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Jüdische Rundschau · 1922-06-09 · Heft 45-46 (9.6.1922) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVII (1922)
Issue
Heft 45-46 (9.6.1922)
Date
1922-06-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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M Ir. 45/46 4• 6" י• Sprecbsaal die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Berlin. Geehrte Redaktion! In Ihrer Nummer vom 12, Mai finde ich in dem ,ין |>ie Jüdische Kolonialbank“ einige Bemcrkun- '|tljUl"Uit!eil1,!,Kcn, die mir zum Teil ungerecht, zum unrichtig erscheinen. ן ps wird der DanklcLtung von vor dem Kriege eworien, dal! sie den Reservefonds nicht genügend e Pr״ ü/.rt hatte und trotzdem Dividenden ausschüttete. ' * |ch bemerke dazu, daß die Angelegenheit der Do- 1(]1T ries Reservefonds und Ausschüttung von Divii.J] juniier sowohl dem Direktorium, wie auch dem .eichtsrat vorgelegt wurde. Wenn der Vorwurf beij^l wäre, was ich in dem Licht der damaligen iiihiisse bestreite, so trifft dieser Vorwurf somit ו den Aufsichtsrat. Das Direktorium bestand damals 'den Herren Katzenelsohn, Kann, Barbasch, Ury- ו Cowen, Fischer, Rosoff, Simon, Ussischkin, Wolifi,' (Govcrnorl, Feldstein (Governor),' Keßler (Goverj Kreitienezky (Governor) und Jacobson (Governor), )'darin sind heute die Herren ldalpern Naklitsch und vc| (Governor), von denen jedoch Herr Naklitsch jjs schon dem Aufsichtsrat angehörte. 2 Die zionistische Oeffentlichkeit habe vor dem ,סי nicht ganz mit Unrecht der damaligen Leitung Order{ 5h ekel! מ Vor. 1 lasclcr ׳ Wle: alu! Bhrten ,1 Mainz, lei. M.,r. 11, Meer. *Hiuigcn, Mililsch’ 1 a. Rh״' 'Jauhciii,. hr, Neu- :h., Ne״. Ib. Gör- Noi'dlm. ftiriihcrg, nkirche״; ), Offen. £. Osm. Pciskrei- .. I'renz- Regensmisdieid, m, Rimtuinmels- Scli we in- Simnicm, Spandau, Schiffer. ׳chl.uh.1n!ningken, ‘in a. W., :miniem), Tapiau, a. Tilsit, 'ül)i11״en, Wakie״• rg. Weil- Wester- ,ür/hurg, •Worten, daß sie cs nicht verstanden hat, die Bank einem wesentlichen Faktor der Bewegung zu enticln. ״Nicht ganz, mit Unrecht“, also etwas ungerecht;cn Sie cs doch. So erklären Sie sich doch näher! möchte wissen, was das präzise heißen soll ״ein;entiieher Faktor der Bewegung“. Und auch \v i c meinen, daß'dieser Faktor damals fertig gebracht;;c werden können. Und schließlich, was wohl die nchc sein mag, daß sowohl Herzl als Wolffsohn i auch Wcizmann die damalige Bankleitung, an der 1 so viel Kritik geübt hat, doch so viele Jahre י nicht durch eine andere ersetzt haben. ♦ 3. ״Die Kolonialbank von heute ist ein ganz anderes gut, als sie es vor dem Kriege war." Nein, das ist sic nicht. Sie steht noch genau so :;ert da als vor dem Kriege, und ist dem Wesen ’ nicht verändert. Der überaus größte Teil ihres י,;,* ist nach wie vor in der Anglo Palcstinc (ipaiiy festgeiegt. Es ist ganz gleich, ob es damals der Form von weniger Aktien tuid mehr Kredit- ״ilirung war, und heute mehr Aktien und weniger .!!;!״cwähning, Ahcr die Verhältnisse sind heute andere. Wo vor :!Kriege das Arbeitsfeld beschränkt war, da gibt heute große Möglichkeiten. So große Möglichkeiten,! die Kolonialbank, falls sie ihre isolierte Stellung St aufgibt: diesen Möglichkeiten nimmer gewachsen נ kann. Da hilft es nicht, ob man noch ein paar , iderttausnd Pfund Aktien placiert. Mit Geld kann 1מ nicht alles erzwingen. Notwendig sind eine Anzahl d bisher fcnde Persönlichkeiten, die über große Erfahrung in h anfgcfi1״nzielten und ökonomischen Angelegenheiten verfügen, nde ״der g:j notwendig ist ferner, daß die Bank aus ihrer Abkalihing*- l::;i״keit von der Zionistischen Organisation heraus- » und zu einem selbständigen Finanzinstitut werde, :frei und unabhängig mit solchen finanziellen Gruppen :11 Institutionen in Beziehung zu treten die sich bei Ausführung von aussichtsreichen Projekten mit!*ren Kapitalien würden beteiligen. Um diese Selbständigkeit auch nach außen hin in '< Erscheinung treten zu lassen, ist es notwendig, daß; Zionistische Organisation durch Aufgabe und An- Icrung der Gründeraktien zugleich auch die Kontrolle '<r die Bank aufgäbe. Diese Kontrolle war berechtigt i notwendig früher, als man noch Grund hatte zu ■:urchten, daß die Arbeit des Jcwish Colonial Trust p Palästina abgelenkt werden Könnte. Heute ist das ^geschlossen. Wir brauchen diese Kontrolle nidit mehr. 1p sie ist sogar ein Hindernis, um an -diejenigen ׳snzutreten, die imstande sind, uns die Persönlichlen zu liefern, von denen oben die Rede war. kein e!1 t e r d e n 1111 s i 11 af unser Saume 1 e v V - |j. nd zum er Kone, unter Brainin. jcilaljah sch.ifilich liifligt. 1" iliilic'licit'li iwegs die h immer 5 Landes »crtricbcn di seiner jr hoffen, [assiselicn en, deren der sich 11 ׳ berech•. irt Wolf1 schrieben Menschen.!heil י,«״ 1 Stunde'11 Ca> f icitng leiitschen Wunder• von dein tnu'ls »*’׳ »nselilieb• Zeitalters■ izösisebef « in sich hin sein1’ rer Ader jml י'"״'; ncigtej1 Auen ii.ilt d״' hr. ob1״' amen s" j belehn ״jiden zu sein. —• Die den Stimmungsgchalt voll aus- ‘»plcndc Uebersetzung stammt vön unserem Freund <1 Mitarbeiter Paul Aniatin. unz Oppenheimer, Die Siedlungsgcnbssenschaft. versuch einer positiven Ueberwinduiig des Kommu- Kinns durch Lösung des Gcnossenschaftsproblcms “nd der Agrarfrage., Dritte .Auflage. Jena, Verlag 0ז" Gustav Fischer, 1922. 80 M. Dieses grundlegende Werk, das in der Geschichte;' Zionismus eine so bedeutende Rolle gespielt hat, |1>י hier von seinem Verfasser zum drittenmal in!,״erämierter Form der Oeffentlichkeit vorgelegt, fr,״scheu zweiter und dritter Auflage tobte der Weltl:•.';?, und das letzte Jahrzehnt war gerade auf dem «;1)101 der Sozialökonomie reich an neuen Erfahrungen I» ״ Erkenntnissen. Trotzdem ist das alte Buch lebens- *Mg geblieben, und Oppenheimer betont im Vorwort!;־' dritten Auflage, daß er seinen Grundgedanken nach |:1e vor für richtig und die praktische Anwendung |׳l|te noch für notwendiger hält als frülier. Von seinem!"״stich in Mcrchawja spricht Oppenheimer in diesem jDjrwurt, das sich im wesentlichen mit Kritikern aus- ■nanderset/.t, nicht. Das Buch ist noch immer für;* von großer Wichtigkeit, im Hinblick auf das '0“™,des sozialen Aufbaues Palästinas, das noch »ird 1re ^as zentrale zionistische Problem bleiben _JUEDISCHE RUNDSCHAU Falls man mir entgegnen sollte, daß ich somit den Jewisli Colonial Trust den ״Anderen“ ausiiefern will, so sage ich, daß von Ausiiefern hier gar nicht die Rede ist und daß wir die nationale Idee in anderer Weise zum Siege führen werden als durch den Besitz von Grunderaktie». Mit vorzüglicher Hochachtung, J. H. Kann. Haag, den 17. Mai 1922. Seile 301 MIHI Bloch, Ostjüdischer Humor. Verlag Benj ן narz m Berlin. fwHCfes Buch ist eine Sammlung köstlicher kleiner §,(,״״!;, n• ״ die wirklich humoristischen Geist aus■ tiät;»» ■ handelt sich hier nicht um jüdische ri: f >m landläufigen Sinn, sondern viele dieser Mit #״״Geschichten haben ihre Tiefe und ihre Innig- Übe0, ״”ßers die Anekdoten aus dem chassidischcn Hlbst ■a ■n frisches Leben und geistige Kraft, die; l״ tiefster Erniedrigung ein Volk aufzurichten Bprllnor Zionistische Vereinigung. Montag, dan 12. Juni abends 8 Uhr Im LQhrervoreins׳'aus Alexartderstr.41 Redner! P'ol. Dr. Heinrich Löwe, Or. Aron Barth, Rag ■Rat Hans Goalar, Redakt. Waldmann. Wir haben vorstehenden Brief, der auf einen in der Palästina-Beilage erschienenen Artikel Bezug nimmt, Gg. Adolf B 6 h m, der unsere Palästina-Beilage redigiert, zur Acußerung übersendet und erhielten folgende Antwort: '! Sehr geehrte Redaktion! Wie mit Ihnen vereinbart, bin ich bemüht, die Palästina-Beilage so objektiv-sachlich, als möglich, zu redigieren. Ich muß Ihnen daher ein für allemal sagen, daß icii mich nur dort in polemische Auseinander- Setzungen über ihren Inhalt cinlassen kann, wo cs iin Interesse der Förderung unserer Sache als nötig erscheint. Ich will mich daher mit Herrn J. H. Kann — der übrigens persönlich in der Beilage gar nicht angegriffen wurde — über seine Fragen 1 und 2 nicht auscinandcrsctzcn, sonst müßte ich die.ganze zehnjährige Geschichte des Streites um die Bank rekapitulieren. Ich kann nur auf seinen positiven Vorschlag cingchen, daß die Zionistische Organisation, die, Aufsicht über den J. C. T. aus der Hand geben soll, damit sic mit nichtzionistischen Finanzinstituten in Beziehung treten könne. Meiner Meinung nach ist die Sachlage geradezu eine umgekehrte: Wenn die Zionistische Organisation zur Finanzierung eines Projektes mit nichtzionistischen Faktoren kooperieren soll und will, dann braucht sie eben ein finanzielles Instrument, welches als zionistisches die partnership eingeht. Ich erinnere nur an die Vcrhandlungcn, die wegen eines sehr großen und wichtigen Projektes eben im Zuge sind. Die nichtzionistisehen Kreise haben si-cli nidit daran gestoßen, daß der J. C. T. fest in Händen der Zionistischen Organisation ist, sondern die Frage ist nur, in welcher Weise das Konsortium gebildet werden soll, d, h. wie das Anteils- und damit das Stimmenverhältnis der einzelnen Teilnehmer sein soll. Im übrigen ist der diesbezügliche Vorschlag des Herrn Kann viel z.u allgemein gehalten, d. h. zu wenig sachlidi detailliert begründet, als daß ich sehen könnte, welchen Vorteil seine etwaige Durchführung uns bringen würde. Es handelt sich ja nicht nur uw die ,,nationale Idee", sondern sehr konkret darum, daß die Zionistische Organisation die Entscheidung darüber haben soll, was für Projekte und unter welchen Bedingungen sic von den zionistischen Instituten finanziert werden sollen, um die nationalen Zwecke zti erreichen. Man nehme z. B. die Frage der Aliincnticrung der Arbeiterbank, und es ist leicht einzuselien, daß sehr palästinafreundliche nichtzionistische Finanzlcute über deren Notwendigkeit eine ganz andere Ansicht haben können, als die Zionistische Organisation und ihre Exekutive sie entsprechend ihrer speziellen Auffassung des nationalen Palästinawerks haben müssen. Mit Zionsgruß Adolf Böhm. vermag. Daher ist dieses Buch nicht nur eine intcr cssantc und reiche Fundgrube jüdischen Volksgutes, sondern auch eine Quelle reiner Freude und Erbauung für den Leser, die über dus bloße ״Amüsement" hinausreicht. Ekstatische Konfessionen. Gesammelt von Martin Bube r. Veränderte Ncuausgabc. Insel-Verlag, Lcipzig 1922. Dieses Buch, das vor Jahren schon im Verlag Dicderichs erschienen waf, kommt heute erneuert in eine Zeit, die sich scheinbar ־i11 ihrem gesteigerten materiellen Wettkampf kaum auf die Stimmen derer zu konzentrieren vermag, die über alles Relative der Welt hinweg den Weg zum Absoluten gefunden haben und stammelnd davon Bericht zu geben streben. Aber gerade das wilde und wüste Jagen ist vielleicht nur eine Betäubung der Not, die heute in der Tiefe der Herzen brennt, der Sehnsucht nach Befreiung und nach Rückkehr zum Wesentlichen. Buber hat hier Bekenntnisse von Menschen verschiedener Völker und Zeiten gesammelt, die verbunden sind durch die Gewalt ihres Erlebnisses und den Versuch der Wiedergabe des U11sagbaren. Die vorausgesdiiekte Einleitung über ״Ekstase und Bekenntnis“ gibt eine erleuchtende Einführung in die Weit des religiösen Erlebens. Unter den aufgenommenen Stücken sind auch einige aus der jüdischeu Mystik der Chassidiin, Die Stimmen dieses Buches sind erschütternd und selig zugleich; das Buch verdient die Liebe all derer, die an eine Auferstehung der Mcnschensccle glauben, —s— Ein Mapu-AIbum. Das in Vorbereitung befindliche literarische illustrierte Mapu-AIbum wird aus folgenden Teilen bestehen: 1. eine biographische Darstellung, b«- arbeitet nach neuen Quellen, 2. Bilder von A. Mapu im Kreise seiner Familie und seiner Freunde, 3, Paksmilia von A. Mapu in verschiedenen Sprachen, 4. Illustrationen zu Mapus wichtigsten Romanen, 5. An- Presseschau In der letzten Nummer der belgischen ״Hatikwall“ bespricht N. T. (Torczyner) die Mandatstrage. Nadi politischen Ausführungen, die programmatisch dem Standpunkt der alten ״politischen Zionisten“ entsprechen und sogar Zangwills Programm anerkennen, kommt N. T. aut die Frage der üeldaufbringung zu sprechen und polemisiert bei diesem Anlaß mit den in unserem Blatte zu seinem Aufsatz kürzlich gemachten Bcimvrkuugcn. N. T. sagt, daß die Opposition heute nicht die Absicht habe, den großen Kolonisationsplan zu schaffen, aut den wir bereits jahrelang vergeblich warten. Doch versuche sic, Vorschläge für die Re- Organisation der Bewegung zu machen, die an die Exekutive gerichtet sind. Weiter sciircibt er: ״Wenn man versucht, durch vorübergehende Erfolge beim jiidisdien Volk Hoffnungen zu erwecken, deren Erfüllung keineswegs gesichert ist, wenn man die für die Autbauarbeit nötigen gigantischen Summen durch Sammlungcn beschaffen will, die die Zionistische Organisation und ihre besten Kräfte zu bloßen Sammelmaschinen machen, so ist es notwendig, daran,zu erinnern, daß der Zionismus zu groß ist, um ununterbrochen herabgezerrt zu werden. Wenn die politischen Voraussetzungen für den Aufbau Palästinas geschaffen sind, wird man scheu, daß auch die außerordentlichsten Resultate des Keren Hajessod zu gering sein werden, als daß wir an den Aufbau auch nur denken könnten . . . Da wir ungeheure Kapitalien brauchen, müssen wir uns an unsere Kapitalisten wenden, ohne deswegen Itnbedingt’ auf kapitalistischen Prinzipien aufbauen zu wollen. Aber die jüdischen Kapitalisten werden am Aufbau nur unter der Bedingung teilnchmcn wollen, daß sic selbst die Art und Weise dieser Mitwirkung be* stimmen können. Unsere Aufgabe ist es, sie heranzuzichcn. Um eine wirklich fruchtbare Arbeit zu machen, müssen die aufgebrachten Summen ganz anders sein als die heutigen. Die Bewegung wird sic niemals aufbringcn können, und dies ist auch gar nicht notwendig. Es genügt, daß die Bewegung Kapitalien heranziclit, die Arbeiten leitet und beim Aufbau über die nationalen Interessen wacht. All dies hat nichts zu tun mit einem Kongrcßbcschluß. Heute sind wir ein Jahr weiter und haben neue Erfahrungen gewonnen, wir kennen das außerordentlich langsame Tempo der ökonomischen Ent- Wicklung unseres Landes und wissen, bis zu welchem Grade unsere politische Position davon abhängig ist, Wir können uns nicht mit der Arbeit für Keren Hajessod begnügen, wir müssen weiter blicken. Was dieser Kongreß beschlossen hat, kann der folgende Kongreß aufheben. Dieser Kongreß hat uns übrigens keine allziischvveren materiellen Lasten auicrlegt. Wir wenden uns nicht dagegen, daß man Geld geben soll, sondern gegen die Verschwendung von so viel Energie in einer Richtung, die unserer Ansicht nach nicht zum Ziel führen kann. Wir wollen für den Keren Hajessod geben, obwohl dieser nichts als ein Zwischenzustand ist, bis es uns möglich sein wird, uns wirklicli der Aufbauarbeit zu widmen. Wir dürfen aber nicht vergessen, daß Keren Hajessod nicht mit Aufbau identisch ist und daß der Aufbau nicht durch Sammlungen geschehen kann. Wir wer• den uns der Entscheidung des Kongresses unterwerfen, die von uns Geldopier verlangt, selbst gegen unsere Ucbcrzcugung. Aber wir behalten uns das Recht vor, unsere Ueberzcugung auszusprechen, da wir den reellten Weg zu sehen glauben." — ln diesen sachlichen Ausführungen fällt uns der Widerspruch auf, daß N. T. einerseits erklärt, der vom Kongreß beschlossene Maaßer sei keine schwere matcrielle Belastung, andererseits darauf hinweist, daß aul diesem Wege keine nennenswerte Stimme auf/.ubringen ist. Denn wenn die Maaßcrparole von Anfang an von allen zionistischen Kreisen wirklich ernst genommen worden wäre, dann wäre es wohl auch jetzt schon gelungcn, für den Keren Hajessod solche Beträge aufzubringen, daß damit zwar nicht der ganze Aufüau, aber doch erhebliche Leistungen hätten erzielt werden können. Leider aber scheint einer großen Zahl von Zionisten die ״Belastung“ doch zu schwer gewesen zu sein. Immerhin schwerer, als ihr zionistisches Pflichtgefülil, das auf der anderen Seite der Wagschale lag. Auch so läßt sich die Sache betrachten. sichten aller Ortschaften, welche mit seinem Leben und Schaffen in Zusammenhang stehen. Alle Freunde A. Mapus, welche im Besitz von Materialien, insbesondere Photographien sind, werden gebeten, diese Photographien dem Herausgeber des Albums zur Ver- (ügung zu stellen. In Anbetracht der Bedeutung dieser ersten grundegenden Darstellung des Wirkens des jü* dischcn Klassikers wird mit einem weitgehenden Entgegenkommen aller seiner Freunde gerechnet. Die Adresse des Herausgebers ist: N. Beinesvidus, Kauna* Sloboda, Plento g. Nr. 21, Litauen. Bücher-Einlauf Niebergall, Praktische Auslegung des Alten Testaments, III. Bd.: Die geschiehtliehen Bücher. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 1921. 40 M. / Heinrich Scholz, Die Religionsphilosophie des Als-Ob. Eine Nachprüfung Kants und des idealistisehen Positivismus. Leipzig 1921, Verlag Felix Meiner. 24 M. Isaac Breuer, Judenproblem. 4. Auflage. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M22 .1922 ״ M. Preisausschreiben des Haruach Der Vorstand der Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler, Haruach in Wien, über dessen Preisausschreiben wir berichteten, hat infolge des Sinkens des Geldwertes beschlossen, die für das Preisausschreiben ausgesetzten Preise durchweg zu verdoppeln, so daß die Preise für den deutschen un i den hebräischen Roman, sowie für das historische Werk je 2000 Reichsmark, der Preis für die jiddische Komödie 1500 Reichsmark beträgt. Gleichzeitig wurde der Einsendungstennin bis zürn 1. September d. J. verlängert. Anfragen wollen an das Sekretariat des Haruach ln Wien, 1. Bez., Himmelpfortgasse 20, gerichtet werden.

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