Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 73 (15.9.1922)
- Date
- 1922-09-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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j Seite 400 }U:"Vi P«IלMDSCIIAU Laufe eines fangen allmählichen organisch«! Entwicklungsprozcsscs vollziehen können. Der Ausgleich ist nicht eine Frage der Taktik, d. h. kluger Berechnung, sondern der Gesinnung, d. h. er wird sich nur vollziehen können, wenn allmählich' an Stelle der bisherigen gegenseitigen Fremdheit innere Achtung, Freundschaft, ja brüderliche Empfindungen treten. Wie wenig nationalen Problemen mit taktischen Maßnahmen beizukommen ist, hat die letzte Phase der europäischen Geschichte zur Genüge bewiesen. Nur, wenn sich’ die Empfindung verallgemeinert, mit der etwa ein Redner auf der Jahrcskonfercuz gesagt hat: ״Ich' habe für den prachtvollen Typus des arabischen Fellachen, wenn er am Pfluge geht, stets instinktiv die tiefste Zuneigung gefühlt“, wenn also unsere Instinkt mäßigen Empfimlungcn, aber natürlich auch die der Araber, uns einander als stammeaverwandte Freunde erkennen lassen, ist friedliche Verständigung möglich! Diese Verständi« gung haben wir in Deutschland, konsequent vor allem in den politischen Artikeln der ״Jüdischen Rundschau“, immer als unerläßliche Voraussetzung für die Verwirklichung des Zionismus bezeichnet. Insoweit können wir uns daher auch mit dem prinzipiellen Teil der bekannten Erklärung des englischen Kolonial-Staatssckretärs über die britische Politik in Palästina durchaus einverstanden erklären. Das Statement der englischen Regierung beruft sich auf den Beschluß des 12. Kongresses, welcher die Entschlossenheit des jüdischen Volkes ausdrückt, “mit dem arabischen Volke in einem Verhältnis der Einigkeit und der gegenseitigen Achtung zu leben und zusammen mit ihm die gemeinsame Heimat zu einem blühenden Gemeinwesen zu entwickeln, dessen Aufbau jedem seiner!Völker eine ungehinderte nationale Entfaltung sichert“. Das Statement ent hält in seinem programmatischen ,Teil nichts, was nicht bereits in dem Karlsbader Beschluß ausgedrückt äst, und wenn es zudem besonders betont, daß das jüdische Volk ״von rechtswcgen und nicht aus Duldung in Palästina ist“, daß aus diesem Grunde der!Bestand der jüdischen nationalen Heimstätte ״intemational garantiert“ und ״formell anerkannt werden muß, daß sie auf alter liistorischer Verknüpfung beruht“, — so äst damit jene Basis geschaffen, von der aus alles weitere der Entwicklung in Palästina selbst überlassen werden muß. Man Übersicht in diesem Zusammenhang freilich’ Hufig!, daß die .Verstärkung unserer wirtschaftlichen, kulturellen und numerischen Position in Palästina ein ebenso wichtiges Moment für die Lösung der arabischen Frage ist, wie die Herstellung freundschaftlicher Be- Ziehungen. Zionismus bedeutet Freiheit, und selbst bei frcundschafüiclisten Beziehungen zum Nachbar ist der Schwache stets unfrei. Man kann daher das langsame Tempo unserer Immigration von diesem Standpunkte aus nicht anders als mit ernstester Besorgnis betrachten. Wenn das Statement der englischen Regierung die Befürchtung erweckt, daß durch die Schaffung des Imniigrationskomitccs der jüdisclien Einwanderung Hindcrnisse bereitet werden könnten, so hat die Jahreskonferenz gegen diesen ,Tel der englischen Erklärung und gegen die heutige Praxis mit Recht Bedenken erhoben. Wenn man aber von den künstlichen Hindernissen absiclvt, die ein palästinensisches Inunigrationskomitce der Einwande״ nmg bereiten könnte, so bleibt es eine unumstößliche Wahrheit, daß der Umfang der Einwanderung 'durch die jeweilige wirtschaftliche Kapazität des Landes bestimmt wird. Und unsere Immigrationsbeschwerden werden endgültig nur beseitigt werden können, wenn das Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beschleunigt ,werden wird. IDie Frage des ,Tempos ist jedenfalls zu einem Problem von entscheidender Bedeutung geworden. Df. Ruppin hat in seinem Buche ״Der Aufbau des Landes Israel“ ein Pogramm entwickelt, nach welchem die Bevölkerungsziffer der palästinensischen Judcnhcitim ersten 5Jahrzehnt der von ihm geforderten Großkolonisation auf .400000 Seelen, im zweiten Jahrzehnt auf zirka 1 Million und im dritten Jahrzehnt auf zirka 2 Millionen Seelen gesteigert werden Killte. Das Kolonisationsbudget, das der Karlsbader Kongreß im vorigen Jahre beschlossen hat, lag im Rahmen eines solchen Großsiedhmgsprogramms, 'denn es sollte im Verein mit Schöpfungen der Privatinitiative in! Jahre 5682 die Ansiedlung von 30 000 1Juden ermöglichen. Wenn im Jahre 1921 nur 9900 Juden eingewandert sind, und wenn Dr. Ruppin auf der Jahreskonferenz erklärt hat, daß das neuerdings beschlossene verkürzte Budget nicht einmal diese Ziffer für die nächste Zukunft garantiert, so stehen wir damit vor der ernstesten Frage unserer Bewegung, auf die ich Ihre 1Aufmerksamkeit zu lenken habe. Denn bei einer solchen Immigrationsziffer erfährt das prozentuale Bevölkcrungs- Verhältnis zwischen Juden und Arabern keine Verändcrung zu Gunsten des Jischuw. Zionismus bedeutet aber nicht Kolonisation schlechthin, sondern die Schaffung freier, d. h. grundsätzlich anderer Lebensbedingungen als im Oaluth. Diese Freiheit wird aber nicht bloß bedingt durch die innere, sozial-produktive, nationalgeschlossene Struktur des jüdischen Siedhyigskörpers in Palästina, sondern sie ist auch abhängig von seinem Volumen und seiner Geltung innerhalb der Umwelt. '' ״ Damit stehen wir im Bereich desjenigen Fragen, komplexes, über den ich noch zu sprechen habe, bevor ich die Entwicklung der zionistischen Bewegung in!Deutschland behandle. Die finanziellen Mittel, die dem ' 1Kolonisationswerk im letzten Jahre zur Verfügung standen, waren absolut unzugänglich. Der Keren Hajcssod hat das reguläre Budget des Karlsbader Kongresses nicht decken können, geschweige denn den großen Koloni. eationsetat, und auch die Mittel, die auf dem Wege der Kapilalwerbung unseren Banken und anderen geschäft- .Lehen Unternehmungen zugeflossen sind, entsprechen bei weitem n!.;ht 13־ r:riweיs Erfordcrr-teccn. Man kann, wie es hui der Jr.hrcrkonfcr:.nz geschehen tat, mit Recht fest stellen, daß im Vergleich mit den 50000 £, die die Zionistische Organisation vor dem Kriege aufzubringen pflegte, kl; 2 Schaffung einer Summe von 600000 £ in IV* jähriger Arbeit ein beträchtliches Resuitat ist, zumal wenn man bedenkt, daß cs in einer Periode stärkster wirtschaftliche? Depression erreicht worden ist. Man muß Audi hervorheben, daß der Keren Hajcssod eine große voikscrzlciierische Aufgabe in verhältnismäßig kurzer Zeit bewältigt hat, indem er in einer Anzahl von Juden das Bewußtsein der Verpflichtung zu ständig wicdcrkchrcndcn großen Opferabgabcn für Ercz-Israel erweckt hat. Dennoch ist das 'Ergebnis zu gering, weil es nicht gelungen ist, den Maassergedanken durchzusctzcn und weil bisher nur 150000 Juden, von der Aktion erfaßt1 wurden. Die Jahreskonferenz hatte demgemäß zu prüfen, ob das Ergebnis durch konstitutionclic Organisationsmängel beeinträchtigt ist. Die Antwort auf diese Frage lautete negativ. Gewiß sind manche beachtenswerte Anregungen gegeben worden, die in <lcr nächsten Entwicklungspcriodc Bedeutung gevinnen können, und es wird niemanden geben, der den Keren Hajcssod in seiner ersten Konzeption als ein unantastbares organisatorisches Dogma betrachtet. Aber die Kemgcdanken des Keren Hajcssod sind durch die Kritik der Jahreskonferenz nicht berührt worden. Diese Kcrngedankcn sind: I 1. Der Keren Hajessod Ist ein Zcnttalfonds zur Deckung derjenigen kolonisatorischen Erfordernisse, für die nationales Kapital beschafft werden muß. 2. Der Keren Hajcssod beruht auf der Idee der nationalen Gesamtleistung und Pflichtabgabe des Einzcincn. . , , , 3, Der Keren Hajesfgod muß so konstruiert sein, daß er auch die Beteiligung an geschäftlichen Investitionen vorsieht, um ihnen über erste Entwicklungsscbwicrigleerten Iiinwcgzuhelfcn. Er wird in dieser Hinsicht ergänzt durch den Keren Kajemetii. Ich wiederhole, daß diese Kerngedanken durch die Kritik, die auf der Jahreskonferenz geübt wurde, nicht berührt worden sind. Vielleicht wird die Entwicklung dahin türen, daß man neben dem Keren Hajcssod. kleinere Spezialaktioucn für bestimmte konkret umschriebene Aufgaben zulassen wird, wenn sie nicht in öffentlieber Werbearbeit propagiert werden. Neben dem Keren Hajcssod wird vor allem die Werbung für unsere geschäftlichen Institutionen wie J.C.T., Hypothekenbank Rutcnbcrg-Gescllschaft in nächster Zeit an Bedeutung gewinnen, und man wird zweifellos den Vorschlag Dr. Ruppins zur Ausführung bringen, in welchem die Schaf, fung einer besonderen Emissionsstellc für solche A:1. lagepapiere gefordert wurde. Andererseits hat der Keren Hajcssod bisher einen nicht ganz unbeträchtlichen Pro. zentsatz seiner Eingänge in geschäftlichen Untemch. mungen investiert, er hat die Errichtung der Hypotheken, bank, die Hingabe spezieller Häuserbau-Kredite in Palästina, die Begründung der Rutenbcrg-Ocsellschaft ermöglicht Vielleicht wird es bei manchem Enttäuschung hcrvorrulen, daß die Jahreskonferenz keine neuen, finanz. politischen Losungen ausgegeben hat Im Grunde genommen aber ist dieses Ergebnis nichts weniger als verwunderlich. Das jüdische Volk wird ohne einen Keren Hajcssod, d. h. ohne einen Fonds, der gewaltige Opferabgaben von jedem einzelnen Juden erheischt, Palästina nicht aufbauen können. Man wird immer über technische .Verbesserungen reden und sich über Einzelheiten leicht verständigen können; aber es gibt für uns keine andere wirklich radikale, wirklich umstürzende und befreiende Finanzreform, als die ,Verwirklichung des Keren Hajessod« Gedankens, als die Realisierung der Maasser-Idcc. Unser Reformwille muß zu einem wesentlichen Teil darauf gerichtet sein, dieser schweren, aber unerbittlich notwendigen Forderung zum Siege zu verhelfen. Ucber die Kolonisationsfragcn, d .h. über die ganze Fülle praktischer Schwierigkeiten, die sich vor uns erheben, und deren Ucbcrwindung unter vielen unsägliehen Mühen den großen Prozeß der Wiedergeburt unserer schöpferischen, produktiven Volkskraft ausmachen wird, will ich nicht sprechen. Sie werden in einem besonderen Referat behandelt werden. Nur auf einen Punkt will ich Ihre Aufmerksamkeit lenken, der m. E. eine grundlegende Aenderung und einen gewaltigen Fortschritt bedeutet. In Zukunft werden die Eingänge des Keren Hajcssod auf die einzelnen Posten 'des Budgets prozentual verteilt werden, ohne daß wie bisher das Budget des Erziehungswerkes und der Hadassak einen Vorrang haben werden. Damit ist der Kolonisationsfonds im Rahmen des Keren Hajessod, den Dr. Ruppin forderte, zwar nicht dem Namen nach, aber tatsächlich geschaffen. Es besteht jetzt die Sicherheit, daß der durch den Etat fixierte verhältnismäßige Anteil an den Eingängen für wirtschaftliche Aufbauzwecke Ver- Wendung finden wird. Niemand von uns verkennt die Bedeutung des Schulwcrkes und des Sanitätswerkes, aber der Keren Hajessod wird int Laufe der Zeit zu wirklich großen Erfolgen nur gelangen können, wenn er auf sichtbare kolonisatorische Leistungen in Palästina Hinweisen kann, Dr. Ruppin liat auf der Jahreskonferenz auf die neuen Siedlungen Int Emek Jesreel und auf ihre ausgezeichnete Entwicklung hingewiesera. Er hat die schwerwiegenden Worte gesprochen: ״Wenn wir Unten, in den nächsten zwei Jahren die allernötigsten Beträge geben können, die sie brauchen, werden wir hier, wie ich zuversichtlich hoffe, eile ersten Beispiele jüdischer Siedlungen haben, die ln kurzer Zelt zur Selbständigkeit getaugt sind.“ — Wenn dem 80 ist, so muß alles daran gesetzt werden, um dieses Sicdlungswcrk Nr. 7! In Nurio finanziell zu sichern. Es ist unsere große 'Auf gäbe für die nächsten Jahre, an der, wie wir mit Sfei') feststellcn dürfen, demnächst auch Clütluzim aus Deutsch 1 ]and nutwirken werden. Nr. | Geehrter Defegfertentag! ׳ Aus der allgemeinen Lage der Bewegung f die Aufgaben der Landesverbände mit klarer Konst I quenz. Sie sind: , 1. Politische, moralische und materielle Starku,, I : der Zionistischen Organisation, als des Kerns | Palastinaaufbaus. 4 |j; 2. Schaffung und Erweiterung des Kreises («., J: Palastinafrcuudc, die bereit sind, beim Aufbau unter 1 stützend und verantwortlich mitzuwirken. ' | ff In Deutschland haben wir uns i« den letzten ‘JaKrcn I mit einer gewissen Einseitigkeit auf die zweite Aufgafo |1 konzentriert, obschon die Ihnen vorgelegtcn Beriet;׳} ״ erkennen lassen, daß wir, soweit es in unseren Kräh;■ || stand, auch auf anderen Gebieten gearbeitet haben. Der | Gedanke des Paliistinabündnisscs war in der Form g;- k Keren Hajessod völlig neu, und cs bedurfte und bedarf 1 entschlossenster Anstrengung, um ihm Bahn zu schaffen, ‘‘ Wir dürfen heute sagen: Der Bann ist gebrochen. Der Palästlnagcdanke gewinnt im deutschen Judentum an Boden. Vielleicht wird sich die Entwicklung langsame.« vollziehen, als wir anfangs glaubten, aber nach meiner festen Uebcrzeugung wird alles darauf ankoramen, ob weder Mühe noch Kosten gescheut werden, um die bereits geschaffene Basis zu verbreitern. Der Keren Hajessod entspricht in eigenartiger Weise der seelischen .Verfassung eines Teiles der deutschen Juden. Es gibt insbesondere in der alteren Generation eine ganze Schicht von Menschen, die zwar nur in seltenen Fällen dem Zionismus, aber doch oft einer Art Cliibath Zion gevvonnen werden können, Menschen, in denen die Pa. lüstinaidcc und zwar als Regencrations- und Produklivicnmgsgcdanke lebt oder doch erweckt werden kann. Freilich scheidet Zion die Geister, und manche Individucn und Gruppen nicken uns nicht näher, sondern ferner. Sie ziehen den Trennungsstrich schärfer. Das sind die Gruppen der Absterbenden, die noch in dieser Generation Juden sind und in der nächsten nur noch, wenn — was erfreulicherweise keine Seltenheit ist — ihre Kinder treuer und stolzer sind als sie. Die Gründung des Verbandes nntionaldcutscher Juden ist nicht nur eine Reaktion auf den Antisemitismus, sondern auch auf den moralischen Aufschwung der Palästinaidee. Anhängcr oder Geistesverwandte des Herrn Naumann gibt es aber auch zu. Dutzenden im Centralvercin und in der Vereinigung der liberalen Juden. Im Kampf zwischen Erneuerung und Assimilation wird der Sieg nicht in jedem Einzelfalic unser bleiben. Aber wenn Zion die Geister scheidet, so sind doch nur die wenigsten von vornherein verloren zu geben. — Durch die Propaganda des Keren Hajessod wird sich ein geistiger Umschwung 1m deutschen Judentum vollziehen. Vielleicht wird mancher, der dem Keren Hajessod nicht gewonnen wird, in anderer Form für Palästina interessiert werden können, aber letzten Endes werden auch diese Resultate aus dem Erdreich der Keren Hajessod-Bewegung erwachsen. Wie auf der Jalircskonfcrenz berichtet ־wurde, daß die Brandeisgruppc in Amerika ihre leider nur bescheidc. nen Ergebnisse wesentlich der Palastinastimmung zu. verdanken hat, die die Keren Hajessod-Kampagne erzeugt hat, ®ס müssen wir auch in “Deutschland die Bedeutung des Keren Hajcssod nicht nur an seinen unmittelbaren Ergebnissen messen. Geehrter Delcgiertcntag! In höherem Maße als iin vergangenen Jahne müssen wir uns in Zukunft wieder den zionistischen Aufgaben in ihrem ganzen Umfange zuwenden. Ich habe Ihnen ein ausführliches Programm vorgelegt, mit Aktionsplänen für Propaganda, für die Förderung unserer Bankinstitute und Anregung privater Palästina-Unternehmungen, für die Entwicklung der Chaluziuth, für Gemeinde- und soziale Arbeit, für politische Außenarbeit, zugleich mit Hinweisen auf innere und Kulturarbeit, sowie auf Jugendarbeit Ein Teil dieses Programms wird Gegenstand eines besonderen Referats sein, das auch den inneren Zustand unserer Bewegung eindringlicher behandeln wird. Das Programm ist teilweise auch bereits in Vorkonferenzen «erörtert worden. Ich will mich hier auf einige grundsätzliche Bcmerkungen beschränken. Zionistische Propaganda, der Kampf um die Seele des deutschen Judentums, ist ein Lebenselcment unserer Bewegung. Immer wieder müssen wir dem deutschen Judentum sein Spiegelbild, das Bild des inneren Verfalls, der Haltlosigkeit, des Mangels an Sclbstsichcrhcit verhalten, immer wieder müssen wir den assimilierten Westjuden, aber auch den schnell in der Assimilation versinkenden Ostjuden vor das Persönlich• kcitsproblem des modernen Juden stellen, und wir dürfen nicht müde werden, dem deutschen Juden das Gegenbild des zionistischen Idealismus zu zeigen, des Menschen, der sein Schicksal und seine Art bejaht. Das ist auclt die einzige Antwort auf den antisemitischen Fieberwahn, der heute den geschwächten Körper des deutschen Volkes mit gefährlicher Kraft erfaßt hat. Wir haben nur eine Antwort auf den Antisemitismus und die heißt: Zta« nlsmus, d. i. Freiheit und innere Ruhe, Ucberwindung der Feindschaft durch inneres Selbstvertrauen. Es gibt nur einen inneren Sieg über den Antisemitismus, keinen äußeren, und das sollten wir gerade in der heutigen Zeit dem deutschen Juden mit dem alten Rüstzeug unsercr zionistischen Ideologie Immer wieder begreiflich machen. — Wenn wir hier auf dem Gebiet der ziomstisehen Propaganda dem deutschen Juden zeigen, was w« prak daß lieh י’ Teil 1 ‘ Vali1 ׳ so j1' lieh wie.1 (! das 1 , Ges iji Mci i| bev J füllte•. Berti. be$ «1 rite!' siete auf ,. der ,;i gete: vie leu!: un׳':, ge: •1 Vi; Ei mi:,י na 1 w!;; sc *1J Von N k< i ct ■. fr c k; *l u 1 lll s: J :' -