Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 80 (10.10.1922)
- Date
- 1922-10-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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״ jS*i•'י Seite JUED'I: ■RUND'S'CI; U . Nr. 80 80 .ץ4ץ Eine Interpretation der sächsischen Verordnung Leipzig-, (J.C.B.) Zu der Verordnung des sächsischen Kultusministers Fleiß ncr über den Schulzwang an religiösen israelitischen und katholischen Feiertagen teilt das Presseamt Leipzig mit: Das Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts hat zur Ausführung schier Verordnung über den Schulzwang an staatlich nicht anerkannten Feiertagen erklärt, daß durch diese Verordnung auch die früheren Ministerialvcrordnungen, die eine Beurlaubung katholischer Schüler an besonderen katholischen Feiertagen und israelitischerSchüler solcher An* staltcn an jüdischen Feiertagen gestatteten, aufgehoben seien. Es hat die Verordnung über den Schulbesuch an staatlich nicht anerkannten Feiertagen auch auf die israelitischen Privatschulen Anwendung zu finden und es sind künftig Befreiungen israelitischer Kinder ’ vom Schreiben, Zeichnen und von den Nadelarbcitcn im Schulunterricht an den Sonnabenden nicht mehr zulässig, , ,! ן; Prof. Strack Vergangene Woche starb in Berlin der Geheime Kansistorialrat, Huf Professor D. Dr. Hcmnana L. Strack. Der Verblichene gehörte zu den hervorragendsten Kennern' der hebräischen Sprache und der alte!» hcbrüisdicn Literatur und ist als Herausgeber einer hebräischen Grammatik uni etr.tr Reihe von Talmudtraktaten bekannt. Strack hat sich nicht nur mit wissenscliafüidier Gründlichkeit und unermüdlichem Eifer in das hebräische Liieraturgut der Vcrgangenbeit versenkt, sondern er hat bei dieser Arbeit auch den Geist des Judentums, wie er sich in den alten Schriften darstellt, verstehen gelernt Strack hat sich bemüht, diesen Gcdenkcngchalt auch einer weiteren Ocftent'.ichkcit zu vcrmittcln. Seine Ein leitungin den Talmud und Midrasch gehört nicht nur zu dem besten, was von Christlieber Seite über diese jüdischen Literatunmkc geschrieben worden ist sondern gibt auch dem gebildeten Westjuden eine gute Einführung hi diese ihm fremd gewordenen Werke. Strack war aber auch ein leidenschaftlicher Wahrheitskämpfer. Er empfand es als eine brennende Schande, daß eine ganze Reihe deutscher Schriftsteller die niederträchtigsten Lügen über den Inhalt des Talmud verbreiten, und zwar gerade solche Personen, die wissenschaftlich gänzlich ungebildet sind und vom .Talmud keine Ahnung haben. Strack hat eine ganze Reihe von Streitschriften gegen diese antisemitische Sei!mutz- Literatur veröffentlicht. Er ist auch in vielen Fällen als gcrichtlichcr Sachverständiger für den Inhalt des Talmud vernommen worden, wobei er insbesondere gegen die Blutlüge Zeugnis abgelegt hat. Während des Krieges bemühte sidi Professor Strack um eine Annäherung au die Ostjuden im besetzten östlichen Krirgsgchict und verfaßte ein jiddisches Wörterbuch »and Lesebuch, um den deutschen Militärs und Beamten den Verkehr mi׳t den Ostjudcn zu erleichtern. Mit Professor Strack ist nicht mir eine der markantesten Gestalten der deutschen Wissenschaft, sondern auch ein aufrichtiger Freund des Judentums daliingegangen. Seine vorurteilslose Stellung gegenüber dem Judentum änderte natürlich nichts an seiner christlichen Ueberzeugung. Er hat bis zu seinem!Tode im Rahmen der theologischen Fakultät in Berlin das ,Institutum Judaicum geleitet, das es sich zur Aufgäbe macht, christliche Theologen so weit in jüdische Wissenschaft einzuführen, daß sie imstande sind, Judenmission zu treiben. In diesem Institut beschäftigte man sich z. B. im letzten Semester mit dem bekannten ,Werk Max Brods ״Heidentum, Judentum, Christentum“. * Palastinadczcrnat der jüdischen Jagendvereine Deutschlands Der Gcsam(Vorstand des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands hat in seiner Sitzung vom 17. September dieses Jahres einstimmig folgende Beschlüsse gefaßt: Der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands t errichtet ein Palästina-Dezernat. , 0! ׳ ■ 1•! 1 1־ { ׳ ן י ׳׳.! Das Dezernat soll der praktischen Verwirklichung der Beschlüsse der beiden letzten Delcgierten-Tagungen und der Kasseler Führertagung dienen, in denen die Mitarbeit an dem Aufbau des jüdischen Palästina als Pflicht des Verbandes erklärt worden ist .1!!1! ן: | j: 1 ,, ,׳ f ' Dieses Dezernat bearbeitet im Namen des Verbandes und im Sinne der erwähnten Vcrbandsbcschlüsse alle den Aufbau des jüdischen Palästina betreffenden Fragen.! Ihm liegt insbesondere ob: •, , ,* j ‘I 1. Die Verbandsmitgliedcr und die breitere jüdische Ocffcntlichkeit über die im Interesse aller Juden liegende Notwendigkeit zu unterrichten, das Werden der nunmehr völkerrechtlich anerkannten jüdischen Heimstätte in Palästina durch tätige Mithilfe zu fördern. 2. Unterstützung aller Bestrebungen, die Palästinafrage zu einer gesamt jüdischen zu machen^ insbesondere der Kongreßbewegung. I ״;;! ן 3. Aufklärungüber die Bedeutung der Mandatsbe- »tätigung und die durch diese geschaffenen Verhältnisse und Möglichkeiten zu verbreiten. , * 4. Veranstaltung von Kursen und Vorträgen über alle den Gesamtkomplex Palästina berührende Fragen, unter anderem über die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Palästina. \!! j!! 1 . , 5. Unterstützung von Oeld- und Material- Sammlungen für solche Zwecke, die das allgemeine gcsamtjüdische Aufbauwerk in Palästina fördern helfen. j 6. Aufrcchterhnitung der geistigen Verbindung der aus Deutschland stammenden Chaluzim mit den Schätzen des deutschen- Geisteslebens und Unterstützung und Ausrüstung ' von Chaluzim. :1 ׳ ,!׳,,׳ , 7. Sorgfältige Untersuchung der -Rückwirkungen des Palästina-Aufbaues auf die Verhältnisse der Juden in den übrigen Landern. ***ן |«דף! ״ ■ •,*,! Mit der Leitung des Palästina-Dezernates wird eine KomfakskvC bestehend (aus:_ Dc^ Alfred* A p f e 1 Berlin. 1, Vorsitzender, Dr. Paul Block*Cötn, Dr. Ludwig Frank- Nürnberg, Dr. Fritz Noack-Ootha, Kurt Zacharias- Bremen, betraut! ' ׳! (Dieser Beschluß des Verbandes der jüdischen Jugendvereine ist mit Genugtuung zu begrüßen. Wir wünschen dem neu gcsdiaflciva» Dezernat fruchtbare Arbeit Die Red.) Die Bcanilcn&cüöldunj In der Berliner Jüdischen Gemeinde Berlin. (J.C.B.). Die Beamten und Angestellten der Berliner jüdischen Gemeinde haben in einer großen Kundgebung, zu welcher die Vorsteher und Vertreter der Gemeinde Einladungen erhalten hatten, die Forderung aufgestellt, daß* in Zukunft für ihre Bcsoldutvg die Reich sbcsoldungsordnung zugrunde gelegt wird und daß bei Erhöhung der Bezüge der Reichsbeamten die Bezüge der Gcmclmlebcamtei» automatisch folgen sollen. Von den anwesenden Vertretern der Parteien, die von der» Beamten zur Stellungnahme aufgefordert wurden, erklärte zunächst namens der jüdischen Völkspariei R.-A, Dr. Klee, daß er die Forderung für durchaus gerechtfertigt halte und daß seine Fraktion in der Repräscntantcnvcrsammlung in diesem Sinne stimmen werde. Für die konservative Fraktion gab Herr L e w i n sk I,' für die liberale Fraktion Gewerberat Plotke Erklärungen ab, die zwar nicht die *dauernde Gleichstellung mit der staatlichen Besoldiingscrhöhung befürworten, aber das Versprechen enthalten, dem Wunsche der Beamten nach Maßgabe der vcrfügbaren Mittel tunlichst entgcgeimtkomincn. Die Versammlung nahm einstimmig eine entsprechende Resolution an, in der namentlich auch mit Rücksicht auf die Not der Zeit auf die Auszahlung entsprechender Vorschüsse gedrungen wird. Prcsscschaa Für den Wiederaufbau Palästinas durch die gesamten Kräfte des Judentums setzt sich am 5. Oktober im ״Hamburger Israelitischen Fainilicnbtatt“ Herr Professor Dr. Eugen Wölbe ein. Wir verzeichnen diese Sfimme wie jede andere mit Befriedigung־, weil sie zeigt, daß der Palästina-Oedanke sich auch in Kreisen durchzusetzen beginnt, die dem Zionismus fernstchen, Daß dies von Dr. Wölbe zu sagen ist geht gerade aus seinem Aufsatz והי׳ Hamburger Famllicnblatt deutlich hervor. Er betrachtet die Zionisten als ״jüdische Sünder“, die der hilfreichen Bruderhand bedürfen. Herr Dr. Wölbe wird nicht verkeimen, daß er mit dieser Auffassung aucli in nichtzionistischen Kreisen allein stellen dürfte. Aber über alle trennenden Fragen hinaus muß heute das gemeinsame Werk am Aufbau von Erez-lsracl geschehen, und wir freuen uns, daß Herr Dr. Wölbe dies erkannt hat und mit uns im Keren Hajessod die einzig mögliche Form für den Aufbau Palästinas zu fördern bereit Ist. Es ist interessant, daß in der letzten Nummer der C.-V.- Zeitung ein Artikel zur Berufsumschichtung erschienen ist, in welchem vom Standpunkte des Wiederaufbaus von Deutschland chic Erziehung der Kinder zur Wahl des landwirtschaftlichen, gärtnerischen oder handwerklichen Berufes empfohlen wird. Diese Stellungnahme kommt also in ihren Ergebnissen auf die Berufsumschichtung hinaus, die heute von den zionistischen Jugendorganisationen im Interesse des Aufbaus Palästinas gefordert wird. Bei aller Verschiedenheit der Argumentation dürfte sich hier die Möglichkeit ge* nic'msamcr Arbeit insoweit ergeben, als es sich z, ß. um die Schaffung von Lchrgütcm und von Werkstätten handelt. Freie jüdische Volkshochschale Berlin. Die Freie Jüdische Volkshochschule eröffnet ihre Hcrbstvoricsungen am 22. Oktober. Es werden folgende Herren lesen: Rabb. Dr. Baeck: Religiöse Bewegungen 1m Judentum, Rabb. Dr. Bergmann: Entstehung des Christentums, Rabb. Dr, Bieichrode: Talmudlcktürc. Dr. Colm-Wicncr: Licbcrmann und Lcsser Ury (mit Lichtbildern). Prof, J. Fricdtändcr: Unsere Gebetbücher. Studienrat Hamincrstcin: Lektüre moderner he׳ brüischer Literatur. Dr. Ifelson: Spinozas Retigionsphitosophic Rabb. Dr. Emil Levy: Bibcllcktürc, Dr. Julius Lcwy: Ge׳ schichte Israels im Lichte der Kcilschriitforschung, Rabb. Dr. Löwcnthnl: Wie erziehen wir unsere Kinder zum Judentum? Dr. Gerhard Scholem: Geschichte der jüdischen Mystik. Dr. med. Felix A. Theilhaber: Das Erneucrnngsproblcm der deutschen Juden, Dr. Tannenbaiwn: Das jiddische Theater. Davis Trictsch: Das neue Palästina (mit Lichtbildern). E. Toeplitz; Die Kunst der Juden im Wandel der Zeit (mit Lichtbildern). Ferner werden in einer Sonderveranstaltung Oeorg Hcrrmann, Arthur Holitscher und Else Lasker-Schulcr aus ihren eigenen Werken vorlcsen. Den einführenden Vortrag dazu hält Julius Bab. — Prospekte mit Angaben über Ort und Zeit der Vorlesungen sind im Sekretariat, Steglitzer Str. 9, Kurfürst 6S68, erhältlich. Jüdische Nationalfonds •Zweigstelle ln Bonn Am 15. September wurde in Bonn am Rhein eine Zweig• stelle des jüdischen NationalfomJs für Deutschland unter dem Namen: ״Keren Kajcmeth, Zentrale für Rheinland und Westfalcn" errichiet. Sic wird die Arbeit in diesen! Oebiet weiter ausbauen und noch fernstehende Kreise für die Arbeit zu ge• winnen suchen. Am 29. Oktober wird in Bonn eine Konferenz der Vertrauensleute Rheinlands und Westfalens statt• finden, in der über alle Neuerungen und Fragen der Winter• arbeit gesprochen werden soll. Die Adresse der Zentrale ist: Bonn, Kartstf. 11. Iln panarabischcr Kongreß in Jerusalem Jerusalem. (J.C.B.) Wie der Vertreter jjjf J.C. II, erfährt, wird liier in kurzer Zeit ein panarabisd!^>f Kongreß abgelmltcn werden, auf welchem Delegien!f| aller arabischen Länder vertreten sein werden. Haupt!?| irogsammprinkt des Kongresses ist: Beratung über <j:.: f Lage in allen Mandatsgebieten und Beschluß über tjf gemeinsame Aktion. ‘ |l 2060 jüdische Gesuche um das palästinensisch( •| Bürgerrecht & 1 Oes c. Hole am Könf Jerusalem. (J. C. B.) Wie der I. C. B.-Vertreter is u rusaletn erfährt, sind liis 1. Oktober 2000 Gesuche y0j , Juden Palästinas um die Verleihung des p4. | 1״ A lästiaensischc» Bürgerrechtes cingctaufcn. |:n de!» In diese Zahl sir/1 selche Juden nicht initgcrcchnct, welch.! I * ottoina.»Ische Untcrtanca waren und somit di: palä:,t:nensis;y1J *j Bürgerschaft automatisch erlangen, ohne ein formelles (V'l Pa such einreichen zu müssen. : ycruj; Gesuche »an Eilajigung der Bürgerschaft werden noü ־rang g den pnzca Oktober entgegengenommen. Das von der R(. '* .Vrcs bab• gicrung zu Beginn des Septembers vcröffont'.ichlc d'.c*.ixz׳.H:C|;f I 'Ij! a!v;eot Dekret gab einen Teraiin von zwei Monaten zur Einreidm#, | J.urdüß» von Gesuchen wegen Verleihung der. Bürgerrechtes an 4 i .[,!ähnle!»;•ilosscn Verurteilung eines Ritualmordhctzcrs. Wegen Be• sdrimpfung der jüdischen Religion wurde der deutsch völkische Agitator Votkssduilichrer Streicher aus Nürnberg am 5. Sentember 1922 vom Schöffenngcricht Scfiwclnfurt zu einer Ge* fängnisstrafc von 14 Tagen verurteilt, weil er in einer Versammlung der deutschen Werkgctncimchaft in Scho• innigen gehn Bert hatte: ״Der Ritualmord ist auch heute noch üblich, alljährlich verschwinden um die Osterzeit soundsoviclc Kinder. Wo kommen sie hin?“ Der Angeklagte Verantwortete sich dahin, daß er nicht die deutschen Juden als eine in Deutschland anerkannte Religionsgemeinschaft, sondern die Weltjudenheit habe angreifen wollen. ״Mildernde Umstünde“. Vor dein Schöffengericht Berlin• Mitte hatte sich am 13. d, AL der Student der Landwirtschaft, Erich Küster, zu verantworten, der in einem großen Bcr• liner Warenhaus dabei ertappt wurde, als er sich eine lederne Aktenmappe anzucigncn versuchte. Bei der Durchsuchung seiner Kleider fand man bei Um! «och eine gestohlene Fahrrad• lampe. Der Festgenommene, der sidi als Mitglied des ״Deutschvölkischen Bundes“ und einer Brüderschaft des ״Dcutschvolk!sehen Ofdens“ ausgab, erging sich in wüsten antisemitischen Beschimpfungen und riet aus,, er wolle an den ״jüdischen Wucherern“, welche die kleinen Geschäfts• leute ruinieren, sein Mütchen kühlen, Das Gericht verurteilte ihn unter Zucrkcnmmg mildernder Umstände (1) zu 1000 M. Geldstrafe. Das Arbclfsvcrmittlangswesen In Palästina Berlin. (J.C.B.) Die jetzt auf einer Europjrei* befindlichen Vertreter des Waad Lcurni, D. Yc 11in utj T,sc 11 ernowitz übergaben der Exekutive der jüdischen Weitliilfskonferciiz ein Memorandum, in welchem die N«<, Wendigkeit der Organisierung eines modernen Arbeitsvenn «|. lungsnmens in Palästina begründet und mitgctcilt wird, d!s der Vaad Lcumi za diesem Zwecke ein Organisation־,!){!!(, ins Leben gerufen habe, an welchem sich verschiedene Cr• ganisaüoneii der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Palästina beteiligen. Das Büro wird in allen Städten und Kolon« Abteilungen unterhalten und besonders für die Unterbringung der neu eingetroffer.cn Immigranten i.i passende Arbeitsstätten sorgen, Da sich das Ausmaß der Immigration nach der Zahl der Arbeitslosen im Lande richtet, wird die Tätigkeit einer großen Arbcitsvermittiungsaktion dazu beitragen, i.t Immigfation zu fördern. , , ' ׳ Die Exekutive der Wdt!1i!fslconfcrenz. beschloß, dieses Unternehmen des Waad Lcumi materiell zu unterstützen und alle mit der Wcffliilfskonfercnz zusammerurbeitenden Organ!• sationen auf die große Bedeutung dieser Institution für den Aufbau Palästinas himmvvcisca , Wcltkonferenz de! Chalaz Der Mcrkas des Chaluz-Wcltvcrbamics in Wien beschloß in seiner letzten Sitzung, die Weltkonferenz des Chaluz für den ersten Tag Chanukkah (d. L 15. Dezember) nach Wien cinzukrufei», Die Konferenz wird sich mit Fragen der Chain/• Ausbildung und der AJiah befassen. Man erwartet die Toi• nahmt von Vertretern aller Stände, insbesondere auch aut Palästina. Italienisch-orientalischer Kongreß in Triest 11 om (J.C. R.). Ir» Triest hat ein ״Italienisch-orientalischer Kongreß“ stattgc'iuKlcn, an dem die Regierung und die Vcrtreter des ftalicrvis.hca Handels und der Industrie im König• reich« und im Mitlebneere (Alexandrien, Smyrna, Saloniki usw.) teitgenommen haben. Zweck des Kongresses war, die Handels- und Kulturbeziehungen zwischen Italien und dem Mittelmcere im Orient zu fördern. Von jüdischer Seite nähme/» an» Kongreß teil: Dante Lattes (als Vertreter der zionistischen Föderal«!»), Rechtsanwalt Saiiam (Venedig) (als .^orsitzenicr der italienisch jüdischen Emigranten •Fürsorge), E>r. Perlmutter (als Vertreter der Transportgesellschaft Maawitim) und Giuseppe h'ano (als Vertreter des Trientiner Palär.|inaa1ntcs). Auf Anregung der jüdischen Teilnehmer hat der Kongreß zwei Resolutionen angenommen, in welchen die Regierung aufgefordert wird, die Emigration nach Palästina durch Tri«st und aus Rußland nach Amerika durch Italic» zu erleichtern uiul zu fördern. Die Juden und die oberscbleslsclien Wahlen Warschau. (J.C.B.) Wie bisher gemeldet wird, hat die J udenschaft Oberschlesiens beschlossen, sich an den kom• tuender» Wahlen zum autonomen Landtag in Polnisch-Ober• Schlesien zu beteiligen und eine eigene Kandidatenliste aufmstellen. , Arthur Holiticher in Zürich (Von unserem N. W.-Korrcspondenten.) Auf Einladung der Schweizerischen Gesellschaft zur Förde• rung «der Jüdischen Nationalbibliothck in Jerusalem ״Pro bibliothcca judalca" sprach Arthur Holiticket aus Berlin am I I. September im großen Sclnvurgericlitssaal von Zürich über die Eindrücke, die er auf seiner Palästina• reise i!r» vergangenen Winter vom alter! und neuen Jisclmb und von den CliaUum empfangen halte. Er erzählte im wesentlichen nichts anderes, als was er in seinem Buche gegeben, erklärte, daß er durchaus mit kritischer Unvoreingenonuneuheit nach Palästina auszog, um dort zu einem Pauli« bekehrt zu werden, und pries den Geist der j1W£C״ Einwa!5dcrcr als Auswirkung einer irrationalen Bewegung 1!e! Judentums, von der er tief ergriffe!» worden sei. Was den Abend zu einen» Erlebnis für die etwa 300 Zuhörer, die zum größten Teil Holitscliers Buch nicht kannten, werden ließ, war seine anspnichlos imd dennoch eindringliche Art der Darstellung, von der man sich gerne zwei Stunden bng fesseln ließ, ohne in der Aufmerksamkeit nachhssen zu müssen oder im Ermüdung zu fallen. Das fbihlilam! dankte ihm deshalb auch mit herzlichem Ikilall; es bcstend ungefähr zur Hälfte au? Nicht jaden, die, von den» Namen des Autors der ,,Drei Monate in Sorjctnißland“ angezogen, mm Vortrag gekommen waren. Holitscliers Appell, der Jüdischen Nationaibibliothck in Je־״ salem. nicht zu vergessen und insbesondere zum Ausbau der Wandt!Büchereien der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas beiz:!• trage», die viel zu klein sind, um die Bedürfnisse der Pioniere nach Wissen, Bildung und seelischer Erhebung aus dem Buche nach schwerer Tagcsaröeit befriediget» zu können, erwies sich für die von der Gesellschaft ״Pro bibliothcca judaica“ faltete Propaganda als sehr wertvoll. ' nt er k ו b e r k o! j p i'eisungcr jcrcndcii ln A 5״n״ unte :,cülrit ״;,e Regie: 1:;׳ folgen t rcücl.uiig' .,5g von . iAerkomn U1»i furch enr fan erwt iüemäßhei. ikstallung׳ ihn erlass1 ,0:» Zeit i;.'»blncits» ־uitsscl.r a!i Erlas־ (»aren 0.1 ׳ Uni furch ein mit könif!. ןv0>.» l'.da Oberhoiur (fer-in-Ch1• Und .1 unter Un [Öberkom!!kegierun; .unken. Tun }Belieben ' 1. r |!ordern, ucn Eid 1!',crordnu;criigen ,'•cLhe i!!׳•inJ. D |hi veran Palästina: II. | »ommiss nstrukti« Ifiiicm h l'verden uc von (Leset» S |*. erd er». iv | Notwc 11׳ .׳ |’1‘sl«sin. 1 Aufsch»» _ »■oinmis! |;־l), du! •';11‘ß H ׳1׳'ur je. tuissar l1r in d V.