Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 65 (18.8.1922)
- Date
- 1922-08-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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j י* /? Nr. 65 Jebnis >!!. hcnsdtaf* chcs, schaffe״ ״«, abgs!■.׳',sarbeit dit lan I RlICS ÜN ulrcit j.״ Tendenz eine Tätigkeit!nate. ז!י Ap,i| wl.!weh tion Wl(j «nl1m;'cn nen eine zählen. n Keren מ!? Be- In i sse dann frend mie der <״ngrcß »ß 38 c!) ־ialhjahr in der Tempo lien. nn das tse des isirnistinötige Ht, von en: er• Stehen ■en hat Keren di sehen wissen! indem andere fas soll s Volk S habe lnrh׳;• •n war Pre• Aber Fonds 1 ganz ’e von e von Pfund alfour• :n 1:11- :r Peinigeu ' ünstig asmus d das nicht h die Krise erster t der l~ S53 gc;re• 5 um 1t 7a Ccrcn!nden man Midi• >1ne .eit. icnte nicht Hawir Moeuer;sten 1idi.I1;lieh, verk . sie den igen wir u. ISO’l!ren 7U [en, er-?en Nr. 05 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 427 un tt tf Man behauptet aber auch, der Nationalfonds hatte infolge der Keren Hajessod-Arbcit Schaden gelitten. Audi das stimmt nicht, wenn wir Tatsachen und Ziffern näher betrachten. Das Ergebnis des Natkmalfonds hat in den Jahren 191S/20 systematisch steigende Tendenz gezeigt. So wurden für den Jüdischen Nationalfonds gesammelt: Jahre 1918 83 026 Pfund ״ 697 133 1919 ״ 1612 1920 ״S9 ״ Im Jahre 1921, als der Keren Hajessod geschaffen wirde, war das Ergebnis des Nationalfonds dagegen geringer und erreichte bloß 126900 Pfund. Es ’ist selbstverständlich, daß uns liier nicht nur die absoluten Zahlen dieses Rückganges interessieren, sondern die Tendenz. Demi wenn inan wirklich dem Keren Hajessod eine solche Wirkung auf den Nationalfonds zuschreiben würde, dann müßte man tatsächlich dagegen alle möglichen Mittel ergreifen. Aber dies ist ein Trugschluß. Wir dürfen nicht vergessen, daß auch in der Periode, wo die Einnahmen des Nationalfonds im Steigen begriffen waren, d. i. in den Jahren 1918/20, mit diesen Sammlungen die Arbeit für den Keren Hageula zusammengetroffen ist, für den Hunderttausende von Pfunden gesammelt wurden, und doch ist dadurch der Nationalfonds nicht nur nicht geschädigt worden, sondern hat seine Einnahmen von Jahr zu Jahr vergrößern können. Und gerade die Konkurrenz des Keren Hagfcula hätte sielt stärker fühlbar machen müssen, da doch der Keren Hagcula dieselben Sammdmethoden angewandt hat wie der Nationalfonds und von der Losung Maasser nichts gewußt hat. Obwohl man also jede, auch die geringste Spende aniiahm, und dabei auch alle Methoden für MassensammSungen anwandte, hat doch der Nationalfonds darunter nicht gelitten. Es wäre also ganz grundlos a!1 zunehmen, daß gerade der Keren Hajessod einen Rückgang des Ergebnisses des Nationalfonds ver Ursa cht hätte. Daß dies nicht richtig ist, beweist auch folgendes: Wenn mail die Zahlen des Nationalfonds genau studiert, so findet man, daß dieser gerade in jenen Ländern, wo die Keren H aje s sod-A rbe it intensiv betrie'- ben wurde, keinen Rückgang erfahren hat, wie zum Bespiel in Amerika, wo der Rückgang von 5000 Pfund ah normale Jahresschwankung bezeichnet werden muß oder in Litauen, Beßarabien oder in anderen Ländern, wo der Nationalfonds das frühere Ergebnis erreicht oder sogar übertroffen! hat Andererseits hat der Nationalfonds einen Rückgang erlitten in einer RcihcvonLä 11 dcrn.wodcr Keren Hajessod seine Arbeit noch gar nicht oder fast gar nicht aufgenommen hat, wie zum Beispiel in Südafrika, Belgiern, Italien, Schweiz usw. Hiermit wären alle diese Ein wände widerlegt, Die angeführten Tatsachen berechtigen uns zum Schluß, daß im Vergleich mit anderen zionistischen Fonds die Resultate des Keren Hajessod als zufriedenstellend bezeichnet werden können und daß die Arbeit für unseren zweiten großen i'o mH, um dessen Los wir immer bcsorgt sein müssen, für den Nationalfonds, durchaus keinen Schaden durch die Keren Hajcssod-Aktion erlitten hat. Die Resultate, die der Keren Hajessod erzielt hat, 1111geachtet aller ungünstigen Momente, beweisen vielmehr die Möglichkeit einer weiteren fruchtbaren Entwicklung dieses großen Fonds. Hat aber der Keren Hajessod alle Möglichkeiten der ersten Periode ausgenützt? Wir glauben, daß dies keineswegs der Fall war. Der Keren Hajessod hat bisher nur einen geringen Teil der Judenheit erfaßt. Die Arbeit hat kauin begonnen, kauin bcgönnen in Erez Israel, kaum begonnen, bei unserem Volke, und hier und dort gibt es noch unbegrenzte «Möglichkeiten. Wir sind ungeduldig, weil tatsächlich Eile nottut und weil wir die Last der großen Verantwortmig spüren, die die Geschichte unserem Geschlecht aufgebiirdet hat. — Wir sind unzufrieden — und wir werden stets unzufrieden bleiben. Und eben diese Unzu; friedenheit und Ungeduld werden die Triebfeder all unserer weiteren Erfolge sein. Seien wir auch weiter unzufrieden und ungeduldig, üben wir allerschärfste Kritik, aber verfallen wir nicht in Pessimismus. Die ersten Schritte geben hierzu nicht die geringste Berechtigung. (Ziko.) Kleine Palästina-Nachrichten Jerusalem. (J. C. B.) Das offizielle Mittcilungs* b'.att der palästinensischen Regierung meldet die gesetzliehe Eintragung einer nationalen arabischen landwirtschaftlichcn Vereinigung mit einem Kapital von 15000 Pfund Sterling. Das Direktorium besteht aus prominenteil arabischen Effendis und Kauficuten. Einer der Leiter der Gendarmerie-Abteilung in Jaffa, Leutnant Isaac Hoz, wurde seines Postens enthoben. Zum zweiten Leiter des Zollamtes in Haifa wurde ein J ude, Aron S c h a m a s c h, ernannt. Am Dienstag, den 8. August d. L, besuchte Sir Herbert Samuel das neue jüdische Gemeindehaus in Te!-Avviw und besichtigte auch die Viertel mit den neu errichteten Wohngebäuden und Geschäftshäusern. Ein neues jüdisches Wochenblatt In Paris Paris. (J.C.B.) Hier wurde unter dem Titel ״i’Illu$׳.ration Juive“ und u>nter der Redaktion des Schritt• stellars O. K a c 11 m i und des bekannten Zionisten Jaques C a 1 m i eine neue jüdische .Wochenschrift 1ns Leben gerufen. der Abonnemcntsgcbühren Die fortgesetzte Steigerung der Druck- und Papierprcise zwingt uns dazu, die Abonnementsgebühren für das laufende Quartal wie folgt zu erhöhen: Einzelabonncment 80.— M. Sammciabonncment 60.— Al. Wir bitten unsere Einzelabonnenten, uns den Teuerungszuschlag mit 30.— M. auf unser Postsciieckkonto Berlin 17392 überweisen zu wollen. Bezieher im Sammelabonncnient haben den Teucrungszusclilag an ihre Ortsgruppe zu zahlen. Ein Oppositions - Programm Herr Dr. א o 9 s i g, dessen f laupttätigkeit in den letzten Jahren in den von ilun gegründeten Organisationen (A. J. K. O., Israc’ätiscliosmanischc Union) lag, hat jetzt zwei Broschüren erscheinen lassen, durch die er sich in die Reihe der zionistischen Opposition stellt. Ucbcr die eine Broschüre ״Integrales Judentum“ können wir tuis kurz fassen. Noss:g versucht aus der jüdischen Gesch'chlc die ihr immanenten Tendenzen abzulcitc», die er in dem Gedanken der Thora, des jüdischen Volkes, Palästina und des Messianismus verkürpeit sieht, glaubt diese vier Tendenzen iin heutigen Judentum wicderzufiivden 1:1ml sucht den Gedanken eines integralen Judentums zu propagieren, also eines Judentums, das alle diese Tendenzen in sich verbindet. Soweit seine Gedanken nicht rein theoretischer Natur sind, kehren sie in seiner zweiten Broschüre wieder, die 1ms etwas näher beschäftigen wird. Sie betitelt sidi: ״Zionism us 11 nd Juden 11 eit, Krisis und Löיי sun g“. Mäßig keitund Einigkeit predigt Dr. Nossig als die mmmgänglichui Voraussetzungen für jüdische Arbeit in diesem Augenblick. Ob er selbst daru bei« getragen hat, die:« Atmosphäre zu schaffen, erscheint uns allerdings mehr als zweifelhaft. Für Dr. Nossig gibt es nur einen Angeklagten in der gegenwärtigen Situation, das ist der Kongreß-Zionismus oder die Exckutive der Zionistischen Organisation. Ihr Radikalismus hat in Palästina die Beziehungen zu 'den Arabern ver« darben, ihr Nationalismus hat die Situation der Juden in den Ländern der I>ias|X)ra so bedrohlich gestaltet, sic tragen die Schuld daran, daß die Nichtzionisten bis beute nicht am Aufbau Palästinas sich beteiligt haben. Kein Wort findet sich, das den Versuch macht, das Verhalten der anderen Seite zu kritisieren: das der Araber, der Polen, der Nichtzionisten. Wer die Broschüre liest, muß zu dem' Eindruck" ]'i>;3t1ßen,׳-',d:iiV‘ das ganze jü dischc Volk sehnsüchtig wartet, zum Aufbau Palästinas zugelasscn zu werden, von den extremen Zionisten aber in teuflischer Po heit daran gehindert wird. Was will Nossig erreichen? Die große Forderung, die ihm vorschwebt, ist die Schaffung der ״J ü d i s c 11 e n Organisation“. Diese jüdische Or■ ganisation soll die gesamte wirtschaftliche und politi• sclic Seite des Palästiiiaaufbaus übernehmen, während der Zionistischen Organisation die nationale Erziehung, die nationale Pr0j*g:mda überlassen bleiben soll. Die Zionistische Organisation soll an der jüdischen Organisa tion beteiligt sein, aber unter strengem Verzicht auf irgendeine Hegemoniestcllung. Außerdem soll die Zio׳ nistisclic Organisation i.11 dieser jüdischen Organisation nur durch solche Zionisten vertreten sein, die sich zur real-politischen Richtung bekennen, wahrend die #,poli* (isdie״ imbedingt ausgcsch’osscn sein soll. Dr. Nossig ist nämlich der Meinung, daß in der heutigen Zionist יו scheu Organisation der politische Zionismus und nicht der Gedanke des praktischen P.iliistinanufbaiis herrscht. Ebenso wünscht Dr. Nossig, das Aufgeben des Baseler Programms, au dessen Stelle er die Formel ״Freie Einwanderung, freie wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in einem arabisch-jüdischen Palästiia“ gesetzt zu sehen wünscht, Man wird nicht sagen können, daß die Forderung der jüdischen Organisation, die übrigens nach Dr. Nossi, auch die Diasporaarbeit übernehmen sollte, ein neuer Gedanke ist. Es ist uns nicht bekannt, aus welchem Grunde Dr. Nossig prinzipiell von den realen Dingen absicht, weshalb er den Maudatstcxt und die La ihm vorgesehene jewish Agency nicht berührt. Wir glauben, daß cs in der Tat Aufgabe der Zionistischen Organisation ist, wie dies iin Artikel 4 des Mandats ausdrücklich gesagt ist, weiteste Kreise der Judenheit zur Mitarbeit am Aufbau Palästinas zu gewinnen. Das ist häufig genug gesagt worden, und cs bedurfte nicht Dr. Nossigs, um die Notwendigkeit der Gewinnung der Nichtzionisten 11113 klar zu machen. Freilich wird keine Form möglich sein, bei der die Zionistische Organisation auf die Stellung verzichtet, die ihr ihre bisherige Leistung, ihre Stärke* und nicht zuletzt das Mandat selbst cinräumt. Es handelt sich dabei um keine Hegemonie, wohl aber um eine Organisationsform, die cs uns gestattet, unsc reu Einfluß mitbestiinmend in die Wngsehale zu legen. Nicht vergessen aber sollte Dr. Nossig, der doch eine Einigung herbeiführen will, und der doch insbesondere alle Kreise der Opposition zu einem Block der Neuzionisteu Zusammenschlüßen will, daß' die von ihm er hobenen Forderungen gerade bei oppositionellen Krci sen auf Bedenken stoßen werden. Gerade die ßrandeis Gruppe hat die stärksten Zweifel daran, ob es ihr möglieh sein wind, an einer jüdischen Weltorganisation teil« WUlen Dr. Nossigs nicht nur auch Diaspora-Fragen behandas von unseren Kreisen in zuncfimeti, die nach dem palästinensische, sondern dein soll, ein Bedenken, keiner Weise geteilt wird. Mit besonderer Begierde haben wir den Abschnitt über das Verhältnis zu den Arabern gelesen. Das ist keine Ironie. Wir sehen in dein Araber-Problem ein Kernproblem der heuligen Situation und wären gewißt, eine gute arabische Politik zu akzeptieren, von wo sic uns auch geboten wird. Was aber Dr. Nossig gibt — er verzeihe uns diesen Ausdruck — ist die Zusainmcnstcllung derjenigen Vorschläge, die jedem Fuchs im ersten Semester bereits geläufig sind, und sie werden nicht dadurch durchführbarer, daß man durch Worte wie ״selbstverständlich ohne zu schädigen“ und ״nach Möglichkcit“ das eben Gesagte wieder entkräftet. Wir wer• den alle Dr. Nossig beistirnmen, wenn er die Umwandlung des heutigen Verhältnisses in ein wahrhaft freundsdiaftlichcs erstrebt und betrachten die Zukunft des jüdischen Gemeinwesens in Palästina mit den stärksten Bedenken, wenn dies nicht gelingt. Wir sind freilich nidit geneigt, von dein ״ewigen Ringen Davids gegen Goliaih“ in diesem Verhältnis zu sprechen, da dieses Ringen, soweit uns erinnerlich ist, keineswegs ewig gedauert hat, sondern zu einem sehr schnellen Ende führte. Was soll also geschehen? ״Die Sympathien der Fel* lachen sind durch einebillige Wirtschafts• Politik unschwer z.u gewinnen.“ Dieses Ver* sprechen erscheint uns recht leichtsinnig. Herr Dr. Nossig äußert zur Begründung, daß, seitdem wir die Kolonisation unter zionistischer Leitung haben, ein erbitterter Kampf gegen die Araber begonnen und diese in der jüdischen Kolonisation nicht mehr beschäftigt werden. Ist Herr Dr. Nossig wirklich so schlecht unterrichtet? Weiß er nicht, daß die großen jüdischen Kolonien Palästinas viel mehr Araber als Juden beschäftigen, weiß er nicht, daß gerade die Tendenz der jüdischen Arbeiter, in Kwuzoth zu arbeiten, die Stellen bei den Kolonisten zum großen Teil den Arabern frcigelassen hat, und weiß er nicht, daß die Pogrome in Palästina, z. B. der in Ch cd er ah, gerade an denjenigen Punkten erfolgte, wo Araber in größerer Zahl in jüdischen Siedlungen arbeiteten? ״Und ebenso müssen wirnach Möglich* keitdie jüdischen Schulen für sic öfinen.“ Dieser Satz müßte cingcrahmt werden. So spricht der unverantwortliche Kritiker, der nicht die Absicht hat, selbst mitzuarbeiten, sonst müßte hier die Frage der kulturellen Annäherung an die Araber angeschnitten und nicht mit diesem nichtssagenden Satz beendet werden. Die jüdischen Schulen Palästinas sind hebräische Schulen. Sic werden es bleiben müssen, wenn wir nicht einen der wenigen positiven Werte, die wir im Lande geschaffen haben, aufgeben wollen. Schulen mit hebrä• ischcr Unterrichtssprache nützen den Arabern wenig. Unsere Schulen sind nationale Erziehungsstättcn. Es sind Stätten, wo die zukünftige jüdische Bevölkerung des Landes erzogen werden soll. Ob das in Gemein• Schaft mit Arabern geschehen kann, soll keineswegs bc• stritten werden, aber dies muß erörtert werden, wenigsiens von jemandem, der das umfassende Aktions-Pro• gramm der Zukunft aufzustcllcn glaubt. Durch die Hinzufiigung der Worte ״nach Möglichkeit“ gibt Dr. Nossig selbst zu, daß er nicht weiß, wie man es machen soll. Dann spricht Dr. Nossig über die Gewinnung der Effendis. Auch hier weiß man nicht, ob seine Vorschläge auf Unkenntnis beruhen, oder worauf sonst, ״Die Effendis“, so behauptet Dr. Nossig, ״bc• greifen sehr wohl, daß Palästina nur mit Hilfe der jüdischen Ein wanderer und des jüdischen Kapitals in kurzer Zeit auf ei:: ähnliches Niveau wie Aegypten sich aufschwingen kann.“ — Es würde uns freuen, von Herrn Dr. Nossig die Belege für diese Behauptung zu erhalten. Wir haben den Eindruck, so sehr wir die Ge• winming der Fellachen für möglich halten, daß die Ge• wüinuiig der Effendis außerordentlich schwer sein wird, weil sie das Land allein entwickeln wollen, und sich dazu die Fähigkeiten Zutrauen und keineswegs von der Notwendigkeit jüdischer Einwanderung zur Entwicklung des Landes überzeugt sind. Bezüglich der Frage der Durchführung des Nossigschen Programms wollen wir nur auf einige Punkte verweisen, die zur Charakterisierung ge• niigen dürften. Wir konstatieren ausschließlich, daß Herr Dr. Nossig auf Seite 40 und •11 der Broschüre die Be• hauptung wiederholt, daß die Keren Hajessod• Beiträge zur Deckung des Etats der Zionistischen Organisation verwendet wür* den und daß er damit, wie wir uns nicht anders ausdrücken können, bewußt wahrheitswidrig handelt. Es geuügt, darauf hinzuweisen, daß er in einer Anmerkung die Notlage der palästinensischen Cha'uzim und die Bankette in Europa und Amerika und die ״zahllosen Luxusreisen“ gegenüber stellt. Nossig fordert stärkere Unter- Stützung der Privatinitiative und stellt dabei die ungcheuerliche Behauptung auf, daß die gegenwärtig in Palästina ge machten Fortschritte großtenteils auf Rechnung der Privatinitiativezusetzenseien (z. B. offenbar die Bodenkäufe, die Einwanderung der Chaluzitn, der Straßenbau, die Arbeiterbank, die neuen Siedlungen im Etnek, bekannt* lieh alles ausschließlich aus nationalen Mitteln durdigeführt). 1 : .1 :;. 1 . 1 1 . Dr. Nossig schildert nun die Schwierigkeiten, die der Herbeiführung des Umschwungs cntgegcnstchcn. Der heutige ״Epigonenzionisrnus“, wie er es nennt, wird von Unteroffizieren beherrscht, ״höchst kundig im Masscndrill, aber wert entfernt von aller neuaufbauenden Gedankenaröert". Der Kongreß kann nach seiner, Ansicht mehr