Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 68 (29.8.1922)
- Date
- 1922-08-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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f lf~vy H i.1 k׳ )t,\ V,y#f it , \ (1 , Uil **mi*sit £ »tJtlA *ak Nummer 6 Lrscheint in zwangloser Folge Berlin, 29. VIII. 1922. ►cii u-e schlösse 11 tiiirc'1 nt reffe!! r Inter, Mi?11 de ,n einer 0י.נ ־•״'Üsdic Urteils e Ode, llS-ii non rfol;׳ ist können »ciuifien '? oder ״ eines obl'.'ms, fremder ei *war tg, den » niclit!teil — leider Uv st;11, um;:., t 11;!er. K’f.'ni;. ר pro. Dienste es R;, •3 muü :k.drii 1b er. :111:1.us .,.c. die 1; r.r« isdien. tö im ,11׳ :n, w3 dis!: rc* d i 11 WU'.CI» 'CSt.UlJ Nie!!:« 1. :> CtVisje Ir. ׳, :r das;11J si es lür lütll.C 1 n;:1r. jralu* um. 11׳, ncrika uni 1 cu.« r dtה־ istlse'.i sk'in‘. Das •!1:!t Ciuh'11 niiger 01 L־r V.״)!!. itsrm . ID ttncr arioat, n. n>•: etwas rilit. dal. s,! Pa• von *antie Aua* Inter-;runff , u1:׳i 7e.v-!mau* lisc!!.’ 1 die heule cr/!s. tor.i'• : die;Iran* 'orin, An* ekelt, her:’, •111״ ici'.cu irden Die heutige Nummer der Pa 1 ä s ti n a ■ Be 11 K,schein♦ nur Po Nr. 5. a ge Umfang von 2 Seiten, als Nachtra! Städtische Kolonisation Die wirtschaftliche Lage in Saffed Die jüdische Bevölkerung von Saffcd, die vor dem Ciicgc noch 8000 Seelen zählte, ist während des Krieges;![di Seuchen und durch starke Auswanderung sehr vor- ־ihdcrt worden, so daß sie zurzeit (Mai 1022) nur noch 31100 ו.׳«־ Seelen zählt, von denen etwa zwei Dritte! Uhkenasim und ein Drittel Sefardini sind — Unter t;.f ig'smücn Bevölkerung der Stadt, die außer den Juden roch etwa 800,) Mohammedaner und 2000 Christen zählt niclicn die Juden zirka 30 «/» aus, ’ Dun-11 die Auswanderung nach Amerika, welche' viel n,ht Männer als Frauen aus Saffed hinausführte Ix•- :den sich unter der jüdischen Bevölkerung viel mehr innen als Männer, u. z. besonders ältere' Frauen in 11 r großer Zahl. Die Wählerlisten für die Wahl des liuhcii Oetm׳i1nIc-70rst1־mk:s im Mai 1920 efe;'Ue;mdichcn Juden über 20 Jahre enthalt«!, weisen nur;י> \v;thler auf. Die Zahl der Schulkinder betrügt 1111■ :;ialir 8!K), davon 450 in den hebräischen Schulen des VC,1,111 liachimich der Zionistischen Exekutive, 250 in;\t Schule der Alliance Israelite und 100 in Chedarim. I!1 einer Besprechung, die ich mit den Bankiers und :1; grollten Kauilciitcn der Stadt hatte, wurde allgemein , , , , .. im Jahre 05, cm :eh welche Saffcd seine Rolle als Etappe auf 1i;r Straße Akko—Saffcd—Kinctra—Damaskus zun! noßen Teile cinbüßtc. Es kam hinzu, daß während in c::1 übrigen Teilen Palästinas auch unter türkischer Verwaltung wenigstens einige Hauptverkehrsstraßen 1m- 1::Inite!1 wurden, Saffcd ohne jede Fahrstraße blieb um! er Zugang mir auf Reittieren auf gefährlichen Gcr״׳״snfaden möglich war. Dadurch wurde auch das ugere Hinterland von Saffcd von der Stadt abge- ',1!־ nitten, und andere besser gelegene Plätze wie Rosch pmah und Tibcrias traten mit ihm in erfolgreiche Konklirren z. Den letzten Stoß hat der Mancld Saffcds durch das nmc englisch-französische Grenzabkommen erlitten, wo- ,;!:di Saffcd seine 1 laupteinnaliiiieipicllcn, nämlich den urjxld mit den Beduinen im liauran verlor, da der liaiirnn zur französischen Zone gehört und für die rcriinr.cn die Ucbcrschreitung der Grenze mit Zoll- und anderen Schwierigkeiten verbunden ist, so daß sie nicht mchrjiadi Saffcd kommen. Ein Zeichen des Niedergangs von Saffcd sind die '!clrn_ lia'b verfallenen und unbewohnten Häuser. Wäh-! [®'ח! ו׳׳ allen übrigen Städten Palästinas die voihamlencn 'V׳cl111r;i 11 tue den Bedürfnissen nicht genügen, ist in Saffcd na Ueberiluß vorhanden. Die Wohnungen befinden sich ■־•»er infolge der jahrelangen Niclitbcmrtzung in sehr s:nlccl1!em Zustand. — _ Die Juden in Saffcd sollen in “tr, Stadt insgesamt nicht weniger als 1000 Häuser besitzen, von denen sich allerdings nur ein Bruchteil w bewohnbarem Zustand befindet. Ix gibt unter den Juden dem Berufe nach' etwa '50 K.auticiilc und kleinere Ladcnbesitzer, etwa 50 Hand- Werker, etwa 20 Milchiger (Leute, die von 1—2 Milch- W:hn leben) und etwa 20 —30 Mukerim (Leute, die «en Transport auf Lasttieren von. Waren und Reisenden besorgen). .. Öc Lebenshaltung in Saffed ist billig. Eine Faplie (von 5 Köpfen) eines Handwerkers oder Klein- ׳.׳ufm,ums braucht monatlich 6 bis 71/1 £ zur Bcstreihaß aller Bedürfnisse. Die Einnahmsq'uHlen der jüdischen Bevölkerung im Jüi e 1921 lassen sich annähernd wie folgt schätzen: (Jc!d cmlungcn von Verwandten in Amerika ,311 ihre Angehörigen r.« .. -• •—.« . --*£ 3000.— v1c.dse!1dungcn aus Amerika für Volksküche und Waisenhaus ..-*•• £ 20Ä).— ue.'dxiidungcn aus Amerika für ein Altenheim .. ..... .!-■ . ״. ...1000 £ .— Ccld eiuiungen aus Amerika für aschkcnasisclie Kole'.im *•» »•1500 £«•» •יי* י••-• י.— Ce.tlscndungen aus Afrika, Indien usw. für sef,irdische Kolcüm י• •••« **» י״—«£ durch die A. Z. M. U. 4 000.- £ 10000.- Hospital Cud,-( ( für Wagenpflege, Joint Distribution Commi'tce ••000 4 £••••«<. י•» •* . י•••• -•« י.- ucldciiinänge für Jcschiboth und Rabbiner £ 2000.- •1ch11'.t1l)Vc11;ion durch Zion. Exekutive und ALiatice .»*!־•n •t.,«.«» . . -.-£ 5000.״ Zu Zusainmctj £ 32 500.— esen Eingängen vom Ausland in Höhe ' 011 £ 32 500 lassen sich, wenn wir die ■״e0111־!c jüdische Bevölkerung als ökono- *j'rrhe Einheit anschen, noch die Vordi;.;de hinzurcclmen, welche die Juden '•׳cn arabischer Kundschaft haben. Es ״ de mir gesagt, daß die 200 Hand- '■v?1ver und Händler im Durchschnitt 100 verdienen, imd daß die Hälfte .11 ^er Verdienste von arabischer Kundschuft herrührt. Das ergibt also aus die'cr Quelle einen Verdienst von »•»£ 10000.- lt:Cr11׳ kommt Verdienst aus Handel mit den jüdischen Kolonien in der Nachbarschaft, der bei einem Umsatz von >r £ 10 000 geschützt wird auf 2000 £ *•< «■•־׳.- 1 erciit!!st der jüdischen Bankiers bei . Arabern ••*•*•».*-.»•-»•»•*—.».»•»•-£ 1000.״ Verdienst der 30 Mukerim von arabischer ,. Kundschaft-•״•’•׳•••־.000 1 £.•׳...״.- verdienst von 20 Milchigem aus Milch- P Odll (io! «*•*».•*•#*■* n*m *•500 1 £ «־.- Dieser Betrag von £ 48000 entspricht ungefähr den gesamten Ausgaben der jüdischen Uevölkcninj, die hei einer Ziffer von 3600 Seelen und jährlichen Ausgaben von 15 £ pro Kopf etwa 54000 £ ausmachen. Reiche Leute sind unter den Saffcdcr Juden 80 gut wie gar nicht vorhanden. Es wurde mir gesagt, daß die zehn größten Kaufleute zusammen noch nicht 10000 £ Kapital besitzen. Die Vcrkchrsverliältiiisse Saffcds werden sieh Insofern bessern, als in den nächsten Monaten bereit» die Fahrstraße von Tibcrias über Rosch Pin ah bis nach Saifcd verlängert wird. Damit wird cs möglich sein, Saffcd von Tibcrias am in einer Stunde im Automobil zu erreichen. — Gesprochen wird aucli von dem Bau einer etwa 45 km langen Straße von Akko nach Saffed. Es scheint aller, tlal! dieser Weg in absehbarer Zeit nicht zur Ausführung kommen wird, da die Rcgicrung ln ihrem Wegehauprogramm ihn erst unter die Wege dritter Ordnung eingestellt hat und «r nur wenit׳ größere Ortschaften berührt. Für eine industrielle Entwicklung Saffcds sind wenig Aussichten vorhanden. Am ehesten Ist vielleicht noch nti eine Zigarcltenimlustric zu denken, da in der Umgi'butig jetzt nach Aufhebung des Tabakmonopols der türkischen Tabakregie in der Umgebung von Saffcd mit dem Anbau von Tabak begonnen wurde. Eine kleine Zigarettenfabrik, die ein Dutzend Arbeiter beschäftigt, ist im letzten Jahre bereits hier begründet worden. — Von sonstigen Industrien, die als möglich erscheinen, ist noch die Wollspinnerei 711 nennen, deren Aussichten allerdings auch keine besonders günstigen sind, da 'die Beduinen des Haurangcbictcs ihre Wolle jetzt nicht mehr nach Saffed, sondern nach Damaskus bringen und Saffcd die Wolle nur aus der näheren Umgebung erhält. — Die Entwicklung von Gerbereien, für welche in der näheren Umgebung wahrscheinlich genügend Rohmaterial vorhanden ist, wird behindert durch den Mangel an Wasser, da die Trinkwasserleitung von Saffcd nur wenig Wasser liefert und die Stadt zum großen Teile sich noch des Zistenicnwassers bedient. Woraus dagegen in der Zukunft Saffed eine Ein mhmcoiicllo ziehen kann, das ist sein kühles Bcigklima, das kühler ist, als das irgendeines andern Ortes in Palästina. Die Stadt ist deshalb zum Aufenthalt für Erholungsuchende im Sommer besonders ״geeignet und wird, sobald die Fahrstraße nach Tibcrias fertig und gute Hotels und Pensionen vorhanden sind, sicherlich eine große Anziehung auf Sommergäste ausüben. Zur Zeit ist cs in Saffcd fast unmöglich, ein« curonäischen Ansprüchen entsprechende Unterkunft zu be kommen und die Errichtung eines guten Sanatoriums oder Hotels würde sicherlich ein lohnendes Ocschält sein. RP. Unsere Institutionen IV Die Arbeiterbank (The Workers' Bank Ltd. Die jüdische Arbeitsbank veröffentlicht die folgende Bilanz pro 31, Mai 1922. Aktiva: A*g. Pfd Kassa und Bankgutllaben -., — . 10,959.631 ״ Aklien, Außenstände und unverkauft ... .21,399.175 Diverse Debitoren: Ocffeutlichc Arbeiten 10,466,299 Landwirt*:!!. Betriebe 16,071.670 Kooperativen . mm 4,426 8 0 lüBtutioacn ......... . —... 1,388.2:0 Sonstige ׳*■«*■**# * mm Spesen: Grund ungsleostcn *•w•* 790.030 Betriebsspesen ........ 642,166 1,432.246 Inventar r•י.« . י.ז •*,•*־. «־ *. B>*.T * Mil 111930 Aktienverkauf und Inkassospesen .. 94.127 200.0J5 32,553.114 ~bO,55Ö.24'i geschaffen wird, k einen Arbeiter zu bcsclvä fügen. Dies sollte dje Freuixfc der Arbeiterhank und der jüdischen Arbeit in Palästina au spornen, für den Verkauf der Aktien dieser Bank eine intensive Tätigkeit zu entfalten. Zu der Bilanz wäre zu bemerken, daß es sonst nicht üblich ist, das Nominalkapital, sofern es noch nidit pladc*rt ist, 1x41 dnza!setzen und dagegen ,,imverkaufte Aktien" in di« Aktiva zu stellen. Jedenfalls geht aus der Bilanz Irervor, daß tatdidilich erst 8600 Pftmd für Akticnvcrkauf eingegangen sind, weshalb der Appell der Leitung an die Ocffe-ntlichkeit sdir am Platze ist. Denn da die Arbeiterbank nicht eine Koimiierzbank ist, die Depositen m großem Stil an sich zielvcn imd gewinnrddic Gcsdiiiffe aller Art machen kann, ist für sie die Hölic des Aktienkapitals vor» maßgebender Wichtigkeit für ihre Aktiondcraft. In der Hau|1isnd1e kann sic nur mit dem Aktienkapital imd daneben mit dem Darlehen der Zionistischen Organisation arbeiten. Vorläufig ar. beitet die Bank hauptsächlich mit diesem Darlehen von gegenwärtig nicht ganz 27.000 Pfund. Eigcnkajiita! (8600) und Depositen (7500) machen dagegen nur zirka 16.000 Pfund am Die zionistische Hypothekenbank Am 17. Mai wurde die O ni nd ungsversam mhmg der von der ZVmiptischen Organisation gettriindcten Hypothekenhankr ״Tlic Pakf;tme Gen cm! Mortgage Bank“ abgchalten. Zu Direktoren wurden gewählt: I>r. Ruppin (Vorsitzern!er), A. S. Hooficn, 11. Sacher, B. Rosen« blatt, Israel Rosoff, J. Schapiro und Michael Poüakoff (MManager). Die Bank wird ihren Hauptsitz in Tel- Awiw haben. Sie beabsichtigt 6—7 prozentige Pfand» bricfc ausmigcben. Die Tätigkeit der P.L.D.C. Am 21, Mai fand die Hauptversammlung der P. L. D. C. statt, Dem erstattetem Bericht für 1921 ist zu entnehmen; Landkauf 1921: Landkauf 1921: Ländlicher Boden: 83 OSO Dunnm inn 366 373 äg, Pfd. Städtischer Boden: 1 276 532 m um 52 23S ״ ״ zusanun'en 413 031 äg"Pfd. Noch nicht abgeschlossen« Käufe: Anzahlung auf Landl. Boden 19 301 Anzahlung auf städt. Boden 14 274 33 575 ״ ״ An J. N.-F. ״ amlcre Gesell sch. ״ Private 53 249 Dinuun 8000 132 207 ag PhC 1914629 m ״ 49217 61 249 Dunain 1 963 876 m Die Ausgaben betrugen 4006, der Nettogewinn 2000 äg. Pfd. Die Dividende wurde, wie hn Vorjahr, mit 6 0/0 festgesetzt. ~ Eine neue Bank Die in Nr. 4 erwähnte neue Bank der Brandejs- Gruppe ist unter dem Namen ..Tbc Central Bank of CGoopcrafivc Institutions in Palestine Limited“ mit einem Kapital von 100 000 Pfund registriert »vorder. Direktoren and: O. E, d’Avigdor Ookkchmid (fCA), Alexander Landerco (Joint D. C.), L. Rosenbloam (P. D. Conncii), Walter S. Cohen (Economic Board). Man.a c״ ist A. L. Eastermann (Jerusalem). 000 30,000 .■•« .*״•«■ .»•» . m. .. 20,712.500 «•• •1 «•!«•.T■■«•!... ■< .1•*•» ‘ •1 _• . ..«״ ... 7501 435 1,381 402 ׳906 954 Zusammen £ 48 000.- Passiva: Grundkapital (Bauakilen) Darlehenfonds der Zion. Org. Depositen ... ., Durchlaufende Beträge Zinsen und Provisionen 60,550.243 Im Verlaufe der ersten sechs Monate ihres Bestandes gewährte die Arbeiterbank die folgenden Darlehen: Aeg. Pfd. 3S Darlehen für öffentliche Arbeiten über zus, 26,504.282 32 . an städt. Kooperativen über zus. 8,275.900 51 ״ ״ landwfrtsciiaftl. Bel riebe zus. 23,652.350 12 M ״ verschiedene Institutionen zus. 1790 035 Zusammen... 00,122.0^17 Hierauf bereits rückbezahlt..... ... ...■ 27,569453 Verbleibt pro 31. Mai 1922 . 32,553.114 Die pünktliche Rückzahlung der Darlehen ist unter ,indcrem auch durch die Rcgieruugsvertriige, Garantie• briefc der Zionst'isdieii Organisation und dergleichen r-icliergestdlt, so daß die Arbeiterbnnk nicht blaß ohne Risiko' arbeitet, sondern auch die Möglichkeit hat, das wotvcmli're Betrieb;kapital für neue U11terncl11mm׳rcn beizusteilen und dergestalt die jüdische Arbeit in Palästina zu fördern. Die gewährten Darlehen für Häuserbau, Landwirtsclinftüelie Betriebe usw. haben zur Vermehrung des Wirtschaftsvcrmögcnj beigetragen. Dank ihnen wurden Arlw!{vn5־riid1k<'itm für neue jüdische Atbcltcr gc* schaffen. ' Die Zahl der Arbeiter, die ■bei den mit den Mitteln der Arbeilcibauk geförderten Unternehmungen 13csci>af!i •׳un׳״ nefunlen ha!»er, betrug mehr als 2000, Die Erfahrung des ersten halben Jahres lehrt, daß das Bankkarital׳ viermal jäiirlich umgesetzt wird, so daß durch 4 ägypt Pfund Aktienkapital die Möglichkeit Die!nnJwirtschaftüclic Versuchssia‘.:ou Da die Klimata in Palästina aufleronJentlich verschieden sind, mußte die Versuchsstation an mehreren Punkten arbeiten. BiTier sind drei Stationen in Tätigkeit: Ben Shcmcn (für die Shefclalicbcnc), Mcrchawja (Esdrafoncbcne) rmd Dagania (Jordantal). Mangels Mittel konnte die geplante Station in Her Scba noch nicht eröffnet werden. Die Zahl der Versuche auf jeder der drei Farmen erreicht schon die Ziffer von 1500 bis 2000. Die Organisation ist folgende: Botanik und Akklimatisicrung: Prof. Wa rbu rg. Farm bet rieb: P. Wilkansky. Pflanzenzucht: Dr. Pinn er. Agronomie: Wllkansky. Aprardicmie: Dr. O. Treidel und Dr. M ent sch iko w s ky. Entomologie: Dr. Bodenheim er. Pflanzenkrankhciten: Dr. J. Reichert. Direktor ist Piof. War bürg, VLzedirektor und Leiterder Versuchsstation J, Wilkansky. Außer den drei Stationen wurde eine Zentrale in einen! dazu geeigneten Gebäude in Tef-Awiw eingerichtet mit Laboratorien für Chemie, Prlanzenpathologic usw., Sammlungen für Pflanzen, ßibiioiltck usw. Es sind schon verschiedene interessante Resultate erzielt worden, Versuchsfelder gehen 2<00 kg Weizen und 4000 kg Gerate per Hektar, drei- bis viermal so viel wie der DarclischKütsortra״ im Lande. Ferner wurden mehr als 300 auswärtige P.lanzcnsorlea - au? Kalifornien, Sädeuropa, Nordafrika — ansgeprobt, teilweise mit sehr guten Resultaten, ebenso wurde die Sortenauswahl gel'ßegt. In Dagania wunde ein wichtiger Versuch mit Zuckerrüben durchgcführt. 3 Kolonien als selbständige Gemeinden. Rischem Z:on, RcHiobofh und Petach Tikwah wurden re’bstänaige Ortsgemeinden mit Bcstencrungsrecht anerkannt.