Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 71-72 (8.9.1922)
- Date
- 1922-09-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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die :he die wa Als die «1 ku? lln, nie im cn, 346 Nr. 71/72 TU EDI SCH E RUNDSCHA'O Seite 477 )21, creaer tau. zur \;niiih- <1׳m- 1er- Pc gern :nt• teilt ton, ichden beit!ehr ung tnsals ist nc SOI't der der )dt• wertige Kräfte Arbeiten mit erledigen, die auch von sub-! altcrnen Kulten erledigt werden konnten, daß alter gleichwohl für die liier 111 Frage kommemien Gebiete dies das richtigere System ist und daß damit der liöäistniön'iclic Nutzeffekt erreicht wird. Zu 2׳. Innerhalb dieses Systems hat die Kommission eine Anzahl von Anregungen geben können, bezüglich deren die Interessenten auf die Anlagen verwiesen werden. Es wurde fcstgcstcHt, dali diese Anregungen bereitwilliger durchgciuhrt wurden, als dies m revidierten Betrieben gemeinhin der Fall zu sein pflegt. Im großen und ganzen war auch selten vor der Revision die Durchführung des gewählten Systems durchaus auf der Höhe. Zu 3. Die Kommission hicit cs besonders für erforderlich bei Prüfung von Gehältern, Aufwandsentschädigungen, Spesen- (vor allem Reisespesen) Liquidationen, Materialverbrauch der Frage naduußehcli, ob überall die erforderliche Sparsamkeit *(»gewendet worden sei. Es kann überall eine vernünftige und durchaus sparsame Fmanzwirtscliaft festgcstc’.lt werden eine Vergeudung von Materialien oder Geldern konnte in keinem I alle beobachtet werden. Vereinfachungen, die au manchen Stellen, 7■ B. bei der Postexpcditiou, möglich wären, würden Neueinstellung von Personal bedingen und dadurch den erreichten iilfekt wieder aufheben. Weint die Kommission sonacit in allen Punkten zu einem außerordentlich günstigen Ergebnis gelangt, so hält sic es vor allem für ihre Piiicht, auf eins hinzuweisen: auf den vorbildlichen Arbeitseifer und die unermüdliche Pflichttreue der Beamtenschaft. Nur die Tatsache, daß fast aussdilicfllieh zionistische, d. h. der Organisation, der sie dienen, ergebene Beamte verwendet werden, vermag cs zu erklären, dal! mit einer relativ außerordentlich geringen Zahl von Kräften Arbeiten bewältigt werden können, die wohl die meisten unterschätzen, die nicht Gelegenheit hatten, die Details keimen zu lernen. Wenn cs auch nicht in die Kompetenz sicr Kommission fällt, auf Einzelheiten hinzuweisen, so würde noch eine Unterlassim״ begangen werden, wenn nicht hervorgehoben würde, daß die Erzielung des fcstgestclltcn Arbeit*, effektes zweifellos nicht möglich sein würde, wem! die Z. V, f.D. nicht in der Bürolcitcrin, Fräulein Frankenstein, eine Kraft besäße, die durch ihre offenbare Organisationsgabe und ihren beispielgebenden unermüdlichen Arbeitseifer auf die Gesamtheit der Bürobeanitcnschaft stets erneut anfeuernd wirkte. Indem die Kommission somit ihr Amt in die Hände des Zentralkomitees zurücklegt, gestattet sie sich die Anregung, die Einrichtung einer solchen Kommission zur ständigen Einnchtimg werden zu lassen, wobei von Mal zu Mal neue Person- ]ichkeiten gewählt werden, um einerseits immer neue Au. rcgiuigeii zu geben, ־andererseits den Kontakt zwischen der Organisation und dem Organisationsapparat immer aufs neue herzustellcn. Die Revisionskommission. I. A.: Dr. A r0 n Ba r t h, Vorsitzender. Ans dem umfangreichen Revisionsmaterial veröffentlichen »vir nachstehend noch folgenden . Bericht über die organisatorischen Einrichtungen der 2, V. i. D. Der von dem Zentralkomitee der Kommission gegebene Auftrag, die Organisation der Z. V. f. D. zu revidieren, enthielt keine näheren Bestimmungen über Art und Umfang der Revision. Pie Revisionskommission beschloß, die ihr erteilte Aufgabtf in der Weise aufzufassen, daß sie sich einen genauem Ucberblick über die Arbeitsgebiete der einzelnen Ressorts der Z. V, f. D. sowie der dieser unmittelbar ungegliedertem Büros verschaffte, um feststellen zu können, ob bürotcchmsdi modern und richtig sowie nach wirtschaftlichen Gcsichls» punkten gearbeitet wird. Es sollte demgemäß weniger eine Wertimg des Arbeitsinhalts der einzelnen Ressorts vorecnomiiicn, jedoch auch nicht unterlassen werden, vorkomnicmlenfalls aut ein Mißverhältnis zwischen Arbeitsleistung und Arbeitseffekt oder etwa auf die ungenügende Bearbeitung einzelner Gebiete liinzuweiscn. Die Revision, die in acht mehrstündigen Besuchen bei der Z. V. 1 D. vorgcitommcu wurde, ergab folgendes Bild: , , , ■ I. i Die bürotechnische Arbeitsteilung ist, soweit möglich, so durchgcfiibrt, daß z. B. die Beamtin, welche die Zionisten• Steuer bearbeitet, sämtliche in dieses Teilgebiet fallenden Ar• lwiten: Kartothek, Mahnungen, Korrespondenz usw. selbst auszuführen hat. Bei dieser vertikalen Arbeitseinteilung, di■ verhältnismäßig hochwertige, selbständige Beamte verlangt, ׳ kann ein ziemlich hoher Wirkungsgrad erreicht werden. Bei der Organisierung des Büroapparates hat augenscheinlich auch das Bestreben vorgeherrscht, gewisse Arbeiten sämtlicher in der Sächsischen Straße S befindlichen Organisationen zu zentra. lisiercu, um Ersparnisse zu machen und unproduktive Doppelarbeit zu vermeiden, so laufen z. B. in dem Post.Ein- und Ausgangsbüro sämtliche Ein- und Ausgange der im Hause liefindlichcr» Organisationen zusammen. Neben der Verteilung der eingehenden Post auf die einzelnem Büros und der Brielexpeditiou für sämtliche Abteilungen werden hier noch die ilauptkartoiliekcr» der Z. V. f. D. geführt. Es besteht hier eine Kartothek sämtlicher Zionisten; sie ist nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert, ln ihr werden besonders reg!* Btriert: . 1. die in den Ortsgruppen organisierten Mitglieder,^ 2. diejenigen in allen Orten Deutschlands, die nur Schekel zahlen, . .... 3. die organisierten 1 I.ipoel-Hazair und Misrachi-Mitghcdcr. Die Führung dieser Kartothek ist durch die Unzuverlässig. tscit der Gruppen und der Sonde!־verbände in der Uebcrniittcl'ing des Adrcsscnmatcrials besonders erschwert. Es wird ferner eine Vcrtrauensnianner-Kartothek, die nach Bezirken ((jrupp,cnvcrbämlcn) geordnet ist, und eine nach Orten ge• ordnete alphabetische Kartothek geführt. In der erstgenannten auch alle Ausschüsse, die Organisationsbüros m den anderen Ländern und die ausländischen Landes״ und Sonder• verbände, die beim Rundsclircibondicnst berücksichtigt werden müssen, enthalten. Hinzu kommt noch eine sogenannte׳ Evi• dcnzkariolhck aller deutschen Zionisten, die im wesentlichen als Grundlage für Korrespondenzen und für die Errechnung der Zionisieiisiciicr-Koiitiiigente dient und in die aus der vorher Lezciclmctcn großen Kartothek die Zahlen der Ortsgruppen• Mitglieder, der Sonderverbandsmitgliedcr und der Nur-Schekcl• eitler übertragen werden. Schließlich besteht noch eine Karto• t!'ck für ״Einzelne Zionisten“, d. h. für Zionisten, die an Orten V-'ohnou, an denen keine Gruppe besteht. Die allgemeine Korrespondenz der Z. V. f. D. erstreckt sich auf den Verkehr mit zirka 230 Gruppen und 150 Vor. traucnsieuten an einzelnen Plätzen, an denen Ortsgruppen noch Mit bestellen peruer *mf die ״Ein&cb1et1 Zionisten mit ' 11«״י» eine Einzclkorrespondenz wegen Werbearbeit geführt 'viril und den als ״Interessenten״ abgegebenen Personen an allen ■ btzen, an denen noch kein zionistischer Stutzpunkt voi* IniKlen i5t. Es |1a41delt sich bei den letzteren tun einige D'O Personen, denen von Zeit zu Zeit auch Propaganda.!״ crial, B. Propagawlajiummcrn der Rundschau, neue Broschüren ״sw• *ugesclückt werden. . . _ . , ...... Fs findet ferner ein umfangreicher Briefwechsel mit den •^1*gliedern des Landesvorstarides, des Zentralkomitees, den Ausschüssen cW Exekutive in London, mit der Palastmaexe. kutive, den Sonde!־verbänden, mit anderen Landesverbänden, mit sonstigen Organisationen und Eü1zclj»crsoncn statt. Selbstverständlich bestellt auch eine fortlaufende Korrespondenz mit den Bezirks-Sekretariaten, 1 '1 F ür die allgemeine Korrespondenz stehen zwei Beamtinnen zur Verfügung. Der Vorsitzende der Organisation hat außer• dem noch eine Halbtagskraft. Die umfangreiche Registratur, die z. Zt. 250 Sivchmappcn, zirka 200 Mappen für Ortsgruppen und Einz/clkorresondcnz um• faßt, wird von einer Beamtin bearbeitet, die gleichzeitig die Registratur^ der Buchhaltung, die Liquidator des ehemaligen Büros der Zentrale der Wcltorgaziisation, die Erinnerungen und Vorlagen!wpen bearbeitet. Einer Kassiererin liegen der Verkehr mit der Bank, die Bcglciclurg sämtlicher eingehenden Rechnungen, Gehalts- Zahlungen, die Bearbeitung von Steuer-, Krankenkassen-, Versichenmgsangclcgculieiten usw. für die Abteilungen der Z. V. f. D., Jüdischen Rundschau, des Deutschen Keren I Injcssodusfw. ob. Sic hat ferner sämtliche Vorarbeiten, für die Buchhaltung zu erledigen und die sich aus diesem Ressort ergebenden Korre• spondenzen zu führen. Zeitraubend ist hier besonders die Verrechnung von Saiiur.clpostcii, die zu Gunsten bzw. zu Lasten inchrcrcr in der Sächsischen Strafte 8 befindlicher Orgnnisnt tonen zu buchen sind. Die Kassiererin leitet ferner die Materialvcryvaltung, ebenso don Mntcrialeinkauf, der für siiintliehe Abteilungen gemeinsam erfolgt. Die Bücher werden van einer Beamtin geführt. Sie fertigt die Kontoauszüge für die einzelnen Abteilungen aus, die untereinander im Verrechnungsverkehr stellen, ebenso wird von ihr mit der Exekutive uiSl den anderen zionistischen Institutionen abgerechnet, :! ' In diesem Ressort wird auch die Statistik bearbeitet, die in einer nach Städten alphabetisch geordneten Kartothek darüber Aufschluß gibt, wieviel Schekel, Landesbeiträge, Zioiiistcrstcucr und Nation,elfomlsgckler au den betreffenden Orten monatlich eingegangen sind. Diese Kartothek ermüg• licht die Korrespondenz mit den Gruppenlind Bezirks- Sekretariaten über ihre finanziellen Leistungen, die mit denen der. Vorjahre in Vergleich gezogen werden. Die Buchhalterin fertigt ferner Stilistiken und Ausweise über die einzelnen Gckicingäi'.gc {q!■ t|;c ,,lüdischc Rundschau“ an. Die Kontrolle der Buchhaltung erfolgt durch die Sckrc• tärin. Die Bearbeitung der Ziohistensteitcr obliegt, wie bereits vorher erwähnt, einer besonderen Beamtin. Sie führt eine Kartothek sämtlicher Zeichner (bisher 3150), die Korrespondenz mit den Ortsgruppen• und Ziouistcnstci: :!־•Kommissaren und hat überhaupt den gesamten Zciehnuiigsdienst sowie nach Angaben der Sekretärin die Werbearbeit für Zionisten• Steuer zu leisten. In der gleichen Weise wird von einer Beamtin, die im übrigen die allgemeine Korrespondenz bc. arbeitet, die Schckclsanimlung durcligcfulirt. P a 1 ä s t i n a a m t. Im Palästinaamt werden ein Leiter, ein Assistent und zwei Stcndtvpis!innen beschäftigt. . י Das Palistinaamt beschäftigt sich mit der Regelung der Auswanderer, und Burchwandcrcr-Angelcgcnheitcn sowie mit der Wahrnehmung der Interessen der in Deutschland bc• bildlichen Palästinenser (jeweils 150—200 Personen). Die äußerst schwierigen Arbeiten dieses Amtes erstrecken sich auf Beschaffung der Pässe und Visen, wozu ein intensiver Verkehr mit den zuständigen Konsulaten erforderlich ist, einen umfangreichen Auskimftsdienst sowie schließlich auf eine Unter. Stützung sämtlicher Palästinawandercr durch Auskünfte und durch ״eidliche Beihilfe. Um die Palästinaauswanderer ausreichend vorzubiiden, bc. müht sich das Palästiiuamt in Gemeinschaft mit dem Praktikäntcnbuml, dem Ingenieurverband und dem eine Unterabteütm״ des Palästinnamtcs bildenden technischen Chaluz. amt Arbeitsstellen und sonstige Vorbedingungen zur Ausbiidung zu beschaffen. 1111 Pakistinanrnt wird eine Kartothek sämtlicher Personen geführt, die nach Palästina auszuwamlern beabsichtigen. Die Personalien aller derjenigen Palästinawandercr, die sich der Vermittlung des Amtes bedient haben, werden in einem Buch genau registriert, das auch die Bilder der bc.• Reifenden Personen zur evtl, späteren Feststellung der Iden« tität enthält. Technisches Chaluz-Sc kretariat. Die spezielle Heranziehung und Ausbildung der teeh. nischeu Ctaluzim sowie die Beschaffung <|cr für die Aus. biidung erforderlichen Arbeitsinüglichkciteii werden von diesem Sekretariat erledigt, das einen Beamten beschäftigt, der siel» 1ür eine bestimmte Zeit freiwillig zur Verfügung gestellt hat, Hilfskräfte beschäftigt dieses Sekretariat nicht. Büroärbeiten werden von den oben erwähnten Kräften des Büros der Z.V, f. D. erledigt. , Jüdische R u n d s ch a u. a) Den beiden Redakteuren stellt eine Beamtin für die Er. Iedigung ihrer Arbeiten zur Verfügung. b) Administration und Expedition. Die Administration der ״Jüdischen Rundschau“ steht; 1. mit den ztirzeit 100 Gruppen, welche für ihre Mit. glieder Sarmnclabonncments bestellen, 2. mit den deutschen Emzctabonucnten (zurzeit 1000), 3. mit den Auslandsabonncntcn (zurzeit 1000), 4. mit den Kommissionären und Buchhändlern in allen Landern, , 5. mit anderen Zeitungen, denen sie die ,Tausch, und Freiexemplare sendet, im Verkehr. Die Administration untersteht der Sekretärin der Z. V. f. D. Für die oben bczcichncten Personenkreise bestellen Sonder. karfotheken.!1» der Administration wird eine Beamtin beschäftigt, die sämtliche Korrespondenz erledigt sowie die Abrechnungen mit den Bncliliämllcra und Kommissionären, den Verkehr mit dem Drucker und dem Postzcitungsamt durchführt. Eine weitere Beamtin mit s/« Arbeitszeit hat die umfangreichen An. niddungen beim Posttcitungsajnt, die nach Postämtern ge• ordnet sein müssen, zu erledigen. Diese Beamtin hat ferner die Registratur und die Anfertigung der Abonnentenstatistiken; Zu bearbeiten. Eine andere Beamtin, mit ebenfalls nur »/t Arbeitszeit, bearbeitet den gesamten Verkehr mit den Xuslandsabannenten Schließlich werden 111 der Administra. tton noch ein Ldirfräulein und eine Buchhalterin bcscliäitigt. Die Inscratcnabtcilung wird von der Sekretärin der Z. V. f. D. selbst geleitet, die zu ihrer Unterstützung noch eine Hilfskraft beschäftigt. Von sämtliche!» in der Sächsischen Str, 8 befindlichen deutschen Organisationen wird außerdem ein Bürodiener be* schäftigt. 1 Die eingehende Darst ellung des Organisaf tonsbetricbcs vcr. folgte den Zweck, den Umfang der büromäßig zu leistenden Arbeiten bei den von uns icoutrolliertcn Organisationen zu er. kennen, tun beurteilen zu können, ob der für die9e Arbeiten verwandte Büroapparat wirtschaftlich ausgvmitzt wird oder nicht. Diese Beurteilung wird erleichtert durch die in der An. Lage Imigefügte Ucbcrslcht der Beamten. Der bet der Revision gewonnene folgt zusiinmengcfaOt werden: Der \011י dem Büro der Z. V. f. D. zu bewältigende Um« fang• der Arbeit wird zwcifeüos von jedem unterschätzt, der nicht Gelegenheit nehmen kann, die Details der Arbeiten Eindruck kann wie kcnncnzulcrncn. Die Tatsache, daß die Z. V. f. D, hauptsäcln ■ hell mit Pcrnoncn im Verkehr stellt, welche zur Erledigung! der Korrespondenz sowie der vielfältigen organisatorische!^ und fiiwuztedniisrhcii Arl>ei(cu iilx'r ein Büro mellt verfügen, erschwert die Arbeit aiüierordcntlich. Es sind deshalb die! Qnnvdlagci» für die־ Arbeit der Z. V. f. D., insbesondere diu Zusammenstellung von Listen (Schekel, Zionistensteuer, Landes-• beifrag, jüd. Rundschau-Expedition usw.) nur mit Hilfe eines , umfangreichen M,■!Unwesens und unter Ausnutzung der Kennt.; nis der Einzelpersonen und Lokalvcrhältnisse zu schaffen. , Schon die* Belastung mit zweifellos unproduktiven, aber notwendigen Arbeiten stellt die Z. V. f. D. in ihrem Lei• stuiigscffckt ungünstiger als andere Büros. So werden sichu»׳(! licli beispielsweise die ungeheueren Schwierigkeiten von׳ > Anßen'.tchcmkn verkannt, die für die Expedition der ,,Jii. diseben Rundschau“ bestehen; sie hat bei der Beschaffung׳■ und Bearbeitung des Atlressenmatcrials der Alonncnten stark unter der unsachgcronßcit Bearbeitung der Gruppenleiter zu , leiden, die bei dem fluktuierenden Mitgliederbestand die für, die Sammetabomieinents notwendigen Listen nicht in dem dem Postzcitungsamt gegenüber pünktlich inncnihaitcndci» ,Termin 1 ordnungsgemäß cinieiciicn. Die Tatsache, dali derartige Listen 1 alle Vierteljahr neu z1mmm«1gc$tellt, mit den alten verglichen und bei dem 1 tost zeitmigsamt eingereicht werden müssen, weist deutlich auf den besonderen Umfang dieser Hemmungei* 1 Pin der Fk.irlxnlung hin. Es ist hierbei zu berücksichtigen, daß 1! ' diese Listen van der Expedition der Rundschau selbst nach ( Postämtern zu ordnen sind. Diese ganze Arbeit stellt eine ־ ungeheure, sic!» stets wiederholende ’Belastung dar. : Bemerkenswert sind ferner die Schwierigkeiten, die das '! Palästinaamt in besonderem Umfange zu überwinden hat, da für Uiitcrstüfzimgeit durrhreisemkr Palästinawamfcrer, die trotz l aJIcm in Einzclfällen inimcr wieder gegeben werden müssen, , kein Lc90mlcrer Etatsfifel vorgesehen ist. Der Leiter des 1 Amtes muß sich infolgedessen der undankbaren wie zeit- : i, raubenden Aufgabe uii'er/jeln n, in persönlicher Arbeit privatim 1׳ j die nicht unerheblichen Mittel (12—15 000 M. pro Monat) auf. ' 1 Zubringern. Eine derartige Arbeit, die ganz individualisiert sein L muß, laubt dem Leiter der. Amtes viel Zeit, die er für andere :ן produktive Tätigkeit verwenden könnte. ״ - Auch sonst konnte fcstgcstcHt werden, daß infolge der 1 im Verhältnis zur Arueitsmeogc und den Arbeits/ielen un- 1 ׳'; genügenden Besetzung des Beamtenkörpers vielfach eine wirt- ׳ f. schaftlichc AJcchaiiiskrtmg der Arbeit durch weitgehende :,j Teilung der Arbcitsgäng״ nicht vorgenommen werden kann, > ■ so daß hochwertige Kräfte nebenbei häufig mit subalterner *> >; Tätigkeit beschäftigt werden müssen. 4 ׳ Die restlos berücksichtigte SjMrtcmlcnz läßt häufig ge-;• : rügte Mängel (wie 7. B. die manchmal vorko!nme״de Vcr• J <• sendimg mehrerer Bride au denselben Empfänger innerhalb " eines Tages) nicht belieben, da die Kontrollmalinalimeri zur « Abstellung dieser Mängel, die mir in der Vermehrung des Personals bestehen können, im vorliegenden Falle kostspieliger V wären als die gelegentlich entstehende Mehrausgabe an Porto. , ,! Zu diesem Beispiel könnten viele andere gefügt werden, aus i 1 denen klar licrvorgcht, daß ein großer Bürobetrieb, in dem # i die Möglichkeit besteilt, die Arbeit durch Mechanisierung; ״Lp Stark zu teilen und durch billigere Arbeitskräfte ausführca ,ן . zu lassen, wirtschaftlicher arbeitet als ein Kleinbetrieb, wie ihn;f: f: die Büros in der Sächsische!» Str. 8 unzweifelhaft darstellen.! -j’ Ein positiver MaBstab zur Darstellung der Wirtschaft1' י; ״'j lichkcit der revidierten Betriebe besteht naturgemäß nicht, da a י die ideellen Ergebnisse der Arbeit mit den zu ihrer Erzielung!; aufgewendeten Mitteln nicht in ,Vergleich gezogen werden׳ < können.!!׳,' Jedenfalls konnte bei der Revision, an die die Unter• i ׳, zeichneten mit einem gewissen Mißtrauen gegen die sach« j, gemäße und sparsame Betriebsführung herangingen, folgendes •׳; einwandfrei fcstgcstcHt werden: , L! Sämtliche Arbeitskräfte in den revidiertem Büros sind 1!׳/ bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angespannt. Die fest» (gestellte außcrotxleinliche Arbeitsenergie kann nur dadurch; 1 erklärt werden, dali last ausschlicßlicli Zionisten beschäftigt 1 1 werden. Eine Ucbcrorganisation besteht nicht. Der Betrieb t arbeitet organisationstcclinisch gut. In einigen nidit erheblichen ' [ lietriebstcchnischcn Dingen konnten \1!0י der Kommission An. ( regungen gegeben werden, die insbesondere beim Palästinaamt, L, zu befolgen wären, da dieses infolge seines kurzen Bestehens ,׳ , noch gewisse Mängel im organisatorisclicn Auib.ui aufwics. Es! ') ' fehlt hier insbesondere eine klare Statistik über die Aus. 1! Wanderungsanträge und deren weitere Entwicklung. > Es konnte in allen Fällen, sei es bei der Zahlung der OchriUcr oder der Rciscspescn wie auch beim Einkauf lind ׳' Verbrauch von Afatcrialieu eine vernünftige und durchaus 1; sparsame Finnnzwirtscbaft fcstp,cstcllt werden. Nirgends wurde!,! eine Vergeudung \ח0י Arbeitskraft oder Geld beobachtet. Die Unterzeichnete Kommission hält es für ihre Pflicht, ,! in diesem Zusammenhänge auf einen sachlichen Mangel hin« '1 zmveisen, der ihres Erachtens besteht, für den jedoch wohl die '! Leitung nicht verantwortlich gemacht werden kann. 1 ־ I>ic Inscratcnahtcilung der ״Jüdischen Rundschau“ wird auf!! Grund schlechter Erialmmgen, die mit Annoncen-Akquisitcurcn und der Verpachtung des Inseratenteiles gemacht worden sind, zurzeit nebenamtlich von der Sekretärin, die zugleich Geschäftsführen!» der ״Jüdische» Rundschau“ G. ni. b. H. ist, geleitet.׳ Es soll nicht verkannt werden, daß trotz der Bearbeitung׳ dieses wichtige!» Gebietes im Nebenamt erhebliche Erfolge er. zielt und sehr wesentliche Ersparnisse erreicht worden sind» Nichtsdestoweniger wäre sorgfältig zu prüfe!», ob nicht durch Anstellung eines besonderen Beamten die Inseratenwerbung, die jetzt bis zu einem gewissen Grade mehr gelegentlich erfolgt, ganz systematisch betrieben werden müßte. Bc! diesen Erwägungen wäre allerdings at berücksichtigen, ob die bei , größeren Inscratenauftragen zurzeit sich häufenden Risiken, die in der Unmöglichkeit bestellen, die 111 sertionspreise trotz ,,, aller Vorbchaltsklauscln mit der so schnell 'fortschreitenden Geldentwertung in Uebercinstimnumg zu bringen, getragen werden sollen. Eine Sachverständigenkommission sollte diese 1 Frage genau prüfen, zumal positive Ergebnisse hier sehr crhcbttchc finanzielle Einnahmen herbeiführen könnten. Ucbcr die Werbearbeit sind folgende Beobachtungen ge« »acht worden: »! Es konnte zwar fcstgcstcHt werden, daß die Zahl der Zionisten in den letzten Jahren zugeivonuncn tat, es ist auch zu berücksichtigen, daß ein Teil der Werbearbeit jetzt bis 211 einer gewissen Grenze durch den Keren Hajcssod geleistet wird. Trotzdem erscheint cs unzweifelhaft, daß die unbedingt «־forderliche Organisation der Propaganda in großem Stil, die •den jetzigen Anforderungen der zionistischen Arbeit cm. 1 sprechen müßte, fehlt. Die jetzt vorgenommenc Werbearbeit erfolgt nur gelegentlich besonderer Aktionen; sic müßte von einem besonderen Ressort in durchaus systematischer Weise organisiert und durchgeführt werden. Sämtliche jüdischen üe. iT.cindcii müßten erfaßt und systematisch mit Hilfe von terriborial zu gliedernden Untcrorganisationcm bearbeitet werden. Die besondere Betonung dieses Mangels stellt keine Kritik der Leitung dar, da ausdrücklich hervorgclvobei» werden muß, daß nur die unzureichenden Mittel die Schaffung des hier gekennzeichneten Werbeapptrafcs verhinderten. Aus diesem Grunde wird cs dringend erforderlich sein, die Finanz. Wirtschaft der Z. V, f, D, zu reorganisieren, d. h. Methoden Anzuwenden, die nicht nur absolut größere Einnahmen als bisher gewährleisten, sondern vor allem Sicherungen schatten, durch welche der Verminderung der bisherigen Einnahmen durch die Geldentwertung entgegengewirkt wird. Es wird bei den Bemessungen der Beiträge ein Goldmarkindex angc. .■wendet werdet» müssen, da nur so der erforderliche F-tat