Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 45-46 (9.6.1922)
- Date
- 1922-06-09
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*5/46 vcrla״״! (?«■'Mein. 111»Hvpiii J11Ü ,\(i ■״W tlCi ^bsolvic. ״d. I)a5 ^1'׳' in; 11: 11״l uikll ״׳RlcKil '*liieren 1uk> ind, men!11 45/46 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 303 0er Palästinaaufbau und die jüdischen Handwerker Deutschlands (Somlerbcridit der ״Jiid. Rundschau׳'.) ” r;111 k f 11 r t a. M., Eiulc Mai. 1־׳s. 1111(1 zur»! d4 linkcni V.iiii U. K1. Mai y ,׳ r b •1 ml s t a!. ,״tlwcikei• und fs-ch I a ml s. T>;,s, /keiiswerl maelil, ist beriet in 1־ranktiirt;1. M. selbst;1 11 d i g e!■ j ü <1 i s c I t'-Uerni diesen! Wahlen, e Forde, cn wäre, 4 beideijjf er Ziel;•*״ der 1 1׳1 ׳ (i e vn0 ׳ r b e frei b e ml e i׳ was diese Tagung *.> bcder wiederholt manifestiert(; ,!1t. um Nicht/iouisten, selbst chvtn;«!i^cr Anti/.inuisteii, der gegenwärtigen historische 11 Situation ihr Volk ן jj״• l.aml nicht im Stieb zu lassen, mitziiurbciten am ilnn Erez-lsraels, aber nicht durch billige Zustim- .11״;scrkläntngen, sondern durch aktive Mitarbeit, und ,/an der Ausbildung \ן!0י jungen jüdischen Menschen tüchtigen Handwerkern, zu ba'aüj nt’laelia, zu crren der Arbeit. Diese braucht Palästina und nicht rC||;aft Ausgebildete, die angesichts der grollen ״״> ungelernter Einwanderer leicht zu ״Fachleuten“ 'Stiimkiijl SclmleJ r Kultur! der 111ן.׳ :schichti tes hin.1 •st;iml11h| bei um «cimtnisi;111.! rechts• der For-J en Sym-I fördern I icht aus! sondern!?danken,[ versucht I des Oe-l , emptin•! KinderI n lassen[ ne Aus■{ יי II יח der Ei״■ II für die e ist die! wo Sief er ver-f der Ein• 011 demf ratie ah•! ׳heidung |; * eigent.||;ncii-reii und ein Pi'uschertuni verkörpern, das die Deutsch.*«..,.!!in gigantischen Schwierigkeiten beim Aufbau Pa- ^,,»hl istpl•alias vergröbert und vergrößert. ״״s det|• y(Uh den übhehen Begrüßungsreden und Feierlich- «!r dci,/ .(j)1 ״ovvie nach Anhörung der Vorstamlsberiditc beziemlich:/ (|je eigentliche Btratnnpfs;»rbeit mit einem überaus c״’ dal;4. ״naiven Referat von Wo I f!'• Berlin über Wirtschaft- 1R über-ן **־ landvverkerfragen. Die darauffolgenden kurzen der lk-i|,,1c!,1mjren des Handwerksmeisters Muskatncr *,״f div׳i;,n ■fiu-nia ״Weldtc Bedeutung haben die jüdischen wollen.®;,,)()vvirker für das Judentum?“ brachten die Meinung■ <e1111tr1is fi::r vtelirheit der Delegierten zum Ansdruck. Herr Und daNjgj^k;11 n e r betonte, er wäre kein Zionist, stiimle?rreichcna 1,)c|, der Zionistischen Organisation nicht als Gegner ■ genüber. Den Aufbau Palästinas zu nntcrstüt/.en, ■i.rte der Referent aus, sei eine jüdische Pflicht, für 1111 sehe Handwerker um so mehr, als «111 gerade in Ere/-Israel wer <11■ wahrii 1111■ 11 'i< o n n e 11, w eiche B e <1 e u 11111 g d;1 s 11; 11 v\ e r k i ii r ein e p 1111> 1> ׳ k t i v a r beit e n d e iischi■ Gesellschaft habe. Die jütliselien ,lulwerker Deutschland* müssen daher ihre Kenntnisse ■.!Erfahrungen der Aufbauarbeit zur Verfügung stellen; tragen ein gut Stück Verantwortung dafür, ob in üistina י a c I! g e m äße Arbeit geleistet wird oder 11t. Her Referent kritisierte die zu kurze, imgrüiul-!;,׳ Chaiu/iin-Ausbilduug. Auf Palästina siebt heute ganze Welt, was dort der jüdische Hand-!!rker tut, muH sich bewähren. Schließlich ־.ich Ik'ir Muskatncr die Erwartung aus, daß bei gclwmg von Keren Hajessod-Bestellungeu für Pa- 411:1 die Qualitätsarbeit der jüdisch,en Handwerker iitsrhl inds angemessene Berücksichtigung finden möge, ׳(rker Beifall.) In der Diskussion sprach vom Vorstand י ll:11ulurrkvrvcrbnnd<׳s 11. a, Herr Gold manu• ן itaiifiver, führendes Mitglied des Zcntralvereins deut- . er Staatsbürger jüdischen Glaubens. Audi er schloß notlö''S « iit! wesentlichen den Ausführungen tles Referenten Ul1scrcif betonte, daß junge Leute, die nicht genügend aus- , ist ueg seje1״ Palästina «loch nicht «las jüdische Eigenart|i>;Kiv\־erkcrtu1n diskreditieren sollen; mit sedts Wochen *!?nü. *5ijrAverkslättenarbeit wird man noch kein fertiger Handclißioscsji 11it,rnu.jS(cr, an! alle,■׳wenigsten für ein ökonomisch so rz1chunt׳J.-,fn|(.j״ schwieriges Land, wie cs heute noch Palästina 1hc|n,zu-r (| c ״ ״ dcr j ü «| j ä c h e H a n d w c rker <1 e s j ii - n,cn ״ (| 'c*''11י Palästina muH dem 11 i c 111 j ii <1 i - ,ir 'v״n'f!־lic!1 a n K ö n n e!1 ii b e r I e g e 11 sein, s o n s t '* ''ine Konkurrenz mit <1 e r billigen 0h e r ,1 r b c־i t unmöglich. Der Keren Hajessod- , danke birgt in sich eine grollartige Segnung, er werde , *׳in der guten, ecliten Arbeit jüdischer Handwerker ■gebautes Palästina schaffen. Ein Mitglied des Vorstandes ,der Zionistischen Ortsff 1Pi׳-: Frankfurt a. M. bemerkte zu dem kritischen 11er Ausführungen Ooklniauiis, die Zionistische Or- •'lisation befände siel in einer Zwangslage, denn unser ., jnj,j 'dii'gseleniciit, die Qtultizini, liclicn sich mit den ״**& ״*״ Lehrlingen nicht vergleichen, es seien zumeist *״ r» |v׳v Leute, die infolge größerer Intelligenz in kürzerer Hi" der if 1 ״'״l Erfolg ihre Ausbildung erhalten könnten, h l 'stet!•‘1I1''1 ״,'K1•' typische Aeulkmmgcu von Zcntralvereins. P I |'!s,;1L־<l(T11, Wie sie vereinzelt im Verlaufe der Tagung *• ׳ t|!1׳lk11׳ sind, bemerkte er, es müsse-entschieden proj|j,!rrt werden, «lall auch Juden sich an der ,, i|; 1:11‘Dosen O s t j u d e n h e t z c beteiligen, ge- ״f0l״cn. | 'י <l:'' jüdischen Handwerker hätten es in der Hand, )eiltsd!־ $,d! Rrvigncte Ausbildung Gstjuden zu produktiver ■utsdtcn si, '1,-׳it l.enn/nziehcn. Land stock verweist auf die i)as fkjl;»1*׳■tlaa-ende pstjüdlschcr Handwerker im Osten, rt viele j|., ,inini aber so ein jiidischt'r Meister nach dem Westen, loiiatv'l', jj,“ besitzt cr gewölmliclt keine Zeugnisse. Mat! diirle?11f, "1״ ill a Arbeitswillige nicht abvvcisen. der örtlich«■ jü- 1 *Mit•'!''1 . יEmdwerkerverein der Heimat könne doch jederinmc|1r, l'1/‘" Zcrtifikat ausstellen, das ein Zeugnis ^ersetzen >er ih1 -״'f' ,"'1'»י' immer die ,polnischen Handels- und; gefa« | :"«rbckammC1״ dieses aus/ustellen sich weigern, if alKn J ,־ * 1 ״ Iderlin erklärt namens der Vorsitzenden des bleibe•*, ן ^“ndes sefhstäiu'iger jüdischer Handwerker tisw.; Für Iui ׳״]?!/,/ R'l״ es keilte ״Östjudeiitrage“, ebensow enig wie 1 '1»us als ןK>iitische Bewegung für uns in Frage w«hl ist er aller ein Betätigungsfeld für die tüchtiger jüdischer Handwerker, die ,־ms dem «1,[|C״*0‘* ״»fen, nach Palästina gehen oder hier b'.eiben 01"1]/ 01ז[‘,ktive Arbeit verrichten wollen. Das Osljiuleti- >%\ keine zionistische Angelegenheit, Vs ist eine j Kenn,*! n-j (i d i sch e. Ebenso wie der Aufbau Pa- 1'tinas ' V ■o r stand volle A k t i 0 11 s f r e i 11 e i t gibt fiir Verhandlungen mit Organisationen, behufs Zusammenarbeit in allen Fragen, die Ihr tlie jüdischen Handwerker von Interesse sind. Man wählte diese vorsichtige Forniulienmg, um die einstimmige Annahme zu ermöglichen. Hierauf referierte (io I d m a 1111 -1 l.innovcr über ״Lchrlingsfragcu mul Berufsberatung". Er trat für einen engen Konnex der Handwerker mit der jüdischen (tigeitdbewegung ein, gleichgültig, nb es sieh tun Zionisten, Kameraden oder neutrale Jugciidveineine liautUc. W.iriuu weiuiei sieh die jüdische Jugend so wenig dein Ham!- werk zu? Nur. UnintcUigcute drängen sielt meistens zum Handwerk, das bringt unseren Stand in Verruf. Wii wollen nicht der Abladeplatz der Jugend sein, die für einen anderen Beruf zu dumm ist. Wir müssen aber das Judentum tles jungen Lehrlings behüten, den Scliabbos ihm unbedingt freigeben mul alle seine jüdische״ Interessen fördern. Die jüdischen Lehrlinge streben im allgemeinen danach, sielt zu frühzeitig selbständig zu machen. Lsist dies weder int Interesse ihrer Ausbildtmg, noch des Rufes der jüdischen Handwerker. Wer wenig gelernt hat, kann utiinöglk'li Qualitätsarbeit leisten. Aber zur Handfertigkeit muH beim richtigen ״Kunst- Verständigen“ auch Intelligenz kommen. W i r h c u <11 i - gen die Jugend, die mittlere und höhere Schule״ besuchen. Warum aber wird der Beruf tles Schlossers,׳ Uhrmachers, Juweliers immer bevorzugt? Das gibt zu denken. Warum werde» ,so wenig westjüdische Jungen* Baiiltamlwerker? Hier'tritt das Hauptübel kräh zutage: in der deutschen Jiiticnhcit ist ein durclii nichts gerechtfertigter Stolz auf die ״geistige Arbeit“ vorhanden, man hat nicht genügend Achtung vor je 11 er Arbeit und meint, tlall tlie sogenannte ״Handarbeit" für die Dummen gerade gut genug ist, als ob beim richtig betriebenen Handwerk die Intelligenz des Schaffenden nicht die gleiche Rolle spiele, wie in anderen Berufen. In der Diskussion sprach 11. a. Herr Dr. Mannheim, der Leiter tler Frankfurter Bcrufsberatungsstelle, und berichtete über tlie erfolgreiche Tätigkeit seines Amtes. Dem aus ökonomischen Ursachen so starken Streben tler ostjüdischeii ־Flüchtlinge zu einem produktiveu IJandwerkerbcruf könne in den meisten Fälle״ ent• spioclun werden. Hierauf ergriff namens der Gesellsehaft ״ORT“ das Wort 111. Erwin Kolm, Leiter tler Abteilung für professionelle Bildung. Er skizzierte die Tätigkeit dieser Landesorganisation des ostjüdischen .Handwerks. Sie habe alle Aufgaben der in anderen Ländern staatlichen Arbeiter- und Handvverkerfiirsorge zu erfüllen, Kreditgenossenschaften zu gründen und zu finanzieren, tlie Mascliiiienversorgtuig und -leihedurchzti,führen, Lehrwerkstätten zu errichten, durch Fortbildungskurse und andere Zweige der Lelirlingsfürsorgc systematisch auf die Produktivierung der ostjjidischcn Massen hinzuarbeiten. Ein Zusammengehen zwischen dem Verband׳ der jütliselien Handwerker Deutschlands und tler ״ORT“ sei in allen diesen Fragen sehr gut möglich. Es fehlt im Osten an fachmännischen Instruktoren. Hier habe der deutsche Vcrliind eiimiset/cn, tüchtig«־ filtere Gehilfen, wenn auch nur für einige Zeit, nach Polen, Litauen usw. zu senden. Aber auch in Deutschland könnten sehr gut ostjüdischc Lehrlinge für ihren späteren In- , slruktoreiiheruf in der Heimat vorbereitet werden. Ferner! benötigt die ״ORT“ den fnchgcmiißcn Rat tler jüdischen! Handwerker Deutschlands heim Einkauf und bei der | Fortsendung derjenigen Gegenstände (Maschinen, Materialicn usw׳.), tlie für Rechnung der ״ORT“ hier in Deutschland gekauft werden und nach «lein Osten trausportiert werden sollen. Dr. Kohlt schloß seine äußerst instruktiven Ausführungen mit der Ankündigung, daß die ״ORT" beschlossen habe, sieb auch um tlie Produklivicruug tler ■ostjiklisdien Jugend,jn Deutschland׳ zu kiinimerji. Nach Vornahme dep Neuwahlen usw. wurde die sehr gut besuchte und anregende Tagung geschlossen. •Sie war ein neuerlicher Beweis für das Vorhandensein latenter Bereitwilligkeit bei den Juden Deutschlands, werktätig mitzuarbeiten beim Aufbau von Palästina. Wenn der Vorstand tles jüdischen Handwerkcrvcrbnmlcs im Sinne dieser Tagung Mittel und Wege finden wird, um junge Juden zu tüchtigen Handwerkern für Palastina, Deutschland mul den Osten ntiszubildeu, so wird er eine Arbeit geleistet haben, deren Bedeutung für das jüdische Volk nicht hoch genug cingescbätzt werden kann. Antisemitisches Unter hat Max Zeit 11 g Fälsch u 11 g“ ״ ׳l.) c u t s c h c n I: i s 11 e r s c h e ganze jüdische dem Titel ״D i e jüdische M a 11 re 11 b re clt e r in der ■ einen Leitartikel über, die Aktcupuhlikation geschrieben, der das ., Volk verantwortlich machen will. Er fordert die ״A 11 f - h e 1) u n g d er st;1 a t s \\ü r g e r 1 i c h c n ü e in einsehaft zwischen Deuts c 11 e n u n d Jude n 1111 d tl i e E 111 f e 1 111111 g «I es 11 o c h v e r r ä t c r i - sehen Volkes aus unserer Mitte“. Wir registriereu diesen Artikel ohne weiteren Kommentar. aut ist׳ Ist Ad« ti'tci״ überall (de, di« ibbiiiet• .Iff«; Tb׳ S'r Zion-• ,,mmt ״ichiiii׳‘; faie u "־Jun wurde nach langen Vorstnndsberntuiigeu “1',*olution einstimmig angenommen, die dem Mitgliederversammlung des Hilfsvcreiijs der Deutschen Juden Am 21. Mai IH22 fand unter dem Vorsitz von James Simon die diesjährige Tagung der Mitglieder- Versammlung des Hilfsvcreins der Deutschen Juden statt. Der Vorsitzende berichtete über die Notlage im Osten, über tlie Auswanderung und tlie Auswanticrungsfürsorge seitens tles Hilfsvcreins sowie über das Hilfswerk im Osten, das im Einvernehmen mit dem Joint Distributbu Committee geführt wird. Die Jailturclle Arbeit im Orient ist völlig aufgegeben worden. Dann folgten Kassenberichte, Entlastung des Vorstandes und unveränderte Wiederwahl. An unsere Inserenten Eine neue.große pruckpreiscrhöhuitg zwingt ans dazu, unseren Inscratentarif zu erhöhen. Wir berechnen von jetzt ab die slebengespaitcne Nonpareillezelle mit 8.— Mk. Verlag jüdische Rundschau. Berlin W 15, Sächsische Straße 8. Zionistische Bewegung Sitzung des j. N. F.-Direktoriums in Berlin Herr S. S c h o c k e 11 jun. (Zwickau), Governor des. J. N.-F. und Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates tler zionistischen Exekutive, ist aus Palästina zurückgekehrt. Am <1. und 7. Juni fanden in Berlin Sitzungen des Direktoriums des J. N.-F. statt, an denen auch Herr Schocken Bericht erstattete. An den Sitzungen nahmen auch mehrere Mitglieder tles FWR aus Lontlon teil. Dr. Sclimarja Levin in Berlin Am Montag, den 29. Mai traf Dr. Sclimarja Lev in auf seiner Rückreise aus Südafrika in London ein. Von dort ist er nach kurzem Aufenthalt soeben nach Berlin zurückgekehrt. Zionismus in der Schweiz Aus Zürich wird uns berichtet: Der D e I c g i e r t e n t a g des Schweizerischen Zionistischcn Landesverbandes, der am 11. Juni stattfinden sollte, ist um einige Zeit verschoben worden. I )ie Zionistische O r t s g r 11 p p e 7, ü r i c h hielt vergangene Woche ihre Generalversammlung ab. An den 'Tätigkeitsbericht tles Vorstandes schloß sich eine Diskussion, an der sich die Herren Dr. Falbstem, Dr. Feldinaun, M. Horn, Dr. Marx, Stammer, Dr. Steintnarder und W. Simon beteiligten. Alsdann fand die Neu w a h I tles Vorstandes statt. Zum Präsidenten wurde Herr Dr. Erich Marx gewählt; des weiteren wurden in den Vorstand gewählt die Herren J. Horn, Dr. üurnv, Dr. Pinkwasser, Scharf, Dr. Wcinert und Frl. Wolff. Vom Keren Hajessod in Amerika Nach einer Aufstellung von Peter Schweitzer hat der Keren Hajessod im ersten Jahre seiner Tätigkeit in Amerika (bis Ende März 1022) 4 100000 Dollar in Zeichnungen und Zahlungen erhalten, wovon etwa 1 447 810 Dollar bar eingegangen sind. Nath&n Groß Am 30. Mai fand im Haag die Beerdigung de* plötzlich verstorbenen Amtsleiters des Jüdischen Nationalfontls, Nathan Groß, statt. Unter «len Trauergästen sab man sämtliche Beamten des Jüdischen Nationalfoutls, den Sekretär tles Direktoriums, Dr. Hantke, Jakobus Kamt, Jean Fischer aus Antwerpen, N e h e nt i a de L i e in e , M. S i m o n s und zahlreich« Haager Zionisten. Nach der Beerdigung fanden -ich im Gebäude des Hauptbüros des jüdischen Nation,dfoutls im Haag, im Amtsrnum des Verblichenen die Beamten und Freund« zu einer T r a u e r s i t/. 11 n g ein. Dr. Ilantkc gedachte im Namen tles Direktoriums der hingebungsvollen Tätigkeit tles Verstorbenen. Nach ihm sprachen A, Pollack, J.icobus Kann und Jean Fis eh er. Unter -Hinweis auf die Lage der Hinterhliehcnen schlug Herr Jcau Löscher die Schaffung eines Pensionsftmds für tlie Beamten tler zionistischen Insti- Unionen vor. Mit einem eindrucksvollen Schlußwort Dr. Ilantkcs fand die schlichte Feier ihren Abschluß. Berliner Zionistische Vereinigung •A 11 g e m eine W;1 h I e 11 für die Vertreter- Versammlung. Die Wahlen fintiert in tler Zeit vom 25. Juni bis 2. Juli 1022 statt. Wahlberechtigt und wählbar sind alle männlichen und weiblichen Mitglieder tler B. Z. V., die mindestens 18 Jahre alt sind, soweit sie bis /um IS. Juni 1022 ihre fälligen Beilrage bezahlt oder gegenüber dem Haupt- Vorstande tler B. Z. V. evtl, erklärt haben, daß sie hierzu nicht imstande seien. Es sintl 37 Vertreter zu wählen. Die Wahlen erfolgen geheim nach dem Proportional- Wahlsystem und dem Prinzip tler gebundenen Listen. Die Waliivorsehläge sind spätestens am 20. Juni 1022 »«וו Büro der B. Z, V. eiitznreidien. _ IK׳r Wahl vorschlag muß von mindestens 30 Wählern eigenhändig (mit Ruf- und Familiennamen) unterzeichnet sein, von denen einer als für weitere Verhandlungen bevollmächtigter Vertreter zu bezeichnen ist. Kein;Wähler darf mehr als einen Wahlvorsehlag unterzeichnen. Von jedem Vor-׳ geschlagenen tu 1! ß die schriftliche Zus t i m itt 1111 g zur A 11 f 11 a h nt e in den W a h I v o r schlag und ein schriftliches Versprechen der pflichtmäßigen Ausübung des Amtes b e i g c f ü g t wert! e 11. Bewerber dürfen auf mehr als einem Wnhlvorschlngc kandidieren, jedoch nur auf einem an erster Stelle. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. Ein Wahlvorschlag darf sowohl mehr als auch weniger als 37 Bewerber enthalten. Mehrere Wahkorschläge können miteinander verbunden werden. Die Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden Wahivorsdiliige spätestens am 21. Juni 1022 dem Büro der B. Z. V. gegenüber übereinstimmend sdirift* lieh erklärt werden.