Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 70 (5.9.1922)
- Date
- 1922-09-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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y י Seite 408 IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 70 I. Die Zionistische Jnhrcskonferenz begrüßt mit ticier Ifc• frictJi|TtmfT die Ueslirmmingen des Artikel 4 des Pa.astma- Mandates. 2 Die Jahreskonferenz erklärt, daß die Zionistische Or• ' ״anisation die Rechte und Pflichten der Jewish Agency übernimm t. Als Organ der Jewish Agency fungiert die Zionistische Exekutive. 3 Die Konferenz beauftragt die Exekutive. Vorbereitungen ' für die Einberufung des Zionistenkongrcsscs im Frühsomincr 19213 zu treffen. 4. in Erfüllung des Artikels 4' des Mandates beauftragt die Jahreskonferenz die Exekutive, die grünten Anstrenguugen zu madicn, um die Mitarbeit alter Juden 211 sichern, die gewillt sind, bei der^ Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte mitzuwirken, Die Konferenz erklärt, daß cs der Wunsch der Zionistischen Organisation ist, daß die jewish Agency das gesamte jüdische Volk repräsentiere. 5. Die Konferenz beauftragt die Exekutive, vorbereitende Schritte für die Einberufung eines jüdischen Wettkongresses für den Wiederaufbau der jüdischen nationa len Heimstätte in Palästina zu unternehmen und bis Ende dieses Jahres dem Actions-ComUd Bericht zu erstatten. Zur Begründung dieser Resolutionen sagt Dr. Weizmann: ' Die Resolutionen, die ich im Namen der Exekutive vorbringe, liegen Ihnen vor. Zu Punkt 2 möchte ich nicht als Begründung, sondern als Bemerkung einige Worte sagen. Welches die Rcctitc sind, die der Artikel 4 der Agency verleiht, ist im Artikel angezcigt. Wir haben das Recht, beiden Teilen der Regierung, ln Jerusalem und In London, unsere Vorschläge zu unterbreiten, unsere Projekte zu befürworten und die Interessen des jüdischen Nationalheimes zu vertreten und zu verteidigen. Die Pflichten sind, daß wir das an Menschen und an Dingen hcrbcischaffen, was für den Aufbau notwendig ist. Ich möchte behaupten, daß dadurch, daß der Artikel 4 in das Mandat aufgenommen wurde, unsere Handlungsweise vielleicht weniger frei ist, als sic es vorher war. Dafür, daß wir eine halboffizlelle Körperschaft geworden sind, werden wir auch einen Preis zu bezahlen haben. Wir haben nicht nur auf uns Rücksicht zu nehmen, sondern auch auf den Partner, und da komme ich zu einer Frage, die zum Teil eine der Schwierigkeiten beleuchtet, unter welchen diese Konferenz und vielleicht manche unserer künftigen Konferenzen zu arbeiten haben wird. Ich freue mich, daß ich cs nach dem Vertrauensvotum sagen kann, denn cs würde sonst vielleicht wie eine Verteidigung ausgesehen haben. Wir haben mit zwei verschiedenen Mentalitäten zu arbeiten und zu leben, mit der jüdischen und mit der Mentalität der Mandatarmacht und des Mandatarvolkes. Viele unserer Schwierigkeiten kommen daher, und wenn ich ein Wort pro domo sagen darf, so bestand die Rolle der Führer darin, das zu überbrücken, was sehr schwer übcrbrückbar ist, die Mittlerrolle zu spielen und die eine Mentalität der anderen zu erklären. Es war die Rolle einer Brücke, und die Rolle einer Brücke ist immer, betreten zu werden, Diese Schwierigkeit wird in der Rolle der Jewish Agency noch größer sein. Sie wird die jüdischen Tatsachen der Mandatarmacht verdaulich zu machen und die Auffassung der Mandatarmaclit dem jüdischen ,Volke klar zu machen haben. ,Es wird nicht ohne Reibungen und »licht ohne Schwierigkeiten gehen. Infolgedessen halte ich diese Pflichten und diese Rolle für eine sehr schwierige und sehr ernste. Wenn wir von ״Partnerschaft" sprechen, 50 dürfen wir doch nie vergessen, daß der andere Partner viel stärker ist. Was Punkt 3 anlangt, so legen wir Wert darauf, diese Resolution cinzubringcn, die vielleicht eine Selbstverständlichkeit für viele Zionisten ist, weil in der Debatte durehgeklungen hat, daß der Zionistenkongreß, wenn er auch seine Rolle nicht ganz ausgespiclt hat, doch vielleicht in Anbetracht des bcvorstehenden jüdischen Kongresses von minderer Bedeutung sein könnte. Wir wünschen, Ihnen diese Resolution zu unterbreiten, weil wir glauben, daß sich wahrscheinlich aus der Praxis herausstclien wird, daß eine Rekonstruktion der Exekutive, sei es In London, sei es in Palästina, notwendig werden wird und weil wir wollen, daß diese Rekonstruktion nur auf konstitutionellem Wege durch den Zionistenkongreß geschehe. Der Kongreß wird im Lichte der Tatsachen, die sich zwischen jetzt und dem nächstfolgenden Sommer ergeben, die Sache ernst zu prüfen und nach dem Ergebnis der Prüfung die Rekonstruktion vorzunclimen haben. Eine zweite Ursache ist folgende: wir wünschen in allem Ernst und mit aller Aufrichtigkeit die Heranziehung anderer Elemente und anderer Kräfte, gleichgültig, wer sie sind und aus weichen gesellschaftliehen Schichten sie sich rekrutieren, wenn sie nur ebenso ernst und aufrichtig für den Aufbau Palästinas sind und arbeiten w.ollcn, wie wir. Ich kann mich aber aus der vielleicht begrenzten bisherigen Erfahrung des Eindrucks nicht erwehren, daß die Verhandlungen mit diesen anderen Elementen desto erfolgreicher sein werden, je stärker und je besserdie Zionistische Organisation selbst sein wird. Mur mit einer gestärkten, mit einer wohlorganisierten und arbeitenden Zionistischen Organisation, die aus ihrer Stärke und nicht aus ihrer Schwäche heraus den Appell an die anderen richtet, werden sie wirklich Zusammengehen. Gegen die dcfaitlstlsche Tendenz, weiche in unseren Reihen bemerkbar geworden Ist, muß >ch Vorbringen: Wenn man vor acht Jahren der Zionistischen Organisation gesagt hätte, daß es mit ihren damals halb zertrümmerten Kräften gelingen würde, den Zionismus aus seinem Winkel hervorzubringen und als großes Problem in den Vordergrund der öffentlichen Meinung zu steilen, so hatten viele ihrer Mitglieder es nicht geglaubt. Aber es ging, W«I wir cs glaubten. Und so muß die Zionistische Organlsation auch jetzt, bevor sic sich an die ־große Welt wendet, abgerechnet haben, wissen, was sie geleistet hat und was sie weiterhin zu leisten imstande ist und innerlich .stark sein, wenn auch der Judenkongreß zustande kommen wird, der Zionismus wird doch eine große Rolle zu spielen haben, mas geben Selbst jene Elemente zu, die jetzt an der Peripherie der Zionistischen Organisation stehen, mit ihr mitarbeiten "ollen Deswegen glauben wir, den. Zionistenkongreß so scimcll als möglich unter den vorgenannten Bedingungen einberufen zu müssen und wir glauben auch, daß die Ge- Sinnungsgenossen alles daran setzen werden, daß er ein großer «nd starker Kongreß wird. v»״Nu.n .m 4* Die Konferenz erklärt, daß es der ''iinsch der Zionisten ist, daß die Jewish Agency dr.־׳, jßdbclie Volk. repr.''.r׳::״it!־.rt. , Es ist uns allen klar, dr;f, die.:3 Ideal sehr langsam zur Verwirklichung gelr-ngen v,11־11׳ und die Jewish Agency wird vielleicht nur dann alle Juden rcjirlscntlercn, wenn eine starke und blühende Judenheit In Palästina ist. Das streben wir: an und wollen, nach bestem Wissen und Können darauf hinarbeiten, ich mache mir keine Illusionen darüber, daß wir die sogenannten anderen schnell gewinnen werden, auch darüber, nicht, daß die anderen Uns alles geben werden, was uns fehlt, Wir dürfen ihre Mitarbeit nicht als das rettende Hciimittcl hinr,teilen, das Heilmittel ist noch immer nur unsere eigene Anstrengung. Und zuletzt, daß nur, wenn die Zionistische Organisation selbst gestärkt wird, wenn sich an sic langsam die anderen Elemente zur Mitarbeit angcschlossen haben, durch die gemeinsame Arbeit cs gelingen kann, den Weltkongreß zu einem Erfolg zu machen. Ich betone, daß wir uns die Mitarbeit der anderen auch so denken, daß sic nicht nur die Rechte, sondern auch die schweren Pflichten der Jewish Agency mit uns teilen AA AA *sAAAA AAAAAA«?kAk *v, J / V 41 V ־-״* *•י' ** A 4* v* A״A 4» 4* A» «A A A <* A “ Donnerstag, den 7« September 1922 sprechen abend» 8 Uhr Louis Lipsky, New-York Abraham G01dber& New-Yoxk iiliä. ״ t**׳ י I ר *j •J m in der Stadthalle, Klösterstraße. <N <?k 4»׳ t"jf 4fSA <״־•;» 4,‘> *w.ft v 4“ «'.# A AAA A ,*vA f' A ׳*v A AA A^AAAAAA A»A A AA 4k '#* V V <1} *if VW ׳*י j V Nr 4־* V V s,* J ^4f & und die finanziellen Lasten zum Teil auf sich nehmen. Die diesbezügliche Tätigkeit ist in den .Paragraphen 4 und 5 vor• gezeichnet. Das ist ungefähr der* Rahmpn der Arbeit, die uns für die nächste Zeit vorsciiwcbt: mit den anderen und der Mandatarmaclit zu verhandeln, eine Basis für die Jewish Agency zu schaffen, Kräfte und Finanzen mit heranzuziehen. Wir verschließen uns nicht der Ansicht, daß das schwierig sein wird, aber ich glaube nicht, daß es schwieriger sein dürfte als das, was bisher geleistet wurde. Wir wollen mit dieser Konferenz tatsächlich einen Strich zwischen der Vergangenheit und der anbrcchcnden neuen Periode ziehen. Wir haben viele der Unzuläng'ichkcitcn unserer Organisation ais ma'.aise empfunden und diese in Kälte und Verbitterung ausgedrückt. Es ist meine Pflicht, zu sagen, daß ich vielleicht nicht der letzte war, der es getan hat, aber jetzt ist dieser Weg zu Ende und ein neuer beginnt. Mit ihren Errungenschaften kann die Zionistische Organisation und wir alle vor die jüdische Welt treten und sagen: Wir haben etwas geleistet. Vielleicht dürfte gerade ich nicht darüber sprechen. Aber lassen Sie cs mich tun. Wir haben etwas geleistet, was wir, die inmitten dry .Tatsachen stehen, vielleicht gar nicht ,zu bewerten Imstande sind. Wir haben einen Anfang gemacht. Wir haben die politische und Ökonomisclie Grundlage der jiidiselicii nationalen Heimstätte geschaffen. Riilteln wir nicht zu viel an diesen Anfängen und seien wir nicht ungeduldig. Es berührte mich peinlich, hier die Ansicht zu hören, der Keren Hajcssöd' sei ein Felipchlng gewesen. Icii glaube nicht daran, wir werden ihn mit Geduld weiterführen, und cs wäre unrecht, die Privatinitiative als Gegenmittel aufzustcllen. Ais Ergänzung ist sic gesund; gegen den Keren Hajessod ausgespiclt. ist sie falsch- Noch lange werden öffentliche Gelder dem Privatkapital den Weg bahnen müssen. Wir dürfen nicht ungeduldig sein und neuen Schlag- Worten nachjagcn. Ebenso verhält es sich mit anderen Fragen, wie z. B. mit der schwierigsten, der I m m igra t ion. Ich will die Hindernisse, die jetzt in unseren Weg gesteht werden, keineswegs verteidigen. Aber gleichzeitig mit dieren künstliehen Hindernissen existieren objektive, über welche Rupp'n heute gesprochen hat und die zum Teil auch die Ursache der künstlichen sind. Alles dies weiß die Leitung. ׳ Es lag im Ablauf der Ereignisse, daß die politische Entwicklung schneller als alles andere in der zionistischen Bewegung vor sich geht. Sic ging in einem Milieu und in einer Linie vpr sich, die abseits von den großen Massen des jüdischen Volkes lag, und es geschah deswegen, daß die Führer zum Teil den Kontakt mit den jüdisahen Massen nicht bewahren konnten. Das wird und muß besser werden. Und wenn wir den Kontakt wiederhaben, wird mancher Anlaß zur Vor* bitterung verschwinden. ' 1 Diese Resolutionen, so trocken sic klingen, zeichnen den neuen schweren Weg vor. Es ist noch niemand anderer da, vorläufig sind wir die Einzigen, die mit ganzer Seele bereit sind, diesen Weg zu gehen. Wenn wir cs tun, werden die anderen vielleicht nachkommen. Und genau so, wie wir nicht gegen die Tatsache Klage führen können, daß •in Palästina nicht der Nil, sondern der Jordan fließt und daß cs dort nicht reiche Felder, sondern Steine und Berge gibt, ebenso müssen wir sagen, das ist unser Palästina, unser, jüdisches Volk, unsere Zionistische Organisation mit allen Schwachen und Gebrechen, und sie hat diesen Weg in dieser schweren Stunde nnzutreten. Ich wünsche ihr und uns Erfolg dazu. (Stürmischer Beifall.) Lipsky beantragt, die Resolutionen der Exekutive sogleich zur Abstimmung zu bringen. (Angenommen.) Hierauf werden die Resolutionen der Exekutive, und zwar Punkt 1 und 2 ohne Widerspruch, Punkt 3 mit allen gegen die Stimmen des Misrachi angenommen, ßic Abstimmung über Resolution 4 und 5 wird bis nach dem Bericht der Rcsolutionskommisslon. vertagt. Struck begründet die ablehnende Stellung des Mirnchi zur Resolution 3. Mit der Einberufung des Weitkongresses hat die Zionistische Organisation eine ungeheure Aufgabe auf sich genommen, die alle unsere Krüito in Anspruch .nehmen wird. Durch Einberufung des ־ Zionlstcnkongresscs könnte der Well- Kongreß gefährdet und vielleicht unmöglich gemacht werden Darum trete der Misradit dafür ein. daß der Zionistenkongrefi sobald als möglich, nach dem Weltkongreß einberuier» werde. In der Fre!tags I tzu ng berichtete dann Grfl,nbnum über den endgültigen, mit der Exekutive vereinbarten Vorschlag. Sokolow gibt die Erklärung ab, daß die Leitung cs als selbstverständlich «״sieht, daß der Weltkongreß in Ueber•׳ emstimmung mit den Traditionen de* Zk»nIstcrikongrcsse3 nur auf breiter demokratischer Gnmdkge ciubcrufcn werden wird, der gemäß seiner Wahlordnung niemals eine Gruppe ausge, schlossen hat, die sich am Aufbau Palästinas beteiligen wollte. Es wird sodann folgender Wortlaut der SthluBabsäf« des oben publizierten Vorschlages der Exekutive mit »!1^ gegen zwei Stimmen (De Lieme und Dr. Oottlleb) *ng(. nommen: . ״ ׳In den Vorschlag der Exekutive werden a!» Punkt 4 1} und 5 eingeschaltet: |j 4. Der Zenlralrat erklärt, d»ß c* der Wunsch der Zlonlsii!e!;tB fi Onranisaüon Ist, daß die Jewish Agency das geiamte jOdluh« » ‘ Volk repräsentier«. ' j*{ 5. Der Zenlralrat anerkennt die Einhernfang «Ines jQdisdits 11 Wellkongrevtrg für den Wiederaufbau Ercz Israeli als den Wtg i| zur Verwirklichung dieses Prinzips und beauftragt die Exckath« |§ als das Organ der Jewiih Agency, die notwendigen Schritte 11 Vorbereitung dieses Kongresse! zu unternehmen und bis End« & dieses Jahr« dem Aktionskomitee Bericht zu erstatten, um elsi 1 Wahlordnung vorzusclifagen." | Das Palästina-Budget |j Dr. Ha Ipern bringt im Namen des Finanz- und Wirtschaftsratcs das Budget für 5633 ein, Er erinnert an die || Budgetdebatte des voriger» Kongresses und erklärt, daß nicht mehr als 28 000 Pfuml durchsclmittiich im Monat nach Pah. stina überwiesen werden konnten. Vor der Erreichung des Mandates konnte man die Aufstellung eines übertriebene,1 Budgets vielleicht rechtfertigen, nach dem Mandat aber müssen wir ein Budget auf gesunder Basis auistdlen. Selbstverst'ind« lieh ist das Budget, gemessen an den großen Auslagen, kltisi und muß daher bei den Leuten, die in Palästina arbeiten, auf Widerstand stoßen .Aber wir haben nur beschränkte Mitid in Aussicht. Trotz aller Reduzierungen gdten wir in das jkii'c fahr mit einer•'Schuldenlast von 1ÖOUOO Pfund. Vor der Konferenz Siegen zwei Vorschläge, einer des Finanz• und Wirt• schaftsratcs und einer des Adions-Comitcs. Im Vorschlag dei Finanz• und Wirt schaftsratcs sind unter Post I ein Bejrag vor» 10Ü0Ö Pfund ais Rückzahlung an den Nationalfomis und ein Betrag von 5000 Pfund als Abschlagszahlung auf Zitisert enthalten, die die Zionistisch: Organisation an den J.C. T, mit der bekannten alten Schuld noch nicht beglichen hat. Poitli, das ordentliche Budget, beruht auf dem Prinzip der propor. tiondlcn _ Verteilung, d. h. von den jeweiligen monatliche« Ucberwcisumrcr» nach Palästina erhält jede Einzelpost «Inen verhältnismäßigen Anteil. Für die Post-Erziehung gilt «usnahmsweise, clall Beträge, die auf di: budgctlertc Summe efv.» nicht zur Auszahlung gelangen ko.nnfcn, als Schuld der llx k live anerkannt un i auf Rechnung des n;id13t?n Jahres voi, •.« träger» werden. Was die einzelnen Posten anlar.gt, 90 euer« kennen wir durchaus, daß sic klein sind, sind aber nicht in der Lage, die Verantwortung für ein irgendwie erhöhtes bj׳!.׳et zu übernehmen. Irgendwelche Anträge auf Erhöhung der Budgetrosten •oTir« gh ithzdtigcn Hinweis auf andere Posten, die rekürzt werden sollen, sind für uns unannehmbar. Zum Rutenberg-Projckt übergehend erkürt der Referent, daß die Gutachten abgeschlossen sind und durchs weg günstig Lauten. Bei der Finanzierung sind wir von dem Gedanken geleitet, daß die Kontrolle über dieses national he. dcutsame Werk in den Kreisen solcher Organisationen vcn bleiben muß, die das nationale Interesse sichern. Das soll erreicht weiden durri» Schaffung von Vorzugsaktien mit besonderem Stimmrecht im Betrag von 200 000 Pfund. Es sind Verhandlungen im Gange mit verschiedenen jüdischen 0r» ganisationen wegen Ucbernnlime dieser Aktien. Je 50 000 sollen Keren Hajessod und f. C. T. übernehmen, die anderen 100000 Ica, P. L. D. C. und Economic Board. Bei der H ndassah wurde im Vorjahr die Kürzung in geringerem' Umfang dirrchgeführt als bei anderen Posten, was: viel böses Blut gemacht hat umh in diesem Jahr unbedingt aufhören muß. Der Posten Technikum wurde mchträglich eingefügt, da wir bei der englischen Verwaltung die Räumung des Gc» bäiKlcs durchsetzt haben. Der Betrag soll aber nur unter der Bedingung gegeben werden, daß bis zum April noch weitere 4000 Pfuml geschafft werden. Nachdem der Referent noch einzelne Punkte beleuchtet hat. verweist er darauf, daß die A. P.C. innerhalb der ihr rur Verfügung stehenden Mittel allen Unternehmungen ־Kredit gegeben hat, die ihn beanspruchen konnten. Redner bittet schließlich, alle. Argumente, die für die Erhöhung einzelner r\)sfcn vorgcbracht werden, abzuweisen, denn niemand kann für ein höheres Budget stimmen und dann die Verantwortung dafür übernehmen, daß privatwirtschaftliche Verträge ahijcschlossen werden, die wir infolge des mangelnden Geldcingangs später nicht erfüllen können. Es ist sogar besser, eine Schule zu schließen — obwohl ich nicht glaub«, daß dies nötig sein wird — a*s dm Zustand fortzusetzen, daß die Exekutive Gehälter und ähnliche Schulden nicht zahlt. Redner bittet daher um unveränderte Annahme des nachstehenden Etat«: I. Nachzahlungen in 12 ■ Monats- -,.,5682 . raten auf das Budget . . . .. II. Ordentliches Budget: 1. Landwirtschalt.- 2. Immigration ... 37000 Arbeit..24 000 Zur Förderung von Indust, u. Handw. 8 000 114 500 Pfund C00 סז 3. Erziehung , 6Q ריסס *•)!•«<•«!> **9 » tooro 4. Technikum 3 000 5. Hadassah r.».•42000,״ 6. Bib'iothek ...1 50) 7. Landwirtschaftliches Versuchswesen , . . ..... . . 10 '03 8. Elcktri'izierungspx>j־ckt ..,.,.37 500 9. Administration I . . .-.■•...18 000 , 10. Unvorhergcrchene Ausgaben 9 000 III. Für Invest1 tionen zur Stärkung der landwirtschaftlich״» und stlidtischen Siedlung in Palästina ,. .. 310 500 Nr. ln ßud g B« ״liSSlOl ()Cf w» |H der Jicbcs Lesung ratung■ schlag 1 «!halte U v Di Grund ׳ für i« weist!!!•35 a׳ , muß 1 * wie w kann. 1 Verpft ' ttmg, daß di eine <• 1 suitate! lieber, die Ai ' «odam gester : Pfund 1 Haiwlt , Pfund : ..Vorb י iooo! sind. A . Erzieh insofe i׳ das t der E wie 11 . darf. , A ( Resol 9cW f gre ׳׳ biei1 l haltni besch londf i i*׳ Resol 1 i . Ka•׳? lici! 300 003 .. _ 755000־ P(u7״ י ' , Das Londoner Budget Lichtheim bringt das Londoner Budget im seihen Betrage wie fiir das verflogene (ahr, näml'ch '31 200 Pfund, ein. Der Hmiptrosfen •hienwi 'sind Gehälter, die man zu verringern hesfrebt war, wie aus den im gedruckten Bericht enthaltenen Tabellen hervorgeht. Die Exekutive war gegenüber früheren Jalircn insofern in einer schlechteren Situation, Re^t־>rationf1»nc! ein Prozentsatz für liüro«^sen verwendet Wurde, während •der־ K״r:n Haicssod stitutonmäßi׳» eine cige״e neutrale Organiaation hat und seine Gelder für’die Zwecke der zionistischen Partei nicht angerährt werden dürfen. Außer- - ' ־■ ... h aren ..... ... <1v, .. e nicht aus., und der vom letzten Kongreß beschlossene Sander« beitrag hat• tiapty •der,.Bestätigung durch •das Actions-Comitö wenig Erfolg gehabt. Wir ha len diesem Sonderbeitrag eine nette Form gegeben, nämlich den ״Goldenen Schekel“ hn . Betrage von 1 Pfund, der von einzelnen Zionisten■ zu leisten ist. Wir׳ hoffen, daß sieh ׳mit׳ Leichtigkeit 10 bis 15 000 Zionisten, besonders in valutastarken Ländern linden werden, die diesen Betrag zahlet», und dann können wir mit seiner , Hilfe und mit den Schckcieiitgäiigcn das Budget decken. Redner I appelliert ^schließlich ■ an den guten Willen der Landes• und SoiKiervcroäudc und speziell der amerikanischen Fßderaton. vol! lici bi|. gut1! Au f; ko I Bc Er! Gur Ui)1' L< Sti') kt an'l m,־n m••,, A’■:', uii•■ d< d<f■ Rf v'1; \\1' d t des w«, v«: lieh‘ Re■ an׳ prä 1 nie Ha naein׳ m 10T de sei' Ai an ei;. F< 1־n w di, w d.