Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1922-06-30 · Heft 52 (30.6.1922) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 52 (30.6.1922)
Date
1922-06-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2652410-2652456--15014-2673443
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 342 J UEDISCH E RUNDSCHAU Nr, 52 52 Schaffung einer Ci e s a in t o r g a ״ i s a t i o n d 0 r jüdischen Gemeinden 1) e u t sc 111 a 11 d s stets mit allen Kräften gefördert haben. Wir haben darüber hinaus auch die Idee der Errichtung eines p r e u 11 i s e 11 e 11 L a »des v erbau d e s in 1 I h inzip unterstützt, einerseits weil wir bei objektiver Würdigung der Möglichkeiten zur Schaffung der deutschen Gcsaintorganisation bestimmte Aussichten auf eine nahe Verwirklichung nicht zu erkennen vermochten, und weil auf der anderen Seite notwendige Aufgaben vorhanden waren, deren besciileunigte Bearbeitung durch einen preußischen Landesverband als wünschenswert erschien. Vorwiesen sei hier nur auf die Regelung der Reciits- Verhältnisse der Juden in Preußen, auf die Unter- Stützung der in Not befindlichen Lehrer und Geineindeheamten in den kleineren und mittleren Gemeinden und auf die Erwirkung von Staatszuschlissen. Wir sahen in der Schaffung einer preußischen LandosorganisaUon ein'e von der Stunde gebotene organisatorische Notwendigkeit und betrachteten sie nicht als Selbstzweck, sondern lediglich als Mittel zur Erreichung der bezeiclincten Ziele. Es ist klar, daß eine SrmdtTorgam'sation der Juden in den einzelnen Landesteilen im Prinzip unsere Sympathie nicht finden kann und dali wir keinen Grund haben, den Partikularisnuis der deutschen Einzelstaaten auch bei der Organisation der deutschen Juden in Erscheinung treten zu lassen. Von zionistischer Seite ist auf der Gemeiiuletaguiig daher mit Recht darauf hingevvicsen worden, daß wir für das außerordentliche Pathos, mit dem die Schaffung des preußischen Landesverbamies von seiten des Berichterstatters der Berliner Gemeinde empfohlen wurde, keinerlei Verständnis aiifzubringen vermögen. Die Schaffung eines preußischen Landesverbandes kann für uns nur einen kleinen Schritt auf dem Wege bedeuten, der über eine Gesamtorganisation der deutschen Juden zu einer festen organisatorischen Verknüpfung der Judenheit in der ganzen Welt führt. Es wurde deshalb von zionistischer Seite recht deutlich liervorgcliobcn, daß der preußische Landesverband sich entschieden für die Schaffung der deutschen Gesamtorgaiiisatiou eiuzusetzm habe. Diesem Gedankengange ist alsdann auch in einer Resolution Rechnung getragen worden, die dem Landesverband die Mitwirkung bei der Schaffung der Gesamtorganisation zur unbedingten Pflicht macht. Als ganz besonders bedauerlich muß es bezeichnet werden, daß cs nicht gelungen ist, in den Satzungen des preußischen Landesverbandes denjenigeu l'orderungen Ausdruck zu verleihen, die von zionistischer Seite gestellt worden sind und die eine Verankerung der allgemein anerkannten demokratischen Grundsätze für die A u sgest a11 u 11 g des Ge in e i 11 d e r ee 111:e s in der Verfassung zum Ziele hatten. Das Wahlrecht für die Lundesversammlung ist, wie bereits oben ausgeführt,■ durchaus demokratisch gestaltet worden. Von zionistischer Seite wurde jedoch mit Recht gefordert, daß in der Verfassung des Landesverbandes für die einzelne n G e 111 eine) e 11 das allgemeine gleiche Wahlrecht aller im Gemeinde• bezirk ansässigen Juden festgelcgt werden sollte, während der der Versammlung vorliegende Verfassungsentwurf die Autonomie der Gemeinde beziiglich der Regelung des Wahlrechtes vorsah. Eine derartige Sicherung erschien umso notwendiger, als zu wiederholten Malen von einzelnen reaktionären Gemeindevertretungen der Versuch gemacht wurde, das bestellende Wahlrecht zu Ungunsten der Ausländer zu verschlechtern und ihnen die allen übrigen Gemeindemitgliedern zustehenden Rechte zu verkürzen. Das noch in Geltung befindliche preu-' ßisclie Judengesetz von 1847 hat zwa׳ allen derartigen Versuchen bisher einen Riegel vorgeschoben. Da aber eine Neuregelung der preußischen Judengesetzgebung voraussichtlich in naher Zeit vorgenommen werden wird, muß durch eine veri'assungsmäßige ,Festlegung im Verbindstatut die Sicherung der demokratischen Prinzipien im Gemeindewahlrccht verbürgt werden. Infolge des Widerstandes, der insbesondere von einzelnen Großgemeinden 'unseren Darlegungen entgegen(*״- setzt wurde, ist es nicht gelungen, dieser selbstverständlichen;Forderung in der Verfassung Ausdruck *zu verleihen. Den Gemeinden ist vielmehr ’in der Verfassung selbst Autonomie bezüglich des ,Wahlrechtes zugestanden worden. Auf der anderen Seite wurde durcli die Annahme einer R e s o - lution, die die Durchführung der demo'k rat i sehen Wahlrechts prinzipiell den Gemeinden zur Pflicht macht, dem von uns vertretenen Gedankengange Rechnung getragen. Diese Tatsadie bildet einen Beweis dafür, daß die rege Mitarbeit einer Anzahl unserer Ge• sininmgsgcnossen in den Gemeinden, die die demokratisclicn Waliireclitsprinzipieu mit aller Enfscliiedenheit betonten, nicht ohne Erfolg geblieben ist. Es kann nicht scharf genug gcmißbilligt werden, daß die anwesenden Geiucindcvcrtrctcr nicht den Mut hatten, den durch die Annahme der Resolution als richtig anerkannten Prinzipien auch durch Verankerung des demokratischen Gemeindewahlrechtsprinzips in der Verfassung des Verbandes Geltung zu verschaffen. Es ist unbegreiflich, daß auf der ciijen Seite die Prinzipiellfrage durch Annähme einer entsprechenden Resolution bejaht wird, während auf der anderen Seile der Mut fehlt, durch klare Formulierung der Verfassung das anerkannte Prinzip zum geltenden Rechtssatz zu machen. Den zionistischen Vertretern war durch das Verhalten der Mehrheit in der Wahlrechtsfrage naturgemäß die Möglichkeit genommen, für die von ihnen vertreteneu Gemeinden der Annahme der Verfassung zuztistimmeii. Sie glaubten die Verantwortung für die Schaffung einer Organisation, in der das demokratisclie Wahlrecht für alle in der Gemeinde ausässigen Juden nicht verfassungsmäßig verbürgt ist, ablchnen zu müssen. Auf der anderen Seite kann jedoch festgestellt werden, daß die Annahme der Resolutkni die Durchführung der von uns geforüerten Wahiprinzipien den einzelnen Gemeinden' nunmein־ zur moraiisclieu Verpflichtung macht und daß in Zukunft eine Gemeinde, die diesen von der Allgemeinheit anerkannten Grundsätzen nicht Reellinnig trägt, kaum dazu in der Lage sein dürfte, vor der jüdischen Oeffentliehkcit zu bestehen. Nachdem nunmehr der Landesverband der preußische״ Gemeinden ins Leben gerufen ist, muß mit Bestimmtheit erwartet werden, daß der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Berlin sich der ihm überantworteten Aufgaben mit größter Beschleunigung annimmt und dem Landesverband zur'Arbcitsfähigkeit vcrhilft, damit endlich die Möglichkeit gegeben wird,•die drängenden• Fragen der Gemeindepolitik einer *Lösung cntgegeiizufülireii. Es wird insbesondere nötig sein, mit aller Beschleunigung die;wirtschaftliche Lage der Gcineindebeaintcn in den mittleren und kleinen Gemeinden zu prüfen und durch die Erwirkung von Staatsbeihilfen sowohl, als auch durch eine finanzielle Anstrengung des Verbandes eine Aktion zur Hebung des vorhandenen Notstandes in die Wege zu leiten. Mit aller Entschiedenhcit wird jedoch darauf geachtet werden müssen, daß durcli die Errichtung des preußischen Landesverbandes die Bestrebungen zur Schaffung der deutschen Gesamtorgaoisatbn nicht zum Stillstand gelangen, sondern daß gerade der preußische Landesverband seinerseits nach Kräften dazu beiträgt, um die Idee der deutschen Gcsruntorganisation zu fördern und neu zu beleben. Die Reale on in Litauen cf li 1 u m b e r g. Eine Razzia in der Oczatcl - Schule lernsalcni. (J.C.B.) In der Nacht vom 13. zwn 1-L Juni hat in der hiesigen Bezalel-Sdiule eine Razzia stattgefimden. Line Abteilung der Jerusalemer Gendarmerie erschien plötzlich ohne jede vorherige Ankümii• gtmg ,״u Gebäude und forderte den Leiter, Herrn Professor Boris Schatz, auf, alle Abteilungen der Schule zu öffnen, um es der Polizei zu ermöglichen, eine H aussucinnig nach evtl, dort versteckten Waffen vornehmen zu können. Die Haussuchung dauerte einige Stunden, es wurden jedoch keinerlei Waffe’n oder Muni Gon vorgefunden. Dagegen wurden I wahrend der Untersuchung einige wertvolle Kunstgegen- , stände der Anstalt beschädigt. Z-, ‘ 1*'litchl der am set1׳ad״ ״"niimi■ •״״׳< der Je.u.'g 4 4. f ז \) r 1 v r sielt .. .Grd* ׳hi׳ Vü .־־״■; ritini'l’ar ifke des י di «1k *( die, ¬י ,וי''* 9 a h I v 1י eil s-igei ״l!m• Ms ,, p.irlan;,sehe Au .!st nicht , ohne wi vinf. Die amerikanische Aktion für das Rutlienbcrg - Projekt New York. (J.C. B.) Die zionistische Fö- Iteration der Vereinigten Staaten veröffentlicht einen Aufruf zu einer sofortigen Sammelaktion für das Ruthenbergprojekt. Unter Hinweis auf die Beendigung der Kercn-Hajcssod-Kampngiie werden alle Ortsgruppen aufgefordert, ihre Aktion darauf cinzustcllen, daß cs Ruthenberg ermöglicht würde, seine Gesellschaft zur Durchfiihrung der ilun seitens der englischen Regierung gewährten .Konzessionen ohne Verzögerung /ustandc zu bringen. Auf einer am 21. Juni stattgefundenen Konferenz, des Pal est i 11 e Development Council (Brandeis-Mack-Gruppe) wurde der Beschluß gefaßt, eine Quote von 1 500000 Dollar zur Durchführung des Rutheiibergprojektes mif/.iibringeii. 32t 000 Dollar wurden auf der Stelle ge/.cichncf. Von Vertretern verschiedener Ortsgruppen im Laude wurden Verpflichtungen in der Höhe von •ISO 000 Dollar eingegangen. Vor kurzem hatte die ' zionistische Föderation Ame-, rikas ihren Vertreter Morris Rothenberg beauftragt, mit der BramleiiS-Mack-Gruppe über eine gemeinschaftliche Aktion zugunsten des Rnthenbergprojektes in Verbandhingen einzufreten. Diese Verhandlungen, au .denen Mitglieder der jetzt in Amerika weilenden Kcre1-״ lajessod- Delegation tcilnahincii, führten zu keinem positiven Crgebnis, da •die Vertreter des Palestine Development Council eine gemeinschaftliche Aktion als ״unmöglich‘‘ und auch als ,,nicht wünschenswert‘‘ bezeiclmeteii. Von J Das kleine Litauen erfreut sich in der let/ien einer gleißen Berühmtheit im gesamten Judentum g ist das erste Land, das eine jüdische nationale Selb,, Verwaltung, nicht nur offiziell dekretiert, sondern im!.eben durchgcfiilirt hat. In der ersten ״HomjsAfr ihres Bestehens bemühte sieh die junge litauische p, publik jedenfalls die den Juden gegebenen Versprcch;:... gen loyal und gewissenhaft zu erfüllen. Uclx׳r (1., jüdische nationale Autonomie und das jüdische y1IV sterium in Litauen ist genügend geschrieben um! worden,, nicht zuletzt •auch seitens der litauischen |e giirung. Weniger bekannt ist aber die neueste Wcnti1m die die litauische Regierung in der letzten Zeit 4 Juden gegenüber eingenommen hat. Es sind zwar \;)G:; richten über die Gefahr veröffentlicht worden, dm jüdischen Autonomie in Litauen zu drohen beginr,• allein nirgends im Auslände ist man sich im klag über die Ursachen und die Tragweite dieser <icfjhr Die letzte ״Ministeriums-Krise"■ der jiitlistht Autonomie in Litauen ist nur ein Symptom (m 4 ||,l״sdu■ J allgemeinen Wandel, der in den jüdisch-litauischen B, U 1״e Widi Ziehungen eingetreten ist und dessen Entwicklung rv,;; |L Mal. hei weitem nicht abgeschlossen ist. Wer diesen Wand, fl ' aufmerksam beobachtet, wird erkennen, daß die Jud,־;f in Litauen einer sorgenvollen Zukunft entgegen sei» ,Diese Entwicklung ist durcli s c 11 a f t I i c 11 - po l i t i s e h e dingt. Sowohl wirtschaftlich als Existenz Litauens im höchsten Maße von der endguli E!11 s e 11 e i 11 u 11 g der W i l n a f r a g e abhängig. \ty Litauen ohne direkte Verbindung mit kußlao!l ist, zu״ seine gegenwärtige traurige wirtschaftliche Lage. [), Teuerung wächst mit jedem Tage. Nicht nur Imhntn, erzcugnissc, sondern auch Nahrungsmittel, die im Lmi reichlich vorhanden sind, sind wesentlich teurer als r Deutschland. Industrieerzeugnisse sind um 100•■״ tcum als in Deutschland. Daran trägt nicht wenig Sdta',. die verkehrte Wirtschaftspolitik der Regierung und die B, Strebung, ein so kleines und wirtschaftlich nicht lehn■,- fälliges Gebiet ökonomisch selbständig zu machen. Dalu; die großen Zölle auf Imlustricproduktc, offiziell ״/!!:; Schulze der einheimischen Industrie“, die den e.iihom• sehen Industriellen die Möglichkeit geben, die Pre;״: beliebig hoch licraufzuschrauhen. Gleichzeitig mit dir Industriepreisen schnellen auch die Preise der Itod« Produkte in die Höhe. Die wirtschaftliche L a g e der j ii d i s c 111 Bevölkerung ist äußerlich ziemlich gut; jedeniai; besser als in den Nachbarstaaten Lettland und 1*011•:■ Aber die Blüte ist nicht natürlich, Sic beruht auf reit•׳ weiligen Konjunkturcrschcinungen und kann sich jede Moment in ihr Gegenteil verwandeln. Die Spekulati•,־ greift um sich auf Kosten der produktiven Arbeit. Wie gesagt, ist diese durchaus nicht normale wir!• schaftlidve Lage eine Folge der Abtrennung de- Vilm gebictes und der Abschnürung von Rußland. Diese .Umstand schafft aber auch rein politisch unnormale Zustände, die wiederum auf die Wirtschaftslage «•' starke Wirkung ausüben. Die von Polen drohen!! militärische Gefahr zwingt Litauen, den grollten TV seines Budgets auf militärische Rüstungen aieztigclx׳!: Für die notwendigsten Sachern feh't dagegen dis licll (Die Hauptstadt Kowr.o kann kein Geld aiilbriiv,־’!׳ tim Kanalisation und Wasserleitung eiuz.urichten, l schweige denn, daß die ,größeren Pläne, wie z. B. Einrichtung eines Ostseehafens in IMlangen, (der V , Das ne die allgemeine . wirt.i Vi׳ume1 1u £ v Eit a 11 e n s be f|7|fj1 ungs ft!י ׳ neue 1 auch politisch 1-1 d..g Abgeo! gewählt 'nschcn 1 aber in ,ame det j und C 0, 111 wel 11mg, dii : Ople>■ .;acmgescl 1 gelange , wenn (li Gemente;'entliehe oiet! Ver. .111, wenn h als In 's Regier Die Lag! > «1 trosl m imvert •irn aus» Dauer der Jude •ar, daß gmaH'liin ijiTu'il’.gt an Stiebe :ncn. Ab an ßeam aitisinus; :!griffen 1 ahwierig - heg reiten hei 11111־ |• nten •■cg ׳ hat zu Die mite V l’nlßik den klein der Kimfi i״|J,׳kcit dik :1• Iblieh einzige Küstenpunkt Litauens ist) und die I Durch ftil1n1!v|; L* neuer Eisenbahnlinien verwirklicht werden könnte. b>|.!,;!Presse zerstörten Punkte können kaum wieder aufgerä'״§Aejt /״ , werden, tnotzdcnj die Wohnungsnot so groß ist, th: man für eine Wohnung ohne Bc<|ucmlichkeitcn in Ko«!! j 5000 M. monatlich und mehr zahlt, und daß jeder, derj ein Haus bauen will, von seinen zukünftigen Mut-' eine große Summe im voraus bekommen kamt. E j fehlt an Hypoih'iekciikretjit. Alle Bemühungen der 1« I gierung in dieser Hinsicht sind vergeblich, dein « litauischen Banken haben allzuviel mit VahitnspckuW» und ähnlichen Geschäften zu tun. jj Die gesamte außenpolitische Lage des kleinen Stau«■? der sich immer in seiner Existenz bedroht fühlen in ui hat natürlich seine i 1111 c r pt> 1 i t i s ch e n l algcr l Der Chauvinismus und die klerikale Reaktion bekomme j immer mehr die Oberhand. Dazu kommt die l)nzme(| Lässigkeit der polnischen Bevölkerung im Lande. | Ein anderes!Moment, die ewige Sorge aller sag(■:;• naimten Randstaaten die Gefahr seitens der f״' j sischen Kultur. Sogar die litauische Beamtcnsch.'ilt spnt'L . gerne russisch. Eine noch■ größere Gefahr droht wiU'"|| der polnischen Kultur. Die Landbevölkerung um Ko«Vl ist fast durchweg pokmisiert. Während die iitauiscs• Intelligenz litauisch spricht, ist es bei dem litawsel11 ,ן ,Bauern Ehrensache, polnisdi zu sprechen. Di!* bitten, nährt die Erbitterung gegen alles p rt'f“ßl־׳ingend ui und schafft keineiv günstigen Boden für ein fricd1idK |j. Zusammenleben mit tlen nationalen Minderheiten ||J4 ,״ungs Sozinlistcnverfolgiingcn, und Vertriftungen ohne weise und ohne Genditstmtersiidumg siml an der Scllf ordnung, genau so, wie in den Nachbarstaaten 1>y,i |L, tmd Lettland. Der •Chauvinismus hat nicht iwr (1 ^MOnistisi politisch,es, sondern auch ein wirtsdiaftlidics GcPr4'l| ־ Die von katholischen (ieistlidieu angeführte I operativorganisation ist direkt ■gegc 11 •üf,!j*i0r*to; *N, jüdischen Handel gerichtet. Die ii'ulisctit Händler spüren seine״ sehr stark die kler kurrenz. Ucberhaupt lut die katlaolisclic Geistlich״ in Litauen sehr starke wirtschaftliche Interessen. immens G jede fr I der A!be j-rärerman 1't jetzt i;,,ik׳s Bei!׳;rs der f '1'nmastil K»t 1 ü h;״ Lehrl :11 maiicl ,'Mr lenke ׳:anf1 det y T:ik;k hdt. eir ״men, si! liiauer •■’ g-ve 1!,״t trhal׳ i״k?s£f!ut,1cnaa IV 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.