Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 70 (5.9.1922)
- Date
- 1922-09-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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נ.;;סס itrasse 1 m arunr TELZ^SJTJ 1 Cer tt hnoltc.1 fc£3='־Ä :י1י}11־»וץי pi.yrft K^hetlk'k .Hi l :3030 k h t (\ aes liUül || ן--ן j וווו »£ J) \ :i&XSSSS***■« SX1־: Nuuuucr 70 Berlin, 5. IX. 1922 *1 r 1 r ^..l-.l,-^l,,i.|,| Redaktion und Verlag W15, Sächsische Straße 8. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition und den Postämtern vierteljährlich 80.- M. in Deutschland. Auslandsaboa• neaaents werden in der Wahrung der einzelnen Länder berechnet. Y Anzciflcn-Vcrwalttmß: r 1 \ j r ו י r—*3, r1־ Jüdische Rundschau G,m.b.H., Berlin W15, Sächsische Straße 8. — Telephon: Amt Uliland 845 und 846. Auzclgcnprelsfür die achtgcapaltcncNonparcillczcilc 15.* M. Für hcbriiicho Aniii^n 50% Aufschlag. Anzcigcngchtufli Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. .נ t.. 1 r, - - - .,.*jayc;.;:z::■™;״sr3Ä,1a*rcsi2ij**iÄ11^Äa Telephon: Uhl,and 845 u. 846,/postscheckkonto: Berlin Nr. 17-*Z. Für Oesterreich: Postsparkassenamt Wien, Konto Nr. 1560a Für Tschechoslowakei: l’ostsparkasscnamt Prag, Konto Nr, 15603h — Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — יב אלול׳ תרס״ב Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die ■ י. ..״...י..... "*ו XXVII. Jahrg. Schaffung einer äifentilch - rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. ״Baseler Programm.** רד הי f'ד׳> ^L^Ii Mil vaIlL^ /ןךךזץן7)^׳ 11 1 <ר i ףץף£8/»ךןגל/יין —a.^,l.nL W -1דa r )' A. ,Li iiiw kUy^^.'a. 1; .L *JJ Erstes Resum6 Von unserem Berichterstatter. RW, Karlsbad, den 1. September. Die Jahreskonferenz, die soeben geschlossen wurde, zerfällt in zwei deutliche Teile; der erste Teil der Tagung war ausgefüllt durch lange, ziemlich unfruchtbare Debatten über die politische Lage und über den ,Weltkongreß, Mit Recht wurde von vielen Rednera festgestellt, daß die richtige Stimmung, die der Lage nach Bestätigung des Mandates entsprochen hätte, in der Konferenz nicht vorhanden war. Die Debatte trug einen nunmehr bei uns schon traditionell werdenden Charakter, indem die Exekutive in ihren einleitenden •Referaten kaum etwas berichtete, was der durclisclinittliehe Zeitungslcscr nicht schon wüßte, und über dieses Material dann die einzelnen Delegierten ihre Meinung sagten, ohne daß wirklich tiefere politische Einsicht öder neue Gesichtspunkte merkbar würden. Leider meinen alle Delegierten, ihren Auftraggebern: schuldig zu sein, daß sic sich auf der Konferenz durch! solche Rede■׳! bemerkbar machen. Natürlich fehlte es nicht **» den obligaten Angriffen gegen die Leitung, Jvob'ci auch die gewissen bereits bekannten Richtungen immer wieder hervortreten, so die Gruppe der ״politischen Zionisten“, der Misrachi usw. Weizmann hat in seinem Schlußwort sich, was auch’ nicht zum erstem Male geschah, von der Erregung zu ziemlicher Heftigkeit hinreißen lassen, und es bedurfte noch mehrfacher Erklärungen, um die verletzten Empfindlichkeiten zu beruhigen. Aehnlich unfruchtbar war die Debatte über den jüdischen Kongreß, wo 40 oder 50 Redner mit Argumenten, die immer wiederkelirten, ihre Meinung in den Saal schleuderten, ohne daß diese Debatte zu einem erkennbaren Ergebnis geführt hätte. Auch hierin trifft die Exekutive ein gut .Teil der Schuld, da sie cs versäumte, rechtzeitig mit festen Anträgen vor die Kontrotz zu treten. Schließlich gilt mit einigen Einschränkungon dasselbe für die Keren Flajcssod-Dcbaltc. Dies also war der wenig erfreuliche Teil der Konferenz, zumal die Wiederholung von Menschen und Argumenten ziemlich ermüdend wirkt und der Mangel an neuen Figuren schmerzlich bewußt wird. Der Ge- Samteindruck der Konferenz wird trotzdem mellt durch ״"׳ erwähnten Momente bestimmt, wenn dies auch zunächst ausgesprochen werden mußte. Vielmehr hat der zweite Teil der Konferenz ziemlich energische Arbeit zu leisten vermocht. Bereits die Palästina-Debatte brachte erlösende Worte der Sachlichkeit. Neben dem Referat Ruppins machte den stärksten Eindruck auf die Konferenz der Bericht Schockens. Schocken, der bis dahin der weiteren zionistischen Ocffentiichkct fast unbekannt gewesen ist, war mit einem Male die popu- Erste Figur der Konferenz. Bei allen Parteien fand sein Referat uneingeschränktes Lob, nicht nur wegen der klaren Durchleuchtung des wirtschaftlichen Problems, sondern auch Wegen der Ausblicke und Anregungen, die Ruppin in seinem Schlußwort dankbar als ״konstruktive Kritik“ bczeichncte. Leider vermochte Schockens Referat nicht, die Debatte auf seine Höhe zu zwingen; sie glitt wieder herab' in die Versammhmgsphrascologie. Die entscheidende Arbeit wurde schließlich in den Kommissionen geleistet. Es gelang, eine weitgehende Uebereinstimmung herbeizuführen und ohne große Debatte die wichtigsten Beschlüsse im Plcnum der Konferenz durchzubringen. So kam es, daß die Stimmung zum Schluß sich wandelte und der anfangs gefährdete gute Eindruck doch noch gerettet wurde. Ueber das Resultat der Jahreskonferenz wird noch ausführlich zu sprechen sein. Sie hat eine ganze Reihe entscheidender Beschlüsse gebracht, die die zionistische Tätigkeit für die nächste Zeit bestimmen werden. Die Zionistische Organisation hat sich als Jewish Agency; konstituiert; gleiclizeitig aber erscholl von der Karlsbader Tribüne stärker als je der Ruf an das Gesamt- Judentum, am Aufbau Palästinas teilzunchmen. Fern davon, alle palästinafreundlich gesinnten Juden in den Rahmen der nun einmal als historisches Gebilde bestehenden, von einer Fülle affektbetonter Beziehungen umgebenen Zionistischen Organisation zu zwängen, hat Jahreskonferenz den ersten entscheidenden Schritt zur Einberufung eines allgemeinen demokratischen jüdisehen Weltkongresses für den Aufbau Palästinas getan. Ehrlichen Teilnehmern der Jahrcskonfcrenz ist es klar zum Bewußtsein gekommen, daß wir an der Schwelle einer neuen Epoche stehen und daß die schwierige jetzt zu lösende Aufgabe die Bewältigung der Liebergangszeit ist, sowohl in bezug auf die politischen Bcziehungen, als auch in der Stellung zu dem nichtzionistischen palästinafreundlichen Judentum. Jeder Zionist hat die Hoffnung, daß größere, über den Zionismus hinausgehende Kreise den Paläsüiaaufbau auf sich nehmen werden; aber heute ist die Zionistische Organisation 1 die einzige Realität, der einzige Faktor, der nicht nur redet, sondern handelt und die ganze Verantwortung tragen muß. Die Konferenz mußte, wie vorauszuschcn war, auf Grund der Erfahrungen des letzten Jahres das auf dein Kongreß beschlossene Budget revidieren. Sie hat ein Budget von 484 000 Pfund (hiervon 114 000 Nachzahlungen) an Stelle des alten Budgets von 656000 Pfund beschlossen. Dies ist natürlich ein Minimalprogramm, das der verantwortungsvollen Vorsicht ׳entspricht, da, wie Dr. Halpern richtig sagte, die Organisation sich nicht Dritten gegenüber auf Grund eines leider nicht gesicherten Budgets privatrechtlich binden kann über die Grenze einer mittleren Wahrscheinlichkeit hinaus. Der Aufbau Palästinas natürlich kann durch diese Summe nicht bewirkt werden und bedarf viel größerer Mittel, die von dein jüdischen Volk beschafft werden müssen, wenn es den Gedanken der Heimstätte nicht preisgibt ln bezug auf die Geldaufbringung war nach allen Debatten die allgemeine Ucbcrzcugung die, daß der Keren Hajcssod das unentbehrliche Jnstmment unserer Arbeit ist und durch keine andere Methode ersetzt werden kann. Daneben aber wurde von Dr. Ruppin die Schaffung einer Emissionsstellc für Anlagcpapierc angeregt, worüber zwar die Konferenz noch keine Beschlüsse gefaßt hat, was al>cr das A.-C. wahrscheinlich’ gleich nach der Konferenz behandeln wird. Die Schaffung eines eigenen Schulfonds Wurde abgelehnt. Dagegen soll nach Deckung des nunmehr gekürzten Budgets das frühere große Kongreßbudget in Kraft treten, d. h. alle darüber hinaus eingehenden Beträge sind lediglich für rein kolonisatorische Zwecke zu verwenden. Es ist heute nicht mehr möglich, auf die einzelnen Probleme näher einzugehen. Nur kurz ein Wort zur politischen Situation. Die politische Debatte drehte sich, wie zu erwarten war, vor allem um das englische Weißbuch. Zahlreiche Redner griffen die Exekutive wegen ihrer Annahme des Churchillschen Statements an und forderten, die Konferenz möge einen Beschluß fassen, der das Statement ablehnt. Selbstverständlich war es von vornherein klar, daß die Konferenz einen solchen Beschluß nicht fassen kann, und es entspricht nur den auch anderwärts üblichen Unsitten des Pariamentarismus, daß Redner in ernsten Debatten um des Beifalls eines Hinterlandes willen gewisse demagogische Forderungen aufstellen. (Es muß hier ausdrücklich bemerkt werden, daß damit die kleine Gruppe der sögenannten politischen Zionisten,. die diesmal nur durch Herrn Jean Fischer vertreten war und die diesen Standpunkt seit jeher mit einer uns zwar unbegreiflichen, aber doch anerkennenswerten Konsequenz vertritt, nicht gemeint ist.) Weizmann hat in seinem Schlußwort die selbstverständliche Antwort gegeben: Die Jahrcskonfcrenz darf die Unterschrift der Exekutive nicht desavouieren, falls sic nicht eine andere Leitung zu wählen bereit ist. Dennoch scheint es uns, daß die Erwiderungen der Herren Weizmann und Sokoiow die letzte Antwort nicht gegeben haben. Weizmann sagte offen, daß er mit vielen Punkten des Statements nicht einverstanden ist, und Sokoiow versuchte gar, das Statement zu bagatellisieren, indem er betonte, es sei nicht die letzte Interpretation und wir erwarten, daß die nächsten Interpretationen es korrigieren werden. Diese Behandlung scheint uns etwas bedenklich. Weizmann und Sokoloiv haben cs vielleicht für gut gehalten, nicht alle Konsequenzen zu ziehen und der Konferenz rückhaltlos die Situation darzustellcn, um nicht wieder in naive Diskussionen verstrickt zu werden. Denn sonst hätten sic den apologotischen Ton vermeiden und klar aussprechen müssen, daß wir das Statement Churchills nicht deswegen unterschrieben haben, weil es momentan nicht anders ging und weil wir eine Revision erwarten, sondern daß das Statement auf den harten Realitäten basiert und unumstößlichc Tatbestände feststellt, die Zukunft Palästinas als zwcinationales Gemeinwesen ohne jüdische Vor- Herrschaft, wie cs auch’ der Proklamation des letzten Zionistenkongresses entspricht. Selbstverständlich ist die Regelung der Immigration anfechtbar, und dieser Punkt kann wollt als revisionsbedürftige administrative Verfügung charakterisiert werden. Nicht aber gilt das von dem politisch-deklaratorischen Teile des Statements. Diesen Sachverhalt, der auch denkfaule Zionisten einmal zur Revision ihres zionistischen Gedankenerbes zwingen würde, haben wir in den Ausführungen unserer Führer vermißt. Wir hoffen, daß sie auf dem nächsten Kongreß, der im Frühsonuner 1923 stattfinden soll, diesen Schritt weitergehen werden. Denn wenn wir endlich zu positiv aktiver Politik kommen sollen, so müssen wir, statt uns den Ereignissen und Entwicklungen nachträglich anzupassen, die Initiative auch gedanklicher Entwick- Jungen ergreifen. Die Abstimmungen ln der Sitzung vorn Donnerstag, den 31. 8., vormittags, wurde die Abstimmung über das Vertrauensvotum vorgenommen. Dr. Thon verliest sodann namens der Kommission die Resolutionen. Resolution 1, 1, Absatz, welcher lautet: ״Der Zentralrat der Zionistlichcn Orgsnlsatioi erblickt 19 dem vom Völkerbünde an (iroiibritannlen erteilten Mandat, in welchem die historische Vcrknupftheit des jüdischen Volkes mit Palästina fcslgestellt wird, die uawiderruüiclie Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes auf seine Heimat and das sichere völkerrechtlich geschützte Fundament für die Wiedcraufrlcbtung der jüdischen nationalen Heimstätte." wird mit 61 Stimmen bei StimmcncnthaJhmg; der Poalc-Ziou und So 1. Zcirc-Zkju angenommen. 2. Absatz: ״ln voller Würdigung der Bedeutsamkeit dieses historischen Aktes, dessen verheißungsvoller Anfang Theodor Herzls Lebenswerk war und dessen glücklicher Abschluß der Tätigkeit der zionistischen Exekutive, insbesondere aber der mit Energie und Würde nnter ungeheuren Schwierigkeiten geleisteten zielbewußtea politischen Arbeit der Herren Präsidenten Weizmann and Sokoiow zn danken ist, spricht der Zentralrat der Lei taug der Organisation Anerkennung and Vertrauen aus.'1 wird mit 53 Stimmen unter Enthaltung des Miisrachi« der Poalc-Zion und Soz. Zeire-Zion angenommen. Resolution 2: ״Der Zcntralrat stellt fest, daß die Verwirklichung de* vom Mandate bestimmten Zieles der Wiederaafrlchtnng der jüdischen nationalen HeiiusUUte unlösbar verbunden ist mit den breitesten und freiesten Möglichkeiten für die Einwanderung der Juden nach Erez Israel. Die jetzt bestellenden Beschränkungen der jüdischen Immigration stehen." ״Somit im Widerspruch mit dem Wortlaut und dem Geist des Mandates und verletzen aufs empfindlichste aas dem jüdischen Volke zuerkannte Recht. Der Zentralrat fordert daher die Exekutive auf, mit aller Energie dahin za wirken, daß alle diese Beschränkungen unverzüglich anfgehobea werden.“ Resolution 3: ״Der Zentralrat anerkennt mit Freude die politische und moralische Bedeutung, die in den bezüglichen Beschlüssen der demokratischen Repräsentanten des britischen und amerikanischen Volkes zum Ausdruck gebrachten Sympathiekantlgcbungen für unsere nationalen Befrclungsbestrebangen zukommt und spricht jenen hohen Körperschaften für den in cnUcheidangsvollcr Stunde geleisteten Beistand tiefen und anvergänglichen Dank aas." Die beiden Resolutionen werden einstimmig angenommen. Sodann gelangen die von Locker namens der Poale-Zioa und Soz. Zeire-Zion cingebrachten Resolutionen zur Ai»• Stimmung. Resolution Locker Nr. 1; ״Die Jahrcskonfcrenz nimmt mit Zufriedenheit Kenntnis von der in ratüüiericn .Mandat erfolgten öffentlich-rechtliehen Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes, sein nationalen Heim in Palästina zu erriditen. Ohne den Krähen, die heute die Wätpoütik beherrschen, zu vertrauen und ohne den Wert ihrer Zusicherungen zu überschätzen, sieht die Konferenz dieses internationalen Aktes in der Zu- Stimmung der demokratischen öffentlichen Meinung Europas und Amerikas zu den Zielen des Zionismus, wie sic in dem Worten des englischen Parlamentes und in der Stellung der englischen Arbeiterschaft ihren Ausdruck gefunden hat." Erhält lediglich vier Stimmen. Resolution Locker Nr. 2: ״Die Jahrcskonfcrenz wiederholt die feierliche Erklärung des XII. Zionidcnkongresses betreffs der jüdisch arabischen Beziehungen und lugr&ßt den brüderlichen Ruf des Waad Leumi, der gewühlten Vertretung des jüdischen Volkes in Palästina, an das arabische Volk, die Beziehungen beider Völker auf der Grundlage gemeinsamer Arbeit für das Wiederaufleben Palästinas und des Nahen Ostens aufzubaacnj‘ Wird a n g e 110111 in c n. Resolution Locker Nr. 3: ״Die Jahrcskonfcrenz stellt fest, daß trotz der Bo stätigung des Mandates die Tore Palästinas noch immer für jüdische arbeitsuchende Massen gesperrt sind. Die Einwandcnmgsbcsdiränkuiigcn der palästinensischen Regierung vom 3. Junti 1921, sowie cue Erklärung der englischen Rcgicrung vom 3. Juli 1022 stellen in sdiarfein Widerspruche zum elementaren Recht der freien jüdischen Einwanderung. Die Jahrcskonfcrenz fordert den entsprechenden Einfluß auf die Einwaudcrungspolitik der palästinensischen Regierung für die Zionistische: Organisation als Jewish Agency und eine entsprechende Beteiligung der jüdi säten Bevölkerung und der organisierten jüdischen und arabischen Arbeiterschaft in Palästina ain lokalen Emwanderungsorgan." Dr. Weizmann beantragt Liebergang zur Tagesordnung über Resolution Locker Nr. 3. Der Antrag Dr. Wcizntanns wird angenommen. Resolution Locker Nr. 4: ״ln voller Würdigung der Arbeit der Führer der polifischen Tätigkeit der Zionistischen Organisation erklärt die lahreskonfcrcnz, daß die neue, durch die Ratifizierung des Mandates geschaffene Situation, die Rekonstruktion der Exekutive sowohl in London ah auch in Palästina erheischt, um sie aktionsfähiger und einheitlicher zu machen." Grünbaum weist darauf hin, daß dieser Antrag in einem gewissen Widerspruch zu dem bereits angenommene« Vertrauensvotum für die ganze Exekutive stellt, daher i« dieser Form nicht zur Abstimmung kommen könne. Es könne höchstens ein Zusateuürag gestellt werden, daß die Exekutive zum nächsten Kongreß den Pian einer Reorganisation; der Leitung vorlegt Berlin beantragt Ucbergang zur Tagesordnung. Es wird beschlossen, über Resolution Locker Nr. 4 zur Tagesordnung übcrzngcJicn. Dr. Weizmann legt namens der Exekutive zur Frage der Jewish Agency und des Jüdischen Kongresses nachstehende Resolutionen vors 1 ו t . ' '׳$ i t? I, ’ j f- ¬י i ■*׳,! 1Jf * 1ל