Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVII (1922)
- Issue
- Heft 38 (12.5.1922)
- Date
- 1922-05-12
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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38 •ז Nr. 38 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 253 0» .Hlv! ,!!»>n Ja .urdi׳" '!d't das •ßestrc'iii ui «r uiöj. fh־amen׳ i Lchom. tarisdion l'ill/.ijr, Unter c Eisen, können M/.t vnf. tu einem d>en um! >ch wird lieh sein »Hcnilicli *crflüssio ich sein, m Landi :r heute wird sidr ssen, al> *chricbcnj en nöti« k Monat(! ׳ in dp| rt betrug t 457 5ä| itistik ml tnd Kon■[ n bestell 2t Hern» diaftlidu* gclmäßi!/ ilästinq ägc vom!! Statistin ■Palästiiiaj cren Rt״ n. Wenil <1 Kapital ißt, kam (.<jrupr׳c1t 1000 bil he Untcrl!usammc1| von 50O! *operativ! ttit, ' Palest!!»! Cy. Oc und. ן .pital vol;11 ■amt« 4״,) Kasna ne Ir« 10!,M tition vv n Fru! n Palt en 80 (,pital w! .(100« Grai«J und Syj Pfund, von. ct1״ mit eint!! tletcn M |< In steht aller (iruml aimmehnien, (lall nml! (Gdiiviul des l.ftifoiideu Jahres größere K.ipitalieii ans fol- ,,,ihIi'ii jüdischen (Quellen ins Land strömen werden: '!nuiiK.imsche Hlüc'.gcscllscliaft, I lypothekeiibank, Hank ii!r imlii'tnclle Anleilieu, Flektrizitütsimtfiiu'lummg am (,nk.iii 1is\v. Auch einige bereits bestellende und oben ,ii1״inhitc Uivtcmclmumgon werden ihr Kapital ver-!.(lilkiii und mail kann auiieUmeu, dall bei ruhigen /eiteiv ilnil unten lic'dingungoM die Juden wiihrend des Jahres i).1el|f'eineinlialb bis zwei Millionen ins l.aml ' bi׳tn׳״e1!1 );01111111. Nun ist in der ganzen Liste 1101:11 niehts (11״׳ den Kapitalien erwähnt, welche die Juden für Landkaiil ,iiilgcwcndei haben: Die Pa lest ine!.and De 1 e I <> p in e n t Company hat für mehr als eine lt;! 1 he Milli o 11 P f u ivd , der N a t i o 11 a I f!> n d s l(1r ׳J50 000 Pfund Hoden gekauft, (,in den kleinen Kaufen mehl zu sprechen, die dureil Privatleute durch- Uehihrt worden sind. Hierbei wurden in diese Bilanz. nicht die ״■rüden Kapitalien aiifgenommcn, welche die Zi.mistische Or- ״;uiisition zur Erhaltung ihrer Wirtschaften und zur Bc- /jhlim״ ihrer Beamten und Lehrer ins Lnud bringt, el;e״s.n1cni״ die von der lea und Alliance aufgewciidetcu Gekler. Warenimport aus Deutschland und Oesterreich Der Warcnimport aus D c 111 s c h! n 11 d und Oesterreich via Jaffa betrug im l: c h r a a r j 1508 iigypt. und /.war aus Deutschland 25 848 und aus Oi stei l eich 8(1(>t) iigypt. k. Unter den I1:1,1p!s;iel1!ieh vin»e(uhrten Waren befinden sieh: 11.11z für 4 025 iig. C aus I)e11tsdd.1nd und fiif 4 028 iigypt. L ans Oesterreich; Zemeiii aus Deiitschiand für (1611 iigypt. C; Eiscmcnren für 2540 iigypt. U aus Deutschland, Maschinen imd Mascliitieiiteile für 2141, Papier 75(1 iijjvpt. C ussv. W a r e 1! i 111 p o r t aus D e u t s c 11.1 a n d 11 n d Oesterreich in den Jahren 1020 21. Laut ,Mitteilungen der palästinensischen Zolivcnvaltun״■ wurden w ä 11 r c n d der letzt e n / w e i J a 11 r e aus Deutschland und Oesterreich eingeiührt: 1020 aus Deutschland Waren im Werte von 28 704 ägypt, C und 1921 für 201 08-0 ägypf,1 C und aus Oesterreich für 107 270 iigypt. .0. Insgesamt für 300 2(18 iigypt. C, ücrEsporlaus Jaffa vom 1. bis 15. Februar 1022. In den beiden ersten Wochen des Februar wurden aus Jaffa auf dem Seewege exportiert: 08 000 Kisten Orangen und 180 Tonnen andere Waren, darunter 78 Tonnen Wein und auf dem Bahnwege 21 000 Kisten Drang(n und 47 Tonnen andere Waren, hanpisächlich Sale. Der Import betrug auf dem Seewege 1158 und auf dem Landwege 450 Tonnen, De r 1111 p o 1׳ t aus E n g I a 11 d i 111 J!111 re 1021, Der Gesamtwert der im Laufe des lalircs 1021 aus England nach Palästina importierten waren betrug 845 4(10 iigypt. £ , Vichstatlstik Das landwinsdiaftlidie Departement hat im August- September 1020׳ eine Viehzählung vorgenommen. Obzwar dieser Zeitpunkt sehr weit zuruckliegt, ist cs doch von grollen! Interesse, die ermittelten Ziffern kennenzulernen, die natürlich iwr beiläufige sind, weil der nötige Apparat für eide vollkommene Statistik noch nicht ausgebaut ist. Milchkühe ............. 24(100 Pflugochsen 57 700 Kälber . 24 001) Pferde . (1 500׳ Maultiere . 4 000 Esel . 32(100 ' ' Schafe .. 262000 Ziegen .־.000 272 Hüf.el. 2 700 Kamele. . S 000 Lc£2־ des ArbsKsniarktes Aus einem Bericht der zionistischen Exekutive in Palästina entnehmen wir die folgenden Angaben: B e s c h ä 1' t i g 11 n g d e r F i u w a u d e r e r, Die jüdische Einwanderung (and Mittel, um neue Berufe, in denen die Juden bisher nur sehr wenig beschäftigt waren, im Lande eiu/uführcu, wodurch weder den bisher im Lande ansässigen Juden noch den Nichtjuden irgend eine Arbeitsgelegenheit entzogen wurde. Selbst beim Wegebau, der einet! beträchtlichen Teil der Einwanderer beschäftigt hat, ist nicht ein einziger ansässiger Arbeiter verdrängt worden, denn bisher sind solche Arbeiten ausseliliellüd! von Arbeitern, die eigens dazu aus Aegvpten geholt wurden, ausgefüiirt worden. Der Grund dafür ist, dall die Fellachen eine tSurdi viele Monate währende Beschäftigung nicht übernehmen können, weil sie sonst iiire eigene ׳ landwirtschaftliche Ailieit vernachlässigen müßten. Die folgenden Ziffern geben ein ungefähres Bild der Beschäftigung der Einwanderer: Die jüdische Einwanderung und der Mangel an Wuhngeiegenheiten hat zu einer regen Bautätigkeit geführt. So sind ungefähr 400 Häuser durch Juden in Jaffa und Tel-Awiw unter Aufwendung von mehr als 50 000 Pfund, in den letz.ten Jahren gebaut worden. Dazu kommen noch die in anderen Städten mul in Kolonien neu errichteten Bauten, Nach den offiziellen' Ziitern ist es sicher, daß mindestens 600־ Häuser im Laufe dieses Sommers errichtet sein werden. Ungefiihr 1600 Arbeiter haben ihren Lebensunterhalt im Baugewerbe gefunden, Davon sind 10"״ Maurer, 8 «■> .Mörtelarbeiter, 7 ׳״« Ziegelleger, 5 ״'״ Steinzurichter, 2״״ Handwerker, 4 ״,> Pflasterer, der Rest Hilfsarbeiter. 111 den verschiedenen mit dem Bauwesen verknüpften Gewerben, wie Zimmcrgewerbe, Zicgelfabrikatiou usw, waren 500 Arbeiter muF weitere 23!) als Schlosser und Glaser beschäftigt. In Verbindung mit dem Bauwesen und dem infolge der Immigration zunehmenden Handel •waren weitere 100 Arbeiter im Transportwesen beschäftigt. Zirka (10 waren mit dem Transport mit Eseln, 10 durch solchen mit Kamelen beschäftigt, zwei von den Einwanderern neu ergriffene Erwcrhsz.woige, Eine andere neue Bescliäftigimg für die jüdischen Einwanderer ist das Ein- und Ausladen in den Häfen, wobei ungefähr 200 Arbeiter tätig sind. In der Landwirtschaft haben 1000 neue Arbeiter Beschäftigung gefunden, heim Wegebau waren 2006, bei Eisenbahn, Telegraph, Telephon 100 neue Arbeiter beschäftigt, ln verschiedenen neuen Fabriken werden ungefähr 230 Arbeiter verwendet. Von diesen seien besonders erwähnt die ״American Fruit Growers“ und die ״Ariel“־ Zigarettenfabrik, die zusammen filier 100 Arbeiter •he• schuftigen, , , All diese Ziffern betreffen mir diejenigen Arbeiter, die dureil die neue, lmniigiatioii ztigewuelisen sind, nicht diejenigen, die schon früher in diesen Iiulustrie'i! heschäftigt waren und es noch sind. Es gibt andere Fabriken, welche den ansässigen Juden Bcschäftiging; geben, so z, B, die Zigarettenfabrik Maspero, die (10 Mädchen beschäftigt, Natfulid! hat das Wachstum der jüdischen Bevölkerung auch eine zunehmende Nachfrage für Bedarfs׳ artikel. geschaffen, Schneiderei und Schusterei beschäl tigen 200 neue Arbeiter, Weitere 250 sind in neuen Speisehalkm, Suppenküchen usw, beschäftigt, 20 Familien (in Jaffa) in der Milchwirtschaft, Immigration: Gesamtzahl der Einwanderer seit Februar 1919 bis Ende März 1922: 24 000 Davon.; , ,׳.1010 zjrka 2 40(1׳ ״.10000 ״ 1020 ..1021 001 0 ״) .. 1022 (bis 41.3.) 2700 24 000. jüdische E i n w a 11*11 c ru »g 1021. Die Zahl der Einwanderer, welche von den zlonisti- K'licn Acmtcrn registriert wurden, war 1021: Januar Februar März April Mai , , Jtnü . , 65h 574 1042 1313 230 SO Juli August September Oktober . November Dezember 424 593 037 743 705 1102 n ire n l*', r״:;' lerer. *׳* » Summe 3033 Summe 4581 1 nsgcsamt: 8517. . ־ \ Die Einwanderung Oktober- Nach dieser Statistik sind von den 2826 offiziell registrierten Einwanderern der Periode ,Oktober Dezeniher 1021 2610, also 02% durch die zionistischen Palästinaämter befördert worden, ׳ ׳ lieber die Herkunft der Einwanderer der letzten 12 Monate gab Churchill im März folgende Auskunft, Es kamen aus!Allen .... Rußland , . . Rumänien . . Ukraine , . . England ... Zentral-Aslen, andern Landen! 33 ";0 ■ 15 % 5 ";0 U H ' '3>/s »,ס 3 "n. Immigration Dezember 1921 nach der offiziellen Statistik. 1;״W? די V*1 Eintritts- Ort tfllieiü'' tativcJV K. Jude« (res •'״’ ins? 1 laffa, Hai(«. Kantar: Personen mit eigenen Mitteln, die sich dauernd niedetlasscn wollen Personen, die ihre Berufe!ln! Lande ausüben wollen _ ,,, , Personen, die Frauen, Kinder .bestimmte. Aus- und andere ‘Personen, welche von Bewohnern Palästinas abhängig sind sicht haben, 111 speziellen Un'crnelnmuißcn Beschäftigung zu finden Personen religiöse.‘ Berufe, die sich :•׳.׳Iba! erhalten können Personen, dir VA״ ,411• 248 f 63 ' ' 032 ' 250 i 02 211 j 213 167 j ra. . 40 112 I 164 f) ' t /OiV;'1.11:1 z,״ IG cicf |Fra״e1״ Kinder und nmlcre die linuilyreniei) B׳nb 3 und 5 1־ ■kitoi (57 'i u Um ij klr.1.1-׳ fixiert! iWO 37(5 721» •4115 II-.11 ,!!_ 180 LtlU I eener sind ungefähr. 500 neue Beamte in den verschiedenen Organisationen und Institutionen nngestellt, Ungefähr 23 ״,.. all dies! r Arbeiter . sind W e g e verheiratet. Beschaff 11 g v o 11 Inssamt ״1 11.11 d Mittel zur . Arbeit f 11 r I in m i g r a 11 t e 11, Tn ,׳dien I laupt/entren sind organisierte Arbeitsämter tätig, die in enger Verbindung mit der zionistischen Exekutive und ihren Einwamlcrungsämtern stehen.■ Die Einwanderer werden sofort bei Landung in den Lagern der Zionistischen Organisation imtergehradit und Verpflegl und sofort registriert. Die Arbeitsämter verseil,affen nicht mir neue Stellen, sondern entwerfen auch Pläne für neue Arlrciten und führen Verhandlungen sowohl mit privaten■ Finanziustituteii als auch mit jenen der Zionistischen Organisation, um die nötigen Mittel zum Abschluß größerer . Koiitr.iktsaibeiten zu erlangen. Für diesen Zweck gibt es kooperative Aibeiterinstitutione״, wie das Arbeiterzcntralamt für öffentliche Arbeiten und die Organisation der landwirtschaftlichen Arbeiter. Daneben* gibt es Branclu’iioi'gaiiisatiouen, die die Aemter unterstützen. Der Prozentsatz der Arbeitslosen. Aus der folgenden Tabelle erhellt, daß gegenwärtig zirka 9200 Arbeiter in verschiedenen Berufszwcigen bcschäftigt sind, Die Zahl der Arbeitslosen, 710, beträgt daher nur 8״«, Außerdem sind noch 550 Einwanderer in den Lagern, die auf Arbeit warten. Mit diesen zusammen sind es 12 V. Aus der Tabelle geht auch hervor, daß in Hinblick auf frühere Jahre eine gewisse Regelmäßigkeit im Verhiiltnis der Arbeitslosen zu den Beschäftigten bestellt, trotz der Zunahme der Einwanderung, der Schwierigkeiten der Arhcits- und der Lebensbedingungen im Lande, Beschäftigung {ii r die Arbeitslosen. Voraussichtlich werden die Arbeitslosen in nächster Zeit bei folgenden Unternehmungen, welche schon in Angriff genommen wurden, untergebracht werden: 1, Errichtung von 123 Häusern iii Tel-Awiw, 2, ״ 22 ״ ״ im Borochmv - Viertel. 3, ״ einer unbestimmten Zahl von Häusern durch Private, Erweiterung und Adaptierungen bcstehender Bauteil, 4, Bau 11ml Reparatur von Wegen in den anderen Niederlassungen und in Tel-Awiw, Haifa und Tibcrias. 5, Kanalisierung in Tel-Awiw, Neue Ein w andern 11 g. Für ,Fl ii user bau in Jerusalem, Jaffa, Haifa, Tibcrias und den Schulhadteu der Zionistischen Or,- ganisation dürften in den nächsten J Monaten gebraucht werden: Ziegelleger, Maurer, Steimnctze und 1111• ׳ i gelernte Arbeiter . .. 1650 Personen Ziiinueik’Ute, Schlosser, Tischler . . , 250 ״ für landwirtschaftliche Arbeiten .... '2500 ״ zusammen zirka 4400 Personen V c r 11 ii 1111 i s / a 111 der Arbeitslosen: ... Gesamtzahl Arbeitslos ׳ Proder Arbeiter zent Ende des Winters 1918T9 1H88 225 ’ 12 1919/20. ״ ״ ״ 3000 250 1 8 1920/21 ״ ״ ״ 6300 600 9 1921/22 ״ ״ Dazu in den Lagern 9200 716 Jaffa 350 Haifa 200 } 550 13 1302 1)15 MD 202Ü Der Stand der landwirtschaftlichen Siedlungen Einem Beiiclitc von.Agr. Oellinger vom März tl, J. entnehmen wir folgende Angaben: , Farmbetriebe. Einuml/\vau/ig sind gemischte Betriebe (Getreidebau, l’flan/uiigen, Milchwirtschaft, _Gc« miisckultur, Gcflugclzm'lit und Bienenzucht). Drei Siedlungett betreiben Gartenkultur für den Markt und zwei Aufforstung. Fünf sind seit dem Karlsbader Koimreß gegründet worden, und zwar: Klar Nah,•dal (Maliiul), .Lin-Harod, Td-Joscph, (üvat-E/cchiel und die Gniva-Gruppc, welche alle auf dem Territorium Nmiris im Emek liegen. Die Ansiedler auf diesen sind mit der Verbesserung des Bodens, dem Wegebau und der Entsumpfung heschäftigl, auch pflügen, säen mul pflanzen sic auch. Die Zahl der Siedler ist in Kfar Nahalal auf 80 Familien,•« in Givat E/ediiel au( 00 Familien festgesetzt worden, 250. Arbeiter gehören der Gdtid llaawoda (Arbeit«• armee)' - in I.in-Haiod mul Tel-Joseph im und zirka 20 Familien bilden die■ Gnivagruppe. Arbeitsform. In einigen dieser Siedlungen (Nah‘ lath-jehuda mul Kfar-Uricu) arbeiten die Siedler von Beginn au einzeln, in anderen (Kfar Nahalal mul *Uivat- Ezechiel) ist der B0(|en für Eiuzelarlieit der Siedler vor» bereitet, ln den übrigen. 17 ist die Arbeit auf koope•; rutiver Grundlage organisiert. , Die bebaute Fläche, welche unter Aufsicht de» Kolonisationsdcpai'temeiits stellt, ist 32 780 Dirnain. So* bald die N.-F.-Lämiereien . im Emek. .in Kultur gcnomtnen werden, wird sich diese Zahl sehr vergrößern, im Emek, wo die Badenamelioratkm im Gange ist, ar*