Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 71-72 (8.9.1922)
- Date
- 1922-09-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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'Seite 478 JUEDISCME RUNDSCHAt^ Nr. 71/72 I csidicrt und die zionistische Arbeit in Deutschland und deren riim'iid notwendiger Aushau gewährleistet Werden kann. ״Zur Reorganisierung dieser Finaimvirtschnft würde zweck« niäßiß■ «ne Ix! 901 ule re Fiiianzvcrw.altung «inzurichten sein, die sich ausschließlich mit der Aufbringung und Verwaltung der für die Organisation erforderlichen Geldmittel befaßt. Zusanmiciifasscnd können folgende Anregungen gegeben werden: 1, Entlastung der leitenden Beamten von subalterner Tätigkeit durch Einstellung von Hilfskräften, 2, Schaffung eines besonderen Werberesnorts zur «ystc* malischen Organisierung der Propaganda, 3, Prüfung der Frage, ob ein Ausbau der luseratenabteilung׳ der ״jüdischen Rundschau" unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen zweckmäßig ist und wie er ' zit erfolgen hat, 4, die Finanzierung des Patästiimirites, 5, die Schaffung einer zionistischen Finaaizbeltördc, die sich «nnssclitic ßlicls mit der Aufbringung der für die Organisntion und deren Ausbau crforderlichen Geldmittel in großem Mall stabe und mit der Verwendung der Mittel befaßt. Dr. Erwin Michel Dr. Arthur Stein. M i H Die Beamtenschaft der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und der ״Jüdischen Rundschau“ Leitung: Rechtsanwalt Felix Rosenblüth, J. Zionistische Vereinigung für Deutschland, FrL Betty Frankenstetn, Sekretärin, , Rosenberg, Stenotypistin,! , Horowitz, Stenotypistin, 1 Rosenberger, für Expedition und Kartothek, ״ Brock, Kassiererin,! ״ Scgall Buchhalterin, 1 ״ Böhm, für Zronistensteucr-Karbothek, ״ Orktn, für Registratur Frau Abrahamsohn, Stenotypistin für % Tag (für Herrn: Rosenblüth). 1 II. A. Palä stinaamt. Herr Kurt Rosenbauni, Sekretär, 1 Herr Hochdorf, Hilfssekretär, 1 * FrL Salomen, Stenotypistin,! FrL Mechncr, für Korrespondenz und Registratur. ■ B.!Technisches Chaluz*Sckretariat, Herr DipL-Ing. Alfred Berliner, Sekretär. C. Berufsbcratungsstelle für landwirtschaff• liehe Jugendarbeit Unter Leitung des Praktikamtenbundes. Mendershausen. III, Jüdische Rundschau. A. Redaktion. Robert W c 11 s c 11, Redakteur, Fritz Loewenstein, Redakteur, Rosenbaum, Stenotypistin. B. Administration^ 1 ׳ Leitung: FrL Betty Frankenstein. FrL Lew ln, für Korrespondenz und Kartothek, FrL Sc gal, Buchhalterin, Frau Bieber, für Kartothek und Versand (8/4 Arbeitszeit), Frau Israclski, für Anmcldewcscn und Registratur (V4 Arbeitszeit), י t, , FrL Schlank, Lehrling.’ ' י י ' if 'י' י ׳ 1 C. 1 nse rat enab teilung. FrL Chancincr, für Korrespondenz, Kartothek, Registratur. H. Paasehen, Bürodiencr f. Z.V.f.D., Jüdische Rund« schau, Palästinaamt, Keren Hajessod, Nationalfonds. FrL Dr. Dr. FrL Waf»1rt®0M&te Bruch'6a 1: Dr. Bernhard Arinstein, Karlsruhe, Delegierter. Cottbus: Dr. Sklarz, Cottbus, Delegierter; Herr Moses Hantling, Cottbus, Ersatzd elegierter. Oleiwitz: Dr. Albert Baer, lJcrlin, Delegierter; Rechtsanwalt Bibo, Breslau, Dr. Julius Loewenheim, Berlin, Ersatzd elegierte. Heidelberg: L)r. Leibowltz, Heidelberg, Delegierter, Hindenburg: L)r. Hermann Stahl, Berlin, Delegierter. Insterburg: Adolf Kador, Insterburg, Delegierter; Rechtsanwalt Lewin»l111, Insterburg, Ersutzdclcgicrter. , Leipzig; W. Dubincr, L. Twnpowsky, S. L. Fuchs, B. Sudowicz, Frau Rochlin, Dr. Löcbcnstcin, O, Freudenheim, W. Gildingorin, I. B. Sachs, ü: Neumann, J. Reichwald, S. Lelirfreund, W. Groß, Leipzig, Delegierte; E. M. Felsenstein, Frau Ncumann, 11, Kreistmann, N. Frankel, S. Preczep, E. FrieJmamt, Leipzig, Ersatzdelegicrle. Karlsruhe: Dr. Julius Roocnteld, Dr. Max Wolf, Karlsruhe, Delegierte; Dr. Arinstein, Hermann Ellern, Karl»• ruhe, Ersatzdelcglcrtc. Kiel: J. Herzberg, Kiel, Delegierter; stud. mcd. Walter Jonas, Kiel, Ersatzdc'cgicrter. Zwickau: Jakob Sandbank, Zwickau, Delegierter. Plauen: Jacob Skrebnik, W. Lewkowitz,' Plauen, Delcgierte; M. Britzmann, Plauen, Ersatzdekgierter. Frankfurt a. M.: Misrachi: Dir. Fritz Sondheimer, Sa■ lomon Stichel, Edwin Feist, Frankfurt a. M,, Delegierte; Alloritz Gokis:hmidt, Fritz Breslau, Benjamin Kohn, Frankfurt a. M., Ersatzdelegicrte. Bezi rk s g r u ppe der Pfalz: Walter Samuel, Landau, Delegierter; Hermann Pd9, Kaiserslautern, Ersatz! delegierter. Mannheim: Dr. Lesscr, Dr, Otto Simon, Bornfreur.d, Mannheim, IFclcgiertc; Drimmer, Lemi Hilb, Mannheim, Ersatzdclegiertc. Stolp: Dr. BerÜioFJ Cohn, Berlin, Ersatzdekgierter, Braunschvvcig.Wolfcnbüttel: Werner ilberg, Braunschwcig, Delegierter. Chemnitz: Misrachi: Samuel Haarpuder, Berlin, Delegierter; Dipl,*Ing. Katzensteiu, Treysa, brsat?.dekgiertcr. Cöln .1. Rh.: Misrachi-Ortsgr.: Jacob Schnelling, Louis Asclikenasy, Cöln, Delegierte; Misraclvi-Jugendgr.: P. Moneta, Dr. David Holstein, Cöln, Delegierte; Isaac van Clccf, Cöln, Ersatzdclcgicrter. Dresden: Misrachi: Abraham Burg, Dresden, Delegierter; Isaak Schreier Dresden Ersatzdefegiertcr. Königsberg: Misrachi: Philipp Grunbaum Berlin, Delcgierter; Leo Kirschenbaum, Berlin, Ersatzdekgierter. Leipzig: Misrachi.Jugendgr.: Dr. J. Kahan, Leo Kirschen• kaum, Berlin, Delegierte; Dr. Rom, Berlin, Ersatzdeleßiertcr. Frankfurt a. M.: Misraclii-JugcivJgr.: stud. jned, I, M. Werzberger, Frankfurt a, M., Delegierter; Frl. Frieda Marcus/Frankfurt a. M., Ersatzdelegierte. Chemnitz: Jugend verein, rektifiziert: Felix Scharf, Chem« nitz, Delegierter; Rudolf Weißkopf, Chemnitz, Ersatzdelegierter Lübeck‘: Hugo Meyer, Alfons Händler, Lübeck, Delegierte, Mäinz: Lazarus• Fr.edmann, J. Epstein, Mainz. Delegierte; J. Nitekmamu Eugen Lazarus, Mainz. ErsaUaelegicrtc. Max Loeb, Dannstadt-Casscl, Delegierter,;tische V c r e i ■a i fr 1111 g: Liste 1: Dr. Arioso noff, Dr.'Robert Wcltsch, Dr, Ernst lleni'iird, Gerda Arlocoroff,׳Berlin, Leo Süllmum, Abraham Mendelsohn, dieser Ascher, Arthur Silbcrstcln, Berlin, D a r m s t a d t: stud. Berliner Z i o 11 i I iapoel-3 laza'ir; ' Albert Baer, Dr. Delegierte; Dr, loset llhmibcrg, Ersatzdcicgicrtc. ListcII:' Ha11tke-Qronem,m11: Dr. Arüuir Hantke, Snmmy Groucmami, Dr. Victor Jacobsohn, Kurt Blumcnkkl, Regicrungsnt Haus Goslar, Isaac Fenerring, Dr. Siegfried Moses, Dr. Egon Roseuberg, Julius Berger, Max Wo!!• steiner, Hugo wolicrmaini,,' Dr. Fritz Locwenstcln, Dr. Georg Wöllstein, Berlin, Delegierte; Rechtsanwalt Erich Colni, Alfred Frank, Dr, Siegln, Katzncloon, Dr. Emst Wöllstein, Willy Preis, ־ Dr, Hans Bloch, Dr. Moritz Bilexki, Dr. Iki'thold Golm, Dr, Arthur Stein. Rcinhokl Colin, Dr. Henry Unna, Max Kurz, Leo Rosenblüth, Berlin, Ersatzdekgierte. Liste III: Oiljüdisehc Gruppe: Benzion Fett, Moses Wahl mann, Martin Lipsdmtz, Josef Münz, Noc Horn, Berlin, Dc'cgicitc; Hermann Brunner. Pcßnch Feiwcl, lacob Josefsberg, Jacob 1 luubcnstock, Dr. Sieg fr. Helfer, Berlin, Ersat wie legi e rt e. Liste IV: Unabhängige KoaliBonsgruppe: Prof. Dr H.. Loewe, Heinrich Margulies Rechtsanwalt Dr. H. Lelcwer, Davis Trietsch, Agronom Dyk, DipL-Ing, Kaufmann, Dr. Kurt Nawratzkv, Berlin, Delegierte; Dr. W. W. Kajilun- Kogan, Fr.au H. Mcycr-Lühkc, P. Hauser, Idiilipp Griuvbäum, Lcop, Locwcutlinl, Dr. Werner Bab, Bruno Dobrzynski, Berlin, Ersatzdelcgicrte. Konstanz: Frau Prof, Loewe, Berlin, Delegierte. Eschwciler: stud. mcd. Arthur Lukas, Delegierter. Hamborn: Leo Krumholz, Max Diengott, Hamborn, Delc* 1 gierte; Bernhard Hirsch, Hamborn, Adolf Koch, Essen, Ersatzdekgierte, . .1 , Mitteilungen Legitimationen Allen Delegierten, denen Ihre Legitimationen nicht mehr zugestellt werden konnten, können dieselben am Sonntag Im Hotel Meyer, Oberste Gasse 56 oder atu Montag im Büro des Dcle* giertentages in Empfang nehmen, Bahnhofsdienst ' Am Bahnhof in Kassel wird am Sonnabend, den 9. Sep* feinber, abends 8>/s Uhr ab, ein Bahnhofsdienst eingerichtet werden, ebenso eine Auskunftssteile, an die sich dann alle Ankommenden Delegiert entagsbcsuchcr zu wenden haben, Verpflegung. . Es gibt in Kassel zwei streng rituelle jüdische Hoiels (beide unter Aufsicht des Hamburger Spelscvcreins), und zwar: Hotel E111 a 11 u c 1, L’alinhofstr. ] und Hotel McyCr Oberste Gasse, Alle Delegierten und Gäste, die während der Dauer des Dclcgiertcntage» in diesen Hotcls speisen wollen, w erd endringend gebeten, sich vorher anzumelden, Gastkarten. Für die Tagung werden Gastkarten zum Preise von 30 M. an der Kasse des Dclcgiertcutagcs ausgegeben. Fraktionssltzungea Alle Delegierten, die sich der Gruppe Hantkc-Groncmaml anzuschUcßca beabsichtigen, werden gebeten, an einer am Sonntag, den 10. September 1922, nc‘climiitags'6 Uhr pünktlieh im Großen Saal bei Meyer stattflndenden konstituieren-1 den Sitzung teilzunchmen. Interessenten werden gebeten, sich mit einem der folgenden Herren in Verbindung zu setzen: R.-A. Erich Cohn, Berlin; Dr. Mciuho'.d N u ß b a u m , Nürnberg; R.-A. Dr, Salli Hirsch, Ilalbcrstadt; Dr. Sigmar G i n s b u r g, Königsberg. * Am Sonntag, den 10. d. M., findet eine Fraktionssitzung der Chawerim des H apoel-H a za'ir und derjenigen Delegierten, die sich dieser Fraktion auf dem Delegiertentag aiischiiclien wollen, statt, — Ort: Hotel Meyer, Zeit: 2 Uhr nachmittags. , Hebräische Bewegung Im Juli fand im jüdischen Jugendheim ln Düsseldorf eine hebräische Versammlung statt. Rabbiner Dr. Eschclbachcr- Düsseldorf sprach über den Propheten Jesaja, und Dr. Sackheim-Hagen über die ״Frau im Judentum‘‘. Die in fließendem Hebräisch vo!•getragenen Referate!unterließen einen tiefen Eindruck. Den Vorträgen folgt: eiac größtenteils im Hebräischen geführte Diskussion, die zur Gründung eines Waad Ibri führte. Auch auf der vor kurzem in Cöln ahgeliaHencn Jahres- Versammlung des Rheimscli-Wcstiä'ischcn ׳ Rabbiner-Verbandes ist auf Anregung des Waad lbri zur Frage des hebräischen Unterrichtes Stellung genommen worden. Es ist u. a. folgende Resolution niigenoinnien worden: 1. Wir begrüßen mit Geluigtuung, dsß i;1 weiten Kreisen der jüdischen Gemeinden die entscheidende Bedeutung mehr und mehr erkannt wird, die dem Hebräischen für Kultus, SchriftUiin und Geschichte zukommt. 2, Der zweistündige Unterricht in jüdischer Religion an den öffentlichen Schu'cn kann nicht aiureichcn, um neben jüdischer Geschichte und Rcligionslehrc auch in Hebräisch eiu Ziel zu erreichen, das für ciic Erziehung■• eines jüdischen Geschlechts und für die Erhaltung des Judentums genügende Bürgschaft bietet. 3. Alle für den hebräischen Unterricht in den Gcmuiudeii vorhandenen Einrichtungen müssen erhalten und ausgebaut, crforderücheiifallcs net« geschaffen und die Eltern mit alten Mitteln beeinflußt werden, ihnen ihre Kinder züzuführen. Es ist eine Kommission zur Prüfung der neuen hebräischen Lehrbiieher unter Vorsitz von Dr. Eschclbachcr eingesetzt worden. Am Sonnabend, den 19. August, hat sich auch in Cöln ein Waad lbri gebildet. (Adresse: Lehrer Reinhart, Cöln, Maaßenstr. 07. Ein Erfolg der JCd<sc!:en Voiksparid Cckamitlich besteht noch immer für das Wahl, recht zur Rcpriiscntantcn-Versammlung in den prculii. sehen Gemeinden der Zensus. Durch die Beinüliun. gen unserer Freunde ist cs im Jahre 1919 gelungen, das damalige preußische Ministerium davon zu überzeugen, daß dieses Wahlrecht unzeitgemäß ist und einer Aende. rung dringend bedarf. L'ine Reform des Judengesetzes war aus verschiedenen Gründen nicht zu bewerkstelligen und ist auch bis jetzt noch nicht möglich gewesen. Um aber die Härten, die durch den bestehenden Zensus noch geschaffen werden, wenn nicht ganz zu beseitigen, so doch erheblich zu mildern, hat der preußische Minisler seinen Standpunkt in einer Verordnung vom 13. Qk. tober 1919 dahin deklariert, daß durch Stundung der Steuern mit rückwirkender Kraft den betreffenden Ge. meindcmitglicdcrn (las Wahlrecht gewährt werden konnte. Diese L’cstimmung kann, wie die Ministeriell. Verordnung ausdrücklich erklärt, nicht nur bei dem da. mals besonders abtucllen Fall der Kricgstei'nelimer, son. dern auch in allen anderen Fällen, z. B. bei Vorliegen wirtschaftlicher Not oder auch aus irgendwelchen sonstigen Gründen zur Anwendung kommen. Der Minister hat ausdrücklich den Oberpräsidenten angewiesen, die Wahlen von Gemcindemitgliedern, denen aus irgend, welchem beliebigen Grunde die Steuern gestundet wor. den sind, für gültig zu erklären und Einsprüchen gegen derartige Wahlen keine Folge zu geben. . Bei den Repräsentantcnwahlcn zur Berliner jüdi. sehen Gemeinde im Jahre 1920 ist von dieser Verardnung weitgehender Gebrauch gemacht worden. Seitens der Vertreter der Jüdischen Volkspartei int Gemeinde- Vorstand ist nunmehr beanlragt worden, die angeführte Ministcrialvcrordr.uug in der Weise zur Anwendung zu bringen, daß sämtlichen mit der Steuer im Rückstände befindlichen Gemcindemitgliedern die Steuern bis zu einem gewissen Tennin gestundet werden. Dieser Antrag wurde besonders damit begründet, daß wiederholt votiscitcn des Vorstandes und sogar in der Reprisentantcn-Vcrsaminhing erklärt worden ist, daß die Aenderimg des § 41 des preußischen Judengesetzes in demokratisch-ncuzcitlichem Geiste nicht so dringend sei, weil durch die erwähnte Ministcrialvcrordnung die Gemeinde in die Möglichkeit versetzt wäre, ein Wahlrecht cinzuführen, das einem allgemeinen Wahlrecht unter Ab- Schaffung des Zensus fast gleich käme. Jetzt, vor den Wahlen, tauchten wiederum Bedenken von verschiedenen Seiten auf, und einen Augenblick schien es, als ob man wiederum bei der alten bürokratischen Praxis beharren und dadurch viele Gemeindemitglieder ihres Wahlrechts berauben״ \\;o!ltc,<( Dank dem circrgischcn Eingreifen unserer <jes!11mu1g:',gcnossen ist cs nuiiinclir g e 1 u n g e n, den'Gemeindevomtaiid zu dun Beschlüsse zu veranlassen,' daß allen rückständigen Zensiten die Steuern bis zum 1. Obtober gestundet werden, ausgenommen in den Fällen, in welchen böswillige Verweigerung der Steuerzahlung vorliegt. Nach einem anderen Anträge werden alle diejenigen Oemeindetnilglieder, die sich melden, auch wenn sie noch nicht zur Steuer veranlagt sind, in die Wählerliste aufgenommen werden, falls sie rechtzeitig, d. h. bis zum 15. September, Einspruch erheben. Die Durchsetzung der Stundung stellt einen großen Erfolg der Jüdischen Volksparfci dar. Alle unsere Gesinnungsgenossen seien ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Einspruchsfrist nur bis zum 15. September lauft. Jeder Zionist, der Oemeindemitglicd ist, hat die Möglichkeit, durch Einspruch sich das Wahlrecht zu sichern. , Za Roscli-Iiasclmnoh . In 117 Städten werden die Ncujahrs-GIückwunschsammlungcn jetzt vorbereitet. Diese Zahl der an der Rosch- Hasehanali-Aktion ' mitwirkenden Vertrauensleute entspricht keineswegs den Möglichkeiten, die bei Beteiligung aller Vortraneiisleutc des Jüdischen Nat'.onalfonds .vorhanden wären. Es ist unbedingt notwendig, (lall in all denjenigen Städten, in denen' die (Mckwunsäisammlungen noch nicht vorbereitet werden, dranit sofort begonnen wird. Wir bitten dringend alle Zionisten, insbesondere die Vertrauensleute de! Jüdischen Natkuvalfonds, da für zu sorgen, daß in ihrer Stadt Rosch- Hasclianali-Snmmlungcn vorbereitet werden. Wir verweisen .auf den Appell der Jahreskoiüercnz an alle Zionisten, den Jüdischen Natlonalfonds mit aller Kraft 'zu unterstützen, und hoffen, daß diejenigen Vertrauensleute, die sich bisher noch nicht an der Rosch-Ffaschanah-Aktion beteiligt haben, sich umgehend bei der Zentrale des jüdischen Nalionalfonds, Berlin W 15, Sächsische Str. 3, mckleii. ■ ' Es muß gelingen, zu Rosch-Haschanah 1 Million Mark in Deutschland aufzubringen 11 , Eine soziale NIederl!1״e Die Idee, durch welche unser ganzes Hiedliingswerk bele' t wurde und welche dem Nationahonds mit Recht seine all• gemeine Beliebtheit verschafft hat, daß der Grund und Roden m Palästina nicht der Spekulation ausgclicfert werden darf; hat eine schwere Niederlage erlitten. Die Beschränkungen des Bodenerwerbs nach der Land Amendment Ordinance Samuels sind aufgehoben. Alle Beschlüsse der Kongresse und Dclcgiertcntage, die unbeschadet aller sonst gen Wirtschaft i.hcn Differenzen stets einmütig gefallt worden sind, wonach der Grund und Boden ' Palästinas vom Bodemviichci׳ befreit sein muß, sind vergebens gewesen. Schon zeigen sich die Folgen, in Tcl-Awiw sind die Beden• preise höher wie in New-York, die Großgrundbesitzer ser* langen die Zusendung von Einwanderern, weil diese hübsch die Ooclcnprcise durch ihre Arbeit in die Höhe treiben. Wie kann ein Volk in ein Land eingewurzelt werden, das nicht Gemeineigentum des Volkes ist? Ini Namen des jüdischen Gesetze % das sozial in seinem Kern und Wesen ist, muß dieser privatkapitalistische Mißbrauch des Grund und Bodens verhindert werden, diese Grund• forderung muß jeder vertreten, gleichgültig, was seine Wirt• Schaftsauffassung ist. Die schwere Niederlage unseres sozialen Grundgedanken־, die wir zu beklagen haben, darf nicht das letzte Wort, nicht die letzte Entscheidung sein. Wir wollen keinen Bodenwuchcr und keine Ausbeutung nach Ercz-lsrael verpflanzt wissen. M a!1 n h c i r.1. Dr. Otto Simon. BBC Aenderunsen der Tclcphon-Nummirn des Berliner Büro» Die Tclephonnummern des Zionistischen Büros und der Jüdischen Rumlsciiatj, Berlin W 15, Sächsische Sf. 8 (bisher Uliland 845, 846, 944) haben sich rcänderh Sie laufen jetzt; Pfalzbuig 6697, 6698, 6699' rate ן <1:19 ' **en I׳QC j!hei! 1 (!011 den Veii sin« unc sac, der׳ Jab zu ן Kot Fei nur, als y ler*, zu sch sch Tat ent׳ so ׳•'■ lau dal. \vi<• Jal Dir, cs]j StT iin en׳ Di 8c \vi Ke de rci, ihr «ni* Ke EU, di• da W; EC I ׳de \V Sc' al ni, jü de 11( tc N fo! xv tu d■ V Ir