Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 59 (28.7.1922)
- Date
- 1922-07-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 58 JUEDlSCHß RUNDSCHAU Seite 38S Fragen des Delegierlentagcs Propaganda \011׳ Karl Glaser, Nürnberg. Der Einfluß der zionistischen Bewegung reicht weit über. zionistische Kreise hinaus. Unsere Ideologie ist ־positiv oder negativ richtunggebend für eile jüdischen Parteien; unsere Taktik beeinflußt deutlich ihr Vcrhallen; unsere Aktivität, unser lebendigeres Judentum liat uns die Führung auf den verschiedensten Gebieten «erschafft. Die jüdische Jugend erhält in all ihren Gruppierungen das Gesetz ihrer Entwicklung vom Zionismus, Der deutsche Jude, der jüdische Künstler und Gelehrte vcitxi sich immer wieder mit der nntionoljüdisehen Idee ausclnandcrsctzen. — Das sdiciucn viele Zionisten nicht zu wissen — sie würden sonst weniger von Stagnation der Bewegung reden. — Nicht zio nisten sind sich häufig klarer darüber ats wir selbst; man weiß, da» ohne uns jüdische Arbeit nicht gedeiht, mul daß uns bei aller zur Schau getragenen Ablehnung die deutsche Judcnl1e.it braucht, ja daß sic unter der Ein- Wirkung des Zionismus eine andere geworden ist. Die Zionistische Oiganifation selbst ist bei alledem überraschend einflußlos; sie scheint tatsächlich zu st.1gnicrcn. Der Kreis unserer zuverlässigen und aktiven Gesinnungsgenossen bleibt klein, der unserer Mitläufer erweitert sich nur langsam. Die deutschen Juden wissenseit einiger Zeit, was Zionismus ist und will und haben sich damit abgefunden. Sie billigen unsere ßestrebun• gen oder lehnen nie ab; aber selbst die Billigung vcranlaßt nur den oder jenen Zionist zu werden. Statt dessen fügt man Teile unserer Beweisführung oder unscres Programms dem Programm der eigenen Partei oder seiner persönlichen Anschauung ein — man assimiliert sich ein Stück Zionismus. So drückt man sich vor entscheidender Stellungnahme und behält ein gutes Gewissen, ,! , ן Der Gründe dafür gibt cs viele. Zweifellos schreckt — ganz minderwertige Motive seien nicht erwähnt — die Wucht der zionistischen Forderung, die Schwere der finanziellen Belastung. — Es wäre auch propagnndl st i sch falsch, darauf Rücksicht zu nehmen. Das deutsche Judentum ist ln Bewegung, wohl erst am Anfang einer über kurz oder lang noch deutlicheren Ent- Wicklung: der Zionismus ist der Schrittmacher; wären wir nicht weit voran — ehe anderen wären sehr weit zurück, Uebrigens würden wir durch Nachgiebigkeit kaum mehr, sicher aber wertlosere Menschen gewinnen. Wäre bei uns alles Hingabe und vorwärts* drängende Arbeit — wir ständen in jeder Hinsicht besser da, auch wenn wir noch mehr verlangten als heute. Denn nur das Große und "Ungewöhnliche ist wirksam, nur die kraftvolle Bewegung reißt mit. Lauheit uiul Mittelmäßigkeit iüidet jeder schon reichlich bei sich selbst; er braudit sich deshalb nicht zu bemühen. Je gefährlicher also die Krise des Augenblicks ist, desto mehr müßten wir sein, was ,wir sein sollten: eine Bewegung, die Menschen innerlich wandelt und Kraft und Willen Vieler auf ein großes Ziel hinfenkt, Begünstigt die Zeit bourgoiscä -Bedürfnis nach Ruhe, eigensüchtige Neigungen; Scheu vor jeder Art von Emo- Borten -» wir dürften nicht nachgeben, wir müßten gegen die Zeit arbeiten. Aber das ist eine Frage des zionistischen Geistes tmd nicht zionistischer Propa* ganda: sie •sei gestreift, weil ohne diesen Geist Propaganda unnütz, ja schädlich sein müßte. Wir haben hier vielmehr nach dort: zu fragen, was gegenwärtig praktisch geschehen kann. Wir haben m. E. zwei Chancen: einmal die, eine Anzahl wertvoller und uns ihrer ganzen Einstellung «ach geneigter Menschen 2u gewinnen — wir fanden Beziehungen zu Urnen durch unsere Jugendarbeit, unsere Gcrocindctütigkcit und vor allein während der Keren Hajessod■• Aktion zweitens aber die, unserer Sache durch eine Erweiterung unseres Aufgabenkreises rnchf als bisher die ln* teressen der deutschen Juden zu vcr* knüpfen. So könnten wir der Organisation wert- Volte Kräfte, so die notwendigen Mitläufer gewinnen *־־ vor allem aber verhüten, daß nach gedankenloser Werbearbeit die oder jene Provin:Ortsgruppe von Halb- oder VicrtclzionUtct» überschwemmt und in ihrer zio׳ nistlschcri Intensität geschädigt wende, Die Ausnutzung beider Chancen erfordert Luten nlve Arbeit und damit eine Erweiterung unseres Organisationsapparates. Jetzt machen wir Ke• reu Hajessod, gewiß die größte und wichtigste Aufgabe Aber die Organisation opfert sich dafür auf und wird für eine Fülle notwendiger Arbeiten gelähmt Hätten wir nuhr tätige Menschen — weder das eine noch das andere brauchte °2u leiden. Matt könnte ciuwcmlcn, die Ziotusiischc Vereinigung sei zu schwach, um einen größeren Apparat zu tragen. Gut — aber ohne einen sülchen dürfte sic ule {Luattzic'l, zahlenmäßig und politisch stärker werden. Der Wert hauptamtlicher Tätigkeit wird in unseren Kreisen kaum mehr irgendwo bestritten. Mau weiß, daß sie sich bezahlt macht; große Ortsgruppen und fast alle Gruppenverbände verlangen einen Sekretär.^ Der Delegierten{#!׳ sollte das Seine dafür tim, daß der Organisation in Zukunft ausreichende und hoch* . Wertige Kräfte zur Verfügung stehen. Man habe den Mut, Mittel zu bewilligen, die cs dem zionistischen Beamten und seiner Familie ermöglichen, auszukommeti; mm sorge weiter für das Erwachen eines zionistischen »Staatsgcfühls“, das dem Beamten di: ihm gebührende Stellung cinräumt. Aufgabe der natiotialjüdischen Ju- Ciundc aber wäre es, geeignete Mitglieder^ für den texiberuf zu gewinnet und ihnen die Möglichkeit zu gehen, sich darauf vörzubcrcitcrt, Verzichtet man endgültig auf Nörgelei Und geringschätzige Beurteilung, db nicht anspornt, sondern verärgert, sorgt man für geeignete Ausbildung ttnd, Fortbildung der Beamten, so wird man — mögen die Anforderungen an Hingabe und Leistung noch so hoch sein — die Menschen haben, die man braucht. Dann wird man emllldt Ortsgruppen* und Gruppenverhandssekretäre besitzen und damit der Arbeit in der Provinz Stetigkeit und dauernden Antrieb geben können. Dia Provinzsekretäre werden mehrere Jahre an einem Orte bleiben, sic weiden Menschen und Möglichkeiten ihres Bezirks genau kennen lernen mul Beziehungen schaffen, die man von der Zentrale mts nie a «knüpfen könnte. Gewiß werden sie nicht auf ehrenamtliche Mit* arbeit verzichten: im Gegenteil; diese ehrenamtliche Mitarbeit gälte es zu moU'isiercn, Innerhalb des Sekre* tariats wären Ressorts Von freiwilligen Helfern zu ver* walten, unbeamlete Gcstmiiuigsgcnosscti müßten sich mit dem Sekretär in die Rclsctütigkcit teilen. Allmählich würden sich die Bezirke organisieren; die Gruppenver* b.uidslage wären nicht mehr gelegentlich Zusammen* kiinftc ohne weitere Folgen, sondern Etappen einer stetigen Arbeit, ln enger Zusammenarbeit mit dem Sekretär übernimmt ein Gruppenverbandsvorstand die verantwortliche Leitung der zionistischen Tätigkeit; alles sei daraul eingestellt, re eilt viele Menschen zionistisch zu beschäftigen, ihnen di! nötigen Kenntnisse, Fähig* keiten und Beziehungen zu verschalten, damit die Konti nurtät der Arbeit gewahrt bleibt, auch wenn der Be zirkssekretär wechselt — denn es wäre unblltig, Ihm auf die Dauer die Möglichkeit des Vorwürtskommens und der Erprobung seiner Kräfte am größere« Aufgaben zu verschließen,! Aufgabe des Sekretärs und seiner Mitarbeiter übrigens aller tätigen Gesinnungsgenossen — wird es nun sein, die Beziehungen zu den deutschen Juden auszuwerteu, die wir seit kurzem besitzen. Wir sind mit vielen Menschen ziminmcngckommcn, kein Kreis ist uns eigentlich mehr ganz verschlösse«. Wir haben die Pflicht, uns an die vielen Einzelnen -zu wenden, die Zionisten sein müßten — und cs leider nicht sind. Sie können nicht bleiben, was sie sind; sic müssen entweder mehr —׳ aJso Zionist oder weniger werdet!, d. h. uns verloren gehen. Man stelle sie vor die Entscheidung. Viele von uns fühlen sich wohl in der Neutralität der Keren Hajcssod-Wcrbiuig. Jetzt aber müssen wir von Zionismus reden! Man ziehe geeignete Leute zu Besprechungen im kleinen Kreis heran, man lade sie zu sich ein, man mache Besuche, einmal nicht um Geld, sondern um Menschen zu be kommen. Es muß gelingen, st« selbst uns zum Bundes genossen gegen dte eigene Scheu sielt fcstzulegcn, zu werben; dazu gehören uriaüfdriagllchcr Takt, Bcschla׳ genheit und Beharrlichkeit. Die Jugendarbeit freilich hat Ihre eigenen Oe setze. Hier sind di: MögUth'celiCn des Erfolges größer, ebenso aber auch dte Möglichkeiten, ihn zu gefährden Jedenfalls braucht die Orgnni.inllon wieder einen Jugend Sekretär und sei cs nur, mit Entwicklungen zu beobach teil und Fühlung zu bewehren. Sonst könnten wir gelegentlich selbst bei u!19 «ehesteilenden Bünden pekv liehe Uebcrracchtmgcn erleben und hätten nicht einmal die Chance bescheidener Einwirkung. Die Propaganda freilich bei der Masse de deutschen Juden wird nicht sehr Intensiv sein können. Sie wird sich wie lilrhcr der Einwirkung durch Presse, öffentliche Versammlungen, Bröschürcnvcrtci- Itnig und vor allem Verbreitung der Sammelmlttel uttsc׳ rer liistiluttoncii bedien.-n. Auch diu Na'ioiinlfondsbüehsc ist ein Instrument der Mctigcheiigcwlnniuig. — ES wird daneben im wohlverstandenen Interesse! der Bewegung nötig sein, sielt Aufgaben zuzuwemten, die durch die gegenwärtige Lage der diutschen Juden bedingt sind. Krapotkin sagt tinntsj ungefähr, jede revolutionäre Bewegung sei verloren, die nicht mit den Bedrückten und Erniedrigten gehe. Der Sitz mag auf die deutschen Juden unbedingt Anwendung' finden! sicher ist aber, daß wir sie nicht gewinnen werden, wenn wir auf ihre Sorgen — und das ist der Antisemitismus — dauernd keine Rücksicht nehmen. Der Zentralerem ist für ruhige Zeiten da; er versagt, wenn c3 hart auf hart gciiit die bürgcrlichan Kreise, auf die er wirken kann, werden den Juden weder viel tun, noch viel für sie tun. Da wir bei der Rechten weder etwas zu vcr* lieren, noch — trotz Natttnann — etwas zu gewinnen haben, bliebe die Einwirkung aüf die Arbeiter* schalt übrig, die freilich von entscheidender Wichtigkeit ist. Sollte sich hier nicht würdige und wirksame Aufklä-!ungsarbeit leisten la:6cn? Wir könnten a’s Juden mit den Nichtjuden Zusammenarbeiten, dte gleich uns ein Interesse daran haben, dcu[3chvö!',kc!!cr Vergütung den Weg kt die Arbeiterschaft zu sperren. Wir würden nicht gleich amicrcii Gruppen entwürdigende Bekenntnisse zum deutschen Volkstum ebzugeben brauchen, wir würden sein, die wir sind und nagen, wa» i:*t. Reichen unsere KraÜc für solche, vic'leteht recht ausgedehnte A1 beit nicht aus, so könnte man den überall ad hoc geschaffenen Gruppen der Jüdischen Yclklpartei reine gemeinsame Organisation und dies sils Aufgabe geben. Sie würde erleichtert werden, wenn der' Delegicrtentag eine klare Formulierung für die Stellung des Zionismus in Deutsch* land zum deutschen Gemeinwesen führen würde, die unserer radikalen zionistischen Auffassung und unserer tatsächlichen Eüutc!l:mjj in deutsche! Össcitelteit und Geschick göre:!;; wird. Ein erhebt eher Aniaiigrer.'o'ß unserer Betätigung auf diesem neuen Gebiete würde uuS Aufmerksamkeit und ,Vertrauen weiter Kreise zuwenden, Vielleicht wttr* den manche unserer Freunde vom Blnjan Haart» hier mit uns Zusammenarbeiten :wollen, vielleicht wäre hier ein Weg zu erwünschter Verständigung mit ihnen zu finden. Darüber hinaus würden wir, gestützt auf einen großen Teil der deutschen Juden verlangen können, daß die Bekämpfung des Judenhasses allgemein-jüdisch« Sache, der ausschließlichen Kompetenz einer jüdischen Partei entzogen werden müsse, Sieber wäre, daß solch« Arbeit für die jüdische Gesamtheit auch der Zkmisti• sehen Organisation zugute kommen würde. Daß der Besuch trnserer öilentHchcn Versammlim• gen dadurch gefördert werden wüide, ist klar. Wir hätten nette wirksame Themata, und würden wissen, sie ln unserem Geiste zu behandeln, Auch unsere Preise wütde davon profitieren. Wir brauchen, neben der ״Jüdischen Rundschau“ uns nahestehende jüdisch« Zeitungen, die auch von Nlchtzionlsten gelesen werden, Nachrkhtcntcil Und Feuilleton wären von einer Zentral• steile aus zu liefern. Der Leitartikel und der lokale Teil wären örtlich zu redigieren. En gewisses Niveau wäre zu wahren, deshalb dürften diese Blatter nicht lokal gar zu beschränkt sein. — Vielleicht wäre e« gsur möglich, alle bestehenden zu einem großen Organ zu vereinigen, Daß cs denkbar wäre, auch dann örtlichen Wünschen cntgcgcnzukonuncn, zeigen einige schon mdteinemte Zeitungen. , . 1 ׳ j Das waren im wescnläichcn meine Vorschläge. Um ekten Anfang wirksamer Propaganda zu machen, rege Idi an, die diesjährige Winterkampagne mit einem Werbe• monat zu eröffnen, für den alle verfügbaren Kräfte aufzubieten wären. Eine gut vorbereitete Besprechung aller nichtbeamteten und beamteten Funktionäre, ja alter zur Mitarbeit Bereiten während des Drfegiertentages dürfte notwendig und nützlich sein. Ebenso nützlich wäre die geistige Vorbereitung unserer Menschen durch die zionistische Presse. Vieh: von uns stehen so sehr in der Organisation, daß sie die Gründe für ihr Zionist• werden bereits vergessen haben. Man rufe sic Ihnen durch Behandlung geeigneter Themen Ins Ocdächtnis zurück; man behandle vor allem׳ wieder das Individuell« JitdcnproMcm. Demi die Menschen, mit denen wir in der nächsten Zeit zu hm haben werden, wollen Antwort auf ihre Fragen, wollen Erlösung aus Ihrer eigenste« Judennot durch den Zionismus. Hljas verhaftet Der Häuptling der ״Erwachenden Ungarn״, Hdji*. ist wegen eines neuerlichen Einiatts in das Burgcnlana nun endlich verhaftet worden. Ueber die hierdurch hervorgerufeno Aufregung und antisemitische Hetze meldet die ״Frankfurter Zeitung": Die Nachricht von der Verhaftung Hejas hat in den Kreisen der ״Erwachenden Ungarn“ unbeschreibliche Aufregung verursacht. Schon gestern abetid wollten die ״Erwachenden Ungarn“ eine Versammlung pbhatten, was jedoch von der Polizei nicht gestattet wurde.. Heute früh wurden zehntausende von Fliigzcttcln der ״Erwachenden Ungarn" von einem durch die Straßen rasenden Auto unter die Menge verteilt. In dem von antlsemitischen Kraftaur, drücken strotzenden Text der Flugblätter heißt cs u. a.: ״BrÜderl Wir alle sind ins Gesicht geschlagen worden. Wir alle sind gedemiitigt. Unsere Blutsauger, die gestern im , Lichte ihrer Freitagskerzen Freudenges* sänge anstimm ten, und die Kricgsmillionärc wer* den 111 ihrer heutigen Laune zehnmal mehr Champagne!1 trinken für das Geld, das sic unserem Blute und Schweiße abgezapft haben. Diese Demütigungen dulden wir nicht. Iwan H 6 j a s lassen wir nicht. Mit stürmischen Rufen donnern wir den frohlockenden Juden und ihten feinen Bundesgenossen, den verräterischen Christen, zu: Wir sind die Nation; wir sind die Herren und keine Gewalt der Hölle kann 1ms niedertreten 1 Auf unseren Schultern wird Iwan Hejas aus seinem Kerker herauskommen luul für alte Leiden und Demütigungen weiden diejenigen zahlen und büßen, die jetzt jubeln 1“ Die Flugblätter wurden sofort bcschlagnahmt und gegen die Verbreiter, die samt dem Auto von der Polizei fertgenoxmeti wimten, da* Verfahren elngelettct. ״*״ Urteil gegen Pogrombandc« Minsk. (J.C.B.) Das litesige revolutionär« Tribunal hat den Führer der S a v in ko w - Po•* gröm banden in Weißrußland, Lobukow« K a 11 i n, tmd seine engeren Komplizen zum Tode durch Erschießen verurteilt. Mehrere andere an den Pogromen gegen die Juden beteiligt gewesenen Personen erhielten Zuchthausstrafen. Oragnlsierung der Rutenberg*Gesellschaft London (J. C. B.). Auf einer von dem Vorsitzenden des palästinensischen Economic Board in England, Sir Alfr.ed Mond cinb*rufeiten Konferenz wurde eine Aktie n-Gcscllsclinft zur Durchführung des Projektes des Ingenieurs Pincus Rutenberg für die Ausbeutung der Jordan-Wasserkräfte gegründet. Anwesend waren u. a.t Sir Alfred Mond, James de Roth- Schild, die Vertreter des Wirtschaftsrates der Zionistischen Organisation Georg Halpcrn und Isaac Nciditsch. sowie der zu dieser Konferenz speziell entsandte1 Vertreter des amerikanischen Pakstine Development Council (Brandeis- Gruppe) Samuel J. Rosengon. Die Gründer der Gesellschaft werden selbst dort dritten Teil der Aktien behalten, die übrigen zwei! Drittel werden Schon in allernächster Zeit Im öffentlichen Handel erscheinen.