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Jüdische Rundschau · 1922-10-13 · Heft 81 (13.10.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 81 (13.10.1922)
Date
1922-10-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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וווו I 81 Uxc;1Cn «1«cn Sf'llut seinen ׳aliiinn i:1 <ie. jetzt, i nun Ko!;, ubiiow. Kaufe 11,ו b<;n l'Kiiio immer lioiicn, haltet! m die e 7(:;;ו * des seine!elulirl (W0־> 1 nach m iui Itincn■ ■ymhol 31 Be. ischen ׳artige tu al־׳, isstmg im In. Kampf nomie aevor; ״das )liehen n und fo sie eilige, ration iblcme u b«. 70 er Kräfte keine tion Ge• Offen■ ir die haiien ibnow ßcci״. ui bau und vic.cs cha. viele des rden, ir die teil* Front, Zio- -iideis• Heien lalutliungeil [laben, 19ä0) [titung ngen!!ende *gung eine 1 הs Zioun* der iinow h'ntio- |ffcna und ahre liebte mehr ist sei• den!den lingtc dien issen!ultur oßen pnz pa• treu Hum'1 ne« Ver־ Pa• ef• be• jü• wie ln bol picrt das sein Jeck iicit men, uto* |ZI0* Kr. 81 ״isiniis vollständig fremd gcgcnübcrstchcn und die aus diesem gründe (oder aus diesem Vorwände) an dem Palästina-Aufbau sicli bis jetzt nicht beteiligen. Die erste Bedingung des Oelingcns des Kongresses ist dcslialb die Elitnkiicrung aller der• jenigen Fragen, die in keinem umiiiltelb.ncii Verhältnis zum PalästiiiaTcrk stehen. Es ist kaum tutzanchmcn, daß der Zionismus iu solcher Weise das Gelingen des Kongresses, Jessen Einberufung nicht ebne Kampf erreicht wurde und der in der jüdische» Oeffcrittiehkeit noch durchgekämpft werden imtfl, aufs Spiel scl/cn wird. Fiir die Zwecke vor» Dubnow ist aber der aiisschliclllich palästinensische Charakter des Weltkongresses eher fördernd, denn er wird dem Zionismus gerade in der Gatutliarbcit die Hände frcimachciv, ist einmal ein neutraler Organismus für den Palästinaaufbau geschaffen, in welchem der Zionismus seinen Posten als eine, sei es auch die hauptsächliche Partei, haben wird, so wird der Zionismus von der Sorge befreit, die anitbin'en Elemente des jüdischen Volkes mit seinem nationalen Programm abzustoßen, und wird viel eher imstande sein, eine Koalition mit den Galulh- Nationalisten ciiuugchen. Die obigen Bemerkungen sollen nicht den Eindruck er• wecken, als ob u. A. nach eine solche Koalition nicht warm zu hegrüßen wäre. Von den Autonomisten zu verlangen, daß sic die überragende Bedeutung dos palästinensischen Zentrums und der Hcbnisicning der Diaspora sofort anerkennen, wäre mit der an sie gerichtete» Aufforderung, in die Zionistische Orguiisation cmzuircten, gleichbedeutend. Den Zionisten ist erlaubt zu hoffen, daß ein solcher Augenhtick doch früher oder später kommen wird. Vorläufig handelt cs sich aber nur um eine Koalition, die in gewissen Grenzen möglich und notwendig ist. Nur soll als Vorbedingung nicht der Verzieht der Zionisten auf die hebräische Schule verlangt werden (daß cs sielt ideologisch um dasselbe Probien handelt, um die Wicderpcluirt des j.'iilPcheii Volke•;, darin sind wir mit Dubnow vollständig einig). Die Autonomisten sollen an dem von den Ziniirtcii I1e.־,cl110s?e,:en Palästina,aiifbaii-Wcbltongreß mit rein palästinensischen Absichten teilnehmcn; auf diesem Kongreß wird eine Koalition aller derjenigen Juden geschaffen werden, die dem Painr.linaaufbau Arbeit und Opfer zu bringen bereit sind. Die Zionisten sollen an dem Weltkongresse tcihichmcn, der dem Schutze, der Rettung, der Förderung des nationalen Lebens im Galtith gewidmet sein wird; aui diesem Kongrer.se wird eine Koalition aller derjenigen Juden geschaffen weiden, denen der nationale Gedanke und das nationale Leben, wo sic auch iu Erscheinung treten, teuer sind. Jeden falls aber soll die von Dubnow au sgc streckte Hand nicht in der Luft hängen, bleiben; nicht nur deshalb, weil es die Hand eines Meisters und Lehrers ist, sondern auch deshalb, veil sie in ciivcm überaus schweren Momente der jüdischen Geschichte, wo die Zusammenfassung al'cr Kvätte eine Pflicht und Notwendigkeit ist, von einer Seile aus• gestreckt wurde, die bis zuletzt dem Zionismus ohne großes Verständnis (es ist damit nicht Dubnow persönlich gemeint) gegenüberstand.; , JUEDISCHE RUNDSCHAU׳ ׳י, ־S* ’ Selte'539 Verbot des Hechalaz in Rußland Warschau. (J. C. B.) Nach hier eingetroffeen Nach• Tichten hat die Sowjetregierung die Organisation ״Hechaluz“ ״aufgelöst. Das gesamte Eigentum der Organisation, wie Land• besitz, Landwirtschaftsgerätc und Werkzeuge sind als verfallen erklärt worden. Wie bekannt, ist die Hechaluz-Organisation erst vor kurzer Zeit als öffentliche Körperschaft legalisiert worden; in der diesbezüglichen authentischen Nachricht aus Rußland hieß cs ausdrücklich, die Legalisierung sei vom ״Allrussischen Ausführungs-Komitee“ beschlossen worden. Von anderer Seite traf gleichzeitig die Nachricht ein, daß die jüdischen kommunistischen Kreise mit dieser Legalisierung höchst unzufrieden wären und deshalb eine energische^ Pro• paganda gegen den Hcclialuz entfaltet hätten. Die Auflösung der Organisation des ״Hcclialuz“ wird nunmehr als Sieg des Standpunktes der jüdischen Kommunisten betrachtet. Die Zahl der Juden In Litauen. Laut der neuesten Statistik gibt es in Litauen 228 474 Juden auf eine Gesamt• bevölkerure von 2 293 108 Seelen, darunter 1 838 789 Litauer. (Ziko.) Aus den örttndungstagen der Jüdischen Kolonlalbank (Zu Ihrem zwanzigjährige» Oeichäfi•■ Jubiläum.) י Von Bernhard Wclncrt, Zürich. Nachstehende Darstellung entnehmen wir der ״Wiener Morgcuzeitimg“. In diesem Jahre feiert die Jfidische Koloniaibank ihr zwanzigjähriges Gcschäitsjiibilämu. Als ein Unternehmen, das nicht nur ״als gewöhnliches und auf Dividende hinziclcudcs Institut zum alleinigen Zweck der Sicherung großer Profite für die Aktionäre gegründet, sondern als das finanzielle Instrument, durch das die Ideen de» Zionismus praktisch auszti• führen sind“, halte die Bank die Aufgabe, jene Institution zu bilden, die Hcrzl im ״Jiidcnstnatc" als die Jewish Com* pany bczcichneie. Damals dachte Hcrzl an eine Jewish Company, die altes, was die Society of Jews, jene Gesellschaft, die die ״staatsbildciKlc Macht'׳ der Juden darstellcn wird, ״wissenschaftlich und politisch vorbereitet, praktisch durchführen soll“. Ihr sollte a'.3 der juristischen Person die grolle Aufgabe der Durchführung der Immigration in das jüdische Land Zufällen. Als einer Art Charte red Company sollte es ihre Aufgabe sein, die Verwirklichung des Endzieles zu ermöglichen. . In seinem Pariser Arbeitszimmer träumte Hcrzl von einer Milliarde Mark, die der Jewish Company zur Verfügung stehen sollte. In jenen Tagen glaubte er noch, die Menschheit werde sofort begreifen, daß durch die!1 iifdeistung nndic Juden eine alte Schuld abzutragen sei und daß die Beteiligung der Hoch banken zu erreichen sein wird. Sollie das nicht gelingen, dann kamen die Mittclbankcn In Betracht, und als letztes Mittel stellte er eine öffentliche Anleihe in Aussicht, an der sich Juden und Christen beteiligen sollten. ״Eine eigentümliche und neue Form de» Plebiszits." Aber die Hoffnungen, die Hcrzl an die Mitarbeit der Oroß- Juden an dem Werke der Befreiung seines Volkes setzte, er• füllten sich nicht. Die jüdischen Kreise in London machten den Beiiritt von demjenigen des Pariser Rothschild abhängig. Dieser aber verhielt sich ziemlich ablehnend, weil er nicht an die Durdifiihrbukcit der Planes g’nubte. Es blieb schließlich nur der dritte Weg übrig. Die Masse der Juden sollte ihr Geschick selbst!» die I iand nehmen. Die Zio• nistischc Organisation wurde auf demokratischer Gnindlagc geschaffen, und ihr Institut, die Ko'onh'.bank, ah ein populäres, dem Aufbau der Bewegung entsprechendes Finanzin ד :rument aus,gestaltet. Die Bnr.k ist kein gewöhnliches Geldinstitut, ״vielmehr hat sie die Gesamt) ntcrcssc» des jü• dlschen Volkes wahrzunehme 11". Unter dieser Voraussetzung beschloß bereits der erste Baseler Kongreß, die Bank zu gründen. Die praktische Durchführung wurde dem Aktionskomitee überlassen. Diese Aufgabe war aber keineswegs leicht zu lösen. Einerseits drängte Hcrzl zur Eile urvj erwartete sehnsüchtig die Aktionsfähigkeit der Bank, weil er mit einem fertigen Finanz.instrument vor den S u 11 a n und die Mächte hinlrc'cn wollte, um über den Erwerb Palästinas zu verhandeln. Hatte er doch schon im ״Jndenstaat" den Gedanken der Sanierung der türkischen Finanzen durch die Juden, als Ko.npcimt'o» für einen Charter in Palästina, ausgesprochen. Andererseits stellten sic'1 schier unüberwindliche S-hwieri :;keilen ein. Es ist sehr merkwürdig — fiir die nichtjüdische Außenwelt bleibt cs unvcrsuiiullich daß das jüdische Volk, das einen so großen Prozentsalz der Finanz- und Bmiklc.ite stellt, auf Hindernisse stößt, sobald cs sich darum handelt, eine kleine jüdische Bank zu gründen, die der Idee der Befreiung der Juden ans der Knechtschaft der Verbannung dienen sollte. Der Grand ist in dem Umstand zu suchen, daß die großen jüdischen Finanziere und Bankiers alle möglichen Geschäfte zu übernehmen bereit waren, nur keine jüdischer». Gott bewahre, nur keine jüdische Bank! Sie retteten die zerrütteten Finanzen Chinas, sic versorgten da* Rußland der Pogrome mit Geld, aber für Palästina waren sie nicht zu haben. ״Ja, warum denn Palästina? Es klingt doch zu Jüdisch," fragte einmal einer dieser Herren.; So dachten die übrigen. ׳ In diesen Bemühungen um die ßankgründung unterstützte Hcrzl David Wolffsolui aus Köln. Als Kaufmann ersten[ Ranges bildete er im März 1893 gemeinsam mit Dr. Boden•; hei me ז und Dr. Schauer ein provisorisches Komitee,; das die Vorarbeiten auszufülirc» hatte. Das Komitee hatte mit; schier uivübcrwm• *,liehen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die jü-; dischcn Finanzlage erhoben, wie bereits gesagt, verschiedene; Bedenken. Die beiden großen jüdischen Gesellschaften, die von ihren eJlcn Gründern zu weit höheren Zwecken bestimmt! waren, nls zu dem, was sic unter der Leitung־ ihrer Nachfolger; geworden sind, die Alliance Isradliie Universelle! und die Ica suchten sich unter allerlei Vorwänden von der; Mitarbeit zu befreien. Endll •h versprachen sic, sich zu betei* ligcn — man sprach vo! einer Summe von 10 Millionen Pfund! — wenn greifbare Erfo'ge vorhanden sein werden. Der Pa*; riscr Rothschild verweigerte seine Unterstützung-, weil man) die Sache als ״eine Form der goldenen Internationale" betrachten? könnte. Im übrigen sympathisierte er mit der Bjnkgründung. Als man in Londoner jüdischen Kreisen die Sprengung der Bank[ versuchte, verhinderte er es. Dem Frankfurter Rothschild war die Sache nicht fromm genug. Wieder ander« Finanzier!t« sträubten sich gegen den Manien ״Jüdische Nationalbank". Im besten Falle versprachen sic, wie Poliakow, nicht•׳ offizielle Hilfe. ,! [ Von den Gel.Imagnaten, von jenen Männern, die, satt und zufrieden, sich um ihr Judentum nicht viel kümmerten, irrt Stiche gelassen, blieb den Kämpfern um die Vo'kssache kein anderer Weg übrig, als sieb an das Volk zu wenden.׳ An jene armen, hungrigen 1:1!I geplagten Juden erging der Ruf, das Instrument der Befreiung sich selbst zu bauen. ' Bei allen diese.» Arbeiten war Wolffsohn unermüdlich1 tätig. Ihn! zur Seite s’.rvd der bekannte Haager Finanznaniv Jakohus Kann. Nach langen und schwierigen Verhandlungen gelang e! endlich, im Dezember 1593 ln London die Bank offiziell[ zu gründen, mit den Voihrrcitungsarbcitcn zur Registrierung zu beginnen und ci.vcn siebe,!giic’.rigcn Vcrwa'tungsrat cinzu• setzen. I» dieser ß.inkko!•iicesil/un; begann der Kampf um den[ Namen der Institution. Hcrzl crk'ärtc kategorisch: ״Ich gebe meine Zustimmung zu einem anderen Namen nicht." Wolff« roh» verhall der H.־rz‘s;l:en Meinung rum Siege. Um diese Zeit begannen sieb die ersten Mcinungsverschic• denheite» unter den Arbeitern für die Bank cinzu stellen. Herzl, der darauf wartete, um ״jede wahrnehmbare Gelegenheit zu benützen, um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Sache vorwärts zu bringen", wurde ungeduldig und verlangte die Eröffnung der Bank. Kann und Wolffsohn wollten erst nach grünlicher Vorbereitung beginnen. Zunächst galt cs aber, mit der Subskriptionser• Öffnung den Anfang zu machen. Hier stellten sich die große« Hindernisse ein. Es war keine größere Bank zu finden, dia bereit gewesen wäre, die Rolle einer Subskriplionsste.lc zu übernehmen, ln dieser Not fand sich — wie so oft—der Helfer in der Per:o.n des bekannten Zionlsfcnfrcundes, des Großhcr/ogs Friedrich von Baden. Dieser Fürst, der Hcrzl manche verschlossene Tür öffnete, war auch jetzt bereit, zu helfen. Hcrzl, Wolffsohn und Kann trafen in Karlsruhe ein und Hcrzl erhielt von dem Großherzig einen Brief, in den ibr.t der Fürst für die ausführliche und vertrauensvolle Darlegung des grolle» Planes dankt und die Hoffnung ausspricht, daß die Deutsche Bank in Berlin die Sache unterstütze« wird. Aber hier geschah etwas fiir die Außenstehenden Merk* würdige:. Das Wort des Fürsten, das dem Zionistcnführcif öfter die diploma'ischcn Verhandlungen erleichterte, das ihat den Weg zu dem deutsche» Kaiser ebnete und in Koiutantinopel Unterstützung verlieh, vermochte nicht einen der jü• dischcn Mitdircktorcn der Deutschen Bank zu überzeugen. Als nämlich Wolf tsahn und Kant! iu Berlin nr.t dem Schreiben des Großherzogs erschienen, da »versprach ihnen der Direktor der Deutsche» Bank, Siemens, für die An* gelegcnhcit beim Aufriditsrat einrutreten. Tags darauf kam das Ablchnungsschrcibcn, und zwar auf Veranlassung eine« Ausgrabungen in Palästina London. (J. P. Z.) Die ״Times“ vom 27. und 28. Sept. hringt ausführliche Betrachtungen eines Spezi,il-Korrcspondcnten über die Ausgrabungen in Palästina. Seit zwei Jahren hat das Departement of Antiquitics der palästinensischen Regierung, das auf Sir Herbert Samuels Anregung gegründet wurde, 722J Aliertumsobjekte katalogisiert, vor» denen der größte Teil im Palästina-Museum in Jerusalem ausgestellt ist. Nur ein geringer Teil davon darf ausgeführt werden. Ebenso haben die Inspektoren in der Provinz 1467 historische Monumente registriert. Die wichtigsten Stätten werden durch Wächter beschützt, damit nicht Baulustige das Stcinmatcrinl *'■' ihren Zwecken verwenden. Im Herbst will man an 13 Stellen mit Ausgrabungen beginnen. Die bedeutendsten Ausgrabnngen waren bisher ln Askalon (in Siklpalästina zwischen Jaffa und Gaza), die aus Mangel an Mitteln unterbrochen wurden. Dort sind aus hellenistischer Zeit die Ruinen des Bouleulerioti, t|er Beratungsstelle des Stadiscnalcs, ausge• fpahen worden. Mit seine« prächtigen Zugangskolonnadcn, *einen Sialucn und Skulpturen stellt cs das bisher schönste klassische in Palästina belangte Bauwerk dar. In tieferen Schichten sind zahlreiche Reste phönizischcr Kunst zu finden, die manches neue Licht auf die Zusammenhänge der Kunst- *nt'viddung des Mitlclmcci-Gcbictcs werfe«, — Eine Ex•׳ pcditioti der Universität von Pennsylvania hat am Zusammen• lauf der Ebene Jcsrccl mit dem Jordantale (das biblische Bcllüchcan an der uralten Handelsstraße von Damaskus |״cl1 dem Niidelta) unter Leitung Dr. Fishers, verschiedene ui'crcinandcrgclcgtcn Schichten bloßgelegt und ist interessanten tmflüssen der ägäischen Kulturzone auf die Spur gekommen. Auch eine Ramscs II, zugesehricbene Monumental- •uschrift ist gefunden worden, die manches neue Licht auf die auslände In Palästina von damals und die Feldzüge des kriegerischen Pharao wirft. I Die Fra «zi skancrmünche haben in Kapemaum (am Nord• '«de des Tiberiassccs) bei Ihren Ausgrabungen Ruinen einer *thr schönen Synagoge Im klaasischen jü- «lachen Stil gefunden. Diese Synagoge, die aus dem Regime der christlichen Zeitrechnung stammt und die durJi emes der in Palästina nicht seltenen Erdbeben, auf die auch der Prophet Agios hinweist, zerstört wurde, soll wieder in ihrer allen Gestalt hergcstcllt werden. An mehreren andere«Slcücn arbeiten französische, dänische und amerikanische Ausgrabimgskommissioncn, doch sind die Ausgrabungen noch nicht so weit fortgeschritten, um ein volles Bild der nn den Stellen vermuteten biblischen Siätten (Scliilo, Marescha, Gibaat-Sauls usw.) zu geben. Auch Samarla, Taanach und Megiddo sollen von Amerikanern ausgegraben werden. Aber wie ein eigener Leitartikel hervorhebt, den 'die ״Times" den Berichten über die Ausgrabungen widmet, durfte die weiteste Kreise am meisten interessierende Tatsache die der kommende» Bloßlegung der Stadt Davids sein. ״Nicht einmal die Stätten Trojas", schreibt der Leit• arliklcr in der ״Times“, oder die Mykenes Agamemnons, wo beiderseits lristoris.lic Romantik überraschend in Wirklichkeit verwandelt wurde, können, was den Reichtum vertrauter Asro• ziab'otvcn anbclnngf, mit den 10 Joch wetteifern, wo Davids Stadt siel» erhob. ״Die ganze zivilisierte Welt“, fährt die ״Times" fort, ״wird diesen Ausgrabungen mit Spannung folgen. Die beginnenden Aiisgrabun gen werden «ine Quelle patriotischer Befriedigung für die Engländer sein." Ein freilich noch größeres knlcrcssc au den Ausgrabungen haben Jüdische Kreise, und es wäre zu wünschen, daß bald Ausgrabungen durch jü• dischc Gelehrte und von jüdischen Altert!! msfrcumlcn gefönter‘, vorgervoinmeu werden, Die alic David-Stadt, die Festung Jebus, der Palast und das Milo von König David waren im Stkiosten außerhalb des heutigen Walls von Jerusalem auf dein Berge Oplicl gelegen, zwischen dem halligen jüdischen Viertel uirl dem Kidroiv-Tale, nördlich vom S!k> am Teiche. Drei vor• hcrige Ausgrabungo», vor allem die des französischen Archäo!״- gen M. Weiß im Jahre 1913, haben die Lage Im allgcn1cir.cn bestimmt. Nun wendet sich die PoLiislinnrcgicrung mit einem Aufruf an alle Nalionen, das ganze Gebiet der David-Stadt frei zulegen und die ganze ungeheure Geschichte dieser für die ganze Menschheit denkwürdigen Stätte wieder vor den Augen späterer Geschlechter lebendig werden zu lass:«. Die Aufforderung der Regierung erklärt, ״daß ein Werk von tdeher Bedeutung auf einer Stätte, deren Erinnerungen vielen Völkern heilig sind, nicht den noch 80 großen Mitteln oder den noch so aufopfernden Arbeiten einer einzelnen wissenschaftlichen Institution oder Nation überlassen werden kann." Auch im Ostjordanland harrt manche lohnende Auf• gäbe der Hand und des Spatens der Forscher. So ist im DschC• rasch, dem alten Ocrasi, die Römerstadt mit ihren Tempeln, Theatern, Forum uni Straßen, Monumentalbauten und Kolonnaden fast intakt erhalten. Der Boden des heilige« Landes wird io den nächsten Jahren manche reiche Ausbeute liefern. Die hebräische Lasker-Scbfiltr Zu den von »ns in Nr. 75 veröffentlichen Proben einer dem Geist und der Dynamik möglichst gerecht werdende« Uebertragung von Gedichtet» der Else Laskcr-Schüier ins Hebräischc (vgl. den Aufsatz von Alice Jacob-Locwenson) sendet uns Herr Dr, Armand K s m i n k a (Wien) eine von ihm stammende Uebersci/img des zweiten dort wiHergegebenen Gedichtes ״Saul“. Wir legen also nachstehend auch diese« Intcress&isten Versuch einer Nachdichtung unseren Lesern vor. .כ «ד sinסיי^ז ד,}ד1ל צל יד,זןד. '׳ ($ל $;גים לגג סיזןל (!׳*ר. קליב;;;;י. rfvj ntyipt? c*s?׳j .ל;לד,?לי ןןא1ר »לי י?^ר ^.קע ירד :זין?איל 5ן1ל$ה ,:גדי גד• וחתולים ו1רולים ןו;יב עהולי ־.—ץ לפגי ח־זיס ע1ך3י סלהקה. ג.י,:ד הוא!־כ1ז1׳ »ל?;־ז;1־1 י־גןה. ר$ה אלף 9?¥ים ןנ1*ף?ןר!.;י ן.טו;ה. Das hebräische Theater in Palästina Der Bestand und die Möglichkeit regelmäßiger häufiger Vorstcl'uivgen der hebräischeu Bühne in Palästina scheint nun• mehr nach langen Zeiten der Unsicherheit gewährleistet, nach• dem die Kinobesitzer BarbancV in Tcl-Avvlw und Out in Jerusalem es auf sich genommen haben, für die materielle Seite der Frage zu sorgen, so daß de.» Schauspielern die Möglichkeit geboten wird, sich ausschließlich künstlerischen Fragen zu widmen. Derzeit werde« Unterhandlungen mit einem be* י; i

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