Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 45-46 (9.6.1922)
- Date
- 1922-06-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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־.Ul X, Seile 302 JUEDISCHE RUNDSCHAU Xr• 45/46 die d.1־ r, die Eine hebräische Ta״ung in Deutschland In der vorigen Nummer veröffentlichten wir den Aufruf des Berliner Beth Waad, der die Einberufung einer hebräischen Tagung in Deutschland unkundigt. Es ist /um erstenmal, dati in Deutschland eine derartige Tagung geplant wird und sie ist zweifellos ein Ereignis von überragender Bedeutung in der nationalen Entwicklung des deutschen Judentums. Die hebräische Bewegung hat in Deutschland in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen. Allcrdinngs dürfen wir uns nicht darüber tauschen, daß diese Starke nicht nur auf die /unehmende Hebraisierung, sondern m viel höherem Malle auf den Zustrom hebräischer Kräfte aus dem Osten /uriick/ufüliren ist, Gegenwärtig beherbergt Berlin einige der ganz grollen Geister der hebräischen Literatur und Publizistik. Der Berliner lieth Warn! hat m der letzten Zeit ein außerordentlich intensives Lehen zu entfalten vermocht. Zahlreiche Vorträge, die immer üherrasdhend gut besucht waren, sowie Diskiissiimsabeiide’, Versammlungen und literarische Voranstaltunge» haben ein Bild regen hebräischen Lehens geboten. Davon zeugt auch die kürzlich erschienene Zeitschrift ״Beth Waad", die nicht mir Berichte über die Tätigkeit des hebräischen Klubs einhält, solidem auch wertvolle literarische Beiträge, darunter ein im Westen noch unbekanntes Gedieht von Bialik, das während des Krieges in Rußland gedruckt wurde, sowie den Berliner Vortrag Bialiks über die jüdische Dualität. Nun ruft der Berliner hebräische Klub alle hebräisch sprechenden Juden Deutschlands zur Organisierung aut, und diesem Zweck soll die Tagung dienen, die, im Zusammenhang mit dem Delegiertontag der Z. V. f. I), am 23. August in Kassel eröffnet werden soll. Wir hoffen, daß die Einberufung dieser Versammlung ein starkes Echo im deutschen Judentum hcrvorriifen wird. Nicht nur die bereits organisierten hebräischen Vereine und Klubs, sondern auch die große Masse der Hebiäiscltlernenden werden hier Gelegenheit Italien, Vorträge über die verschiedenen Zweige der hebräischen Bewegung /u hören, einige der bedeutendsten Personliehkeitcn der hebräischen Kultur sprechen zu hören und sich für gewisse praktische Zwecke zu vereinigen. Die hebräische Bewegung ist im Westen durch den Zionismus entstanden, und noch heute stellen Zionisten die überwältigende Mehrheit derjenigen die sich die nationale Sprache des Judentums, Sprache aller jüdischen Kulturschöpfungcii, wieder lebendigen Besitztum zu machen bestrebt sind. Aber in der letzten Zeit sind ähnliche Strömungen auch außerhalb des Zionismus zu beobachten. Die• Erkenntnis bricht sieh Bahn, daß das Judentum ohne Hebräisch seim r Seele beraubt ist, daß jüdische Urkunden nur 1m Urtext verständlich sind. Daher hat auch 'die nicht/iomstisdie Jugendbewegung Interesse an der hebräischen Sprache gewonnen. Die hebräische Tagung wird also mellt 11111־ für die zionistischen Kreise, sondern über den Rahmen der Zionistischen Organisation hinaus im deutschen Judentum eine Resonanz finden. Wir begrüßen den Plan zu dieser Tagung und wünschen, daß sie erfolgreich durchgeführt werde. Hebräisch an der Ruhr (Sonderbericlit der ״Jüdischen Rundschau“ über die erste hebräische Konferenz in Rluiniaml-Westfaleu.) Die Tagung wurde ain 21, Mai in Essen von Dr. Sa ckh e i nt-Hagen mit einer hebräischen Ansprache eröffnet. •Er führte aus: Auf dieser Tagung erübrigt es sich, über die Bedeutung des Hebräischen für das Judentum zu sprcdicn. Wir wissen, ein Judentum ohne Hebräisch ist ein denaturiertes, blutarmes Judentum. Wir wollen uns heute über das ״Wie“ aussprcchcn, Mittel und Wege finden, um di« Kenntnisse des Hebräischen, der Grundlage alles jüdischen Wissens, zu verbreiten und wieder zum Gemeingut aller Juden zu machen, wie es noch in! letzten Jahrhundert auch in Deutschland war. Nach Begrüßungen durch Rabh. Dr. Esche!- b a c h c r ■ Düsseldorf (hebr.), Dr. Grünebcrg-Elberfeld, S ch ap iro - Wanne (hebr.), überbrachte Herr H e rmon i-Berlin die Glückwünsche des Bcrlimicr Beth Waad Ihri und des Dichters Bialik und schilderte in einer hebräischen, mit Beifall aufgenommenen Rede die Entwicklung der hebräischen Bewegt,ng in den letzten Jahrzehnten sowie die Tätigkeit des Berliner Waad. Wenn noch vor 40 Jahren das Hebräischsprechcn als cime Utopie galt, so ist das Hebräische heute zu einer lebendigen Umgangssprache geworden. In das Präsidium wurden Dr. Sackheini, Dr. Eschclbachcr,. Dr. Grüneberg, Hermoni und Sicgelvachs• Mühlheim gewählt, als Schriftführer Mohr und Roscnbcrg. A11 Stelle des verhinderten Dr. Cohn-Bonn sprach Rabb. Dr. Hahn-Essen über die hebräischen Lehrhü eher. Redner klagte über den Mange! eines guten hebräischen Lehrbuchs und teilte mit, daß IXozcnt Dr. Rabin vom Breslauer Rabbiner-Seminar die Herausg a b c c i 11 e s neuen hebräischen Lehrbuches beabsichtige. Dr. Hahns Ausführungen riefen eine Ichhafte Diskussion hervor. Lehrer Rcinhardi-Költi beklagt es, daß in der kurzen Zeit, die dem Religionsunterricht zur Verfügung stellt, wenig Ersprießliches geleisiet werden kann. Dem Unterricht fehlt Wärme, die die Schüler hinreißen kann. Cohn-Dortmund ist der Meinung, mir durch die palästinensischen Arbeiter werde hebräisch lebendig, hei den anderen jüdischen Kreisen besonders bei der Orthodoxie, sei die Sprache nur Mittel zum Zweck. Dr. Eschclbachcr (hebr.), bespricht die Mängel der vorhandenen Lehrbücher, Lebhaftes Interesse erregt cm von ihm gezeigter Abguß des römischen Vcspasiattus Siegesmünze zum Andenken an die Unterwerfung’ Judäas, ״wir sehen nun nach zwei Jahrtausenden die alten Römer von der Bildfläche verschwunden — schloß Redner seine Ausführungen — wir aber leben noch und unterhalten uns in der Sprache der Väter!“ (Beifall.) Lehrer J a e e k e 1 - Oberhausen demonstriert ein von ihm ausgearheitetes A-B-C. Die neuen Buchstaben erleichtern bedeutend den Anfangsunterricht, und werden durch dieselben gute Resultate erzielt, 1)11: Kinder lernen Hebräisch gerne und erwarten freudig die Religionsslimde. Seine Ausführungen fanden lebhafte Anerkennung. Hauptlehrcrin F 11־. Loeb-Köln weist auf den Dualismus der nschkenasisdicn und sefardisdien Aussprache hin, die den Anfänger verwirrt. Iden Rcligionslehrcrn sind die modernen hebräischen Lehrmethoden fremd. Sic vermißt im Religionsunterricht Leben und׳ Freude, der Unterricht ist zu abstrakt. Mail soll die Kinder durch Schilderung unserer großen Vergangenheit und der Gegenwartsaulgaben das Judentum kennen und heben lehren, Grüneßnum-Soliugcu berichtet über die von ihm durch koitiliiuierte Methoden erzielten Erfolge. 111 der Nachmittagssitzimg hielt Dr. Sackheim sein Referat über ״Hebräische Arbeit in Deutschland“. Dem Religkmslehrer stellt wenig Zeit zur Verfügung, um den Schillern gediegene hebräische Kenntnisse her/iibringeii. Sein Ziel sind auch nicht die Sprachkcnntiiissc, sondern er will nur den Schülern einige wenige Gebete einprilgen. Nach den alten Methoden ist es auch unmöglich, viel zu erreichen. Wenn wir einem Kinde, das Deutsch lernen soll, als erstes Lesebuch Kants Kritik der reinen Vernunft oder das Bürgerliche Gesetzbuch in die Hand geben, so soll es uns nicht wundern, wenn der Schüler nicht vorwärts kommt und nach kurzer Zeit ermüdet den Unterricht aufgibt mit der Erklärung, die deutsche Sprache sei. eine schwer zu erlernende Sprache. Unsere alten Methoden waren aber ebenso!!!!psychologisch und unpädagogisch. Nach den neuen Methoden erzielt man in kurzer Zeit glänzende Erfolge, weil sie Hebräisch wie jede andere lebende Sprache lehren (die Berliner Sprachschule und die Schulen im Osten). Referent entwickelt dann ein ausführliches Arbeitsprogramm: Gründung einer hebräischen Organisation ״Waad Ihri“ in Rheinland-Ws!falen, die sieh an die neu zu belebende Histadruth anschlicfkn soll, Gründung von moderne 11 hebräischen Sprachschulen, die von den Sprachvereinen unterstützt werden sollen, periodische hebräische Vort r ä g e und T a g u 11 g e n, um den Fortgeschrittenen Gelegenheit zu gehen, hebräisch zu sprechen. Um das Interesse für das Hebräische zu wecken, sollen einführende Vorträge und Rezitationen über die hebräische Sprache mul Literatur veranstaltet werden. Ebenso Kurse, um die Religionslehrer mit dem modernen Hebräisch bekannt zu machen. Durch Verhandlungen mit Rabbinern und Ge mcmdeii soll nach Möglichkeit der hebräische Unterricht in den Religionsschtilcn erweitert werden. Audi in den Lehrerseminaren soll dem Hebräischen mehr Aufmerk׳ samkeit gewidmet werden. Die finanzielle Basis der he bräisdien Organisation soll ein hebräischer Fonds (Keren Ihri) bilden. Nach längerer Diskussion, au der sich Dr. Esche! haclicr, Cohn, Schapiro, Hermoni und Treu beteiligten, wurde der Örgaiiisationsentwurf Dr. Sackheims mit Beifall einstimmig angenommen. Dr. Büschel-Elberfeld schilderte die Erfahrungen der Elhcrfelder Sprachschule. Die ostjüdischen Kreise verlangen gewöhnlich einen dieilei־• mäßigen Unterricht mit Bibel und Gebeten. Treu berichtet ähnliches aus Essen. Dr. Sackheim erwidert darauf, daß es unsere Aufgabe sein muß, diese Kreise mifznkliiren und für die neuen Methoden zu gewinnen. Es ist nacltgewiesen, daß man auf dem Umwege der Snrachscliulc zum Verständnis von Gebeten und Reiigionsscniiften schneller kommt, als wenn man ohne Spradikcnntnisse direkt mit den Gebeten beginnt. Die Schwierigkeiten sollen uns keinesfalls abyehiecken. Die in anderen Städten erzielten Erfolge zeigen, daß eine gemeinsame Arbeit mit der Orthodoxie - in deren Kreisen bedeutende hebräische Kenntnisse vorhanden sind — sich leicht durchführen läßt. Es wurde ein Komitee aus Vertretern aller Riehtmigen gewählt. (Adresse: Dr. Saekheim, Hagen, West(., Lilpcrstr. <Kf.) Von der Tagung wurden Begrüßungstelvgrammc zur Jubiläumsfeier der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin und an den in Hoinbürg v. d. Höhe weilenden Dichter Bialik gesandt. Nach Beglückwünschung der hebräischen Organisation durch i lerrn Adolf Koch-Essen wurde die Tagung durch den Vorsitzenden Dr. Sackheim mit einem Hinweis auf den bald einzuberufenden Jom-Ibrim geschlossen. Die gut besuchte Essener Tagung war eine positive Demonstration des lebenden Hebräisch und der jüdischen Wiedergeburt. Alle Teilnehmer schieden mit demselben Wunsche, daß solche Veranstaltungen sielt oft wiederholen mögen und daß der von Dr. Sackheim aufgestelltc Arbeitsplan bald verwirklicht wird. Der vorbereitende Ausschuß, der diese Tagung ermöglicht hat, hat sich eine große Aufgabe gestellt, und es gebührt ihm der Dank aller hebräischen ,Kreise. Es bleib( zu erwarten, daß diesem ersten wohlgelungcncn Anfang in Essen bald weitere auch in anderen jüdischen Zentren folgen werden, so daß die hebräische Organisation bald geschaffen wird, A. K. Die Lehren der Berliner Elternratswahlen in ziemlich weiten Kreisen durchgedrungen. Sie vertan•T. 45/4' die Unentgeltlichkeit des Schulunterrichts, die geme'1te ־־''— same Erziehung aller Kinder in demselben Schultyp | q j. pg| und wünscht, daß nur nach den Fähigkeiten und K, gnngei! des Schülers, nicht nach dem Geldbeutel d; | Vaters bestimmt wird, in welcher Schule nach Absohp | rung der Einheitsschule die Schulzeit beendet wird, [! I Problem ist nicht klarer dadurch geworden, dal) 1J es mit der Frage des Bekenntnisses verbunden hat die• Einheitsschule heute in Deutschland stets zugig1 ״ als religionslos bezeichnet. Zu den wirklichen inner! ,I Fragen der Schule, für die Gemeinschaftsschule 1r : Arbeitsschule die bekanntesten Schlagworte sind, X Frage der inneren Tendenz der Schule nehmen X politischen Parteien heute nur auf dem äußersten linke־! Flügel Stellung, und die Ergebnisse der Berliner Eltenf ratswahlen bedeuten keine Stellungnahme zu die« / Problemen. | Wenn wir uns heute, nach Beendigung der Wähle:,! leidenschaftslos fragen, welche Liste für unsere Ford;! rung der jüdischen Schule die günstigere gewesen wir!! so werden wir uns sagen müssen, daß wir auf beide^ Seiten wenig zu hoffen hatten. Was ist unser Ziel■' I :־י) Vom 11־ V c r 11'י י J״dw1׳r , u t s c h l rkeiiwvvrt \ ot! N “der gegi ,1 ihr I am ilKltl 1 ic '.״,.*erklärt der tüchtige , r! e ״ dt : ,!igelh.'ifl. ungo Audi bei uns sind es nicht in erster Linie jene eigen:!j ,ncieren 1 liehen pädagogischen Fragen, für die auch in DcuUdft laiid das Verständnis noch sehr gering ist. Wohl i!| im Kreis der jüngeren deutschen Zionisten, die aus dr* Jugendbewegung stamme״, die Sympathie für dcl modernen Gedanken der Gemeinschaftsschule zitmli;' \ groß. Aber man kann heute noch nicht sagen, dX auch nur in zionistischen Kreisen diese Meinung übe:! wiegt, Können wir uns mit der Forderung der B.| Uenntnisschule identifizieren? Es kommt hier auf d;i Sache und nicht auf den Namen au. Was wir wollen 1 entspricht keineswegs der Forderung d’er Bekenntniss schule, wie sie die rechtsstehenden Parteien und de* Zentrum vertreten. Unser Ziel ist nicht zu erreiche? durch eine Schule üblicher Prägung mit 2 j Stunde.; jüdischem Religionsunterricht. Wir wollen eine Schule! in der wir dem Schüler die Gesamtheit jüdischer Kulte■ überliefern können: Vollständige Beherrschung der k britischen Sprache, Kenntnis der jüdischen Geschieht! und Literatur, vor allem der Bibel, wirkliches En: dringen in das geistige jüdische Leben und Verständn!.| der Probleme des modernen Judentums soll bei un gelehrt werden. Mau mag das eine jüdische Bekenntnis schule nennen, der Sache nach ist sie cs nicht. Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß die rechtstehenden großenteils antisemitischen Parteien der Furj dermig der jüdischen Schule mit einer gewissen Syr pathic gegeniiberstehen und diesen Gedanken fürder! werden. Wir wissen wohl, daß das wohl nicht au innerem Verständnis für unsere Ziele geschieht, sonder;״ nur in Konsequenz der dort vertretenen Gedanken* Auf der Gegenseite sieht es anders aus. Dort versuch1 man 1111t allen Mitteln jede Durchbrechung des Gcigi.iuschluiuU dankens der Einheitsschule zu verhindern. Man cmpfni 3,; det, daß ein Teil der bürgerlichen Kreise seine Kinde1|, n:ll״|w< nicht mit Prolctarierkinden! gemeinsam erziehen la«cn|jjn״(m.|- f will und empfindet die Bekenntnisschule als eine Aus|;,r st.iät-il flucht, um der Einheitsschule zu entgehen. Es ist nd%I׳h ״״ Wc.s diesen Kreisen verständlich zu machen, ,daß unser: 1, 11״,! ,ן. Situation eine völlig andere ist. Was wir wollen, ist du“ scj, Sache nach die Schule einer durch ihre Ejgcn1r,.;j:ilR|VVvr|icn von der Umwelt geschiedenen Gruppe. Und wenn c.lj■l.rwerkstäl möglich ist, Kinder in einer Schule ohne religiöses..^ .Tkenneistc Bekenntnis aufzuer/.iehen und die religiöse Erziehung 1-׳)׳mein der privaten Erziehung des Elternhauses anheim«!■;Xdc 11 ״ £ steilen, so ist es unmöglich, Schulen ohne einen bc-;Ä.,c|, v ״ . stimmte!» nationalen Charakter zu gestalten. Wir wiin J |H, ״;| n sehen nicht die Durchbrechung des Gedankens der Em• I c; ״ ü heitsschule, sondern wir verlangen Verständnis für d!*־ ' - be »• a r Besonderheit unseres Falles. Eine Einheitsschule ist d1c|,(1י jüdische Schule ohnedies schon in den Fällen, wo sir j , v״״ (|rr besteht: es gehören ihr jüdische Kinder der ®,;gcb.uitc•* schicdcnsten sozialen Schichtungen an. | e!״ ^it, Wie das preußische Schulgesetz die Frage der Ein-jL^, j, heits- oder Bekenntnisschule regeln wird, ist von dem . Kompromiß des Zentrums mit der Sozialdemokratie aF|.;llsatio״' hängig. Klar ist schon heute, daß die Entscheidung| tlTyj״,,'^clc| gegen die Bekenntnisschule, die nach Ansicht vieler in I :n!a5/'״ X der Reichsverfassung gefällt worden ist, nicht aufrecht-« tv ן erhallen werden dürfte. •Unsere Aufgabe aber muß «1 ,;־ umj m’ sein, bei allen Parteien dahin zu wirken, daß der■|• jüdischen Schule Leben und Entwicklung gewährleistet | •,;n,(|(.r|1s ׳st. F. L. i? hm gig•־! Mia•. '>r( Nach de k'il, m die eij;riikticen;1• llamlv rlcguugen Thema ״ uni wt rker : Mclirhe 11 sk a t in 1 ,!:ich der nuber.;!). rte der J di s e k e 311 g e r s ל! hm en 111 (I w e f; d 1 s c 11 e; ,nduerker ,! Erfalinu ■ tragen ( ,!1stu1:1 x a 111. I »er ü• Clialua ganze V s r k e r I rach 1 len יי .!::chimg ' lina die' Der Vorstand des Allgemeinen Rabbiner!־״ bandes In Deutschland ersucht uns tun Abdruck folgt«•• der Zeilen: Der Allgemeine Rabbinerverband in Deutschן ־ land hält es für seine Pflicht, sielt an die deutschen: luden anif i'itni'r rrtufen M-!!1״t!״rr »!! D:1S Bc*; Juden ■mit einer ernsten Mahnung zu wenden. Das Be■ dürfnis der Erfrischung und Ausspannung führt viele •־, unserer Glaubensgenossen, zumal in den Sommermonaten, g hierhin und dorthin. In der Art der Erholung ganz "-1f i« seiner Arbeit tut das Wesen des Menschen sich kur״• ä In der einen wie in der anderen wird er von den Am Die Wahlen, die jetzt in Berlin zu den Elternrätcn stattgefunden haben, sind nicht mir von allgemein poli rischer •Bedeutung, sondern haben auch ein spezielles Interesse für uns. Das Ergebnis, der überlegene Sieg der christlich-״unpolitischen“ Liste über die sozialistische Liste, liegt ja durchaus in der Linie der politischen Entwicklung der letzten Jahre. Freilich ist die Niederläge der linken Gruppen niemals so eklatant gewesen, noch dazu in einem Falle, wo zum ersten Male die drei! .. .. - —...״״ v. י ■■ t:1״ /e1 sozialistischen Gruppen gemeinsam vorgingen. Die Bcniensolicu gesehen, an der Stätte der Erholung■ nodt me!!ןיןן, ן . Zeichnung der siegreichen Partei als christlich-unnoli- 311 der■ Stufte seiner Arbeit, Das Urteil };•ן.),■ן״,י\.:* .״ ״»,>, irrd»h״i *..!-* *•- ׳**״*״. Lässä ,. semen Wegen sollte jeder von uns dessen bewußt bleibe«, g> 111Mml,-, daß die Würde des Judentums ihm, seinem Tun Hn«; י’ k'bt!׳! Lassen, seinem Sprcdicn und Treiben, anvertraut!«• | r/.1,,״lsm1 Wir rühmen uns unserer Geschichte; Geschichte ist Aoet, v 0| ist Vollkommenheit Wahre Vornehmheit zeig» sidt jn der ן r/| Sdilfchtheit, dieser Würde des Lebens, Legt alle übew»״,,1י!ן tmd stets Zeugnis davon ab, wie der wahre' Jude!, ״|C " wahre Jüdin ist! Der Vorstand des Allgemeinen Rabbrn״' verbandes in. Dcutsdiland. - I j roaktionär-antiscinitisclie Kreise, deren Ziel die alte auf Staats- und Kirchcnautoritiit gegründete Schule mit einer monarchistischen Erziehung ist. Ihr gegenüber steht eine Gruppe, deren Ziel die verfassungsgemäß vorgeschriebcnc nichtreligiöse Einheitsschule ist, Schuifrapen stehen in Deutschland heute nicht im Mittelpunkt der allgemeinen Diskussion. Die Stellung nähme der meisten Politiker wird durch gewisse Schlagwerte, wie Bekenntnisschule und Einheitsschule, gekennzeichnet. Die Forderung der Einheitsschule ist heute ti k>n111 Hi.lkt־'1, ■in Ist i <) ח! ־1 'Dia In,•Ui "H■ 1,״׳.