Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 69 (1.9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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60 Seite 403 Mr. (50 JUEÖISCHE RUNDSCHAU clil 5.1S 7.60 5.53 ).ig 1.52 ח .95 .52 .06 90 96 59 ah 33 der iß rd n. Verein! U» >1 * *יf " Gewinnu. Vcrlmtrcchmmj» vom 1. Jhawar Ms 30. Jusn 1922 E!nn*h H7.- >95 17 »6.3S •32— 00.30 4S.85 11 e-?t 1t .d n, 1׳ .*» a. r• 1.1 ■II '1, 11!1 rf : .....״ ... .. ........ - lÖr ♦1 Älonnto .,4 ü 110 r * * » «11• 172 490.15 110 000.— e B ü r 0 n p 0 * c n ת Um' 111 r i <! ׳' pclit, Miftc, Bicucrlohu . « 32 054.4t; ],,)!tu, Material < , t 35 819 21 65 873.62 60 000.- •» n 1: « n «l ין 0 זי;, ••••'. |Y! ־ 5 190.—! •/,Hirnlkomitec-Sitznnp . . 8 084.— i j>(״jKurnml1»-Mntorial, üiv<MCft . 7 924.75 i Pr.t'i’lülreil « 3 617.50 24 816 25 50 000.— »ttiriat ״r;.. i!vorn »*•*•««• ן * 13 660.30 1 j;||1>inlnn!1. t « 6 675.45; Pcnolzt(' Gebiete , , , , | 460.— Vii-derselilesien . . . . 350.— jZf*«en, llcssen-NtiMWl , , 140.— ii#1t1l'״r״. 390.— 511dwMtlent»ch!nnd . , , | 300.— 21 975.75 45 000.—;rcß-Bcrlin . , , . . * # 12 500.- 12 500.— y 1 # וין s Arbeit. Arlicitorfitroorgc-Arat , , | » 25 000.- 25 000.— 11 6 Arbeit ח 111111 r; fdiul verein.. | י 12 200,— 10 000.— *Fo n d ־1»111;! Priiktikanteribtind . . , , « 22 641.95 I,m111'virt!u’h. .hur. Amb. * 3 700 — 26 341.95 25 000.— , . , e nd-Ar b e i t״,r; | t 1 1 f 10 000,— :äiiclio Ttirnersclmft , . . 4 500.—;»'.:istina-Amt . . . * II«• Ip4 878.30 75 000.— ,'hai nz*S ek rot-ar iat , t * 13 563.60 biverse Subventionen Zentral-Wohlfabrlsstelle , . , II•• 2 000.— 5 000.— ]:uftchnsft fitrJüditcheRun 48 ohiu 12 500.— [WÄ&tUftllft t * ♦ » * , .... 15 000.— 486 139.62 Mehreinnahmen 145 225.37 629 364.99 455 000.— men ZioiuRtensteuor . , . LaiulonboitrKge . . . für 1922 , . 22 202,75 für 1921 . . 12 132.25 Otj»ln*-FondB . . . . ZU ui! 11 , , , 574969.50 34 385.- 19819.09 19I.4Q 629 364.99 Vor«n«<911a1C fOr 8 UtD4ta 380000.— 75 000.- 455 OOO.- ״raESESEBS;1 einige Thesen bezüglich des jüdischen Weitkongresses ur: Der Kongreß soll ziisamiiiengcrufcn werden innerhalb M nächsten Jahres; innerhalb dreier Monate soll die Exc- .!;tive dem A.-C. über ilire Verhandlungen mit den anderen 1’־:;ani;ali01K\1 in der Frage des Weltkongresses berichten; :<r Zionistenkongrell soll cvcntl. bis nach dem Weltkongreß .<rsc!10ben werden; der jüdische Weltkongreß soll ganz eercran sein; der Aufruf für den Weltkongreß soll von der javisli Agency erlassen werden. Grün ha u m (Polen): Wir stellen heute vor dem ft:Kein, oh wir an die Oroßjiukn appellieren sollen oder ••'!;(■ Mm! betrachtet den Kongreß als das Mittel, kapitalhhtigc Elemente Itcranzu ziehen und dafür will man den i'tcis bezahlen, vor diesen auch in bezug auf die Vcrant- ׳ trtlichkcit zu kapitulieren. Der Zionismus ist nicht nur hr Aufbau Palästinas, sondern mich die Aufrichtung des;..;:sehen Volkes. Das oberste Prinzip ist daher die Kon- Miiiimin r einer Verantwortiiehkeit vor dem Volke. Gerade Elemente aber wollen sich der Verantwortlichkeit ent- 1(!1e!1. Es gibt daher nur zwei Wege: entweder der demo- »״t.sche Weltkongreß oder Diktatur der Zionistischen Or- ::«!;«stiem. Es gibt keine Vereinigung mit anderen, die emandem verantwortlich sind, denn dann liiitten wir ein < :ja!t, das zu 50 n/0 verantwortlich ist und zu 50 n/0 nicht. Oe anderen werden uns dann vorschrcibcn wollen, wen als unseren Vertreter zu entsenden haben. Die Losung ds Kongresses kann nicht nur der Aufbau von Erez-lsrael!m, sondern die Schaffung eines jüdischen Machtfaktors, ״ie Gruppen, die sich am Aufbau beteiligen wollen, werden ar.a jmetingen sein, zmn Kongreß zu gehen. In Polen, 003(301 י’׳ Schckelzahler sind, wird es eine Million Wälder :;!ו£1י. Redner stellt schließlich eine Reihe von Abändcrungs- :״fragen, und zwar schlügt er vor, die Konferenz erklärt, :1!נ die_ Zionistische Organisation die Rechte und Pflichten 1Ct Kwish_ Agency laut Artikel 4 übernimmt und beauftragt c:e Exekutive, dies der britischen Regierung notifizieren und «11 als Jcwish Agency zu konstituieren. Ferner fordert die MHifercnz, in der Erkenntnis, daß die 25jährige zionistische «״eit nicht nur die Schaffung einer Heimstätte, sondern r'M. die Konsolidierung des Volkes bezweckte, die Ein« Knutuig eines jüdischen, demokratisch gewählten Welt- »oigresses, dem die Jcwish Agency verantwortlich sein wird, ,Schoner (Amerika): Die Diskussion geht über eine!ס Frage. ׳ Schon auf der Londoner Jahreskonferenz und dem Karlsbader Kongreß wurde, ein jüdischer Welth5lJ"rfß beschlossen. Es brauch: also darüber nicht mehr J ^utiert zu^ werden, und nur die Ausführung ist zu be- «mieIle 11. Ais . amerikanischer Delegierter habe ich zu er- ׳men daß wir die früheren Beschlüsse über die Aussuireibung eines jüdischen Weltkongresses durchgcführt wissen “0;;*•'[יי Wenn gt fragt wird, wie dieser jüdische Weltkongreß “'J'.'dK׳n wird,!0 ist zu antworten, daß die Massen zio- ״•«sch wählen werden, wie sie cs auch für den amerikanisch- Hjschcu Kongreß getan haben. Di: Führer müssen nur zum .. °'.c gehen und nicht warten, bis dieses zu ihnen kommt. / 1t auch nicl.t richtig, daß die Zionistische Organisation .;5'' einen jiid sehen Weltkongreß zerstört werden wird.;'1'״ muß sich eher mit der Einberufung beeilen, weil die ^‘1«eii auf dyn Kongreß warten. Für die Einberufung des;;״»״sses wird man die anderen nationalen Organisationen .!eilen müssen, um ihnen zu zeigen, daß wir kein Monopol ' V 1,115 in Anspruch neliincn. Die Wahlen zum Kongreß ' scn auf demokratischer Grundlage erfolgen. Sein Prodie 1ת/ח m1!''ש? ^״*er Aufbau Palästinas und andere Fragen, >ur das jüdische Leben von lledcutung sind. 5 ^ז• i-cvinsohn (Hitachdutlp macht darauf aufmerk- .״a״ man nicht die Frage des Palästina-Kongresses ...r1, r Frage eines allgemeinen jüdischen Weltkongresse״. 3ktu'J>M״gCr? tl״rfc• Der allgemeine Weltkongreß ist heute nicht Vor! *,3״deit sich um den Palästina-Kongreß, dessen lbhp Ctz״nscn J^cr aut^ 110^ n‘c,ü genügend geklärt sind. M.lr. n״|ß zunächst die Bewegung für diesen Gedanken muli ״ ׳’ ^'c Losl,ng hinausgetragen werden. Der Kongreß Aber *'•״? vorsichtigc Stellung zi, dieser Frage proklamieren. »uhtMi 1 deswegen, weil der Kongreß eine jcwish Agency wir!U t ™׳ntc, sondern weil wir den Zionismus zu einer W| JV011<5t)eweguug machen wo'len. Der Weltkongreß als ,״! Fortsetzung des Zionismus sein. Aber da wir heute müJr״ Tatsacl|c die Zionistische Organisation haben, so A״enr״ W1r, a*s Zionistische Organisation uns als Jcwish Jcwiti/ ],1'0•‘1amieren und unsere Exekutive als Organ der J %ncy erklären. Di« Sr• Reich (Ostgalizietv) tritt für den Weltkongreß ein. Wen!״,^"®.reohaft einiger Faktoren werfe dadurch beseitigt tioii^j Redner schlagt einige Acndcrungen der Resolu« M crem insk־y (Zc'iTc-Zien): Es ist zwar unsere Pflicht, tjen allgemeinen jüdischen Kongreß cinzubcrufcn, aber die Bedingimgen da für sind noch nicht vorhamicu, solange wir in den Ländern keine Autonome haben. Wir können aber die Gelegen« heit des jüdischen Palästina.Kongresses benützen, uni später einen jiidisclieit Weltkongreß für unsere anderen Ziele zu ermöglichen. Ein Pro-Paiästina-Kongrcö ist schon der zionlstischc Kongreß,_ wenn man mir seine Basis verbreitert; um aber den nllweUlichcn jüdischen Kongreß zu erreichen, müssen wir die Parolen aiisgcbcu, die das ganze Volk hcratizieben können. Wir^ müssen daher die von Sokolow vorgcsdilagcne erste Resolution;mneluiKii und ihr einen Inhalt geben. Die Zionistische .Weltorganisation und die Asscfatli I laniwchaiim solieii gemeinsam bestimmen, auf welcher Basis der jüdische Weltkongreß cinlierufen werden soll.. Wenn Organisationen, welche bisher für Palästina gearbeitet haben, eine Mitarbeit in der Jcwish Agency verlangen werden, werden wir sie ent״ sprechen׳.! ihren bisherigen Leistungen mt!nehmen. Die ganze Fcwiaii Agency muß dem .iliwelllidien jüdischen Pro-Palästina- Kongreß verantwortlich sein. Die Jcwish Agency soll nicht identisch sein mit der Leitung der Zionistischen Organisation Die zionistische Leitung hat eigene Pflichten und die Jcwish Agency wieder andere. Eins mul! aber klar sein: ein aihvelt« lieber jüdisch er Kongreß, der bald ciubcrufcn werden sott, wird niemand arideren als die bisherigen Zionisten vereinigen, wiixl auch keine neuen Gelder bringen. Wir sollen daher heute beschließen, den Wahlmodiis auf Grund des Schekels zu beseitigen und eine breitere Grundlage des Wahlrechtes zu schaffe!», die uns dem Volkskongreß naiver bringen kann. Stricker (Wien): In der Frage des Weltkongresses bestehen Gegensätze innerhalb der Exekutive und noch größere unter uns. Wenn wir selbst nicht wissen, was darunter zu verstehen ist, können wir das jüdische Volk nicht dafür ge« witmeti. Die Kernfrage ist, ob die Zionistische Organisation neben dem Weltkongreß bestehen kann. Ich halte dies für unmöglich. Die Misrachi haben darin recht, daß ein Welt, kougrefi, dessen Programm und Kompetenz vom Zionisten« kongreß festgesetzt wird, entweder überhaupt nicht stattfinden oder ein verwässerter Zionistenkongrcß sein wird. Die Zinnistischc Organisation ist durchaus imstande, den Palästinaaufbau durchztiführc», aber bisher lnbct» wir unsere eigenen Kräfte noch nicht mobilisiert. Wir können nicht hoffen, durch einen Weltkongreß die genialen Menschen oder die materiellen Mittel zu finden, die uns heute fehlen. Das Wort Keren Hajcsswd ist noch nicht gefallen und es besteht die Gefahr, daß die Parole des Kongresses für viele in unseren eigenen Reihen ein Vorwand sein wird, die eigene Anstrengung aufzuschieben bis nach den! Weltkongreß. Dr. Thon (Polen): Das Gefühl der Schwäche, das sich in den Reden ausdrückt, ist unberechtigt. Der Grund unserer Schwäche liegt in der Lockerung des Gefüges unserer Organisa« tion und darin, daß unsere Führer dem Volk nicht die große Losung geben können. Der Weltkongreß wird da nicht helfen. Unsere Nöte sind eine Folge der allgemeinen Weltnot. Zweifel« los ist die Organisierung des gesamten jüdischen Volkes für den Palästinrmfbau notwendig, aber aas muß vorbereitet werden. Wir haben das jüdische Volk 25 Jahre geführt, wir sind jetzt die Jcwish Agency und sollen den nächsten Zionisten« kongreß beauftragen, den Termin für den Weltkongreß festzusetzen. Ein Patiistinaschekel soll das Wahlrecht zum Welt« kongreß geben. Bis dahin aber dürfen wir nicht kleinmütig sein und iniisr.en uns als Gcstor des jüdischen Volkes fühlen. Ich habe «len festen Glauben, daß der Weltkongreß zustande« kommt, wir dürfet» aber den Gedanken nicht dadurch vcr. krüppcin, daß wir ilm zu einer Zeit in die Welt scliicudern, wo er noch nicht realisierbar ist, Dr. Nicmirowcr (Rumänien): Wir können unter die jüngste Vergangenheit keinen Strich machen, wie es Herr Sokolow verlangt. Wir dürfen nicht vergessen, wieviel Gegner wir noch bis zuletzt hatten und wir müssen daher mit der Frage des jüdischen Weltkongresses vorsichtig sein. Wir dürfen die Frage der Jcwish Agency in keiner Weise mit der Frage des jüdischen 'Weltkongresses verknüpfen. Wir haben Itter nur zu sagen, daß wir die Jcwish Agency übernehmen. Die Idee des Weltkongresses darf in keiner Weise den Bestand der Zionistische!» Organisation verringern, sic darf nicht der Toten« {gröber dieser Organisation sein. R o s c n b 1 n 111 (Deutschland): Die Frage der Kooperation von Zionisten und Nichtzionisten taucht jetzt nicht zum ersten Male auf. Sie wurde schon erörtert bei der Frage des Keren Hajcssod, und auch damals wurden Bedenken geäußert, indem man sagte, der Wunsch nach Zusammenarbeit könne als Schwäche aufgefaßt werden. Richtig ist, daß der,jüdische Weltkongreß nur möglich ist und nur dann einen Sinn hat, wenn er sich gruppiert um eine starke Zionistische Organisation. Wir deutschen Zionisten sind für eine Zusammenarbeit mit den Nichtzionisten, weil wir den Olauben an die Kraft der Zkmisiisclicn Organisation bqben, die so stark ist, daß de dem- Kreis, in den sic sich begibt, den Stempel auklriiekt. Es gibt einen ganzen Kreis namentlich älterer mdit/ionistisdicr Juden,' die für den Rcnaiv.aiU'Cgi'dankeii des jüdischen Volkes in Palästina ein starkes Gefühl 11.11 en und für die er etwas be« deutet. Der Weg zum Weltkongreß wurde geebnet durch eine starke Keren I lajrssod-Uewegung. Redner wendet sich gegen einen Weltkongreß, der nur eine Enquete darüber wäre, ob’cs Juden gibt, die für Palästina Interesse haben, ist aber entschieden für einen Palästinakoitgrell aller derer, die wuk« lieh zur Mithilfe am Aufbau des jüdischen Palästina bereit sind. Ein solcher Kougrefi sollte alier liier!lieht proklamiert werden. Die Zionistische Organisation soll sich hier als Jewirii Agency konstituieren und ihre iixi knlive bcaiifirageii, die Mal!« nalimen zu erwägen, die notwendig sind, tim zu einer gemein« saineu Arbeit mit «lenen zu gelangen, die, wie es im Mandate heißt, gewillt sind, am Aufbm der jüdischen Heimstätte mitzulielfen. Dr. Schmarjahit Lcvin: Der Weltkongreß ist eine gute Sache und die Einladung zu ihm kann von niemandem anderen ergehen, als von der Zionistischen Organisation. Aber liier muß ich der faiircskonfcrenz etwas sagen, und sagen Sie nicht, icli spreche wie in einer Massenversammlung, dort ist noch manchmal die Scli-echiin zu finden — _ hier nicht. Ein Ereignis von der Größe des Mandats ist hier mit un« begreiflicher Apathie aufgenommen woreitn. Hätten wir den historischen Moment erlebt und nicht nur von ihm gesprochen und werden wir uns durchringen, ihn in seiner ganzen Größe zu fassen, so werden Sie im Widerhall der Krmgrcßidcc im jüdischen Volke Wunder erleben. Ich Mn gegen jede inlialt« liehe Beschränkung des Kongresses. Hier ist eine Psychologie , der Notalx-!n eingelassen. was ich für nötig finde, ist, (laß wir zmn Volk gehen und ihm sagen, wir in 1k 11 zu wenig Menschen für unsere Arbeit und wir wollen eine nationale Anleihe. Wir werden die Juden nicht 90 schnell gewinnen, dazu gehört eine lange Erziehung. Aber mit der Parole der Anleihe werden wir dem Kongreß einen Inhalt geben. Der Kongreß wird nur dann einen Erfolg haben, wenn alle geistig scivüpfo« rischen Kräfle im Judentum vorher konzentriert und der Ein« fiuß in die Massen gelenkt wird. Es ist höchste Zeit, daß wir dem Zionismus wieder einen Inhalt verleihen, dazu müssen wtr diese Kräfte werben, nicht Notnbcln. Es gilt die Er« lebniswerte, die ethischen und äsfhcti:ciu n Werte des Zfcrnis« mu9 ins Volk nt bringen, wenn wir Großes von dem kotna men den Kongreß haben wollen. (Beifall.)! Ein Antrag Stern auf Beschränkung der Redezeit wirf angenommen. Dr. Alexander Goldstein warnt vor einem Kon« preß, der als Vcrzweifcluugstat als Liquidation der Zionistischen Organisation ins Leben tritt. Redner ist prinzipiell für einen Kongreß, hält ihn aber bei der heutigen Lage des russischen und ukrainischen Judentums für nicht realisierbar. Wir sollen nicht diese letzte große Losung preisgeben, solange Sie nicht verwirklicht werden kann. Die Erwartung, daß wir durd» den Kongreß Geld bekommen werden, ist falsch. Redner wendet sich gegen die Annahme der Motzkinschen Resolutionen. Sodann wird die Sitzung um 7 Uhr unterbrochen Und der Beginn der Nachtsitzung auf 8,30 Uhr festgesetzt XV»DL Deleöterfenfaö A. Vorkonferenz Am Sonntag, den 10. September 1022, In Kassel, Hotel Meyer, Oberste Gasse 56. 1. Vorkonferenz: J u ״c n db ewegung. Großer Saal. Beginn: 9י/י Uhr vormittagsL Referenten: Dr. Fritz Löwen stein - Berlin, Dr, Walter M o s c s ־ Berlin und Erich Roth-Hamburg■: ״Wege und Ziele der zionistischen Jugendbewegung,״• 2. Vorkonferenz: Gemeindearb'eit Kleiner Saal. Beginn: 10>/2 Uhr vormittags. Referenten: Dr. Aron Sandler - Berlin: ״önindsätzlicliGS zur Frage der zionistischen Gemeinde* politik“; Dr. Siegfried Moses*Berlin; ״Soziale Arbeit“, 3. Vorkonferenz: Keren-H a jessod. Großer Saal. Beginn: 3 Uhr nachmittags. Referenten: Walter Turn0vvsky - Berlin: ״Richtlinien für die Kcren-HajcssoJ-Arbeit“; Dr. Erich Moses-Chemnitz: ״Keren Hajessod-Arbeit in mittleren und kleineren Gemeinden“. 4. Vorkonferenz: Kulturarbeit Kleiner Saal. Beginn: 3 Uhr nachmittags. Referent wird noch bekannt gegeben, 5. Vorkonferenz: Nationalfonds. Sonderzimmer. Beginn: 3 Uhr nachmittags. Refe« renten: Wollstciner: ״Begrüßungsansprache";Welz-1 mann: ״Die N.-F.-Arbeit 1022■“ Dr. Eh rh ard: ״Film« und Landgcmeindcnjwopaganda“. Bericht der Revi« Sions.Kommission. Die Vorkonferenzen bilden einen wesentlichen Teil des Delegiertentages, dessen Verhandlungen sie vorbe* reiten sollen. Die Delegierten werden gebeten, dem Bureau der Z. V. f. D., Berlin W 15, Sächsiscliestr. 8, baldmöglichst mitzuteüen, an ■welchen Vorkonferenzen sie teilzunehmea' gedenken. Gäste haben zu den Vorkonferenzen keinen Zutritt Zur Konferenz über Jugendbewegung ergehen an die Jugendorganisationen besondere Einladungen. B. Hauptverhandlungen ani 11., 12, und 13. September in Kassel, Stadthalle, Montag, den 11. September 1922. ,Vormittags-Sitzung, 91/3 Uhr. 1. Eröffnungsrede des Vorsitzenden über: ״Die allgemeine Lage der zionistischen Gesamtbewegung sowie der zionistischen Arbeit in Deutschland“. 2. Wahl des Büros. 3. Diskussion. Nachmittags-Sitzung, 3'/a Uhr. 4. Referat: ״Die Palästina-Aufgaben des deutschen Zio« nismus“. — Referent: S. Schocken, Zwickau. 5. Debatte über das Referat zu 4. Dienstag, den 12. Septem b'er 1922. .Vormittags-Sitzung, 9>/3 Ulm 6. Fortsetzung der Debatte über das Referat zu 4. 7. ״Inhalt und Möglichkeiten zionistischer Propaganda". Referent: Kurt Blumenfeld.