Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 69 (1.9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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r'״Kr. 09 lind beruhte keineswegs in unserer eigenen Kraft, Diese Konjunktur hat sieh geändert, Meute geht eine Weile ek-r Reaktion über Europa. Alles hängt jetzt davon ab, ob wir <)as behaupten können, was wir dank dieser Konjunktur erreicht haben. Das Mandat ist nur eine Etappe auf unserem Weg, aber die Leitung hat uns nicht gesagt, welchen Weg sic uns wciterfiihrcn will zur nächsten Etappe, Redner stellt die Einbringung einer Resolution in Aussicht, in der klar ausgesprochen wird, daß wir das Mandat nur als Etappe auf dem Weg zur Erlösung betrachten und entschlossen sind, ׳ weiter zu gehen bis zur vollen Befreiung des jüdischen Volkes und des jüdischen Landes. , . , Mcreminsky (Zcire-Zion): Die größte Gefahr für die zionistische Bewegung besteht darin, daß wir uns mit der Situation abzufituku heghuwn und mit objektiver Ruhe hier ,uiseinaiulerset/en, wie sich die Weltsituatiou seit 1017 geändert hat. Wir müßten in dieser Konferenz, eine Stimmung der Erregung und Unruhe spüren über die Lage, in die uns die schlechte Politik gebracht hat. Einige Illustrationen, wie das Mandat im Lehen nussicht.: Am Tage der Ratifizierung hat inan 135 Einwanderer, die mit englischen Visen nach Palästina kamen, zuriickgeschickt. Wenn man 60(1 Heim lose nach Palästina schicken will, braucht man eine Fürsprache der Nansen-Kommission. Die italienische Regierung hat die Visa-Gebühr ermäßigt, das englische Visum beträgt bis heute ein Sechstel der Reisekosten und man konnte noch keine Ermäßigung erzielen. Diese läßlichen Aufgaben sollten gelöst werden. Der Misrachi verweigert der Exekutive das Vertrauen, obwohl er selbst einen Vertreter in der IIUUI I IVII.MIUHU1 \\ *1J1W 4 'י »laviniu, v» iiuu* 1000 Immigranten auf die Einrriscbcwilligung monatelang warten, wurden von 450 7.crtifikateu mir 70 geschickt. Dann kann man nicht iai Volke sagen, daß Erez-Isracl eine konkrete Sache ist, für die man Kercn-Hajessod zahlen muß. Der Misrachi hat auch die Asscfath Niwchartm geschwächt, obwohl sie gerade in dieser Zeit eine starke Autorität hätte haben müssen. Vor uns steht die Aufgabe einer Rekonstruktion der zionistischen Leitung, aus der mehrere Personen beseitigt werden müssen. Schlußwort Wclzmanns. Präsident W e i z. m a n n: Wenn ich jetzt das Wort ergreife, so ist cs nicht, um bei der Versammlung oder bei irgend einem Teile der Versammlung für ein Vertrauensvohnn zu plädieren. Nicht, daß mir das Vertrauensvotum gleichgültig wäre, aber die vielen Redner hier haben cs ir.i voraus zai einer Farce gemacht. ״Wir möchten gern ein Mißi ••nt 1Pn cvnli tm micrf ־•!« 1«ת׳1י'>«”דז*r 1/Ömmoh «!• #-*•<-.!1* das Vertrauen oder nicht und dann sollen Sie auch die Kn rag! haben, es zu sagen. Ich will mir erlauben. Ihnen ohne Rücksieht auf das Vertrauensvotum ein paar harte Wahrheiten zu ״gen; in dieser Rolle fühle ich mich wohlcr, als in der des JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 4öl ... mich wohlcr, als in der des Verteidigers. Ich wende mich an die Opposition, an d hundertprozentige Opposition, die von Fischer um' ,, , IC hundertprozentige Opposition, die von Fischer und de Licmc repräsentiert ist. Einen Teil der Fischersclien Rede habe ich schon vor einem, zwei, vor drei Jahren beantwortet, aiver ich fürchte, daß wir auch in den nächsten Jahren über dieses Thema werden sprechen müssen. Es wird ein legendiirer Charter auf den Tisch des Hauses gelegt, den nieniand gesehen und den niemand gelesen hat. ln diesem Charter sollen ganz, andere Dinge stehen als im Mandat. Ich bin durchaus bereit, dies Herrn Fischer zu glauben. Aber der Unterschied zwischen diesem Char ter und dem Mandat ist der, daß der Charter nicht erlangt wurde und das Mandat d.1 ist. Ich könnte leicht die glänzendste Konstitution für einen Judenstaat niederschreiben, der nicht existiert. Herr Fischer behauptet, daß die Zeiten anders geworden sind. Auch fch bin dieser Meinung und eine Tatsache soll das illustrieren. Nirgends in Herzis Schriften, auch nicht in seinen neuerdings veröffentlichten Tage büchcrn findet sich ein Wort über die Frage, die heule fast das Zentralproblem der Bewegung ist, über die Araberfragc. Die Araber existierten zur Zeit Herzis politisch noch nicht. Heute gibt es sie. Es gibt ein Volk in Palästina, und das wünscht das Vordringen des jüdischen Volkes nicht. Mit Unrecht aber es ist eine Tatsache, mit der Sie, wir und die Staatsmänner Englands täglich zu rechnen haben, ich will mit Herrn Fischer nicht über den weiteren Punkt diskiiticren, oh England ein Interesse an Palästina hat oder nicht. Vor kurzem, einen Monat vor der Mandatsdisknssion, heh.jimtctc der größte englische Feldherr, Palästina sei für F.ngland wertlos und England täte am besten, wenn es von dort wcggingc. Der Feldherr hatte Unrecht. Herr Fischer hat Recht. Aber es fällt die Meinung des Feldherrn in die Wagschale und nicht die unsere. Audi ich glaube, daß England Interesse an Palästina hat und an einem jüdischen Palästina ein doppeltes und zehnfaches Interesse. Und nun komme ich zu dem alferwichtigsten Punkt, der <ät meisten Redner beschäftigt bat, zu dem englischen Weißbuch. Ich möchte fo'gcndc 'Erklärung hier abgeben. Jedenfalls in meinem Namen, ich weiß nicht, ob ich das auch im Namen der Exekutive tun darf, denn wir haben diese krage nicht noch einmal behandelt. Ich erkläre Ihnen _hier frierliehst: soweit meine Person im Spiele ist, bin ich mit manchem Teile des Weißbuches ebenso unzufrieden wie Sic alle. Aber wir haben es akzeptiert und ich für meine Person werde!oval das halten, was ich mit meiner Unterschrift bestätigt habe, bis eine Zeit kommt, eine politische Konjunktur, wo cs sich ändern wird. Es wird nicht angclien, daß die Lxckufive eine Unterschrift gibt und daß Sic diese Unterschrift desavouieren. Wir haben diese Unterschrift schweren Herzerss gegeben, cs war ein schweres •Opfer und ich ,gaubc, ‘V.t haben Recht daran getan, dieses Opfer zu bringen. Was den Punkt der Immigration betrifft, so kann ich mir wiederholen, daß wir genau so unzufrieden sind nnt den l>c- Stimmungen wie Sie. Ich unterschreibe jedes Wort von der Rede Dr. Korngrüns und es wird und soll unsere Aufgabe sein, diese Bestimmungen zu ändern, soweit cs in inneren Kräften steht. Es genügt nicht, deklamatorisch zu werden, auch wir wissen, wie notwendig die offene Tiir ist. Wenn Nie das Recht hätten zu sagen, die Exekutive habe dicsbc/ug.idi nichts versucht, so hätten Sic das Recht, sie zu rügt 11. ־_' hätten auch das Recht, etwas anderes zu sagen und d 1s hat Herr de Lieme zur Hälfte getan, zur anderen frei ich verschwiegen. Sic hätten das Recht und haben cs auch jetzt, der An unsere Abonnenten! Die thirclt das rapide Sinken der Mark Iiervorgerufenc sprunglmTic Teuerung hat, wie cclton aus der Tagespresse hervorgellt, auch eine weitere enorme Erhöhung der Druck- und Papierkosten zur Folge gehabt und zwingt uns dadurch zu entsprechenden Maßnahmen. Die noch vor kurzer Zeit in Aussicht genommene Fest- Setzung der Abonncmentsgcbühren für das vierte Quartal dieses Jahres ist Inzwischen weit überholt Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren vorläufig fiir das vierte Quartal wie untenstehend fcstiusctmi, wobei wir uns Nachforderungen in Anbetracht der Tatsache, daß heute ein Disponieren au! 4 Monate hinaus eine Unmöglichkeit geworden ist, vorbehalten müssen. Die Abonncmentsgebuhren betragen in Deutschland für die Ortsgruppen fm Smnmelbezuge . . M. 125.-- vierteljährlich für Elnzslabonncnfcn M, 150.— vierteljährlich. Wir bitten unsere Abonnenten, hierbei die Steigerung aller sonstigen Bedarfsartikel zoni Vergleich hcranzuzichcn, wobei wir darauf rechnen, daßfür unsere Leser die Lektüre der ״Jüdischen Rundschau" zu den dringendsten Lebensbedürfnissen gehört. Für das dritte Quartal müssen wir einen Zuschlag erheben, der *flr die Abonnenten im Sammel* abonnement der Ortsgruppen auf M. 20. :ür die Einzclabonncnten.auf M. 30. festgesetzt worden ist. Dieser Zuschlag kann nur deshalb so niedrig gehalten werden« weil noch verhältnismäßig günstig clngekaufte Papiervorräte vorhanden waren. Wir fordern hierdurch alle Einzelabonnenten dazu anf, die Abonncnieaisgebühren für das vierte Quartal mit.M. 150.— und den Zuschlag für das dritte Quartal mit M. 30 — insgesamt M. 180,— umgehend an uns nbzusenden, damit wir die Anrccldttngcn für das vierte Quartal beim Postzcitungsamt rechtzeitig bewerkstelligen können. Von allen einzelnen Abonnenten, die uns keine Abbestellung bis zum 5. Scptember haben zukommen lassen, werden wir den genannten Betrag durch Nachnahme criiebcn. Wir rechnen darauf, daß diese Nachnahme bestimmt eingelüst wird, damit Leite überflüssigen Spesen entstehen. Eine direkte Benachrichtigung kann aus Sparsamkeitsrückslchtcn׳ nicht erfolgen. Alle Bezieher iniSammcIabonnemcnt der Ortagruppen haben die Abonncmcntsgcbührcn mir an den Schatzmeister ihrer Gruppe za entrichten. Die Ortsgruppen werden hierdurch dringend darum gebeten, riicAbonnentenHr-tcn für das vierte Quartal schleunigst zu übersenden resp. notwendig gewordene Adressenändernngen müzutcilcn, damit die Anmeldungen rechtzeitig erfolgen können. Verlag Jüdische Rundschau G. m. b. H. Berlin W 15, Sächsische Straße 8. Exekutive zu sagen,' sie hafte das Weißbuch zurückwcisen rollen. Wenn ich cs" vorher gesagt hätte, hatte man cs für eine Drohung genommen, aber jetzt darf ich sagen, die Zuriiekwei -ung des Weißbuches würde für uns nicht weniger bedeuten, als das Abbrcchcn der Beziehungen mit der eng-!Reiten Regierung. Wie, wenn wir so vor Sic getreten waren: Wir Unheil gekämpft und gekämpft und am Schlüsse haben wir alles, was in diesen!,ihren gebaut wurde, abgebrochen, denn wir konnten dieses Weißbuch nicht akzeptieren. Ich bin überzeugt, Sie hätten uns schärfer gerügt, als Sie es jetzt tun. Es ist wahr, und diese Wahrheit habe ich noch am Tage nach der Bestätigung des Mandates in London ausgesprochen, daß das Mandat anders aussieht, als das, was das Judcnvo'.k 1017 in die Deklaration hinemgc'.egt hat. Daran ist nidits zu an- (lern, aber dem gegenüber gibt cs mir einen unzerstörbaren Glauben daran, daß, wenn man fort arbeitet und fort arbeitet, in Pa’iistina eine Zeit kommen wird, wo nochmals eine Mögliehkeit sein wird, dem Mandat seinen wirklichen Wert beiztilcgen. Sie sagten, Herr de .Lieme, wenn man den ökonomischen Aufbau Palästinas rationell leite und eine gesunde Wirtschaft aufbntie, werden die konkreten Positionen gcsehaffcn, .111! die sich die Politik cti'üzcn kann. Grundsätzlich bin ich damit einverstanden, nicht aber damit, daß die Posi- 1 ionen nur dann gut sind, wenn sie nach dem Rezent von Herrn de Lieme gemacht sind. Gewiß, wenn man Peßach m-1chen will, muß mail das Chomez atisräumcn.' Ab״r nifht Sie allein, Herr de Lieme, können bestimmen, was Peßach und was Chotnez. ist. Herr de Lieme sagte, und das ist fast schon eine Banalität, man müsse neue Kreise beranziehen, und dies kün’;e 111,in nicht, so lange nicht che Wirtschaft in Palästina g-äi.oci' werde. Auch ich habe eine gewisse Erfahrung in dar Heranziehung weiterer Kreise und 'will mir sagen, daß Herr de Lieme und ׳;•eine Freunde uns bisher keine neuen Kreise erbracht h1־h׳:u. Sie habe:: die a'fen Kreise wesentlich geschwächt, tun midi ganz יי!1!יידז aurcudriieken, aber nicht eine einzige neue Person!:crcingcbrpcht. Sie stehen da, eine kleine Gruppe, die etwas propagkn't, Recht oder Unrecht, ich will es nicht untersuchen, schwach, gelähmt, ohne Gedanken, ohne Schwung, ohne Personen, Niemand, Dis einzige, wozu Sic sich nulgcschwimgea haben, i׳.f, d iß Sic am Tage, wo die Zionistische Op;•־,::Pari•■.,ו;י. ו schwerstem Kampfe stand, urbi et orbi verkündeten und uns empfahlen, die Wallen zu Strecker! I uiid den nicht existierenden anderen, die gar nicht bereit waren,' j die Erbschaft an/unclmtcn, das zu übergeben, was wir er-’ 1 kämpft und erarbeitet batten. Das war Ihrer Weisheit letzter, Schluß und das ist alles, womit Sie sich in Zeiten schwerster Gefahr ausgezeichnet haben. Hier ist der Ort und die Zeit,' auch das festzunngcln wovon Dr. Jacobson 90 milde ge«l sprachen hat. Ihre freunde haben in Paris unsere Arbeit auf eine schwere Weise geschädigt. Sic sollten vor das Tribunal der jüdischen Ocffenilichkeit und des zionistischen Gewissens gezogen werden. Ah jene Fernstehenden sich so weit an unä genähert haften, daß sie fast schon niitnrbdtcii wollten, da . kämet ihr alten Zionisten, die sieh auf ein Patent des politischen Zionismus von Ilcrzl berufen und sagtet: Mit diesen Leuten wollt Ihr arbeiten, die das Geld verschwenden, die Euch ins Verderben bringen? Ihr habt die Arbeit, die wir! mit Mühe und Not aufgebaut haben, mit Bedacht zerstören wollen. Eine Regierung kann sieh gegen Sabotage wehren; wir abtr haben keine Zwangsgcw.ilt, wir sind schutzlos bis auf diesen Ort. Deswegen ist die Sabotage um so schlimmer. Ich habe zu erklären: Wenn diese Jahreskonferenz das State- ׳ ä ment der Regierung, welches wir akzeptiert haben, nicht annimmt, so werden wir, wenigstens ich, die Geschäfte der 1 zionistischen Bewegung nicht weiter führen. 1 Zur Araberfragc möchte ich Ihnen noch eins empfehlen: Wir machen den’Arabern zu viel Liebeserklärungen, Wi» | habeig einmal unsere Politik erklärt; Wiederholungen könnt cg den Eindruck machen, daß wir cs nicht ernst meinen. t Herr Mcreminsky hat eine ganze Reihe trauriger Illustra- ( . tsonen zur Regulierung der Immigration geliefert und Aenderttngo״ gefordert. Gestatten Sie auch mir, ein trauriges und ( lehrreiches Bild zu geben. Seit acht Monaten haben wir di« Jbitrnbrrg-Konzorüon. Vorher haben wir uns beschwert, daß; die Regierung sie uns von nthalten batte. Wenn Rotenberg oder seine Gesellschaft schon sechs Monate gearbeitet hätte, : lind er könnte doch Tausende von Arbeitern beschäftigen, dann wäre die 1 rumigrntionsfrage gelöst. Die Konzession steht aber! auf dem Papier. Wir waren noch nicht imstande, sie zu einer Wirklichkeit zu machen. Da fegt unsere Schwäche und idt könnte Ihnen noch eine ganze Liste von Dingen aufzähkm, die ז wir hätten machen können, wenn wir dies und das gehabt hätten. Seit 25 Jahren will die Zionistische Organisation einen verzauberten Kreis durchbrechen, aber cs ist ihr noch nicht gelungen. Unser Wollen ist unvergleichlich größer als unser Können und cs ist die Kunst des Staatsmannes, zwischen Wollen und Können zu lavieren, um nicht — und damit sage ן ich das traurigste — den Eindruck zu erwecken, daß wir nur י eine kere Fassade präsentieren, hinter der nichts steht. Unsere Freunde vom Misrachi haben mich, oder besser, 11ns gerügt für das Mandat, fiir die Immigration, für dies und jenes und darunter für ein schweres Vergehen, für ein ״Attentat gegen die jüdische Religion“. Wenn wir der englischen Re• giermig den Vorschlag machten, vorläufig noch nicht dem iiichtfuiidicrten palästinensischen Rahbinat Staatsgewalt ein zuräumen, so war d.u kein Attentat auf die Religion. Da ich mich in diesen Sichen wirklich nicht für kompetent halte, so habe kh den Präsidenten des englischen Misrachi konsul• tiert — und ich teile die Rüge des Misrachi mit dem Präsideuten des englischen Misrachi . . . Als das A.-C. diesen j Versuch der Exekutive als unrichtig ansah, wurden alle Schritte getan, um die Sache rückgängig zu machen. Trotzdem bin ich י bereit, die Rüge des Misrachi anzunetimen. Meine Herren vom Misrachi, Ihr Präsident hat uu=, a's wir im Kamp'e standen, einen Stich .versetzt, ich habe den Misrachi aufgefordert, dazu Steilung zu neimien und der Misrachi hatte nicht den ׳;, Mut dazu, weil es ein hochgestellter Herr ist. Ich rüge den Misrachi fiir stinen Mangel an politischem Mut, Andere Leute, die nicht Zionisten waren, haben den Fehler _ girtgcmacht; Sie aber haben nicht die po’itische Mannhaftigkeit gezeigt, cs zu tun. (Zuruf: Stuart Samuel war nie unser Präsident!) Dann war er Ihr Vizepräsident oder Ehrenpräsident. Herr Griinbaiim sprach davon, er wolle eine Resolution erbringen, die die neue über das Mandat hinausgehende Etappe der Gcul.ih vorzeichne. Die Geulah kann man nicht mit Resolutioncn beschleunigen. Man soll an sie glauben, so wie man an die Unzerstörbarkeit des jüdischen Volkes und des jüdischen Willens glaubt, sie aber nicht durch politische Resolutionen banal!- sicrcii. Natürlich isf»d'!c Deklaration und das Mandat und unser ganzes Leben nichts als Etappen auf dem Weg zur Geulah. Im Gegensatz zu den sogenannten polnischen Zionisten g'aubc ich an das organische Emporwachsen des jüdischen Volkes trotz aller Hindernisse. Das war der fundamentale Unterschied, der uns immer getrennt hat. De Deklaration und das Mandat erleichtern den Weg, und der Wert des Mandates ist noch außerhalb der rein zionistischen Erfolge der, daß das jüdische Problem aus einer Winkclangclcgcnhcit zu einem Weltprobletn geworden, daß das jüdische Volk anerkannt ist, und das ist ein ungeheurer Wert, der schon von selbst Zweige treiben und neue Perspektiven eröffnen wird, die sich unseren schwachen, mit der Alltagsarbeit beschäftigten Augen noch nicht offenbaren. Heute weitere Etappen vorzuzcjchneu, ist nicht meine Sadie. Ich bin nicht Dichter, nicht Prophet gern(?, um das tun zu können. Wenn erst einmal 200003 Juden in Palästina sein werden, wird manche Formel des Mandates «ich von scUtti wandeln. Die Erreichung dieses Zieles uns schwer zu machen, soll kein Zionist wagen. Und wenn nur die Zionisten ihre Pflicht tun, nicht erst das Gesamtjudentum, wenn nur die Zionisten sich nicht ganz auf die Klugheit ihrer Leiter verlassen, dann wird dieses kleine Ziel erreicht und, wenn wir das noch erlebt haben, so wollen wir weiter über das Mandat diskutieren. (Lebhafter Beifall.) So ko 10 w: Diese politische Debatte hat auf mich den Eindnrek einer höchst unpolitischen Debatte gemacht. Meiner Metmmg nach hätte diese Versammlung eine Mandats-jahreskonferenz. werden sollen. Unjwlitisch war die Debatte, weil sie den Wert des Mandates nicht richtig cinschätzte. Einer der Redner, hat das polemische Manöver gebraucht, die Balfour« Deklaration sehr hoch zu heben, um das Mandat dadurch herabzusetzen! Versetzen Sic sich in die Lage der MandaisrcgicmngJ Auch sie hat nur nick dem Common sensc zu cntsdieiden. Auch für sie bestanden sehr groffe Schwierigkeiten, denn die Araberfrage ist eine außerordentlich schwierige Frage, worairf uns auch Lord Balfour wiederholt hingewiesen hat. Trotzdem hat er den Kampf für uns geführt und unseren Standpunkt verteidigt. Ich erinnere an seine Rede im Hoitsc of Lonk. Wem: es möglich gewesen wäre, mehr zu erlangen, so wäre Balfour der erste gewesen, der dafür eingctreten wäre. Idi appelliere an Ihren gesunden Verstand, nicht an ihren Sinn;et Eure erteilt. Juden DenlscSilaa er Ereg^Israel! ilcfSiS CXe usoan m © aU e 1a Ss. a UH £ : cS.es N’fih.ätoss.fi&.lfois. •***'•» .k \יליי#.א'] /-pfc