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Jüdische Rundschau · 1922-07-21 · Heft 57 (21.7.1922) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 57 (21.7.1922)
Date
1922-07-21
Page
– (sequence 3)
Language
German
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I /i ־ r״■״ Nr. 5? u 1a 1alin- I 11 pr er• der l>> Ml<ä * CiV■ für % ihr len Paein der die die len EU• •iafisdie K<l »s Xi■ ric• in ein Sisnft v»:1 pobepic nte C. »Ile Pardc Ute ES־!•ait kn. mit ier־ de. «er ■en, ich. uß rfit, die > zu der eit« für nas teil Deutschland en den re uz 'cH- und Ines ־beit sailr Ec• sehe eine Mah reile ׳.״ e. Ar*!steil «ein Jil* de« n!יי ,a: ׳c. de s0rt* ioiiijgen um die dien, fü8״ Der Weg des Centralvcreins Lru ־-er Artikel ,,Der Weg des deutschen Judentums''‘ trat die erfreuliche Wirkung gehabt, daO nun ersten Male ais Antwort auf unseren Aufsatz die C. V.-Zcitung einen gritiHlsal/Jirlieu Artikel gebracht hat. Man kann das als einen Beweis dafür anschen, in welchem Maile das nidu/ionistisce.e deutsche Jidcntum von der zionistischen Fragesldhm״ beeinflußt wird. Der Artikel der C. V,- Zeitung, ״Wir und die W e 11 p o i i t i k “ von Ltidjvig Holländer, beschäitigt sich gru;1ds,'i;z!id1 mit dein Problem positiver jiidisdicr Arbeit und mit der Frage der Notwendigkeit und NützKdikcit , (Mischer .Welt* politik. Der Verfasser geht davon ans, daß die Aufgabe des C. V. eine doppelte sei: Kampf um die Gleich• bereditigung der deutschen Juden mul Pflege unbeirr* barer deutscher Gesinnung, ihr glaubt, daP, dieses Proprraimn, das seine Aeußcnmgei« in der Bekämpfung anti* semitischer l Übergriffe findet, als positive jiidLsdie Arheit zu werten ist. Herr Holländer irrt, wenn er glautat, daß wir den Kampf gegen einen Feind des Judentums wie de« Antisemitismus an und für sidi in seiner Beilcutung herabsetzen wallen. Jeder gesunde Organismus wird das Bedürfnis spüren, seine Stellung zu verteidigen und sich gegen Feinde zur Wehr zu setzen. Er wird darin freüch nie den Selbstzweck sehen, sondern das Ziel wird für Uui sein, sich nach Ueberwiudung dieses Feindes der positiven Leistung, nämlich der Entwicklung und Entfaltung der eigenen Kräfte zuzuwenden. Unsere Kritik hat sich stets dagegen gerichtet, daß der C, V. in dem Abwehrkampt" als solchem die Aufgabe des deutschen Judentums erblickte, und daß er vermutlieh in die größte Verlegenheit kommen wünie, wenn einmal der Antisemitismus zum. Schweigen gebracht und die Gleichberechtigung der deutschen Juden außerhalb alles Zweifels gestellt worden wäre. Sieht man in der Frage der Gleichberechtigung das einzige Aufgabengebiet des C. V., worüber zu entscheiden nur dein C. V. selbst zusicht, so muß ma31 sich über die Bedeutung dieser Arbeit im Waren sein. Er muß verstehen, daß seine Arbeit sich auf einem ganz beschränkten Gebiet der Tätigkeit des deutschen Judentums bewegt und ihn infolgedessen nicht legitimiert, zu allgemeinen Fragen des deutschen Judentums oder gar des Weltjudcntmns Stellung zu nehmen. Herr Holländer müßte nicht namens des Centralvcreins den Begriff jüdischer Weltpolitik ableimen und bekämpfen, sondern erklären, daß die Betuligir.g an jüdi-.dicr Weltpolitik nicht Aufgabe des Ccntralvercins sei. Der Unterschied, der von ihm zwischen jüdischer Wdtpoüük und den allen Juden geincinsamcn außenlctrtschcn Problemen gemacht wird, erscheint uns ein recht ki'snstüdicr und bedeutet jedenfalls bereits eine sachliche Stellungnahme zu Problemen, die nicht im Bereich der Centralvcrcinsarbcit liegt. ,Wir haben im gleichen Artikel darauf hingewiesen, daß cs einte vorübergehende Strömung kn Centrajvercin gegeben hat, die ein so bescheidenes Programm für unzureichend hielt und unter Benutzung einer von uns geprägten Tcnninologie ein positives jüdisches Programni fordert. Wenn es auch niemals zur Ausarbcitung eines solchen gekommen Ist, so zögt doch jeder Blick in die Jahrgänge 19i9 bis 1921 der Zeitschrift ״Int deutschen Reich“, daß der Zentralere re in wenigsiens versuchte, allgemein-jüdische Aufgaben in den Kreis seiner Betrachtungen zu ziehen. Herr' Binjamin Segel, der damals unter dem! Namen ״Verax“ schrieb, behan- «leite damals Palästina und Ostjudcufragc Ln einer Art und Weise, die wir nach Form und Inhalt ablchncn mußten, aber die doch zeigte, daß cs vereinzelte Vcrsuche gab, den Gesichtskreis zu erweitern. Wir konsiaderen, ohne darüber Befriedigung oder Bedauern zu empfinden, daß diese Versuche wieder völlig 'cingcschlafen sind. ' ׳; Es wäre zwecklos, an dieser Stelle das Problem jüdischer Weltpolitik noch einmal grundsätzlich zu behandeln. Das müßte 7.11 einer völligen Anirolhmg der zionistischen Theorie führen. Wir befürchten, daß der Grundsatz des Centralvcreins, den Holländer mit den Worten formuliert: ״Ucbcr Deutschland ״dien wir nicht hinaus,“ *u sehr bedenklichen Konsequenzen führen wird. Auch die ungarisdien Juden haben es abgcldint, über Ungarn liinauszngclicn und Laben bestritten, daß cs eine einhviiliciie Judenfrage in der Welt gibt, von der der Antisemitismus hur das auffallendste Symptom ist. Sic haben für ihre Kurzsichtigkeit bitter genug büßen müssen. Der Centralvcrem sollte den Vorgängen im deutschen Judentum nicht allein sein Augenmerk schenken. Er s'׳'ä;c sehen, mit wc'dicm Erfolg heute die antisemifische Internationale überall arbeitet, er sollte sich die 'Trage voriegen, ob die Verhältnisse in Deutschland durch fre Vorgänge nach dar! Rafhcuau-Mord sidi irgendwie gebessert haben, und er wird vielleicht zu dem Ergebnis kommen, daß auch der Schutz gegen den Antisemi- *Kmus nur dann möglich ist, wenn eine 'jüdische Welt- Politik vorhanden ist. Das geht freilich nur, wenn man Wo! Begriff der jüdischen Weltpolitik nüchtern und ob- Mrtiv betraditet und nicht mit dem' bewußt oder unfac- Nßt vorhandenen Gefühl, sich gegenüber dem Anti- Semitismus eine Blöße zu geben, wenn man das Seineekßespenst einer jüdischen Weltpolitik bejaht. Der Genhalverem weiß, daß das, was wir damit meinen, nichts Mt jener geheimen Weltherrschaft zu tun hat, von der fleutsche Antisemiten phantasieren. JUEPISCHE RUNDSCHAU Kleine Ursachen, große Wirkungen ־ Wegen des Streiks verspätet. Zu welchen Folgen manchmal die harmlosesten Vorgänge Anlaß geben können, zeigt der Leitartikel des Agudah - Organs, des ״Israelit“. Als nämlich vor einigen Wochen die llochschule für che Wissenschaften des Judentums die Feier ihres fünfzigjährigen Bestehens beging, befand sieh unter den Gratulantei» auch der Hebräische Ikth Wand Ln Berlin, der aus diesem Grunde eine Feier veranstaltete. Der harinlose Leser wird kaum sehen, daß sidi aus dieser ziemlieh gkcihgültigcii Tatsadie Stoff für einen mehr als vier Spalten umfassenden Lcitartjkct holen läßt. Dcnnodi ist dies geschehen. Die Uebcrsdirift ״Deutsch-hcbräisdics Rcforiujudcntum“ gibt den Weg an, den der Redakteur^ des ״Israelit“ dabei gegangen ist. Alsa, es handelt sich darum, daß die bisherige Auffassung, die zwischen dem Reformjudentum und dem Zionismus die stärksten Gegensätze sah, eine durdiaus irrige ist, daß in Wirkliehkeit zwischen beiden Richtungen eine innere geistige Verwandtschaft besteht, die sich In letzter Zeit immer deutlicher den entsetzten Augen der Agtidali- Orthodoxie enthüllt hat. Die Zionisten haben erkannt, daß die Herrische Parole ״Eroberung der Kultusgcmetn- Soeben erschienen Eine Programmschrift Dio Schrift beleuchtet die Palästinaaufbaufrage von einem parteilosen, allgomoin-jüdischen Standpunkt aus PREIS MARK 2.- 801 Sammelbestellungen Rabatt Bestellungen elnd zu rjehten an: :isciics PaiäsiinawsrK e.u.) BERLIN WIB EU Seite 360 90, daß zwischen den zkwiistiscjien Bestrebungen, die eine IWlcd«־Verknüpfung des jüdisdicn Volkes mit seiner nationahm Kultur bezwecken, und den Bemühungen liberaler jüdischer Kreise, wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiete jüdischer Vergangenheit1 zu leisten, Berührung*, punkte bestehen, und wir Inbcn cs freudig begrüßt, daß die Lelrranstalt für die Wissensduftc« des Jwfcrv• tums gerade im Laufe der letzten Jahre z. B. dem modernen lebenden Hebräisch weit größere Beachtung als vorher geschenkt hat, und z. 15. haben vier in Berlin lebende Schriftsteller hebräische Vorträge voranstattet, was vor einem Jahrzehnt nicht möglich gewesen , ist. Auf der anderen Seite mehrt sich die Zahl der. jem'gcn jungen Zionisten, die den Weg zu wirklicher Wissenschaft zu ״dien versuchen. Dabei verkennen wir Zionisten keineswegs, daß ein wesentlicher Unterschied zwischen einer rein antiquarischen Gelehrsamkeit und einer lebendigen, im Volkstum wurzelnden Wissen- Schaft bestellt und daß die' heulige Wissenschaft des Judentums, wie sie in Deutschland gepflegt wird, nicht ohne weiteres immer der?weiten Richtung znzurcclmcu ist. Aber wir glauben, daß 'wir die vom deutsche« Judentum geschaffenen Institutionen, die ein tieferes Eindringen hi jüdisches Wissen ermöglichen, für unsere Menschen benutzen nollcn, und daß durch Mitarbeit an solchen Institutionen, soweit deren rein Wissenschaftlieber Charakter gewährleistet ist, uns wiederum die Mög. liehkeit gegeben wird, durch eine stärkere Betonung der nationalen, kulturellen Kräfte für diese Institutionen Sorge zu tragen. Allgemeine Parfeivcrmcngung zwischen uns und den Liberalen braucht der ״Israelit“ nicht zu befürchten. Das eine aber mag er sidi gesagt sein lassen, daß er zionistische KMfte überall am Werk finden wird, wo cs gilt, ein starkes, lebendiges, einer Entivicktung fälliges und nicht auf starren Buchstabenglauben sich beschränkendes Judentum entwickeln zu helfen. Vielleicht gibt cs dem ״Israelit“ auch zu denken, daß cs trotz aller scharfen Kämpfe, die es zwischen uns und den liberalen Juden gegeben hat und sidicrlidi wieder geben wild, nicht zu verkeimen ist, daß unsere Arbeit in diesen Kreisen Früchte getragen hat. Vielleicht fragt sidi einmal der ״Israelit“, woran es liegt, daß seine Auffassung keine werbende Kraft bewiesen hat und daß die Menschen, die der Krieg dazu veranlaßt hat, über ihr Judentum und ihre Stellung zum Judentum nachzudenkcn, daraus die Konsequenz gezogen haben, Zionisten zu werden und nicht Agudisten, F. L. den“ sich als unpraktisch erwies, und sie habe« deshalb einen neuen Weg cüigcsdilagcn, den Weg der Eroberung von innen heraus, für den der ״Israelit“ eine Reihe von Beispielen zitiert. Das ״Hamburger Israelitische Familienblatt“ z. B. ist heute für den Keren Hajcssod, in der Berliner Gemeinde und im D.-J. G.-B. ist der Einfluß der Zionisten im Wachsen begriffen, und nun geht es an das ״Mark des liberalen Judentums“, und der ״Israelit“ zweifelt nicht daran, daß cs Wer im Geistigen so gehen wird, wie im Politischen, der innerlieh haltlose Liberalismus wird dem zionistischen Einfluß sich nicht entziehen können. In der Tat, was soll man auch gegen eine Partei wie die zionistische machen, die nach Ansicht des ״lsraclit“> ״unter neutraler Flagge wie Sccpiratcn hie und da auf Beute ausschaut“. LHc Gefahr, die der ״Israelit“ für seine Richtung in diesen Vorgängen erblickt, liegt darin, daß Menschen, die durch das Kricgscrlebnis religiös geworden sind und einen Weg zu ihrem Judentum suchen, wenn sic ins Lager der Orthodoxie ziehen wollen, hierbei von den ztonistisclicn Seclcnfängem abgefangen und dm־ zksiisü* sehen Sache zugeführt werden. ״Anders als sonst in Mcnsdicnköpfen malt sich in diesem Kopf die Welt", ist man versucht zu sagen, wenn inan sich diesen Gedankertgang vergegenwärtigt hat. Wir Zionisten freilich sehen die Sache wesentlich einfacher und unkomplizierter. Wir glauben z. B., daß die Kraft unserer Idee zwar keineswegs bisher imstande gewesen ist, das deutsche Judentum mit sich fort zureißen, daß es ihr aber möglich gewesen ist, für bcstimmte Auffassungen und für bestimmte Aktionen eine engere Fühlung herbeizuführen. Wir glauben, daß der ״Israelit“ die Liberalen etwas unterschätzt, Sic sind nicht töricht und unüberlegt auf unsere listig gestellten Fangnctze hcrcingefallcn, sondern sic haben erkannt, daß auch für sie allgemein-jüdische Verpflichtungen existieren, und daß insbesondere der Aufbau Palästinas eine solche Pflicht ist. Es ist schlimm genug, wenn die Orthodoxie von der Richtung des ״Israelit“ sich von den Liberalen, denen sic sidi doch an wahrem Judentum 90 sehr überlegen glaubt, in diesen und anderen Dingen besäumen lassen muß. Wir jedenfalls glauben, daß die Teilnahme eines großen Teiles des deutschen libcralcn Judentums am Keren Fiajcssod1 eine wichtigere Mizwnh gegen Ercz-Israel ist als alle Vcrsudte der Agudali, sich ohne Leis hing, ja ohne das Versprcdtcn einer Leistung, Eingang in die Jcwish Agency zu versdiaffen. Eine andere Frage ist die des Verhältnisses von liberalem Judentum und Zionismus in geistigen Dingen, der Auffassung vom Wesen des Judentums. Hier erscheint es uns zunächst ein unzulässiger Wortgcbraudi, wenn der ״Israelit“ die von dem Geist der Wissenschaft des Judentums beherrschten Kreise, wie sic heute auch etwa in der Hodisdiulc für die Wissctisdiaft des Judentums zu finden sind, mit dem Namen ״Reformjttden“ bczddmct La des Sache selbst aber liegt es Eine öffentliche Anfrage In Nr. 23 der Breslauer ״Jüdischen Volkszcitung** vom 19. Juni schrieb ich tmlcr obiger Uebcrsdirift: Die ״Jüdisch-liberale Zeitung“ bringt in ihrer Nr. 22 einen Aufsatz von Justizrat Bernhard Breslauer-Berlin, Ehrenvorsitzender der ״Vereinigung für das liberale Judentum e. V.“. In diesem Aufsatz, über den manch kritisches Wort zu sagen wäre, heißt es u. a.: ״Jetzt braucht der Zionismus Geld für Palästina. Da wird der Keren Hajcssod geschaffen; wieder ist die Sammlung notwendig für das Judentum, in Wirklichkeit soll und wird sie, ganz abgesehen davon, daß ein Teil des Geldes dem zionistischen NnlionaUonds zufließt, ausschlicßlidi zur Stärkung des Zionismus dienen. Mari scliob das Judentum vor, sonst gingen die Gimpel nicht auf die Leimrute. In der Tat fiat man damit sogar einige Falken gefangen und einige — Papageien“. Sehr vornehm! Das muß man wohl sagen. Dach darüber möge die Organisation befinden, deren Ehren- Vorsitzender der Herr justizrat ist. Wegen des letzten Satzes mögen die ״Falken“ mul ״Papageien“ sich mit ihm auseinander setzen. Ich möchte etwas anderes er* fahren: Dct Herr justizrat spielt meines Wissens mich noch in anderen deutsch-jüdischen Organisationen eine Rolle, die sich vor allem der Bekämpfung des Antisemitismus widmen. Da werden apologetische Kurse gehalten, — da werden neue Talmudübcrsctzungcn und wer weiß was noch veranstaltet, bloß um die Möglichkeit zu inbcn, den Nichtjuden die jüdische Wirklichkeit zu zeigen. Denn ' erfahrt er die Wahrheit, so ist ja vohl die Begründung, dann muß er authuren, Antisemit zu sein, oder er ist ein böswilliger — — das Beiwort mag jeder nach Gesclunaek sidi ergänzen. An den Nutzen dieser Methoden glauben im allgemeinen die bösen Zionisten nicht, was ihnen mnnclie übel neluncii. ״Man muß doch wenigsten* versuchen“ heißt es. Dabei versucht man schon in der Weise mindestens Jahrzehnte lang. . . . Aber warum sollten denn gerade die Antisemiten auf die Wahrheit hören? Tun es denn alle Juden, — tut es denn der Herr Justizrat, wenn es ihm nicht in den Kram paßt? Kann mim mehr in der ()Öffentlichkeit verhandeln, als es die Zionisten tun? Hat noch je ein zionistisdier Delcgicrtentag oder Kongreß anders als in aller Oeffentliehkeit getagt? Sind nicht jedem, der lesen will, alle Kongreßprotokollc zugänglich und alle Schriften des Keren Hajcssod und des Keren Knjcmcth (Jüdischer Nationalfonds)? Legen nicht alle zionistischen Instanzen und alle von Zinoistcn geschaffenen Fonds, wie die beiden eben genannten, in aller Ceffcntliehkät Rechnung־ über ihr Tu» und Lassen, über jeden Pfennig, den sie vereinnahmen um! verausgaben? Wie kommt der Fterr justizrat dazu, zu behaupte«, diese Geldsammlungc» ״(lienten ausschließlich der Stärkung des Zionismus“? Was soll der Nebensatz besagen: ״abgesehen davon, daß ein Teil des Geldes dem zionistischen Nationalfonds zufließt“? Weiß der Herr Jusfizrat nicht, daß satzimgsgemäß, und w׳ie jede Bilanz, jeder Bericht des Nationalfonds ergibt, kein Piemiig des Nationalfonds (Keren Kajeineth LcjisrneJ) anderen Zwecken, ab dem Bodenerwerb in Palästina oder seiner Bearbeitung zu gewandt wird! Weiß er nicht, daß auch vom Keren Hajcssod nicht ein Pfennig anderen als Aufbauzwecken in Ercz jir.racl znfließcn darf? ,Daß jede Verwendung von Nationnlfoiids- oder Heien Hajessod-Gcldern für zioni« stisehe Parteizweckc absolut ausgeschlossen ist? Er muß cs wissen. Oft genüg ist es oargdegt worden. Jeder, der gute!» Willens ist, muß cs wissen. — besonder» I

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