Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 68 (29.8.1922)
- Date
- 1922-08-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*■ 68 Krank, macht?!״ ic!־ ״־»da( | Ration | *a fo״r. | Juden 11 Oäiue I 1«״״ne | na ija,!׳ ז, Und er. und Iiehkeii lanches Flitter, hinein. Wir nd der or den 1 jetzt, seinem nahm, e Ver. g aber 11c des Durch,!geben ließen, Man• stände, e, die en der ewicli- Wir, J viel-!essen, atneri•;k der ameri• nacli ו dem d wir i sehe 11 Dienst, icrücli ׳hafter Jcescn geben isclien ■ viel, hiclite kleine erlcf.t Jeher. Stand■ l(<m. reute, all; in d der Dieses ־, <!lit nclrin, Ischen Dia ״volle mieii. satioa htung id icli ו zu oritit insch, sein an/cr» Alles, ufbr.'A seine sdi-'r n, in i d:r damit 1 er- Wir , mH •o Den!׳nl ihre ein! iticii. rs!:־> lurcli Ins• e;se« r.eimbc, iesen Wir I!c• sind dein! ,*:•׳11 wen. cke» jung csalfi e iifl c m Nr. 68 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 453 den soll. Darin Hegt alles, was ich dem arabische״ Volke jetzt in dieser Stunde saßen kann. Trotz der Feinde werden wir die Brücke zu ihm schlagen. Im Aufhau von Crez-Israel liegt auch die Gewähr für den Aufrtieg des arabischen Volkes. Ich will Sie nicht länger aufhalten. Wir gehen an!"!!"ס Arbeit mit dein vollen Bewußtsein, daß wir einen schweren Weg zu gehen haben, daß wir gewappnet :.■״ >';׳oiocii mit Geduld und Ausdauer, daß wir 1 I: •׳>i’nifini'.ea du״r',1,־׳!!machen lialvn werden. Und da muß ich denen, die in den vordersten Schützen- [,;;:hrn unserer Bewegung stehen, den Chaluzim und ihn Pionieren sagen: Wir, die wir jetzt noch liier sind und vielleicht erst morgen mit ihnen sein werden, wir und 1'u׳! bewußt,■ daß sie den wahren Unterbau und den wahren Inhalt für die politische Formel schaffen. Vir sind uns voll bewußt, daß die Grundlagen des Mandates nicht durch Tinte lind Feder, auch nicht durch die politischen Anstrengungen der Führer gesdi.-iifeil weiden, sondern durch den Spaten und die Anstrengungen derjenigen, die heute auf den Feldern ta:d Bergen von PnliL.tma arbeiten, säen und wirken. Vir verstehen es und wissen cs zu würdige». ich schließe meine einfachen und kurzen Worte mit dem Wunsch, cs möge so kommen, daß wir uns dieser schweren Zeit und dieser großen Aufgabe würdig erweisen und daß der Geschichtsschreiber, der einmal dieses Kapital auf rollt und hincinblickt, sagen darf: es war eine Generation, welche ihr Bestes getan hat, um ihre Pflicht zu erfüllen. (Die Versammlung erhebt sich unter stürmischem Bcifali.) Nach Wcizmanms Rede gelangen zum Wort die an. wesenden Teilnehmer am ersten Kongreß. Ussischkin (licbräisdi): Wir sind vor 25 Jahren als Einzelne nun ersten Kongreß gekommen und als cir.« lieblicher, geeinter Körper von ihm weggegangen. Der große Meister, dessen Sie hier schon gedacht haben, lut damals das historische Wort gesagt: Zionismus ist vier wendende Staat. Meute, wo wir die Maadatsbcstäti• gtmg in Händen haben und am Tage des Jubiläums, müssen wir Rtns die Frage stehen: Was waren wir da.!11:13 und was sind wir jetzt? Idi übertreibe nicht, wenn ich sage, daß wir heute einen großen Erfolg haben, den vielleicht damals nur einzelne Ausenvahlte erhofft habe». Vor 25 Jahren waren wir eine kleine Gruppe, beide and wir eine große Organisation, die nadi Hunderttausenden zählt. Durdt eine Handbcwcgung von dieser Tribüne aus werden Millionen unseres Volkes in Bewc«;,;;:1g gesetzt Vor 25 Jahren hatten wir ein Heiliges Land, dessen Besitz wir zwar beanspruchten; ,kein anderer aber wollte dieses Recht anerkennen. 25 Jahre sind ver. flössen und nicht die eine oder die andere Macht, sondern alle Völker und alle Regierungen anerkannten das Recht unseres Volkes auf unser Land. Vor 25 Jaliren hatten wir eine Sprache, die bloß Besitz einzelner Auserwählter war, die Sprache des Gebetes und der Bücher, cd me jede Anerkennung;!reute narb der Mandatubcstätigung ist sie eine offizielle Sprache unseres Landes. Das Volk, das Land, die Spradvc anerkannt: das ist der Erfolg, dc;1 wir im Laufe von 25 Jahren errungen liiabeu. Wenn wir ancii auf der einen .Seite in tiefer Trauer sind ob der 200 000 Juten, die im Laufe der letzten Jahre ver« rechtet wurden, sind wir doch voller Hoffnung. 40 Jahre ז in־J von Pinskcr bis heute verflossen, Jahre der Wüsten. Wanderung, aber es gab such die Stimme eines Rufers in der Wüste. U;1d wenn wir das alles licirte erreicht habe», ist cs nur die Folge unserer Geduld, unseres Glaubens und unserer Liebe. Rüsten war uns heute mit diesen drei Kräfte:!: Glaube, Liebe und Geduld. Mögen manche von euch das 50 jidmge Jubiläum unserer Be- W'cgmig erleben, als jüdische Bürger im Lande Israel. (Beifall.)' ' ' '־ 1 ׳ ־■׳.׳ M o t z k i n: Gcdiirle Oesinmmgsgcniossteta! Wir sitzen heule hier in Karlsbad in einem sclir kleinen Kreise von Zionisten, und wir saßen vor 25 Jahren auch in einem kleinen Kreise von Zionisten. Der Unterschied besteht mir in folgendem: heute, wenn wir liier mir ein kkincr Kreis sind,' haben wir das Bewußtsein, daß wir in jedem Moment den Kreis vertausendfachen können, daß wir in jedem Moment,- in jeder Stadt tausende rai Zionisten habe.:! können, die kommen wollen, um zu hören und zu vernehmen, was Zionisten von ihnen verlangen. llc'Jtc wissen wir, daß liinter jedem von uns tausende?teilen, hinter uns zusammen hundert tausende, damals wußten wir überhaupt nicht, ob wir nicht in eine Wüste Duausrcdcn, ob auch wirklich das jüdische Volk oder ein bedeutender Teil des jüdischen Volkes antworten wiid. Und es ist ein großes und erhebendes Bewußtsein, ",tnn wir den heutigen Zustand mit damals veigteidveii. Inzwischen ist uns das Glück zuteil geworden, daß ein '!׳eseatlicher Teil unseres Programms in Erfüllung ging. Gestalten Sie, daß ich Sic bei dieser. Gelegenheit daran erinnere, wie cs damals zuging, als wir das erste Mal über die Ziele des Zionismus redeten und darum kämpften. Uiul c<j jrab stünnische Kämpfe bei dieser Gelegenheit; Kämpfe darum, was in diesem Programm stellen sollte. Ls gehörte für uns ein ungeheurer Mut dazu, daß wir »im die Worte des Programms stritten, obwohl wir nicht wußten, ob wir einen Widerhall finde« oder ob es nur ein papierenes Programm bleiben würde. In diesem Aujcnb’.ick fand Tluoilor Herzl das richtige Wort, der die Formel gab: ״Ocffcntlich-rcditlich gesicherte Heim- Litte“. Idi will iiidit behaupten, daß wir alle wußten, das bedeutete, Icli mödite fast das Gegenteil sagen: «׳> v.'aicn sclir wenig«, die sidtdarunter etwa, Bestimmtes dachten. Jeder aber konnte hineiiikgen, was er wofite, uiul das war genug. Wir waren überzeugt, daß wir auf dieser Grundlage die Propaganda für die völkerrechtliche Sichening aufnehinen könnten. Seit Erreichung des Man- ‘Lates wird immer gesagt, der erste Punkt des Baseler Programms war die Sdiaffung der Heimstätte, und wenn wir um den Begriff der öffcn'.lich-rccUllich:« Sicherung kämpften, 90 kämpflcn wir um ein Amendement. Das Amendement zum I lauptvorsdil.ig w׳ar cs, das uns am ersten Zionistcnkwngicll in helle Aufregung versetzte. Und was wir heute erreicht haben, ist eben das Amendo ment, .ר!kt noch nicht die Hauptsache; sic ist es, die jetzt als Aufgabe vor uns steht. Als ich in London die feier« liehen Szenen erlebte, da 1ms das Mandat gewählt wurde, empiaiKi ich erst, welche Verpflichtung wir vor der Vielt übernommen 11ai.cn. Wenn wir erklären, daß wir als eine Kation unser LcIxm! in Palästina schaffen wollen, haben wir auch die Pflicht, dies zu bewähren, umso stärker, wenn mau uns das Mittel zur Erreichung des Zieles zugestanden hat. Als dis Mandat nach einer jener prachtvollen Reden Balfours im Völkerbtwd genehmigt wurde, hatte idi ein merkwürdiges Gefühl irwl den Eindruck, daß Balfour, dieser uns blutfremde Mann, plötzlieh fremd unter den anderen wurde, als «r für unsere Sache kämpfte. Il>cr Kampf, den er für uns führte, wird in der Geschichte unvergeßlich bleiben. Ich als einer der Teilnehmer am ersten Kongreß habe mich oft gefragt, ob wir das Recht haben, das jüdische Volk zur Freude und zur Zufriedenheit aufzurufen. Und idi, der ich immer wahriiaftig und radikal in meinen Forderungen war, habe mich gefragt: ist das die Antwort auf das, was du damals ersehnt hast? Und idi habe mir gcant« wortet: glücklich die Stunde, daß ich sic erlebt Italic 1 (Beifall.)' ■ •I Präs. Dr. Welz mann schlägt vor, drei BcgriU ßungstclegrammc im Namen der jalircskonferenz abziKemlen und zwar an ״dai Vater des Baseler Programms und Präsidenten des ersten Zionistenkongresses“ Dr. Max Nordau (Beifall), an ״den Vater der jüdischen Kolon;- sation in Palästina“ Baron Edmund Rothschild (Bei« fall) und au ״den Vatir des Mandates“ Lord Balfour. (Lebhafter Beifall. — Die Versammlung erhebt sich.) H, Farbstein (Warschau, jkklisUi): Auch id! gehörte zu dem kleinen Häuflein von Verrückten, das vor 25 Jahren nach Bösel fuhr, um dort Erez Israel für das Volk Jsracl zu bekommen. Es wurde gesagt, vvir forderten das Land, das Volk und die Sprache. Uns, die ortlnxloxc Jugend, führte noch cir.es hin: vvir fühlten, daß die Thora ebenso im Galuth sei wie wir uiv.l daß vvir sie nach Ercz Israel zitriickfülireu müßten. Wenn hier gesagt wurde, wir seien des Widerhalls nicht ganz sicher gewesen, so hatten wir Vertreter der Orthodoxie die große Hoffnung und volle Uebcrzcuguug, die ganze jüdische OrtlKxIoxie werde sich uns anschlcCcn. Leider ist cs nidit 90 gekommen, die Orthodoxie hat uns aus. gelacht. Zwei imocrer Größten, der sei gc Rabbi Samuel Mohilewer und Rabbi Reines, hatten den Mut, gegen die ganze kämpfende Ortl!o׳.!o;;ie aufzutrekn. Als wir von Basel zurOckkamcn, lachte man uns aus und fragte uns, ob vvir schon den Messias gebracht hätten. Jetzt, nach 25 Jahren, werden vvir die dani.-.llgen Zweifler nidit aus. lachen, sondern als Brüder zu ihren kommeri und sagen: Erez Israel ist dem jiidisdicn Volke gegeben, kommt und arbeitet mit um an der Entwicklung unseres Volkes, unseres Landes und der großen Zukunft. 1 Dr. Wilcitsky: Ich erinnere mich׳ an das Bild des ersten Kongresses: ein paar graue Köpfe und eine Schar von jungen. Und obwohl 25 Jahre vergangen sind, sehe idi in dieser Konferenz wieder dasselbe Bild: ziem, lidi viel ergraute Köpfe und viele junge schwarze. Das ist unsere größte Gciiugiuung und unsere größte Hotfnun״: Wir Alton können rulrg gcljcn, ,wir haben eine Jugend, vvir haben ein Volk. ■ ■ : Dr. Sehalit (Wien): Ein so ungeheueres Erlebnis wie Basel trägt man am besten in sich. Für den Einzelnen ist cs gut, zu vergessen, cs ist aber die größte Stärke einer Gesamtheit, nichts und niemals zu vergessen. Die Erinnerung ist das Kraftcrcscrvoir für ein« Gemeinschaft, so will icli nicht mit Wehmut an Basel denken, sondern um die Kontinuität Unserer Arbeit zu erweisen, Basel war für uns die Errichtung der ersten Kraftstatkm im Galutli. Ob Ussisdikin und Motzkin aus dem zerrissensten Rußland nadi Basel kamen oder Go wen, Zangwill und Greenberg aus dem freien EngLind, oder wir jungen Wiener, die in töricht-jugendlidicr Weise glaubten, im Zweikampf die Ehre unseres Vo'kes ertrotzen zu können — wir alle waren nichts anderes als der Ausdruck der alten jüdischen Kraft und was wir in Basel sdiufcn, die Organisation und das Programm, war Schaffung neuer Energien aus alter Kraft, 23 Jahre sind wir diesen Weg gegangen, den unser großer Meister, das Symbol von Kraft, Sittlichkeit und Schönheit •uns wies, uu׳J denselben Weg gehen weiter die beiden Männer, die das jüdische Volk neben Herzl nennen wird. Das Kapitel von Basel ist zu Ende und ein neues Kapitel beginnt Die Arbeit ist schwer und weit ist der Weg. Unsere Aufgabe ist es, aus der großen Flut nationalen Stolzes, die die zionistische Bewegung entfesselt tut., neue Euergien zu ziehen. Das Werk, das wir aufbauen, ist ein Werk der Sittlichkeit. Aus der Einheit von Volk und Land werden neue sittliche Energien für die Menschheit er. wachsen, Feiern wir die Erinnerung an Basel durch kraftvolle, ziel bewußte Arbeit. David Ycllin (Jerusalem, spricht hebräisch): Wir feiern heute ein doppeltes Fest, ein Fest der Erinnerung an den ersten Kongreß vor 25 Jahren, ein Fest der Gegenwart, der beginnende» Erfüllung. Vor 25 Jahren begannen vvir die Wiederbelebung des jüdischen Volkes zu sehen. Ein Weg führt von Basel über die Balfour- Deklaration, Paris, San Rcmo zum Mandat. Was wir im Traume sahen, hat sich verwirklicht. Daß die Maildntamiacht die Verpflichtung auf sich nahm, ein jüdisches nationales I leim in Ercz-Israel zu errichten, das ist schon ein Stück Verwirklichung, ist schon Tatsache, ist sclion Erfüllung. Wir danke« sie der großen, uucnniklliehen Arbeit unserer Führer, der Arbeit in Amerika und England, allen Schwierigkeiten und Hindernissen zum Trotz. Jetzt müssen wir nochmals den großen Rirf an das Judentum 0.n:cl1rn lassen: Wer mit arbeiten will an der Errichtung der 1 leiinst.iite in Palästina, der komme und arbeite mit uns. De Stunde der Arbeit ist gekommen und diese Arbeit soll niemandem zum Bösen gereichen. Das arabische Volk ist unser Bruder- Brudervolk, die Arbeit des Aufbaus soll in Frieden und Zusammenarbeit erfolgen. Dr. Walter Kohncr (Karlsbad) begrüßt die Jahreskonferenz im Namen der Zionistischen Landes- Organisation der Tschechoslowakei und des Vereins ״Zion“ in Karlsbad. Dr. .W e i z m a n n legt den Vorschlag des A.-C. vor, ins Präsidium der Jahreskonferenz zu entsenden: Obcrrabbincr Chajes, Dr. Schmarja Lev ln, Rabbi'Meier Berlin, Louis Lipsky, David Yellin, Levin-Epstcin (Misrachi) schlägt folgende Liste vor: Dr. Chajes, Berlin, Dr. Hantkc, Yellin, Lipsky. Dr. Hantkc protestiert dagegen, daß er, ohne gefragt zu werden, als Gegenkandidat gegen Dr. Levin aufgestellt werde. Lcvin-Epstein ändert seinen Vorschlag ab, indem er die Nominierung Dr. Hantkcs zurückzkht. Hierauf ward der Antrag des A.-C. mit allen gegen 8 Stimmen (des Misrachi) angenommen. Vom Präsidium der Jalircskonferenz wurde ein Begrüßungstelcgramm an den Präskienten der tschechoslowakischen Republik Prof. Masaryk abgesandt. Schluß der Sitzung 12 Uhr 50 Minuten. Zweite Sitzung. Freitag, 25. August, nach mittag!. Vorsitzender Obcrrabbincr Dr. Chajes dankt im eigenen Namen sowie im Namen seiner Kollegen an Präsidium für die Wahl und würdigt in längerer hebräischer Ansprache die Bedeutung der Jahreskonferenz. Er weht darauf hin, welche große Reife sclion der erste Zionistenkongreß bewiese« hat, der, obwohl Herzl zuerst den Gedanken des Judenslaatcs konzipiert hat und obwollt der Gedanke des Judenstaates nicht aufgegebem wurde, dennoch in weiser Erkenntnis des Möglichen schon damals diejenige Formulierung unseres politisehen Zieles gefunden liat, die heute noch sich als geeignet erwiesen hat, in ein internationales Dokument aiifgcnommcn zu werden, Redner betont, daß die Hauptaiifgabc der Konferenz d׳fe Organisation der Kräfte de* jiidisdicn Volkes für die Aufgabe des Aufbaues de* jüdischen Palästina ist. Hierauf erteilt der Vorsitzende das Wort dem Präsidenten der Organisation, Herrn Dr. Wcizmann. Dr. Weizmann: Wir haben im «allgemeinen einen Bericht über die Täfi״Uelt der Excku'ive, n'cht einen pnlitischen Bericht veröffentlicht, sondern die Hatiptdokumente, die die jetzige politische Situation beherrschen. Ich will nur einige Bemerkungen daran knüpfen und einige Fragen berühren, die allgemeines Interesse verdienen. Eine historische Schilderung auch nur des letzten Jahres zu gehen, würde zu weit L.Iiivm. kl» möchte nur im n'heir.er.eu Inter.-s״.•! ־..־gen, daß dieses Jahr seit dem letzten Kongreß unter dem Zeichen eines schweren Kampfes stand, unter dem Zeichen der Abwehr. Es erstanden Feinde in ganz unerwarteten Lagern, und cs entstand eine sehr lange Front, die man zu bewachen hatte, eine Front, die geograpilisch von Brasilien bis nach Jerusalem reichte. Nicht im Sinne einer Polemik, sondern als Mahnung und Warnung für uns alle mödite id» bemerken, daß unter den vielen Feinden nidit die letzten und nidit die sdnvädisten unsere jüdischen Feinde waren. Wir wollen naclisiditig sein mit den niditjüdischen Feinden, deren Feindsdiaft oft aus Unverständnis hervorgeht, wenn wir bis auf den letzten Augenblick von Juden aufs schärfste bekämpft wurde». Dres ist alles, was idi über diesen Punkt sagen will. Es ist «alles nodi zu nahe, die Wunden sind vielleicht noch nicht ganz vernarbt, und man kann noch kaum unparteiisch darüber reden. ln meiner einleitenden Rede habe idi viellcidit nidit genug die Verdienste von Gesinnungsgenossen und Freunden auf verschiedenen Punkten der langen Front gewürdigt Ich unterließ es, weil cs eine zu lange Liste wäre und wir nidit dazu da sind, um einander Komplimente zu madicn. Dodi mödite ich auf eine Sache Hinweisen, die große gesellsdiaftlidie Bedeutung hat, In dem schweren Kampf in England stand uns die Arbeiterpartei zur Seite, ein bedeutender Faktor im englisdien Leben, der in die Zukunft blickt. Wir haben es unserem linken Flügel zu verdanken, daß Verständnis und Sympathie in diesem Lager hervorgerufen wurden, eine Tatsadie von eminenter politischer Bedeutung. Die jetzige politische Situation stellt im Zeichen zweier wichtiger Dokumente, des Mandats und des englisdien .Weißbudis, in welchem die zeit- »!'!!f &«.