Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 69 (1.9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sc״e 400 |n Zukunft politisch zu kämpfen haben uni! da wird die fctcllwig unserer Führer durch die Kritik Im Innern er• Schwert. Redner widerlegt die Einwendungen Fischers und erklärt es für sehr richtig, daß unsere Führer verstanden traben, auch Konzessionen zu machen, um das Mandat zu erringen. l)r. Arlosoroff (llitachdutli): Wenn das Mandat vielleicht nicht alle .Erwartungen der letzten drei Jahre erfüllt, ^0 können wir doch seinen Wert nur dann cinsdiät/.cii, Wenn wir es an dem Maßstab unserer Situation vor 25 Jahren fressen. Das Mandat ist ein Start der neuen politischen Arbeit, und cs wird immer klarer, daß in deren Mittelpunkt jetzt unsere Beziehungen zu den Arabern rücken. Unsere Fraktion hat am 12. Kongreß zum erstenmal versucht, eine Deklaration über die zionistische Arahcrpolitik durchzusetzen, und diese Deklaration hat dann bei den politischen Verbandjingen vor der Bestätigung des Mandats eine große Rolle gespielt. Redner begrüßt mit besonderer Getitigfung die gestrige Rede Dr. Ruppins, dem man nicht vorwerfen kann,!laß er die Lage im Lande nicht kennt, icli hoffe, daß die Stellungnahme unserer Führer nicht etwa nur unter dem Druck der momentanen schweren Lage erfolgt, sondern cs ist unsere prinzipielle Stellungnahme. Ls gibt keinen anderen (V'cg als den Au (bau einer gemeinsamen Heimstätte Her Juden und Araber als gleichberechtigter Völker in Pajistina. Daraus müssen aber auch Konsequenzen gezogen Werden, die die I:\ckutivc bisher versäumt hat. Gewisse Beitritte stehen zu unserer Stellungnahme in unlöslichem Widerspruch. Man kann nicht einige" Wochen nach der Reso- )!dien des 12. Kongresses der Regierung ein Memorandum iil.cr die Legion verlegen, zumal dies auch vollkommen ausfcidilslos war. Auf diese Geste hätten wir verzichten müssen. Und wenn wir aussprechen, daß wir uns in den Kreis der Orientalischen Völker ciiiglicdcrit müssen, dürfen nicht g'ciditätig in der Presse Meldungen lanciert werden, daß durch lensere Hilfe oder Vermittlung einer europäischen Macht ein Mandat über ein orientalisches Volk verschafft worden ist, ivas ohnehin wahrscheinlich eine naive Uebcrschätzung unseres Einflusses ist. Wir müssen auch unsere Losungen revidieren. [.Vir haben gesehen, welche Schwierigkeiten wir durch das wort hatten, daß Palästina so jüdisch werden soll, wie England englisch, obwohl ich glaube, daß dieses Wort nicht llcn Sinn hatte, den man ihm untergeschoben hat, sondern bedeuten sollte, daß die jüdische Nation sieh ebenso frei entfalten sollte wie die englische Nation. (Zwischenruf Weizmann: Sehr richtig!!) Aehnlichcs gilt von der Losung der jüdischen Mehrheit in Palästina. Wir können nicht den Ambern zehnmal am Tag die Losung von der jüdischen Mehrheit an den Kopf werfen, wenn wir uns mit ihnen verständigen wollen. Noch eine Reihe derartiger Konsequenzen sind aus den Erklärungen Wclzmanns und Ruppins zu ziehen. Jean Fischers Rede hat bewiesen, daß mau aus der Geschichte nichts lernt. Denn die politische Linie von 1917 bis heute müßte uns lehren, wie schädlich fiktive politische Losungen sind, hinter denen keine realen Faktoren stehen. ,Wir müssen unsere politischen Forderungen anpassen den realen Möglichkeiten der jüdischnntiona'cn Bewegung. In diesem Sinne verstehen wir die Notwendigkeit, das Statement der englischen Regierung 7.U akzeptieren. Eine Grgnze liegt aber dort, wo elementare Möglichkeiten der Erweiterung Unserer Realitäten verschlossen werden; das ist der Fall in den Bestimmungen über die Alijah. Von allen Völkern Wurde in den Mandatsgebieten das Prinzip der ״open door“ Verlangt. Dieselbe Forderung müssen wir nufstcllcn für Unsere arbeitenden ׳ Menschen. ,.Die Jalircskonfcrcnz muß..di? Exekutive'beauftragen, den Kampf zu führen für die offene Tür für die > Juden. Das ist die einzige Möglichkeit, aus )lern Zionismus eine Volksbewegung z.u machen, die er bis beute nicht geworden ist. Ein Zionismus mit einem verkchlossencn Palästina kann keine Volksbewegung werden. F)ie Ueberbrückimg der Kluft zwischen dem Volke und dem Zionismus ist die Aufgabe, die sich meine Fraktion gestellt bat, sie ist heute die zentrale politische Frage des Zionismus. (Lebhafter Beifall.) Neu mann (Smyrna) drückt im Namen der Zionisten 1m Orient den Führern der Zionistischen Organisation das volle Vertrauen aus und empfiehlt, der Ansicdlung sephardischer Chaluzim besondere Aufmerksamkeit zu schenken, die Liquidierung von jüdischem Eigentum in Rußland zu ermöglichen und beim Völkerbund darauf hinzuwirken, daß bei der Aufnahme Ungarns die Rechte der Juden gewährleistet werden. Dr. Wilensky (Südamerika): Das Statement behandelt die Araberfrage und die Interpretation unserer Rechte auf Palästina. Zum ersten Punkte kann nicht genug fcstgcstclit werden, daß wir nicht die Absicht haben, die Araber in Palästina zu jüdischen Staatsbürgern mohammedanischen Glaubens zu machen. Zum zweiten Punkt: Die englische Regierung anerkennt im Statement, daß die Juden fühlen sollen, sie seien nicht aus Duldung, sondern von Rechts Wegen in Palästina. Dazu ist aber eine Begünstigung der Einwanderung notwendig. Wir können die jüdische Arbeit nur schaffen, wenn wir Geld haben, wir werden Geld haben, «ur wenn wir die Möglichkeit haben, Juden ins Land zu bringen. Die englische Regierung und die ganze Welt soll Wissen, daß cs die Meinung der Jalircskonfcrcnz ist: wir haben nicht bekommen, was uns gebührt. De Lieme (Holland): Ich spreche als Mitglied des Zentralrntes und der holiüiulischcn Landsmannschaft, nicht als yertreter irgendeiner anderen Gruppe. Die Konferenz, ist nicht der Ausdruck der Gesamtbcwcguiig. Sie bestellt ihrer Zusammenstellung nach aus den Mehrheiten der verschicdcnen Landsmannschaften, wodurch naturgemäß die Minoritäten nicht so zum Wort kommen, wie auf dem Kongreß. Deswegen möge anderen Strömungen, wie z. B. der von Jean Fischer repräsentierten, größere Beachtung geschenkt werden. Ich komme in meinen Konklusionen vielfach zu denselben Resultaten, wie die Kritik dieser sogenannten alten Politischen Gruppe, obwohl ich nicht zu ilir gehöre. Die letzte Periode ist eine Periode politischen Abbaus, eine Periode der schrittweisen Einschränkung unserer politischen Rechte, wenn die Exekutive erklärt, jetzt sei die Zeit für den Beginn realer Arbeit, so müssen wir doch fürchten, daß der Abbau politischer Rechte den realen Aufbau schädigt und vielleicht unmöglich macht, Die Balfour-Dcklaration hätte bei ihrem trscliemcn nicht die Gefühle ausgclöst, die sic ausgelüst um, hatte keinen Eindruck auf die Juden der Welt gemacht, wenn sic so redigiert gewesen wäre, wie sie heute interpretiert wird. Dm Balfour-Dcklaration wurde vom jüdischen Volke , , aufgenommen, •wie sie gegeben wurde und jahrelang widerspruchslos dahin interpretiert, daß uns ein Land ge- Epen werde, das kein Einwandenmgsland ist, wie etwa *״exiko, und auch kein Teil des Galuth, sondern ein Land, 0cm wir unseren Stempel aufdrücken. Ich räume ein, daß ״je Exekutive in diesem letzten Jahr die schwerste poliiisclie Arbeit hatte, schwerer als je vorher. Wir müssen me Umgebung und Enregie der Exekutive anerkennen. Darb Klaube ich nicht, daß unsere Erfolge in Amerika die größten waren, die wir je hatten, wie dies Herr Sokolow sagte; jedenfalls sah siel! die Exekutive trotz der von ihr retla-;merte״ Erfolge genötigt, die neue Interpretation der Balfour* |Ue!ciaration mit ihrer bedeutenden Einschränkung der früheren ■fusageii zu indossieren. Sokolow hat dies noch unterstrichen, ii’iucm er andcutcle, cs würden noch weitere Interpretationen VH \"?11 111™*'■״d ‘Uß wir die Sympathie aller Mächte C, c׳״ Wenn wir da* Mandat ungenügend fanden, so wies 7״“ 1״«wr darauf hin. daß «s ja die Baifonr<Dck!araikm ent- •u!c. ,Je« Mandat «st seine Firbueg trcbc. Damit. ׳.ü!i ju: i..’ß 1«# f» «ff . 4«j> i I% ׳ Nr. 69 ׳,virile, ״c Entin der die Ilnlf<)11r-D:׳!:iarr.;’on ״.-;! ׳.eh! ,nlcend!;iterp.Uiert wurde nach der Wert d״־. Mr.tKL'ls Iwc-vD! Wicklung ist sidier dem Kimiuß luic'iir I Haltung Legion::/rage, der Einwanderung ohne gesunde Wirtschaft «ehe Basis und unserer sonstigen Politik znziirchrcibcn. Wir!,n'isseu fragen, ob die Exekutive berechtigt wir. die neue I olink der englischen Regierung in Palästina und damit die Herab- Setzung der Bedeutung der Baifour-DeHaration zu indossieren. Darüber haben unsere politischen Füll rer nicht gesprochen, und doch können wir nicht minchnicn, daß sic sieh ebne Zögern mit allem einverstanden erklärten. Meiner Meinung nach aber ist weder die Exekutive, noch irgendeine Kegicrunp, noch sonst eine jüdische oder niditjiidischc Instanz berechtigt, die in der Balfour-Dcklaration gegebene Zusage, die Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes, cinzuschränken. Dr. Wcizmmiii sprach davon, daß 1ms dieses Jahr ein bedeutend herabgesetztes Budget vorlicgen werde, das nur für 4000-5000 Einwanderer ousrcicht. Wenn wir unsere Arbeit erweitern wollen, ko brauchen wir aber nicht nur ein größeres Budget, sondern vor allen» eine Aendemng unserer Methoden. Mit der bisherigen zentralistischen Methode, mit der Drosselung des jüdischen Nation,aUoiuh und der Nichteinhaltung des Vertrages mit dem Nation,alfonds können wir keine neuen Kräfte hcrnnzichcn. Man kann Oberall unter Juden das nötige Verständnis finden, docli muß man erst das System!indem: vor Pcflach muß man das Chomez ausräumen. Es gibt gewifi Möglichkeiten realer Fortschritte auf Grundlage des Mandates. So enthält das Mandat Leitsätze für eine Bodenpolitik, die auf Einschränkung der Spekulation und Vorrechte der Juden beim. Bodenkaiif hin vielen. Die palästinensische Regierung hat Im Sinne d.cscr Leitsätze eine Verordnung erlassen, sic aber nachher, noch vor Bestätigung des Mandates, unter Mitwirkung der .Vortretcr des Jisclww und ohne Protest der Exekutive wieder aufgehoben. Damit Ist eine der wenigen, vielleicht die einzige reale Grundlage, die das Mandat uns gibt, beseitigt worden. Bei aller Anerkennung der geleisteten Arbeit sollten wir fcststollcu, daß die Zionistische Organisation die neue Interpretation der englischen Politik in Palästina nicht indossiert, daß sie unverbrüchlich festhält am Ocist und Inhalt der Balfour-Dcklaration, wie sic im Kriege von der englischen Regierung gegeben wurde und unwidersprochen . jahrelang interpretiert wurde. Dr. Jacobson: Dev Lieme hat die Kompetenz dieser Versammlung angczwcifclt, Dieser sein Einwand verliert jedoch seine Bedeutung, weil auch aus den Ländern, aus denen I lerr de Lieme kommt, mir die Vertreter der Majorität kommen und die Minorität unvertreten bleibt, Die Liste der Felder und Unterlassungen, die Herr de Lieme aufgcstellt hat,, könnte: ich sehr stark verlängern. Aber es muß doch gesagt werden, daß vieles gerade deshalb nicht erreicht werden konnte, weil manches, so z. D. die Aufbringung der Fonds, von den Herren, die Herrn de Lieme nahestehen, sabotiert worden ist. Die Frage, wer eigentlich gesiegt hat, die auch ein Vertreter der Opposition gestellt hat, ist leicht zu beantworten: nicht der sogenannte reine Herz'.ismtis, son* der» der synthetische Zionismus hat gesiegt, den am stärksten Dr. Wciz.mann vertreten hat. Das Große an Herzl war doch der Wille zur Tat. Die Tat hat aber gerade dort gefehlt, wo der sogenannte reine politische Zionismus geherrscht hat, z. B. in Frankreich, wo überhaupt nicht? geschah, wie auch in Eng!,11111 oder in Belgien. Und gerade dort gab cs doch so viele politische Zionisten.■ Man hat uns gesagt, daß das Mandat um; nichts gibt. Wjr.wissen, alle .ganz genau und besonders misdre Leitung, daß.darauf jdutatls mutamlis das Wort Ilcrzls paßt: ״Zion ist cs nicht, aber cs kann Zion werden.“ Was die Immigration anlangt, ,so können wir alle einmütig erklären, daß wir mit den!(«Stimmungen über die Einwanderung nicht einverstanden sein können. Wir wollen nach Palästina gehen als eine co-sotizcräne Nation und wir werden demgemäß in jeder Beziehung, in jedem Punkte die Forderungen der Araber anerkennen, nur nicht in dem einen Punkte, wo cs sich um ein Ausnahmegesetz gegen uns Juden handelt. Die Forderungen der Araber in bezug aui die Einwanderung sind abzulehncn, schon ans Ökonomischen Gründen, weil Palästina wirklich, wie Ru pp in sagt, ein leeres Land ist und heute kein Land leer bleiben darf. Ich glaube, unsere Leitung war berechtigt, das Statement Churchills zu unterschreiben. Diesmal mußte zunächst das Mandat bestätigt werden, und was hätte man heute wohl hier gesagt, wenn die Leitung auf die Jalircskonfcrcnz ohne die Bestätigu ng des Mandates gekommen wäre. Ich weiß nicht, ob die Leitung bei der Unterschrift unter das Statement Churchills anders handeln konnte. Aber ich weiß, daB sie unter einem Zwange handelte. Die Jahreskonferenz muß und wird eine Resolution eiiibrlngc״, um die Abänderung dieser Einwandeningsbestimimingen 2« verlangen. Und die Exekutive wird dieser Forderung stattgehen müssen. Unsere Sache hat gesiegt und ist darum siegreich gewesen, weil sie eine Sache der Gerechtigkeit, eine Sache des Friedens ist. Wir bringen der ganzen Welt den Frieden und wir bringen vor allein den Frieden in den unruhigsten Tcü der Welt. K.apiansky (Poalc-Zion): Wir begrüßen die Bestf.tigung des Mandates, weil es die Unsicherheit des Zustandes beendet, nicht aber, weil wir Vertrauen haben zur eng-!!sehen Regierung und zum Völkerbund. Wir haben Vertrauen zum englischen Volke und besonders zur englischen Arbeitersebaft, die der aufstrebende politische Faktor ist. Wir hoffen, daß i'as jüdische Palästina gebaut wird unter einer eng-!•sehen ArbeitcrrcgicruMg. Um die Bestätigung des Mandates durchrn1ctz.cn, mußte die Exekutive große ׳Opfer bringe״. Das Statement ist ein Versuch, die Juden durch phraseologische Zugc1t;<11׳lnirse, unsere Gegner jedoch durch tatsächliche Zugestandnisse zu befriedigen. Die Immigration ist leine Angelegenheit der lokalen Bevölkerung und in einem lnami- ״״! ,״,!™! ״״״י״,iiiui.1:,. ^u'wii.ui miKs.j unne nie Verfassung 1m ihrer jetzigen Form gutzuheißen, begrüßen wir den Anfang einer konstitutionellen Eutwlck'ung und bedauern, daß die Konstitution nicht (las Rceu’tat eines gemeinsamen Kampfes von Juden und Arabern ist, sondern eine Konzession an gewisse Kreise, die nicht die demokratischen Interessen der arabischen Bevölkerung vertreten. Redner erklärt sein Einverständnis mit den Eiklänmpcn Dr. Ruppins und betont, (Uli die Acndcruiiff der jüdischen Mentalität gegenüber den Araaers! hei den Sozialisten nicht nötig ist die immer wußten, daß Palästina nur auf Grund der mFonalcn Autonomie beider Völker und der Internationalen Solid,an tat der jiidUchen und arabischen arbeitenden Massen aiifgcbaut werden ksuui. Redner Bedauert besonders daß in dem Kampf gegen das Agrsrgowtr, das der Bodciispckulation verbeug«! sollte, sich jfKlhrhe Kolonisten mit arabischen Großgrundbesitzen« verbunden habe•), Die zionistische Welt muß sich UeCrrkn vvn •Ur Illusion, daß Palästina im Kampf gegen die Araber •uigehaut wird mit MIfe der englischen .! י־־■‘־1־־־'־ .. in ״ .. , «nt ■r.ilfc der englischen Bajonett^ Vo* d.־a ckwaeaks, die zionistische Politik i diesen» Sinne führm, »;k-sci« wir im befreien. Unser Los ist mit dem der Arabet. tmiädirh veilnindcn. Die neue Epoche verlangt noch c««e Rce/gArihaHwi unserer Leitung Redner interpelliert zum JW.Lifi d~* tnxli Immer unaufgeklärten Falles <er privat׳•» V<־rta!«.sjgr»sr» ewi«clu־ri Jahotinskv und (ler l e| 11! 1 r#. Re!ן ■י et-Bri ׳!le in! IWußtscin de« jiid heben Volkes durch Pog»v־־v✓ Vf:.־rät kl Wir verlangen Satinfaktjon und AaR.Uronger, •W r.tckuiive. die sich von solchen Tendenz*! im.־‘ Etmmotr■# nicht befreit, kann das Vertrauen des iu׳.r/.1»*n Vo:in;r.1:*־׳de::. 1P, ׳i׳'a!'!'!"•u ן M 0 tzk in greift rameus der Exekutive ln die Debatte f;,. und erklärt die Situation, die zur Annahme des State me,•»! geführt hat. Es gab innerhalb der Exekutive Meinung«,vers:״,'־.. denlieiien, ob überhaupt eine derartige Antwort erteilt wer;:,.',, soll. Die unangenehme•! Teile des Statements auf die jn Diskussion h'mgewiesen wurde, bat die Exekutive sehr gCn״) erkannt und hat Versuche gemadit, diese Stellen zu vcrhcsier״ Aber da die Bestätigung des Mandates auf dem Spiele stand' so mußte die Exekutive ihre Bedenken zurückxtclk״. |«t; der vorausgegangeneu Völkerbundstagung ln Genf hat sich gezeigt, welche Gegnerschaft sich _ gegen uns herausbild(.•. Es waren Mächte erwacht, die viel stärker sind als u,״ und suchten das Mandat zu verhindern. Dazu kommt, 4-״j nicht einmal das ganze Judentum mit uns war, nicht eitim.,! der ganze Zionismus, obwohl wir wenigstens bis zum Man!p;t eine geeinte Front hätten haben müssen, ln einem so wi:!!. fif/en Zentrum wie Paris haben sehr bekannte zionistisch- Persönlichkeiten in einer Weise von der zionistischen Leit.-i gesprochen, die die Leitung in den Augen der Weh her;,!’, setzen mußte. Wir mußten fürchten, daß auch die cnglrc'״ Regierung cs schließlich satt bekommt, wegen des Zio!:;ä mits den ’ Kampf gegen diese Faktoren zu führe«. 0'v״a■; ich selbst gegen den Inhalt des Statement Bedenken h;.1! übernehme ich die volle Verantwortung dafür, daß u;.t״• diesen Umständen die Zustimmung gegeben wurde. Y eil in schildert die Haltung der palästinensischer Jeden,' die am meisten darunter gelitten haben, daß das Mandat nicht bestätigt war. In Palästina wurde nach Bckanr.'.wcrö.n des Statement erklärt, den Satz über die Einwanderung kCn״a man nicht annelimen und im übrigen soll die LciUng .. . dann zustimmen, wenn auch die Araber zusammen. D.a rü.(.' die Bestätigung des Mandates aut dem Spick stand, verstehen wir, daß die Leitung zusammen mußte. Redner <■;. klärt seine Freude über Ruppins Aeußerung zur Araberfr.a;; und betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit <t:n arabischen Brüdern. Das Verhältnis muß sich ändern, vor allem auch durch gesellschaftliche Annäherung. Wir müssen in e nem arabisch geschriebenen Organ die arabische öffentliche Mcinung entgiften und über unsere Ziele aufklären. Vierte Sitzung. Sonntag, den 27. März, 3'/* Uhr nachm. Schechter (Rumänien): Es Ist überflüssig, über das Statement zu sprechen, da .wir vor einem fait accotnpli stehen. Es ist auch überflüssig, die Leitung zu verteidige«, denn die Ursache der Unzufriedenheit liegt nicht in ־ einzelnen Ver• säumnissen, sondern im System. Die Exekutive Ist über die ganze Welt zerstreut, das Aktions-ComiU war nicht au:., reichend informiert und konnte kein Oeftihl der Verar.t• wortung haben. Die wichtigste Aufgabe der Konferenz auf politischem Oebict wäre es, ein Organ zu schaffen,_ das iur politische Arbeit verantwortlich ist und dessen sämt'iche Mit• glieder die Verantwortung tragen, die bisher auf zwei Männer konzentriert ist. Farbstein (Misrachi): Ich habe zunächst die Pflicht, der Exekutive die Anerkennung für die gigantische Arbeit auszudriieken, die sic zur Erzielung der Mandatsbestätigung geleistet hat. Doch kann ich den Wunsch nicht erfüllen, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen. Es sind große Fehler gemacht worden und sie müssen kritisieit werden. Als wir hierher kamen, erwarteten wir eine begeisterte Stimmung zu •finden, in Wirklichkeit _aber sehen wir nichts anderes nls Enttäuschung und verhüllte Ratlos!;׳• keit. Das ist kein Wunder, wenn wir sehen, wie das eng• Tische Kolonialministerium mit unseren Forderungen und Wün״ sehen umgeht. Die Einwanderung nach Palästina ist so gut wie gänzlich ein gestellt und man betont immer wieder, cs könne keine Rede davon sein, daß Palästina so jüdisch werden solle, wie England englisch ist. Es bestehen Gegen• sätze zwischen den! englischen Außenministerium und dem Koionialministerium. Der Völkerbund wollte uns, s» scheint es, den Schlüssel zum Tor von Palästina geben, das englische Kolonialministerium aber hat uns einen Schlüssel Regehen, der das Tor nicht öffnet. Wir sind überzeugt, daß unsere Führer alles angewendet haben, um günstigere Ergebnisse zu erzielen, doch ist es ihnen nicht gelungen. In normalen Staaten hat die Regierung ihren Weg vorgezcichnct, wenn sie ihre For• derungen und die Forderungen des Volkes nicht durchsetz.n kann. Wir sind noch kein normales Volk und können uns diesen Luxus nicht erhüben. Eines aber können wir {ordern: daß nämlich die Jalircskonfcrcnz beschließe, daß sie das Statement Churchills nicht anerkennt. Wjr tragen ja eme_Vcr• antwortung vor den kommenden Gene!•■•" i.'.T .7 ' t Isen hier nicht als einzelne Organisationen, sonuein a's Vertreter des gesamten jüdischen Volkes. Auch an der Verfassung von Palästina haben wir vieles auszusetzen. Insbesondere müssen wir uns aufs schärfste gegen die Handlungsweise der Exekutive in der Frage des Ehercchts wenden. Die englische Regierung hatte vorgeschlngen, für das jüdische Elmrccht da« jüdische Gesetz, in Anwendung zu bringen; Dr. Weizmar.n aber hat, ohne sieb mit den maßgebenden Instanzen zti verständigen, den Vorschlag abgelchnt und gefordert, daß nur dann das jüdische Gesetz gelten soll, wenn Mann und, Frau zustimmen. Das war ein Attentat auf dt: heiligsten Gefühle des religiösen Judentums, ein Attentat 1 הf die künftige jüdische Gesetzgebung in Erez-Israel. Hier war eine Gelegenheit, Fühlung mit geeigneten Vertretern der Orthodoxie zu finden, cs ist aber von der Exekutive versäumt worden. Es ist ein großer Fehler, den wir immer wieder begehen, daß wir nicht mit den Fordeningen der Orthodoxie rechnen. Darum haben wir nicht das Vertrauen zur Leitung, das notwendig wäre. Ich habe die Ehre, im Namen des Misrachi folgende Erkiäning abzugeben: 15״er Misrachi drückt der Exekutive Dank und Ancrkcnmmg für Ihre politische Tätigkeit aus, die zu dein Erfolge der Bestätigung des Mandates für trcx-Israel <11111 der Schaffung der Jewixli Agency geführt hat, welche dem jüdischen Volke die Möglichkeit zum Wiederaufbau seine! nationalen Heims in Erez-Israel geben wird. Mit Rücksieht auf die bedauerliche Erklärung der Zionistischen Organisation betreffend das Statement des britischen Koloniziministcriums über die britische Politik in Paiäitinr, sowie auf die durchaus falsche und unjiidischc Haltung der Esc• ״ kutive in der Frage des Personalstatuts in der künftigen Verfassung für Palästina bedauert der Misrachi, au dem Ausdruck des Vertrauens der Leitung gegenüber nicht teil• nehmen zu können.“ Ktcininann (Litauen, Kowno): Der Zim: mx« finkt trotz der unleugbaren politischen Erfolge 11׳. nie wc’:i.;c׳■ Resonanz hei den breiten Massen als jemals. Ag '• *.In! der Bewegung ist jeder Einzelne zum bloßen ivxuefThn er hcrnligedrückt worden. Früher war der Zionismus eine A!t staatsbürgerlicher Erziehung durch Ideen, beute ist der Idem• Kontakt verloren gegangen, aber auffälligcrwcise spi'nt die Leitung diesen Mangel nicht. Sic findet cs z. U. nicht für notig, ein Zentraiorgan herauszngebcn. Das Moment, das im Mandat zum erstenmal die hebräische Sprache offi/icli anerkamit wurde, hat sie nirgends betont, was mehr als ein Propagaiulafcblcr ist. Der Gedanke des jüdischen Weltkongresses und der Erweiterung der Jewish Agency ist im politischen Bericht durchaus nicht so ausgesprochen, daß Erfassung und lntcrcss'icrtwcrden der breiten Massen hiervon zu erwarten ist. Wir haben eine Exekutive, aber keine Fnliriing. \X ns wir brauchen, sind Ideen, sonst haben wir KCHi Volk, sondern stumpfe Steuerzahler, *ad nicht einmal f' 1א und Koni Renk da«. crrci Weg sic 1 die au «3 auf weit Volij die Sit« aus* äiuli der seid Mal hat Pall nad der Vis, ein Frn löst Vei last mb Ein Na! rcii fiki s.1fl '!: diese. O r ü n 11 a u m war begründet (Polen): Was wir 1917 erreicht haben, in einer giin.sli^vu politischen KoojunU'.ir