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Jüdische Rundschau · 1922-08-25 · Heft 67 (25.8.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 67 (25.8.1922)
Date
1922-08-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Seite 445 5 I:־ז£י*>• nachm, ,5־י׳ L. Bau rat Pr;!.;, 1 aus rscliau, R ■und nt zur Base!, falls nanti :s un. amenranke!! it «ml rs er. a dar׳ Inter, isdieu le des * eine ästina 1crs״j. r!0• n, so 1 dem 1ach u:־.d na:: nt aczug I Cer.: Frau c.b;1 iv.r־,' 1G״. are an der •erteil nd, ist, cn, die die 5knd es. Nr. 87 JUEDISCHE RUNDSCHAU ,Wie ilim und Ihnen bekannt, befinde ich mich auf dan entgegengesetzten Standpunkte, welchen icli seit jeher eingenommen habe. 1 ’ l)r-, 1 lc17• "«״seht, daß möglichst viele Ihrer Lands-!eilte sieh aa dem Kongresse beteiligen. Ich weide seiner Umladung nicht Folge leisten, weil ich von der Anschauung ausgehe, daß ich mir meine Gesellschaft sobald ich cs vermag, sorgfältig auswühle. . ’ Audi lasse ich an idealen gemeinnützigen Bcstre• bangen, ja selbst an der Diskussion solcher Fra^n stets nur Personen teünchmcn, welche sich von um-igen■ uützigen Absichten leiten lassen. Das dürfte am Kongresse leider bei der Mehrzahl der Teilnehmer nicht der Fall sein. Grüßen Sic freunduchst von nur die Freunde, die ich in kurzer Zeit lieb gewonnen habe, insbesondere den von mir hochverehrten Präsidenten, Herrn Abraham Grimberg, und nehmen Sie die Versicherung warmer 1 rcundschaft und aufrichtiger Hochadttung entgegen von Ihrem ergebenen gez. W. Wien, den S. August 1807. S t i a s s 11 y. Pogrome in Kaltowiiz In Polnisch-Oberschlesien, vor allem in Kattowitz, haben in den letzten Tagen Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung stattgefunden, die einen grollen Umfang angenommen haben. Der ״Lokal-Anzeiger׳• schreibt darüber: Beuthcn, 22. August. Gestern nachmittag bcginnen in Kattowitz Judenverfolgungen, die bis in die Nachtstunden hinein dauerten; die Ruhe!;.־nate erst allmählich wieder hergestellt werden, als ein starkes Polizeiaufgebot in den Straßen erschien. Anlaß zu den Ausschreitungen gab die Behauptung, (ir.fi die Juden, vornehmlich die nach der Abtretung iim Polen und Galizien nach Kattowitz gekommenen polnischen Ilandclsjudcn, die Teuerung i׳.n abgetretenen ohersch’.esisehen Gebiet verschulden. Die j 1b;;1 wurden durch die Straßen gejagt und verprügelt. Auch einzelne Lebensmittelgeschäfte wurden gestürmt. In den Abendstunden drang eine aufgeregte Menschenmenge in Gastwirtschaften ein, warf die dort verkehrenden Juden auf die Straße und schlug sic; auch das Cafe Monopol wurde nach Juden abgesudrt imu die dort angetroffenen Handelsjuden mißhandelt. Ihn Mitternacht wurden auf dem Bahnhof drei Juden vom Pöbel gefaßt und geschlagen. Einer von ihnen vu.de au den Beinen gefaßt und durch den ganzen I!a!11!״:>l'srau1:1 und die Wartesäle hin und 11er ge« sii.iclit. Nach Mitternacht trat zwar Ruhe ein, aber brüte vormittag begannen die Judenverfolgungen bcsonders in denjenigen Stadtteilen von Kattowitz, von ne nein, in denen die Polizei nicht zur Steile war. Linzcine Juden trugen schwere Verletzungen davon. Das ״Berliner Tageblatt" bezeichnet die Vorg.'ingc als ״Teucrungskrawalle". Nach den uns vorliegenden Mitteilungen des J. C. B. haben die Pogrome in Kattowitz. sowohl in der Nacht sein Montag zu Dienstag, den 22., als auch am ganzen -Mittwoch, den 23. August, angchaltcn. Die Polizei kennte, obwohl sie mit Karabiner statt mit Pistolen bewaffnet ist, bisher der Lage nicht Herr werden, da sich die Piündcrcr, wenn sic an einem Punkte;■erstreut wurden, an anderen wieder sammelten. In der Teichstraße drang ein Trupp junger Burschen in tias Keüergeschiift eines jüdischen Händlers und bedrohte den Inhaber derartig, daß er aus Schreck einen I icrzsch'.ag erlitt und sofort starb. Man befürchtet weitere Terrorakte. Ausschreitung in Danzig Danzig. (J. C. ü.) Zusammen mit jüdischen Emigramen aus Polen sind auch eine größere Zahl chelualiger Angehöriger der Haller-Armee, die jetzt nach Amerika ziiruckwanüern, in Danzig eingetroffeu. Wie ciie jüdischen Emigranten erzählen, wurden sie während des ganzen Weges im Eisenhahnkoupe von den Hatlcrsoldalm gequält und mißhandelt; manche wurden blutig ge- ל ch'lagcn. Aber auch in Danzig selbst, wo die jüdischen Emigranten und die Hallcrsoldatcn in benachbarten llaracken untcrgebracht sind, drangen die Polen einige Male in die jüdischen Baracken ein und mißhandelten di•: Einwohner. Die Gesellschaft Ilias sali sich sogar genötigt, spezielle Wachen vor die jüdischen Baracken za s.eilen, um die Emigranten zu schützen. D.e Juden erklären mit aller Entschiedenheit, sic werden mit der I!;)!ler-i lordc nicht auf demselben Schiffe fahren, umsomehr als. die Hallertrupps durch ihre zügellosen Pojgroina ussch 1 ei tun gen zur Zeit der polnischen Mobilisation hinreichend bekannt sind. Antijüdische Unruhen in Mlawa Die Warschauer jüdischen Zeitungen bringen fol- Rcnde Einzelheiten über die antijüdischeu Unruhen, die sich in• Mlawa (Polen) ereignet haben. Sonntag, den 13. August, hatte die Ortsgruppe der P. P. S. (Polnische Sozialistische Partei) ein Meeting einberufen, in dem der sozialistische Führer Holubko sprach. Seine Rede wurde von der Versammlung ziemlieh ruhig angehört. Als er aber u. a. auch die jüdische Frage berühren wollte, entstand ein ungeheurer 1 wirm, der Redner wurde von der Estrade gezerrt, <;ie Versammlung gesprengt und die anwesenden polwischen Rechtsradikalen zogen durch die Straßen und verprügelten die vorübergehenden Juden. Am Nachmittag begannen wieder die Unruhen, die erst spät abends endeten. Die Polizei kam, wie üblich, erst nachdem der Mob sich verzogen hatte. riclit der BxcJsntlvc mm die J&foresEsoiaferenz Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat der iahreskonferenz in Karlsbad einen 157 Seiten starken Bericht über alle Zweige ihrer Tätigkeit vorgelegt. Der erste Teil des Berichtes, ״Das Mandat“ betitelt, gibt eine Vorgeschichte der Bestätigung des Mandates, dessen endgültigen Text sowie Auszüge aus dem Weißbuch der Britischen Regierung, die wir bereits in der ״Jüdischen Rundschau“ publizierten. Der zweite Teil dieses Berichtes ist ״Vc rwaltung und Organisation“ betitelt. Er enthält zunächst eine eingehende Darstellung der Zusammensetzung und Tätigkeit der Londoner Exekutive, deren Mitgl jeder, Wcizmann, Cowen und Lichtheim während der Berichtspenode in London waren, abgesehen von politisch bedeutsamen Reisen, die Dr. Wcizmann in der Zwischenzeit unternommen hat. Die Herfen So ko« low und Jabot! 11 sky waren bekanntlich den größten Teil vier seit dem Karlsbader Kongreß verflossenen Zeit in Amerika, wahrend die Herren Motzkin und Solo» weitschik durch ihre andersartige Tätigkeit nur zu gelegentlichen Besprechungen in London sein konnten. Die Palästina-Exekutive ist inzwischen entsprechend dem Beschluß des Kongresses durch zwei Vertreter des Waad Lcumi verstärkt worden, deren einer Herr Kalvarisky ist, während der andere XVIII. Delegierten tag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland am 11., 12. und 13. September in Cassel (Stadthalle) Allo vrflhlboroohUtfifm Grappon wordon ftafgefordort, *:»fort dlo l<amltmbo»trn£0 mor.n*ohiokftn. J>io 1>0Upiortonwählet! *iiul nur gültig, wenn ■io bia tarn 6. Bep. totubor gemohlot Hin«! \1ml ־wenn vorher di• MitglUdor* iiüou und Lfvuilosboit.rür;o ftbg*liefer1 wurden. Zionistische Vereinigung• für Deutschland Berlin W 15, Sächsische Straße 8 Postiehcckkonloi Berlin HOB! d. Zion. Vcrnlnlßnne f• I>0ot«0M»nd von den Vertretern der Arbeiterschaft zu benennen ist. I Das Londoner Büro zerfiel in folgernde Abteilungen: 1. das i politische Departement, über dessen Aulgaben die i Oeffcntliclikcit genügend informiert wurde. 2. Das j Presse- Departement, das in erster Linie politische i Arbeit zu leisten hatte. 3. Das F i na n z-Departement, | das zunächst für die Sdvekclgclder als dem finanziellen Instrument der z.ionistisclien Leitung als Kasse clieut, dann ai>er auch für die Vcnvcnd 11» g der durch den Keren liajessod aufgebrachten Mittel für die Paliistinaarbcit zuständig ist. 4. Das Organisations - Departement, «las den Verkehr mit sämtlichen Landesverbänden und Föderationen und die Sclickelsammlmigen ■führt, die Sitzungen vorbereitet, das aber bei der bestehenden tinan* ziehen Situation •nicht imstande ist, durch regelmäßige Entsendung von Vertretern die zionistische Propaganda in «len einzelnen Landesverbänden wesentlich zu unterspitzen. Dem Organisations-Departement untersteht das Berliner Büro der Exekutive, durch das die Möglichkeit gegeben ist, eine große Reine von Arbeiten billiger als in London durchführen zu lassen, Auch könnte «las Berliner Büro im Bereiche seiner Tätigkeit direkten ' Einfluß auf Organisation und Propaganda der Landes« Organisationen nehmen. 5. Das 1 m in ig ra t ion s - Departement ist nach Palästina verlegt worden, jedoch hat «lie Londoner Exekutive mit politischen Inimigrationsfragen auch weiterhin zu tun. 6. Ve rwa 11 ungs- Departement. Diese Abteilung hat besonders mit dem Informationsdienst, sowie mit den heute ziemlieh komplizierten Pa ß a 11 g c 1 e g e n he i t c n zu tun. Eine üchä’tcrlafel. die dem Bericht beigefügt ist, gibt «■inen Bewein für die Sparsamkeit, mit der in London gearbeitet wird. Während in der Zeit vom April bis Scptember 1920 monatlich zirka 3082 Pfund für Gehälter ausgegeben wunden, wurden im Juni 122 nur noch 1599 Pfund dafür verwendet. Die Zahl der Beamten wurde von der 1920 auf der Londoner Jahreskonferenz gewählten Leitung um 45 »/# vermindert, von der in Karlshad ucugcwäUlien Leitung um weitere 33 0/0, obwohl die Ucsnmtlätigkrit des Büros sich nicht vermindert hat. In der Palästina-Exekutive bestellt folgende Dcparieuicntstcilurig: U s s i s ch k i n, Vorsitzender, Governor von Nntronalfonds und A. P. C. und Erzichungs- Departement; Eder, politische Vertretung und Sanit.'itsweseii; Kupp in, städtische und ländliche Kolonisation, Governor der P. L. D. C. und Arbeiter!),ank, Ilircktor der Hypolhckciilx.nk; Professor Pick, Immigration; S p r i n z a k , Arbeits-Departement. Eine eingehende Darstellung widmet der Bericht speziell der organisatorischen Tätigkeit. Es existieren zurzeit 11׳ Landesverbände der Organisation, mit denen das Organisations-Departement in Verbindung stand, ferner bestand Kontakt mit 35 einzelnen Gruppen in Ländern, wo nach kein Landesverband besteht. Ebenso bestand Verbindung mit den Föderationen Misraclii, Ponle- Zion, ,Order of Aiiciont Maceabcans, Hitachduth und Zcnc-Zion. Reisen machten die Herren Dr. Wcizmann nach Deutschland, Frankreich und Italien, SÖkolow, Ja- Lotinsky und Goidsteiu nach Amerika und Kanada, Dr. Schmarja Lcvvin wach Afrika, Dr. Jacobson nach Dänemark und •Bulgarien, Dr. Wileiisky 'nach Südamerika, Dr. Hautkc in die Tschechoslowakei, Blumenfcld nach Rumiinicii. Hans Cohn nach Elsaß-Lothringen, Belgien und Luxemburg und Dr. Ben-Zion nach Mesopotamien, ln «kr üericluszcit hat das Organisatious-ldcpartemeut 26 Zirkulare an die Mitglieder des Aktions-Komitees, 13 an «iie Landes- und Somlerverbäridc und 14 au beide gerichtet. Seit dem 1. Juni erscheint ein Bulletin der Exc« kutive. Alle diese Publikationen erfolgen hebräisch, eng« liscli und deutsch. Die Wiedcrhcrausgabc des.^,Haolam“ ist bisher an finanziellen Schwierigkeiten gescheitert. Eine Reihe von Publikationen über den Kongreß, den Keren liajessod sowie politischer Art wurden herausgegeben. Für das laufende Jahr wurde an die Landesverbände 1 191100 Schekel versandt. Bis zum 10. Juli sind im ganzen bisher 213 232 Schekel nach London abgeführt worden, Da die Eingänge aus den Schekeln für die Bedürfnisse nicht ausre.chcn md die Keren Ha* ן icssoü-Eiiigür.gc nur für Palästina verwendet werden, I hat die Exekutive einen So n darbeitrag beschlossen, der pnoportione'J auf die Landesverbände umgclegt wurde. Die ersten Eingänge darauf sind bereits erfolgt. In eüvetn besonderen Abschnitt wird über die Tätig« k c i t des Aktions-Komitees berichtet und Prot» koile der inzwischen ab;;\־lMltc11ej1 4 Sitzungen des Aktions-Komitees mitgctcilt. ln einem Anhang zu diesem zweiten Teit des Bo richtes gibt der J ü «fische Verlag eine Darstellung seiner Tätigkeit. Der nun folgende dritte Teil des Berichtes behandelt die Finanz- und W i r t sc!1 a f t s i n s t i t ut e. Da über die Tätigkeit des Finanz- und Wirtschaftsrates bisher in der zionistischen Ocifentliehkcit nur wenig gehandelt worden ist, geben Wir den Bericht des Finanz« und Wirtschaftsratcs in extenso wteder; Bericht des Finanz״ und Wirtschaftsratcs Die Aufgaben des Finanz- und .Wirtschaftsrates der Ziniostischen Organisation wurden in den Bcsdilüsscti des Karlsbader Kongresses wie folgt umschrieben: ״Der Finanz- und Wirtschaftsrat hat alle Fragen wirtschaftlicher und finanzieller Natur zu prüfen, Plane auf diesem Gebiete ausmarbeitcr» und der Exekutive zur Beschlußfassung zu unterbreiten. Die Exekutive ist ihrerseits verpflichtet, alle Angelegenheiten, welche in dieses Gebiet fallen zunächst an den Finanz- und .Wirtschaftsrat zur Prüfung und Erarbeitung zu über« reichen.“ < ״Die Exekutive und das Aktions-Komitee sollen sich grundsätzlich der Einrichtung des Finanz« und Wirtschaftsratcs bedienen, um dadurch eine Koordi« nation aller finanziellen und wirtsehnftlidien Institu« tionen und Aktionen der Zionistischen Organisation her« zustellcn.“ Die Mitglieder des Wirtschaftsrats sind die Herren Dr. Feiwel Dr. Halpcra und 1. Naiditsch, die in allen in die Kompetenz des Rates fallenden An« gelcgcnhciten Sitz und Stimme in der Exekutive haben, ferner Dr, Barth, lug. Kaplansky.S.Schocken und P. Schweitzer. Der Wirtschaftsrat hat sidi Anfang November 1921 konstituiert und Herrn I. A Naiditsch zum Vorsitzenden gewählt. Die Arbeitsgebiete des Rat« wurden unter seinen in London wohnhaften Mitgliedern wie folgt verteilt: Dr. Feiwel — Keren liajessod, Hypothekenbank, Aktienwerbung für den J.C. T.; Dr. Hai per 11 —Banken, Verbindung mit anderen jüdischen Körper« schäften; Ing. Kaplansky — jüdischer National« Fonds, allgemeine Geschäftsführung. Laut einem Beschluß der im Juni abgebaltcnoa Plenarsitzung des Finanzurui Wirtschaftsratcs, haben auch die auswärtigen Mitglieder bestimmte Einzclaufgabcn übernommen, u. z. Herr Dr. Barth die Begutachtung industrieller Projekte; Herr Schocken die Kontrolle der Finanzgebarung der Pa* lästina-Exckutivc; Herr Schweitzer ist natürlicherweise der Vertrauensmann des Wirtschaftsrates für Amerika. Angesichts der Kürze der ßcriditsperiode — von November 1921 bis Juni 1922 — und der empfindlichen Wirkungen politischer und wirtschaftlicher Depression, unter denen die neue Körperschaft zu arbeiten hatte, kann der vorliegende Bericht auf wenige greifbare Ergebnisse binweisen. Von dem Komplex der Fragen und Plane, die den Wirtschaftsrat beschäftigen, seien nachstehende hex« vorgehoben: ■ ,! 1. Jordan- und Audja-Konzcssion. Mit der Ica. (Commission Paiestinienne) und mit Herrn Ruten« borg wurde «ine Verständigung bezüglich der Audja« Konzession, die Jaffa und die hidiiischen Kolonien mit elektrischer Kraft versorgen soll, erzielt. Eine Gesell« schaft mit einem Kapital von 100000 Pfund soll zur Uebcrnahme dieser Konzession gebildet werden. Der JCT. und die ICA beteiligen sich mit je 30000 Pfund daran. Für die Bildung der Gesellschaft und provisorische Verwaltung wurde ein Treuhänder-Komitee eingesetzt, bestehend aus je einem Vertreter des JCT, der ICA und Ing. Ruten borg s. Bezüglich der großen Jordan-Kon- Zession sind noch Verhandlungen im Gange. Die Beschaffung von 1 000000—1 300 000 Pfund zur Ausführung dieses weittragenden Planes ist eine finanzicll organisatorisch und politisch gleich komplizierte Aufgabe. Der Wirtseliaftsrat liat die Beteiligung des JCT, des Keren liajessod und des NationnItonds mit je 50000 Pinml dringend beiürwortet und die Zustimmtmg der Direktorien dieser Institute erlangt (die des J. N.-F. unter gewissen Vorbehalten). Auch andere iiidisclie Körperschaften haben ihre Beteiligung an dem IJn« tcrnchmen beschlossen: die ICA und der Economic Board for Palcstirvc mit je 100 000 Pfund, das Joint Distri« bution Committee mit 200 000 Dollar (zirka 45 000 Pfund) und der Palcslirie Development Council in Amerika mit einem ähiiHdien Betrage, ln den Vereinigten Staaten wurde sowolii von dem P. D. C., wie von der Zionistisehen Organisation eine Aktion für den Absatz von Vorzugsaktien eingeieitet. Wir haben uns bei der Behändlung dieser Frage von den folgenden Gesichtspunkten leiten lassen: vier nationale und gemeinnützige Charaktcr des Unternehmens muß gesteuert werden. Daher muß verhindert werden, daß die Konzession in die Hände privater Kapitalisten fällt, ln dem zu bildenden Konzern sollen jüdische Körperschaften und Gruppen den Ausschlag geben, die einen nationalen, gemeinnützigen Charaktcr tragen und gesellschaftlicher Kontrolle .unterstehen. Der Zionistischen Organisation, die als Jewisli Agcncv für die Bildung und den Charakter der Gesellschaft eine erhöhte Verantwortung trägt, soll über «len zahlenmäßigen Anteil ihrer Finanzinstitutc hinaus ein entsprechender Einfluß gesichert werden. Die nächsten Monate dürften die Entscheidung in dieser Sache bringen. , 2. Allgemeine Hypothekenbank Palästinas, Die langcrwartelc Gründung dieses Finanzinstituts ist in diesem Jahre unter stetiger Mitwirkung des Finanz- und Wirtschaftsratcs zustande gekommen. Von dem autorisierten Kapital von 200 000 Pfund hat der JCT 50000 Pfund übernommen. Es entspricht dies den KongrcDbescliltisscn, den JCT zur Mantelbank für alle neu ra schaffenden־ Bankinstitute zu gestalten. Das Aktienkapital so.l nicht angetastet, sondern als Reserve betrachtet werden. Die Bank wird mit 7 °/0 verzinsbarc Pfandbriefe herausgeben und ihrerseits mit ß.Vs 0/« ver-

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