Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 64 (15.8.1922)
- Date
- 1922-08-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652410-2652466--15112-2673551- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 422 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 64 1 Und nun noch ein Wort, warum ich gegen alle Gepflogenheiten diese Interna aus der Tätigkeit des Berliner Gemeindevorstandes an die Ocffemiiehkeit bringe. Es fehlte in der Sitzung, in der die Interpclla* tion cingcbracht und begründet wurde, dem Vorstand an Zeit, um auf die lendenlahmen Ausflüchte der beiden zuständigen Gcmcindebcamtcn, insbesondere des Herrn Rechtsanwalt Philippsborn, noch eine Antwort zuzulassen. Infolgedessen habe ich in der Sitzung bereits erklärt, daß ich die Antwort öffentlich geben werde, und dieser Mission habe ich mich hierdurch entledigt. Eigenartige Kampfesweise In Nr. 22 der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ stand ein Aufsatz von Justizrat Bernhard Breslauer, Ehren• Vorsitzender der ״Vereinigung für das liberale Judentum c. V,“. ln diesem Aufsatz hieß cs u. a.: ,,Jetzt braucht der Zionismus Geld für Palästina. Da wird der Keren Hajcssod geschaffen; wieder ist die Sammlung notwendig für das Judentum, in Wirklichkeit soll und wird sic, ganz abgesehen davon, daß ein Teil des Geldes dem zionistischen Nationalfonds zufließt, ausschließlich zur Stär• kung des Zionismus dienen. Man schob das Judentum vor, sonst gingen die Gimpel nicht auf die Leimrute, lp der Tat hat man damit sogar einige Falken gefangen und einige Papageien,“ ln einer ״öffentichcn Anfrage“ in der Breslauer ,, Jüdischen Volkszcitung“ vom 16. Juni habe ich den Verfasser nach den Beweisen für seine Behauptungen gefragt und ihn darauf!!;!!gewiesen, daß der ״Jüdisch;: Nation,alfonds“ ausschließlich dem Zwecke des Land- Laufs in Palästina dient und daß der Keren Hajcssod ansschließlich dem Zwecke des Wiederaufbaues eines jü• dischen Erez Israel zu dienen hat, — daß satzungsgemäß jede andere Verwendung der Gelder dieser Fonds, insbesondere auch die für zionistische Partcizvvcckc absolut ausgeschlossen ist, — daß dies auch aus allen Bilanzen dieser Fonds, die öffentlich{ vorgclegt sind, deutlich liervorgelit, — daß schließlich jemand, der im offen(- liehen Leben steht und über diese Dinge schreibt, sich doch wohl vorher orientieren muß, che er solche Behauptungen aufstcllt, sie zu beweisen hat. Nachdem bis zinn 21. Juli Herr Justizrat Bernhard Breslauer darauf nichts zu erwidern hatte, konstatierte Ich in einer Zuschrift an die ״Jüdische Rundschau“, daß genannter Herr allem Anschein nach es fiir richtig findet, seine Behauptungen trotz des Hinweises auf ihre U11richtigkeit aufrecht zu erhalten. Daraufhin endlich gibt Herr Justizrat Breslauer in Nr, 31 der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ folgende Erklä• rung an deren Redakteur ab: ״Als ein früher sehr bekannter, jetzt fast ver• gessener Schriftsteller mich in den SOer Jahren in! konservativen Zeitungen angriff, wollte es 'ihm trotz aller Versuche nicht gelingen, mich zu einer Antwort herauszulocken. Erst als ich ihm gelegentlich persönlich erkürte, er könne über midi schreiben, was er wolle: mclnetvycgcu könne er sogar behaupten, ich hätte einen Menschen tot geschlagen oder ich hätte silberne Löffel gestohlen, ich würde ihm doch nicht in der Oeffcnt• lichkeit antworten — erst dann unterblieben die An• Zapfungen. Im übrigen haben Sie recht. Es geht dem Zionis• tntis jetzt so schlecht, daß man es einem seiner Anhänget nicht übel nehmen kann, wenn er die Wahrheit nicht vertragen kann und sichseihst ärgert.“ Das ist alles, was Herr Justizrat Breslauer zu sagen hat. . Also: es wird etwas öffentlich behauptet, was nach• weislich den Tatsachen ins Gesicht schlägt, aber geeignet ist, den politischen Gegner her,abzusetzen und zu schädl» gen. Entweder unverantwortlicher, leichtfertiger Weise oder wider besseres Wissen. Aufgefordert, seine falschen Behauptungen zu beweisen, erklärt man: Fällt mir gar weht ein und sucht durch einen Nachsatz den Eindruck der falschen Behauptungen zu verstärken. Jedes Wort der Kritik ist wohl überflüssig, — auch wenn der, der so handelt, ein preußischer Justizrat tind der Ehrenvorsitzende der ״Vereinigung für das liberale ׳ Judentum E. V.“ ist. Dr. HugoSchachtel. ■JLO.Ijaa• j!1 ul-1 uj-xim..j x 11 .«1.1.1.1׳nm der Thora, die, fern von aller Werkhciligkcit, aus dem Lebendig werden des Thorageistes in jüdischen Seelen quillt. Da fordert Robert Weiss im Namen dieser Thora für die Erneuerung des Volkes im Lande der Väter, unter Ablehnung jedes Anspruches auf Mit• Wirkung, der sich nur auf alte Uebcrliefcrung stützt, die Verwirklichung des Sozialismus, des jüdischen So• zialismus, wie ihn die Propheten gefordert haben, des jüdischen Sozialismus, der nicht ein Wirtsdiaftsprogramtn, sondern ethisches Postulat, Religion ist. Und wiederum wird in diesen Leistungen der Jünger der Geist, der jüdische Geist, offenbar, aus dem heraus der Führer und Meister ihnen Wegeweiser ward. Es ist das Schicksal aller solchen Sammclsdi ritten, ,wcÜ sic Gelegenhcitssclinftcn, Sammlungen zu einer Ge• legenheit und von gelegentlich Verfaßtem sind, daß in Jinen neben dem Wertvollen und Originellen auch das Mindcrwerte und Banale, oft sogar das Platte seinen Platz findet. Die Ehrlichkeit des Rezensenten erfordert es, am Schluß zu sagen, daß auch die Festschrift für Nobel von solchem 'Minderwerten nicht frei geblieben »st, ja daß einzelnes in ihr, das gar zu sehr den Stempel der Gelegenheitsarbeit trägt, ans Groteske grenzt. Der Rezensent unterläßt es, diese sicherlich auch gut ge• meinten Beiträge näher zu bezeichnen, weil sie den Gesamteindruck des Werkes nicht zu verwischen vermögen, den GesaintcLndruck, daß hier einer jüdischen Führerpersönlichkeit von seinen Jüngern ein bleibendes, den Meister und die Jünger äirendes Denkmal gesetzt worden ist G. Herlitz. Bficher-Einlauf Die Josephserzählung. Von Rabbiner Dr. Jakob H orow.itz, ׳ Frankfurt a. M., 1921, J. Kauffmann. 25 M. . . . , Haus Billtao ״Sccccolo Judaica״ Hans Blühcrs Broschüre*) ist der stärkste Angriff gegen das Judentum, der in der letzten Zeit unternommen wurde. Es kostet einige Uebcrwindung, sich mit ihm auseiiuiudcrzusctzcn, Polemik ist unmöglich, da die Broschüre nicht auf dem Boden der Ratio steht. Apologetik aber wäre eine Würdelosigkeit. Es bleibt also nur übrig, die Broschüre als Dokument dieser Zeit kritisch zu betrachten. Ein Dokument dieser Zeit und dieses Volkes ist sie in der Tat. Wer cs bisher nicht wußte, dem zeigt diese Schrift in erschreckender Deutlichkeit, wohin das deutsche Volk in seinen scheinbar geistigen Schichten tendiert, und cs vviid einem bange vor der Zukunlt Europas. Ein geschlagenes und gedemiitigtes Volk bedarf einer gewissen Stärkung seines Sclbstbewußtscins, cs bedarf der Selbstbesinnung auf die eigenen Werte, die ihm seine Zukunft verbürgen, (Das wissen wir Juden am besten.) Aber diese Besinnung kann nur fruchtbar sein, wenn sie getragen ist von Bereitschaft zu letzter Ehrlichkeit, von aufrichtiger, ernster Selbstkritik. Diese Besinnung muß nnheben mit einer Uebcrpriifung der Maßstäbe, mit einer Erweiterung der Hori• zonte, mit einer Deutung der geschichtlichen Flammen- Zeichen des Schicksals. Blühcr ist weit davon entfernt, fn einer Bedenkenlosigkeit und Hemmungslosigkeit, die seihst bei diesem Autor überraschen, stellt er in pretentiöser Dialektik Positionen auf, die nichts anderes sind, als die Aufwärmung eben jener gerade erst schicks,•!!gestraften deutschen Irrlehre, die am meisten kritischer Laborprüfung durch Deutsche bedürfte. Das Charakteristische für diese Anschauung ist die grenzenlose l'cbcrhebüchkcit. Nur einige Beispiele: ״Die Deutsehen sind das einzige soziale Volk der Will, aber es steht noch vor der Lösung der sozialen Frage.“ — ״Die Bibel war in der Waltung der lateinischen Sprache in falschen Händen. Der Sinn des Evangeliums gehört zur deutschen." — ״Preußentum und Heroismus gchören zusammen, zusammen gehören Judentum und der Geist der Niederlage." — ״Deutschland wird das einzige Land sein, das vor dem Morde zurückschrcckt ... Es ist unedel, den entwaffneten Feind zu quälen. Der Deutsche ist kein Franzose.“ — ״Der assoziative Zusammenhang von männlicher Art mit dem deutschen Wesen und von femininer und serviler mit dem jiidisehen ist eine unmittelbare Intuition des deutschen Volkes . , . Hier helfen keine Beweise dafür und dawkler.“ Solche Sätze braucht man nur zu zitieren, Beweise dafür und dawider gelten in der Tat nicht. Blühcr bezieht seine Erkenntnis aus dem ״Mythos". Das soll nun an sich von uns am allerwenigsten ironisiert wer׳ den, denn letzten Endes gilt in der Geschichte als letzte bestimmende Instanz iür das Handeln eines Volkes sein Mythos. Aber die Art, in der Blüher diese Methode anwendet (was er ״philosophisch“ nennt), kompro mittiert die Sache. Diese Art, apodiktische Urteile und Vorurteile unter dem Deckmantel der ״Intuition“ auf׳ zustcllcn, würde jedem ״jüdischen Literaten“ Ehre machen, (Nein, hier sehen wir, daß das jüdische Literatentum noch nicht das schlimmste Ist.) Es gibt in dieser Broschüre Abschnitte, die in ihrer Selbstgc rcclitigkcit und Sdicingcistigkcit das tollste sind, was der deutsche utEkmalistischc Wahnsinn bisher gewagt hat, z. B. das Kapitcr über das Hakenkreuz und den Kapp■ Putsch. Vom Kapp-Putsch, über dessen interne Vorgange ja durch die Prozesse einige Klarheit geschaffen ist, wird (notabene: nicht von einem berufsmäßigen Demagogen, sondern von einem auf die Wahrheit ver׳ pflichteten ״Geistigen“) gesagt: ״Dieser Tag war der einzige seit dem Anbruch der deutschen Schande, an welchem die Ehre eines Volkes sich zu melden wagte.“ Und weiter: ״Der Eid auf die Verfassung und sein Bruch ist für den Ofiizicr eine leere Fiktion, die nur zeigt, daß man nicht weiß, was ein preußischer Offizier ist.“ Diese Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen, wir müssen cs uns versagen. Aber Blühcr sagt auch Wahrheiten, die der Bcach iung wert shid. Eine Wahrheit ist leider seine Manifestafion des deutschen Geistes. ״Der Antisemitismus ist, ohne daß man cs schon ganz zugeben will, ein Grundvorgang des deutschen Menschen geworden.“ Dieser Satz, zu dem man höchstens bemerken könnte, daß der deutsche Mensch sich eben die Sache sehr leicht macht, wird durch das ganze Buch illustriert; cs hat keinen Sinn, sich darüber zu täuschen oder dagegen zu polemisieren, wie es unsere Assimilantcn immer wieder tun. Auch über das Judentum sagt Blüher Richtiges. Die Unvereinbarkeit der Idee des Deutschtums und der Idee des Judentums ist eine Tatsache. ״Der Zionismus ist die Erde für Juda.“ Die Losung der Scceisio Judaica wird von uns bejaht. Es ist in der Tat unzulässig, daß ein Jude ״Wir Deutsche“ sagt, und es geschieht ihm recht, wenn man ihm zu verstehen gibt, daß man weiß, wer er ist. Was aber Blühcr über den jüdischen Geist und die jüdische Idee sagt, ist noch unsinniger als seine Charakteristik des Deutschtums. Hier sicht man erst recht, wie er, seinen Grundsatz auffaßt, nicht das empirische Volk, sondern die ״Idee", den ״Mythos״‘ des Volkes zu bejahen. Die Juden sind nach ihm das zur Erzeugung Christi auserwählte Volk, das nach Erfüllung seiner Aufgaben erkrankte. Die Juden sind das einzige Volk das Mimikry treibt. Aufgabe der Juden ist es, das deutsche Reich zu verhindern. Seine Mittel hierzu sind die korruplivcn Oedankengänge, vor allem der Sozia- *) Hans Blüher. Scccssb Judaica. Philosophische Grundlegung der historischen Situation des Judentums und der antisemitische« Bewegung, Berlin 1922, Der weiße Ritter-Verlag, . : : * lismus. Darum Ist das deutsche Erwachen, das Besinnen des Detrischen auf scitie Pflicht zum Dienst am ״Reich" vor •allem eine Loslösung vom Judentum. Darum vollzieht sich der Prozeß der Ausscheidung, der Scccssio Judaica. Und wir stehen vor dem ״WcHpogrom“. (Diese Prophezeiung gleicht auf ein Haar einer Aufforderung.) Die jüdische Wirklichkeit ist traurig genug; aber Blühcrs Wertungen gclien irre. Die Mimikry des Juden, tums war eine Krankheit, die etwa 100 Jahre währte, sie ist auf dem Wege der Heilung. Sie war das Produkt der Einwirkung Europas auf das Judentum; in der Gc• schichte des Judentums, in seinem durch seine Idee bc• stimmten Schicksal nichts als eine winzige Episode. Sie ist die Korruption des Judentums durch den Geist Europas, die heute beinahe überwunden ist. Sie ist die Korruption durch die We't Blühcrs. Blühcr selbst l:efort den Beweis. Alles, was er über den Sozialismus, über die sozialistische Einstellung des Judentums schreibt, beweist seine völlige Ahnungslosigkeit der historischen und psychologischen Voraussetzungen. Die Idee der Gleichheit aller Menschen, die eine Grundidee des Juden• tums ist, verwirft Blüher, weil er an die Existenz zweier Rassen glaubt, einer primären Hcrrcnrasse und einer sekundären Föbe'rasse. Vorausgesetzt wind von jedem Erfinder derartiger Theorien natürlich, daß er sich selbst zur primären Rasse rechnen darf. Die Bercchtigung hierzu ist nicht ableitbar, sie liegt ״im Blute“. Das Judentum klammert sich diesen Theorien gemäß an die Idee der Gleichheit natürlich nur darum, weil es zur sekundären Rasse gehört, die durch Gleichstellung zu gewinnen hat, ebenso wie der Sozialismus nur von der Arbeiterklasse vertreten wird, weil er deren Bcsit/gler befriedigt. Blühcr ist eben — und das kann ihm nicht weiter verübelt werden — gänzlich unberührt vom jüdi• sdien Mythos. Hier aber steht Mythos neben Mythos. Das Judentum glaubt, daß »n jeder Seele, auch in der verworfensten, der Funke lebt, der durch die Gnade entzündet werden kann. Jede Seele wartet auf Erlösung, und in diesem entscheidenden Punkt, dessen Bedeutung alle Verschiedenheiten zuriiekstehen läßt, liegt die Wurzel der Erkenntnis der Gleichheit der Menschen vor Gott, Gottes aber ist die Gerechtigkeit. Der jüdische Sozia• lisnius, sogar bis in seine letzten Auswirkungen in der heutigen völlig korrupten Gegenwart, hat seinen Ur• Sprung nicht in der Bcsitzgicr des Pöbels, sondern in der Idee der Gerechtigkeit. Die leidenschaftliche Ver• kiindigung der Gerechtigkeit zöcht sich durch die Gc• schichte als jüdischer Beitrag von Jcsaia bis zu Marx und Lassalle und entflammt immer wieder jüdische Herzen, die in selbstloser Menschenliebe für sie zu sterben bc• reit sind. In dem durch deutschen Geist erzeugten abendländischen Zusammenbruch sind einige wenige Gestal• teti von überragender Größe, die, über das Tagesintercssc und den besitzgierigen Maehtegoismus irgendwelcher Herrenrassen hinweg, für die Idee des kommenden Tages unbeirrt leben und sterben. (Blüher erwähnt selbst den Namen Oustav Landauers.) Und die jüdischen Anhänger der sozialistischen Bewegung bis in die niedrigsten Schichten haben alle noch eine Spur dieses Willens zur Gerechtigkeit in sieh. Die Charakteristik, die Blüher für den Sozialismus gibt, kann — auch hier nur mit Vorbehalten — vielleicht für die Massen der europäisehen Völker gelten. Jüdischer und deutscher Sozialismus mag wirklich nicht der gleiche seelische Tatbestand sein. Auch wir beklagen diese historische Situation,, dieses Vcrdammtscin des jüdischen Geistes zum Wirken auf unfruchtbarstem Boden. Aber es ist eine Fälschung imd billige Selbstbefriedigung, wenn man Erhabenheit und Heroismus für das Hcrrcnvolk der Hakenkrcuzlcr reklamiert und Judentum mit Gemeinheit, ma• tcrialistischer Zersetzung und Niederlage identifiziert. Gegenbeweise sind abzulchnen, ebenso wie Bliiher es'tut. Es ist gut, daß das Verhältnis klargcstellt wor• den ist. Blühcr bekennt sich als ״reiner Antisemit, der ohne Haß gegen die Juden ist“. Audi wir wissen uns frei von Haß. Aber der Ursprung von Biiihers Antisemitismus scheint uns nidit das ״reine historische Er• eignis“ der Scccssio Judaica zu sein, sonder die Wunde einer kranken deutschen Seele, die die lebende Verkörperung des großen Beispiels des einsamen, für kfmftiges Werk sich durch alle Gefahren und durdi alle korruptiven Affektionen erhaltenden Volkes nicht ertragen kann. R. W. die zaii sin! Lit! rek wäi (Pc lizi die Ma «in kei wie gci ZU£ Pc Eli kei me tak au! Pc Fe Pa Vc du ent b;1 WC!־,IC inf ru sr in! Re i;b üfl so sic sd zu CI <1h Dl . r!4 Dt (li M• er) Er H ha st« st« Kleine Nachrichten Jerusalem (J. C. B.). Am vorigen Sonnabend (״SaDbath-Nachmi“) nahm der englisdic Oberkommissar für Palästina, Sir Herbert Samuel, am Gottesdienst in der großen Synagoge teil und war bei der Vorlesung des 40. Kapitel Jcsaias zugegen. Nach dem Gottesdienst begab sich Samuel nach dem Hotel Aindursky. Dort hielt er eine Ansprache an die versammelten Gäste, in welcher er seiner Hoffnung Ausdruck gab, daß jetzt nicht allein Zionisten, sondern auch alle anderen Juden au den Wiederaufbau der nationa’cn Heimstätte in Palästina tcilnchmen werden. Auf dem Wege zur Synagoge passierte der Oberkommissar das armenische Viertel, wo 'ihm die Bevölkerung einen enthusiastischen Empfang bereitete und ihn mit Binnen übcrsdvültcle. Auf dem ganzem Wege wurde er von nicht endenwollenden Hochrufen begleite{. Der erste tschechoslowakische Konsul für Pala tina, Herr Viliam Donat, ist vor kurzem in Jerusalem eingetroffen. ln einer Sitzung der vorläufigen Exekutive de» Keren Hajcssod-Fonds in den Vereinigten Staaten wurde eine Resolution angenommen, in der das Verlangen nach sofortiger Verlegung des Hauptbüros des Keren Hajcssod von London nach Jerusalem ausgesprochen wird. Die Kesolution wird der iahreskpnferenz in Karlsbad vorgclegt werden-, . .;; . eil de de m! n« trt h« sd V» an H > de sfi Ht dl Hi dt LI de au SO i« gc Sa VC et Ri ve hi de Wi i. Fl Kl ui Ju dl a