Boykott proklamieren kann,“ Vor zwei .Tagen — so fährt der Artikelsehreiber fort war ich mit einem muselmanischen Kaufmann in Jerusalem zusammen, der als einer der bedeutendsten gilt, einer Notabein• familie angchört und auch ir» Haifa und Jaffa Niederlassungen besitzt. Dieser drückte mir gegenüber seine Zweifel und seine Mißbilligung mit den Worten aus: ״Ich verberge nicht, daß die Mehrzahl meiner Klienten Juden sind. Der Handel stockt, und wir wissen nicht, was die Wirkungen dieses Boykotts sein werden.“ Das palästinensische Natoralisations Gesetz Jerusalem. (J.C. B.) Wie verlautet, soll die letzte Formulierung des palästinensischen Naturalisations-Gesetze» von der Londoner Regierung nach dem Frieden»: Schluß mit der Türkei vorgenommen werden und wird auf einem Uebereinkommen mit den anderen Mächten' basieren. Die gegenwärtige Regulierung der palästinensischen Bürgerrechte ist demgemäß nur vorübergehender Natur und wird erst später endgültige Form erhalten. Prof. Roscnthal inspiziert die Hadtissah Auf Grund einer Einladung des Finanz- und Wirtschaft»* rates der Zionistischen Organisation begab sich der frühere; Professor der Moskauer Universität, Rosenthal, der jede in Berlin wohnt, nach Palästina, uni die Anstalten der Hadasssh zu inspizieren. Prof. Rosenthal, eine bekannte Kapazität auf! dem Gebiete der Voikshygiene, ist nach Durchführung seiner Aufgabe in Palästina, wo er das RoihscliiW-Krankcnuaus und die anderen Anstalten der Hadossaii in Jerusalem und Um-j Hebung, ebenso in Jaffa, Rischon-le Zicn, Petach Tikwah, Nach: lath J.ehuda und »dann Galiläa besucht hat, wieder in Berlür . cmgetrofi'cn. Die Siedlung io Emek Jesreel Jerusalem. (J. C. B) Sofort nach Beendigung der Sukkoth-Feiertage soll in Emek Jesreel eine neue Siedlung in Angriff genommen werden. Das Besitztum wird von den Arbeitern der dritten Arbeitsgemeinschaft in Dagania (״Dagania Gimel“) übernommen, welche vor( kurzem ihre Tätigkeit in dieser Kolonie beendigt haben. Große Schenkung fßr die Jerusalemer Universität Der ir» Paris wohnende Palästinenser M. Na wen hat dem Waad Lcumi in Jerusalem ein Grundstück im Werte von 5000 Pfund geschenkt, auf dem einige Abteilungen der jüdischer» Universität errichtet werden sollen, nachdem der Platz auf dem Scoptis-Fiergc keineswegs für alle von der Universität benötigten Bauwerke ausreicht. (J. P, Z.) Wie der ״Mormivg Post“ aus Jerusalem telegraphiert wird, hat die Exekutive der ch r i s 11 i ch m oh a m!11 ed a 11 i s eh er! Gesellschaft Emir Abdulla vor seiner Abreise nach England eine Adresse überreicht, worin er ersucht wird, in London zu* fordern, daß Palästina als selbständig erklärt, eine natlaml-arabisrlie Regierung gebildet und die Politik zur Schäftung eines jüdischnationalcn Heims verworfen werde, Falls er für diese Forderungen nicht. habe er nicht das Recht, im Namen Palästinas ׳*: Moliaratr.cdüncr and die iürHeehe Krise Keren Hajeisod in Litauen Die Keren Hajessod-Arbeit in Litauen hat seit der Mandats- Bestätigung große Fortschritte gemacht. Eine besondere Aktion wurde mit dem Ziele durcligeführt, alle Zeichnungen zu verdreifachen. Der geringe Beitrag wurde auf 3000 M, für fünf Jahre normiert. Im ganzen existieren bisher über MXK) Zeichnungen und 110 Keren Hajessod-Komitecs. Mit Immer größerer Deutlichkeit wird der dauernde Charakter des Keren Hajessod erkannt, '■•־•*!.. (J. P. Z.) Der Londoner ].-Korrespondent der J. P. Z. berichtet: Mr. Bonar Law batte in einem Brief an die ״Ti m c s“ erklärt, ein Rückzug der eng!Hellen Truppen aus der neutraten Zone wäre »!» der mohammedanischen Welt als eine Niederlage des britischen Reiches empfunden worden und hätte schwere Gefahren ftüt sich gebracht als Folge dessen, was als Englands Unvermögen angesichts der siegreichen türkischen Armee ausgelcgt worden wäre. Darauf erwidert in der ״Times“ vom 10. Oktober S. H. der A g a Khan, der bekannte indischmohammedanische Führer, daß die Moltiinnicdaner, der wahren Stärke Großbritanniens wohl bewußt, eine Zurückziehung der englischer» Truppe« nicht als Schwäche, rondern ebenso wie im Falle Frankreichs als eines starken» Mannes Edelmut emp- . fanden hätten. Sie hätten dies mit Freude alr» einen Beweis ‘neuer ־und besserer Beziehungen, »vkelicn Großbritannien und dem Islam begrüßt ״Ich kann nicht atir.drückc . Erregung der Mohammedaner sein wird, einen Staatsmann wie Bonar Law so vollständig die Psychologie der Mohammc* datier mißverslcliett zu sehen. Die Franzosen und Italiener verließen Chanak׳ ohne jede Einbuße an Prestige unter den Mohammedanern, Frankreichs Prestige in der 18* lam ischcn Welt stand ule ns r, 13 h ö her als heut c. In meinem ganzen Leben i1:;l:e ich!:eine v.•1־:׳־;liehe Macht ge- Eine palästinensische Landwirtschaftsbank. De palistinensisdie Regierung wird in Kürze eine Landwirtschaftsbank eröffnen, die Darlehen gegen kleine Zinsen im Interesse der Entwicklung der Landwirtschaft im Lande gewähren wirdJ Ein Murillo im Bczalel. Mr. Rosenfeld in Paris hat dem Bezalcl-Muscum in Jerusalem eine überaus wertvolle Sper.de zukomme!» lassen. Es handelt sich hierbei um ein Gemälde, das von Fachleuten Muriik) *!!geschrieben wird und Abraham und die Engel darstellt. Das Kunstwerk wurde von Mr. Rosen׳• leid gelegentlich der in Paris stattgefundene» öffentlichen Ver*; Steigerung der Bilder der spanischen Königin. Elisabeth aus dem‘ , Palast in Kastilien erstanden. Diese Spende bedeutet eine1 bemerkenswerte Borcichcruiig der Kunstschätzc des Bezalcl.j dem Mr. Roscnfcld außer anderen Zuwendungen auch ntxhj ein altes wertvolles P.uoclicth (Thoravorhnng) geschenkt hat,׳ das früher Eigentum des Marauis Saint Yves, des chcmaüjjcn französischen Gesandten in Rußland, war. J Die Ausstellung der Werke Prof. Schatz’ in Te!-Awiw.' Die soeben geschlossene Ausstellung der Werke Prof- Schatz in Tcl-Awiw wurde im Laufe der letzten zwei Wochen außer von den Freikartenbesit/.ern und neben 300 anderen Besuchern auch von 1230 Arbeitern besucht. | Ankunft jüdischer Waisen in Palästina. 180 jüdische Waisen, deren Ehern während der Ukraine-Pogrome umge• kommen sind, trafen in Begleitung des Herrn Bclkind in Palästina ein. Die Kinder werden sämtlich in der Landwirt• schalt unterwiesen und zu praktischen Kolonisten erzogen werden. (J.C. B.)! Ein polnisches Konsulat in Palästina. Wie der War־ schauer ״Kuryer Pornnny“ zu berichten weiß, soll in aller• nächster Zeit in Palästina ein polnisches Konsulat erriciitet werden, das der jetzige polnische Gesandtschaftsrat in Belgrad, Sn.ogorzcwski, übernehmen soll. (Ziko.) Das Neue Pc!ästina ( Nummer 11 der vom Keren Haicssod (Palästina-Önin^ fonds), Abteilung für Zcntralcuropa, hcraiisgegcbenen striertei» Zeitschrift Sie enthalt außer ״Da s Neue Palästina‘* ist erschieneneinem Beitrag von Alcalay, Belgrad. kannt, die unter den wie es nun der,., Fall irt worden wäre, 1׳ t׳.: .Vor 25 Jahren“ und einer Schilderung des Sicdlmtgswcrko» .,der jüdischen Moniere in Palästina zahlreiche gut informieren® Notizen über die neue Wirtschaft und die Privatinitiative *״ Palästina, wie auch die ״Hilfe von Draußen“. De zahlreichen schönen lllusirationen nach photographischen Orgln alaufnanni™ —• so diesmal 5 Bilder ״wie eine jüdische Stadt entsteht , Chinas Loyalitiitserklänitig für Palästina und 3 lükicraus ״»״ Lebe!» der’Siedler — haben dieser in itic.Iiremi 10000 txcw plarcn weitverbreiteten, •in deutscher Sprache einzigen^ L IN girierten,jü'tfisfhcn.;Zeitschrift viele Freunde.erworben..'-־’ P an ss d« Ö ze r« cli 1* di׳ & 60 be ,de ha ve!de Tte 4! M a! 6e IWI Di In ei! alt U! In Ma SG?! s< tlc El V! B«; ni 1 da; hi: G w,. Ft! di!w in N li.1 a! ו. z B 4 e: ׳ -a i ■ וי׳ , 7 '1 :h

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