Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 81 (13.10.1922)
- Date
- 1922-10-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 540 JUEDiSCHE RUNDSCHAU “Nr. 8! jüdischen Direktors. Eixliich gelang cs, eine Subskriptionsstelle ausfindig zu machen. Der Schaffhausenschc Bankverein erklärte sich bereit, die Verwaltung der Depotgeldcr zu übernehmen. 1׳ ׳ I ■' :!' Inzwischen fand im März 1859 die formelle Gründung der Bank statt. The Jewis'1 Colonial Trust I.td. hat zum Zweck, ״durch Konzentrierung und kommerzielle Vereinigung von vorzugsweise jüdischem Kapital und jüdischer Industrie in den zu kolonisierenden Ländern Syrien und Palästina die Erreichung des Endzieles des Zionismus zu fördern". Das nominci'c Kapital sollte eine Million Pfund betragen. Die Aktionsfähigkeit erreicht die Bank nach Einzahlung von 250 009 Pfund. Damit aber die Ztonistisrhe Organisation ihren Einfluß auf die Bank nicht verlieren soll, wurden 100 Gründer■ aktien dem Aufsuhtsnt (immer das Aktionskomitee) übergeben. Diese Aktien hoben aber weder Anteil an der Dividende noch Stimmrecht a;1 ihrer Festsetzung. Die Zeichnung der Aktien begann. Trotz unermüdlicher Tätigkeit aller z;oni5t:s:hen Gruppen gingen die Zahlungen nur spärlich e:n. Dank der Opferfreudigkeit WoUfrohns gelang cs, diese schlimmen Monate ohne Schulden durdmiliniteu. Im Oktober KOI sprach eine Boardsitzung die Aktionsfälligkeit der Bank aus. Trotzdem nahmen die Schwierigkeiten kein End«. Zugleich wuchs die Spannung zwischen den leitenden Personen. Namentlich war es die Gegnerschaft zwischen Herzl und Kann, di ג auf Meinutvgsvcrschicdenh eiten in bezug auf die Leitung der Bank beruhte. Wolf!• sohn, der die Meinung Kanus meist teilte und die Bank mir fachmännisch geleitet wissen wollte, versuchte eine Zeitlang׳ zu vermitteln. Als aber Kann seine Mitarbeit kündigte, da entschloß sich auch er, zurückzutreten. Er schrieb au Herzl: ״Raten kann ich jetzt nicht mehr. Ich kenne Sie zu gut und weiß, daß Sic meinen Rat nicht befolgen werden. Mein innigster Wunsch ist, daß es Ihnen gelingen möge, sich aus dieser Affäre, ohne viel Schaden zu leiden, hcrauszichen. Mich aber lassen Sic jetzt, n!9 treu ergebener Freund, gelten, damit ich außer den schönen Hoffnungen nicht auch Ihre Freundschaft und Zuneigung verlieren muß. Es ist für mich als Zionist der erste trübe, hoffnungslose Tag, gebe Gott, daß ich Unrecht behalte.*' Herzl antwortete schroff, fast abweisend: ״Sic suchen doch wohl keine Ausrede, um micii zu verlassen? Sind Sic müde, wie mancher andere, dann überlassen Sie cs mir, eine schöne, repräscntablc Ausrede für Sie zu finden, d׳c sich vor den Leuten sehen hssci kann, saust blamieren Sic sich. Aber Sie blamieren auch mich, weil ich solange an Sie geglaubt und Sie in das Inner? meines Heizens hnb? blicken lassen.*' Zwei Tage rang \70!l;»0hn mit nieli. Die Freundschaft zu Herzl siegte. Er h ieb auf dem Posten. Ergeben schrieb er an den Führer: ״Freiwillig werde ich den Zionismus und Sic niemals verlassen. Ich glaube a!1 den Zionismus und an Sie (denn nur Sic halte ich für den Führer), wie mir ein Gläubiger mit allen Fasern seines Herzens an sein Höchstes glauben kann. Ich bin nacli wie vor bereit, jeden Berg mit Ihnen und auf Ihren Wunsch auch allein zu besteigen.“ So blieb Woiffsohn, dem neben Kann und Co wen in London das Verdienst zukomint, die Bank ins Leben gerufen zu haben, dem J.C. T. erhalten. Viel konnte di? Kolonialbank aus Mangel an Mitteln nicht leisten. Im Laufe der Jahre hatte sie sieh entwickelt, und heute ist sic berufen, beim Aufbau unseres Landes eine bedeutende Rolle zu spielen. Ein langer und mühseliger Weg mußte zurikkge'egt werden. Trotzdem vorzweifelten die Männer, die an der Spitze der Bank standen, nicht. Sie glaubten an die Institution, die sich auf die breiten Massen des jüdischen Volkes stützt und nicht ein Werk einzelner ist. Sie glaubten mit dem Gründer der Kolonialbank Woiffsohn, daß ״die Idee des jüdischen Staates zu groß, zu' erhaben ist, als daß sie von einem einzelnen getragen werde. Wird sie aber von Her großen Gesamtheit getragen, 60 wird und muß sic gelingen.“ 1! 8 ן </ **/ 4 ■#־>־' * % Die Bodenzuteilung an die Juden . Litauens. Bei der Wirtsfhaftsabteilung des Jüdischen Nationalrates in Kowno wurde ein besonderes Amt eingerichtet, um die Kontrolle auszuiibcn, daß die Juden, die auf Grund der Agrarreform berechtst sind, Ackerboden zur Bearbeitung angewiesen zu erhalten, in ihren Rechten nicht verkürzt werden. (Ziko.) Die Erweiterung von KirJath ■׳ Anawim Ueberführung jüdischer Siedler aus O s teu rop a. In einem Bericht des ״H a po c 1 - H a z a 1 r“ über die Arbeitersiedlung Kirjath-Annwim (Dilb) wird über die Art und Weise berichtet, wie die Angesicdclton für ihre in Ostcuropa zurückgebliebenen Angehörigen Borgen. Es heißt darin: ״Die Frage, wie wir unseren Verwandten Hilfe leisten rollen, wurde bei xuvs schon vor zwei Jahren gestellt. Die Interessierten beschlossen, einen SpcziaklelcgicrUn nach den Oaluthländern zu schicken, um ihre Verwandten nach Palästina herüberzubringen. Sic verschafften sich eine Privat* nnleihe und verpflichteten sich, sic von ihrem Monatslohn zurückzubezahicn. Der Delegierte, der nach Europa reiste, überführte gegen zwanzig Personen. Infolge der Maiunruhen jedoch kamen sie erst nach acht Monaten an. Inzwischen wurde das Bedürfnis nach Ueberführung von Verwandten in der Siedlung immer allgemeiner empfunden. Die Siedler sahen sich daher genötigt, eine allgemeine Form zur Lösung dieser Frage zu finden. Vor allem wurde klar, daß die Hilfe nicht bloß in der Ueberführung in das Land bestehen könne, sondern man müsse die Angekommenen auch im Lande selbst unterzubringen trachten. Ferner sah man ein, daß diese Arbeit in großem Maßstab geleistet werden müsse, ohne jedoch den Zustand der Kwuzah zu berühren. Man beschloß, eine Kasse für konstruktive Hilfe für die Familien der Kwuzah-Mitglicdcr, die nach Palästina einwandern wollen, zu schaffen. Das Grundkapital der Kasse wird durch die monatlichen Einlagen eines jeden Mitgliedes in der Höhe von 29 Piastern (ein Fünftel Pfund) gebildet. Auf Grund dieses eigenen Vermögens erhält die Kasse Darlehen bei verschiedenen Kreditinstituten. Diese Hilfe umfaßt zwei Tätigkeitsgebiete: 1, Darlehen für die Mitglieder der Kwuzah, um ihre Verwandten zu überführen; diese werden für eine längere Zeit gewährt und allmählich aus den Verdiensten zurückbczahlt, wobei ein Teil von der Familie des betreffenden geleistet wird, nachdem sic im Lande untergebracht wurde. 2. Direkte Darlehen an die Familien auf Grund entsprechender Bürgschaften, nachdem sie ins Land gekommen waren. Im Laufe des letzten Jahres erreichte das Vermögen der Hilfskasse 120 Pfund, deren Kredit 450 Pfund. Es gelang in diesem Jahre, auf solche Weise gegen 40 Personen ins Land zu bringen. Alle ohne. Ausnahme wurden mit Hilfe der Kwuzah in der Arbeit untergebracht. Ein Teil von ihnen war bereits in der Lage, ihre Schulden an die Kasse zu bezahlen. Auf diese Weise erhielten wir die Möglichkeit, weiteren Familien zu helfen, die an die Tore des Landes pochten.“ Die Ernte in Palästina Laut Mitteilung des ,Landwirtschafts-Departements der palästinensischen Regierung war zu Beginn des August die Wintcrernte in ganz Palästina ein gebracht, mit Ausnahme des Berseba-Distriktes, wo die Arbeit infolge Mangels an Arbeitern eine Verzögerung erlitten hat. I9er alljährlich cintretcnde Rückgang der Gctrckleprcisc beim Einbringen der neuen Ernte tritt diesmal noch mehr als sonst in Erscheinung infolge der Uebcrschüsse aus der vorigen Ernteperiode und der großen Importe aus dem Hauran, So ist der Weizenpreis von 175 Piaster auf 127 Piaster per 100 kg gesunken. Der Wuchs des Sommergetreides vollzog sich unter sehr günstigen klimatischen Bedingungen. Von der sehr guten Mcloncncrnte wurden große Mengen auf dem Seewege nach Beirut und Port Said und per Eisenbahn nach Damaskus transportiert. Weinlese und Mandelernte haben begonnen; große Mengen von Tafcltrauben wurden bereits nach Aegypten verschickt. Auch Gemüse und Früchte gibt es zahlreich und billig. Trotz des trockenen Wetters während der Monate März und April verspricht auch die Tabnkernte großen Erfolg. Die meisten, der vom Landwirtschafts-Departement verteilten Samcaartcn versprechen einen guten Ertrag. Im nächsten Jahre dürften infolgedessen noch viel größere Flächen mit Tabakpflanzungen bebaut werden. deutenden europäischen Regisseur gepflogen, die aller Voraussieht nach demnächst zum Abschluß gelangen dürften. Das hebräische Theater, das vor kurzem eine überaus gelungene Aufführung von Schalom Aschs ״Gott der Rache“ in der Uebersetzung von Schtschcglow und von Henry Bernsteins ״Israel*‘ gab, plant für die nächste Zeit die Auffithrung von ״Der König׳* von Juschkewicz und ״Die Geister“ von Tolstoi. (Ziko.) Zur Geschichte der Berliner jüdischen Gemeinde Ein Freund unseres Blattes fand bei seiner Wissenschaftliehen Arbeit einen Aufsatz von Max Stirn er über die jüdische Gcmcindevcrfassung, der ein gewisses historisches und zum Teil sogar aktuelles Interesse hat. Der Aufsatz stammt aus der ״Leipziger Allgemeinen Zeitung", einem der wichtigsten Oppositionsblättcr des Vormärz, für .die Max Slirncr Berliner Korrespondent war: ״Berlin, den 28. Dezember 1842. Unter den mannich- Liehen Bestrebungen in unserer Stadt, Reformen in den bürn-erlieben Verhältnissen und besonders Abschaffung bestehender Mißbräuche herbeizuführen, ist jetzt auch bei' den hicsi״cn jüdischen Einwohnern der Gedanke mit Entschiedenheit aufgetreten, ihrer Ocmcindcverfassung eine zeitgenumc, dem Standpunkte der Aufklärung angemessene Um re• slaltimg zu verschaffen. Wie mangelhaft die Zusammensetzung des Vorstandes bis jetzt ist und wie weit dessen von aller Verantwortlichkeit freie Gewalt gehen kann, hat man bei seiner!urigsten Rabbinerwahl gesehen. Ich nenne diesen Actus eimliemistisch ״Wahl"; ob er aber diesen Namen verdiene, ma״ eine durch wenige Worte gegebene Ucbcrsicht des dabei beobachteten Verfahrens zeigen. Was inan nicht gethan hat, ist folgendes: Man hat nicht die Geiehr len befragt, welche Candidaten auf die Wahlliste gesetzt werden sollen: man hat die Namen der eigenmächtig vorgeführten drei Candidaten rtcht zur Kenntnis der Gemeinde gebracht; . man hat die Gemeindcglicder gar nicht hören oder zur Wahl zulassen wollen; man hat keine Concurrenz eröffnet und hat endlich weht einmal Probenredigten halten lassen. Dagegen Int man folizenaes gethan. Die beifragenden Mitglieder der Gemeinde und zwar nur die beitragenden, wurden in drei Klassen 17 t’-cüt• L in die meistbeitrageflde; 2. in die vielbcitragcmlef 3. in die mehr oder weniger beitragende. Die Namen einer jeden Klasse wurden n eine Urne gelegt, und dann aus jeder der beiden ersten Klassen elf, aus der dritten zehn Namen gelost; und diese gelosten oder gezogenen Herren 90'Iten als Repräsent,inten der ganzen Gemeind? im Jahr 1842 einen Oberrabbiner für Berlin wählen! Es bedarf weiter keines Wortes, um diesem Verfahren die Ehre des Namens ״Wahl" zu entziehen. Eines andern auffallenden Umstandes muß hierbei noch Erwähnung geschehen. Unter den Männern der ersten Klasse sind Namen, die man schwerlich auf der Liste erwartet hätte, da sie nur die Gräber ihrer Vorfahren noch im Judenthum haben, die Wiegen ihrer Nachkommen aber int Christenthum stehen. Man suchte den Grund der anfänglichen Weigerung des Dr. Frankel, die auf ihn gefnücrvc Wahl anzimchmen, in einem stolzen Ehrgefühl, in dem Gefühl eines größeren 'Selbstbewußt:׳,eins, das lieber auf die Stimme des Volkes hört als auf den Ruf weniger Unberufenen.*‘ Die Wilnaer Scliauspfclgrnppe in Wien Wien. (J.C. B.) Für das von dem Verein ״Freie jüdische Volksbühne“ arrangierte Gastspiel des bekannten Wilnaer ״J«ßdischen Künstlertheaters" gibt sich liier in jüdischen wie nichtjüdischen Kreisen ein ungeheures Interesse kund. Die ersten Vorstellungen sind vollkommen ausverkauft. , Tschernicliowsky In Konstcntinopel Der berühmte hebräische Dichter Dr. Saul Tsehernfchowsky ist aus Odessa in Konstnntinopel eingetroffen. Er gedenkt demnächst nach Jerusalem; z׳t| äiberslede'n. Die ,,Ewcr״-B11chl1anuh1ng veranstaltet wie im Vorjahre auch in diesem Jahre eine Reihe von künstlerischen Matinee*. Die Veranstaltung, die in Gemeinschaft mit der Freien Jüdischen Volkshochschule erfolgt, umfaßt fotocncte 4 Vorträge: Vorlesungen jüdischer Dichter aus eigenen Werken: Einführender Vortrag: Julius Bah (22. Oktober), Qeorg Herrm a n (29. Oktober) Arthur Hol it scher (5. November), Else 1.askcr-Schülcr (12. November). Die Vorträge finden Sonntag, vorm. 11 Uhr in der ״E we r“* B 11 c h h a ndlung, Knescbeckstr. 53/54, statt. Beginn 22, Oktober. Hörerkarten für den ganzen Kursus (4 Vormittage) 120 Mark, Einzelkarte 40 Mark, (1m Vorverkauf 10 #/# Ermäßigung,) Dünen ־ Bauprojekt in Risclion Je - Zion Wie aus Amerika berichtet wird, werden zwischen h\t K. Rappaport aus Rischon-k-Zion und einer amerikanische״ Gesellschaft ernste Verhandlungen geführt betreffs Erbaut:״״ einer neuen Vorstadt auf den der Kolonie Rischon-le-Zio״ von der Regierung zugewiesenen Sanddiinen. Die er. wähnte amerikanisch-jüdische Gesellschaft erklärte in c׳;ncn.j Schreiben an Mr. Rappaport, den Aufbau dieser zwischc, der Kolonie und der Sccküste gelegenen Vorstadt über, nehmen zu wollen. Die Bauplätze müssen dann von de״ betreffenden Käufern der Häuser bezahlt werden. Die fic. Seilschaft verpflichtet sich, SO 0־,״ des Reinertrages für Baden, assanierungen zu widmen, weitere 10°;# in einer Hypotheken. 1 deckt, bank anzulcgcn, die den Eigentümern der Häuser Darlehen ־.( f gewähren würde, während die restlichen 10«;» des Rcir.. gewinn» zwischen der Gesellschaft und dem Council der neuen Vorstadt zu teilen wären. Das Recht der Gesellschaft auf Reingewinn erlischt nach 20 Jahren. Die Gesellschaft verpflichtet sich, für diesen Zweck mindestens lOOOCO Dollar zu investieren. Rischon-lc-Zion kann sich daran bis Za 25 000 Dollar beteiligen. Die Bauarbeiten sollen 2 Monate nach Erteilung der Konzession in Angriff genommen werden. Die von der Gesellschaft für die Vorstadt ausgearbeiteieז ״ Pläne sehen aucii die Errichtung zahlreicher Straßen, Parks 1 eines botanischen und eines zoologischen Gartens usw, vor]; ״Groß ־ Tel ־ Awiw“; Es wird geplant, sämtliche Tel - Awiw benachbart«״ jüdischen Kolonien mit Tel •Awiw auf Grund einer einhcitlichcn kommunalen Verwaltung zu •״. einigen, um den gegenseitigen Schutz zu erhöhen. Derer Vorschlag soll zunächst auf einer Besprechung der Ver. treter der in Betracht kommenden Kolonien mit dem Ge• meinderate von Tcl-Avviw zur Beratung gelangen. (Ziko,) Die Eisenbahnlinie Jaffa — Jerusalem Nach einer soeben getroffenen gerichtlichen Entscheid!,:;י geht die Eisenbahnlinie [affa-Jcrusa’em aus den ll.in.fn' einer französischen Gesellschaft in die der pal äst inen• sischcn Regierung über. Die palästinensische Rcgienin׳; hat die Enteignung bzw. die käufliche Erwerbung dieser Linie, die bis zum Kriege von einer französischen Ocscl Schaft fc«. (rieben und während des Krieges von der englischen Okksinj■ tionsmacht zu militärischen Zwecken übernommen wurde, sofort nach Beendigung des Krieges beansprucht. Die Angelegenheit ist darauf einem internationalen Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Norwegers Beiclunann zur Entsend• dung vorgclcgt worden, das den obengenannten Spruch gefaßt hat. Das Rulenberg Monopol Auf das Ansuchen der Kommunalvenvaltung von Tut- Keren, ihr eine Konzession für die Errichtung einer elckirischen Kraftstation zu erteilen, erklärte die palästinensische Regierung, daß sie in dieser Angelegenheit sich an Rutenberg zu wenden habe. Waad Leumi and ICA. (J. P. Z.) In Paris befinden sich gegenwärtig David V eil i n, der Vorsitzende des Waad Leumi, und dessen Sekretär, H. Tschcrnowitz, um im Namen des Waid Leumi mit der 1CA, mit Baron Edmond de Rothschild und mit der Exekutive der jüdischen Weithilfskonferenz wegen Anleihen für die Chaluzim zu Kolonialzwecken, sowie über Fragen bezüglich einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Juden und Arabern zu beraten. Verurteilung eines jüdischen ArbelierswegenWaffentragtn! Jerusalem. (J. C.B.) Ein jüdischer Arbeiter in der Kolonie von Degania wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil man ihn im Besitze eines Revolvers gefunden hat. Eine neue jüdische Zeitung in Jerusalem Jerusalem. (J. C. B.) Eine neue jüdische Zeitung unter dem Titel ״Kol Jacob“ erscheint hier ah Organ einer hiesigen Gruppe von Orthodoxen. Eine polnische Landsmannschaft in Palästina Jerusalem. (I.C.B.) Die in Palästina wohnenden Juden aus Polen haben unter dem Vorsitz des Rabbiners Auerbach eine Versammlung abgehalten, in welcher die Grün• dung einer polnischen Landsmannschaft in Palästina zur Unter- Stützung der aus Polen cintreffcnden jüdischen Emigranten beschlossen und ein vorbereitendes sicbengliedriges Komitee eingesetzt wurde. Kürzung der Dearatengehalter in Palästina Jerusalem. (J.C. B.) Im Zusammenhang mit der Sparsamkeitsaklion in der palästinensischen Administration hat die Regierung die Gehälter sämtlicher Beamten um 8״,!; gekürzt. Emir Abdullah in London Jerusalem. (J.C. B.) Am 3. Oktober traf hier, aus Amman kommend, der Emir Abduliah von Transjordanica ein. Der Emir befindet sich in Begleitung seines Premier■ ministers Ali-Riza und des englischen Repräsentanten in Transjordanien, Mr. St. John Pliilby. Der Besuch in London geschieht auf Einladung der englischen Regie־ rung. Auf der Durchreise in Jerusalem waren Emir Abdullah und seine Begleiter einen Tag lang Gäste des Obcikommissan von Palästina, Sir Herbert Samuel. Kleine Palästina Nachrichten Der Stadlrat von Jerusalem beschloß, die netigebauR, breite, 2 km lange Straße ״King George V. Straße“ zu benennen. 'Die Polizei entdeckte ln dem arabischen Dorf Dalamiah in einem Hause verborgene Waffen. Die Bewohner des Hauses wurden verhaftet. Auf dem Wege nach Mtidah wurden auf dem Hügel verstreut einige Bomben aufgefunden. Die weitere Untersuchung förderte 70 Bomben, die in einer Höhle versteela waren, zutage. Esperanto ln Jerusalem. Vor kurzem wurde in Jenisa* lern eine Vereinigung jüdischer Esperantisten gegründet, die nach gewissen Vorbereitungen nunmehr ihre kulturelle Arbeit aufgenommen hat. Die Vereinigung erklärt, keineswegs auf eine Verdrängung des Hebräischen als nationale Landessprache hionrbeiten zu wollen; sie bezwecke mir die Verbreitung de* Esperanto im internationalen Handelsverkehr zu fördern. (Ziko./ De: vor den jntercss■ r-efurdtf!"יו ß er i iss impf weiter I punkte kämpfu: relativ 1 erziehet n.jniich Zcrsctzi ücwalt u'cgunß rügend national Zahl be genährt Bild ge; ärtcnin! ccgmgi Geistes; Jugend, Diese j die in rächt m;::.•!־ein such, d!;׳;.tioilC wortc י Eindruc des Vo nimmt Pamphl von die dings il ist), ist Unzuläi vor Ger daß dii spät fü jüdisch.« Unsinn gcgcbei Deutsd Un einen! r Tragik; jüdisch, ist der Sogar i einigen Seng di daß Ra: Deufscl solche , seine I Entente kierung immer: wesen folgte ׳ wollte, -ei usv der Po Wir er Arzt g« sehen’; erster Völker diose, die Vö des V< leben, nation; schein! der ne i Krankl Krank! mit Tr etwa Juden( v01Ibrj Antike und J im Be tun Juden Tatsai rt'h\vi< bleibt stiniti;:ibt 1 eill/Rr '•vitUe Volle t I!