Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 74 (19.9.1922)
- Date
- 1922-09-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 500 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 74 nicht nur aus moralischen und nicht nur aus praktischpolitischen Gründen — aus der Envägung, daß wir immer nur ״eine kleine Insel im arabischen Meer“ (Ruppin) sein werden — unerläßlich Ist, sondern vor allem auch deswegen, weil die englische Unterstützung unserer Sache selbst in hohem Maße von der Erzielung eines solchen Ausgleichs abhängt. Wir haben mit dieser Anschauung den radikal entgegengesetzten Standpunkt eingenommen als andere zionistische Politiker, die England eine Art strategischen Stützpunkt am Sticzkanal versprechen zu können glaubten und die Zionisten gewissennaßen als das für England politisch und militärirch zuverlässige Element gegenüber den Mohammedanern ausspielen wollten. Diese Politik haben wir stets nicht nur für verwerflich gehalten, weil sic sich in den Dienst des englischen Imperialismus zur Unterdrückung der Orientvöiker stcilt, sondern auch für naiv, da England unsere Hilfe nicht braucht und der englische Impcrialistnus andere Methoden zur Erreichung seiner Ziele kennt. England hat heute das größte Interesse daran, mit der islamischen Welt zu einer Verständigung zu -kommen und nicht neuen Zündstoff zu häufen. Der überraschende Sieg der Türken hat die ganze vorderasiatische Frage wieder aufgerollt lind seine Wirkungen erstrecken sich bis nach Indien. Bekanntlich haben die indischen Moliammedaner schon vor Jahresfrist die Wiederherstellung der Türkei gefordert, und cs ist eine besondere Pikanterie, daß der jüdische Minister für Indien, Montague, gehen mußte, weil er auf die Gefahr hinwics, die eine Nichtbcachtung der indischen Forderungen für England bringen konnte. Die islamische Bewegung, die zu Kriegsbeginn zu entfachen der deutschen Propaganda nicht gelungen ist, ist im Laufe der letzten vier Jahre um ein gewaltiges Stück vorwärts gekommen, sie befindet sich noch jetzt im Werden, und cs ist nicht abzusehen, welche Entwichlungen ihr noch bevorstehen. Jedenfalls gärt es in Indien und Afghanistan ebenso wie in Mesopotamien und 1Aegypten, und das kleine Land Palästina kann von dieser Bewegung nicht unberührt bleiben. In Mesopotamien, wo England einen nationalen König eingesetzt hat und die Verfassung weitgehende Selbständigkeit gewahrt, hat die Auflehnung gegen die englische Oberherrschaft gerade in der letzten Zeit heftige Formen angenommen. Mesopotamien ist auch das Land, wo der türkische Sieg am unmittelbarsten nachwirkt, denn schon stoßen 'türkische ,Truppen nach Süden vor und englische Blätter berichten bereits von einem Rückzug der zu schwachen englischen Kräfte. Vielleicht noch nie seit Beendigung des Krieges ist es so klar geworden wie im jetzigen Moment, daß an eine dauernde Unterdrückung des Orients durch eine europäische Macht nicht mehr gedacht werden kann. Die Millionen Mohammedaner befinden sieh in einem Zustand des nationalen Erwachens, und es wäre müßig, heute auf die alten türkisch-arabischen Gegensätze zu Spekulieren und zu hoffen, daß die Araber aus Angst vor einer neuen türkischen Herrschaft sich aus der panislamfechen Bewegung ausschließen werden. Immer dcutlieber wird der Gedanke der Solidarität Asiens ausgesprechen, der politisch seinen Niederschlag finden soll in einer Vereinigung autonomer Staaten des Orients. Dieser ״Panasiatismus“ ist nicht ein müßiges Spiel zionistischer Literaten, sondern ein realer politischer Gedanke, den man überall wicderlLndct, wenn man auch nur oberfUichlich die Kundgebungen der verschiedenen asiatischen Völker verfolgt. Wenn der Zionismus die Rückkehr der Juden in den Orient und den ehrlichen Willen zur Loslösung von Europa und zur Eingliederung in die orientalische Kulturwelt bedeutet, dann dürfen uns diese politischen Tendenzen nicht gleichgültig bleiben, denn wenn wir auch heute aus Europa kommen und eurepäische Mächte uns zur Wiedererlangung politischer Existenz geholfen haben, so müssen wir doch' anfangen zu verstehen, daß in diesem Prozeß eben doch ein Wendepunkt liegen muß und unser künftiges Leben grandsätzlieh anders orientiert sein wird. Der Osten ist heute eine gewaltig aufstrebende Macht. Von der Ostsee bis zum Indischen Ozean erhebt sich’ ein Wall, der dem Eindringen Europas Trotz bietet. Wie immer man über die Einzelheiten dieses Kampfes denken mag, unverkennbar ist doch die Tatsache, daß hier ein Kampf um eine Idee geführt wird, um die Idee der Ueberwindung des Europäismus, der Neugestaltung des Lebens ln neuem Geiste, ln diesem geistigen Ringen kann kein Zweifel darüber bestehen, wo der Platz des Zionismus ist. Denn auch der Zionismus ist die Wiederaufrichtung einer geistigen Macht im Orient. Die großen Energien Asiens sind auf die Da'uer nicht zu fesseln. Der türkische Sieg hat manchem die Augen geöffnet. Es könnte opportunistisch erscheinen, in diesem Augenblick mit einem Bekenntnis zur orientalischcn Welt hervomt treten, wenn nicht gerade wir an dieser Stelle bereits seit Jahren "diese *Anschauung vertreten hätten. Wir sind überzeugt, daß unsere wahren Interessen in voller UebereLnstimmung sich befinden mit den wahren Interessen der orientalischen Völker, und darum glauben wir auch daran, daß eine Verständigung mit den Arabern über kurz oder lang kommen muß und kommen wird. Ohne einen Anschluß an die orientalische Völkergemeinschaft kann eine jüdische Heimstätte in Palistina nicht von Dauer sein. Für die orientalischen Völker aber bedeutet sie eine gewaltige Verstärkung im Werke ihres kulturellen Aufbaus. Nun liegt ein Einwand nahe, mit datj wir uns daher noch beschäftigen müssen, Man wird sagen: Wie ist es möglich, daß wir, nachdem wir England so viel zu verdanken haben, nach der Baifour-Deklaralion, nach' der Mandatsbestäiigung, nachdem wir durch Englands Hilfe von der gesamten Kulturwclt als Volk anerkannt und unser Recht auf eine nationale Heimstätte in Palätarn international garantiert worden ist, — nun auf 1 die Seite von Englands Feinden treten? Dann die Unabhangigkcitsbcstreh'.ingcn der orientalischen Völker von den Meerengen bH zum kdr,ri;!m Ozean find in erster Linie gegen England gerichtet. Wir ״taube״, daß dieser Einwand, so logisch er im ersten Moment erscheint, doch fchlrcht. Denn die Antwort gibt uns die englischc Politik selber. Sic hat im Cluirchill-Statcment deutlich gesagt, daß sie von uns die Eingliederung in die arabische Weit fordert. Es ist eine Eigentumüchkeit der englischen Politik, daß sie sich in zunehnicndem Maße den Realitäten aiizupassen versteht; das englischc Imperium beruht heute nicht zum wenigsten auf dieser Anpassungsfähigkeit. England wird cs verstehen, im geeigneten Augenblick einen Ausgleich mit der islamischen Welt zu finden. Es wird den orientalischen Völkern immer weitergehende Freiheiten einräumen und versuchen, sic aus Feinden zu Verbündeten zu machen. In Palästina jedenfalls ist die Situation unverkennbar die, daß England sich dem Drucke der Araber in immer stärkerem Maße fügt, obwohl es die den Zionisten gegebenen Versprechungen bisher nicht direkt verletzt hat. Die englische Politik erwartet von uns, daß wir uns mit den Arabern verständigen, sie erwartet von uns, daß wir das tun, was oben angedeutet wurde, nämlich uns allmählich der Gesamtheit der orientalischen Völker cinfügen und auf dieser Basis auch die Solidarität mit den Arabern finden. Die Ansicht, daß England unsere Sache gegen die Araber mit Gewalt durchsetzen und der paiiislamischen Bewegung ein neues Argument in die Hände spielen wird, beruht auf einer völligen Verkennung der Tatsachen. Es Ist ein Irrtum zu glauben, daß cs nur vom guten Willen Englands abhängt, die ziomsiisriic Forderung gegen die Araber durchzusetzen und daß unsere politische Arbeit sich daher darauf konzentricren muß, England in dieser Haltung zu bestärken. Denn in Wirklichkeit spielt eine ganze Reihe sehr realer Faktoren liier eine ausschlaggebende Rolle, und England wird auch uns nur respektieren, wenn wir in die Reihe dieser realen Faktoren eingetreten sind, selbst Real- Politik treiben, ־uns nicht auf die Politik der Resolutionen und Proteste festrennen. Die heutigen Vorgänge im Orient stellen die zionistische Politik vor große Auf. gaben, deren ungeheuer komplizierte Schwierigkeit wir am allerwenigsten unterschätzen. Aber momentane Schwierigkeiten sind kein Argument gegen eine Politik, die man als den einzigen Weg erkannt hat. Es handelt sich zunächst darum, den richtigen Aspekt zu gewinnen, die öffentliche Meinung im Zionismus für diese Ein. Stellung zu gewinnen, dann werden auch die einzelnen Handlungen der politischen Führung dem Ziele allmählieh näherkommen können. Robert Weltsch’. Nach n;chrlii״!|:er Prozeßihuer fällte das Tribunal 4ä, folgend׳; Urteil: 12 der Dcr.ciiu'd'g 01, 013 die gci.Fgen Führe, und MiigiieJer des Merkas der Fraktion, nämlich: Flncher Luric, Dohrin, Towbin, ilaluker, Weinstein, 1-icbermar.n' Schallmann, Salkotvcr, Berlinski und Borowa wurden zu xwt'i Jahren Zwangsarbeit bei strenger Isallorunj verurteil;, die übrigen Angeklagte:! teilte man in zwei Gruppen, Wähicrd die eine Gruppe, aus den jüng.-.tcre Angeklagten tc־,teilend, a'j ״Verführte“ freikanten, wurden die Angehörigen der au deren Gruppen zu Zwangsarbeit von 1—2 Jahren verurteilt wobei ihnen eine Bewährungsfrist' zugestanden wurde. Nr. Verurteilung der Zelte *Zion in Kiew Riga, (J.G.O.). Der Moskauer ״Emess“ veröffentlicht den folgenden Bericht über den Verlauf des Prozesses gegen die Zc'irc-Zion in Kiew: Der Prozeß begann am Sonnabend, 25. August. Auf der Anklagebank sitzen 41 Manu: 37 Teilnehmer an der illegalen 3. allrussischen Zc'irc-Zion-Koafercnz, die Anfang Mai in Kiew stattgefunden hat unl 4 Verteiler der Synagogen, in welchem die Konferenz abgehoben wurde. ■ «De B.schu'd* gung lautet auf Organisierung und Beteiligung an einer kontcrrevolutionäre Zwecke verfolgenden illegalen Konferenz, welche die Bourgeois-Republik für die beste Staatsform hält und eine nationalpoiitischc Autonomie erstrebt Auf die Frage nach der Parteizugehörigkeit bekannte sich jeder der 37 Angeklagten zur zionistischen Arbeiterfraktion Ze'irc-Zion. ,! Zunächst wurden die Hauptangeklaglen Dobrin, Luric, Fischer und Towbin ausgefragt. Dobrin erklärte, daß auf dem Programm der Konferenz drei Fragen gestanden haben: 1. Kulturfrage, Z Palästina, 3. Hilfe an die hungernden Juden. Auf die Frage des Vorsitzenden, weshalb deren um die Legalisierung der Konferenz nicht angesucht wurde, antwortetc Dobrin, das sei ein formeller Verstoßt Ueber Zu« sammenarbeit mit den anderen Demokratien wurde nicht gesprechen, da in Rußland keine Demokratie besteht, mit welcher man gegen die Sowjetmacht auftreten kann. Ueber die Stellung der Angeklagten zum Pa■ lästina-Mandat befragt, führte Dobrin aus, nicht Baifour, sondern das englische Arbcitcrvolk habe zugunsten des jüdischen Volkes das Mandat erkämpft. Der zweite Angeklagte, Lu rie, erklärt, daß ihm die Abmachung zwischenjaboti nsky und Petljura zwar bekannt war, daß er sich aber Ihr gegenüber negativ verhält. Die Angeklagten treten als Fraktion für eine national* politische Autonomie in den demokratischen Ländern auf, Ruß* land aber sei kein demokratisches Land, die Sowjetmacht wird anerkannt ,! Auf die Frage des Anklagevertreters wegen der Bezic■ hung zum Palästina-Mandat erklärte Luries Das Mandat schafft rechtliche Normen für den jüdischen Aufbau in Palästina. Er halte die englische Politik in Palästina nicht für Altruismus; zufällig fallen hier die englischen und die jüdischen Interessen zusammen. Auf die Frage des Verteidigers, wer Jabofinsky vor privaten Aktionen zurückhalten könnte, die der Zionistenkongreß nicht anerkennt, ant* wortet Luric, das kann nur der Kongreß selbst, aber der Kongreß sei seit dieser Zelt nicht zusammen■ getreten. Demgegenüber stellt der Anklagevertreter Ch. Kasakewitsch fest, daß die Unterhandlungen mit Petljura zur Zeit des Kongresses stattgcfunclcn habe!\ daß Jabo« tinskys Legionen zur Unterdrückung eines Aufstandes in Palästina kommandiert wurden und daß die palästinensische Konstitution in London auagearbeitet wurde. Der Angeklagte Towbin bcscliwcrt.gich darüber, daß die ihm vom Anklagevertreter in den Mund gelegten Aus. sagen mit seinen Angaben in der Voruntersuchung nicht übereinstimmen. Auf die Frage nach der Stellung der Zci're« Zion zur jüdischen Schule antwortete Towbin: die Schule muß national sein und ihre Sprache hebräisch. Das sei nicht verboten; Beweis: Die Existenz der hebräischen Theatertruppc •.Hablmah“, Achat! Haam gegen jüdische Rache-Akte Achad I In ג in hat an den Redakteur des ״Haarez" mch, stellenden Brief gerichtet, der im genannten Blatt verödet!‘, licht war. In dein Briefe nimmt Achad Haam bezug aej einen Artikel des ״Haare/.“, der gegen jüdische Racheakte L! Palästina Steilung nimmt. Er schreibt: ״Ich habe Ihren Artikel, ״Auf dem Weg unseres Volkes״ gelesen und fühle das Bedürfnis, Sie herzlich dazu zi! bei gliickwünschcn. Von dem Tage, als die Gerüciitc, auf Ihre Worte offenbar anspielcn, zu mir gedrungen waren, u!!J besonders, als ich das Verhalten unserer Gemeinschaft Lande zu dieser Sache sah, bin ich erfüllt von trüben 0«. danken, und mir ist, als ob in mir alle Grundlagen, auf denen ich. meine Anschauung über Judentum und Zionismus aufgcbjut habe, ins Wanken gerictea Und wenn diese ins Wanken ge. raten, was bleibt mir für mein Alter von all meiner Müht meines Lebens, außer ein leeres Herz und eine verzweifeln Seele? ״Ein Jude und Blut! Gibt es zwei größere Gegensät« als diese?“ — So schloß ich vor vielen, vielen Jahren eine:! meiner ersten Aufsätze, und damals war ich überzeugt, daß dies ein Axiom ist, an deren Wahrheit kein jüdischer Mensch rütteln wird, Denn was haben wir aus Umsturz und Zerstörung gerettet, wenn nicht die Lehre unserer Propheten, die wir mit uns genommen haben auf den weiten Weg der Verl bannung, um uns die Finsternis unseres Lebens in der Fremde zu erleuchten. Unser Blut wurde vergossen wie Wasser in allen vier Winkeln der Welt im Laufe der Jahrtausend«, wir aber haben kein Blut vergossen; wir waren stets desrea eingedenk, daß die große Sittcnlchre, die wir als Erlzc unserer Väter erhalten haben, die Lehre der Ankunft ist, die wir zu behüten und zu pflegen haben, bis sie zum Gemeingut der ganzen Menschheit wird und die Bestie im Menschen aufhört, das private und öffentliche Leben zu beherrschen. So lebte unser Volk, Geschlecht für Geschlecht in fremden Ländern, zwischen Völkern, die auf ihr Schwert gestützt lebten und deren tägliches Handwerk das Blutvergießen war; aber d3s allerseits verfolgte Volk in seiner äußerlichen Erniedrigung blickte mit Abscheu auf seine Nachbarn, deren Hände °blut« befleckt waren und wußte in seinem tiefsten Innern, daß es keine Beziehungen zu einem derartigen wilden Leben hat und niemals haben wird; denn in seiner Hand ist die große sittliche Wahrheit auffccwahrt, deren Bestimmung es Ist, sich tn allen Landen zu verbreiten und aller Barbarei, Grausamkeit, allem Blutvergießen auf der Welt ein Ende zu bereiten. Und dann wird es auch selbst sicherlich in seinem Lande sitzen und mit eigenen Augen den groß«» Sieg sehen, den Sieg seiner Sittcnlchre, um derentwillen cs im Laufe der Jahrtausende gemordet wurde. Und nun sind wir, unsere Generation, gewürdigt worden, eine Art Anfang der Erlösung zu sehen, die Rückkehr der vertricbcnen Söhne zu ihrem Gebiet. Aus fernen Ländern sind unsere Söhne gekommen, um ihr Leben dem Dienste des Volkes und dem Aufbau des Landes zu weihen. Und wir, die Alten, waren wie Träumende, wir sehen und staunen: Ist wirklich das Ende nahe? Kommen wirklich die großen Tage, die unsere Propheten vorhergesehen haben: daß wir zurück, kehren und ihre Fahne über ihrem Lande aufpflanzcn, zurück« kehren, um eine Leuchte der Völker zu sein, wie vor Jahr« tausenden? Und nun — was sollen wir sagen, wenn diese Sache, di« das Gerücht erzählt, wirklich wahr ist? Oroßer Gott, ist dies das Ende? Ist dies das Ziel״ nach dem unsere Väter gestrebt haben und um dessenwilku» alle die Ge» schlechter gelitten haben? Ist dies der Traum der Rückkehr nach Zion, den unser Volk durch Jahrhunderte ge« träumt hat: daß wir nach Zion kommen und seinen Boden mit unschuldigem Blut beflecken? ״Seine Schkoliin wird das Volk als Preis des Staates geben, seine Propheten — niemals!“ So habe ich einen anderen Aufsatz geschlossen, auch vor vielen Jahren, und auch dies ״״ damals in meinen Augen «in Axiom. Und nun hat Gott mir angetan, leben und mit meinen eigenen Augen sehen zu müssen, daß ich auch darin scheinbar geirrt habe. Die Schkoliin vermehrt das Volk auch jetzt nicht zum Aufbau der nationalen Heimstätte, trotz Mandat und aller anderen pol• tischen Erfolge; aber demgegenüber entwickelt sich in ihm die Neigung, auf dem Altar der ״Wiedergeburt“ — seine Propheten zu opfern, die großen sittlichen Prinzipien, um derentwillen unser Volk lebt, um derentwillen es gelitten hat und um derentwillen allein die Mühe lohnt, zurückzukehren und ein Volk zu sein im Lande unserer Väter. Denn ohne diese — großer Gott, was sind wir und was unser künftiges Leben ln diesem Lande, daß wir dafür die unaufhöd chen großen Opfer bringen, ohne die das Land nicht aufgebaut wird? Ist es wirklich nur, um in einem Winkel des Orients ein kleines Volk neuer Levantiner hinzuzufügen, welche mit den schon vor« handenen Levantinern in allen den Verderbtheiten, d.« jener Leben erfüllen — Blutvergießen, Rache!und Jähzorn — kon« kurricren? Wenn dies der Messias ist, dann wollen wir sein Kommen nicht sehen!“ Di‘ V* . von t Inhall < Leiten; unters komm propo ' persö! fallißk braue! wcgm tu «'• müsst '!lie I Kennt, der V!; lung ,V alle; : ist d 1 gelinsF der wir 1'i . j׳and;; Man essen!‘ ן wirts ״, der '"י:׳ lliket; Jude i-. Auf f; 1 cs is: ן der 1 daß * 1 selbs : gab V die ',יי׳ wir 'j!1 emm׳*־ kenn j!׳ der.11 innc Fra{; men : wer!' ׳ den 3 Best! als d; Und lieht A fühl,' mar; riiat1 den': (ira Zi-, für, fas! liiö Jerusalem, 6. Elu] 5682, Achad Haam. r!״r״Hc.kcr*as a1fl J.ut*°,n ta Haifa, fn Haifa wurden zwei ntaen von c.ncr Horde Araber überfallen und verletzt, darunter wM (J° O8!)*"61’ daö *״ 'cinern Aufkommen gezweifen Syriens Handel mit Palästina. Das französische Handels* mhnsterium veröffentlicht eine statistische Aufstellung d{1 syrischen Handels, Imports und Exports während des Monat* Juni 1922. Laut diesem Bericht hat Syrien während des Monats Juni Waren im Gesamtwert von 112710 syrischer riastcr nach Palästina exportiert. Palästina exportierte nach Piaster n 0*0'Bj” ^arcn ira ^ertc VOn 940 ®^riKll<r