Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 61 (4.8.1922)
- Date
- 1922-08-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2652410-2652463--15083-2673519- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 400 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 6! Nr. Ariilccl 22. Englisch, Arabisdi und Hebräisch 1 Stollen die offiziellen Sprachen Palästinas sein. Alle Erkl;irtu!״cn oder Inschriften in •arabischer Sprache auf Marken lind Crdd in Palästina, sollen in hebräischer Sprache wiederholt wenden inwJ alte Erklärungen oder Aufschriften m hebräischer Sprache sollen in arabischer Sprache wiederholt werden . Artikel 23. Die Verwaltung wmi Palästina 30U die Feiertage der verschiedenen ReligionsgcseUschaffen in Palästina als gesetzliche Ruhetage für die Mitglieder dieser Gemeinschaften anerkenne«. Artikel 2t. Der Mandatar soll dem Rate des Völkerbundes einen jährlichen Bericht üi>cr die im Verlaufe des Jahres unternommenen Maßnahmen zur Durchführung der Maiidntsbcr.timnmngen »mterbreiten. Absctiritten aller während,, des /.■ihres verlautbarten oder erlassenen Gesetze und Verordnungen sollen mit diesem Bericht überreicht werden, Artikel 23. fn den zwischen dem Jordan und der endgültig fcstgclcgten Ostgrenze Palästinas gclc* genen Landstrichen soll der Mandatar mit Genehmigung des VölkcrbuiKlrates berechtigt sein, die Durch (iilmmg von Ma11dntsbcstimn!un;;c!1, die mit den bestehenden lokalen Vcrliältnissen unvereinbar erscheinen, nti'zuscliicben oder zurückzuhalten und solche Verfügungen f(5r die Verwatimg dieser Lautier c.x treffen, die diesen Verhältnissen entspredicn, vorausgesetzt, daß nichts unternommen wird, was zu den Bestimmungen der Artikel 15, 16 1m<J 18 int Widerspruch stellt. Artikel 26. Der Mandatar ist damit einver■ standen, dal), wenn irgendeine Meinungsverschiedenheit welcher Art auch immer zwischen den Mitglied״«! des Völkerbundes in bezug auf die Auslegung oder An- Wendung. der Mandatsbestimmungen entstein•!» rollte, welche nicht durch Verhandlung beigelegt werden kann, diese Meinungsverschiedenheit dem ständigen interuntionalon. Gerichtshof unterbreitet werden soll, wie er im Artikel 14 des Covcaant des Völkerbundes vorgesehen ist. Artikel 27. Die Zustimmung des Rates des Völkerbundes ist für jede Abänderung der Bestem- :mutigen dieses Mandates erforderlich. Artikel 23. Im Palle des Ablaufs des Mandales, das durch diese Etkiänmg dem Mandatar übertragen wird, soll der Rat des Völkerbundes diejenigen Einrichtungen treffen, die notwendig erscheinen, um dauernd unter der Garantie des Bundes die durch die Artikel 13 und 14 gesicherte.! Rechte zu gewährleiste,! tind soll seinen Einfluß beunt׳,en, um unter der Garaniio des Bundes Sicherheit zu schaffen, daß die Regierung von Palästina die finanziellen Verpflichtungen von er- Billen wird, die durch die Verwaltung \on Palästina während der MandatrpotioJc leehtmäfiig «•!!»״egsngcit »yordei» sind, einschließlich der Ansprüche von öffentheben Beamten auf Pension oder Gratifikation. Die vorliegende Ausfertigung soll in dem Archiv de9 Völkerbundes deponiert werden, und beglaubigte Abschriften sollet» durch den Generalsekretär des Völkerbundes an alle Mitglieder des Völkerbundes übermitteit werden. Jj, ii Ir -a| יזו jf• ***׳*־ * {*'**.*' ־”' ^׳*\־ ־׳ן״"׳} Vj ׳44/W Ä/wVV w^j^״^ Die Lage In 0des״a und Cltcrson Paris. (J. C. B.) Wir der Lei'er der Hilfsaktion der Weldiiifkonfercnz in der Ukraine, I)r, Victor .Adler, der Pariser Exekutive der Konferenz mitteiit, ist die Lage in Odessa, Cherson 1m:i Gebieten, trotz all;r Anstiengungeu der ausltiir.li;dien Komitees eine sehr traurige. Zahlreiche, von der Regierung erhaltene Kitt 1er• kiiehen werden geschlossen, weil die Regier,mg nicht iit der Lage ist, die Materialien fiir deren weitere Existenz zu beschaffen. . Die ausländischen Komitees sind mit allen ihren AUtfc‘1» nicht imstande, dies; fallen sind mit aiien ihren Mitte'n nicht imstande, diese fallengelassene Hilisakiion ihrerseits atifzuuchmcu. Die Huiigersnot in Cherson hat die Entwicklung von Typhus, Cholera und anderen Epidemien ungeheuer begünstigt. In manche Stadtviertel, wie z. li. in die ״Zigaucr Slopode“ wagt niemand cinzmtringcn, weil dort die Luit von den in den Häusern un i Gassen vorwesenden Leichen verpestet ist. Man trägt sich mit den» Gedanken, dieses Viertel einfach auibrennen zu lassen, damit sie nicht die übrige Stadt gefährden. Max Brotis Bekcnntnisbuch Max Brod, Heidentum, Christentum, Judentum. Ein Bekenntnisbuch, 2 Bände. Kurt Wolff, Verlag München*). Betrachtet von Max Wiener, Stettin. Jede Beschreibung muß schematisieren, den darzusteliendcn Gegenstand in seinen Umrissen vereinfachen, in seinen Eigenheiten verendiidien, um ein überschaubares Bild zu ermöglichen. Ein solches Verfahren wiederholt sich Ln der zweiten Potenz, wenn sich’s um einen Vergleich zwischen mehreren Dingen handelt. Diese müssen sich für den Erkenntuiszweck dann derart zusammcnzichcn, daß sie dem Betrachtenden zu den Punkten zusammcnschruinpfen, in denen ihm ein Ver-' gleich, oder was dasselbe ist, eine Entgegensetzung wDnschbar erscheint. Brod stellt Heidentum, Christentum, ' Judentum nebeneinander; und inan mag es gelten lassen, daß das Gebilde sind, die in einem erheblichen Sinne vergleichbare gemeinsame und unterschiedene Eigenschaften au sich tragen. Wir konzedieren auch die Charakterisierung des Heidentums als eines LcbcnsgeEühis, welches, auf das Diesseits hingekehrt, sich in der Ausschöpfung aller realen DaseimtntÖglichkcilcn begrenzt und In der Apotheose der Madit gipfelt. Es ist die in wörtlicher Bedeutung nicht tnclaphysisdte Einstellung des Geistes; seine Götter bleiben immer Natur, und die Natur — die im Metisdien und um ihn herum *יך hat alle denk- und erlebbare Wirklichkeit in sich aufgesogen: Sie ist da* Sein, Dazu im strikten Gegensatz nährt sidi der *) Geheftet 140 M״ gebunden 200 M. Die Ausgaben'der pdSäilaer.alscliCii Executive. Gemäß dem Finanzbericht der palästinensischen' zionistische« Exekutive betrugen die Ausgaben vorn 1. Oktober 1921 bis 30, Juni 1922 306 823 Pfund. Die Ausgaben des Jüdischen Naiionalfonds in derselben Zeit betrugen 140 445 Pfund. Unter den Posten des Budgets figuriert die Landwirtschaft mit über 50000, Immigration 50(XX), Erziehung 58 000, Arbcitsabteilung, 27 000״ Jinclass.111 70000. Von den Natkmalfondsatisgabcn sind 99000 für Landkauf und 25 000 für Amclioralion. Das landwirtschaftliche Komitee des Kolonisationsdcparicmciit hielt am 2. und 3. Juli eine Sitzung ab, bei welcher nach eingehender Beratung das landwirtschaftliche Budget mit 116 000 Pfund festgesetzt wurde. Dieses Budget soll der Jahreskonferenz vorgclcgt werden. Die voraussichtlichen Ausgaben sind auf folgende Posten verteilt; 1. Neue Kolonisntionstatigkeit und Errichtung neuer Ansiedlungsorte. 2. Landwirtschaftliche Arbeiten in den ölten Kolonien. Verbesserung bestehender Farmen. Anleihen für Elnzclkolonistcn und Anleihen für Jemeniten. 3. Landwirtschaftliche Schulen für Frauen und Mädchen, Frauen-Fafttvcn, Vcr. waUungsausgaben, Instruktoren, Landwirtschaftliche Museen usw. Nach dem Delcglcrtentag der E. Z. P. Die Jahreskonferenz der E. 2. F. hat gezeigt, daß auch in England ähnliche zionistische Probleme aktuell sinn wie in Deutschland. Die größte Erregung vcr- 11• .*achte di; I>h!:!t;sir>•.» über das Vcrhii'.tnb der Zionist!• sehen Organisation zmn Keren Hajessod »und van vielen Delegierten wurde darauf 11it»״c\vicson, daß die Vernarb- Uissigting rein zionistischer Arbeit sich auch bet den Gcklaktbncn rächt. Der Keren HaicssoJ hat in Hng'aml allerdings bisher sehr geringe Resultate erzielt und auch aus der Diskussion beim üclcgicrtcntag scheint man nicht klüger geworden zu sein, worin eigentlich dieser Mißerfolg begründet ist. UcbcrcinsUmmc-nd wurden die bisherigen Methode!» der Arbeit verurteilt. Dach bietet stell die Aussicht auf eine Besserung, da die letzten Versuche der Gründung eines neutralen Komitees erfolgversprechend waren. Der Board öf Deputics hat, wie wir bereits mckietci», die Einladung zu einer Konfcrcna ,angenommen. — Ucbcrraschcn mußte, daß beim engfische!» Dclcipcrtcntag keinerlei politische Debatte stattfand.' Rer Exekutive wurde uneingeschränktes Vcrtrauen votiert, obwohl gerade i!» London die stärkste Opposition gegen die letzten politischen Schritte der zionistischen Leitung laut geworden ist. ״Jcwisb Chror.ic'.e“ bat auch in seiner letzten Nummer, die anläßlich der Ucr.tüUßun״ des Mandates doch auf einen versöhnlichcren Toi» gestimmt ist, wieder heftige Angriffe gegen die zioni!tische Annahme der britischen Interpretation der ILs'dour-Erklärung gerichtet, Dr, Weizmann hat in seiner Rede gesagt, daß das Weißbuch für die Durchführung des Mandates maßgebend ist. Demgegenüber findet ״Jcwisli Chroniclc“ zwischen den beiden Dokumenten einen unüberbrückbaren Gegensitz. Bei der Konferenz, hat sich gezeigt, daß keine aktive Gruppe der cngliscirei» Zionisten hinter der Kritik des ״Jcwish Chroniclc“ steht. Es erhob sich keine Stimme des Widerspruches gegen die i Politik der Exckulive. Dennoch haben Weizm.mii und Sokolow in ihren Reden auf diese Kritik wiederholt aiigcspidt; sie haben, religiöse Enthusiasmus des Christentums von der Verneinung, der Wertvernichiungf des 'Diesseits, Dieses ist mit der Sünde identifiziert; der Mensch kann nur durch die Einlaßpforte der Gnade, die das einmal in der Weltgeschichte zur Wirklichkeit gewordene Wunder der Menschwerdung Gottes bedeutet, der Seligkeit teilhaftig werden, Brod hat Recht, wenn er in bezug auf diesen Zcntralgcdnnkcn zwischen Luthertum und Katholizismus trotz aller scholastische» Finessen des letzteren, welche durch die?ritten Werke eine gewisse, man möchte sagen provisorische Selbständigkeit für den Menschen retten, den Unterschied zwischen beiden ah unerheblich erachtet. Nun aber kommt das eigentliche Thema probandim»: Judentum und Christentum werden verglichen und als different bestimmt in bezug auf die bei beiden nach Brod eine' hervorragende Rolle spielende Gnadeneingießung Göltet. Während die paulitiisdie Lehre diese Gnade in einer für alle Christen sein wollenden Menselten hi identischer Wcis& setzt, nämlich in der Hingebimg an den Glaube:״ an den sühnenden Opfertod Jesu, der im Grunde für das Leben dieser Menschen, etwas Uödist Irrelevantes darstclle, also litr sie in ihrer unendlichen VciT.dricdcuhcit und Unübersehbarkeit etwas künstlich Verallgemeinernde־׳, bedeute, soll beim Judentum nicht eine co'xkc ״Vcrull/te1״u»v.iungsgm1ck■'', sottdern ein iiuüvkhnILiuuides, i,ir jede Persönlichkeit in besonderer Weise wiiharm werdendes, gottgcsclienktcs Erleben sich an d.:־;r,;n Stelle erheben. Diese antithetische Gegenüberstellung der beiden Gnaden leuchtet nidit ein, nicht darum, weil die These für das Judentum an sich falsch wäre, sondern weil die Beziehung des jüdischen l\di״kmegefülti9 ml das für den Kritikern vorgeworfeu, daß sie ohne eine Vemtwor, tun״ zu tragen, kidit die Tatsachen und das real« Kräfteverhältnis zu ignorieren vermögen. Die amerikanische Abordnung für die zionistische Jalircskonfcrcnz New York (J. C. B.). Die amerikanische zionistische Organisation hat folgende Personen als ihre Vertreter für die in Karlsbad atn 25. August stattfindendc zionistische Jahreskonferenz ernannt: Louis Lipsky, Abraham Goldberg, Peter Schweizer, Hermann Conheim, Morris Rothenberg, Bcniard A. R o s e n b I a 11, Jacob Fi sh man, Fr!. Henriette Szold (z. Z. in Jen!- salcm) und Abraham Schont er, den bekannten, jüdischen Schriftsteller und Befürworter der jüdischcn Weltkongreß-Idee. Die Delegation ist instruiert worden, die baldmögliche Einberufung eines jüdischen Weltkongresses nach Palästina zu fDrdern, Die russischen Zionisten urd das Mandat l־״i, itlates Am Sonntag, den 30. ftt'i, fand in Berlin anläßlich! der Bestätigung Oes Mandates eine vom Merk,1s 0« russischen Zionisten c'nbcrufenc Versammlung s'alt, die auikrordciitüth put besucht war. Der gtoße Saal de» I Logciiltnnses vermochte nidit alle Besudter zu laveu. 1 Der V«rauende, Dr. Jacobson, warf in seiner Er• I öffnungsiede einen Rückblick auf die 23 Jahre Zion«, mus und gedachte der vielen Mitaibcitcr, U.c diesen Taj nicht mehr erlebt haben, insbesondere Theodor llerzh, zu dessen Einung!ich die Versammlung erhob. Hier• auf spraclicn die Herren Wladimir Temkiti, RablVnrr Ahronsalin. Lazki und Dr. Alexander Gold, stein. Herr Lazki sctzlc in eindrucksvoller Rede auseinander, warum die Bestätigung des Mat» lates auch für den Nicnizionistcn als historisches Lreignis empfunden wird. liier wird zum ersten Mal das elementare Bedürfnis des. jüdischen Menschen nach einem normalen Leben in eine bestimmte• Form gebracht. Er betonte als N i ch t zio 11 i s t die .Verpflichtung aller J'Xcn heim Aufbau Palästinas 1nitz.ua;beiten.' Dr. Alexander Gold st ein, der kürzlich erst an; Amerika zurück• gekehrt ist verstand er, dis Hörer durch sriae Schilde• tung des amerikanischen Judentums und der Keren Hajcssodarbcit init/urvißeu. An der Hand verschiede- 11er Einzelheiten zeigte er den allgemeinen Willen des amerikanischen Judentums für den Au.bri Pa;istin r«. das notwendige Ge'd zu geben. Hierauf verlas der Vorsitzende des Manifest der E x c k u t i v e und erläuterte den Inhalt des Mandates. In einer einstimmig angenommene» Resolution wurde Baitour, Weit?- mann und Soho'ow herzlichen Dank ausgesprochen und die Entschlossenheit kttndgcgcbcn, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für die Sache mitmarbviten. Große ManifcstMionsveisaoiniiung In Berlin Die Bestätigung des Palästinamandatcs durch de» Völkerbund fällt zeitlich beinahe zunammen mit dem 25. Jahrestag des Ersten ZDuisfcn-Kongrcsscs. Fünfundzwanzig Ji.hre nach der Formulierung des Baseler Progratraus i;t cito der wichtigsten Voraus• Setzungen für cii.־ Erreicht«;* des zioniäisdten Zieles, nämlich die öifcnilkh-techtüd« S'.0i1cru:»2 der l IcimstäU erreicht worden. In diesem Augenblick gilt cs, Rückschau zu halten auf den Weg, der zur Erreichung dieses Erfolges geführt hat, auf 25 Jahre zionistischer Arbeit seit Hcnis als utopLtisch verlachtem ersten Auftreten, sowie in die Zukunft zu bücken und sich klar zu werden über die großen Aufgaben, die jetzt dem Judentum gestellt find. Die Berliner Zionistische Vereinigtaig ruft die Derlincr Zionisten ixtd darüber hinaus die ganze Berliner Judenschaft zu einer großen Manifestation*ver* Sammlung, bei der dieses Ereignis gefeiert werden das christliche fraglos ausschlaggebende Dogma die Bedeutung dieser Idee für das Judentum übertreibt und dieses so im Spiegel einer fremden Anschauung ef• scheint. Das Christentum, am dem Brod sich vor allem orientiert hat, ist das lutherische, wie cs seine Dar• stcilung in dem Buche von Ricarda Huch über Luther gefunden hat. Vielleicht wäre er zu wesentlich anderen Ergebnissen in bezug — nicht auf das Christentum, sondern auf das Judentum gekommen, wenn ihn nicht dieser ״Luther'*, sondern die Darstellung des calvinisiischcu Christentums durch den von ihm mit Recht hochgelobtcn Max Weber in seiner Einstellung beeilt• flußt hätte. Uns scheint die Frage der Gnade so zu liegen: Religion ist und bleibt im eminenten Sinne Ergriffen• sein vom Transzendenten; Heidentum in der von Brod umschriebenen Gestalt ist darum die genaue Formel für Irreligion. Die Transzendenz, erfährt ihr Maximtun in der Mystik, deren akosmistische Seinsauffassung das Diesseits in jedem Sinne ausschaUet. Die Form also, iu der vom Religiösen an der Religion gesprochen, in der es milgctcilt werden kann, ist allein Metaphysik. Und Brod ist im Recht, -~ und er verdient als Jude Dank, — daß er diese!» Tatbestand unterstreicht. Die religiöse Erfahrung für die dualistisch eingestellte Seele beruht mm darin, daß sie das Göttliche in seiner Selbst* darreiclmng in die Sphäre des Menschlichen hinein empfindet. Dieses Göttliche an sich ist von der Diesseitssphiire her mit ihrer ücgrifissprache in eigentlich• sfer Bedeutung unfaßbar; daher denn auch der echte Mystiker schweigt, und wo er zu sprechen versucht, stammelt. Seinen Sinn, der als ״Sinn‘׳ nur für den irdischen Bereich faßbar ist. kann das Göttliche bloß ' , DU ööti'irhi ‘versa