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Jüdische Rundschau · 1922-09-29 · Heft 76-77 (29.9.1922) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 76-77 (29.9.1922)
Date
1922-09-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1 Seite 514 mit die Forderung des Mandates, der ,Verfassung und der Instruktionen — auf Erleichterung — einer jüdischen Einwanderung zu verletzen oder bei einer jede« der jüdischen Einwanderung־ feindlichen oder sie hemm enden und verlangsamenden Entrchlkflung der Komitees an den Staatssekretär zu appellieren. Ein solcher Zustand würde auf die Einwanderung selbstverständlich störend cinwirkcu und würde — wegen der Juden — einen ständigen Konflikt zwischen dein Oberkommissar und dem Eiinvanderungsausschuß schaffen. Dieser Zustand würde sowohl auf die Ausgestaltung der Be- Ziehungen zwischen der palästinensischen Administration und den Juden sowie auf die Schaffung der besseren Beziehungen zwischen den Joden und den Arabern sehr schädigend wirken. Selbstverständlich besteht für den Obetkommissar sowie für den Staatssekretär jede formale Möglichkeit, auch trotz der feindlichen Haltung eines solchen Komitees und durch Bcrulung auf die übrigen klaren und unzweideutigen Bestimmungen des Mandates und der Verfassung das Recht dc9 jüdischen Volkes, in seinem alten Vatcriandc wieder repatriiert zu sein, zu schützen, was natürlich nur auf dem Wege der Förderung einer ausgedehnten und nur durch die jeweiligen Wirtschaftliehen Verhältnisse des Landes regulierten Einwanderung geschehen kann, und ihre Pflicht zu begründen, diese Einwanderung zu erleichtern. Mau könnte vielleicht auch’ sagen, daß in einem solchen Komitee eine sachliche Erörterung der Fragen der jüdischen Einwanderung vielleicht möglich sei. Dies waren vermutlich' auch die Motive, welche die englische Regierung zur Schaffung dieses Komitees geführt haben. Uns scheint aber, daß dieses Kalkül den tatsächlichen Verhältnissen kaum entspricht und daß seine politische Körperschaft, die in erster Linie um die Macht kämpft und bei der Erörterung der Fragen nur zu oft ״zum Fenster hinaus“ sprechen muß, gerade umgekehrt das am wenigsten geeignete Forum für solche Erörterungen ist und daß da in einem solchen Oremium sogar die den Juden wohlgesinnten Araber leicht behindert werden können, ihren richtigen Meinungen Ausdruck zu geben. Wir können daher dieser Maßregel gegenüber uns nur ablehnend verhalten tind müssen, ebenso wie cs die Exekutive in ihrem Antwortschreiben an das Cjolottial Office vom 18. Juni in bezug auf die Einwanderung geschrieben hat, die Hoffnung ausdrücken, daß rwir trotz der Schaffung dieses Komitees und ״welche Maßnahmen auch getroffen werden können in!bezug auf die Regulierung der jüdischen Einwanderung“ Zuversichtlieh hoffen, ״daß die englische Regierung uad die Administration Palästinas“, sich Jn dieser Sache durch’ die oben genannten Prinzipien leiten lasset! »werden, d. 11. durch die Anerkennung, daß zur Erfüllung des Rechtes des jüdischen ,Volkes auf die Schaffung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina es ״für die Juden notwendig ist, ihre Anzahl in Palästina zu vergroßem durch Einwanderung, welche durch’(die ökonomische Aufnahmefähigkeit des Landes bestimmt werden wird“. Wir sind auch weiter überzeugt, daß jbd dem loyalsten Verhalten der zionistischen Leitung und der Zionistischen Organisation den von unserer Leitung akzeptieiten Richtlinien der englischen Politik gegenüber es unserer Organisation gelingen muß und!gelingen wird, den englischen Staatsmännern diesen Standpunkt plausibel zu machen. Wir zweifeln auch nicht daran, daß die englische Staatskunst, die aus den schwierigsten Situationen den riciitigen Ausweg zu finden pflegt, auch in diesem Falle den richtigen Weg finden wird, voraus, gesetzt, daß bei ihnen der Wille vorhanden sein wird, der nach dem englischen Sprichwort auch den Weg weist: ״Whcre is the will, th’cre is the way“, '! Wir kommen somit zu dem wichtigsten Punkt unscrer Betrachtung, Nach dem oben Gesagten scheint cs uns klar zu liegen, daß materiell nichts geschehen ist, was JUEDI1 .UNDSCHAU Nr. 7ד;0ד die verzweifelte u!!J oufgtivgie Haltung derjenigen erklärt, die sich zu einer mehr oder weniger offenen Einladnng versteifen, von diese«! Werk sich zurückzuziehen und die Hilfe und Unterstützung dem unter diesen Bedingungen zu vollziehenden Wiederaufbau Palästinas zu versagen. Es handelt sich nicht um die einen oder die anderen Paragraphen der Verfassung, cs handelt sich nicht um das ganze Dokument, cs handelt sich um die angeblich neuen veränderten Tendenzen der engl keilen Politik, die man aus den Erklärungen insbesondere des Herrn Churchill hcrauslcscn zu müssen glaubt. Gemeint ist in erster Linie die offizielle Erklärung der englischen Regierung über die britische Politik in Palästina. Das, ist allerdings ein sehr wichtiges Dokument, und cs scheint uns den Ausdruck eines nach ernstem Ueberlegcn und sorgfältiger Prüfung der gesamten heute in Betracht kommenden Faktoren gefaßten Entschlusses zu enthalten. Es scheint uns, daß bei der Abfassung des Dokumentes in erster Linie auch der Oberkommissar Palästinas in hohem Maße mitgearbeitet hat. Dieses Dokument drückt zweifelsohne diejenigen Richtlinien aus, die für die englische Politik in Palästiim nach menschlichem Ermessen auf eine sehr lange Zeit bestimmt werden. Diese Erklärung verdient also keine Geringschätzung, wenn sie auch zwei für uns sehr unangenehme Stellen entiiillt. Die eine bezieht sich1 auf die Einwanderungs. frage und ist identisch mit den diesbezüglichen Be- Stimmungen, die in der Verfassung aufgenommen worden sind. Wir haben diese Bestimmungen einer detaillierten und aufrichtigen Kritik unterzogen. Wir müssen (aber nochmals wiederholen, daß wir bei aller!unserer Ablehnung der besprochenen Maßnahmen doch keinen Grund zur Verzweiflung finden und sicher fühlen und sehe«, daß auch bei dem .Vorhandensein fieser Be- Stimmungen die tatsächlichen Möglichkeiten der Einwanderung unangetastet bleiben. Die zweite Stelle bildet der Passus, in welchem! die englische Regierung ihre Meinung darüber ausdrückt, was nationales Heim bedeutet. Die Formel, daß Palästina ״sö jüdisch wie England englisch ist“ (die Gänsefüßclicn sind in dem englischen Weißbuch wiedergegebeit), werden soll, lehnt sie; ab. Wir müssen aber geradeaus aussprecheti, daß uns nicht die Tatsache dieser Ablehnung, sondern ihre polemische Schärfe stört. Wenn wir von dieser polemischen Schärfe abschcn, so müssen wir ehrli;h gestehen, daß sich unseres Erachtens dieser wichtigste Teil der Erklärung von dem Text der Balfoursclicn Deklaration gar nicht unterscheidet, der Balfourschcn Deklaration, die im ersten Satz dem jüdisehen Volke das Recht auf die Schaffung einer nafionalcn Heimstätte in Palästina zuerkannie, und im zweiten Teil die bürgerlichen und religiösen Rechte der vorhandenen nichtjüdischen Bevölkerung sicherte. Es ist uns unbegreiflich, warum diejenigen, die heute einen Gegensatz zwischen den letzten Ausführung-en der englischen Regierung einerseits und dem Mandat und der Balfourschen Deklaration andererseits konstruieren wollen, wie sie seinerzeit einen solchen Gegensatz zwischen der Balfourschcn Deklaration und den Bestimmungen des Mandates konstruiert haben, nicht duschen, daß schon zur Zeit der Balfourschcn Deklaration die Hoffnung auf Oktroyierung eines Staates in Palästina seitens Englands im negativen Sinne beantwortet war. Die weitere Entwicklung ist durch die Balfoursche Deklaration vorausbestimmt worden; die Balfoursche Deklaration hat Palästina als das Land behandelt, in dem seine heutigen Einwohner alle ihre Rechte behalten und in weichem den Juden die Chance gegeben wird, ihr nationales Heim aufzubauen. Die beiden Verpflichtungen der englischen Regierung, die Sicherung der vorhandenen Rechte der nichtjüdischen Bevölkerung und Erleichterung des Wiederaufbaus der jüdischen nationalen Heimstätte muß sie nun, wenn N sie ihren Versprechungen treu bleiben will, glcich'mün: Ausfuhren. Auch in der letzten Erklärung hat die er.:׳.’ | lir.dtc Regierung denselben Willen bekundet, dieses Au'[. •| kommen der jüdischen Bevölkerung Palästinas, die;!!$ | tatsächliche Trägerin der jüdischen nationalen Hein!. J siätle erscheint, zu fördern und zu begünstigen. De;!, j selben Gedanken werden die entscheidenden Bestie, I umiigcn der Verfassung und der Instruktionen gewidmet Es ist für uns eine sehr große Frage, wer heute de!i j*| Wiederaufbau der jMsdien nationalen Heimstätte mehr ׳ schädigt, die englische Regierung mit den.Bestimmungen über den Einwanderungsrmsschuß oder diejenigen nie!!;, zionistischen und zionistischen Juden, welche weg^ dieser Bestimmungen cs wagen, das jüdische Volk auf. zufordern, das Werk des Wiederaufbaus zu boykottieren. Die Erklärung proklamiert den Grundsatz der zv.g siel! nebeneinander entwickelnden Nationalitäten in pa, lästina. Es sei einmal die Frage gestattet, was diejenigen tun würden, die sich heute als verzweiiclte Opponenten > dieser Prinzipien gebärden, falis ihnen das Recht enf die Möglichkeit zuiiele, Palästina nach ihrem Eben.; bilde zu gestalten. Würden sic etwa der heutigen ara.! bischen Majorität Minoritäisrcchle schenken oder würden sic tatsächlich nach dem Zangwillschen Rezept an.eine mehr oder weniger gewaltsame Deportation der Araber aus Palästina herantreten? Wir wagen zu behaupten, daß ein Judenstaat keine wesentlich andere Verfassung für Palästina promulgieren könnte, vielleicht sogar sich gezwungen gesehen hätte, die Verfassung in einem weit über liebevollen demokratischeren Geiste zu schaffen, als die englische Regierung in weiser Ab- Schätzung ihrer beiden Verpflichtungen und im Be. streben, den beiden gleich gercciit zu werden, es getan hat, d. 11. der heutigen arabischen Majorität noch mehr Rechte zuzuerkennen. Jedenfalls könnten im Sinne Theodor Hcrzls, der nie die moralische und die politische Notwendigkeit vergaß, die nationalen jüdischen Forderungen mit den Geboten der allgemeinen menschlichen Sittlichkeit zu verbinden, wirkende jüdische Staatsmänner eine wesen!• lieh andere Verfassung nicht verkünden und eine anders lautende Erklärung über ihre praktische Politik nicht abgeben. Es ist doch wahrhaftig interessant, daß gerade diejenigen, die in allen anderen Fragen die höchsten Forderungen der pazifistischen Einstellung vertreten, bei der Lösung der jüdisch-palästinensischen Frage Mctlioden empfehlen und mit Argumenten operieren, die diesen Prinzipien ins Gesicht schlagen. Wir müssen also auf die obengesteüte Kernfrage unumwunden antworten: in ihren Grundlinien entspricht die verkündete englische Politik den gerechten Forde• rungen und den reellen Möglichkeiten des jüdischen Volkes. Die Leitung der Zionistischen Organisation hat auch im Sinne der großen zionistischen Massen genau, dclt, als sie ihre Zustimmung zu diesen Grundlinien gegeben hat, indem sic gleichzeitig den Standpunkt der Zionistischen Organisation in der Immigration!; frage hervorhob. Die Lösung dieser Frage muß und wird den allgemeinen Prinzipien, auf denen der Wiederaulbau des nationalen Heims in Palästina beruht, untergeordnet und durch sie bestimmt werden, um die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte zu erleid!- tern. Die nationale Heimstätte kann aber nur dann w er d c n, wenn sich die geeinten Kräfte des ganzen jüdisehen Volkes in unablässigem und frohem Bemühen einsetzen. Davon das jüdische Volk abzuhalten, ist eine große Sünde, die aber glücklicherweise nur eine Sünde der Gesinnung bleiben und nicht eine Sünde der Tat werden kann. 1nög ' Ein jüdisches Stadtviertel In Haifa Jerusalem. (J.GB.) In Haifa wurde ein «us* gedehntes Stück Latvl zwecks Errichtung eines neuen jüdischen Stadtviertels erworben. Gesänge der babylonischen Juden Mar» darf sagen: Abraham Zwl Idelsohn Ist der erste wahrhafte Begründer einer umfassenden jüdischen Musik- Wissenschaft. Seine Bemerkungen zu den wertvollen Notenmatcrlalier» sind kurz und zuverlässig, wie diese selbst reichhaltig und gediegen sind. ׳ Dem ersten Bande seines groß angelegten Hebräischorientalischen Melodicn&chatses (Ozern n’ginoth Israel) ״Gesänge der jemcnischcn Juden.“1) laßt er nun, jetzt im Verlage von Benjamin Harz (Jcrusalem-Bcrlin-Wicn) die ״Gesänge der babjloiüschen Juden“ folgen. 1 Man liest den Band, man vertieft sich in das Notenmaterial mit anhaltendem Interesse, mit zunehmender Freude. Wer kennt denn jene jüdischen Brüder, die wie alt-testamentarische Volkssiämme unberührt von unserer und fast überhaupt von neuer Kultur noch drüben in der Nähe unseres Heimatlandes leben und beten und singen? Nun hört man über sie aus zuverlässigem Munde, nun vernimmt man ihre . Seele in ihren synagogalen und in ihren religiösen häusliehen Gesungen. Man müßte vieles abschfeiben, um ein rascles BilJ von der konzentrierten Fülle des Werke« zu bieten. Weniges sei herausgehoben. So die berechtigte Behauptung, daß die mitgeteiltcn Weisen Volkagcsang fan ernstesten Sinne des ,Wortes seien und wahrscheinlich vor der Zerstörung des zweiten Tempels entstanden sein müssen: weil alle alten jüdischen Zentren, trotz jahrtausendelanger Abgeschiedenheit voneinander dieselben Melodien aufweisen, wie beispielsweise in der Akzentwiedergabe des Pentateuchs. Da ist nun höchst Interessant, au Hand 'der Idelsohnsclien Tabelle dreizehn Auffassungen der Akzente miteinander zu vergleichen. Da kann *) Siehe: meine ausführliche Besprechung Ini 1. August- Heft des 14. Jahrganges — 1914/15 — der Zeitschrift ״Die H״״s1k b.׳ftsänge?er jemenitischen Juden. Versuch einer neuen Einteilungsweise für alte Melodien“. man nun gewissermaßen die jüdische Volksseele in ihren Verzweigungen intim belauschen, wie sic auf vielfache Manier bewegter oder ruhiger dieselben N’ginolh wiedergeben und doch dieselbe Weise Immer umspielen, ob sie babylonisch, persisch, ilalienwch-sfardisch, palästlnenslsch-sfardlsch oder anderer Art ist. Aber, wie überhaupt soll man die Vorzüge eines Werkes wiedergeben, dessen Bedeutung in der musterhaften musiknlisehen Veranschaulichung bestellt, ohne Noicnbeispiele und genaue fachmännische Erläuterung charakterisieren! Wo fängt man an, wo hört man auf? So ist alles, was Idelsohn, von der Entwicklung der N’ginoth sagt, von wesentlichster Bedeutsing des Nussacli, überhaupt. Nun ein anderes, — etwa das, was über die Bedeutung der lobweise gesagt ist. Wer beachtete all dies, wer überhaupt fixierte auf solch genaue Art, wie Idelsohn? Man bedenke: Idelsohn schrieb an Ort und Stelle von verschiedenen Chasanim und anderen^ berufenen Männern manche Weise mehrmals ab, um seiner Sache vollkommen gewiß zu sein. Wieviel kann da eine. Fixation verderben, wenn sie nicht von vollendeter Mtis.xalität und voi bester Kultur des Aufnehmers unterstützt vrirül Dazu kommen die phonographischcn Aufnahmen. Und;־ID diese jahrzehntelange Arbeit, damit endlich wirklich ein I!ebriiisch• synagoga 1 er Mclodienschatz, ein wahrer jüdischer Dz er, für alle Zukunft zustande komme. Wer ehrt, wer , bclohrit solche Tuten, damit dem Gelehrten, zum Heile seiner Nation, die Lust sa seinem Werke gehoben und erhalten werde. Anschaulich, wie alles, was Idelsohn niiiteilt, sind auch׳ sein« Zitate. Wahrend andere Gelehrte' nur kurze Quellenarißnben bieten und es dem Leser uuJ Forscher überlassen, Daten und Belege in Bibliotheken der ganzen Welt nachzupriife» und nachmlescn, führt Idelsohn jedes wichtige Zitat selbst an, so daß man von den Behauptungen sicli sofort überzeugen kann. Da ist z. B. von dem alcxandrinischen Theologen Clemens die Rede. Sofort gibt der Verfasser unten faut luka diel Wa ane der teilt 3. ' mit uoc gef Ent züg Vei tro bei me Fr: sin 8« ge: Tc gc' Ag föi hal wi Sii Wl zu \v< Wl be 11a Wl dt lit 01 fr m ui 2. & P; w u in einer Anmerkung die wichtigsten hierhcigchörenden Zitate, und welch interessante Zitate[ Daß z, IS,, wie Aristoxetws, (354 v. Chr.!!) auf den sich Clemens beruft, behauptet, die Harmonien der Psalmen den dorischen Weisen entspräche« u. a, m. Was dann Idelsohn über die uns Juden sehr angehende dorische Tonleiter selbst sagt, was er ferner vom Wesen des jüdischer» Gebets überhaupt ausspricht*), endlich die vorzügliche Studie über die Motive und weiter alles und alles, was der ganze Band enthält, ist von außerordentlichem Reiz und Zauber für der», der der jüdischen Musik Liebe und Interesse entgegenbringt. Alle Attribute wie ״vorzüglich“, ״interessant", ״bedeutungs• voll", die ich hier 11er» Dingen IdeJ9011ns beilege, spiegeln ja nur mein Gefühl während des Studiums des seltenen Werkes wider. All dies möge!»tut weitere Kreise anregen und sie zur Erwerbung dieses Wimdcrbuches antreiben. Da habe ich mm viele Weisen im Notenmatcrial angestrichen, um sie zu schildert». Ich kann sie leider nur nennen, um auf sie das Augenmerk zu lenken. Da sind vor allem die italienische Pcntatcueh-Weisc, die wegen ihrer Beweglichkeit und ihrer Melodik auf füllt, ebenso und aus denselben Gründe» die Pentateuch-Weise aus Saloniki, ferner die litauische In• (onntion des Hohenliedes, deren ich mich selbst als Kind ii* Wilna an jedem Freitag nachmittag bedient habe und die eine so himmlische Heiterkeit widerspiegelt, wie nur selten eine alte Melodie, die offenbar uralte Weise von Carpentrai (Nr. 18), die musterhaft widcrgcgebcnc Prophetenweise, wi« sie beispielsweise bei den europäischen Sfarden und den Li* tauern vorgetragen wird, (Seite 49, 51), die uralte, rein und schön erhaltene lob Intonation (Seite 69), die tonartig luter* 8) Vergleiche hierzu meinen oben erwähnten Aufsatz iit. der ״Musik“ und meine in schwedischer Uebersetzung ch schicncnc Abhandlung über die Merkmale jüdischer Musik in! dem Band ״Jtidcrna“ der Naiior.cr.a3 Bibliothek, Stockholm. P. A. Norstedt und Söners 1920 Förlag, & P ■ e t « s f l « \ t 1

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