Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 65 (18.8.1922)
- Date
- 1922-08-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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r Seite 432 eine Woche vorher angezeigt werden, und die Gckün* dipten haben das Recht, an das Schiedsgericht zu appcl- Heren. Wie der Streik nach Verlauf der 30 Tage end■ gültig beigclcgt werden wird, ist derzeit noch nicht abzuselie». Auf Seite der Arbeiter besteht die Tendenz, den Arbeitgebern etitgcgcnzukommen und ihnen vorzuschlagen, dal! sie in die Arlwitsnaclnveisstciic ihre eigenen Vertreter entsenden, um ihre Rechte bei׳ Zu- Weisung der Arbeiter vvahrzutiehmcn. Interessant ist cs, welches Echo diese Streiks in der arabischen Presse gefunden liahcn. ״Al Saba“ (der Morgen), das Organ der arabischen Effendis und der arabischen Delegation in London schreit natürlich, wie immer, IVolschewiki über dir, Palästina, und verlangt ton der Regierung Ausweisung der Streikenden aus dem Lande. "Viel interessanter aber ist die Stimme des — sonst durchaus nicht judenfreundlichen — ״Marat al schark" welcher schreibt: ״ln Europa sind Streiks keine ungewohnte Erscheinung, wohl aber bei uns in Palästina. Diese Zeit ist eine Zeit der Arbeit. Es kann nicht mehr lange dauern, und die Araber werden in der ganzen' Welt die Regierung in der Hand haben. Es ist nicht unsere Absicht, uns beute hierüber zu verbreiten, aber wir wollen unsere Brüder, die arbeitenden Araber, darauf aufmerksam machen, daß ihre Angelegenheiten solange nicht in Ordnung gebracht werden, solange sic nicht über starke Organisationen verfügen, die ihre Interessen schützen. Wird endlich der Tag kommen, wo wir eine Organisation der arabischen Arbeiter in Palästina er« leben werden? Ein solches Werk braucht einen großen Mann. Hier wäre ein Feld für unseren Führer Alfruki (ein bekannter Scheich aus Ramlch, der den arabisch« palästinensischen Kongreß geschaffen hat). Er sollte dieses Werk in die Hand nehmen. Wird er nicht einen Teil seines Eifers, seiner Zeit und seines Verstandes diesem Werk widmen? Wir müssen in Palästina eine Organisation der Arbeiter für jede Profession schaffe«. Ist uns das gelungen, 90 haben wir im Lande eine öffentliche Meinung geschaffen, mit welcher die Re« gierung wird rechnen müssen.“ Der Arbeiterkonflikt in Chederah Vorb. d. Red.: Nachstehende Darstellung geht uni von einem Mitglied der Kwuznh Chefzibah zu, das wir trotz seiner Parteizugehörigkeit als ob- 1 jektiv dcnlcetta kennen, Die Kernfrage der palästinensischen Kolonisation ist seit Jahren die: wie bringt man es zustande, den jüdisehen Arbeiter z\nn Komairrenten des arabischen zu machen, ohne daß dabei der Arbeitgeber ökonomisch geschädigt und dem Arbeitnehmer — dessen Standard of life doch ein unvergleichlich höherer ist als der des arabischen Fellachen — das Leben unmöglich gemacht wird. Vor dem Kriege war das nur eine Frage mehr akademischer Natur, da die Zahl der Immigranten eine verhältnismäßig unbedeutende war. Seitdem sich aber ein Strom von Emigranten ins Land zu ergießen begann, wurde diese Frage politisch mul ökonomisch zur akutesten Lebensfrage. Ist der Keren Hajessod nicht imstande — und das wird er natürlich noch lange nicht sein — die hcrbeiströincmlcn Massen in selbständige Siedlungen unterziibringen, dann müssen sic in bestehenden Wirtschäften — hier ist nur von landwirtsdiaftlichcr Arbeit die Rede — untergebracht werden. Und so wird die jüdische Arbeit in den Kolonien ökonomisch zum Regulator der Immigration und co ipso politisch zum Maßstab unseres Fußfassens im Lande. Die jüdischen Kolonisten, die früher einmal der Frage ganz kühl gegemiberstnnden, lnußien nun — zumal nach den Unruhen im vorigen Jahre, da cs sich herausstcllte, daß die bei ihnen seit Jahren beschäftigten Fellachen die ersten waren, die über sic hcrfielcn — einschcn, daß Sie sich weiter nicht würden drücken können. Und so beschlossen einige größere jüdische Kolonien die jüdische Arbeit ein/.ufimrcii, und zwar geschah es teils־ aus aufrichtigem Verantwortlichkeitsgefiihl —• mußten doch die alten Bilujirii in der Nationalversammlung in Jerusalem (1920) scharte Worte diesbezüglich auhören — teils aber aus praktischen Erwägungen (Furcht vor Ueberfällen). Eine dieser Kolonien war C h c d e r a 11, die von den Unruhen im Mai vorigen Jahres arg mitgenommen wurde und bei deren Verteidigung nebenbei bemerkt die deutsch-tschechoslowakische Kwuzali von Chefzibah den 1 fnuptanteil nahm. Man trat an die landwirtschaftliche Zentrale der Arbeiterorganisation heran und verlangte jüdische Arbeiter. Nun begannen die letzteren in kleineren mul größeren Gruppen herbei■ Zuströmen. Ihre Zahl wuchs bis zirka '250. Sic waren ah Gehilfen in den einzelnen Gehöften, als Plantagearbeiterund Wächter beschäftigt; eine größere Gruppe (zirka 70) übernahmen in Akkord die Rodung einer Fläche des Chederenser Eukalyptuswaldes, dessen Holz an die Regierung zu Bauzwecken geliefert wurde. Am Rande des wundervollen Eukalyptushaines auf einem leicht geneigten Hügel wurde das Zeltlager aufgcschlagen; das daneben gelegene Beth Hapoalim (Arbeiterheim) beherbergte die Küche, den Speiscraum, Lesezimmer samt Bibliothek usw,, ein daneben gelegenes Haus wurde in ein Spital verwandelt. Der Eindruck, den dieses saubere, malerisch gelegene Lager auf den Besucher machte, ist schwer zu schildern, und wenn man gar in der Kolonie spazierte und sah, welches pulsierende Lehen die jungen Zcllbowoliner in die Kolonie hineingetragen haben, da überkam einen das Gefühl der höchsten Freude. Die Kolonisten sähen das ein und waren auch in der ersten Zeit darüber hocherfreut. Besonders behagte ihnen das Bewußtsein, 200 handfeste junge Leute in ihrer Mitte zu haben, die im Ernstfälle sicherlich in Reih und Glied ihren Mann stellen würden. Rein wirtschaftlich aber hatten sic auch keinen Grund zur Klage, da die paar Piaster, die sie dem jüdischen Arbeiter mehr zahlen mußten (im Durchschnitt war der Arbeitslohn 16—20 Piaster) durch die Zuverlässigkeit der in Begeisterung und Liebe getanen Arbeit'wieder ■wettgcmacht wurde. So dauerte cs einige Monate, dann begann sich der Sommer seinem Ende zuzuneigen, der Frühherbst kam und mit ihm die Verminderung der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Nachdem das Getreide eingesammelt, die Mandeln gepflückt und in die Speicher befördert worden waren, standen plötzlich eine Anzahl von Roalim JUEDISCH E RUNDSCHAU Nr. 65 den Last. arbeitslos da. Jedoch fielen sie nicht im geringsten Kolonisten, sondern der Arbeiterschaft selbst zur Man führte bei Arbeiten, die cs zuließen, einen Wechsel turmis ein und gründete eine Leihkassc für die Arbeitslosen. Gleichzeitig wurden Verhandlungen mit dem Wand (Vorstand der Kolonie) geführt, zwecks Herbeiführung eines bindenden Kontraktes inbetreff der Zahl der ptlichtmäßig und unter allen Umständen zu beschäftigenden Arbeiter. Alle diese Aktionen wurden von dem euer* gischen, vor allem verehrten Arbeiterführer Pcrlson geleitet. Als sich die Kolonisten an den Merkas wandten, war wohl nicht ein formeller Kontrakt geschlossen worden, aber es galt als feste Vereinbarung, daß fortan in der Kolonie nur jüdische Arbeiter beschäftigt werden würden. Nun aber hatten diese den berechtigten Grund zur Befürchtung, daß, nachdem der Sturm sieh gelegt hatte, die Chederenser langsam und behutsam ihre Pliinderer wieder in die Kolonie bringen würden. Aus Einzclgcsprächen, Klagen über die schwere ökonomische Situation usw. war das leicht zu entnehmen. So bcharrten denn die Arbeiter auf ihrer Forderung, daß ein bindender Kontrakt abgeschlossen werde, in dem einer Zahl von 150 Arbeitern (die geforderte Zahl wurde dann auf 120 reduziert) die Arbeit gesichert werden sollte. Der Wand hn-Moschawah erwählte ein Komitee zwecks Erledigung dieser Angelegenheit, aber das Hin- und Herdebattieren führte zu Keinem Resultat. Die Chederenser wollten sieh nicht binden; es sollte ihnen ein Fenster offen bleiben, durch das sie die durch die Türe davongejagten Araber wieder sollten cinfiihren können. Inzwisclieti verschlimmerte sich die Lage von Tag zu Tag. Die Rodungsarbeit wurde, da die Regierung aus Geldmangel keine weiteren Lieferungen annehmen wollte, eingestellt, und so kamen zur Zahl von zirka 70—80 Arbeitslosen neue 70 dazu. Es war eine richtige Hungernrmcc. Ich sah Menschen unter ihnen (Jungen und Mädchen) die tage- und wochenlang van Brot und Wasser lebten; ans Geldmangel mußte nämlieh' auch die Gemeinschaftsküche aufgclasscn werden! Das Elend wuchs, und Hilfe war nicht zu erwarten; denn gleichzeitig waren die größten öffentlichen Arbeiten beendet worden und hunderte Arbeitsloser wurden teils in besonderen Lagern (in der Nähe von Haifa) untergebracht, teils wanderten sie in die Städte (besonders nach Jaffa), um Arbeit zu suchen, wo sie auch nur das Heer der Arbeitslosen verstärkten. In dieser schwierigen Situation, während noch immer -־ oft unter Zuziehung von Delegierten des Merkas ■— hin- und hcrvcrhandclt wurde, zerhieb ein Kolonist (ein gewisser Chankin, einer der reichsten Siedler am Orte) den gordischen Knoten, indem er seine Araber wieder zu sich rief. Das Beispiel wirkte. Die Zahl der Turbane und langen Leinenumwürfe wuchs immer mehr. Es gab keine andere Möglichkcit, als auch von der anderen Seite radikal vorzugehen, besonders, da sich der Versuch, die Arbeitslosen in den nahcgclcgcncn Kwuzoth gruppenweise unterzubringen, als ungenügend erwiesen hatte. Die Arbeiter Chederahs teilten dem Waad mit, sie würden alle abziehen, falls ihre Mindestforderung (Beschäftigung von 120 Mann) nicht erfüllt werden sollte. Die Chederenser, weiche die kritische Lage im Lande kannten, wollten wohl nicht an den Emst der Drohung glauben und gaben nicht nach. (Ein vom seinerzeit ernannten Komitee in ׳Jerusalem mit der landwirtschaftlichen Zentrale unterfertigtes Uebcrcinkoinmcn wurde von den Kolonisten — als nicht in der Kompetenz der Vereine, gelegen — nicht anerkannt.) Und so kam denn der Tag des Abzugs. Ich war gerade am Vorabend desselben dort. Ich sah die ergreifenden betrübten Gesichter, auf denen zu lesen war: soviel Hoffnung, soviel Arbeit und Mühe — una wieder vergebens! Es ergriff mich ein tiefes Weh ob dem bevorstehendem Ende dieser Herrlichkeit. De Arbeiter zogen ab. In der Kolonie wurde es still wie auf einem Friedhof. Die Bewohner derselben vermochten das Geschehene kaum zu fassen, Sie beeilten sich denn sofort, andere jüdische Arbeiter herbeizuführen. Sie fanden sic reichlich unter den Kreisen des ״Jung-Misrachi“ die der ״Hitachduth“ nicht angehörten. Die als Streikbrecher betrachteten Eindringlinge wurden anfangs, von den abgezogenen Arbeitern belustigt, die dann mehrere Wochen arbeitslos in Karkuz, zwei Stunden von Chederah entfernt, zubrachten, jedoch nach kurzer Zeit hörte auch dns auf, und cs trat völlige Ruhe ein. Seitdem sind fünf Monate verflossen. Ich selbst habe das Land vor zwei Monaten verlassen, und in Deutschland lese ich eines Tages die merkwürdige Nachricht, daß die Chederenser die landwirtschaftliche Zentrale ersucht hätten, mit ihnen auf den seinerzeit gestellten Bedingungen einen Kontrakt zu schließen, und als dies geschehen, seien die alten Arbeiter wieder nach Chederah gezogen. Diese Nachricht hatte für mich etwas hoch erfreuliches an sich — ohne daß ich mir aber zu erklären, wüßte, welche Gründe es gewesen sein mögen, die die Kolonisten zu dem erwähnten Schritt veranlaßt haben. ' Sch. H. lieber den; II erzlwald Das Cokmisation Department der Zionistischen Exe« kutive in Erez [Israel hat kürzlich in hebräischer Sprache eine Broschüre*) herausgegeben, die auf ihren 24 Seiten über dieses so viel umstrittene Kolonisationsuniernehmen erschöpfende Aufklärung gibt. Dabei erscheint die Diskussion in erfreulicher Sachlidikeit auf das Gebiet der Zahlen und objektiven Tatsachen beschränkt. Einleitend wird betont, daß die Aufforstung Palästinas eine der wichtigsten Aufgaben der jüdischen Kolonisation darstellt, weshalb es durchaus richtig war, daß der Keren Kajemeth Lejisracl, damals das einzige Kolonisation*- instrument, schon vor Jahren an die Pflanzung des Herzlwaldes heranging. Nun wird ohne Weiteres zu. gegeben, daß die Planzungserfolge vor dem Kriege um genügende waren, weil man sich zunächst in der Methode vergriff. Daran trug eben der Mangel an Erfahrung schuld, unter dem bisher alle unsere kolonisatorischen Unternehmungen kielen mußten, Die in den letzten 3 Jahren angelegten Pflanzungen aber, welche auf verbesserten Methoden beruhen, fassen einen vollkommenen Erfolg erwarten. Schon heute kann man sagen, daß der Keren Kajemeth alle seine Verpflich• , *)AI jaar Hcrzl (Skira), Jeruschalajim, Nissan 5652. tungen den Spendern gegenüber durch Pflanzung von Bäumen erfüllt hat. Der ursprüngliche Harrptfch'or war, die _ Aufforstung nur mittels Fruchtbäumen vor/.unchmcn und insbesondere den Oelbaum zu bevorzugen. Man hat sich bei dieser Wahl von finanziellen Gesichtspunkten 'eiten lassen, na!״.!ich von den ziemlich hohe 11 Einkünften, die der Arbeiter von diesem Baum erzielt. Nun aber pflanzt der Arbeiter im Allgemeinen auf seinem Felde hier und doit ein p״r Oclbäume und pflegt sic so nebenbei. Dies macht ihm kaum eine Mehrarbeit und er kann darum viele Jahre geduldig warten, bis ihm der Oelbaum Frurbte tragt. Da ״egen in Massen gepflanzt, erfordern die Oclbäume ständige Pflege und für Arbeitslöhne, Geräte usw. die Investierung eines bedeutenden Kapitals, das nur sehr lan-rsnm amortisiert wirr). Außerdem brauchen Frucht, bäume gärten Boden, den sie dann anderen Kulturen ent, ziehen, während für Aufforstung von Nutzbäumeii san. diger oder steiniger Boden, der billig ,zu haben ist, durchaus genügt. Weiters hat der Krieg nicht nur Ncupftanzurrgen un. möglich gemacht, sondern, was schlimmer war, die Pflc« der schon bestehenden Bäume verhindert, da cs an Geld, Arbeitskräften und technischen Mitteln fehlte. Für die Fruchtbäumc bedeutete dies den Untergang. Dazu hat die bekannte Hcuschrccke-ninvasion die jungen Pflänzlinge verwüstet. Und zum Schluß kam die wichtigste Plantage des KKL, die in Bcnsclicmcn, welche in Fcucrlinie lag, schwer zu Schaden. Die Broschüre zitiert darüber ein, druckvolle Aussagen von Augenzeugen. Diese Krieg(, schaden allein betragen nicht weniger ah £ E. 29 000 und nach einer 1919 vorgenommemm Zählung blieben in Beit Schemen und Hulda nur 17 631 Fruchtbäumc und 34-45 Nutzbäume übrig, Uebrigens war das Schicksal der privaten jüdischen Pflanzungen im Lande wahrend des Krieges dasselbe und oft noch schlimmer. Die neue Methode, mit der man schon 1914 h«« gönnen hatte, konnte erst 1920 in größerem Maßstabe angewendet werden. Ein einziger, an einem Platz kor. zentrierter Wald konnte keinem der Zwecke der Auf. forsfimg genügen. Es ist seither geglückt, eine ganze Reihe von Hcrzlwäldern zu pflanzen u. zw. außer in Benseheincn und Hulda, in Merchavia, Kinereth, Beer Towia, Kirjath Anawint usw. Anstatt Fruchtbäumc wurden nun Eukalyptus, Gase, arlna und Cypressen gepflanzt. Diese Bäume erfordern wenig Pflege und geringe Ausgaben und bieten dabei ein vorzügliches Bauholz. Für die Fruchtbäumc, die Induviduelle Behandlung beanspruchen, wird vorgesdila• gen, sic allmählich der Pflege benachbarter Siedler zu überlassen. Für die Aufforstung mit Nutzbäumen wurden die unproduktiven Böden, wie Sanddünen, Sümpfe und Stein, fand verwendet. Diese Böden kommen nicht nur sehr billig, sondern werden durch die Aufforstung assaniert und in jeder anderen Hinsicht zweckmäßig ausgenutzt. So wird erst eine Aufforstung in großem Maßstabc mög. lieh Schon 1920—1921 wurden auf den verschiedenen Ländereien des KKL 733 750 Bäume gepflanzt, davon 75 200 in dem neuerworbenen Nuris {Emek Jcsrcel). Insgesamt stehen jetzt auf den KKL-Be Sitzungen ncb<t 33 610 Fruchtbäumen schon 750 027 Nutzbäume. Ke zahlreichen Photographien, mit welchen die Broschüre ausgestattet ist, zeigen die erstaunliche Entwicklung der Pflanzen, die schon nach 2. Jahren Menschenhöhe er. reichen. Die Pflanzungen werden.in Akkordarbeit durch die Einwohner der naheliegenden Kolonien oder durch Kvvu. zotl! der Arbeiter ausgc führt. So ist der KKL nicht mehr gezwungen, für eine Saisonarbeit, wie cs die Aufforstung ist, ständige Arbeiter zu unterhalten oder Spesen für Geräte uivd Wohnungen aufzuwehden, von vielen anderen Vorteilen dieses Systems abzuschcn. Von besonderer Wichtigkeit für die Zukunft des Landes ist die Pflanzung auf den Sanddünen, Denn die Dünen erstrecken sich auf große Flachen und bedrohen, wenn nicht durch Anpflanzungen verfestigt, durch Flug« sand die anliegenden Felder. Die Broschüre führt an Hand der zitierten Zahlen den genauen Nachweis, daß der KKL schon viel mehr Iiiiumc besitzt, als zur Erfüllung seiner .Verpflichtung gegenüber den Spendern nötig wäre. Vorsichtiger Weise wird dabei angenommen, daß 40״/» der Bäume ihre voll« Entwicklung nicht erreichen werden, obgleich ihr jetziger I Zustand das Gegenteit erhoffen läßt. Auch in diesen / Falle bleiben noch immer 400 000 Bäume, d. h. doctf immer mehr, als die Zahl der gespendeten Bäume übn,׳./ Die Frage der Selbstkosten und der Rentabilitt/ der Pflanzimgcn •st in der Broschüre mit Heranzichug eines reichen Ziffern- und Tatsachenmaterials behände. Die gesamten neuen Pflanzungen brauchen noch 3 Jobs Pflege. 'Die' Ausgabeiisumme wird dann 32090 betrage, davon £ E. 29 000 zu Lasten des KKL. Der Dur(• schnittswert eines fünfjährigen Nutzbaumes stellt sn jetzt auf £ E. 0.50, wird aber für den Ablauf der 3 Jam bei der höchst vorsichtigen Annahme, daß inzwischen en starke Preisminderung cintiiit, nur mit einem Dntt dieses Wertes veranschlagt. Bei Annahme auch nur vf 400000 Bäumen, ergibt sich sonach ein Gesamtwert \'״ £ E. 60 000. Wenn zu den obenerwähnten £ E. 32Oft für Pflanzung und Pflege der Bäume sogar noch 01 restlicher! Kriegssebäden mit £ E. 19 000 (nach Gu' schri/t der bei der Regierung angcsprochenen Entschärf! gung von £. E. 10 000) hinzugereebnet werden, ergib! rieh eine Gesamtausgabe von £ E. 51 000, al?o ״mb״ noch weniger als der ermäßigt berechnete Gesamtwert der Bäume von £ E. (>0000. Bei dieser» Kalkulationen über die unmittelbare R(rl* tabüität der Pflanzungen darf man aber nicht jene Vor« teile vergessen, die ja doch für unsere Kolonisation d!« wichtigsten sind; die Sanierung des Landes und die י״ס Schaffung von billigem Bauholz. Solche Wälder repta• sentieren ein Kapital, dessen Wert im Laufe der Jahr« immer steigt und die bei rationeller Exploiticrung durch lange, lange Jahre unerschöpflicher Früchte tragen. 1 Diese kurze Skizze mag als Anregung dienen, d vorzügliche Broschüre im Original nachzulcscn. - ■ S. N. , Vci i jüd '4 Mac! *<V( z«r!';י"־"־• J * :1• cos . M Ven^ j;,-d Ihre J ״ca dei I 5,׳ so bi 1 ־-׳׳ v״r ' (jm /,ngr;a bewal .;,rer Lei gegen ih rCn und Nnd sehen« E | nur lang;;■enden 4!,eh den; mit ihn liese W1 icnd vie die (lese regründe;cknii pltj Weit die ircnulcn große Q bedingun gen auf. Die Juden et als nicht die Lage lieblet 1 der zeit; geht nie r.aclitcili( zu spred der un«H war, Nit immer '< jüdische.׳ cuf dies* Itenmg 1 ersten A rhn'crtcrii wd politisch• tu feilen ׳] ihre RcC Freiheit, sus übe unter hl glcichgüj der jüdh so war/ ״mg di« aus veil heroisch« Pariastei;cIhu Wi! tiächtlid 'döglicld der sitf güusiigtt Gebiet tt niiche 3 Wie den ־׳,.die y< Ge’.üvc# gmz bet;’G1, in! Rolle v< i'ritcrieti 1׳tim At uöii-'cii.i Lu.der,; *'•" Gen Leben y‘öre:1d 4 '1Wer. al« bewahre ■vvk::1:uj 'dsses it 1׳. a, 1 eg /'׳■• i h,־ei "׳erden.! Vs'ü «eh da) Lilvi.’kt "■chU t 11■"•mitte!) beide.,i; 21 "•'cidcij , ' eiiiä.in