Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 73 (15.9.1922)
- Date
- 1922-09-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 73 5afc4־M l I i 73 •ז JUEDISCH E RUNDSCHAU r e 'Auf. t Stoij׳ Misch, folgen Consc! irlaui, S <jf•' Js der Unter, fali'rcn f ifitabc nriclitc *riiftci! Der u lies iedarf taffen, Da m an sanier neirier n, ob n die Keren isches! ' ffibt chicht dem idung E m zeugt) Uang] barem ls imf iccicr( fange ־nninij r die v.-:;er Cliaische und lieses;erats jung teil• rden. rkun• ampf bens• 1 wir i des s an ־ den t der alichürfen nliild eben, auch' zahn, olkes eine Zio• düng gibt;ir.cn tilgen; u!1* ifJich nisii* i wir wollen, so müssen wir überall da, wo wir mit unseren Gegner» Zusammenwirken, zeigen, was wir sind und was wir können, ln der sozialen und Qcmciudearbeit muß sich «!־weisen, daß der Zionismus die Kraft der Umgestaltung .־in uns bewährt hat, daß wir wirklich’ etwas Neues nicht nur erstreben, sondern darsteile״, einen neuen Stil, einen neuen Blick, eine neue umfasse״’- ilcrc Einsicht und Kraft. Hier müssen wir Vertrauen erringen durch die sachliche Liebe zur Besserung und (!!•,.fornump׳. Freilich wird alles solange Stückwerk bleiben, solange nicht ernste jüdische Kulturerziclmng unseren subjektiven Umgcsfaltungswiilen als objektives’Umforimuigselemcnt ergänzt. Hier ist noch viel, fast alles m bessern, aber hier müssen wir noch inelir als anderwärts Geduld bewahren, ln der Jugend gibt es Ansätze, und nach einem Jahrzehnt werden wir ein ,gutes Stück vorwärts gekommen sein. Und nun rum Schluß: Eine Bewegung muH in ihren praktischen Aktionen erfüllt sein von dem Bewußtsein, daß sie Wesentliches, Entscheidendes leistet. Es ist sicherlieh ein Problem für uns, für den ganzen Ost- und einen Teil des mitteleuropäischen Zionismus, daß zurzeit die Valutavcrluiltnisse den Wert unserer Finanzaktionen — so groß auch ihre moralische Bedeutung ist — erheblieh beeinträchtigen. In dieser Lage sind wir immer wieder gezwungen, uns die Frage vorzulegen: Was ist das Höchste und Beste, was der deutsche Zionismus der Gesamtbewegung geben kann? Und die Antwort lautet: Menschen. Wir brauchen Menschen, ganze, von Pflichtbewußtsein, ernstester Disziplin und Öpfcrwilligkeit erfüllte Menschen und zugleich Menschen von 'höchsten Berufsqual itiifen vor allem in -Palästina, wir brauchen beste, mit tiefsten zionistischen Erkenntnissen ausgerüstete Menschen in der Bewegung. Mehr als je mußte sich bei dem Palüstinabcricht unseres Freundes Schocken auf der Jahreskonferenz die Ucbcrzengung festigen, daß dem deutschen Zionismus große Aufgaben in Ercz-lsrael gestellt sind. Vielleicht sind es im Augenblick noch nicht viele, die als Wirtschaftsbaunieistcr und Wirtschaftsbauleutc und als Träger eines pionierhaften Wirtschafts- und Gescllschaftsgeistes wirken können, aber diese Wenigen können nur hervorgehen aus einer Auslese von Vielen, die als Maßstab den gleichen Geist der Hingabe, Einordnung und Tüchtigkeit anerkennen. Dieses Feld muß sich der deutsche Zionismus erobern, undder Drang nach Erez-lsracl darf nicht Halt machen vor äußeren Widerstünden, die die organische Verknüpfung des dcutsehen Zionismus mit Erez-lsracl zu unterbinden drohen. Vor allem muß unsere Jugend wissen, daß die Bewcgang und daß Palästina sic braucht. Unsere Jugend wird in Palästina' Großes leisten können, wenn der Geist der Chaluziuth in ihr nicht erschüttert wird, sondern sie immer stärker packt. Ich freue mich, daß in einem unserer wichtigsten Jugendkreise dieser Gedanke nach manchen Schwankungen wieder gefestigt worden ist. In Palästina' ist in erster Linie der Chaluz wertvoll, d. h. ein Mensch, der, auf sich selbst gestellt, unter schwersten Verhältnissen geniigsam sich durchkämpft, und bei der durchaus notwendigen unbeirrlen Blickrichtung, auf seinem persönüchstcn engsten Aufgabenbereich, dennoch sein Wohl dein Ganzen untcrordnet. Die Jugend darf sich nicht vermessen, Vorbild sein zu wollen, sondern ihr höchster Stolz muß sein, Baustein zu sein in einem Bau, dessen Vielfältigkeit nie ein einzelner oder eine einzelne Gruppe wird meistern können. Dazu ist erforderlich, daß die Jugend U .;י׳-.׳ Achtung und im Verständnis für das Ganze der Bewegung erzogen wird, daß sie nicht mir Palästina, sondern das jüdische Volk mit der ganzen Glut und Lieb« ihres Slrcbens umfaßt. Man wird Ercz-Isracl nie nah sein, wenn man dem Volk Israel fern ist. Diese seelische Verknüpfung mit dem Volk, dem er an . sich fern ist, ist aber für den moderneu Westjuden immer das Produkt einer geistig fundierten Willensentscheidung zwischen Assimilation und nationalem Schicksal, sie ist nie etwas Selbstverständliches, und unserer Jugend kann und darf, so früh sie auch in den zionistischen Gefiililskreis eintritt, diese geistige Entscheidung nicht erspart bleiben. Unsere Jugend muß sich eiuorilucn in Gegenwart und Vergangenheit. Sic muß wissen, daß das jüdische Volk eine starke, große Kultur geschaffen liat und muß diese Kultur begreifen lernen. Unsere Jugend muß wissen, daß ihr Geist der Geist der Zionistischen Organisation ist und daß sie verantwortlich L=* nicht nur für sich', sondern für die Gesamtheit. Meine Damen und Herren! Die wesentliche Aufgäbe des deutschen Zionismus, vielleicht kann man Sagcn, seine Bestimmung, ist, daß er der Bewegung lind Palästina tüchtige, ergebene Pioniere stellt. Erkennen «vir dies, so erkennen wir auch, wo der Schwer- Punkt unserer Arbeit liegt. Indem ich den XVIII. Delcgiertentag der Z.V.f.D. für eröffnet erkläre, spreche ich den Wunsch aus, daß wir uns wieder einmal bc- UTißt werden mögen dieser wesentlichen Bedeutung des deutschen Zionismus für die Wiedergeburt unseres Volkes, für die ,Verwirklichung des Zionismus. (Lebkalter Beifall.) Begrüßungen Sokolows und Weizmanns Von Herrn Sokolow ging folgender Brief ein: Karlsbad, 8. September 192Z Sehr geehrter Herr Präsident! Wollen Sie die Güte haben, meine herzlichsten Glück• wünsche der unter Ihrem Vorsitz tagenden Zionistischen Landeskonferenz zu übermitteln. Diese Konferenz scheint mir zeitlich und örtlich von großer, verheißungsvoller Bcdeutung zu sein: zeitlich, weil diese unmittelbar nach unserer Jalircskonfcrenz stattfimtet und örtlich, weil es die deutsche Jalircskonfcrenz ist. Eis wird die erste Landeskonteren/ sein, die unsere auf der letzten Jalircskonfcrenz gefaßte, in der Entwicklung zionistischer Tätigkeit cpocliemachender Beschlüsse zum Gegenstand ihrer Verhandlungen und Erörterungen machen wird; das zweite bedeutungsvolle Moment besteht darin, daß dies in Deutschland geschehen wird, durch den deutschen Zionismus, der in unserer Orgnnisation eine führende Rolle spielt und bestimmt ist, auch fernerhin, dank seinen großen Erfahrungen und seiner vermittelnden Tätigkeit, zwischen Ost und West einen bedeutenden Einfluß nuszuiibcn. Ich bin sicher, daß die Weihe des Jubiläums Ihrer Tagung den Ansporn verleihen wird, auf unsere Tätigkeit verjüngend zu wirken. Der Zionismus muß aus dem Stadium der Vorbereitung zu einem größeren Ideen- und Wirklingskreis geführt werden. Wir sind nach unserer ganzen Ent- Wicklung verpflichtet, uns in der Diaspora einigermaßen r.ational-kultiirc'l zu gestalten, diese Gestaltung anzustreben und auf Palästina rinzustcllcn, dieses Bestreben in einer Gesamttätigkeit für Ercz-Isracl in Taten auszudriieken -־ und in Erez-lsracl müssen wir ganz national sein; letzteres ist ohne crstercs nicht möglich, weil der Ucbcrgang vorbereitet worden muß, und weil sonst kein richtiger geistiger Kontakt möglich wäre. Dieses Programm ist die Lebensbcdingimg unserer Existenz. Daher der Jüdische Kongreß für Erez-lsracl und die Jüdische Vcrtretung in und für Ercz-Isracl. Ich wünsche Ihren Verhandlungen einen ersprießlichen und segensreichen Erfolg für unsere große Volkssachc! , Mit herzlichem Zionsgruß Nahum Sokolow. Von Herrn Dr. Weizinann ging folgendes Telegranim ein: Wünsche herzlichst Ihren Beratungen größten Erfolg. Ihre gedeihliche Arbeit wird sicher zur Stärkung unserer Sache in dieser großen Stunde beitragen. Schalom! W e i z m a n n. Außerdem ist eine große Zahl Begrüßungsschreiben und Telegramme cingelaufen. * Nach der Rede des Herrn R.-A. Rosenblüth findet die Wahl des Büros statt. Gewählt werden die Herren: R.-A. Rosenblüth, Berlin, Dr. Siegfried Moses, Berlin, Simon Strauß, Kassel, Dr. Hugo Schachtel, Breslau, Dr. Elias Strauß, München, Ooitcin, Frankfurt a. M., Dr. Rn hi 11, Breslau, Dr. Albert Bacr, Berlin. Dann bcginnt die Generaldebatte Dr. Meinhold Nußbaum (Nürnberg, Gruppe Hantkc- Oronemann):!11 diesem Augenblick muß jede zionistische Sitzung, auch die einer Laiulesorganisation, unter dem Zeichen des Mandats stehen. Hcrzls Charter-Idee ist Wirklichkeit geworden. Gewiß ist nicht das Höchstmaß des Erreichbaren wirklich erreicht worden, aber das Höchste dessen, was hei den obwaltenden Widerständen möglich war. Vor allem müssen wir jetzt eine Revision der Immigrationsbcschränkun'gcn verlangen. Das mttli durchgesetzt werden trotz aller Widerstände, auch wenn sic von arabischer Seite kommen. Das himlert uns nicht, die vom Kongreß und der Jahreskonferenz festgcstTte araberfreundliehe Politik zu befürworten und jeden Imperialismus und Chauvinismus, der sich im deutschen Zionismus wohl nicht findet, abzulchnen. Wir billigen ebenfalls die Beschlüsse der Jalircskonfcrenz über die Jcwish Agency und den Welt- Kongreß. Der Redner verliest drei Resolutionen, in denen das Vertrauen zur Exekutive ausgesprochen, die Forderung nach Erweiterung der Jcwish Agency gestellt und die Aufhebung der Einigrationsbcschränkungcn gefordert wird. Er weist zur Begründung darauf hin, daß wir die Mitarbeit aller Juden beim Aufbau Palästinas nicht aus Schwäche verlangen, daß wir vielmehr um unserer politischen Leistung und um unserer für den Aufbau erzogenen Menschen willen die führende Rolle beim Aufbau Palästinas verlangen müssen. Das sehen mich einsichtige Nichtzionisten ein, wie sich dies hei der deutschen Keren llajcssod-Arbtit gezeigt hat. Das gesamte Keren Hajcssod-Ergcbnis in der Welt, das etwa zehn Millionen Ooldmark entspricht, ist, mit früheren Resultaten verglichen, sehr groß. Wer von einem Scheitern des Keren Hnjcssod spricht, verstellt nicht, daß cs sich um einen dauernden Fonds zum Aufbau des Landes handelt. Bisher ist die gesamte Arbeit von etwa 50 Menschen durchgeführt worden. Der Keren Hajcssod ist nicht gegen Privatinitiative gerichtet, nur gegen die platonische Liehe zur Privatinitiative wenden wir uns. Damit die Organisation wieder lebendig werde, ist vor allem die Jugend vonnöten. Aber die Jugend dar, nicht Vorbild sein, und wir dürfen nicht vor ihr kapitulieren. Wir betonen ausdrücklieh, daß wir auch heute stolz sind auf unsere Jugend, auch auf die, die im Blau-WeiP, stehen, wegen ihrer Palästinacinstclhmg. Aber dieser nach Palästina drängenden Jugend ist der Weg über die Zionistische Organisation zu lang. Derartige Verkürzungswege führen häufig in die Irre. Der Landesvorsfand hat sich wohl etwas von dieser Entwicklung überraschen lassen. Wem! wir hier Fehler ciimigcstchcn haben, so sollte es auch Binjan-Haarcz mit den seinen tun. Der schlimmste war die Beamten he tzc. Wir brauchen den Beamten kein Ehrenzeugnis nuszustellcn, nachdem sich die Revisionskommission über die hingebungsvolle Arbeit der zionistischen Beamtenschaft in einer Weise geäußert hat, wie wollt noch niemals eine Revisionskommission gesprochen hat. Binjan-Haarcz predigte Erweiterung der Front und hat ln Wirklichkeit durch seine Absonderung nur zur Verengerung beigetragen. Wir bedauern, daß Klee und Köllen sc 11 er auch heute nicht da sind, für die sich z. B. in der Gerneindearbeit und dem nicht dem Centralverein überlassenen Kampf gegen den Antisemitismus Arbcitsmügliclihcitcn fänden. Der Redner kündigt eine Vertraiieiiskiuufgcbiing für den Landesvorstand, speziell für den Vorsitzenden an. Der Standpunkt der Opposition. Heinrich Margulies (Berlin, Unabhängige Koalitions•׳ gruppe). Der Redner protestiert dagegen, daß der Delegiertentag erst nach der Jalircskonfcrenz staUlindct und damit den deutschen Zionisten jede F.inwirl;un,gs1nüglichkcit genommen sei. Wenn sicli die Opposition bisher zurückgt halten hat, so Ing cs einmal daran, daß sic sich über ihr Programm nicht vollständig klar war, dann aber gebot uns auch die politische Lage vor der Mandatsei trilnng Zurückhaltung. Wir sahen das ücbaclc des Keren Ha je«011 voraus. So haben wir denn Gewehr bei Fuß gestanden, jetzt aber ist der Moment zum Eingreifen gegeben, das Mandat ist erteilt, und in der Frage des Keren Hajcssod stimmen heute im Grunde alle der Opposition bei. Nor allein aber muß man jetzt eingreifen, um eine Demolierung des Nationalfonds zu verhindern. Der Drleg ie rtentag soll entscheiden, oh Krieg oder Frieden sein soll. U nsere Opposition ist heute nicht mehr eine Opposition gegen die Leitung, denn auf der Jnhrcskoiifcrcnz standen Wcizma nri um! Sokolow mit ihrem uns sehr sympathischen Vorschlag auf sofortige Einberufung des Weltkongresses im Gegensatz zum A. C. Wir wenden uns nicht gegen Weizinann und Sokolow, sondern gegen deren falsche Ratgeber. Vielleicht( wcrdeii sic bald Julius Simon und Brnndcis gegen ihre jetzigen Freunde zu Hilfe rufen. Wir haben Palästina gerade in dem Augenblick bc•' kommen, wo dort der größte Extremismus herrschte. Zwar hat man arabcrfrrundlichc Beschlüsse gefaßt, aber zur gleichen Zeit Jabotinsky in die Exekutive!:«wühlt und ein Legionsniemorandmn cingcrcieht. So hat inan die Araber verärgert und den Engländern die Situation erschwert. Wir sind mit dem Mandat zufrieden und gl.niften, daß nur Illusionisten mehr fordern können. Illnsirmismt 1s ist es aber auch, wenn man den Keren Hajcssod als einen Staatsfonds bezeichnet. Er ist ein Fonds für gemeinnützige Ausgaben, ein Spenden• fonds geworden, wie ihn die Brandeis-Gruppe verlangte. Man muß aas Budget nicht reduzieren, sondern abbauen, d.!1, stärkere Schultern zum Tragen bcranzichen, deshalb waren wir für den Schulvcrcin. Es wäre ohne weiteres möglich gewesen, eine palästinensische Anleihe durch unsere Banken zu placieren, aber unsere Banken haben versagt. Wirtschaft und Politik müssen streng getrennt werden, wie dies zuerst das Haager Manifest verlangte und wie es jetzt auch Schocken gefordert hat, Ein Generalsekretär des Keren Hajcssod aus London sagte mir, daß, wenn wir die Anleihe machen wellen, wir den Hafen mit arahischen Arbeitern bauen müßten, und, das wollten wir nicht. Das zeigt, wie notwendig die Trennung von Politik und Wirtschaft ist. Der NationaBfonds. Ich sprach vorhin von der Demolierung des National• fonds. Die Einnahmen des N.-F. betrugen 1920: 168000 Pfund, 1021: 120000 Pfund, im ersten Halbjahr 1922: 35000 Pfund, so daß wir auf 60000—70 000 Pfund kommen werden. Der Keren Hajcssod trägt daran die■ Schuld. Er ist als Kon-' kurrcnzunternchmen zum N.-F. geschaffen worden. Der Ver«j trag zwischen N.-F. und K. II., wonach der K. H. keine, kleinen Spenden nimmt und 20 ס׳י seiner Einnahmen dem N.-F. gibt, ist vom K. H. gegen Treu und Glauben, gebrochen worden. Man nimaiit in England und Amerika, kleinste Beträge und hat die 28 fo nicht abgeführt. Das Direktorium des N.-F. ist mit Beamten des K. H. besetzt. Mail wollte den Vertrag aufheben, was von uns begrüßt worden wäre, Das ist durch Dr. iiantke verhindert worden, der Mitglied des K. H.-Büros uad Direktor des N.-F, ist. Die Fiktion bleibt also, als wenn man dein N.-F. 20 ׳,״» abführen werde. Wir sind für anständige Bezahlung guter Beamter, aber wir sind dagegen, daß die Politik der Re» wegimg durch Beamte gemacht wird. Deshalb verlangen wir. eiac Rechnungskammer, für deren Leitung Brandeis berufen wäre. Eine Erklärung Dr. Hantkes. Dr. Arthur Hantke (von Beifall begrüßt): Ich möchte außerhalb der Diskussion eine Erklärung abgeben. Als wir 1919 in London berieten, vertrag ich den Standpunkt, daß der N.-F. der große Aufbaufonds werden solle. Der Antra״ wurde aus verständlichen Gründen ahgc'.chnt, vor allem, weil man fiirelitctc, der Landkauf würde darunter leiden, ,wenn der N.-F. auch andere Arbeiten übernähme. Als dann der! Keren Hajcssod entstand, verlangte de Licmc namens des N.-F., aber .־uicli die Arbeiter HUT״ für den N.-F, Wenn־ das nicht durcligdührt wurde, so liegt die Schuld in der Tatsache, daß die Einnahmen nriciit für (las Palästiualnidgct ausrcichlen. Die 40CCO Pfund, die der K. 11. dein N.-F. schuldet, sollen auf Beschluß der Jahreskonferenz in v i c r Jahresraten z u r i! c k g c z a.1111 werden. Um Klarheit für die Zukunft zu scliaffcsi, beschloß man auf meinen, Antrag, dafi in Zukunft von den Einnahmen zuerst das P alä s t in a bu dget gedeckt werden solle. Die Frage, ob auf die 20 To Rur den N.-F. ganz verzichtet werden solle, wurde bis zum nächsten Kongreß ganz vertagt.. Die Ursachen für den Rückgang des N.-F, sind in wirtschaftlichen Gründen, vor allem in ■ den Verhältnissen in den valutastarkc-11 Ländern zu suchen. Es ist‘ mir vorgeworfen worden, dafi ich Keren Hajcssod und Nationalfonds-Intcrcssen zugleich vertrete. Wir habet! doch noch eine zionistische Oes amtbeweg ungl Der N.-F. darf nicht in den politischen Mcinungskampf gezogen werden. Wenn Herr Margulies Frieden Italien will, soll er nicht Dinge sagen, die die Gcg־cnsätzc verschärfen. Schocken: Als Direktor des N.«F. möchte ich erklären, was man in Palästina deutlich sieht, daß der K. H. für den N.-F. keine Konkurrenz•, sondern geradezu eine Erlüsting bedeutet, weil dadurch der N.-F. seinem eigentlichen Aufgabengebiet wiedcrgcgchcn wird, während er vor dem Kriege auch andere Aufgaben mit unzureichenden Mitteln durchführen mußte. Ich verweise auf Dr. Hantkes Eifdärmig und füge noch hinzu, daß ausdrücklich ausgemacht wurde, daß der K. 11, wenn er mehr als das ordentliche Palästinabudget cinnimmt, zunächst sciaie ganzen Schulden an den N.-F. zu zahlen hat. Hierauf wird die erste SjCzung geschlossen. Zweite Si tzung. Montag, den II. September, nachmittags. Vors, Rosenblüth eröffnet um 4 Uhr die Sitzung. ׳ Lazarus Barth (Misrachi)s Die Bedeutung dieses Dc'.e• giertentages, gegen dessen Abhaltung in diesem Zeitpunkt: wir Bedenken hatten, hätte da!rin bestehen können, daß er wieder eine Einheitsfront des deutschen Zionismus schafft: Wir sind enttäuscht, daß die f ährenden Männer des Binjan- Haarcz wieder nicht hergekomnicn sind,_ und wir müssen; dies mit Bedauern feststcllen. Redner kritisiert hierauf die Ausführungen der ersten beiden. Debattenredner, di« deren positives Programm nicht geniägend klar zum Ausdruck gebracht hätten, und bemängelt a:11 Roscnblüths Referat, das im f*». mmsmissxemsmesmsssrm!ss‘X‘ss^,’T%r--sr —•«•ww»;'!ruf:י״ד• Vst! »ii• ז,זז s u־r ־“'־* ״ '* ״ _ _ ^«g»WT1g*grg1«r«3»»r|«?׳:־syz~>nTgnxrsa1Tsrrrr?^tssw./ ״ . t Ile: zaiD!?ח